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DE2739649A1 - Verfahren und vorrichtung zum behandeln von histologischen gewebeproben - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum behandeln von histologischen gewebeproben

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Publication number
DE2739649A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
container
tissue samples
vacuum
treatment
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19772739649
Other languages
English (en)
Inventor
Carlo Edward Cuomo
Nevitt Miti Louder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Honeywell International Inc
Original Assignee
Fisher Scientific Co LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fisher Scientific Co LLC filed Critical Fisher Scientific Co LLC
Publication of DE2739649A1 publication Critical patent/DE2739649A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N1/00Sampling; Preparing specimens for investigation
    • G01N1/28Preparing specimens for investigation including physical details of (bio-)chemical methods covered elsewhere, e.g. G01N33/50, C12Q
    • G01N1/36Embedding or analogous mounting of samples
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N1/00Sampling; Preparing specimens for investigation
    • G01N1/28Preparing specimens for investigation including physical details of (bio-)chemical methods covered elsewhere, e.g. G01N33/50, C12Q
    • G01N1/30Staining; Impregnating ; Fixation; Dehydration; Multistep processes for preparing samples of tissue, cell or nucleic acid material and the like for analysis
    • G01N1/31Apparatus therefor

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  • Molecular Biology (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)
  • Automatic Analysis And Handling Materials Therefor (AREA)

Description

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Anmelder:
Fisher Scientific Company
711 Forbetj Avenue
Pittsburgh, Pennsylvania 15219/U.S.A.
Titel:
Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von histologischen Gewebeproben
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DR. INO. K. WITKNTIIOFK PH.K. ν. ΓKCHMANN DK. INU. I). »KIIKKNS I)IIM.. IN«. Ii. (J(IKTZ PATENTANWÄLTE
8OCM< MÜNCIIKN OO .SCJIWEIUKIfSTItAKNK 3 TCLBPON (080) 00 20 51 TELKX 9 24 070
ΤΚΙ,ΕΟΗΑΜΜΒ 1
I'RÜTKOTPITKNT MÜNCIBW
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Beschreibung
Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von histologisehen Gewebeproben
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Behandeln von hi Biologischen Gewebeproben.
Vor dem Schneiden, Präparieren und Färben einer Gewebeprobe im Hinblick auf ihre mikroskopische Untersuchung in einem Laboratorium wird eine histologische Gewebeprobe in entsprechender Reihenfolge einer Behandlung mit Fixier-, Entwässerungs-, Heinigungs- und Einbettungsmitteln unterworfen. In einem üblichen Behandlungsvorgang werden Gewebeproben der Einwirkung (1) eines Fixiermittels ausgesetzt, das bevorzugt eine iO#ige Formalinlösung in Wasser enthält, (2) eines Entwässerungsmittels, das, bei einer Mehrzahl von Stufen, zunehmende Konzentrationen aufweist, z.B. 80- bis 100#iger denaturierter Alkohol, (3) eines Reinigungsmittels, das Xylol oder Toluol aufweist, die in Wachs und Alkohol löslich sind, und (4) eines entsprechenden Einbettungsmittels, z.B. eines Paraffinwachses.
Bestehende Varichtungen zum Ausführen der vorstehend angegebenen Behandlungsschritte weisen kreisförmig angeordnete Reagensbäder und einen Schlitten auf, der einen Gewebeproben enthaltenden durchlöcherten Korb in und aus den Bädern und
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schließlich in geschmolzenes Paraffin transportiert. Ein Nachteil einer solchen Vorrichtung ist, daß der Schlitten von elektrisch betätigten mechanischen Vorrichtungen angetrieben wird. Bei Stromausfall oder/und mechanischer Störung kann sich dadurch, daß Gewebeproben der Atmosphäre genügend lang ausgesetzt sind, so daß sie austrocknen können, der Verlust der gesamten Gewebeprobencharge ergeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dem abzuhelfen.
