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Optoelektrische Einrichtung an Schlössern und dergleichen
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zum Lesen von auf einem Informationsträger befindlichen Informationen
Stand der Technik Die Erfindung geht aus von einer optoelektrischen Einrichtung
nach der Gattung des Hauptanspruchs.
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Aus der DE-OS 25 59 430 ist schon eine Vorrichtung zum Prüfen von
Ausweisdokumenten o. dgl. bekannt, die mit einer Fotodiode arbeitet. Als Erkennungshilfe
für die Echtheit des eingelegten Dokuments dienen besondere Prüf stoffe aus Verbindungen
Seltener Erden, die die Eigenschaft haben, impulsweise einfallendes Licht mit bestimmten
Verzögerungen
zu reflektieren bzw. durchzulassen. Diese bekannte
Vorrichtung bedient sich dieser Verzögerungseigenschaften zur Erkennung der Echtheit
des Dokuments und verwendet einen Impulsoszillator, dessen Ausgangssignale nach
Passieren des Prüfstoffs über eine Torschaltung einer Auswerteschaltung zugeführt
werden, wobei die Öffnung der Torschaltung ebenfalls von den Ausgangssignalen des
Oszillators abhängig gemacht wird. Treffen die Impulse an der Torschaltung nicht
in einer zeitlich abgestimmten Folge ein, dann werden diese zurückgewiesen, was
zu einer Fehlererkennung des Dokumentes führt. Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel
der bekannten Einrichtung erfolgt das Lesen bei stillstehender eingeführter Kodekarte,
also statisch. Ein dynamisches Lesen erfordert eine präzise abgestimmte mechanische
Einzugsgeschwindigkeit, damit nicht Verfälschungen in der zeitlichen Abstimmung
der Prüfsignale auftreten. Bei statischem Lesebetrieb ist eine genaue Positionierung
des Dokuments im Führungsschacht erforderlich, daher müssen mechanische Verformungen
und Beschädigungen der Karte vermieden werden.
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Nachteilig ist weiterhin, daß nur mit Licht einer bestimmten Wellenlänge
gearbeitet werden kann und die den Prüfstoff enthaltenen Bereiche durchscheinend
sein müssen, so daß auch Verschmutzungen vermieden werden müssen. Insgesamt ergibt
sich bei der bekannten Vorrichtung ein erheblicher technischer Aufwand, der nur
dann zum Erfolg führt, wenn während des Lesevorgangs weitere ganz bestimmte Voraussetzungen
in der Bedienung eingehalten werden. Dies ist aber sehr häufig nicht der Fall, so
daß die bekannte Einrichtung für ein breites Anwendungsspektrum nicht ausreichend
narrensicher ist.
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In der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung P 27-52
106.8, die sich auf eine Schloßbetätigung mit Leser bezieht, ist eine Einrichtung
an Schlössern, Sicherheitsvorrichtung, Schaltelementen u. dgl. bekannt zur Verhinderung
eines unbefugten Zugangs zu Räumen, Gebäuden, Autos usw., bei der ein kodierte Informationen
tragender Informationsträger als Kontroll- und/oder Auslöseelement (Schlüssel) einem
Gegenelement (Schloß) zugeordnet ist. Dabei enthält das Auslöseelement, welches
ein Schlüssel für ein Schloß sein kann oder einen hierzu getrennten Informationsträger
bilden kann, eine kodierte Information auf nicht mechanischer Grundlage, während
das Gegenelement mindestens einen Sensor oder einen Lesekopf aufweist, der diese
Information durch nicht körperliche Einwirkung abtastet und einer gesonderten Stelle
zuleitet, die das gewonnene Signal mit einem gespeicherten Signal vergleicht. Nur
dann, wenn der Vergleich positiv ausfällt, wird es der sich hierdurch als befugt
ausweisenden Person gestattet, sich Zugang zu verschaffen und/oder entsprechende
befugte Maßnahmen zu treffen.
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Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, die in der erwähnten nicht
vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung beschriebene Einrichtung zu ergänzen
und insbesondere Maßnahmen anzugeben, die die Informationsgewinnung aus der mindestens
einen vorhandenen Kodespur auf dem Informationsträger im einzelnen erläutern. Die
vorliegende Erfindung stellt daher eine Zusatzanmeldung (ein Zusatzpatent) zu der
deutschen Patentanmeldung P 27 52 106.8 (deutschem Patent 2.752.106) dar und sie
basiert ausdrücklich auf dem dortigen Offenbarungsgehalt und macht die in dieser
Hauptanmeldung beschriebenen Maßnahmen zum Gegenstand auch vorliegender Anmeldung.
Es wird lediglich aus Gründen einer Beschränkung des Umfangs darauf verzichtet,
die Beschreibung der Hauptanmeldung nochmals zu wiederholen.
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Vorteile der Erfindung Die erfindungsgemäße Einrichtung mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß eine vergleichsweise einfache,
beliebig hoch integrierbare Leseeinheit hoher Störsicherheit geschaffen ist, bei
der der Lesevorgang im wesentlichen unabhängig von äußeren Gegebenheiten und Zufällen
ist, die beim Einschieben eines Informationsträgers in einen geeigneten, mit Leseköpfen
ausgestatteten Lesebereich praktisch immer auftreten. Es wird kein mechanischer
Einzug benötigt, und es sind sogar teilweise Rückzugbewegungen beim Einschieben
des Informationsträgers möglich, ohne daß der eigentliche Lesevorgang so nachhaltig
gestört wird, daß sich ein Fehler bei der Auswertung der Dateninformationen ergibt.
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Besonders vorteilhaft ist noch, daß die Schaltung einen impuls artigen
Betrieb sowohl im Leerlaufbetrieb als auch beim eigentlichen Lesebetrieb ermöglicht,
wobei trotz der normalerweise nicht zu erwartenden und sich auch nicht ergebenden
Abstimmung einer an sich ja beliebigen Einschubgeschwindigkeit auf die Taktung im
Impulsbetrieb keine Fehler auftreten, da Schaltungselemente in eine Speicherbereitschaft
übergehen können und auch ein Schleifenbetrieb größerer Schaltungskomponenten möglich
ist.
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Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen ergeben sich
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen
Leseeinrichtung.
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Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert.
