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DE2840440A1 - Verfahren zur rueckgewinnung von methanol aus einem gasstrom - Google Patents

Verfahren zur rueckgewinnung von methanol aus einem gasstrom

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DE2840440A1
DE2840440A1 DE19782840440 DE2840440A DE2840440A1 DE 2840440 A1 DE2840440 A1 DE 2840440A1 DE 19782840440 DE19782840440 DE 19782840440 DE 2840440 A DE2840440 A DE 2840440A DE 2840440 A1 DE2840440 A1 DE 2840440A1
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water
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Walter Ing Grad Knobel
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Davy International AG
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Davy International AG
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/74Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation
    • C07C29/76Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment
    • C07C29/78Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment by condensation or crystallisation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Rückgewinnung von Methanol aus einem Gasstrom, insbesondere einem Erdgasstrom, dem es z.B. als Hydratinhibitor oder Trägerflüssigkeit eines Korrosionsinhibitors zugesetzt wurde, durch Abkühlung des Gasstroms, Kondensation und Abscheidung einer wässrigen Methanolphase und einer Methanol enthaltenden Kohlenwasserstoffphase aus dem Gasstrom und Abtrennung der Kondensate von dem Gasstrom.
Kohlenwasserstoffgase aus Erdgas- oder Kondensatquellen bestehen im allgemeinen aus einem Gemisch aus Methan, Äthan und höheren Paraffinkohlenwasserstoffen. Dieses Gemisch wird gewöhnlich in ein mehr oder weniger reines Methan und die höheren Kohlenwasserstoffe getrennt. Das Methan dient als Brennstoff und z.B. auch als Ausgangsstoff für verschiedene Synthesegase, während die höher siedenden Fraktionen mit einem höheren Heizwert als Methan wirtschaftlicher als Benzinbestandteil und Ausgangsstoff zur Herstellung organischer Verbindungen, wie Äthylen, Propylen und deren Polymere eingesetzt werden.
Die Kohlenwasserstoffgase enthalten als wesentliche Verunreinigung Wasser, das zur Bildung von Kohlenwasserstoffhydraten und dadurch zur Verstopfung der Rohrleitungen führt. Man ist daher bestrebt, Wasser und möglichst gleichzeitig auch die höher siedenden Kohlenwasserstoffe aus dem Gasstrom abzutrennen, um so ein trockenes, an Methan angereichertes Gas abzugeben und Äthan und höhere Kohlenwasser-
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stoffe für andere Zwecke zur Verfügung zu stellen.
Um die Hydratbildung schon in der Steigleitung des Bohrlochs und in den Feldleitungen von den Bohrlöchern zu den Reinigungsanlagen zu vermeiden, hat man Methanol, Glykol und ähnliche Verbindungen direkt in den Erdgasstrom in diesen Leitungen eingesprüht. Bei sauren Gasen muß zudem die gesamte Anlage vom Bohrsondenfuß bis zum Ausgang der Entschwefelungsanlage vor Korrosion geschützt werden. Dies erfolgt vielfach durch Einbringen von Korrosionsinhibitoren, die in Trägerflüssigkeiten gelöst sind. In vielen Fällen wird als Trägerflüssigkeit für den Korrosionsinhibitor Methanol eingesetzt.
Da Methanol mit verschiedenen höheren Kohlenwasserstoffen in flüssiger Phase Azeotrope bildet und so die weitere Behandlung außergewöhnlich erschwert wird und wegen der beträchtlichen Kosten des Methanols ist seine Rückgewinnung aus dem Gasstrom im Zuge der Trocknung von wesentlicher Bedeutung. Im allgemeinen wird der Methanol enthaltende, feuchte, unter hohem Druck stehende Gasstrom durch Teilentspannung in einem Entspannungsventil oder Wärmeaustausch gegen ein Kältemittel soweit abgekühlt, daß sich ein Teil des Methanols, das Wasser sowie kondensierbare Kohlenwasserstoffe verflüssigen und von dem Gasstrom in einem Gas/Flüssigkeitsseparator getrennt werden können. Das von den flüssigen Kohlen-
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Wasserstoffen getrennte Methanol/Wasser-Gemisch kann zwecks Wiederverwendung des Methanols aufgearbeitet werden, während die flüssigen Kohlenwasserstoffe, ggfs. nach Trennung in einzelne Fraktionen, den verschiedenen Verwendungszwecken zugeführt werden. Bei dieser Arbeitsweise wird eine beträchtliche Menge des teuren Methanols nicht zurückgewonnen, weil es in dem Kohlenwasserstoffkondensat gelöst bleibt. Ein weiterer Teil des eingesetzten Methanols bleibt im Gas und ist wirtschaftlich nicht rückgewinnb ar.