Eine Vorrichtung und ein Verfahren, die diese Aufgabe lösen, sind in den beigefügten Ansprüchen gekennzeichnet.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Vorrichtungen hat die Vorrichtung zum Behandeln von/ee#ißeßr%Sinefiach der Erfindung einen einzigen Behälter zum Aufnehmen von zu behandelnden Gewebeproben, eine Einrichtung, mit der sich die Gewebeproben der Einwirkung von Behandlungsagenzien oder -fluiden im Behälter selektiv aussetzen lassen, und eine Einrichtung, die die Art von Behandlungsfluiden, denen die Gewebeproben ausgesetzt werden, und die Dauer der Behandlung zu steuern vermag.
Das Verfahren zum Behandeln solcher Proben unter Verwendung der Vorrichtung nach der Erfindung bildet ebenfalle Teil der Erfindung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Behandeln von Gewebeproben hat eine druck ge steuerte Einrichtung zum Steuern des Flüssigkeitsstromes in und aus dem Behälter mit einer Vakuumquelle für die Kammer, einer Ventileinrichtung sum Steuern des Flüssigkeitsstromes in die Kammer und eine Steuereinrichtung, z.B. ein Diaphragma und eine Steuerschaltung, die auf den in die Kammer eingeleiteten Druck anspricht, um die Betätigung der Vakuumquelle und der Ventileinrichtung zu steuern.
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Der die Qewebeproben aufnehmende Behälter läßt sich gegen die Atmosphäre dicht abschließen. Er hat, bei einer bevorzugten Aueführungsform, eine gemeinsame Öffnung für Einlaß und Freifallablaß. Es ist weiterhin ein Rührwerk vorhanden, das vorzugsweise magnetisch antreibbar ist. Mit dem Behälter und anderen Bauteilen sind zum Beheizen derselben entsprechende Heizeinrichtungen, z.B. elektrische Widerstands-Heizbänder, verbunden.
Gegenüber herkömmlichen Vorrichtungen weist die Vorrichtung nach der Erfindung zum Behandeln von histologischen Qewebeproben eine Reihe von bedeutsamen Vorteilen auf. Die Vorrichtung nach der Erfindung weist eine erhöhte Kapazität auf. Während herkömmliche Vorrichtungen im allgemeinen zwischen 35 und 100 Gewebeproben aufnehmen, beträgt die Kapazität bei der Vorrichtung nach der Erfindung etwa 105 bis 300 Gewebeproben oder das 2- bis 3fache der bisherigen Kapazität. Bei und entsprechend dem Bedarf gestattet die Vorrichtung nach der Erfindung das Anwenden von gesteuertem Vakuum in den Lösungsmittelbädern und/oder im Paraffinwachs-Tränkbad. Über diese Möglichkeit verfügten herkömmliche Vorrichtungen zum Behandeln von Gewebeproben nicht. In ähnlicher Weise kann in der Vorrichtung nach der Erfindung das Lösungsmittel bei Bedarf gesteuert erwärmt werden, und dann nur in der Gewebeprobenkammer. Dies war bei herkömmlichen Vorrichtungen nicht möglich. In alle automatische Heizkreise können Sieherheitsthermostate eingebaut sein.
Das in der Vorrichtung nach der Erfindung verwendete Behandlungssystem kann vollkommen geschlossen ausgeführt sein. Daher besteht keine Möglichkeit, daß durch elektrischen Stromausfall oder mechanische Störung Gewebe zerstört wird. Auch ist die Bedienungsperson nicht während langer Zeitspannen schädlichen Stoffen ausgesetzt. Bei der Anwendung von automatischer Steuerung des Behandlungssystems erlaubt es die Vorrichtung nach der Erfindung, ein oder mehrere Lösungemittel zu wählen oder nicht anzuwenden, ohne daß
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die Lösungsmittel aus der Vorrichtung körperlich entfernt werden. Diese Wahlmöglichkeit steht bei bekannten handelsüblichen Vorrichtungen zum Behandeln von Gewebeproben nicht zur Verfügung.
Der Beginn der Behandlung von Gewebeproben kann bei der Vorrichtung nach der Erfindung mit einer beträchtlichen Zeitdauer von z.B. vorzugsweise bis zu 60 Stunden verzögert werden. Auch kann jede der Stationen für die Behandlung mit Lösungsmitteln individuell zeitlich programmiert werden, vorzugsweise für Zeitspannen bis zu vier Stunden. Es ist nicht notwendig, daß die Vorrichtung am Ende eines Behandlungszyklus von einer Bedienungsperson bedient wird. Das Entnehmen der Gewebeproben aus dem letzten Bad geschieht ausschließlich auf manuellen Befehl. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird jeder wichtige Betriebszustand durch eine Anzeigeleuchte oder ein Skalenanzeigegerät angezeigt, die bzw. das an Festkörper-Programm- und -Steuerschaltungen für die Vorrichtung angeschlossen ist.
Ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen mit weiteren Einzelheiten erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung einer Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 ein Blockbild zur Erläuterung der Steuerung der Vorrichtung nach der Erfindung und
Fig. 3 ein Verdrahtungsplan, der für die Erläuterung der in Fig. 2 dargestellten Bedienungstafel nützlich ist.
Die Vorrichtung zum Behandeln von Gewebeproben nach der Erfindung erlaubt das automatische Behandeln von hiBiologischen Gewebeproben mittels Fixier-, Entwässerungs-, Eeinigungs- und Einbettungsmitteln. Gemäß Fig. 1 sind Gewebeproben 10 in Form von Gewebekapseln regellos in
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einen durchlöcherten Korb 12 für Gewebeproben eingesetzt, und der Korb 12 ist in einem Behälter 14 für Gewebeproben angeordnet. Der Behälter 14 ist mit einem Deckel 16 dicht verschlossen. Zur Sicherstellung eines vakuumdichten Sitzes kann eine einfache O-Ring-Dichtung verwendet sein.
Der Behälter 14 ist über ein Leitungssystem mit einer Vakuumpumpe 18, einem Vakuummeter 20 und einem Vakuumauslaßventil 22 verbunden. Für den Behälter 14 ist eine Heizvorrichtung 24 vorhanden, die beim gezeigten Beispiel als Heizband ausgebildet ist. Im Boden des Behälters 14 ist eine Ein- und Ablaßöffnung 26 angeordnet, die über einen Ventilblock 28 mit durch Elektromagnete betätigten Ventilen 30, 32 und 34 mit einem ersten Paraffinbad 36, einer Vielzahl von Lösungsmittelbädern 38a, 38b, 38c und mit einem zweiten Paraffinbad 40 in Fluidverbindung steht.
Jedes Lösungsmittelbad 38a, 38b, 38c ... hat über ein Drehschieberventil 42 Fluidverbindung mit dem Ventil 32 für Lösungsmittel. Das Drehschieberventil 42 ist ein Vielfach-Anschluß-Ventil mit einer gemeinsamen Öffnung 43, die an beispielsweise zwölf wählbare Öffnungen 44a, 44b, 44c ... nacheinander anschließbar ist. Vorzugsweise erstrecken sich die wählbaren Öffnungen 44a, 44b, 44c ... radial in einem feststehenden Ventilgehäuse und sind mit der gemeinsamen Öffnung 43 durch einen Drehschieber verbindbar. Beispielsweise zehn der Öffnungen 44a, 44b, 44c sind über Leitungssysteme mit zehn Lösungsmittelbädern 38a, 38b, 38c ... verbunden und eine verbleibende Öffnung 44 ist zum Durchspülen über ein Leitungssystem an eine nicht gezeichnete Armatur angeschlossen. Bei geöffnetem Ventil 32 für Lösungsmittel sind der Behälter 14 und die darin enthaltenen Gewebeproben 10 mit einem der zehn Lösungsmittelbäder 38a, 38b, 38c ... verbunden, das mit dem Drehschieberventil 42 gewählt worden ist. In ähnlicher Weise sind der Behälter 14 und die darin enthaltenen
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Gewebeproben 10 bei geöffneten Ventilen 30 und 34 dann an die Paraffinbäder 36 und 40 angeschlossen.
