DE2841100A1 - Vorrichtung zum daempfen von bedruckten textilien - Google Patents
Vorrichtung zum daempfen von bedruckten textilienInfo
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Description
PATENTANWALT DIPLtING0 PAUL DIEHL
LIETZENBURGER STRASSE53■ 1000 BERUN 15-RUF(030)8822063/8822064
- G-
18oSeptember 1978 D/Ke
ARIOLI & C. S.r.-l«
Via G.P« Clerici, 2
I—21040 Gerenzano (Varese)
Italien
Vorrichtung zum Dämpfen von bedruckten Textilien
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Dämpfen von bedruckten Textilien, insbesondere
zur kontinuierlichen Durchführung der sogenannten "Däir.pfungs-"Behandlungen von Druckgeweben, sowie
von im Foulard gefärhten und getrockneten Geweben zwecks Erhaltung der Entwicklung und/oder des Pixierens der
vorher aufgebrachten Farbstoffe im Druckvorgang auf diese Gewebe.
Diese Behandlungen werden im allgemeinen unter kontinuierlichem
Vorschub des Druckgewebes im spannungslosen Zustand und ohne "freie Pelzen" in einem mit Wasserdampf
gesättigten Raum und nach Möglichkeit bei Abwesenheit von Luft durchgeführt.
Maschinen und Vorrichtungen dieser Art sind aus der spezifischen Technik bekannt und z.B. in den italienischen
Patenten Nr. 762.357 und Nr. 843.234 beschrieben, wobei deren Vorrichtungen im wesentlichen eine Behandlungskammer
aufweist, die im Bereich ihrer vorderen, seitlichen und oberen Seite abgeschlossen ist und in
welcher.das Druckgewebe von unten her eingeführt und herausgeführt wird, wobei der Dampf von oben nach unten
eingeführt wird, und zwar durch Öffnungen, die an einer Stelle angebracht sind, die oberhalb der Wände des
Dämpf-Raumes liegt, so daß der Dampf gezwungen ist, sich in diesen Raum fortschreitend abzusenken. Dabei
wird aus dem Dampf die anwesende atmosphärische Luft praktisch vollkommen ausgetrieben, so daß das sich im
Behandlungszuge befindende Gewebe in Pelzen vorbewegt bzw. vorgeschoben und in einer praktisch nur aus
Dampf bestehenden Atmosphäre gehaltert wird.
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141100
In.Anwendung weiterer Verbesserungen, die von der Anmelderin
eingeführt wurden, weist die Behandlungskammer seitliche und obere Doppelwände auf-, die in sich einen
Zwischenraum bilden, der in seinem oberen Teil mit Öffnungen zum Einführen des Dampfes in die Kammer versehen
ist.
Am Basisteil des genannten Zwischenraumes sind Wärmeaustauschmittel
jzur Erzeugung von Sattdampf angeordnet, während in dem genannten Zwischenraum weitere Wärmeaustauschmittel
angebracht sind, insbesondere Stränge, die von einem Wärmeträger (Diathermöl, übergeheiztes
Wasser bzw. übergeheizter Dampf) durchströmt sind, um den Dampf in denjenigen thermischen und hygrometrischen
Zustand zu bringen und zu halten, der für die Behandlung nötig ist. Auf diese Weise weiter verbesserte Vorrichtungen
sind im italienischen Patent Nr. 984.054 sowie im britischen Patent Nr. 1.459.326 und im USA-Patent
Nr. 3.967.473 beschrieben und dargestellt, wobei auf dieselben verwiesen wird, um die Voraussetzungen der vorliegenden
Erfindung zu erläutern.
Die Vorrichtung gem. vorliegender Erfindung stützt sich im wesentlichen auf die Feststellung sowie auf die Anwendung
einiger technischer und hygrometrischer Bedingungen,
um somit auf eine rationellere Weise die Tatsache auszunutzen, wonach sich viele in der Textilindustrie
(insbesondere in deren jüngeren Entwicklungen) eingesetzte Farbstoffe auf die Fasern aufgrund einer
gewissen Verweilperiode in einem Raum bzw. in einer Umgebung mit Sattdampf fixieren, wobei der Fixierungssatz des Farbstoffes oder, genauer gesagt, die farb-
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mäßige "Ausbeute" der genannten Farbstoffe von dem Sättigungsgrad des im Behandlungsraum enthaltenen Dampfes
abhängig ist. Die vorher bekannten und in den angegebenen Patenten beschriebenen Vorrichtungen wiesen in
der Regel die verlangten Eigenschaften" auf, ohne Abtropfungen zu bewirken, die die Qualität der gedruckten
Gewebe beeinträchtigt hätten.