Es zeigen Fig. 1 ein Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels, deren einzelne
Schaltungsblöcke in der detaillierteren Darstellung der Fig. 3 und 4 gestrichelt
angegeben sind und deren Aufbau und funktioneller Zusammenhang auch lediglich mit
Bezug auf die Fig. 3 und 4 im einzelnen erläutert wird, Fig. 2 die mögliche Anordnung
von Datenspuren und Taktspuren auf einem Informationsträger, der Teil eines Schlüssels,
einer Kodekarte o. dgl. sein kann, die Fig. 3 und 4 detaillierte Teilschaltungsdarstellungen
des Blockschaltbilds der Fig. 1, Fig. 5 ein erstes Impulsdiagramm von von einem
Mehrphasenoszillator abgegebenen Impulsfolgen bzw. daraus gebildeten Impulsfolgen
dann, wenn kein Informationsträger, wie das bevorzugte Ausführungsbeispiel eines
Schlüssels im folgenden im wesentlichen nur noch genannt wird, für den Lesevorgang
im Bereich der Leseköpfe vorhanden ist, Fig. 6 ein der Fig. 5 entsprechendes Impulsdiagramm,
jedoch bei vorhandenem Informationsträger, Fig. 7 eine zweite Ausführungsform eines
Informationsträgers mit Kodespuren, deren Anordnung besonders für die Schlüsselfunktion
bei einer Schloßbetätigung geeignet ist und die eine Selbsttaktung ermöglichen,
Fig. 8 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Auswerteschaltung für den Informationsträger
der Fig. 7 und Fig. 9 in Form eines Blockschaltbilds ein zweites Ausführungsbeispiel
einer der Fig. 8 ähnelnden Auswerteschaltung, die jedoch für einen impulsartigen
Betrieb geeignet ist.
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Beschreibung der Erfindungsbeispiele Das in Fig. 1 angegebene Blockschaltbild
einer optoelektrischen Leseeinrichtung zeigt den allgemeinen Organisationszusammenhang
und besteht aus den folgenden, hier zunächst nur global angeführten Hauptschaltungskomponenten.
Aus Gründen eines besseren
Verständnisses werden die einzelnen,
die Erfindung bildenden Baugruppen anhand der Detaildarstellungen der Fig. 3 und
4 in Verbindung mit der von ihnen ausgeübten Funktion beschrieben, so daß sich auch
der funktionelle Ablauf besser erkennen läßt.
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Die in Fig. 1 gezeigte Leseeinrichtung umfaßt bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel vier Leseköpfe F,S,D,E, die bevorzugt jeweils aus lichtemittierenden
Dioden (LED) als Lichtsender und Fototransistoren als Lichtempfänger bestehen, wobei
wiederum bevorzugt im Infrarotbereich des Lichts gearbeitet wird. Die Leseköpfe
sind ausgangsseitig an einen Komparatorverstärker 24 angeschlossen, der selbst von
einem Verstärker 28 und einem justierbaren Schwellwertschalter 27 gesteuert ist.
Die Ansteuerung sämtlicher Komponenten erfolgt von Impulsfolgen mit zeitlich unterschiedlich
liegenden Flanken, die von einem Prozessor 33 für Pulsselektionen ausgewählt werden.
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Während des Lesebetriebs sind die vier Leseköpfe F,S,D,E an einen
Hochleistungsschalter 26 angeschlossen und werden von diesem gespeist ergänzend
ist eine Fotodiode D eines Lesekopfes zusätzlich noch an einenNiederleistungsschalter
25 angeschlossen, der ausgangsseitig auf den Schwellwertschalter 27 arbeitet. Es
ist so möglich, zunächst mit schwachen Tastimpulsen über die Fotodiode D das Vorhandensein
eines Infor -mationsträgers im Lesekopfbereich zu erfassen und dann auf volle, bevorzugt
impulsartige Leseleistung hochzuschalten. Der Niederleistungsschalter 25 und der
Hochleistungsschalter 26 sind an verschiedene Steuerausgänge des Pulsselektions-Prozessors
33 angeschlossen; der Verstärker 28 liegt am gleichen Ausgang des Prozessors wie
der Niederleistungsschalter 25.
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Ferner sind entsprechend Fig. 1 noch vorgesehen ein Mehrphasenoszillator
29,
der dem Prozessor 33 Impulsfolgen zuführt, ein Informationsträger-Erkennungsregister
30, ein Zustandsregister 31, ein Synchronisierer 32, ein Taktregister 34, ein Zustandszähler
35, ein Zustandsdekoder 36, ein Programmspeicher 37 zur Erfassung bestimmter Impulsfolgen
im Taktbereich, ein Datenspeicher 38 für die Aufnahme der Dateninformationen, ein
Leistungsschalter 39 für den Programmspeicher 37, ein Fehlerschalter 40, der bei
fehlerhafter Einführung eines richtigen Informationsträgers oder beim Einführen
eines falschen Informationsträgers ein Fehlersignal erstellt, ein Geschwindigkeitssensor
41, der von einem Ausgang des Pulsselektions-Prozessors 33 angesteuert ist und die
Fehlerschaltung 40 beauf schlagt.
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Die folgende detaillierte Beschreibung des in Fig. 1 dargestellten
ersten Ausführungsbeispiels anhand der Darstellung der Fig. 3 und 4 bezieht sich
im einzelnen auf eine Leseeinrichtung, bei der sowohl im Ruhebetrieb (Leerlaufbetrieb)
nur mindestens einer der vorhandenen Leseköpfe in größeren Zeitabständen mit leistungsschwachen
kurzen Tastimpulsen versorgt wird, als auch im Lesebetrieb mit einer Impulsrasterung
gearbeitet wird, wobei dann sämtlichen, für die Auswertung der Spuren herangezogenen
Leseköpfen Leistungsimpulse zugeführt werden, deren Amplituden erheblich über der
für den Dauerbetrieb zulässigen Nennleistung der einzelnen Lesekopfeinrichtungen
liegen können.
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Denkbar sind aber auch Leseeinrichtungen, die zwar im Leerlaufbetrieb
mit Tastimpulsen arbeiten, für den kurzen Lesebetrieb
aber kontinuierlich
mit voller Leseleistung betrieben werden, wobei dann allerdings vorzugsweise Leseköpfe
solcher Bauart verwendet werden, die einen solchen Dauerbetrieb verkraften können;
hierauf wird weiter unten noch anhand der Darstellung der Fig. 7 eingegangen. Bevorzugt
ist allerdings der Impulsbetrieb im Ruhezustand und im Betriebszustand des Gesamtsystems,
der auch die impulsartige Kurzzeitansteuerung von besonders verbrauchs intensiven
Schaltungsgruppen umfaßt.
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Der Taktzeitgeber (Mehrphasenoszillator) Entsprechend den Darstellungen
der Figuren 5 und 6 werden für die gezielte selektive Ansteuerung und Triggerung
von Bauelementen, die impulsartige Beaufschlagung der Leseköpfe u. dgl. flankenversetzte
Impulsfolgen benötigt, etwa entsprechend den in den Figuren 5 und 6 dargestellten,
lediglich als beispielhaft zu wertenden Impulsfolgen A, B, C, D, E.