Die Vorrichtung zum Behandeln von Gewebeproben ist bei der bevorzugten Ausführungsform mit einem Programmsteuermodul 100 steuerbar, das die Aufeinanderfolge und den zeitlichen Ablauf aller Behandlungsvorgänge bestimmt. Die Arbeitsweise der Vorrichtung zum Behandeln von Gewebeproben nach der Erfindung läßt sich in der folgenden Weise kurz zusammenfassend darstellen: Zu behandelnde Gewebeproben 10 werden in den Behälter 14 eingesetzt, der gegen die Atmosphäre abgedichtet ist. Die Gewebeproben 10 werden Behandlungsagenzien oder -fluiden, die in den Behälter 14 eingeleitet werden, selektiv ausgesetzt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung schaltet das Drehschieberventil 42 mit einer Drehung auf ein erstes gewähltes Lösungsmittelbad 38, gewöhnlich ein Fixierbad. Das Ventil 32 für Lösungsmittel öffnet sich und die Vakuumpumpe 18 wird eingeschaltet, was bewirkt, daß das Lösungsmittel (Behandlungsagens) in den Behälter 14 eintritt, bis es in seiner Gesamtheit aus dem Lösungsmittelbad 38 übergeleitet worden ist, worauf sich das Ventil 32 schließt und die Vakuumpumpe 18 abgeschaltet wird. Das Lösungsmittel wird vorzugsweise mit einem Rührwerk 46 ruhig bewegt, das von außerhalb des Behälters 14 magnetisch angetrieben ist; auf diese Weise wird eine gute Umspülung der Gewebeproben 10 mit dem Lösungsmittel erreicht. Sobald der Behandlungszyklus mit dem ersten Lösungsmittelbad 38 beendet ist, wird das durch Elektromagnet betätigte Vakuumablaßventil 22 zur Atmosphäre hin geöffnet und das Ventil 32 für Lösungsmittel öffnet sich wieder, so daß das Lösungsmittel durch Schwerkraftwirkung in das Lösungsmittelbad 38 abfließen kann. Der gleiche Behandlungszyklus wiederholt sich bei jedem der Lösungsmittelbäder 38, die mit dem Drehschieberventil 42 angewählt werden. Bei den Behandlungszyklen mit Paraffin fließt geschmolzenes Paraffin aus den beheizten Paraffinbädern 36 und 40 über die Ventile 30 bzw. 34 in den Behälter 14, der auf eine vorgewählte Temperatur erwärmt worden ist.
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Bei Bedarf kann der Behälter 14 während aller Behandlungszyklen mit Lösungsmitteln und Paraffin oder nur während der Behandlungszyklen mit Paraffin mit Vakuun beaufschlagt werden. Bei Bedarf kann der Behälter 14 während aller Lösungsmittel-Behandlungen auf eine niedrige, vorgewählte Temperatur erwärmt werden. In jedem Falle werden der Behälter 14 und der Ventilblock 28 vor der Behandlung mit Paraffin auf eine entsprechende Temperatur vorgewärmt und während dieser Behandlung auf dieser Temperatur gehalten.
Sas spezielle Funktionieren der vorstehend beschriebenen Vorrichtung zum Behandeln von Gewebeproben und des Programmsteuermoduls 100 zum Steuern der verschiedenen Bauteile der Vorrichtung, einschließlich Ventilen, Pumpen und Heizvorrichtungen, wird anhand Fig. 2 und des Teilverdrahtungsplanes in Fig. 3 erläutert.
