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Dosierwaage für Futtermittel oder dergleichen
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Die Erfindung betrifft eine Dosierwaage für Futtermittel oder dergleichen
Schüttgut mit einem Förderer für das Schüttgut, sowie mit einem zwischen das Abgabeende
des Förderers und ein Wiegegefäß in den Schüttweg bewegbar gelagerten Sperrglied
für das Schüttgut.
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Wird eine derartige Dosierwaage z. B. zum Befüllen von 25-kg-äcken
mit melassiertem Nischfutter oder anderem, zur Klumpenbildung neigenden Schüttgut
verwendet, so ist nachteilig, daß diese Klumpen bzw. Brocken in die Säcke gelangen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dosierwaage zu schaffen,
welche trotz kompakter Bauweise ein sicheres Abscheiden größerer Klumpen aus dem
den Wiegegefäß æuzaführenden Schüttgut gewährleistet.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Dosierwaage der eingangs
genannten Art gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß im Schüttweg zwischen dem Abgabe
ende des Förderers und dem Sperrglied ein Sieb angeordnet ist, welches zwischen
der Siebstellung und einer aufgerichteten Stellung mit einem Stelltrieb bewegbar
gelagert ist. Ein derartiges Sieb hat gegenüber einem herkömmlichen Sieb, wie z.
B. einem Sichter oder einem Schwingsieb,den Vorteil, daß es durch Aufrichten stets
wieder von Klumpen befreit werden kann und nicht dazu neigt, durch anhaftendes Schüttgut
bereits nach kurzer Zeit zugesetzt zu werden. Dies ist insbesondere beim Abpacken
von melassiertem Mischfutter von Bedeutung, da dieses Nischfutter infolge des Melassegehaltes
stark zum klumpenartigen Verklehen sowie zum Festkleben an Teilen der Dosierwaage
neigt.
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Eine sehr sicher arbeitende, einfache und raumsparende Bauweise ergibt
sich, wenn das Sieb um eine etwa waagerechte Schwenkachse bewegbar gelagert ist,
die vorzugsweise im Bereich der vom Förderer abgekehrten Seite des Siebes liegt,
so daß zum Aufrichten des Siebes lediglich dessen dem Förderer zugkehrte Seite angehoben
werden muß, wodurch diese Bewegung in keiner Weise durch das darunterliegende Sperrglied
beeinträchtigt werden kann.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung ist das Sieb in der Siebstellung
vom Förderer - insbesondere mit konvex gekrümmter
Oberseite - abfallend
angeordnet, wobei vorzugsweise die Schwenkachse im Bereich der tiefsten Stelle des
Siebes liegt.
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Über das derart wie eine Rutsche ausgebildete Sieb können aus dem
Schüttgut abgeschiedene Brocken durch Cavitation bereits während des Siebvorganges
abgeführt werden. Weitere evtl. am Sieb fester haftende Brocken werden dagegen erst
am Ende des Siebvorganges durch Aufrichten des Siebes abgeführt.
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Bei einer baulich einfachen und zum Zwecke der Wartung gut übersichtlichen
Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes liegt die Schwenkachse des Siebes erfindungsgemäß
annähern parallel zur Pendelachse des schwenkbar gelagerten Sperrgliedes und/oder
zur Drehachse einer abgabeseitig liegenden Umlenkrolle des Förderers, über welche
ein endloses Förderband zur Zufuhrung des Schüttgutes zum Abgabeende des Förderers
läuft.
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Insbesondere bei der Verarbeitung von Mischfutter mit hohem Melassegehalt
ist es vorteilhaft, wenn nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der Stelltziieb
zwei in ihrer Arbeitsrichtung gegeneinander begrenzt bewegliche Getriebeglieder
aufweist, von denen das antriebsseitige Getriebeglied einen Mitnehmer für das abtriebsseitige
Getriebeglied aufweist, welcher bei Siebstellung des Siebes im Abstand von der Mitnahmestellung
liegt. Wird der Stelltrieb in Gang gesetzt, so gelangt der Mitnehmer erst mit einer
durch seinen Leerweg bestimmten Zeitverzögerung in Mitnahmestellung, so daß dann
das Sieb durch den bereits angelaufenen Stelltrieb schlag- bzw.
