DE2739995B2 - Etikettiermaschine, insbesondere für Flaschen - Google Patents
Etikettiermaschine, insbesondere für FlaschenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65C—LABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
- B65C9/00—Details of labelling machines or apparatus
- B65C9/08—Label feeding
- B65C9/12—Removing separate labels from stacks
- B65C9/16—Removing separate labels from stacks by wetting devices
Landscapes
- Labeling Devices (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Etikettiermaschine, insbesondere für Flaschen, mit einem sich drehenden
Träger, auf dem exzentrisch mindestens ein Entnahmeelement mit nach außen gewölbter Aufnahmefläche für
Etiketten drehbar gelagert ist, und mit einem Antrieb für jedes Entnahmeelement, der aus einem feststehenden
Sonnenrad und einem mit dem Sonnenrad kämmenden und gegenüber dem Sonnenrad axial verschiebbaren,
über ein kurvengesteuertes Ausgleichsgetriebe mit der Antriebsspindel des Entnahmeelementes gekuppelten
Ritzel besteht.
Bei einer bekannten Etikettiermaschine dieser Art (DE-OS 23 25 244) besteht das Ausgleichsgetriebe aus
einem Steilgewinde zwischen dem Ritzel und der Antriebsspindel des Entnahmeelementes. Die Kurvensteuerung für das Ausgleichsgetriebe besteht aus einer
axialen Nutenkurve, in der ein als Rolle ausgebildetes Abtastorgan geführt ist. Das kurvengesteuerte Ausgleichsgetriebe bewirkt, daß bei konstanter Winkelgeschwindigkeit des Trägers die vom Planetengetriebe
ausgehende konstante Winkelgeschwindigkeit überlagert wird von der durch Axialverschiebung des Ritzels
auf dem Steilgewinde ausgehenden Winkelgeschwindigkeit, so daß die Drehbewegung des Entnahmeelementes
nicht gleichförmig sondern beschleunigt oder verzögert erfolgt. Diese Beschleunigung und Verzögerung des
Entnahmeelementes ist erforderlich, um an den verschiedenen Stationen der Etikettiermaschine, wie
Etikettenkasten, Leimwalze und Etikettierzylinder, eine vollständige Abwälzung der zylindrisch gekrümmten
Aufnahmefläche des zwischen dem Krümmungsmittelpunkt und der Aufnahmefläche gelagerten Entnahmeelementes zu erhalten.
Die angestrebte vollständige Abwälzung des Entnahmeelementes am Etikettenstapel und insbesondere die
Abwälzung der Entnahmeelemente bei der Übergabe der Etiketten an den Etikettierzylinder hängt von dem
konstruktion- und fertigungsbedingten Spiel des Steilgewindes ab. Im Laufe des Betriebes kann sich das
Spiel derart vergrößern, daß eine ausreichende Abwälzung, insbesondere bei hohen Leistungen, nicht
mehr gewährleistet ist
Bei einem bekannten Schraubengetriebe (DE-PA F 11 107 ll/63c) stehen Spindel und Mutter über ein die
Gewindegänge der Spindel und die Gewindegänge der Mutter eingreifende Kugeln miteinander in Eingriff. Um
axiales Spiel ausgleichen zu können, ist die Mutter zweigeteilt, so daß die beiden Hälften axial gegeneinander verschoben werden können. Bei einem solchen
Getriebe haben die Rollkreise der Kugeln auf der Spindel und auf der Mutter einen unterschiedlichen
Radius. Das bedeutet, daß die Kugeln und die Gewindegänge nicht vollständig aufeinander abrollen,
sondern teilweise aufeinander gleiten. Solange solche Getriebe nicht für besonders hohe Belastungen und
häufige Lastwechsel eingesetzt werden, wirkt sich dieser Nachteil auf den Verschleiß nicht besonders stark
aus. Bei Etikettiermaschinen, bei denen bei drei Stationen (Leimwalze, Etikettenstapel, Etikettierzylinder) mit je zwei Lastwechsel pro Spindelhub und einen
zwischengeschalteten Anpassungshub an der Spindel aber bei einer geforderten Lebensdauer von 5000
Betriebsstunden und einer Leistung von 15 bis 20 000 Etikettierungen pro Entnahmeelement pro Stunde bis
zu 800 Millionen Lastwechsel auftreten, läßt sich ein solches Schraubengetriebe nicht einsetzen. Nach kürzester Zeit würde der auftretende Verschleiß zu einem
Spiel führen, bei dem eine ausreichende Abwälzung des Entnahmeelementes an den einzelnen Stationen nicht
mehr gewährleistet ist
Bei einem anderen bekannten Schraubengetriebe (DE-AS 16 25 067) trägt die Spindel eine Stegkurve und
das längs der Spindel zu bewegende Teil zwei axial versetzte, an der Stegkurve anliegende Rollen. Zur
Beseitigung eines möglichen axialen Spiels zwischen der Stegkurve und den Rollen können die exzentrisch
gelagerten Rollen mit dem Exzenter versetzt werden. Mit dieser exzentrischen Versetzung geraten die Rollen
aber auch aus den Bereich ihres optimalen Rollkreises mit der Stegkurve. Dies hat einen erhöhten Verschleiß
zur Folge.
