DE2840100A1 - Inverterschaltung - Google Patents
InverterschaltungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Inverterschaltkreise und ist besonders
für die Verwendung bei Inverterschaltkreisen geeignet, die bei
hohen Frequenzen zur Überleitung einer sehr hohen Leistung auf eine Last betrieben werden. Inverterschaltungen werden für Leistungsregelungen
zunehmend verwendet, da sie theoretisch in sehr v/irksamer Weise arbeiten; da jedoch allgemein eine Schutzbeschaltung
mit einem Widerstandselement notwendig ist, um den die Grundlage eines Inverterschaltkreises bildenden Schalter zu
schützen, wird trotzdem eine gewisse Energiemenge unnütz vergeudet. Diese unnütze Vergeudung von Energie steigt beträchtlich
an, wenn die Inverter bei höheren Gesamtleistungswerten und bei höheren Frequenzen arbeiten. Wie diese Verluste entstehen, wird
mit Bezug auf die Figur 1 der Zeichnung nachfolgend erklärt.
Nach Figur 1 ist ein herkömmlicher Inverter mit den Klemmen 1 und 2 an einer Leistungsquelle angeschlossen und besteht aus einem
Schalter S1, der in Reihe mit einer Last 3 an den Klemmen
1 und 2 anliegt. Ein Kondensator Cc ist in Reihe mit einem
Widerstand R geschaltet und beide liegen parallel zum Schalter S- . Eine Diode D,., liegt parallel zum Widerstand R^. Die Anwesenheit
des Kondensators Cc setzt die Gefahr herab, daß unbeabsichtigt
eine Vorwärtsspannung am Schalter S1 mit übermäßiger
Rate oder mit übermäßigem Ausmaß dann anliegt, wenn der Schalter entweder im nichtleitenden Zustand ist oder seinen Leitzustand
beendet. Eine solche übermäßige Wiederanlegung einer Vorwärtsspannung kann vom Reststrom in der Last herrühren, die sehr oft
einen induktiven Anteil enthält oder sie kann von unerwünschten Übergangs- oder Schaltwirkungen im System herrühren. Der Kondensator
setzt die Gefahr, daß der Schalter entweder zerstört oder zum unerwünschten Zeitpunkt leitend wird, herab und die Diode
D ist vorgesehen, um unerwünschte Resonanzschwingungen zu verhindern,
die sich beim Einschalten des Schalters S1 aufbauen,
wobei der Kondensator C0 sich über den Widerstand R entladen
kann. Die Diode D dient zusätzlich dazu, einen Stromrückfluß
unter diesen Umständen zu verhindern und sie läßt einen Vor-
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wärtsstrom fließen, um die Gefahr einer Wiederanlegung einer Vorwärtsspannung
am Schalter mit außerordentlicher Rate zu verhindern oder doch zu reduzieren. Wenn der Schalter S1 voll leitend
ist, wird die Diode D kurzgeschlossen.
Die im Kondensator Cc gespeicherte Energie steigt mit dem Kapazitätswert
des Kondensators und mit dem Quadrat der Spitzen-Aufladespannung, und so wird Energie vergeudet, wenn sich der Kondensator
durch den Widerstand R entlädt. Bei hoher Frequenz und bei hoher Leistung nimmt der sich ergebende Leistungsverlust im
Widerstand R bedeutende Werte an.
Es ist Ziel der Erfindung, einen Inverter mit geringen Leistungsverlusten zu schaffen.
Erfindungsgemäß enthält eine Inverterschaltung mit einem Schalter,
der periodisch zum Anlegen gepulster Leistung von einer Leistungsquelle an eine Last leitfähig gemacht wird und mit einer Reihenschaltung
aus einem Kondensator und einer Diode parallel zu dem Schalter einen weiteren mit dem Kondensator verbundenen Schalter,
der periodisch den Kondensator zur Rückgabe der durch ihn gespeicherten Energie an die Leistungsquelle entlädt.
Vorzugsweise ist in Reihe mit dem weiteren Schalter eine mit dem Kondensator einen Resonanzkreis bildende Induktivität vorgesehen.
Vorzugsweise ist in Kombination mit dem Kondensator eine Diode vorgesehen,
die eine Aufladung des Kondensators von der Leistungsquelle im Leitzustand des weiteren Schalters verhindert.
Alternativ kann der weitere Schalter so ausgebildet sein, daß er eine
Diode enthält, so daß er nur in einer Richtung leitet.
Vorzugsweise sind Einrichtungen zur Begrenzung der Aufladespitzenspannung
des Kondensators auf einen vorbestimmten Wert vorgesehen.
Typischerweise ist der vorbestimmte Wert zweimal so groß wie die
durch die Leistungsquelle zur Verfügung gestellte Spannung.
Die Erfindung wird nachfolgend beispielsweise anhand der Zeichnung
näher erläutert; in der Zeichnung zeigt:
Figur 1 eine bekannte Inverterschaltung,
Figur 2 eine erfindungsgemäße Inverterschaltung,
Figur 3 eine Abwandlung der erfindungsgemäßen Inverterschaltung und
Figur 4 eine weitere Abwandlung der erfindungsgemäßen Inverterschaltung.
Nach Figur 2 sind die Klemmen 1 und 2 in gleicher Weise wie in Figur 1 mit einer Leistungsquelle verbunden. Zwischen die beiden
Klemmen ist ein Versorgungskondensator C geschaltet. Eine Last 3 und ein Schalter S1 liegen in Reihe an den Klemmen 1 und 2 und
eine Diode D„ und ein Kondensator Ca sind in Reihe geschaltet und
bilden einen Parallelweg zum Schalter S1- Eine weitere Diode
D , eine Induktivität L und ein Schalter Sn liegen in Reihe ·
zwischen dem Verbindungspunkt zwischen Diode D und Kondensator C sowie der Klemme 1. Eine Spannungs-Begrenzungsschaltung besteht
aus einem Abstimmtransformator mit enger Kopplung T und einer Diode
D ; sie liegt gleichfalls zwischen den Klemmen 1 und 2, wobei die Sekundärwicklung des Transformators T parallel zur Last 3 liegt.
Während des normalen Betriebs des Inverters wird der Schalter S1 periodisch mit der Impulswiederholungsrate des Inverters geschlossen
und bleibt während des Anteils der Impulswiederholungszeit geschlossen, die nötig ist, um der Last 3 die erforderliche
pulsierende Leistung zuzuführen. Der weitere Schalter S_ wird mit
κ.
der gleichen Impulswiederholungsfrequenz wie der Schalter 1 leitend
gemacht und er kann mit der gleichen Schaltdauer leitfähig bleiben wie Schalter S1, er kann jedoch auch andere Einschaltdauer innerhalb
der Einschaltzeit des Schalters S1 besitzen. Der Transformator T
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stellt sicher, daß während der Trennzeit oder Unterbrechungszeit
des Schalters S1 der Kondensator C sich zur doppelten Versorgungsspannung
auflädt. Wenn der Schalter Sn geschlossen ist, fließt in den aus dem Kondensator C„, der Diode D , der Induk-
o K
tivität L und dem weiteren Schalter SD bestehenden Resonanzschaltung
ein Strom von der Form einer halben Sinuswelle. Wenn der Resonanzschaltkreis verlustlos ist, entlädt sich der Kondensator
Cq exakt auf die Spannung O und die gesamte in ihm gespeicherte
Energie wird an den Versorgungskondensator C zurückgeführt. Im praktischen Betrieb kann es vorkommen, daß die Entladung
nicht vollständig verlustlos ist und in diesem Falle behält der Kondensator Cc eine kleine Restladung. Wenn die Restladung
unannehmbar hoch ist, kann die Anfangsspannung, auf die der Kondensator C sich auflädt, durch Veränderung des Windungs-Verhältnisses
des Transformators T eingestellt werden. Der Wert der Induktivität Ln wird so ausgewählt, daß die Zeit, innerhalb
der die Entladung des Kondensators C vollständig erfolgt, nicht
größer als die Mindest-Leitzeit des Schalters S1 ist. Die Diode
D verhindert eine Wiederaufladung des Kondensators C aus der
Versorgungsquelle. Die Diode Dn ist in Figur 2 als getrenntes
Schaltelement gezeichnet; sie kann jedoch auch in dem Schalter Sn aufgenommen sein, wenn dieser ein nur in einer Richtung lei-
tender Schalter ist. In diesem Fall kann die Diode Dn weggelassen
werden.