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ruckartig aufgerichtet wird. Die dadurch auf das Sieb einwirkende
stoßartige Erschütterung führt dazu, daß auch sehr fest am. Sieb klebende Teile
des Schüttgutes abgerissen und abgeführt werden.
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Nach einem weiteren Vorschlag gemäß der Erfindung weist der Stelltrieb
ein als Dämpfglied ausgebildetes Getriebeglied auf,
das vorzugsweise
durch eine zwischen dem Mitnehmer und der zugehörigen Gegenfläche angeordnete Druckfeder
gebildet ist.
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Mit diesem Dämpfglied kann eine Überlastung des Stelltriebes verhindert
werden; ferner führt das durch eine Druckfeder gebildete Dämpfglied dazu, daß das
zu seiner Siebstellung z. B.
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durch seine Schwerkraft belastete Sieb nach dem ersten Auftreffen
des Mitnehmers in seiner Mitnahmestellung durch den dabei vermittelten Schwung gegenüber
dem Stelltrieb entgegen seiner Schwerkraft geringfügig voreilen und in einer rüttelnden
Bewegung nachsehwingen kann, wodurch haftende Teile des Schüttgutes noch besser
gelöst werden.
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Der beschriebene, erfindungsgemäße Bewegungsablauf des Siebes kann
in einfacher Weise dadurch erreicht werden, daß der Stelltrieb als Hebelgetriebe
ausgebildet ist, das vorzugsweise abtriebsseitig einen am Sieb befestigten Getriebehebel
aufweist, welcher über ein Kniegelenk mit einem in Eingriff mit einem Antrie * tehenden
Zwischenhebel verbunden ist. Zur beschriebenen, begrenzten Beweglichkeit zweier
Getriebeglieder zueinander ist der Zwischenhebel verschiebbar in einer um die Kniegelenkachse
schwenkbar am abtriebsseitigen Getriebehebel gelagerten Hülse angeordnet, wobei
der Zwischenhebel an seinem aus der Hülse ragenden freien Ende den Mitnehmer trägt.
Durch die Ausbildung des Stelltriebes als Hebelgetriebe können die Wege des Zwischenhebels
in einfacher Weise auch so gewählt werden, daß der Mitnehmer am Anfang der Bewegung
des Stelltriebes mit relativ geringerer Geschwindigkeit gegenüber dem abtriebsseitigen
Getriebeglied bewegt wird, als gegen Ende der Aufrichtbewegung des Siebes.
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Dieser Vorteil macht sich insbesondere bemerkbar, wenn der Stelltrieb
in zwangsgesteuertem Eingriff mit dem Sperrglied steht, da dann trotz zwangsgesteuerter
Verbindung erreicht werden kann, daß die Aufrichtbewegung des Siebes trotz fahrenden
Stelltriebes erst dann beginnt, wenn das Sperrglied in seine
Sperrstellung
überführt worden ist und dadurch sicherstellt, daß kein weiteres Schüttgut in das
Wiegegefäß gelangen kann; ferner ist dadurch auch gewährleistet, daß evtl. in das
z. B.
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schalenartig ausgebildete Sperrglied gelangendes Schüttgut bereits
gesiebt ist und beim Öffnen des Sperrgliedes zu Beginn des nächsten Wiegezyklus
ohne die Gefahr, Klumpen zu enthalten, in das Wiegegefäß überführt werden kann.