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Zur Erzeugung dieser Impuls folgen dient der aus der Hintereinanderschaltung
beliebiger Flipflopstufen (an deren Ausgängen die erwähnten Impuls folgen gebildet
sind) bestehende Mehrphasenoszillator 29 (Fig.4) wobei ergänzend noch Dioden, also
richtungsabhängige Glieder enthaltende Zwischenschaltungrn 29a, 29b vorhanden sein
können, die für unterschiedliche Zeitverzögerungen bei der Weiterleitung von Ausgangsimpulsen
einer vorgeschalteten Flipflopstufe zur nächsten sorgen, jc nachdem, ob die Flanke
positiv oder negativ ist. Auf diese Weise und durch die in sich geschlossene Rückführungskette
über die Rückführleitungen 29c und 29d lassen sich die unterschiedlichsten Verteilungsmuster
abgegebener Impuls folgen erzeugen. So triggert die positive Flanke der Impulsfolge
A (erzeugt am ersten Flipflop 29e) vergleichsweise schnell über die für positive
Spannungen durchlässige Diode der Schaltung 29a das nachfolgende Flipflop 29f, während
die negative
Flanke der Impulsfolge A das RUckkippen der Ausgangsimpulsfolge
B des Flipflops 29f wesentlich später bewirkt.
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Entsprechendes gilt für die Erzeugung der Impulsfolge C; über die
Verbindungsleitung 29d ist der für ein Schwingverhalten eines solchen Oszillators
erforderliche Kreis geschlossen. Es ergeben sich dann zunächst die in Fig. 5 gezeigten
Impulsverläufe, die sich kontinuierlich wiederholen, wenn durch entsprechende ansteuerung
mindestens einer der mit dem Informationsträger in Wirkverbindung stehenden Tastköpfen
festgestellt wird, daß kein auszuwertender Informationsträger im Bereich der Leseköpfe
vorhanden ist. Dies geschiebt folgendermaßen.
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Impulaverlauf ohne Inforinationsträger Durch Kombination der Impulsfolge
A mit der Impulsfolge B eaQitsk an der Torschaltung 50 mit nachgeschaltetem Inverter
51 -die B-Impulsfolge gelangt über den Inverter 52 und die Torschaltung 53 auf das
Tor 50 - bei 54 ein kurzer (negativer) Tastimpuls , der, wie Fig. 3 links oben zeigt,
über den Transistor 55 eine ausgewählte, lichtemittierende Diode, nämlich beim Ausführurigsbeispiel
die LED III aktiviert.
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Hierdurch läßt sich feststellen, ob in dem Bereich zwischen der LED
III und dem zugeordneten Lichtempfänger IIIa das Informationsträgermediurn eingeführt
worden ist, welches auf jeden Fall eine so weitgehende Absorption des ausgesandten
Lichtimpulses zur Folge hat, daß der nachgeschaltete Kompaxator 56 anspricht und
bei 57 ein sog. Kartensignal C erzeugt, welches dem D-Eingang eines Speichers oder
Flipflops 58 (Fig. 4 rechts unten) ebenfalls bei 57 zugeführt wird. Als Taktimpuls
erhält dieses D-Flipflop 58 die B-Impulsfolge vom Inverter 52 zugeführt, so daß
der Ausgang dieses Flipflops 58 (vereinbarungsgemäß) bei eingeführtem Informationsträger
den Zustand log 1 und bei fehlendem Informationsträger den Zustand log 0 aufweist.
An dieser Stelle sei im
übrigen darauf hingewiesen, daß die jeweils
verwendeten logischen Schaitzustände lediglich beispielhaft sind und, wie der Fachmann
weiß, auch entsprechende Funktionsabläufe durch jeweils andere logische Schaltzustände
erzielt werden können.
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Die Fig. 5 zeigt, daß etwa in der Mitte des Tastimpulses N entsprechend
der Impulsfolge T, die lediglich die invertierte Impulsfolge B darstellt, der Test
vorgenommen wird, ob der Informationsträger vorhanden ist. Fällt diese Prüfung negativ
aus, dann bleibt wegen der dann weiterhin über die Leitung 59 gesperrten, dem letzten
Flipflop 29g des Oszillators 29 nachgeschalteten Torschaltung 60 diese gesperrt
und die E-Impulsfolge ist entsprechend Fig. 5 weiterhin 0. Es wiederholt sich dann,
wie die Fig. 5 zeigt, dieser Ablauf zyklisch so lange, bis der Test nInformationsträger
vorhanden" positiv ausfällt.
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Impulsverlauf bei vorhandenem Informationsträger Entsprechend dem
vorher Gesagten ergibt sich jetzt am Ausgang der Torschaltung 60 entsprechend der
Impuls folge E der Fig. 6 zunächst ein kurzer Restimpuls 61, und zwar solange, wie
der entsprechende Impuls der D-Impulsfolge noch andauert.
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Dieser und die bei vorhandenem Informationsträger nachfolgenden E-Impulse
bewirken über die schnelle Rückführleitung 29c ein praktisch sofortiges Rückkippen
der A-Impulse, verglichen mit der längeren Dauer der A-Impulse entsprechend Fig.
5, wenn die Rückführung über das integrierende Glied aus Widerstand 62 und Kondensator
63 erfolgte. Außerdem ergibt sich aufgrund des Umschaltverhaltens des 0Ausgang des
Flipflops 58 ueber die Leitung 64, 65 ein Umschalten der Torschaltung 66, die sog.
Laufimpulse R erzeugt, die nunmehr
die Torschaltungskette 67,
68 mit nachgeschaltetem öffnen Inverter 69/zur Erzeugung von durch eine nachfolgende
Verstärkung gewonnenen kräftigen Ansteuerimpulsen LED bei 70 aus den Impulsfolgen
A und B, die in Fig. 3 ebenfalls bei 70 über die Verstärkerkette 71, 73 mit Verbindungsleitung
74 die restlichen, einenTeil der Leseköpfe bildenden lichtemittierenden Dioden I,
II und IV ansteuern, während über den zugeschalteten Verstärker 72 auch die lichtemittierende
Diode III noch mit Leseimpulsen LED angesteuert und somit doppelt ausgenutzt wird.
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Durch die Verkürzung des A-Impulses aufgrund der erwähnten Rückführung
ergibt sich auch die Kürze der Leseimpulse LED, deren zugeordnete Impuls folge in
Fig. 6 mit H bezeichnet ist.