Vorgewählte Eingabedaten lassen sich in das Programmsteuermodul 100 mit einer Bedienungstafel 101 eingeben, die so ausgelegt ist, daß sich wählbare Betriebsarten ohne weiteres wählen lassen, und zusätzlich Betriebszustand und Station zu jedem gegebenen Zeitpunkt anzeigt. Sie Bedienungetafel 101 enthält gewöhnlich den EIN-AÜS-Hauptschalter und einen Schalter FUNKTIONSSTEUERUNG, der es ermöglicht, den automatischen Behandlungsbetrieb (PROGRAMM AB) und zwei manuell wählbare Betriebsarten (PARAFFIN ABLASSEN und SPÜLEN) zu wählen. Sie Bedienungstafel 101 enthält beispielsweise zwölf Stations-(Lösungsmittel-)wahlschalter S. bis S12 (Fig. 3), die es der Vorrichtung ermöglichen, die Gewebeproben 10 nacheinander mit irgendeinem von zehn Lösungsmitteln und irgendeinem von zwei Paraffinen in der oben erläuterten Weise zu behandeln. Ist ein bestimmter Stationswahlschalter S nicht betätigt, wird die entsprechende Station übergangen und die Gewebeprobe 10 wird mit dem an dieser Station bereitgehaltenen Lösungsmittel nicht behandelt. Sie Bedienungstafel 101 enthält auch zwölf Station-Zeitwahlpotentiometer R1 bis R12 (Fig. 3)» die es ermöglichen,
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die Zeit an jeder beliebigen Station zwischen mehreren Minuten und vier Stunden einzustellen. Die Ausgänge der Stationswahlschalter S1 bis S12 und der Station-Zeitwahlpotentiometer R1 bis R1P sind nicht direkt an das Programmsteuermodul 100 angeschlossen. Jede Gruppe von Ausgängen ist je über einen Drehschalter 104 bzw. 105 selektiv anechließbar. Die Drehschalter 104 und 105 sind mit dem Drehschieber des weiter oben beschriebenen Drehschieberventils 42 mechanisch drehfest verbunden. Die Drehschalter 104 und 105 weisen vorzugsweise einen Drehschalter mit zwei Kontaktträgern auf. Die übrigen an der Bedienungstafel möglichen wählbaren Einstellungen, die vorgewählten Eingaben in das Programmsteuermodul 100 entsprechen, werden weiter unten näher beschrieben.
Das Programmsteuermodul 100, oder die Verknüpfungsschaltung, ist im Grunde ein "festverdrahteter Rechner", vorzugsweise unter Verwendung von CMOS-Schaltelementen. Das Programmsteuermodul 100 gibt die Befehle, daß bestimmte Ausgänge für gewünschte Betriebsarten der Vorrichtung zum Behandeln von Gewebeproben an die Vakuumpumpe 18, an die Ventile 22, 30, 32, 34 und 52, an die Heizvorrichtung 24, an das Rührwerk 46 und an das Drehschieberventil 42 abgegeben werden. Wenn der Schalter PUBKTIONSSTEUERUNG an der Bedienungstafel 101 in die Stellung PROGRAMM AB gedreht wird, wird durch einen Eingang in die Verknüpfungsschaltung des Programmsteuermoduls 100 der automatische Betrieb der Vorrichtung eingeschaltet. Die Vorrichtung durchläuft die Betriebsarten ABLASSEN, SUCHEN, FÜLLEN und BEHANDELN wie in der nachstehenden Tabelle angegeben.
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VAKUUM-AUSLASS VENTIL
VENTIL
FÜR
VAKUUM- LÖSUNGSPUMPE 18 MITTEL
VENTIL 30 MOTOR PUR HEIZ-
oder 34 FÜR DREHSCHIE- MAGNET. VORRICH-PARAFFIN BERVENTIL 42 RÜHRVyERK 46 TUNGEN
BETRIEBSART
ABLASSEN
Lösungsmittel-Station Paraffin-Station
SUCHEN
FÜLLEN Lösungsmittel-Station
so Paraffino station
BEHANDELN **· Lösungsmittel- ® Station
OFFEN OFFEN
Paraffin-Station
GESCHLOSSEN
GESCHLOSSEN
AUS
AUS AUS
OFFEN
GESCHLOSSEN
GESCHLOSSEN EIN GESCHLOSSEN EIN
GESCHLOSSEN OFFEN GESCHLOSSEN GESCHLOSSEN
OFFEN GESCHLOSSEN GESCHLOSSEN OFFEN
AUS Od. GESCHLOSSEN GESCHLOSSEN EIN - AUS
AUS Od. GESCHLOSSEN GESCHLOSSEN EIN - AUS AUS
AUS EIN
AUS AUS
AUS AUS
AUS AUS
EIN EIN
EIN EIN
EIN
EIN
EIN
Strich bedeutet, daß Betriebszustand für die
Definition der Betriebsart nicht wichtig.