Bei einer einfachen Ausführungaform der zwangsgesteuerten Antriebsverbindung zwischen
dem Sperrglied und dem Sieb ist der Zwischenhebel an einem von der Pendelachse des
Sperrgliedes abstehenden, starr mit dem Sperrglied verbundenen Hebelarm angelenkt,
an welchem unmittelbar ein Antriebsglied in Form beispielsweise der Kolbenstange
eines Arbeitszylinders,wie eines Druckluftzylinders angreifen kann0 Für den Antrieb
des Siebes sind in diesem Fall lediglich zwei zusätzliche Hebel, nämlich der Zwischenhebel
und der an diesem angelenkte abtriebsseitige Hebel erforderlich.
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lXach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Stelltrieb seitlich
außerhalb eines den Förderer, das Wiegegefäß und das Sperrglied aufnehmenden Gehäuses
angeordnet, so daß die Funktion dieser Teile nicht durch das Schüttgut beeinträchtigt
werden kann. Perner ist erfindungsgemäß das Sperrglied init beiderseits außerhalb
des Schüttweges liegenden Achszapfen am Gehäuse gelagert, welche gegenüber einer
über die Breite des Sperrgliedes durchgehenden Welle den Vorteil haben, daß sie
nicht in Berührung mit dem Schüttgut gelangen und daher keine Angriffsfläche zum
Festkleben des Schüttgutes bieten.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung liegt die vom Pörderer abgekehrte
Seite des Siebes außerhalb des Gehäuses, wodurch die abzuscheidenden Brocken oder
dergleichen in einfacher Weise aus dem Gehäuse herausgeführt werden können. Um trotzdem
das Gehäuse verhältnismäßig gut nach außen abzuschließen, weist das
Gehäuse
eine mit einer beweglichen Dichtung im wesentlichen geschlossene Öffnung für den
Durchtritt des Siebes auf.
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Durch die zuletzt beschriebene Ausbildung ist es auch in einfacher
Weise möglich, unterhalb der vom Förderer abgekehrten Seite des Siebes außerhalb
des Gehäuses einen Auffang behälter anzuordnen, der zur sicheren Aufnahme des vom
Sieb abgeführten Gutes zweckmäßig breiter als das Sieb ist und bis unter dessen
Schwenkachse reicht.
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Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
ist das Sieb nach Art eines Rechens durch etwa parallel nebeneinander liegende Stäbe
gebildet, die vorsugsweise an ihren, dem Pörderer zugekehrten Enden durch eine blerstange
miteinander verbunden sind, so daß sich bei verhältnismäßig glattilächiger Ausbildung
des Siebes eine hohe Stabilität ergibt.
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Zur Erzielung einer sicheren und das Abführen der Schüttgutbrocken
in keiner Weise beeinträchtigenden Lagerung des Siebes liegt eine Querstange, an
welcher die vom Pörderer abgekehrten Enden der Stäbe befestigt sind, in der Schwenkachse
des Siebes, wobei vorzugsweise diese Querstange mit beiderseits über das Sieb vorstehenden
Endzapfen in Lager eingreift.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand des in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispieles naher erläutert. Es sind dargestellt in Fig. 1 ein Ausschnitt
einer erfindungsgeniäßen Dosierwaage in Seitenansicht und Siebstellung, Pig. 2 die
Dosierwaage gemäß Fig. 1 in Ansicht von links, Fig. 3 die Dosierwaage in einer Darstellung
entsprechend Fig. 1, jedoch in Sperrstellung des Sperrgliedes,
Der
in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Teil einer Dosierwaage weist in einem Gehäuse 1
einen Förderer 2 auf, unter dessen Abgabe ende 3 ein Sperrglied 4 zwischen einer
Offenstellung gemäß Fig. 1 und einer Sperrstellung gemäß Fig. 3 mit einem Stelltrieb