Endlich ist noch ein Steilgewinde zum Umsetzen einer axialen Bewegung in eine Drehbewegung bekannt
(DE-AS 10 72 920), das aus einer auf einer Welle sitzenden Büchse und einem die Büchse umgebenden
Halter besteht, in dem in Aussparungen Rollen mit geringem Spiel ruhen. Die aus den Aussparungen
herausragenden Enden der Rollen greifen in eine schraubenförmig verlaufende Nutkurve der Büchse ein.
Da die Rollen nichts anderes als Kulissensteine sind, unterliegen sie einem erhöhten Verschleiß und der
Gefahr, daß sie sich bei Belastung verkanten. Mit einem solchen Stellgetriebe ist es nicht möglich, die für ein
exaktes Abwälzen der Entnahmeelemente in einer Etikettiermaschine hohen Genauigkeiten zu erreichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Etikettiermaschine der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei der der Verschleiß des Ausgleichsgetriebes gering ist und fertigungs- und verschleißbedingtes Spiel
beseitigt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Ritzel zwei gegenüberliegende, sich jeweils nur
über einen Teil des Spindelumfangs erstreckende Kurvenstücke mit Steigung trägt, denen jeweils eines
von zwei diametral gegenüberliegenden, als an der Antriebsspindel drehbar gelagerte Rollenkörper ausgebildeten Abtastorganen zugeordnet ist und deren
Abstand voneinander derart einstellbar ist, daß vorhandenes Spiel zwischen ihnen und den Abtastorganen
beseitigt werden kann.
Bei der erfindungsgemäßen Etikettiermaschine wirkt jeder Rollenkörper immer nur mit einem Kurvenstück
zusammen. Bei einem Lastwechsel kann sich die in einer bestimmten Drehrichtung drehende Rolle weiterdrehen,
da sie von dem zugehörigen Kurvenstück entlastet wird. Dadurch wird der Verschleiß auf ein Minimum
hirabgesetzt Da die Rolle sich bei einem Lastwechsel in derselben Drehrichtung weiter dreht, braucht sie bei
einem erneuten Lastwechsel nicht von Null beschleunigt zu werden. Auch dieser Effekt wirkt sich verschleißmindernd
aus. Dieser geringe Verschleiß ermöglicht ein exaktes Etikettieren während der gesamten Standzeit
(z. B. 5000 Betriebsstunden, während denen knapp eine Milliarde Lastwechsel auftreten). Verschleißmindernd
wirkt sich ferner aus, daß die Rollen gegenüberliegend angeordnet sind und ihre Lage für die Spielbeseitigung
nicht verändert werden muß. Die Rollen behalten also in Bezug auf die Kurvenstücke ihre optimale Anordnung.