CD S (Ti
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Vor einer ausführlichen Beschreibung der Arbeitsweise der Vorrichtung zum Behandln von Gewebeproben seien noch zwei automatisch erfolgende Eingänge in das Programmsteuermodul 100 erläutert. Bei Beendigung einer beliebigen Behandlung mit Lösungsmittel wird die Vorrichtung in die Betriebsarten ABLASSEN, SUCHEN und FÜLLEN und auf Einleitung der Betriebsart BEHANDELN weitergeschaltet. Dies kann innerhalb etwa vier Hinuten durchgeführt werden. Kurz vor der Betriebsart ABLASSEN wird ein mechanisches Zeitschaltwerk 102 betätigt. Bei diesem handelt es sich einfach um einen Wechselstrom-Taktmotor, der in etwa vier Hinuten eine Umdrehung ausführt. Natürlich könnten auch andere Umlaufzeiten gewählt werden. Der Taktmotor treibt ein 2000 Ohm-Potentiometer 103 in Drehung an. Der Schleifarm des Potentiometers 103 liefert dadurch eine stetig zunehmende Ausgangsspannung, die in der Steuerschaltung mit im voraus eingestellten Schwellenniveaus verglichen wird, bei denen Ausgänge Befehl zum Weiterschalten aus und in die Betriebsarten ABLASSEN, SUCHEN, FÜLLEN und BEHANDELN erteilen. Ein wichtiges Merkmal dieses Zeitschaltsystems ist das Vermögen, nach einem Abschalten der Vorrichtung, die entweder absichtlich durch die Bedienungsperson oder ungewollt etwa durch Stromausfall hervorgerufen wurde, die Vorrichtung in exakt demselben Zeitpunkt im Prozeß wieder einzuschalten. Elektronische Zeitgeber und Speicher würden sich bei einem Abschalten löschen, woraus sich bei Wiedereinschalten Konfusion ergeben würde.
Sobald die Vorrichtung zum Behandeln von Gewebeproben an einer vorgewählten Station angehalten und den Behälter 14 für Gewebe oder Proben mit einem Lösungsmittel gefüllt hat, ist es notwendig, an jeder Behandlungsstation exakte vorgewählte Haltezeiten zu erzeugen. Hierzu benutzt die Vorrichtung eine über Potentiometer einstellbare Zeitschaltung. Die bereits beschriebenen zwölf Zeitwahlpotentiometer R1 bis R1P 8^1 der Bedienungstafel 101 geben eine der Zeit proportionale Spannung über den Drehschalter 104 einem
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spannungsgesteuerten Oszillator 106 weiter. Dieser erzeugt Ausgangsimpulse, deren Frequenz der eingegebenen Spannung umgekehrt proportional ist, und leitet sie einem Frequenzteiler zu. Dieser wiederum teilt die Impulse durch eine konstante Zahl und leitet die sich ergebenden Frequenzimpulse einem Schrittschaltmotor oder Stationszeitgeber 108 zu. Dieser Schrittschaltmotor führt auf eine eingestellte Anzahl von Antriebsimpulsen eine Umdrehung aus; abhängig von der Frequenz der eingespeisten Impulse kann eine Umdrehung zwischen mehreren Minuten und mehreren Stunden, etwa zwischen 10 Minuten und 4 Stunden dauern. Nachdem der Schrittschaltmotor oder Stationszeitgeber 108 eine vollständige Umdrehung ausgeführt hat, schließt er einen Schalter, wodurch die Verknüpfungsschaltung ein Signal erhält, welches anzeigt, daß die Behandlungszeit abgelaufen ist.
Mit dem Einleiten der Betriebsart PROGRAMM AB durch den Schalter FUNKTIONSSTEUERUNG an der Bedienungstafel 101 tritt die Verknüpfungsschaltung in die Betriebsart SUCHEN ein und gibt an den Motor des Drehschieberventils 42 ein Signal der Art ab, daß sich der Drehschieber des Drehschieberventils 42 aus der Station Nr. 12, der letzten Station, in die Station Nr. 1, die erste Station, dreht und an der Station Nr. 1 nur dann anhält, wenn der Stationswahlschalter S^ für diese Station geschlossen worden ist. Im anderen Falle dreht sich das Drehschieberventil 42 in die Station Nr. 2 usw. weiter, wobei es die erste Station sucht, für die der entsprechende Stationswahlschalter S geschlossen ist. Wie schon erwähnt, werden mit dem Drehschieber des Drehschieberventils 42 die Drehschalter 104 und 105 gedreht. Nach Erreichen einer neuen Station gibt der sich weiterschaltende Drehschalter 104 an die Verknüpfungsschaltung ein Stationsanzeigesignal ab, wenn der entsprechende Stationswahlschalter S durch Vorwahl geschlossen worden ist.
