DE2843733A1 - Schaltung zur impulsversorgung einer elektronenstrahlroehre - Google Patents
Schaltung zur impulsversorgung einer elektronenstrahlroehreInfo
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Description
Patentanwälte 2 ö 4 ο / O 3
Dipl -Ing. Dipl.-Chem. Dipl.-lng.
E. Prinz - Dr. G. Hauser - G. Leiser
ErnsbergerstrassetS
8 München 60
THOMSON - CSF 6. Oktober 1978
173, Bd. Haussmann
75008 Paris / Frankreich
75008 Paris / Frankreich
Schaltung zur Impulsversorgung einer Elektronenstrahlröhre
Die Erfindung betrifft eine Schaltung zur Impulsversorgung von Elektronenstrahlröhren mit gegenüber dem Potential
des Weehselwirkungskreises der Röhre auf negativem Potential
liegendem Kollektor, insbesondere für Höchstfrequenz, wie als Verstärker arbeitende Wanderfeldröhren, die u.a. in
Radar-Schaltungen benutzt werden.
Im Folgenden wird als Beispiel auf eine solche Höchstfrequenzröhre
Bezug genommen, ohne daß darunter eine Beschränkung der Erfindung zu verstehen ist.
In diesen Röhren breitet sich der Elektronenstrahl zwischen
einer Katode und einem Kollektor aus, wobei er auf seinem Weg einen Kreis durchquert, in welchem er mit der Höchstfrequenzwelle
in Wechselwirkung tritt.
Bekanntlich gestattet die Verwendung eines Kollektors mit
gegenüber dem Potential des Wechselwirkungskreises der Röhre, bei welcher es sich in dem Fall einer Wanderfeldröhre um eine
Verzögerungsleitung handelt, auf negativem Potential liegendem Kollektor, den Wirkungsgrad dieser Röhren zu verbessern.
Das richtige Arbeiten einer Röhre mit gegenüber dem Potential des Wechselwirkungskreises auf negativem Potential liegendem
Kollektor erfordert jedoch eine große Stabilität der Potentialdifferenz
zwischen Kollektor und Masse.
Bislang werden diese Röhren mit einem Modulator mit Verzögerungsleitung
benutzt, der mit einem Anzapftransformator ausgestattet ist, welcherdie Katode einerseits und den Kollektor
andererseits versorgt. Diese Art von Schaltung hat den Nachteil einer veränderlichen Verteilung des Elektronenstroms
auf den Wechselwirkungskreis und den Kollektor in Abhängigkeit von dem Steuerpegel der Röhre und der Betriebsfrequenz,
durch die sehr kurze, aber große Stromänderungen in der Wicklung des Transformators und infolgedessen Spannungsänderungen des Kollektors hervorgerufen werden, die ebenfalls
sehr kurz, aber groß sind und das Hinzufügen von verlustbehafteten Korrekturschaltungen erfordern, wegen denen ein Teil
der Verbesserung des Wirkungsgrades, die sich durch die Absenkung des Potentials des Kollektors gegenüber dem des Wechselwirkungskreises
ergibt, verlorengeht.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Versorgungsschaltung mit
einem Modulator zu schaffen, die diesen Wirkungsgrad nicht beeinflußt.
Gemäß der Erfindung enthält diese Schaltung eine eine niedrige Impedanz aufweisende Gleichstromversorgung, die außerdem als
Ladungsquelle für das als Verzögerungsleitung bezeichnete Schaltungselement des Modulators dient, der die Katode der
Röhre versorgt. Da der Pluspol dieser Leitung darüber hinaus mit Masse verbunden ist, folgt daraus, daß das Entladungsthyratron der bewußten Verzögerungsleitung in einer Richtung
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geschaltet ist, die zu derjenigen entgegengesetzt ist, die in den bekannten Schaltungen benutzt wird, in welchen seine
Katode an Masse liegt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine im Impulsbetrieb arbeitende be
kannte Schaltung zur Versorgung einer Elektronenstrahlröhre mit gegenüber dem
Potential des Wechselwirkungskreises der Röhre auf negativem Potential liegendem
Kollektor, und
Fig. 2 als nicht als Einschränkung zu verstehen
des Beispiel eine Schaltung nach der Erfindung.
Fig. 1 zeigt das Thyratron 1 des Modulators einer Wanderfeldröhre,
der außerdem eine Verzögerungsleitung und einen Transformator aufweist, von denen weiter unten die Rede sein wird.