Da der Verschleiß gering ist und die für die Beschleunigung und Verzögerung der Entnahmeelemente
benötigte Zusatz-Drehbewegung kleine Ausmaße hat, kann die gegenüberliegende Anordnung der
Rollenkörper bei entsprechend kurzen Kurvenstücken gewählt werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher
erläutert Im einzelnen zeigt
F i g. 1 eine Etikettiermaschine in Aufsicht und schematischer Darstellung,
Fig.2 einen Axialschnitt durch ein Entnahmeelement,
Fig.3 den Antrieb und die Kurvensteuerung des
Entnahmeelementes gemäß F i g. 2 im Axialschnitt und vergrößerter Darstellung,
Fig.4 einen Ausschnitt aus Fig.3 aus der Sicht des
Pfeils A.
Die in der Zeichnung dargestellte Etikettiermaschine weist als Träger eine obere kreisförmige Platte 1 und
eine untere kreisförmige Platte 2 auf, in denen exzentrisch für Entnahmeelemente 3,4,5 Antriebsspindeln
6, 7,8 drehbar gelagert sind. Die Antriebsspindeln 6—8 sind symmetrisch zu den zylindrisch gekrümmten
Aufnahmeflächen 9,10,11 und zwischen den Aufnahmeflächen
9, 10, 11 und deren Krümmungsmittelpunkt angeordnet. Tangential an den von den Aufnahmeflächen
die verschiedenen Stationen, und zwar eine rotierende Beleimungswalze 13, ein feststehender
Etikettenstapel 14 mit ebener Vorderseite und ein rotierender Etikettierzylinder 15 angeordnet.
Als Antrieb der Entnahmeelemente 3, 4, 5 dient ein feststehendes Sonnenrad 16, mit dem auf den Antriebsspindeln 6, 7, 8 angeordnete Ritzel 17, 18, 19 kämmen.
Bei Drehung des Trägers 1,2 in Richtung des Pfeiles P\ drehen sich also die Entnahmeelemente 3, 4, 5 in
Richtung des Pfeiles Pi, und damit gegensinnig zum Träger 1, 2 und gegensinnig zu der Leimwalze 13 und
dem Etikettierzylinder 15. Jede Antriebsspindel 6 ist über eine in der oberen Platte 1 eingesetzte büchse mit
einem Lager 22 und in der unteren Platte 2 mit Lagern 23 drehbar aber axial unverschieblich gehalten. Der
Ständer 24 der Etikettiermaschine trägt ein ortsfestes, ringförmiges Bauteil 25, das im oberen Bereich
innenseitig das feststehende Sonnenrad 16 und im unteren Bereich außenseitig eine ringförmige Stegkurve
26 trägt Die Stegkurve 26 wird auf ihren beiden Stirnseiten von einem Paar Rollen 27,28 abgetastet, die
in einem Lagerbock 29 in einsteilbaren Exzenterlagern gehalten sind. Der Lagerbock 29 ist auf einem auf der
Antriebsspindel 6 drehbar gelagerten Teil 30 dadurch axial unverschieblich gehalten, daß er mit ehern Steg 31
zwischen zwei Axiallagern 32, 33 eingespannt ist Bei
einer durch die Stegkurve 26 bewirkten Axialverstellung des Lagerbockes 29 wird also auch das Teil 30 auf
der Spindel 6 axial verschoben.
An dem Teil 30 ist im oberen Bereich drehfest das mit dem Sonnenrad 16 kämmende Ritzel 17 befestigt. Das
Ritzel 17 ist senkrecht zu seiner Achse zweigeteilt so daß beide Teile gegeneinander verdrehbar sind. Diese
Verdreh- und Verspannmöglichkeit erlaubt es, ein Spiel zwischen den Zahnflanken des Sonnenrades 16 und
denen des Ritzels 17 zu Null zu machen.
Das Teil 30 weist wie am besten aus Fig.4 zu ersehen ist, auf zur Antriebsspindel 6 gegenüberliegenden
Seiten einander zugekehrte Kurvenstücke 34, 35 mit Steigung auf. Der das obere Kurvenstück 34
tragende Teil 30a ist mit dem das untere Kurvenstück 35 tragenden Teil 306 mittels Schraubenbolzen 36 nach Art
eines Schulterflansches verspannt In dem oberen Teil 30a sind Langlöcher vorgesehen, so daß der obere Teil
30ü gegenüber dem unteren Teil 306 verdrehbar ist Durch dieses gegenseitige Verdrehen kann der Abstand
zwischen den beiden Kurvenstücken 34, 35 eingestellt werden. Mit jedem dieser beiden Kurvenstücke 34, 35
wirkt jeweils eine Rolle 37, 38 zusammen, die auf einer die Antriebsspindel 6 durchsetzenden Achse 39 gelagert
sind.