5 bewegbar gelagert ist. Unterhalb des in Sperrstellung stehenden Sperrgliedes 4
befindet sich ein nicht gutes näher dargestelltes, z. B. nach unten trichterförmig-7g
Gegen gemäß. In dieses Wiegegefäß fällt vom Abfabeende 3 des chu gut Pörderers 2
bei geöffnetem Sperrglied 42 wobei der Förderer 2 das Schüttgut 6 beispielsweise
unmittelbar von einem Mischer übernimmt und dem Wiegegefäß zufuhi't. Der Antrieb
des dosiert zuführenden Förderers 2 ist dabei so gesteuert, daß Schüttgut 6 am Anfang
eines Arbeitszyklus in einem Grobstrom mit relativ großer Geschwindigkeit zugeführt
wird, wonach gegen Ende der Zufiiiirphase die Fördergeschwindigkeit verringert wird,
bis über ein vom Wiegegefäß beeinflußtes Meßglied bei Erreichen des vorbestimmten
Gewichtes des in das Wiegegefäß überführten Schüttgutes der Förderer 2 stillgesetzt
und das Sperrglied 4 schlagartig in Sperrstellung überführt wird, so daß ausgeschlossen
ist, daß Schüttgut vom Förderer 2 in das Wiegegefäß nachrieselt bzw. nachläuft.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Förderer 2 als horizontal liegender
Bandförderer ausgebildet, dessen endloses Förderband 7 am Abgabeende 3 des Förderers
2 um eine Umlenkrolle 8 geführt ist, welche um eine horizontale Achse drehbar gelagert
ist.
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Das Sperrglied 4 ist mit zwei miteinander flAchtenden Achszapfen 9,
10 an den vertikalen, zueinander parallelen Seitenwangen 11, 12 des Gehäuses 1 um
eine horizontale, zur Drehachse der Umlenkrolle 8 parallele Pendelachse schwenkbar
gelagert.
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Die Pendelachse 13 liegt mit Abstand unterhalb der Umlenkrolle 8,
wobei eine gedachte,durch die Pendelachse 13 gelegte vertikale Axialebene in einem
größeren, annähernd dem Durchmesser der Umlenkrolle 8 entsprechenden Abstand vor
dem Abgabeende P.des
Förderers 2 steht. Das annahernd bis zu beiden
Seiten 11, 12 reichende Sperrglied 4 ist hängend mit zwei seitlichen Armen 14 an-den
Achszapfen 9, 10 befestigt, deren einander zugekehrte Enden nur bis zu den Armen
14 bzw. bis zu den Seiten des Sperrgliedes 4 reichen. Im wesentlichen oberhalb des
Sperrgliedes 4 ist ferner ein aufrechtes Leitblech 15 angeordnet, dessen obere horizontale
bzw. zur Achse der Umlenkrolle 8 parallele Längskante 16 mit geringem Spaltabstand
benachbart zu dem über die Umlenkrolle laufenden Abschnitt des Sörderbandes 7 und
geringfügig unterhalb der horizontalen Asialebene der Umlenkrolle 8 liegt. Die untere,
zur Pendelachse'l3 parallele Längskante des ebenen Leitbleches 15 reicht annähernd
bis an die Bodenfläche des Sperrglied des 4, welche zylinderabschnittförmig um die
Pendelachse 13 gekrümmt ist und an welcher das Leitblech 15 mit der Längskante 17
anliegen kann. Die Bodenfläche 18 ist durch ein entsprechend gekrümmtes Bodenblech
19 gebildet. Die durch die Rinnenenden gebildeten Seiten des Sperrgliedes 4 sind
mit kreisabschnittförmigen Seitenwänden 20 verschlossen, deren Röhe gleich der Rinnenhöhe
ist und an deren Außenseiten die symmetrisch zur Längsmittelebene des Sperrgliedes
4 liegenden Arme 14 befestigt sind0 In der Offenstellung des Sperrgliedes 4 gemäß
Fig. 1 liegt die untere Längskante 17 des Leitbleches 15 unmittelbar benachbart
zu der in dieser Stellung tiefer liegenden Längskante des Sperrgliedes 4. Dadurch
wird erreicht, daß eventuell in das in Sperrstellung liegende Sperrglied 4 nachgefallenes
Schüttgut
6 beim Überführen des Sperrgliedes 4 in die Offenstellung und somit ZU Beginn eines
Wiegezyklus in das Wiegegefäß überführt und das Sperrglied 4 im wesentJichen vollständig
von Schüttgut befreit wird.