Andererseits hat man nun festgestellt, daß zusätzlich zu den auf die kontinuierliche Aufbringung thermischer
Energie zurückzuführenden Kosten, wobei sich diese Energieaufbringung aus der praktisch kontinuierlichen und
beträchtlichen Dampfeinführung ergibt, diese Sättigungsbedingung abgeändert wurde, und zwar insbesondere
während der Behandlung einiger Gewebesorten, die, weil dieselben Wasser aufnahmen, die Raumfeuchtigkeit
fortschrittlich verminderten bis zur Erzeugung eines Verlustes der Farbstoffausbeute.
Diese negative Erscheinung kann nur innerhalb gewisser Grenzen ausgeglichen und wieder ins Gleichgewicht
gebracht werden, und zwar durch einen Anstieg der Mengen der hygroskopischen Hilfsbestandteile in den Zusammensetzungen
der verwendeten Druckpasten.
Dies vorausgesetzt, bildet den Gegenstand der vorliegenden Erfindung die Schaffung von Vorrichtungen der
Art und für die industriellen Anwendungen, die oben erwähnt wurden, die derart verbessert sind, daß dieselben
die Möglichkeit erlauben, in den Raum neue oder zusätzliche Feuchtigkeit einzuführen, so daß die vom
Gewebe aufgenommene Feuchtigkeit integriert wird,
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-40 -
wobei das Gewebe den genannten Raum schon durchquert hat und/oder in denselben schon weit eingetreten ist,
so daß erreicht wird, daß das sich innerhalb des in den Dämpfungsraum eingeführten Gewebes ein Sättigungszustand
einstellt, der .am besten geeignet ist, die Farbstoffausbeute der auf das Druckgewebe aufgebrachten
Farbstoffe zu gewährleisten, wobei die zur Durchführung der Verbesserung angewendeten technischen Lösungen jedenfalls
derart sind, daß dieselben das Auftreten von Abtropfungen ausschließen und die automatische Dosierung
der zusätzlichen aufgebrachten Feuchtigkeit ermöglichen.
Andererseits ist es an sich wohl bekannt, daß der Parameter für die Höhe der relativen Feuchtigkeit des
den Raum sättigenden Dampfes die Temperatur ist. In der Tat ist dieser Parameter durch das Verhältnis zwischen
dem im Raum vorhandenen Druck und dem Druck der relativen Sättigung bei der tatsächlich gemessenen Temperatur
bestimmt. Der Druck in einem unten offenen Raum (wie der Raum der betrachteten Vorrichtungen) kann dann andererseits
auf keine Weise verschieden von dem atmosphärischen Druck sein.
Dadurch wird bei diesem Druck (ca. 1 kg/cm ) eine 100%ige relative Feuchtigkeit bei einer theoretischen
Temperatur in der Größenordnung der 99% erhalten und nimmt nach einer gut bekannten Funktion schrittweise
mit Zunehmen der Temperatur ab, welche Feuchtigkeit z.B bis zu 66,6% bei der Temperatur von 110,790C beim
Raumdruck sinkt. Bei dieser Temperatur beträgt der Sät-
tigungsdruck (Ps) 1,5 kg/cm und dabei ist das Verhältnis
zwischen Raumdruck (Pa) bei der genannten
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- AA-
- Jko -
Temperatur von 110, 79:* C Pa/Ps = 0,66.
Daraus folgt, daß es, um die Bedingung der möglichst maximalen Feuchtigkeit sicherzustellen, nötig ist, die
Temperatur innerhalb ■ vorteilhafterweise niedriger Werte sowie innerhalb der Werte aufrechtzuhalten, die
nötig sind, um die Tropfenbildung zu vermeiden.