Es sei angenommen, daß die Station Nr. 1 durch den Stationswahlschalter S1 vorgewählt und über das Zeitwahlpotentiometer R-. auf eine Zeit von etwa 1 Stunde programmiert worden ist;
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der Drehschieber des Drehschieberventils 42 hält dann
an der Station Nr. 1 an. Wie weiter oben erläutert,
wird die Steuerschaltung (durch vom Vier-Minuten-Zeitschaltwerk 102 und vom entsprechenden Potentiometer 103 abgegebene Signale) aus der Betriebsart SUCHEN in die Betriebsart
FÜLLEN weitergeschaltet und gibt nun Anweisung für die
Ausführung des Püllvorganges. Das Ventil 32 für Lösungsmittel erhält Anweisung, sich zu öffnen, und es wird die Vakuumpumpe 18 eingeschaltet. Auf diese Weise wird aus dem der Station Nr. 1 entsprechenden Vorratsbehälter Reagens über das Ventil 32 in den Behälter 14 angesaugt. Es ist
wesentlich, daß sich der Behälter 14 mit einer gesteuerten Bate füllt. Ein Vakuum von etwa 50,8 mm Hg begrenzt den Grad von durch Aufschäumen hervorgerufener Bewegung, die auftritt, wenn die Inhalte des Lösungsmittelvorratsbehälters geleert werden und über den Schnorchel und das Ventil 32 Luft in den Behälter 14 für Gewebeproben eintritt. Durch Aufschäumen hervorgerufene Bewegung ist besonders unerwünscht, wenn geschmolzenes Paraffin transportiert wird, woraufhin das Paraffin gegen den Deckel 16 spritzt oder, noch schlimmer, in die Vakuumöffnung in der Behälterwand eindringt. Das Vakuum von etwa 50,8 mm Hg ist durch ein
EntlastungsrUckschlagventil 50 (Fig. 1) beeinflußbar, bei dem es sich einfach um ein federbelastetes Rückschlagventil handelt, das Zugang zur Atmosphäre hat. Wenn die Vakuumpumpe 18 in der Betriebsart FÜLLEN arbeitet, läßt sich
über etwa 50,8 mm Hg hinausgehendes Vakuum im Behälter durch Eintretenlassen von Luft über das Entlastungsrückschlagventil 50 abschwächen. Ein Ventil 52, welches
ein normalerweise geschlossenes Elektromagnetventil ist, öffnet sich nur bei Betätigung der Vakuumpumpe 18 während der Betriebsart FÜLLEN. Das magnetische Rührwerk 46 wird bei Beginn der Betriebsart FÜLLEN betätigt.
Die Betriebsart FÜLLEN kann beendet werden, wenn der gesamte Inhalt eines Lösungsmittelvaratsbehälters in den Behälter für Gewebeproben angesaugt worden ist. Um das sofortige
Beenden der Betriebsart FÜLLEN zu diesem Zeitpunkt zu
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ermöglichen, ohne darauf warten zu missen, daß das Vier-Minuten-Zeitschaltwerk 102 die Verknüpfungsschaltung in die nächste Betriebsart weiterschaltet, fühlt ein Druckschalter 62 den Vakuumabfall im Behälter 14 ab, der durch über das Ventil 32 in den Behälter 14 angsaugte Luft verursacht ist. Der Druckschalter 62 gibt der Verknüpfungsschaltung durch Signal an, sofort in die Betriebsart BEHAKDELN weiterzuschalten, wodurch die Vakuumpumpe 18 ausgeschaltet und die Ventile 32 und 52 geschlossen werden.
Falls nicht schon durch das vollständige Füllen des Behälters 14 für Gewebeproben geschehen, wird die elektronische Steuerschaltung in die Betriebsart BEHABDELN durch das Vier-Minuten-Zeitschaltwerk 102 weitergeschaltet.