Aus der TJS-PS 3 886 757 ist es bereits bekannt, einen feuchten Methanol enthaltenden Erdgasstrom nach vorheriger Teiltrocknung tiefzukühlen und so das Wasser, Methanol und kondensierbare Kohlenwasserstoffe zu kondensieren, aus dem Gasstrom abzuscheiden und das Methanol aus dem Kondensat mit Wasser zu extrahieren. Diese Arbeitsweise ist in mehrfacher Hinsicht nachteilig. Es ist hierfür eine besondere Extraktionskolonne erforderlich. Der aus dieser Kolonne ablaufende an Methanol relativ arme Extrakt benötigt für die zur Wiederverwendung erforderliche Aufkonzentrierung eine erhebliche Wärmemenge. Außerdem wird der Methanolverlust mit dem trockenen Erdgas durch diese Flüssig/Flüssig-Extraktion naturgemäß nicht verringert.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei dem eingangs genannten Verfahren die Methano!rückgewinnung zu steigern und insbesondere auch den Methanolverlust mit dem getrockneten Gasstrom zu senken. Darüber hinaus soll dies in einfacher Weise, insbesondere ohne eine Extraktion des Kohlenwasserstoffkondensats erreicht werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei dem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, daß man den Wassergehalt der wässrigen Methanolphase durch Zugabe von Wasser zum Gasstrom vor oder während der Kondensatabscheidung auf 50 bis 90 Gew.-% erhöht. Durch diese Wasserzugabe wird nicht nur der Methanolgehalt der kondensierten Kohlenwassers to ff phase wesentlich, z.B. auf 10 bis 50 % des Methanolgehaltes bei der Arbeitsweise ohne Wasserzugabe gesenkt, sondern auch der Rest-Methanolgehalt des trockenen Gases wird beträchtlich verringert, z.B. auf 40 bis 70 % des Gehaltes ohne die erfindungsgemäße Wasserzugabe. Da somit die MethanolVerluste beträchtlich gesenkt werden und das anfallende Methanol/Wasser-Gemisch wieder verwendet werden kann, ergibt sich durch das erfindungsgemäße Verfahren eine Senkung des Methanolverbrauches und damit der Betriebskosten. Eine Extraktion des Methanols aus der Kohlenwasserstoffphase entfällt ebenso wie eine zusätzliche Glykoleinspritzung zur besseren Entfernung des Methanols aus der Kohlenwasserstoffphase, so daß auch die
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Investitionskosten durch Wegfall der Extraktions- bzw. Glykolregenerationsanlage gesenkt werden. Das Wasser wird im allgemeinen in den Gasstrom vor dessen Abkühlung eingedüst. Der Gasstom hat vor der Abkühlung im allgemeinen eine Temperatur in dem Bereich von 5 bis 25 0C und nach der Abkühlung eine Temperatur in dem Bereich von -0 bis -40 C. Die Abkühlung kann durch Entspannung und/oder indirekten Wärmeaustausch erfolgen. Kühlt man nur durch Wärmeaustausch, ist ein Kältemittel als Wärme aufnehmendes Medium erforderlich. Das Gasstrom steht im allgemeinen vor der Entspannungskühlung unter einem Druck von 70 bis 130 bar, beispielsweise unter 100 bar, und nach der Entspannung unter einem Druck von Vorzugs- · weise 40 bis 70 bar. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird bereits bei der Bildung der flüssigen Phasen aus dem Gasstrom eine für die Methanolrückgewinnung günstige Verteilung des Methanols auf die Gasphase, wässrige Phase und Kohlenwasserstoffphase erreicht, nämlich eine Erhöhung der Methanolmenge in der wässrigen Phase zu Lasten der Methanolmengen in der Gasphase und in der Kohlenwasserstoffphase. Daher ist die Wirkung günstiger als bei der bekannten Methanolextraktion aus der Kohlenwasserstoffphase mit Wasser, weil hiervon der Methanolgehalt des getrockneten Gases nicht beeinflußt wird.
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Nach der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens gibt man das Wasser in Form eines Wasser/ Methanol-Gemisches mit'einem solchen Wassergehalt und/oder in solcher Menge zu, daß sich in .der abgeschiedenen wässrigen Methanolphase ein Wassergehalt von 50 bis 90 Gew.-% einstellt. Dies hat den Vorteil, daß man das in dem Abscheider anfallende Wasser/Methanol-Gemisch ohne Aufarbeitung, ggfs. nur nach einer Neueinstellung des Methanolgehaltes, in den Gasstrom eindüsen kann. Gegenüber reinem Wasser ergibt sich der Vorteil, daß die das Wasser/Methanol-Gemisch führende Leitung bei tiefen Temperaturen nicht so leicht einfriert wie eine Wasserleitung.
Zweckmäßigerweise gibt man einen Teil der abgeschiedenen wässrigen Methanolphase dem Gasstrom zu. Dieser Teil kann durch Wasserzugabe auf den gewünschten Wassergehalt von vorzugsweise 50 bis 90 Gew.-% eingestellt werden. Den anderen Teil der abgeschiedenen wässrigen Methanolphase führt man im allgemeinen einer Reinigung zu, z.B. einer Destillation, in der hochkonzentriertes Methanol zurückgewonnen wird, das im erfindungsgemäßen Verfahren wiederum als Hydratinhibitor oder Trägerflüssigkeit für einen Korrosionsinhibitor eingesetzt wird.
Nach der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens scheidet man die Kondensate aus dem Gasstrom zweistufig ab und erhöht den Wassergehalt der Methanolphase in beiden Stufen. Durch die zweistufige Ar-
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beitsweise werden im Vergleich zur einstufigen Abscheidung die restlichen Methanolgehalte in der Kohlenwasserstoffphase und im getrockneten Gas weiter herabgesetzt. Es können in der Kohlenwasserstoffphase 0,2 Gew.-% Methanol und in dem Trockengas 0,2 g Methanol/Nnr erreicht werden. Außerdem kommt man bei zweistufiger Arbeitsweise mit einer geringeren Methanolrückführung aus, wenn man das Wasser in Form von Wasser/Methanol-Gemisch zugibt, so daß mehr Methanol als Hydratinhibitor oder Trägerflüssigkeit für Korrosionsschutzmittel verfügbar ist und die gesamte in der Anlage arbeitende Methanolmenge geringer ist.
Bei der bevorzugten Ausführungsform setzt man zweckmäßigerweise dem aus der ersten Abscheidungsstufe ablaufenden Flüssigkeitsgemisch vor der Trennung der flüssigen Phasen Wasser mit einem Methanolgehalt von 0 bis 30 Qew.-% zu. Durch die Wasserzugabe vor der Phasentrennung ergibt sich ein Methanol extrahierender Effekt auf die sich bildende Kohlenwasserstoffphase, so daß diese mit einem geringeren Methanolgehalt anfällt, ohne daß es hierzu einer besonderen Extrakt!onseinrichtung bedarf. Das mit dem Wasser vermischte Kondensat trennt sich in einem Dreiphasenabscheider von selbst in eine Gasphase, eine methanolarme Kohlenwasserstoffphase und eine wässrige Methanolphase. Die Kohlenwasserstoffphase kann zur weiteren Herabsetzung seines Methanolgehaltes der zweiten Ab-
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scheidungsstufe zugeführt werden, während die wässrige Methanalphase beispielsweise destillativ aufkonzentriert wird. Im wesentlichen methanolfreies Wasser kann zugesetzt werden, wenn ein Einfrieren der Wasserleitung nicht zu "befürchten ist
.. Wenn dies jedoch der Fall ist oder die
Temperatur des von dem Vorabscheider zum Trennapparat abfließenden Kondensats sehr niedrig ist, wird man ein Wasser/Methanol-Gemisch zusetzen.