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Jedes Mal nach Beendigung eines Lesevorgangs wiederholt sich jedoch
der gesamte Ablauf einschließlich der Ansteuerung der Diode III zunächst mit einem
Tastimpuls und erst wenn das Vorhandensein des Informationsträgers erfaßt worden
ist, ergeben sich für alle Dioden I bis IV die Leseimpulse. In Fig. E ist die an
der Diode III liegende Ansteuerimpulsfolge mit N' bezeichnet; sie setzt sich zusammen
aus dem Tastimpuls N der Fig. 5 und dem später hinzukommenden Leseimpuls LED entsprechend
der Impulsfolge H.
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Es ist also festzustellen, daß erst dann, wenn ein Informationsträger
abgetastet werden kann, zusätzlich die starken Leseimpulse LED erzeugt werden und
gleichzeitig auf eine höhere Frequenz umgeschaltet wird.
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Aktivierung von Schaltungselementen für den Lesevorgang Umfaßt die
Gesamtschaltung Einzelgruppen oder ganze Komplexe, die auf einen erhöhten Stromverbrauch
ausgelegt sind, dann
ist es sinnvoll, diese erst dann zu aktivieren,
wenn gleichzeitig mit der Ausgabe der LED-Impulse das Vorhandensein des Informationsträgers
festgestellt worden ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird lediglich
ein mit 37 bezeichneter Programmspeicher (Fig. 4),der aufgrund seiner Ausführung
in Py Technik über einen erhöhten Stromverbrauch verfügt, in der Weise eingeschaltet.
Entsprechend dem Impulsdiagramm der Fig. 6 ergeben sich die in der Impuls folge
1 vorkommenden Leseimpulse aus den Impulsen der Impuls folgen A und C, die über
die Leitungen 76 und 77 einem UND-Gatter 78 zugeführt werden, welches mit einem
weiteren UND-Gatter 79 verbunden ist, welches nur dann die dargestellten Kurzleseimpulse
für den Programmspeicher freigibt, wenn seinem anderen Eingang vom Informationsträger-Flipflop
58 ein das Vorhandensein des Informationsträgers angebendes Signal zugeführt ist.
Der als PROM ausgebildete Programmspeicher 37 wird dann über die Verstärkerschaltung
80 aktiviert. Es versteht sich, daß auf diese Weise auch andere Schaltungsgruppen
beaufschlagt werden können bzw. daß diese Schaltung dann weggelassen werden kann,
wenn keine verbrauchsintensiven Schaltungselemente vorhanden sind.
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Der Lesevorgang im Taktbereich Entsprechend Fig. 2 ist bei diesem
Ausführungsbeispiel, welches für dynamisches impuls arti ges Lesen besonders geeignet
ist, eine gesonderte Taktspur 21 vorhanden, der eine oder mehrere Dateninformationsspuren
22, 23 ... zugeordnet sind.
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An sich ist die Anzahl der Taktspuren sowie der Dateninformationsspuren
beliebig; es muß bezüglich der Taktspur lediglich sichergestellt sein, daß sich
bei der Taktspur so viele auswertbare Xnderungen vergeben, daß jedes bit innerhalb
des zu erfassenden Bitmusters der Dateninformationsspuren von dem Leser übernommen
werden kann. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist nur
eine Taktspur vorgesehen, der aber zwei Leseköpfe, nämlich die in Fig. 3 mit F und
S bezeichneten Leseköpfe zugeordnet sind. Die beiden anderen Leseköpfe, die mit
D und E bezeichnet sind, erfassen das Geschehen auf den Datenspuren. Das Taktspursystem
erfüllt zwei Hauptaufgaben, nwmlich 1) die Freigabe der Auslesung der Datenspuren
dann, wenn einwandfrei festgestellt worden ist, daß während des Einschiebevorgangs
ein neuer Zustand des Bitmusters erreicht ist und 2) die Verhinderung des Auslesens,
wenn dies nicht der Fall ist, d.h. wenn sich die Ausgangsposition des durch die
oder den Taktspur(en),der zugeordneten Leseköpfe, hier S und F und gegebenenfalls
zugeordneten Zwischenspeicher gebildeten "Taktgeneratorsz nicht geändert hat bzw.
eine rückläufige Bewegung festgestellt worden ist. Zu jedem gegebenen bit auf der
oder den Datenspur(en) muß sich ein bestimmtes Taktspurmuster ergeben und in diesem
Fall den schon erwähnten Programmspeicher 37 zugeführt werden, damit der Programmspeicher
die Auslegung des oder der zugehörigen bits auf den Datenspuren zuläßt.
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Zur Vereinfachung ist bei dem dargestellten AusfUhrungsbeispiel das
Taktspurmuster gebildet aus alternierend sich abwechselnden Hell- und Dunkelfeldern,
so daß sich in der Zuordnung zu zwei zueinander in einem auf die Hell-Dunkelfeldverteilung
ungeradem Abstand angeordneten Taktspur-Leseköpfen F und S eine vierwertige sog.
Periode des gebildeten Taktgenerators ergibt, was bedeutet, daß in diesem Fall auch
ein Rückziehen des Informationsträgers beim Lesevorgang um 3 "Taktspurwertet möglich
ist, bevor sich ein vierter identischer Wert ergibt und das System aufgeben muß
und auf Fehleranzeige umschaltet.
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Erzeugt man in Gedanken eine Relativverschiebung zwischen den Taktspur-Leseköpfen
F und S und der Taktspur 21 (zwei mögliche Positionen der Leseköpfe sind in der
Fig. 2 dargestellt), dann ergeben sich, wenn man auf die Flanken der Hell-Dunkel-
bzw. Dunkel-Hellübergänge abstellt, die folgenden vier, eine "Periode" des Taktgenerators
bestimmenden Zustände Leseköpfe
Aus der Fig. 2 erkennt man weiterhin, daß sich für jeden dieser Periodenzustände
des Taktgenerators die Datenspur-Leseköpfe D und E voll über einem Hell- oder Dunkelfeld
der Hitmusterverteilung der Spuren 22 und 23 befinden, wobei bei der Darstellung
der Fig. 2 sämtliche der Felder zum besseren Verständnis hell dargestellt sind;
ein realisiertes Bitmuster kann selbstverständlich jede beliebige Verteilung aufweisen.
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Aus der C-Impulsfolge (s. Fig. 6) ist ein allgemeiner Takt abgeleitet
(s. Leitung 85 in Fig. 4), der bei 86 auf die Takteingänge zweier Übernahme flipflops
87 und 88 für die Ausgangssignale der nachgeschalteten Komparatorverstärker 89 und
57 aufweisenden Taktspur-Leseköpfe F und S gelangt.
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An den Q-AusgAngen der Ubernahmeflipflops 87, 88 ergeben sich dann
bei 90, 91 den Eingängen 1 und 2 des Programmspeichers 37 zugeführte Taktspursignale.
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Die Auswertung der gelesenen Taktspurinformation An der Auswertung
der gelesenen Taktspurinformation sind
hauptsächlich beteiligt
der schon erwähnte Programmspeicher 37 und ein ihm zugeordneter Zustandszähler 35.
Für den gerasterten Synchronbetrieb wird die aus der A- und der C-Impuls folge gebildete
I-Impulsfolge am Ausgang des Gatters 78 als allgemeine Fortschaltimpulsfolge verwendet
und gelangt über die Leitungen 92q 93 sowie 92, 94 auf Takteingänge von bistabilen
Flipflopschaltungen 95, 96, auf deren Aufgabe weiter unten noch eingegangen wird,
sowie in Verlängerung der Leitung 92 auf den Takteingang Cl des Zustandzählers 35.
Der Zustandzähler 35 ändert seinen Zählerinhalt auf die nächsthöhere Stufe aber
nur dann, wenn seinem EP-Eingang über die Leitung 97 ein entsprechender Enable-oder
Erlaubnisimpuls zugeführt wird. Der Zustandzähler 35 ist so ausgelegt, daß sein
möglicher Zählerinhalt auf die entsprechend vorhandene Bitanzahl in der Datenspurinformation
abgestimnt ist, im vorliegenden Fall also auf ein 16-Bitmuster. Gleichzeitig zeigt
der Zustandzähler 35 über seine Ausgänge Q1, Q2, Q3, Q4 in (kodierter) Form seinen
jeweiligen, durch die Fortschaltung über den Programmspeicher 37 erreichten Zustand
diesem Programmspeicher wieder an und führt eine entsprechende Adresse den Eingängen
3, 4, 5 und 6 dem Programmspeicher zu. Diese Adresse entspricht dem nächsten zu
erwartenden Bitverteilungsmuster der Taktspurinformation, wenn zum fortschreitenden
Lesen der Informationsträger weiter eingeschoben wird. Da diese Taktspurinformation
den Eingängen 1 und 2 von 90, 91 des Programmspeichers 37 zugeführt wird, wartet
der Programmspeicher oder PROM, wie er im folgenden lediglich noch genannt wird,
auf eine entsprechende Koinzidenz und ist erst dann bereit, an seinen Ausgängen
9, 10, 11, 12 entsprechende Fortschalt-, Datenübernahme- bzw. Fehlersignale auszugeben.
Der PROM gibt somit einen Sollwert für das nächste zu erwartende Lesekopfsignal
a, b, c, d entsprechend der weiter vorn angegebenen
Tabelle vor
und wartet auf diesen Sollwert, der ihm vom Zustands zähler 35 in Form einer entsprechenden
Adresse zugeführt ist. Ergibt sich an seinen Eingängen 1 und 2 diese Sollwertkombination
nicht, dann geht der PROM 37 b ineinenWart und wartet ab und verhindert auch durch
ein entsprechendes Disable-Signal am Eingang EP des Zustandszählers 35, daß dieser
weiterschaltet.
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Zunächst sei der Fall betrachtet, daß bei "ordnungsgemSßemH Einschieben
des Informationsträgers, im Normalfall also beispielsweise einer Kodekarte das aus
den vier möglichen Bitmustern des Taktspurgenerators gebildete Bitmuster an den
Eingängen 1 und 2 des PROM 37 anliegt, welches die Koinzidenzentscheidung dieses
PROM aufgrund seiner gegenwärtigen Adresse vom Zustandszähler 35 ermöglicht. In
diesem Fall ergibt sich an seinem Ausgang 12 ein Schiebe- oder Shift-Signal, welches.dem
D-Eingang des der Synchronisierung dienenden Flipflops 96 zugeführt wird, welches
über die Leitung 93 zur Rasterung den Taktimpuls erhält. Es ergibt sich dann bei
97 ein Schiebeimpuls, der ebenfalls bei 97 in Fig. 3 den Takteingängen CR von Datenspeichern
oder Datenregistern 98, 99 zugeführt wird und bewirkt, daß die Daten-Signalinformation
von den Leseköpfen D, E, die über die Komparatoren 100 und 101 anoden Dateneingängen
DR der Register 98, 99 anliegt, von diesen übernommen wird. Dieser Schiebe-oder
Lesebefehl S ergeht nur einmal, denn gleichzeitig schaltet der PROM 37 über die
Leitung 97 den Zustands zähler 35 um einen Zählachritt höher und durch die sich
hierdurch ändernde Adresse ergibt sich fehlende Koinzidenz zwischen den gegebenenfalls
zur Zeit noch anliegenden Taktspurinformationen und dieser neuen Adresse.
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Verhinderung des Lesebetriebs bei Rflckwärtsbewegung oder Zitterbewegung
des Informationsträgers beim Einführen Es ist schon darauf hingewiesen worden, daß
bei der hier verwendeten, vier unterscheidbare Zustände aufweisenden Taktspurkodierung
der PROM 37 in der Lage ist, bei einer Rückwärtsbewegung des Informationsträgers
drei Zustand wechsel zuzulassen und sich zu merken, ohne daß das ganze Lesesystem
in einen Fehlerzustand geht. Erst wenn bei der Rückwärtsbewegung wieder ein vierter
Zustand erreicht ist, der dann notwendigerweise dem neu zu erwartenden und eigentlich
"richtigen" Zustand des Taktbitmusters entspricht, gibt der PROM 37 sozusagen auf
und schaltet auf Fehler. Es ist ein Unterspeicher oder Merker-Flipflop 95 vorgesehen,
welches dann vom Ausgang 11 des PROM 37 gesetzt wird, wenn nicht das eigentlich
von ihm erwartete Taktbitmuster an sei nen Eingängen 1 und 2 auftritt, sondern ein
anderes, welches dann notwendigerweise aus einer Rückwärtsbewegung resultiert. Es
ergibt sich dann am Eingang 7 des PROM 37 ein Verriegelungssignal vom Ausgang des
Merker-Flipflops 95 über die Leitung 102. Solange dieses Verriegelungs- oder Rückwärts
signal anliegt, weist der PROM 37 alle Taktbitmuster-Kombinationen zurück, die nicht
dem entsprechen, welches er vor dem Setzen des Merker-Flipflops 95 schon erreicht
hatte. Ergibt sich daher bei weiterer Rückwärtsbewegung hier (notwendigerweise)
wegen der/nur vier möglichen Periodenzustände des Tdrtgenerators bei anliegendem
Verriegelungssignal die eigentlich erwartete Taktspurinformation, dann ergeben sich
an den Ausgängen 9 und 10 des PROM Schlußsignale, die über die Leitungen 103a, 103b
parallel auf Gatter 104 sowie 105 gelangen. Das Gatter 105 schaltet über die Leitung
106 den L-Eingang des Zustandszählers 35 auf "Laden", was bedeutet, daß dieser sofort
auf den Zählerzustand "volle an seinem Ausgang Q5 geht und dieses Voll-Signal Gattern
107
sowie 106 zuführt. Man erkennt sofort, daß aufgrund des Umstandes,
daß die beiden Q- und Q-Ausgänge des Merker-Flipflops 95 mit den beiden anderen
Eingängen der Gatter 107 und 106 verbunden sind, bei noch gesetztem Merker-Flipflop
95 (entsprechend Rückwärtsbewegung des Informationsträgers über das dritte noch
bei dieser Taktspurkombination zulässige Taktspurmuster hinaus) am Ausgang des Gatters
106 über den Inverter 108 ein Fehlersignal F auftritt, während anderenfalls, also
wenn das Merker-Flipflop 95 nicht gesetzt worden ist, ein die ordnungsgemäße Beendigung
des Lesevorgangs angebendes Endsignal E auftritt.
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Es versteht sich, daß der PROM 37 bei einer wieder eingeleiteten Vorwärtabewegung
rechtzeitig vor Überschreiten der Taktbitmusterkombination, die er sich bei der
RückwSrtsbewegung noch merken kann, die Belegung des Merker-Flipflops 95 rückgängig
macht und der Lesevorgang ungestört durch eine solche Zitter- oder Rückführbewegung
des Informationsträgers weiter durchgeführt wird. Selbstverständlich hat der PROM
während dieses ganzen Vorgangs kein weiteres Schiebesignal S, welches allein eine
Speicherung der Informationen an den Leseköpfen D und E ermöglicht hätte, ausgegeben.
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Fehlerschaltung aufgrund Zeitablaufs Zunächst wird noch auf die Erzeugung
eines weiteren wichtigen Funktionssignals innerhalb des Gesamtsystems eingegangen,
nämlich das Laufsignal R, welches am Ausgang des Gatters 66 gebildet ist. In seinem
einen Zustand, wenn nämlich vom Q5-Ausgang des Zustands zählers 35 ein einen beendeten
Lesevorgang
angebendes Signal gleichzeitig mit einem das Fehlen
eines Informationsträgers angebendes Signal vom Ausgang des Flipflops 58 seinen
beiden Eingängen zugeführt ist, werden von dem Laufsignal R nur die Niederstrom-Tastimpulse
entsprechend der N-Impulsfolge in Fig. 5 zugelassen. Die Laufsignale gelangen in
ihren anderen Zustand dann, wenn bei gleichzeitigem Vorhandensein eines Informationsträgers
der Zustands zähler 35 auf Null gesetzt ist oder einen Lesevorgang fortschreitend
registriert. Über die Verzweigungsleitung 109 gelangen diese die Ausgabe der Hochstrom-LED-Impulse
bewirkenden Laufsignale zusammen mit den Lese- oder Schiebesignalen S vom Flipflop
96 auf ein Gatter 110 und von dessen Ausgang auf eine Zeitschaltung 111, die nach
einem vorgebbaren Zeitraum dann abläuft, wenn keine weiteren Leseimpulse mehr eingehen,
was beispielsweise der Fall ist, wenn für einen zu langen Zeitraum das weitere Einschieben
des Informationsträgers unterlassen worden ist. In diesem Fall-wird mit dem nächsten
Taktimpuls der B entsprechend der T-Impulsfolge (s. Fig. 5) ein Flipflop 112 gesetzt,
welches dem Eingang 15 des PROM 37 ein Zeitablauf-Signal zuführt, wodurch dieser
ebenfalls die notwendigen Ausgangssignale für eine Beendigung des Lesevorgangs entsprechend
einem Fehlersignal F darstellt. Die Zeitschaltung 111 kann von beliebiger-Form sein
und umfaßt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein RC-Glied.
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Die Übernahme der Datenspurinformation Da.bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
jede Datenspur 16 bit umfaßt - dies ist allerdings beliebig und es versteht sich,
daß einer einzigen-Taktspur eine beliebige Anzahl von Datenspuren zugeordnet werden
können, die dann gleichzeitig parallel ausgelesen-werden, wenn bei der Datenspurkontrolle
ein
entsprechendes Lesesignal S ergeht -, empfiehlt es solch, die Zwischenspeicher oder
Register 98, 99 als Doppeiregister auszubilden, bei denen nach dem achten Zählschritt
der Inhalt des ersten Registers mittels eines Übergabesignals U parallel oder seriell
in das zweite Register übernommen wird und die jeweils ersten Register dann die
zweite Hälfte der Datenspurinformationen aufnehmen. Die Ab frage und Weiterverarbeitung
der in Form des Bitmusters gespeicherten Datenspurinformationen erfolgt dann über
die Ausgangsleitungen 113 jeweils für 8 bit parallel in serieller Abfrage, an sich
aber in beliebiger Weise, desgleichen die Auswertung der gesammelten Datenspurinformation.
Die Ubernahme kann erfolgen, wenn der Leitung 114 das Endsignal E vom Ausgang des
Gatters 107 zugeführt ist, welches einen ordnungsgemäß beendeten Lesevorgang anzeigt.
Das Obergabesignal U wird gebildet von der Gatterkombination 115, 116 in Fig. 4
links oben, der über eine Leitung 117 ein den 8. Zählschritt angebendes Signal vom
Ausgang Q1 des Zustandszählers 35 sowie das Taktsignal der Leitung 85 zugeführt
ist. Das auf der Leitung 118 anliegende Strobe-Signal St stammt von der nicht dargestellten
Weiterverarbeitungsanlage für die Dateninformationen.
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Zweite Ausführungsform, Grundprinzip Die in Fig. 7 gezeigte zweite
Ausführungsform basiert auf einer selbsttaktenden Kodespuranordnung, wobei mindestens
zwei, üblicherweise aber auch nur zwei Kodespuren vorhanden sind, wenn man im binären
System bleiben will. Diese beiden Kodespuren, in Fig. 7 mit 120a und 120b bezeichnet,
sind so ausgebildet, daß sich entweder auf der einen oder der anderen Kodespurhälfte
120a, 120b ein Wechsel der Wertigkeit nach jedem bit ergibt, wobei ein gleichzeitiger
Wechsel auf
beiden Kodehälften nicht erlaubt ist. Das Grundprinzip
bei diesem Ausführungsbeispiel beruht darauf, daß der einen Kodespurhälfte, beispielsweise
120a die Wertigkeit einer logischen 1 und der anderen Kodespurhälfte, beispielsweise
120b die Wertigkeit einer logischen 0 zugeordnet wird, so daß sich unter Einschluß
der Möglichkeit der Selbsttaktung (unabhängig von der Einzuggeschwindigkeit, auch
Stehenbleiben und gegebenenfalls Rückziehen erlaubt) insgesamt bei beispielsweise
üblichen 16 bit auf jeder Kodespurhälfte die für 16 in einem gegebenen Bitmuster
angeordneten bits bekannten 65 536 Möglichkeiten der Kodierung ergeben. Jeder Kodespurhälfte
120a, 120b ist ein eigener Lesekopf 121a, 121b zugeordnet. Das Ausführungsbeispiel
ist bevorzugt so ausgebildet, daß die insgesamt kodierte und gespeicherte Information
einer speziellen Nummer oder Zahl entspricht, bei deren richtigem Erkennen durch
eine Auswerteschaltung, auf die weiter unten anhand der Figuren 8 und 9 noch eingegangen
wird, entsprechende Befehle ergehen können, beispielsweise öffnen eines Schlosses,
wenn bei dieser AusfUhrungsform in bevorzugter Anwendung durch elektronische Maßnahmen
eine Schloßsicherung erreicht werden soll. In diesem Fall stellt der die beiden
Kodehälften 120a, 120b tragende Informationsträger eine Art Schlüssel dar, der im
übrigen auch umgekehrt in die die Leseköpfe 121a, 121b aufweisende Schloßöffnung
eingeschoben werden könnte.
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Da bei diesem Ausführungsbeispiel nach jedem bit auf der rechten oder
linken Kodehälfte 120a, 120b ein Wechsel stattfinden muß, läßt sich das Prinzip
der Selbsttaktung durch die Erfassung der Flanken (ansteigende oder abfallende Flanken)
bei den von den Leseköpfen erfaßten Signalen realisieren. Jedes Flankensignal" ist
ein Taktsignal und kann beispielsweise zum Weiterschieben eines die erfaßten Dateninformationen
aufnehmenden
und gegebenenfalls parallel wiedergebenden Schieberegisters ausgenutzt werden, wobei
das Schieberegister mit dem Bitmuster gefüllt wird, welches sich aus den beiden
Kodehälften ableiten läßt, wenn man jedem Wechsel der Wertigkeit der linken Kodehälfte
den Status einer logischen 1 und jedem Wertigkeitewechsel der rechten Kodehälfte
120b den Status einer logischen 0 erkennt.
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Zusätzlich enthält das Ausführungsbeispiel der Fig. 7 einleitend noch
einen Startbit 122 sowie darauffolgend einen Richtungsbit 123, der sicheratellen
soll, daß auch bei umgedrehter Einführung des Informationsträgers (Schlüssel, Kodekarte
o. dgl.) die kodierte Information seitenrichtig gelesen wird. Schließlich ist noch
ein Stopbit 124 am Ende der Daten information vorgesehen.
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Durch das Startbit, welches vereinbarungsgemäß auf beiden Kodehälften
120a, 120b aus hellen Segmenten besteht, erkennt die Leseeinrichtung, daß jetzt
eine Kodestrecke kommt.
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Das Richtungsbit 123 gibt an, welche Richtung der zu lesende Kode
hat. Der Richtungsbit besteht aus einem hellen Segment auf einer Kodehälfte und
einem dunklen Segment auf der anderen, wobei das dunkle Segment beispielsweise der
die Wertigkeit einer logischen 1 tragenden Kodespurhälfte 1 20a zugeordnet sein
kann.
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Es versteht sich, daß auch eine solche Ausführungsform in etwa weitgehend
von Schaltungssystemen Gebrauch machen kann, wie sie weiter vorn schon in Verbindung
mit den Figuren 1 bis 6 dargestellt worden sind;' auch ist es möglich, bei dieser
Ausführungsforin die Kodeinformation einschließlich der Taktung im Impulsbetrieb
zu lesen. Es ist aber auch möglich,
den Leerlaufbetrieb durch schwache
Tastimpulse, wie weiter vorn schon beschrieben, aufrechtzuerhalten und im Lesebetrieb
auf volle kontinuierliche Abtastung zu gehen, dieses Ausführungsbeispiel wird zunächst
erläutert.
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Lesebetrieb der zweiten Ausf4hrungsform ohne impulsartige Abtastunq
Die beiden Leseköpfe 121a, 121b bestehen in Fig. 8 aus zwei mit 126 bezeichneten
Lichtsendern und zwei Lichtempfängern 127, die üblicherweise von lichtemittierenden
LED-Dioden und Fototransistoren gebildet sein können. Die von den' Lichtempfängern
127 aufgenommenen beiden Signale gelangen nach Zwischenverstärkung bei 128 auf Flankendetektoren
129, die jeden Wechsel in der Helligkeit beider Kodespuren erfassen, d.h. also von
hell auf dunkel und umgekehrt. Die Flankendetektoren erzeugen daher Ausgangssignale,
die, über die Leitungen 130a, 130b einem ODER-Gatter 131 zugeführt, gemeinsam eine
Taktimpulsfolge bilden, mit welcher sich die Auswertung der Datenbit; bewerkstelligen
läßt. Die Taktimpulsfolge gelangt über ein Verzögerungsglied 132 daher auf den Ubernahmeeingang
133 eines das Bitmuster der Datenbits speichernden Registers 134. Die eigentliche
Erfassung der Datenbits erfolgt dann mit Hilfe eines Zwischenregisters oder Speichers
135, der beim Ausführungsbeispiel ein RS-Flipflop ist und so ausgebildet ist, daß
sich eine Zustandsänderung dieses Flipflops nur dæm ergibt, wenn nach vorheriger
Triggorung an einem der Eingänge 135a, 135b nunmehr eine Triggerung am anderen Eingang
erfolgt. Aufeinanderfolgende Triggerungen am gleichen Eingang durch die Flankensignale
bewirken keine Umschaltung. Mæ1 erkennt sofort, daß die Taktlmpulofolge dns Schieberegister
134 selbsttaktend weiterschaltet und je nach der Verteilung der Datenbits
auf
den beiden Kodehälften 120a, 120b am Ausgang des Zwischenregisters 135 (Flipflop)
die logischen Zustände auftauchen, die sich aus der Hell-Dunkelfeldverteilung der
Kodespuren ergeben und über ein weiteres, bevorzugt als Exklusives ODER-Gatter ausgebildetes
Gatter 136 auf den Dateneingang 137 des Schieberegisters gelangen. Das Exklusive
ODER-Gatter hat die Eigenschaft, die Wertigkeit der Ausgangssignale des Zwischenregisters
135 umzukehren, und zwar unter der Steuerung eines Richtungsregisters 138, welches
vom ersten Richtungsbit 123 gesetzt wird. Je nachdem auf welcher Spur dieses Richtungsbit
auftaucht, ändert sich das Ausgangssignal des Richtungsregisters 138, welches ebenfalls
ein einfaches Flipflop sein kann und bewirkt dadurch, daß entsprechend der Ansteuerung
des Exklusiven ODER-Gatters 136 die "richtigen" Bewertungen der auf beiden Kod.spurhälften
120a, 120b erfaßten Dunkelfeldverteilungen als log 0 oder log 1 ins Schieberegister
134 gelangen.
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In Fig. 7 ist das sich aus der dargestellten Hell-Dunkelfeldverteilung
ergebende Kodemuster der Datenbits zusätzlich neben den Kodespuren angegeben.
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Das Rlchtungsregister 138 wird einmal von einem Startregister t39
über die Leitung 140 freigegeben, und zwar dann, wenn das Startregister 139, welches
ein einfaches Gatter sein kann, auf beiden Spuren den Startbit 122 erkennt. In ähnlicher
Weise kann das Startregister 139 nach Beendigung des Lesevorgangs bei Eintreffen
des Stopbits 124 die Übergabe der gelesenen Dateninformation, das Rücksetzen der
Speicher und die Vorbereitung auf einen nächsten Lesevorgang übernehmen. Es versteht
sich im übrigen, daß die Fig. 8 das Grundprinzip dieses Ausführungsbeispiels lediglich
in größerem Zusammenhang erläutert; der Fachmann ist in der Lage, aufgrund der weiter
vorn angegebenen detaillierten Schaltungsanordnungen entsprechende Systeme für die
zweite Ausführungsform zu erstellen.
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Ergänzend kann noch eine Zeitschaltung 140 vorgesehen sein, die dann,
wenn sie für einen vorgegebenen Zeitraum das Fehlen jeglicher Flankensignale feststellt,
ein Fehlersignal erstellt.
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Entsprechend einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist es
für die weitere Verarbeitung der gewonnenen Datenbits und deren Auswertung sogar
möglich, eine vorherige Speicherung des auf dem jeweiligen Informationsträger (Schlüssel
oder Karte) befindlichen Bitmusters zu vermeiden und die Leseeinrichtung durch das
erstmalige Einführen des Informationsträgers auf das spezielle Bitmuster zu setzen
und für immer zu fixieren, welches dieser Informationsträger aufweist. Hierzu verfügt
die Schaltung der Fig. 8 über einen Speicher 141, der bevorzugt als sog. RAM ausgebildet
ist und dem über bei einem erstmaligen Lesevorgang freigegebene Verbindungsleitungen
142, 143 Dateninformation und Taktsignal zugeführt werden. Der Speicher 141 übernimmt
diese Dateninformation und fixiert diese für immer, es sei denn, es ist eine spezielle
Rücksetzschaltung, falls erwünscht, vorhanden. Eine dem Schieberegister 134 und
dem Speicher 141 zugeordnete und nachgeschaltete Koinzidenzschaltung 144 dient dann
lediglich noch der Erkennung der richtigen Datenbits, indem jedes Mal nach Eintreffen
des Stopbits der Inhalt des Schieberegisters 134 mit dem des Speichers 141 verglichen
und bei Koinzidenz ein Gutsignal G am Ausgang des Koinzidenzgatters 144 erstellt
wird.
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Impulsartiger Lasebetrieb Soll bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren
7 und 8 auch im Lesebetrieb eine impulsartige Ansteuerung der Leseköpfe erfolgen,
was aus vielen Gründen vorzuziehen ist, insbesondere
längere Lebensdauer,
geringer durchschnittlicher Stromverbrauch u. dgl., dann ist lediglich ein zusätzlicher
Taktgeber 145 erforderlich, der beispielsweise wie der Mehrphasenoszillator 29 des
ersten Ausführungsbeispiels ausgebildet ist und in entsprechender Weise zusammen
mit der Verarbeitungseinrichtung fürdeImpulsselektion 33 arbeiten kann und den Lesekopfbereich
sowie die sonstigen Einrichtungen mit entsprechenden Impulsen über die Leitung 146
beaufschlagt; eine weitere Leitung 147 führt zu einem Zwischenspeicher 148, der
erforderlich ist, um den Impulsbetrieb zu ermöglichen. Dieser Zwischenspeicher,
der für die Erfassung jeder Kodespurhälfteninformation aus zwei Flipflops bestehen
kann, die jeweils durch den Wechsel der an ihren Eingängen anliegenden Signale in
ihren anderen Zustand getriggert werden, erzeugt dann an seinen Ausgängen 148a,
148b dem Bltuuster beider Kodespurhälften entsprechende Impulsfolgen, die von den
Flankendetektoren 129' ausgewertet werden können. Auf die Erläuterung der weiteren
Schaltelemente braucht nicht eingegangen zu werden, da diese im wesentlichendem
Ausführungsbeispiel der Fig. 8 entsprechen und daher auch mit den gleichen Bezugszeichen
und einem Beistrich oben bezeichnet sind. Die über die Leitung 147, den Zwischenspeicher
148 und dem Startregister 139' zugeführten Impulse bewirken die Übernahme der an
den Dateneingängen anstehenden Informationen, wenn diese sich geändert haben. Es
wird noch darauf hingewiesen, daß in der Darstellung der Figuren 8 und 9 der zu
lesende Informationsträger, der ein Ausweis, eine Kodekarte, ein Schlüssel o. dgl.
sein kann, mit 150, 150' bezeichnet ist.
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Ein besonderer Vorteil vorliegender Erfindung besteht schließlich
noch darin, daß einzelne Baugruppen und gegebenenfalls größere zusammenhängende
Baukomponenten in ihrem
Funktionszusammenhang auch durch entsprechende
Programmie-M s oder rung eines Pro :essors oder einer ähnlichen Einrichtung ersetzt
werden können, wobei es sich versteht, daß ein solchermaßen eingesetzter Prozessor
innerhalb des vorliegenden er findungs gemäßen Rahmens liegt.
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Der in Fig. 8 gezeigte RAM kann auch als beliebiger Speicher ausgebildet
sein. Er kann bevorzugt auch parallel gesetzt werden, so daß entgegen der Darstellung
in Fig. 8 beim erstmaligen Setzen (Programmieren auf einen bestimmten Schlüssel)
die Information auch zunächst nur in das Schieberegister übernommen werden kann
und dann von dort parallel in den Speicher 141 gelangt.