Das Thyratron 1 wird durch einen Block 2 versorgt, seine Katode 11 liegt an Masse und sein Gitter 12 wird durch eine Schaltung 3,
die symbolisch in Form eines Schalters dargestellt ist, mit Impulsen gesteuert. Der Kollektor 4 und die Katode 5 der Wanderfeldröhre
10 werden durch die Sekundärwicklung 62 eines Anzapftransformators 6 versorgt, dessen Primärwicklung
61 mit der Gleichstromversorgung 2 über die Verzögerungsleitung 31 verbunden ist, welche aus einer Anordnung von
im einzelnen nicht mit Bezugszahlen versehenen Drosseln und Kondensatoren besteht und für die Formgebung der durch das
Thyratron 1 unter der Steuerung der Steuerschaltung 3 abge-
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gebenen Impulse sorgt. Der Primärkreis enthält darüber hinaus eine Ladeinduktivitnt 7 und eine Sperrdiode 8 zwischen
dem Pluspol der Gleichstromversorgung 2 und der Anode 13 des Thyratrons. Gegebenenfalls kann eine Amplitudenbegrenzungs-
und Stabilisierungsschaltung, die gestrichelt dargestellt und mit 9 bezeichnet ist, an die Klemmen des Thyratrons
angeschlossen sein. In Fig. 1 ist der Elektronenstrahl, der die Röhre 10 von der Katode zu dem Kollektor durchquert,
durch die punktierte Fläche dargestellt. Dagegen sind die anderen Bestandteile einer solchen Röhre, die bekannt sind,
weggelassen worden, wie ihre Vakuumhülle, die verschiedenen Elektroden, welche der Katode 5 in dem Strahlerzeuger dieser
Röhren zugeordnet sind, sowie die Höchstfrequenzelemente, mit Ausnahme der Verzögerungsleitung 100. Die Pfeile stellen
den Eingang und den Höchstfrequenzausgang dieser Leitung dar.
Die Verteilung des Elektrorenstroms auf die Verzögerungsleitung
100 und den Kollektor 4 der Röhre 10 ändert sich mit den Betriebsbedingungen der Röhre, insbesondere mit der Betriebsfrequenz,
sowie mit dem Steuerpegel. Dadurch werden in der Wicklung 62 sehr kurze, aber starke Stromänderungen
hervorgerufen, welche hohe Spannungsänderungen verursachen. Zum Absorbieren derselben ist es erforderlich, Elemente vorzusehen,
die symbolisch an der Stelle 20 dargestellt sind und diese Änderungen durch Energieverbrauch absorbieren, wodurch
der Wirkungsgrad der Röhre vermindert wird.
Solche Elemente sind in dem Fall der Versorgung gemäß der Erfindung nicht erforderlich, die als nicht als Einschränkung
zu verstehendes Beispiel in Fig. 2 dargestellt ist, wobei gleiche Elemente wie in Fig. 1 gleiche Bezugszeichen tragen.
Hier we'ist die Quelle 21 eine sehr niedrige Impedanz auf. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die bewußte
niedrige Impedanz aufgrund einer gewöhnlichen Hochspannungsversorgung erzielt, die der Gleichstromversorgung 2 des voran-
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gehenden Beispiels gleicht, indem dieser ein Kondensator 22
mit großer Kapazität und niedriger Streuinduktivität parallel geschaltet wird. Aufgrund der niedrigen Impedanz der Quelle 21
werden die Spannungsänderungen, die sich an dem Kollektor ergeben könnten, wenn dieser den Strom des Strahls empfängt,
begrenzt.
Das Arbeitsprinzip der Schaltung nach der Erfindung besteht darin, zum teilweisen Wiederaufladen der Verzögerungsleitung
31 des Modulators die durch den Kollektor empfangene Energie rückzugewinnen. Die ansonsten verbrauchte Energie, wie in
dem Kollektor (Verluste durch Stromwärme und durch Höchstfrequenzstrahlung), wird durch das Netz geliefert.
Mit der Versorgungsschaltung, die in Fig. 2 dargestellt ist, ist die Spannungsänderung AV an den Klemmen des Kondensators
22 gegeben durch:
Tp
wobei τρ die Dauer des Impulses und I ,, der Kollektorstrom
ist.