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Das Leitblech 15 ist unter einem Winkel von wenigen Grad derart geneigt
angeordnet, daß sein unteres Ende von der vertikalen Axialebene der Unlienkrolle
8 weiter entfernt ist als sein oberes Ende. Das leitblech 15 rcicht nahezu bis zu
beiden Seitenwänden 20 des Sperrgliedes 4.
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Oberhalb des Sperrgliedes 4 ist ein im wesentlichen oberhalb der Pendelachse
13 liegendes, flächig ausgebildetes Seb 21 vorgesehen, dessen dem Abgabeende 3 des
Förderers 2 zugekehrtes Ende in Siebstellung gemäß Fig. 1 geringfügig unterhalb
der horizontalen Axialebene der Umlenkrolle 8 liegt und zweckmäßig derart auf der
oberen Langslrante 16 des Leitbleches 15 aufliegt, daß es das Förderband 7 im Bereich
der Umlenkrolle 8 nahezu spaltfrei tangiert. Das Sieb 21 ist in Förderrichtung Pfeil
22 mit zunehmender Entfernung von Abgabeende 3 des Förderers 2 progressiv abfallend
ausgebildet, wobei sein zum Abgabeende 3
benachbarter Bereich unter
einem Winkel von nur wenigen Grad zur Horizontalen geneigt ist; es ist auch denkbar,
diesen Bereich annähernd horizontal vorzusehen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Sieb 21 derart um zur Pendelachse 13 parallele horizontale Achsen gekrümmt,
daß es im Bereich oberhalb des Wiegegefäßes die stärkste Krümmung aufweist und sein
unteres Ende nahezu eben ist. Im Bereich dieses unteren Endes ist das Sieb 21 um
eine zur Pendelachse 13 parallele horizontale Schwenkachse 23 schwenkbar an dem
Gehäuse 1 gelagert. Das obere, zum Abgabeende 3 des Förderers 2 benachbarte Ende
des Siebes 21 liegt in Siebstellung dabei geringfügig oberhalb der gemeinsamen Axialebene
der ')chwenleehse 23 und der Umlenkrolle 8, so daß das Sieb 21 aus der Siebstellung
gemäß Fig. 1 ungehindert nach oben in eine stärker aufgerichtet Stellung gemäß Fig.
3 geschwenkt werden kann.
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Das Sieb 21 ist nach Art eines Rechens durch mit gleichen Abe ständen
nebkinander liegende, gleiche gekrümmte Stäbe ,'4 gebildet, deren dem Abgabeende
3 des Förderers 2 zugekehrte den mit ihren Endflächen an der Umfangsfläche einer
Querstange 25 derart befestigt sind, daß die oberen Mantellinien der Stäbe 24 tangential
in die Umfangsfläche der Querstange 25 übergehen.
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In entsprechender Weise ist an den weiteren Endflächen der Stäbe 24
eine weitere Querstange 26 befestigt. Die Stäbe 24 und die Querstangen 25, 26 haben
gleiche kreisrunde Querschnitte, so daß durch die beschriebene Ausbildung verhältnis~
mäßig glatte Oberflächen des Siebes 21 gewährleistet sind, durch welche dem Festkleben
des Schüttgutes 6 entgegengewirkt wird0 Die untere Querstange 26 ist derart über
die Seiten des Siebes 21 verlängert, daß beiderseits vorstehende Achszapfen 27,
28 gebildet sind, welche in am Gehäuse 1 stehend angeordneten Lagerböcken 29, 30
schwenkbar gelagert sind.
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Der untere, vom Pörderer 2 abgekehrte Teil des Siebes 21 ist durch
eine fensterartige rechteckige Öffnung 31 in einer vertikalen, zu den Seitenwangen
11, 12 rechtwinkeligen Stirn-.