Wie vorher gesagt, ist es bekannt, daß die Farbstoffausbeute während des Farbenfixierungsarorganges mit dem
Feuchtigkeitssatz des zu behandelnden Gewebes eng
verbunden ist. Es ist ebenfalls bekannt, daß ein trockenes Gewebe, das in einem feuchten Raum angeordnet ist,
automatisch Feuchtigkeit aufnimmt, und zwar bis zu seinem
Punkt natürlichen Gleichgewichts, welch letzteres von der Temperatur und der relativen Feuchtigkeit abhängt.
Weiter ist es offenbar, daß die Umsetzung von Wasser zu Dampf eine Energieaufbringung (und demzufolge Betriebskosten)
erfordert, während die umgekehrte Umsetzung (wie jene, die während der Befeuchtung des Gewebes erfolgt)
zu einem Freiwerden der thermischen Energie führt.
Deshalb treten während des Betriebs einer Bedämpfungsvorrichtung (anders ausgedrückt, einer Befeuchtungsvorrichtung)
für gedruckte Gewebe im Behandlungsvorgang der aufgebrachten Farbstoffe verschiedene Zustände auf,
die sich u.a. mit dem fortschrittlichen Vorschieben der Gewebe selbst in die bzw. den Behandlungskammer
bzw. -raum allmählich ändern, insoweit,' als das in den Behandlungsraum in praktisch trockenem Zustand
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- γ-
eintretende Gewebe mit Feuchtigkeit angereichert wird,
die j andererseits, sich mit dem Fortschreiten der genannten Vorschiebung wegen der kontinuierlich zugeführten
bzwo aufgebrachten Wärme verringern kann,, 5
Dies vorausgesetzt, bildet den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung die Schaffung einer Vorrichtung der eingangs angegebenen Art und Verwendungen, die derart
weiter verbessert ist, daß sie die oben angegebenen und andere Erscheinungen berücksichtigt, so daß das Farbstoff-Fixierungsorgan
in den für die Farbstoffausbeute günstigeren Bedingungen fortsetzen kann, und zwar für
den größten Teil der Verweilperiode des Gewebes im Raum mit Sattdampf, ohne daß der genannte Vorgang
durch Abtropfen beeinträchtigt wird» Anders ausgedrückt ist die erfindungsgemäße verbesserte Vorrichtung derart
ausgebildet, daß dieselbe die Erzielung der sowohl mengenmäßig als auch qualitätsmäßig höchsten Produktionsleistung
gewährleistete
Es bildet ebenfalls den Gegenstand der vorliegenden Erfindung die Schaffung einer verbesserten Vorrichtung,
' die die im genannten Raum auftretenden Wärmeaustausche zum Zwecke der Erhöhung des wirtschaftlichen Wirkungsgrades
der Anlage selbst hinsichtlich der thermischen Energie ausnutzt, welch letztere von außen aufgebracht
werden mußo
Es bildet ebenfalls den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung die Schaffung einer weiterentwickelten Vorrichtung, bei welcher das Auftreten der genannten
Bedingungen, wie einer gleichmäßigen Verteilung der
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Feuchtigkeit über die ganze oberflächige Erstreckung des in und durch den Behandlungsraum sich bewegenden
Gewebes sichergestellt wird.
Es ist zuletzt der Gegenstand der Erfindung die Schaffung einer verbesserten Vorrichtung, in welcher die im
Behandlungsraum vorhandenen technischen und arbeitsmäßigen Mittel keine beweglichen Teile (Ventilatoren,
Pumpen o.dgl.) enthalten und in der Lage sind, um im einzigen Bereich oder in den einzelnen Bereichen selektiv
zu wirken, wo der Feuchtigkeitsanstieg wünschbar und vorteilhaft ist.
Diese und weitere Gegenstände bzw. Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden hauptsächlich deshalb erreicht,
weil einer Vorrichtung, wie dieselbe im italienischen Patent Nr. 934.050 der Anmelderin (sowie im entsprechenden
britischen Patent Nr. 1.459.325 und USA-Patent Nr. 3.967.473) im wesentlichen angegeben und im wesentlichen
definiert wurde, Befeuchtungsdurchgänge oder "-kanäle" zugeordnet werden, die Eingänge und Ausgänge
im Inneren der Behandlungskammer selbst aufweisen, und zwar zu besonderen, nachfolgend definierten Bedingungen,
wobei dieselben Wasserejektoren zur Herausgabe von im wesentlichen zerstäubtem Wasser und von unter Druck
stehendem Dampf (der Energie zum In-Bewegung-Setzen von gasförmigen Strömen in den genannten Kanälen liefert)
zugeordnet sind, so daß das gasförmige, im Raum vorhandene Gemisch gewälzt wird, wobei in dem genannten
Raum die erforderliche Integrationsfeuchtigkeit aufgebracht und verteilt wird.
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- jar -
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Dämpfvorrichtung näher erläutert« Es zeigen;
Figo 1 den senkrechten Querschnitt einer vereinfacht
und im verkleinerten Maßstab dargestellten Dämpfkammer s
Figo 2 die perspektivische Darstellung eines Ausschnitt
Lo tes des Innenraumes der Dampfkammer,
Figo 3 die perspektivische Darstellung eines Elementes
der Dampfkammer, das die Befeuchtungskanäle
enthält, die durch Teilschnitt freigelegt sind,
Fig« 4 den senkrechten Schnitt durch die Symmetrieebene des Elementes gem« Pdgo 3,
Figo 5 die schematisch dargestellte, teilweise geschnittene
Seitenansicht eines Dampfejektors,
der eine doppelte Funktion hat, und zwar einmal Antrieb für die Umwälzung der Dampfkammer und
zum anderen Zuführung von versprühtem Wasser, das dazu bestimmt ist, zu verdampfen und unter
Wärmeentziehung aus der Dampfkammer einen selektiven Feuchtigkeitsauftrag zu erzeugen«, und
FigD 6 verschiedene Blockdarstellungen über die mögliche
Aufteilung der einzelnen Elemente gemoFigo3
innerhalb einer erfindungsgemäßen Dämpfkammer, um verschiedene Leistungskapazitäten oder auch
Betriebsbedingungen zu erzieleno
Gem. Fig.l besteht die erfindungsgemäße Dämpfkammer 10
aus den Seitenwänden 12, den Stirnwänden-14 und der Oberwanc" 16. Sämtliche Wände 12 bis 16 sind wärmeisoliert,
um den Wärmeverlust nach außen auf ein Mindestmaß herabzusetzen. Sie enthalten Zwischenräume, in deren
Basisteil Sattdampf erzeugt wird. Im oberen Teil der Dampfkammer 10 sind Öffnungen 18 vorgesehen, durch die
der Ln den Zwischenräumen aufwärts strömende Dampf in
die Dämpfkammer 10 eintritt, der von dort aus allmählich
nach unten sinkt und dadurch die atmosphärische Luft innerhalb der Dampfkammer verdrängt, bis er sich im
unteren Teil der Dämpfkammer absetzt, der nach unten
geöffnet ist. Zu diesem Zweck sind im unteren Bereich Saugkasten 20 angeordnet, die in ihrer in die Dämpfkammer
weisenden Wand Öffnungen enthalten, in die der absinkende Dampf gesaugt wird, um schließlich wiederum
dem Kreislauf zugeführt zu werden, so daß die Energiebilanz der Anlage verbessert wird.
Innerhalb der Dampfkammer 10 sind die Förderer 22 u.24
angeordnet, die aus quer liegenden, auf Schienen gelagerten Stäben bestehen und auf denen die zu behandelnden
Textilien durch die'Dämpfkammer 10 wandern.
Das wesentliche Merkmal der Erfindung bilden die innerhalb der Dampfkammer 10 in verschiedenen Stellungen anzuordnenden,
als komplette Bausteine ausgebildeten Elemente 30, die als Befeuchtungseinheiten innerhalb
der Wände dienen. Die Ausführung derselben im einzelnen und die bausteinartige Verteilung innerhalb der
Befeuchtungskanäle kann in verschiedener Weise erfolgen Dies ist hinsichtlich der Herstellung und auch der
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Installation dieser Einheiten beispielsweise in schon bestehende Dämpfeinrichtungen besonders vorteilhaft
wobei es insbesondere günstig ist, daß diese Befeuchtungseinheiten über die Dampfkammer wahlweise in der
jeweils günstigsteh Lage verteilt werden können, je nach
dem in welchem Bereich und in welchem Maß die Zuführung der in das Gewebe dringenden F uchtigkeit gewünscht wird
Die Befeuchtungseinheiten 30 sind, wie Figo2 erkennen
läßt, an den Seitenwänden 12 befestigt, die ihrerseits bausteinartig aus Einzelteilen 12' uo12" zusammengesetzt
sind= DaSei sind jeweils die Bauelemente 12' der
Seitenwände 12 nicht mit Befeuchtungseinheiten 30 belegt während die Bauelemente 12" jeweils mit einem Befeuchgungselement
30 ausgestattet sind ο
In der Figo6 sind verschiedene derartige Anordnungsmöglichkeiten
von Bauelementen 12 uo12'sowie der dazugehörigen
Befeuchtungseinheiten 30 in verschiedener gegenseitiger
Zuordnung und Verteilung über die Länge der Dampfkammer angegeben, wie sie unter Berücksichtigung
der Vorschub- und Durchlaufrichtung der Dämpfkammer 10 zur Optimierung der Einwirkung des Dampfes auf die Gewebeware
vorgenommen werden kanno
Insbesondere zeigen die Figo3 uo4 die Einzelheiten einer
Befeuchtungseinheit 3O9 die im wesentlichen aus einem flachens vertikal angeordneten Kasten besteht, durch
den sich in der größeren Ebene desselben eine Blende bzwo Zwischenwqnd 32 vertikal erstreckt, durch die der
Innenraum des Kastens in die beiden senkrechten Kammern 34 Uo36 unterteilt wird, die ihrerseits oben offen
16/
-abund insgesamt einen U-förmigen Durchtrittskanal
bilden, dessen Krümmung im unteren Teil 38 der Befeuchtungseinheit
31 liegt.
In der Einmündung·der vorderen Kammer 34, die in der
unteren Krümmung 38 in die benachbarte Kammer 36 übergeht, sind jeweils eine oder mehrere, in diesem dargestellten
Beispiel zwei Strukturen 40 angeordnet, die oben und unten offen sind und sich nach unten verjüngen,
also etwa trichterförmig ausgebildet sind. In die obere Öffnung einer jeden dieser Strukturen mündet jeweils
ein Dampfinjektor 42, wie er in Fig.5 in vergrößertem
Maßstab in seinen Einzelheiten dargestellt ist. Danach hat dieser Dampfinjektor 42 ein Düsensystem mit mehrerer
.seitlichen Düsen 44, die mit einem in seiner Höhe regelbaren,
niedrig gespannten Dampf, dessen Druck zwischen 0,1 u.0,6 atü liegt, gespeist werden. Dieser
Dampf tritt durch das Rohr 46 in die zentrale Düse 48 ein, in die gleichzeitig über die Rohrleitung 50 Wasser
eingespeist wird. Die Wasserzufuhr wird über ein hier nicht dargestelltes Elektroventil gesteuert, und zwar
in Abhängigkeit von einem Thermostaten, der die Temperatur innerhalb der Dampfkammer IC orfaßt.