Der Abstimmtransformator T in Figur 2 dient zur Begrenzung der maximalen Aufladespannung des Kondensators Cc auf die zweifache
Spannung der Leistungsquelle in bekannter Weise. Alternative Verfahren zur Begrenzung der Ladespannung des Kondensators C
auf einen vorbestimmten Wert sind bekannt; beispielsweise kann statt des Transformators T und der Diode D kann eine weitere
Diode zwischen dem Verbindungspunkt zwischen Diode D und Kondensator
Cc und einer weiteren Versorgungsquelle mit dem doppelten
Spannungswert der an den Klemmen 1 und 2 anliegenden Versorgungsquelle geschaltet werden.
Bei Hochleistungsinvertern kann es erforderlich sein, daß mehr als ein Hauptschalter S1 vorgesehen wird, und in diesem Fall
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wird jeder Schalter mit einem eigenen Kondensator C„ versehen,
so daß jeder Schalter geschützt ist. Eine derartige Beschaltung ist in Figur 3 dargestellt, wobei eine gemeinsame Energie-Rückführschaltung
verwendet ist. Die Schalter S-, S2 und S3 sind
jeweils mit den Kondensatoren Cq1; Cq~; Cq3 und den Diodenpaaren
0SV DR1; DS2' DR2? DS3' DR3 ^schaltet. Die Dioden DR1 ^ DR2 und
D_ sind gemeinsam mit einer Induktivität Ln verbunden, die über
KJ K
einen weiteren Schalter Sn an der Leistungsversorgung und dem
rv
Leistungsversorgungskondensator C liegt. In diesem Fall sind die Dioden Dn., D2 und Dn-. erforderlich, und es können soviele zusätzliche
Stufen wie notwendig vorgesehen werden, wenn alle Kondensatoren gleichzeitig entladen werden.
Es ist möglich, Hochleistungsinverterschaltungen mit in Reihe angeordneten Schaltern in Einfach- oder Brückenform auszurüsten,
und in diesem Fall können Dioden-Begrenzungsanordnungen nach Figur 4 vorteilhafterweise verwendet werden, um die Ladespitzenspannung
des Kondensators C„ zu bestimmen. In Figur 4 lädt sich
der Kondensator Cq1 bis zur Spannung der negativen Versorgungsleitung
und ein Kondensator Cq2 bis zur Spannung der positiven
Versorgungsleitung auf, und es ist zu sehen, daß keine zusätzlichen Versorgungsleitungen oder Begrenzungs-Transformatoren ■
nötig sind. Die Kondensatoren Cq1 und D ~ werden durch verlustlose
Resonanz mit einer gemeinsamen Induktivität Ln entladen,
die, wie gezeigt, in Reihe mit einem weiteren Schalter S0 liegt,
so daß die in den Kondensatoren gespeicherte Energie an den Versorgungskondensator
C zurückgeführt wird. Die in der dargestellten Weise in Reihe mit der Induktivität L0 geschaltete Diode Dn kann,
wie bereits erwähnt, weggelassen werden, wenn der Schalter Sn ein
nur in einer Richtung leitfähiger Schalter ist.
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Claims (5)
1.J Inverterschaltung mit einem zur übergabe von gepulster
Leistung von einer Leistungsquelle an eine Last periodisch in den leitenden Zustand versetzten Schalter und
mit einer parallel zum Schalter liegenden Reihenschaltung einer Diode und eines Kondensators, dadurch g e kennzeichnet
, daß mit dem Kondensator (C0) ein weiterer Schalter (S_) gekoppelt ist, durch den der
Kondensator periodisch zur Rückleitung der in ihm gespeicherten Energie an die Leistungsquelle periodisch
entladbar ist.
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2. Inverterschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit dem weiteren Schalter
(Sn) eine mit dem Kondensator (C0) einen Resonanzkreis bil-
K b
dende Induktivität (L0) vorgesehen ist.
3. Inverterschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß in Kombination mit dem Kondensator
(C„) eine die Aufladung des Kondensators durch die Leistungsquelle im Leitzustand des weiteren Schalters (Sn)
verhindernde Diode (Dn) vorgesehen ist.
JK
4. Inverterschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß eine Einrichtung
(T, D) zur Begrenzung der Spitzen-Ladespannung des Kondensators auf einen-vorbestimmten Wert vorgesehen ist.
5. Inverterschaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der vorbestimmte Wert der doppelte
Spannungswert der Leistungsquelle ist.
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