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wand 32 des Gehäuses 1 aus diesem Gehäuse herausgeführt, wobei
die
Schwenkachse 23 unmittelbar benachbart zur Außenseite dieser Stirnwand 32 liegt.
Die Öffnung 31 ist mit einer flächenhaften flexiblen, in Fig. 2 nicht dargestellten
er Dichtung 33 verschlossen, welche durch ein/über die Breite der Öffnung 31 ununterbrochen
durchgehenden Dichtlappen oder durch einzelne Dichtungsstreifen gebildet sein kann,
welche jeweils zwischen benachbarte Stäbe 24 des Siebes 21 eingreifen.
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Durch diese- Dichtung 33 wird trotz guten Verschlusses der Öffnung
31 die Beweglichkeit des Siebes 21 nicht beeinträchtigt Unterhalb des unteren, bei
jeder Siebstellung zum Abgabeende 3 des Förderers 2 geneigten Endes des Siebes ist
auf einer Sockelfläche 34 des Gehäuses 1 ein Auffangbehälter 35 entfernbar angeordnet,
der nahezu lückenlos an die Stirnillalld 32 anschließt und derart zwischergieitliche
Stützen 36 eingreift, daß das untere Ende des Siebes 21 oberhalb seiner offenen
Oborscito liegt. Auf den Stützen 36 sind die Lagerböcke 29, 30 argeordnet.
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Das Schüttgut 6 wird z. B. in einem Melassiergerät und einer Mischeinrichtung
zubereitet und dann durch den Förderer 2 dem Wiegegefäß zugeführt. Hierbei können
sich ini Schüttgut brockenartige Klumpen 6a durch Verkleben des Schüttgutes bilden
Diese Klumpen 6a werden beim Befüllen des Wiegegefäßes durch das Sieb 21 gemäß Fig.
1 abgeschieden, wobei solche Klumpen 6s bereits über das in Siebstellung befindliche
Sieb 21 nach unten in den Auffangbehälter 35 gleiten können. Nachdem das Befüllen
des Wiegegefäßes durch Stillsetzen des Förderers 2 und durch Überführen des Sperrgliedes
4 in Sperrstellung gemäß Fig. 3 beendet ist, wird das Sieb 21 ruckartig um die Schwenkachse
23 in die Stellung gemäß Figo 3 nach oben geschwenkt, wobei das Sieb 21 gleichzeitig
einer rüttelnden Bewegung ausgesetzt sein kann, so daß evtl0 noch am Sieb 21 haftende
Klumpen 6a mit Sicherheit in den Auffangbehälter 35 überführt werden Das Sieb21
wird dabei mit einer solchen Zeitverzögerung aufgerichtet,
daß
gewährleistet ist, daß kein weiteres Schüttgut, welches auch Klumpen 6a enthalten
könnte, in das in Sperrstellung befindliche Sperrglied 4 nachrieseln kann. Nachdem
das Sieb 21 von evtl. anhaftenden Klumpen 6a befreit und das Wiegegefäß z. B. durch
Befüllen eines Sackes geleert ist, werden das Sieb 21 und das Sperrglied 4 annähernd
simultan in ihre Stellungen gemäß Fig. 1 überführt. Die Siebstellung des Siebes
21 ist dabei durch Anschlag der Querstange 25 an der oberen Längskante 16 des Leitbleches
15 genau festgelegt; in dieser Stellung liegt die Mittelebene des teitbleches 15
in einer Axialebene der Querstange 25.
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Der Stelltrieb 5 ist außer zur Steuerung der Bewegungen des Sperrgliedes
auch zur Steuerung der Bewegungen des Siebes 21 ausgebildet, so daß nur ein einziger
Stelltrieb benötigt wird.