Zweckmäßigerweise scheidet man die Kondensate aus dem Gasstrom zweistufig ab und erhöht den Wassergehalt der wässrigen Methanolphase in der ersten Stufe durch Wasserzugabe zum Kondensat und in der zweiten Stufe durch Wasserzugabe zum Gasstrom. Durch die Wasserzugabe zum Gasstrom in der zweiten Stufe tritt im Zuge der anschließenden Kondensatbildung und -abscheidung auch eine Methanolauswaschung aus dem Trockengas ein, so daß eine erhöhte Methanolmenge in der wässrigen Phase gesammelt wird. In der ersten Stufe mischt man das Wasser oder Wasser/Methanol-Gemisch dem Kondensat zwischen der Abscheidung und der Dreiphasentrennung zu. Auf diese Weise wird die Gleicpigewichtskonzentration des Methanols in der Kohlenwasserstoffphase herabgesetzt und eine schnellere Methanolentfernung aus dem Kohlenwasserstoff erreicht als wenn die schon gebildete Kohlenwasserstoffphase extrahiert würde. Das Zumischen des Wassers oder Wasser/Metha-
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nol-Gemisches zu dem Kondensat erfolgt zweckmäßigerweise durch eine Mischdüse oder dergl..
Zweckmäßigerweise düst man in der zweiten Stufe das Wasser oder Wasser/Methanol-Gemisch in den Gasstrom vor dessen Abkühlung ein. Das Wasser oder Wasser/Methanol-Gemisch wird im allgemeinen in flüssiger Form in dem Gasstrom fein -verteilt. Es ist aber auch möglich, das Wasser oder Wasser/Methanol-Gemisch dampfförmig mit dem Gasstrom zu vermischen.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen
Figur 1 ein schematisches Fließbild einer Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen "Verfahrens mit einstufiger Kondensatbildung und -abscheidung und
Figur 2 ein schematisches Fließbild einer Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit zweistufiger Kondensatbildung und -abscheidung.
Nach Figur 1 wird das von den Sonden kommende methanolhaltige feuchte Erdgas durch Leitung 10 angeliefert. Hach Entspannung auf etwa 100 bar wird durch eine Düse 11 Wasser/Methanol-Gemisch, dessen Herkunft weiter
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unter beschrieben ist, in die Rohrleitung 10 eingesprüht. Der Gasstom passiert dann einen Wärmeaustauscher 12, in dem er durch das durch Leitung 13 aus dem Abscheider abströmende trockene Gas vorgekühlt wird. Das Gas wird dann in dem Drosselventil 14 auf etwa 50 ^>ar entspannt. Dabei tritt eine weitere Abkühlung und eine Kondensation von flüssigen Kohlenwasserstoffen, Wasser und Methanol ein. Das von höheren Kohlenwasserstoffen, Wasser und Methanol weitgehend befreite Gas verläßt den Abscheider 15 durch Leitung 13 und wird z.B. als Heizgas an die Verbraucherleitung oder zur weiteren Behandlung abgegeben.
In dem Abscheider 15 trennt sich das Kondensat in eine Kohlenwasserstoffphase 15a und eine wässrige Methannolphase 15 · Das Kohlenwasserstoffkondensat wird durch Leitung 16 abgezogen. Die wässrige Methanolphase gelangt durch Leitung 17 zu einer Leitung 18, durch die ein Teil einer destillativen Methanolregenerationsanlage (nicht dargestellt) zugeführt wird. Ein anderer Teil der wässrigen Methanolphase gelangt durch Leitung 19 in einen Sammelbehälter 20, dem zwecks Einstellung des Wassergehaltes durch Leitung 21 Wasser zugesetzt werden kann. Das Gemisch wird dann aus dem Behälter 20 durch Leitung 22 zur Düse gepumpt.
Nach Figur 2 wird das von den Sonden kommende Erd- ·
gas durch Leitung 30 in dem Ventil 31 zunächst auf ca.
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110 bar entspannt. Infolge der dadurch, herbeigeführten Abkühlung fällt in dem anschließenden Vorabscheider 32 ein Kondensat an. Der Torabscheider 32 ist über die Rohrleitung 33 mit Ventil 34- an den Dreiphasenabscheider 35 angeschlossen, dem das Kondensat zufließt und in dem die Trennung des Kondensats in Gasphase, Kohlenwasserstoffphase und wässrige Methanolphase erfolgt.
Der Erdgasstrom aus dem Vorabscheider 32 gelangt durdiLeitung 40 zu dem Wärmeaustauscher 41, in dem er gegen das aus dem Abscheider 43 durch Leitung 44 abströmende kalte getrocknete Gas vorgekühlt wird. Abströmseitig des Wärmeaustauschers 41 liegt in der Rohrleitung
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ein Entspannungsventil, durch das das Gas auf ca. 50 bar entspannt und dementsprechend seine Temperatur weit unter 0 0C herabgesetzt wird, so daß weitere Kohlenwasserstoffe, Wasser und Methanol kondensieren. Das Kondensat trennt sich in dem Kaltabscheider 43 in eine obere Kohlenwasserstoffphase 43a, die durch Leitung 45 abgezogen wird, und eine untere wässrige Methanolphase 43 , die durch Leitung 46 abgezogen wird.
In dem Dreiphasenabscheider 35 tritt ebenfalls Trennung in eine Kohlenwasserstoffphase 35a, eine wässrige Methanolphase 35 und eine Gasphase 35C ein. Die Kohlenwasserstoffphase 35a wird durch Leitung 37 in den
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Kaltabscheider 43 geleitet. Die Gasphase 35 wird durch Leitung 38 mit dem Erdgasstrom in Leitung 40 nach dem Entspannungsventil 42 vereinigt. Die wässrige Methanolphase 35 aus dem Dreiphasenabscheider 35 gelangt durch Leitung 36 in eine Sammelleitung 39, der auch ein Teil der wässrigen Methanolphase 43 aus dem Kaltabscheider 43 durch Leitung 46 zugeführt wird. Der übrige Teil des wässrigen Methanols aus dem Kaltabscheider 43 wird durch Leitung 47 zur Düse 48 gepumpt, durch die es in den Erdgasstrom in Leitung 40 eingedüst wird. Das in der Leitung 39 gesammelte wässrige Methanol gelangt teilweise durch Leitung 49 zu einer Regenerationsanlage (nicht dargestellt), teilweise durch Leitung 50 zu einem Sammelbehälter 511 in dem der Vassergehalt des Gemisches durch Wasserzugabe durch Leitung 52 eingestellt wird. Das so eingestellte Gemisch wird durch Leitung 53 einer Düse 54- zugepumpt, durch die es in die Kondensatleitung 33 zwischen dem Vorabscheider 32 und dem Dreiphasenabscheider 35 eingeführt wird.
Vergleichsbeispiel
100 000 Nnr/h Erdgas, mit Wasserdampf gesättigt, dem als Hydratinhibitor und Trägerflüssigkeit für einen Korrosionsinhibitor 2 g Methanol/Hur zugesetzt sind, werden unter einem Druck von 150 bar und mit einer Temperatur von 25 0C angeliefert. Das Gas wird durch Wärme-
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austausch mit dem kalten getrockneten Gas und durch Entspannung auf 80 bar auf -15 0C abgekühlt. Dabei fallen insgesamt 7)62 t/h Kondensat an, die sich in 0,12 t/h Methanol/Wasser-Gemisch mit 74- Gew.-% Methanol und 7»5 t/h Kohlenwasserstoff-Kondensat mit 1,0 Gew.-% Methanol trennen. Den Kondensator/Abscheider verlassen 98 000 Έτ^/h. Trockengas mit 0,4- g/lTm^ Methanol.
Beispiel 1 (Figur 1)
100 000 Unr/h Erdgas, mit Wasserdampf gesättigt und 2 g Methanol pro ITm , werden unter einem Druck von 150 bar mit 25 0C angeliefert. In das Gas werden 515 kg/h eines Methanol/Vasser-Gemisches mit 40 Gew.-% Methanol eingedüst. Das Gas wird dann durch Wärmeaustausch mit dem kalten Trockengas und Entspannung auf 80 bar auf -15 0C abgekühlt. Dabei bilden sich 8,2 t/h Kondensat, die sich in 0,70 t/h wässriges Methanol mit 51 Gew.-% Methanol und 7,5 t/h methanolhaltiges Kohlen wasserstoff-Kondensat mit 0,3 Gew.-% Methanol trennen. Den Abscheider verlassen 98 000 FmVh Trockengas mit einem Rest-Methanolgehalt von 0,25
Beispiel 2 (Figur 2)
100 000 Nnrvh Erdgas, mit Wasserdampf gesättigt und einem Gehalt von 2 g Methanol/Nur, werden unter ei nem Druck von 150 bar mit 25 0C angeliefert. Das Gas
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wird in einer ersten Stufe auf 110 bar entspannt und kühlt sich dabei auf 9 0G ab. Dabei fallen 3,2 t/h Kondensat an. Dem Kondensat werden 0,4- t/h eines Methanol/Wasser-Gemisches mit 10 Gew.-% Methanol zugemischt. Nach der Phasentrennung erhält man 0,49 t/h wässriges Methanol mit einem Methanolgehalt von 40 Gew.-% und 3,2 t/h Kohlenwasserstoff-Kondensat mit einem Methanolgehalt von 0,3 Gew.-%.
In den nach der Kondensatabscheidung verbleibenden Gasstrom werden 200 kg/h Wasser/Methanol-Gemisch mit 40 Gew.-% Methanol eingedüst. Das Gas wird dann durch Wärmeaustausch mit dem kalten Trockengas und durch Entspannen auf 80 bar weiter auf -15 °C abgekühlt. Dabei fallen weitere 3,4 t/h Kondensat an. Den Abscheider verlassen 98 000 Nur/h Trockengas mit einem Methanolgehalt von 0,2 g/Nm*. Das Kondensat wird mit den 3,2 t/h Kohlenwasserstoff-Kondensat aus der ersten Stufe vereinigt. Nach der Phasentrennung erhält man 0,23 t/h wässriges Methanol mit einem Methanolgehalt von 40 Gew.-% und 6,5 t/h Kohlenwasserstoff-Kondensat mit einem Methanolgehalt von 0,2 Gew.-%. 0,3 t/h des angefallenen wässrigen Methanols werden dem Kondensat der ersten Stufe und dem aus der ersten Stufe abströmenden Gasstrom zugesetzt. Der Rest des wässrigen Methanols wird gereinigt und kann wieder als Hydratinhibitor oder Trägerflüssigkeit für Korrosionsinhibitor eingesetzt werden. 030012/0513

Claims (8)

  1. Davy Powergas GmbH
    Köln
    Verfahren zur Rückgewinnung von Methanol aus einem Gasstrom
    Patentansprüche
    • 1. Verfahren zur Rückgewinnung von Methanol aus einem feuchten Gasstrom, insbesondere einem Erdgasstrom, dem es z.B. als Hydratinhibitor oder als Trägerflüssigkeit eines Korrosionsinhibitors zugesetzt wurde, durch Abkühlung des Gasstroms, Kondensation und Abscheidung einer wässrigen Methanolphase und einer Methanol enthaltenden Kohlenwasserstoffphase aus dem Gasstrom und Abtrennung der Kondensate von dem Gasstrom, dadurch gekennzeichnet, daß man den Wassergehalt der wässrigen Methanolphase durch Zugabe von Wasser zum Gasstrom vor oder während der Kondensatabscheidung auf 50 bis 90 Gew.-% erhöht.
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  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Wasser in Form eines Wasser/Methanol-Gemisches
    mit einem solchen Wassergehalt und/oder in solcher Menge zusetzt, daß sich in der abgeschiedenen wässrigen Methanolphase ein
    Wassergehalt von 50 bis 90 Gew.-% einstellt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Teil der abgeschiedenen wässrigen
    Methanolphase zugibt.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kondensate aus dem Gasstrom zweistufig abscheidet und den Wassergehalt der Methanolphasen in beiden Stufen erhöht.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man dem aus der ersten Abscheidungsstufe ablaufenden Flüssigkeitsgemisch vor der Trennung der flüssigen Phasen Wasser mit einem Methanolgehalt von 0 bis 30 Gew«-% zusetzt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kondensate aus dem Gasstrom zweistufig abscheidet und den Wassergehalt der Methanolphase in der ersten Stufe durch Wasserzugabe zum Kondensat und in der zweiten Stufe durch Wasserzugabe zum Gasstrom erhöht.
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  7. 7· Verfahren nach, einem der Ansprüche 4- bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man in der ersten Stufe das Wasser oder Wasser/Methanol-Gemisch dem Kondensat zwischen der Abscheidung und der Dreiphasentrennung zumischt.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4- bis 7* dadurch gekennzeichnet, daß man in der zweiten Stufe das Wasser oder Wasser/Methanol-Gemisch in den Gasstrom vor dessen Abkühlung eindüst.
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