Wenn beispielsweise die Kollektorspannung bis auf 3% festgesetzt
sein soll, wobei es sich um einen sehr akzeptablen Wert handelt, und wenn I ,, = 30 A, τρ = 100 μΞ und die
Kollektorspannung Vcoll = 30 kV ist, muß gelten: C = 3,33 μΓ.
Während der Dauer des Impulses ist der Änderungsgrad der Kollektorspannung V ,, proportional zu dem Kollektorstrom
I ,.,, dessen Änderung im allgemeinen 25% nicht überschreitet
Der Wert der Kollektorspannung bleibt daher definiert, selbst im Fall einer abrupten Änderung des Kollektorstroms oder des
Leitungsstroms durch den Integriereffekt der Kapazität C.
909815/102«
Der Verzögerungsleitungsmodulator liefert dm gesamten
Strom I, der Röhre {Leitungsstrom + Kollektorstrom), wobei
die Summe dieser beiden Werte konstant ist. Damit er den Strom unter den besten Ladungsbedingungen liefert, um
einen Spannungsimpuls mit konstantem Wert zu erzielen, sind gewisse Anpassungsbedingungen der Verzögerungsleitung
(über den Impulstransformator 6) erforderlich.
Diese Bedingungen ergeben sich aus folgendem:
Wenn V, die Katodenspannung ist, die der Phasengeschwindigkeit in der Verzögerungsleitung 100 der Röhre entspricht,
welche für die optimale Wechselwirkung zwischen Elektronenstrahl und Wellen sorgt, und wenn die Kollektorspannung
gleich der Ladespannung der Verzögerungsleitung 31 des Modu lators ist, gilt:
V11 2V1
V1 = η -Sg^ also η = k
k Z coil
wobei η das übersetzungsverhältnis des Impulstransformators
6 ist.
Vk Da die Röhre als Elektronenimpedanz Z, = — hat, muß die
X-,
Verzögerungsleitung des Modulators die Impetanz Z, haben, die durch:
7 - 1 7
H -j zk
gegeben ist, was die Elemente des Modulators vollständig
festlegt.
In den in den Figuren gezeigten Schaltbildern sind mit der Masse verbundene Elemente dargestellt. Allgemein sind diese
Elemente im Rahmen der Erfindung mit einem Punkt festen Potentials verbunden, der in den Beispielen durch die Masse
dargestellt ist.
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Obgleich die Erfindung für den Fall einer Wanderfeldröhre beschrieben worden ist, ist sie auch bei anderen Arten
von Röhren anwendbar, wie beispielsweise freischwingenden
Klystrons, die insbesondere in Radar- und Weitübertragungsanlagen von Vorteil sind. Die Erfindung ist, allgemeiner
gesagt, bei allen impulsmodulierten Elektronenstrahlröhren anwendbar, die einen oder mehrere Kollektoren aufweisen,
deren Potential gegenüber dem des Wechselwirkungskreises der Röhre negativ ist.
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-AO -
Leerseite
Claims (3)
1.) Schaltung zur Impulsversorgung einer Elektronenstrahlröhre
mit gegenüber dem Potential des Wechselwirkungskreises der Röhre auf negativem Potential liegendem Kollektor,
die einen Modulator aufweist, welcher seinerseits ein Thyratron, eine Verzögerungsleitung und einen Transformator
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromversorgung des Modulators eine Quelle niedriger Impedanz ist,
deren Plusklemme mit einem Punkt festen Potentials verbunden ist, daß die Wicklungen des Transformators jeweils
eine mit diesem festen Punkt verbundene Klemme haben, daß von dem Thyratron, das an die Klemmen der Quelle angeschlossen
ist, die Anode mit diesem festen Punkt verbunden ist, daß die Verzögerungsleitung zwischen die Katode
des Thyratrons und diejenige Klemme der Primärwicklung des Transformators geschaltet ist, die zu der entgegengesetzt
ist, welche mit dem festen Punkt verbunden ist, und daß diejenige Klemme der Sekundärwicklung des Transformators,
die zu derjenigen entgegengesetzt ist, welche mit dem festen Punkt verbunden ist, mit der Katode der Röhre
und die Minusklemme der Quelle mit dem Kollektor der ,Röhre verbunden ist.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Quelle aus einer Stromversorgung besteht, an deren Klemmen ein Kondensator hoher Kapazität und niedriger Induktivität
angeschlossen ist.
3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Punkt festen Potentials die Masse ist.
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