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Der als Hebelgetriebe ausgebildete Stelltrieb 5 weist zur Steuerung
der Bewegungen des Siebes 21 zwei in ihrer Arbeitsrichtung gegeneinande begrenzt
bewegliche Getriebeglieder auf, von denen eines durch einen im Bereich der Schwenkachse
23 an der Endfläche eines Achszapfens 28 des Siebes 21 befestigten Getriebehebel
37 und das andere durch einen Zwischenhebel 38 gebildet ist. Der Getriebehebel 3
und der Zwischenhebel 38 sind über ein Kniegelenk 39 aneinander angelenkt, dessen
Gelenkachse parallel zur Schwenkachse 23 liegt An dem unteren, von der Schwenkachse
23 abgekehrten Ende des Getriebehebels 37 ist eine Hülse 40 um die Gelenkachse des
Kniegelenkes 39 schwenkbar gelagert, deren Mittelachse diese Gelenkachse schneidet.
In dieser Hülse 40 ist der z. B. durch eine zylindrische Stange gebildete Zwischenhebel
38 längs-verschiebbar gelagert. An der vom oberen Ende des Siebes 21 abgekehrten
Seite der Hülse 40 ist an dem aus der Hülse 40 vorstehenden Ende des Zwischenhebels
38 ein z. B. scheibenförmiger Mitnehmer 41 befestigt, der in Längsrichtung des Zwischenhebels
38 gegenüber diesem verstellbar und feststelbar ausgebildet sein kann. Dieser Mitnehmer
41 liegt in Siebstellung des Siebes 31 gemäß Fig. 1 mit Abstand
von
der zugehörigen Endfläche der Hülse Xr°o Zwischen dieser Endfläche der Hülse 40
und dem Mitnehmer 41 ist ferner ein Dämpfglied 42 in Form einer auf de-m Zwischenhebel
38 zentrierten Druckfeder angeordnet. DieSes Dämpfglied 42 liegt in Siebstellung
ebenfalls mit Abstand von der Hülse 40 von und/oder dem Mitnehmer 41. An einem Achszapfen
10 des Sperrgliedes 4 ist ein Hebelarm 43 drehfest angeordnet, an welchem das vom
Mitnehmer 41 abgekehrte Ende des Zwischen hebels 38 um eine zur Schwenkachse 23
parallele Achse 44 gelenkfähig gelagert ist. Oberhalb dieser Achse 44 ist an dem
Hebelarm 43 eine Gabel 45 um eine zur Achse 44 parallele Achse 46 gelenkig gelagert.
Diese Gabel 4-5 ist am unteren Ende der Koltenstange 47 eines hEtnend angeordneten,
pneumatisch zu betreibenden Arbeitszylinders 48 befestigt. Das obere Ende dieses
Arbeitszylinders 48 ist an einem an der Außenseite einer Seitenwange 12 des Gehäuses
1 befestigten Lager 50 um eine zu den Achsen 44, 46 parallele Achse 49 schwenkbar
gelagert. Der ilebelarm 43, der Zwischenhebel 38 und der Getriebehebel 37 liegen
ebenfalls an der Außenseite dieser Seitenwange 12 Wird die Kolbenstange 47 aus der
Stellung gemäß Fig. 1 in den Arbeitszylinder 48 eingefahren, so wird zunächst in
der be schri.ebenen Weise das Sperrglied 4 schlagartig in seine Sperrstellung gemäß
Fig. 3 überführt. In dem Augenblick, in welchem das Sperrglied 4 die Sperrstellung
erreicht hat, nimmt der bis dahin gegenüber dem Getriebehebel 37 frei bewegliche
Zwischenhebel 38 nunmehr über den Mitnehmer 41 und das Dämpfglied 42 den Zwischenhebel
37 und damit das Sieb 21 zu seiner aufgerichteten Stellung gemäß Fig. 3 mit, wobei
das Anfahren des Siebes 21 ruckartig erfolgt und das Sieb 21 durch das Dämpfglied
42 und die Beweglichkeit der Hülse 40 gegenüber dem Zwischenhebel 38 noch nachschwingen
kann.