Bei Drehung des Trägers 1, 2 wird das Ritzel 17 gedreht Das Ritzel 17 versetzt das Bauteil 30 in
Drehung, das über die Kurvenstücke 34, 35 und die Rollen 37, 38 das Drehmoment an die Spindel 6
überträgt. Solange die Kurvensteuerung 26—28 das Bauteil 30 nicht axial verschiebt, verändern die Rollen
37,38 ihre Lage auf den Kurvenstücken 34,35 nicht. Bei
Drehung des Trägers 1, 2 mit konstanter Winkelgeschwindigkeit erfolgt demnach auch die Drehung der
Entnahmeelemente mit konstanter Winkelgeschwindigkeit Wenn jedoch durch die Kurvensteuerung 26—28
das Bauteil 30 axial verschoben wird, wirkt sich das in einer Verlagerung der Rollen 37, 38 auf den
Kurvenstücken 34, 35 und damit in einer Beschleunigung bzw. Verzögerung der von dem Ritzel 17
ausgehenden Drehbewegung aus.
Der Antrieb und die Kurvensteuerung können bei der erfindungsgemäßen Etikettiermaschine spielfrei eingestellt
werden. Wie bereits erläutert, erfolgt das einmal durch Verdrehung der beiden Kurvenstücke 34,35, zum
anderen durch Verdrehung der Exzenterlager der Rollen 27, 28. Spiel zwischen dem Sonnenrad 16 und
dem Ritzel 17 kann durch Verdrehen der beiden Ritzelteile gegeneinander zu Null gemacht werden und
ein Spiel des Lagerbockes 29 gegenüber dem Bauteil 30 durch Verspannen des Steges 31 auf dem Teil 30.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Etikettiermaschine, insbesondere für Flaschen, mit einem sich drehenden Träger, auf dem exzentrisch mindestens ein Entnahmeelement mit nach außen gewölbter Aufnahmefläche für Etiketten drehbar gelagert ist, und mit einem Antrieb für jedes Entnahmeelement, der aus einem feststehenden Sonnenrad und einem mit dem Sonnenrad kämmenden und gegenüber dem Sonnenrad axial verschieb- :·, baren, über ein kurvengesteuertes Ausgleichsgetriebe mit der Antriebsspindel des Entnahmeelementes gekuppelten Ritzel besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das Ritzel (17) zwei gegenüberliegende, sich jeweils nur über einen Teil des ; Spindelumfanges erstreckende Kurvenstücke (34, 35) mit Steigung trägt, denen jeweils eines von zwei diametral gegenüberliegenden, als an der Antrjebsspindel (6) drehbar gelagerte Rollenkörper ausgebildeten Abtastorganen (37, 38) zugeordnet ist, und ν deren Abstand voneinander derart einstellbar ist, daß vorhandenes Spiel zwischen ihnen und den Abtastorganen (37,38) beseitigt werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772739995 DE2739995C3 (de) | 1977-09-06 | 1977-09-06 | Etikettiermaschine, insbesondere für Flaschen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772739995 DE2739995C3 (de) | 1977-09-06 | 1977-09-06 | Etikettiermaschine, insbesondere für Flaschen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2739995A1 DE2739995A1 (de) | 1979-03-15 |
| DE2739995B2 true DE2739995B2 (de) | 1979-07-19 |
| DE2739995C3 DE2739995C3 (de) | 1980-04-10 |
Family
ID=6018186
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772739995 Expired DE2739995C3 (de) | 1977-09-06 | 1977-09-06 | Etikettiermaschine, insbesondere für Flaschen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2739995C3 (de) |
-
1977
- 1977-09-06 DE DE19772739995 patent/DE2739995C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2739995C3 (de) | 1980-04-10 |
| DE2739995A1 (de) | 1979-03-15 |
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Legal Events
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: JAGENBERG AG, 4000 DUESSELDORF, DE |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |