DE2842879A1 - Bauplatte mit putztragender oberflaeche - Google Patents
Bauplatte mit putztragender oberflaecheInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
- E04C2/00—Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
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-
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Description
- Bauplatte
- mit plltztragender Oberfläche Die Erfindung betrifft eine Bauplatte, insbesondere für Rolladenkästen,nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Es ist eine derartige Platte bekannt, bei welcher auf einer Grundplatte aus Eunststoffhartschaum als Putzträger Platten aus zementgebundener Holzwolle aufgeklebt sind.
- Solche Platten neigen dazu, sich zu verziehen, da die Grundplatte und die Holzwollplatten unterschiedliche Dehnung aufweisen. Ein weiterer Nachteil ist eine schlechte Maßgenauigkeit, weil beim Kleben durch den Anpreßdruck über die häufig unregelmäRig dicke Holzwollschicht die Grundplatte zusammengedrückt wird.
- Weiterhin ist eine Bauplatte bekannt, bei welcher auf die Grundplatte eine Schicht aus Polyurethan aufgebracht und diese profiliert wird. Der Putz kann in die Profilierung eindringen; trotzdem ist die Haftung nicht immer ausreichend. Die Platte ist außerdem nicht formbeständig (DE-OS 20 06 015).
- Es ist auch ein Verfahren bekannt, bei welchem erst an der Baustelle auf die Platte als Putzträger ein Spezialmörtel aufgetragen und anschließend die Putzschicht aufgebracht wird. Das Auftragen an der Baustelle ist umständlich und zeitraubend, und blockiert andere Arbeiten an der Baustelle. Außerdem ist es teuer (Sto-Vollwärmeschutz).
- Auf gabe der Erfindung ist es, eine Bauplatte der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die bei wirtschaftlicher Herstellung die geschilderten Nachteile vermeidet und eine gute Putzhaftung gewahrleistet.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles in Anspruch 1 gelöst.
- An dem Gewebe haftet der Putz gut. Diese Wirkung wird erheblich noch dadurch verstärkt, daß der Putz durch die Maschen in die Vertiefungen eindringt und in deren Bereich von beiden Seiten her am Gewebe haftet. Dabei hält der Putz seinerseits wieder das Gewebe fest. Zugleich bildet das Gewebe eine Bewehrung der Putzschicht.
- Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Bauplatte sind ihre billige Herstellung, die Möglichkeit, beliebig große Format zu fertigen und ihre Unempfindlichkeit gegen Feuchtigkeit und Witterungseinflüsse. Ferner verzieht sich die Bauplatte nicht, da keine geschlossene Platte mit anderem Dehnungskoeffizienten aufgebracht ist.
- Vorteilhaft kann das Gewebe an wenigstens einem Seitenrand überstehen, an dem Anschlußfugen zu überdecken sind. Das Gewebe bildet an diesem Bereich dann eine Putzarmierung über die Fuge.
- Das Gewebe kann als Drahtgeflecht aus dünnem, verzinktem Draht ausgebildet sein, etwa 0,10 bis O,30 mm stark, vorzugsweise etwa 0,25 mm. Ein solches Gewebe ist besonders haltbar und dabei billig.
- Besonders preisgünstig kann das Gewebe aus kunststoffverstärkter Jute bestehen.
- Die Vertiefungen können rillenförmig oder gitterförmig verlaufen, oder napfförmig ausgebildet sein.
- Eine besonders haltbare Verbindung mit dem Putz wird dadurch erzielt, daß die Vertiefungen ein hinterschnittenes Profil aufweisen.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist auf einer Grundplatte, die aus Kunststoffhartschaum oder ähnlichem Naterial, oder aus Hartfaser bestehen kann, ein Elebemörtelauftrag, insbesonaere aus Zement, mit die Vertiefung bildenden Zwischenräumen angebracht. Damit entfällt eine mechanische Herstellung der Zwischenräume. Ferner dient der Klebemörtel gleichzeitig zum Befestigen des aufgelegten Gewebes, ein weiterer Klebevorgang ist nicht notwendig. Die derart ausgebildete Bauplatte ist besonders wirtschaftlich. Außerdem bilden die Klebemörtelstreifen keine glatten sondern unregelmäßige Vertiefungsränder, wodurch die Verbindungsoberfläche zum Putz noch größer wird.
- Vorteilhaft kann an wenigstens einer Plattenkante ein breiter Randstreifen von Klebemörtel zum Anbringen einer Putz schiene zur Verwendung bei Rolladenkästen aufgetragen sein.
- Die Erfindung schafft auch ein Verfahren zum Herstellen der erfindungsgemäßen Bauplatte, bei dem auf eine Oberfläche einer Grundplatte Streifen von Klebemörtel raupenförmig mit Zwischenräumen von etwa 8 bis 20 mm, vorzugsweise 10 mm, aufgebracht werden, anschließend das Gewebe von einer Vorratsrolle über der Oberfläche abgerollt und durch leichtes Walzen angedrückt wird.
- Dieses Verfahren erlaubt eine rasche, serienweise Fertigung, bei der eine Grundplatte nach der anderen unter den Spritzvorrichtungen für den Xlebemörtel hindurchgeführt wird. Das Gewebe kann durchlaufend abrollen.
- Dabei ergibt sich von selbst der für das tberbrücken späterer Stoßfugen erwünschte überstehende Geweberand.
- Für Bauplatten, die beidseitig putztragend ausgebildet werden, ist das gleiche Verfahren nach einem kurzen Trocknen der einen Oberfläche auf die gleiche einfache Weise anwendbar.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 in perspektivischer Ansicht einen Teil einer erfindungsgemäßen Bauplatte, Fig. 2 eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform einer Bauplatte, und Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform.
- Die in Fig. 1 dargestellte, als Ganzes mit 1 bezeichnete Bauplatte besteht aus einer Grundplatte 2 und einem großmaschigen Gewebe 3.
- Die Grundplatte besteht aus Eunststoffhartschaum. In ihrer einen Oberfläche sind rillenförmige Vertiefungen 4 parallel zueinander angebracht. Die Vertiefungen 4 weisenein etwa trapezförmiges, sich von der Oberfläche zum Rillenboden erweiterndes Profil auf.
- Das Gewebe 3 besteht aus kunststoffverstärkter Jute in Netzform. Es ist auf die durch die Vertiefungen 4 unterbrochene Oberfläche der Grundplatte 2 aufgeklebt.
- An einem Rand der Grundplatte 2 steht das Gewebe 3 etwas über den Plattenrand über.
- Die mit den Vertiefungen 4 und dem Gewebe 3 versehene Oberfläche der Grundplatte 2 ist die putztragende Seite.
- Wird auf dieser Seite Putz aufgebracht, so haftet er am Gewebe, durchdringt außerdem dessen Maschen und verankert sich in den Vertiefungen 4, gleichzeitig in diesem Bereich das Gewebe 3 von beiden Seiten einschließend. Der überstehende Bereich des Gewebes 3 dient zur tiberbrückung von Anschlußfugen zur Nachbarplatte, wie in Fig. 3 gezeigt.
- Fig. 2 zeigt eine Bauplatte la etwas anderer Ausführung: Sie ist auf beiden Oberflächen putztragend ausgebildet, d.h. weist auf beiden Oberflächen Vertiefungen 4a und ein darüber angeklebtes Gewebe 3a auf.
- Fig. 3 zeigt die perspektivische Ansicht einer weiteren Bauplatte 1b, und das Bruchstück einer benachbarten zweiten, mit übertrieben groß gezeichneter Anschlußfuge 5. Auf einer Oberfläche der Grundplatte 2b sind zueinander etwa parallele Streifen 6 aus Klebemörtel in Abständen voneinander angebracht. Die Abstände zwischen den Streifen 6 bilden die Vertiefungen 4b.
- Auf den Streifen 6 ist das Gewebe 3b befestigt. Das Gewebe 3b steht bei der in Fig. 3 linken Platte über den rechten Plattenrand, bei der als Bruchstück rechts gezeichneten Platte etwas über den linken Rand vor.
- Die überstehenden Gewebebereiche 3b überlappen sich über der Anschlußfuge 5. Sie bilden in diesem Bereich eine Armierung für die anzubringende Putzschicht.
- Die Elebemörelstreifen 6 weisen Abstände von etwa 10 mm auf. In einem Randbereich der Bauplatte Ib, in-Fig. 3 dem vom Betrachter aus linken,ist ein Streifen 6' mit größerer Breite als die übrigen Streifen, etwa 20 mm, aufgebracht. Dieser Streifen dient zum Anbringen einer Putzschiene zur Verwendung bei Rolladenkästen.
- Die in Fig. 3 gezeigten Bauplatten ib werden nach folgendem Verfahren hergestellt: Auf die Grundplatte 2b aus Kunststoffhartschaum werden raupenartig Streifen 6 aus Klebemörtel in Abständen von etwa 10 mm voneinander aufgespritzt. Anschließend wird das Gewebe 3b von einer Vorratsrolle über die noch weichen Klebemörtelstreifen gerollt und durch leichtes Walzen angedrückt. Beim Verfestigen der Klebemörteletreifen wird somit gleich das Gewebe 3b festgehalten.
- Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere kann als Bauplatte, bzw. Grundplatte eine Hartfaserplatte verwendet werden. Im Rahmen der Erfindung können die Vertiefungen die unterschiedlichsten Formen aufweisen, wie gitterartig in Winkeln zueinander verlaufende Rillen sein oder einzelne über die Oberfläche verteilte Näpfe. Dies gilt auch für die Ausführungsform, bei welcher die Vertiefungen als Zwischenräume zwischen aufgetragenem Klebemörtel angebracht sind. Der Klebemörtel kann selbstverständlich auch in Form eines Gitters aufgespritzt werden, wodurch sich einzelne, napfartige Vertiefungen ergeben, oder in Punktreihen, wodurch sich ein zusammenhängendes Vertiefungsgitter ergibt.
- Bei Bauplatten aller Ausführungsformen können, wenn ihre Verwendung dies erfordert, beide Oberflächen putztragend ausgebildet sein.
Claims (13)
- P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Bauplatte, insbesondere für Rolladenkästen mit putztragender Oberfläche, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Bauplatte (2) oder eine auf ihr aufgebrachte Zusatzschicht (6) in der putztragenden Oberfläche eine Vielzahl von Vertiefungen (4) aufweist, die durch ein fest an der Oberfläche verankertes,- großmaschiges Gewebe (3) überdeckt sind.
- 2. Platte nach Anspruch 1, dadurch g e k e n nz e i c h n e t , daß das Gewebe (3) wenigstens an einem Seitenrand über die Bauplatte (2) vorsteht.
- 3. Platte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß das Gewebe als Drahtgeflecht aus dünnem, vorzugsweise 0,10 bis 0,30 mm starkem, verzinktem Draht ausgebildet ist.
- 4. Platte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß das Gewebe (3) aus kunststoffverfestigter Jute besteht.
- 5. Platte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß das Gewebe aus Mineralfaser, insbesondere Glasfaser, besteht.
- 6. Platte nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Vertiefungen (4) rillenförmig verlaufen.
- ?. Platte nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Vertiefungen gitterförmig verlaufen.
- 8. Platte nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Vertiefungen napfförmig ausgebildet sind.
- 9. Platte nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Vertiefungen (4 bzw. 4a) ein hinterschnittenes Profil aufweisen.
- 10. Platte nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß sie auf beiden Oberflächen mit Vertiefungen (4) und einem Gewebe (3) versehen ist.
- 11. Platte nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß auf der Bauplatte (2) ein Klebemörtel-Auftrag (6), insbesondere aus Zement, mit die Vertiefungen (4b) bildenden Zwischenräumen angebracht ist.
- 12. Platte nach Anspruch 11, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß der Klebemörtel-Auftrag (6) an wenigstens einem Randbereich der Oberfläche der Bauplatte einen Randstreifen von etwa 20 mm bildet.
- 13. Verfahren zum Herstellen einer Platte nach Anspruch 10 oder 11, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß auf wenigstens einer Oberfläche einer Kunststoffhartschaumplatte Streifen von Klebemörtel raupenförmig mit Zwischenräumen von etwa 8 bis 20 mm aufgebracht werden, anschließend das Gewebe von einer Vorratsrolle über die Oberfläche abgerollt und durch leichtes Walzen angedrückt wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19782842879 DE2842879A1 (de) | 1978-10-02 | 1978-10-02 | Bauplatte mit putztragender oberflaeche |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2842879A1 true DE2842879A1 (de) | 1980-04-17 |
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ID=6051125
Family Applications (1)
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| DE19782842879 Withdrawn DE2842879A1 (de) | 1978-10-02 | 1978-10-02 | Bauplatte mit putztragender oberflaeche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2842879A1 (de) |
Cited By (7)
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|---|---|---|---|---|
| DE1070364B (de) * | 1959-12-03 | Actien-Gesellschaft der Gerresheimer Glashütten werke, vorm. Ferd. Heye, Düsseldorf-Gerresheim | Mit einem Putzträger verbundene Mineralfaserdämmplatte | |
| DE7837566U1 (de) * | 1978-12-19 | 1979-04-19 | Heck, Friedrich, 6702 Bad Duerkheim | Daemmplatte zur herstellung von gedaemmten putzfassaden |
-
1978
- 1978-10-02 DE DE19782842879 patent/DE2842879A1/de not_active Withdrawn
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