Der Austritt des verdichteten und deshalb mit hoher Geschwindigkeit strömenden Dampfes aus den Düsen 44
induziert innerhalb der jeweiligen Struktur 40 eine starke Abwärtsströmung und dadurch ein Ansaugen des
Dampfes aus der Umgebung der oberen Einmündung dieser Struktur 40. In gleicher Weise wird auch ein Ansaugen
des Umgebungsdampfes im Bereich der oberen Öffnungen
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34.' der vorderen Kammer 34 aus der Umgebung erzeugt»
Die abwärts gerichteten Dampfströme vermengen sich auf dem weiteren Wege innerhalb der vorderen Kammer 34O
Im weiteren Verlauf wird der Dampfstrom in der unteren
Krümmung 38 umgelenkt.; um dann der oberen Mündung 36* der Kammer 36, innerhalb derer eine Aufwärtsströmung
stattfindet, zugeführt zu werden, von wo aus der Dampf in den Behandlungsraum der Dampfkammer 10 wieder eintritt,
und zwar nun mit herabgesetzter Geschwindigkeit und optimaler Gleichmäßigkeit, so daß in dem Behandlungs
raum keine Wirbelungen und schädliche Lokalisationen innerhalb der Umwälzung des Dampfes auftreten.,
Die Verteilung der verschiedenen Befeuchtungseinheiten
3O5 wie sie in Figo6 dargestellt ists über die Länge
des Behandlungsraumes innerhalb der Dampfkammer 10 sowie deren selektive Aktivierung, ermöglicht eine rationelle
Anpassung der Einrichtung an die verschiedensten Behandlungsbedingungeno
20
20
Die Aktivierung der Wasserabgabe wird, wie bereits erwähnt, in Abhängigkeit von cfer Raumtemperatur innerhalb
der Dämpfkammer 10 gesteuert,- so daß ein konstantes
Feuchtigkeitsklima innerhalb der Dämpfkammer 10 aufrecht
erhalten wird» Dies erfolgt in der Weise, daß beispielsweise dann? wenn innerhalb der Dampfkammer 10
eine unerwünschte Temperaturerhöhung eintritt, das nicht dargestellte.Elektroventil die Wasserzufuhr durch
Vergrößerung des Eintrittsquerschnitts über die Leitung 50 erhöht, so daß mehr Wasser beim Austreten aus der
Düse 48 zerstäubt wird*
Während des Durchtritts durch die U-förmig ineinander
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übergehenden Kammern 34, 38 u.36 verdampft ein Teil des durch den Dampf mitgerissenen Wassers und entzieht dem
Raum dadurch Wärme, so daß dessen Temperatur bis zum Sättigungspunkt des Dampfes herabgesetzt wird. Das über-
; schüssige und deshalb nicht verdampfte Wasser sammelt sich in cfer unteren Krümmung 38 und wird über dort angebrachte
Ablaßdurchlässe 52 abgelassen.
Das thermostatische System ist so eingestellt, daß es
eine genaue Regelung der Temperatur im Bereich von vorzugsweise + 1°C gestattet, wodurch die Aufrechterhaltung
einer gleichmäßigen Raumtemperatur innerhalb der Dampfkammer 10, die grundsätzlich über 10O0C liegt, gewährleistet
ist, wobei der durch die Kanäle 34 u.36 umgewälzte Sattdampf völlig frei von Wassertropfen ist, weil
das überschüssige und deshalb nicht verdampfte Wasser nicht nach oben durch die aufsteigende Kammer 36 treten
kann. Hierzu trägt auch die niedrige Strömungsgeschwindigkeit des Dampfstromes bei, die gewährleistet, daß
keine Wassertröpfchen mitgerissten werden können, so daß die gesamte Anlage unter stets gleichbleibenden
Dämpfzuständen arbeitet .
Es ist ferner besonders vorteilhaft, zur Einhaltung eines optimalen Energiewirkungsgrades der Anlage den
"Antriebsdampf'» innerhalb des Systems, der der Dampfmenge entzogen-wird, die normalerweise der Dämpfkammer X
zugeleitet wird, genau zu dosieren, wobei beachtlich ist daß durch die Funktion der Anfeuchter keine Zunahme des
Energiebedarfes eintritt.
Man kann weiterhin die erfindungsgemäße Anlage auch bei
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- yr-
höherer Temperatur als "Rückumwälzer" betreiben, wobei
dann lediglich der Dampf aus den Düsen als Treibmittel für den Umgebungsdampf dient und kein Befeuchtungswasser
zugeführt wird, so daß der Wärmeaustausch zwischen dem sich schnell bewegenden Dampf und dem zu bedämpfenden
Gewebe erhöht wird. Dadurch lassen sich die Behandlungszeiten erheblich herabsetzen und die Kapazität der Anlage
erhöhen. Zusätzlich zu der Beschleunigung des so erzielten Wärmeaustausches trägt auch die verbesserte
Umwälzung des Dampfes zur Vergleichmäßigung der Temperatur in den verschiedenen vorgewählten Bereichen der
Dämpfkammer 10 und auch innerhalb des verschiedenen Höhenniveaus derselben bei.
Die besonderen Vorteile der erfindungsgemäßen Dampfkammer
10 sind auch dann, wenn das Gewebe einer Hochtemperaturbehandlung im Bereich von 170 - 180°C unterworfen
wird, insbesondere auch für Gewebe aus synthetischen Fasern besonders augenfällig. Die äußerst hohe Behand-$
lungsgleichmaßigkeit ist insbesondere bei der Behandlung gefärbter Gewebe von Bedeutung, weil es hier darauf ankommt,
eine absolute Homogenität des Fixagesatzes und die sich daraus ergebende gleichmäßige Farbnuance des
fertigen Fabrikates zu gewährleisten.
Die hier dargestellten Ausführungsarten der erfindungsgemäßen
Vorrichtung lassen sich in technisch äquivalenter Weise abwandeln, um weitere verschiedene Betriebsbedingungen,
auf die die Dampfkammer 10 eingestellt werden kann, zu erreichen.
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Claims (13)
1. Vorrichtung zum Dämpfen von bedruckten Textilien, insbesondere r,ur selektiven Behandlung derartiger
Textilien mit einem Dampf hohen und regelbaren Sättigungsgrades, wobei insbesondere eine höhere
Farbstoffausbeute des auf dem Gewebe vorhandenen Farbstoffes im Zuge der Behandlung desselben innerhalb
der Dampfkammer mit Sattdampf erreicht wird, der in der Behandlungskammer der Vorrichtung vorhanden
ist, dadurch gekennzeichnet , daß in dem Behandlungsraum Befeuchtungsdurchgänge oder -kanäle angeordnet sind, durch die der in dem
Behandlungsraum vorhandene Dampf umgewälzt wird und daß diesen Kanälen (34,38,36) Befeuchtungsmittel
(42—50) zugeordnet sind, die in Abhängigkeit von der Temperatur innerhalb des Behandlungsraumes
zu vorgegebenen Bedingungen die Integrationsfeuchtigkeit in denselben einführen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß dieselbe Kontrollmittel zum
Anbringen bzw. Zuführen der Integrationsfeuchtigkeit enthält, die dann in Funktion treten, wenn die Kontrolle
in dem genannten Raum eine einen vorbestimmten und regelbaren Wert überschreitende Temperaturerhöhung
angibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch g e kennzeichnet, daß die Mittel zum Einbringen
der Integrationsfeuchtigkeit einmal Mittel, die dazu dienen, zerstäubtes Wasser dem in den
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genannten Kanälen zirkulierenden Dampf beizumischen, sowie zum anderen Mittel enthalten, durch die gewährleistet
wird, daß sich das eingeführte und nicht in Dampf umgesetzte Wasser in den genannten Kanälen
sammelt und nicht in die Behandlungs- und Dämpfungskammer eintritt.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß den Befeuchtungskanälen (34,38,36) Düsen (44548) zugeordnet sind, die unter
Druck stehenden Dampf liefern, wobei Mitnahmestrahlen des dem Behandlungsraum entzogenen Dampfes, um
die genannte Umwälzung des Dampfes in dem genannten Räum nach der eventuellen Feuchtigkeitszunähme desselben
zu bewirken, gebildet werden.
5. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Be-
feuchtungskanäle einen im wesentlichen U-förmigen Verlauf aufweisen, die eine absteigende Eintrittsstrecke,
eine mittlere Strecke zur Umkehrung des Richtungsdurchflusses und eine aufsteigende Aus-'
gangsstrecke enthalten, die genannten Düsen in der genannten absteigenden Strecke derart angeordnet
und orientiert sind, um. in der letzteren eine dynamische Mitnahmewirkung des Raumdampfes einzustellen
und die Umwälzung desselben zu gewährleisten, während das für die Feuchtigkeitserhöhung angebrachte
bzw. zugeführte Wasser in seinen ggf. zu Dampf nicht umgesetzten Fraktionen auf dem Boden
der genannten mittleren Strecke gesammelt und aus
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- 3 der letzteren abgeführt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie Düsen zum Einführen des
zur Feuchtigkeitserhöhung bestimmten Wassers enthält,
die den Düsen zur Abgabe des unter Druck stehenden Dampfes zugeordnet sind, so daß die kinetische Energy,
e des letzteren ausgenutzt wird, um die Zerstäubung des genannten Wassers bei seiner Beaufschlagung der
genannten Kanäle sicherzustellen.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, :. daß die genannten Befeuchtungskanäle somit
den Mitteln zur Zuführung des unter Druck stehenden
Mitnahme- und Umwälzungsdampfes .sowie des Wassers
zur selektiven Erhöhung der Integrationsfeuchtigkeit durch strukturelle Komplexe gebildet sind, die Eingangs-,
Mitnahme- und Ausgangsräume und -durchgänge für den Dampf in den bzw. aus dem Behandlungsraum
unter Bedingungen einer fortschrittlichen Gleichmachung der Durchflußgeschwindigkeit in den genannten
Kanälen seitens des Dampfes enthalten, so daß eine gleichförmige Verteilung des austretenden Dampfes
praktisch ohne Lokalisierung erzielt wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß die genannten Durchgänge für
den zirkulierenden Dampf erste, insbesondere mit zusammenlaufenden Wänden versehene Durchgänge, in
welchen der Dampf aufgrund der von der Strahlenabgabe bewirkten Mitnahme abgefangen wird, und
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■ zweite Durchgänge enthalten, in welche die genannten ersten Durchgänge ausmünden,und die ihrerseits Eintrittskanäle
zum Ansaugen weiterer Mengen des Raum» dampfes aufgrund der von der kinetischen Energie des
aus den ersten -Durchgängen austretenden Dampfes bewirkten Mitnahme zur Vervollständigung der Verteilung
eines zirkulierenden Dampfes zu einem am Ausgang in den genannten Raum im wesentlichen gleichförmigen
Strom.
9. Vorrichtung nach Ansprüchen 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten zweiten
Durchgänge die genannten absteigenden Eintrittsstrecken, die mittlere Strecke zur Umkehrung und
L5 Sammlung des ggf. zu Dampf nicht umgesetzten .Wassers
sowie die aufsteigenden Austrittsstrecken umfassen«
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet ,
-0 daß die genannten Befeuchtungskanäle und die denselben zugeordneten Mittel durch strukturelle und selektiv
anbaubare bausteinartige Einheiten gebildet sind, wobei dieselben! in einer öder mehreren Stellungen
in der Vorrichtungsgesamtheit insbesondere im
-5 Bereich der seitlichen Wände der Behandlungskammer und im wesentlichen in der Nähe derselben installierbar
sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß die genannten strukturellen Einheiten entgegengesetzte Durchgänge umfassen, die
zusammen den U-förmigen Kanal bilden und in der
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■ · Breite sowie in der Höhe in Ebenen verlaufen, die
zu den genannten Wänden parallel sind, wobei dieselben im Bereich deren Eingangs wenigstens zwei komplementäre
und die ersten Durchgänge bildende Strukturen umfassen, in welchen die Strahlen für die Mitnahme
und die eventuelle Integrationsbefeuchtung wirken,
12, Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet , daß dieselbe
eine Behandlungskammer enthält, deren Seitenwände durch bausteinartige Wandelemente gebildet sind,
und daß die genannten bausteinartigen Befeuchtungseinheiten einigen der genannten Wandelemente selektiv
zugeordnet sind, und zwar mit einer Verteilung, die geeignet ist, die Peuchtigkeitszufuhr über die
Länge der Kammer in den Bereichen im wesentlichen zu verteilen, in welchen die die genannte Länge
zurücklegende Gewebeware die genannte Zufuhr selektiv verlangt.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Eingänge der Befeuchtungskariäle an einem Niveau angebracht sind, das niedriger als das Niveau
der betreffenden Ausgänge liegt, und daß die Ausgangsstrecke der genannten Kanäle im wesentlichen
an einer Seitenwand der Kammer anliegt.
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