Die Steuerschaltung verharrt in der Betriebsart BEHANDELN, bis, wie weiter oben beschrieben, der Stationszeitgebeer 108 eine Umdrehung ausgeführt hat. Zu diesem Zeitpunkt wird ein Schalter geschlossen, der dem Programmsteuermodul 100 durch Signal anzeigt, daß die Betriebsart BEHANDELN beendet ist, und durch Betätigen des Vier-Minuten-Zeit Schaltwerks 102 wird die Verknüpfungsschaltung in die Betriebsart ABLASSEN weitergeschaltet. In diesem Falle wird, wenn das einstündige Programm für die Station Nr. 1 abgelaufen ist, das Vier-Minuten-Zeitschaltwerk 102 rückgestellt und schaltet seinerseits die Steuerschaltung in die Betriebsart ABLASSEN; dadurch werden das Vakuumauslaßventil 22 und das Ventil 32 für die Lösungsmittelsteuerung geöffnet. Dies ermöglicht es dem Lösungsmittel, über das Drehschieberventil 42 in den zugehörigen Lösungsmittelvorratsbehälter zurückzufließen. Während des Ablassens ist das magnetische Rührwerk 46 ausgeschaltet, da sich gezeigt hat, daß die Entleerung bei Rührwerksstillstand gründlicher ist. Sowohl das Vakuumauslaßventil 22 als auch das Ventil 32 für die Lösungsmittelsteuerung bleiben während zwei Minuten geöffnet. Dies hat sich als reichliche Zeitspanne für das Rückfließen des Lösungsmittels aus dem Behälter 14 in seinen Ausgangsvorrat sbehälter herausgestellt. Die übliche Zeitdauer für
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das Ablassen von zwei Liter Lösungsmittel ist etwa 65 Sekunden plus minus 10 Sekunden. Nach Ablauf der zwei Minuten werden das Vakuumauslaßventil 22 und das Ventil geschlossen und das magnetische Rührwerk 46 wiedereingeschaltet.
Die elektronische Steuerschaltung wird durch das Vier-Minuten-Zeit schaltwerk 102 in die Betriebsart SUCHEN weitergeschaltet, und die Verknüpfungsschaltung gibt an den Motor des Drehschieberventils 42 ein Signal ab, in die nächste Station weiterzuschalten, bei der eine Zeitprogrammierung vorgenommen worden ist, mit anderen Worten, in die nächste Station weiterzuschalten, für die der entsprechende Stationswahlschalter S geschlossen und das entsprechende Stations-Zeitwahlpotentiometer R eingestellt worden sind. Danach werden die Betriebsarten FÜLLEN, BEHANDELN, ABLASSEN und SUCHEN bis zum Ende der Betriebsart BEHANDELN für die letzte Station (Station Nr. 12) fortgesetzt. Die Beendigung der Betriebsart BEHANDELN für die letzte Station schaltet nicht das Vier-Minuten-Zeitschaltwerk 102 und die Betriebsart ABLASSEN ein.
Das in den Paraffinbädern 36 und 40 enthaltene geschmolzene Paraffin wird in den Behälter 14 für Gewebeproben angesaugt, wenn sich das Drehschieberventil 42 in den letzten Stationen Nr. 11 und 12 befindet. Dies geschieht jedoch nicht über das Drehschieberventil 42. Die beispielsweise durch zwei 75 Watt-Heizelemente beheizten Paraffinbäder 36 und 40 können auf einer im voraus eingestellten Temperatur von etwa 64° gehalten sein. In die Paraffinbäder 36 und 40 sind zwei Rohre aus Kupfer eingetaucht, die von den Ventilen 30 und 34 für Paraffin kommen und durch nicht thermostatgesteuerte Wickelheizelemente von je 10 Watt einzeln beheizt sein können. Diese Wickelheizelemente für die Rohre sind ständig eingeschaltet, um das Fließen von Paraffin bei Anforderung zu erleichtern.
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Der Ventilblock 28 ist das Bauteil, das der körperlichen Anbringung der Ventile 30, 32 und 34 und einer gemeinsamen Zugangsöffnung zum Behälter 14 für Gewebeproben dient. Im Hinblick darauf, daß geschmolzenes Paraffin benötigt wird, sind der Ventilblock 28 und der Behälter 14 im Bedarfsfall beheizbar. Zum Erwärmen des Ventilblockes 28 auf etwa 64 0C können beispielsweise zwei 150 Watt-Heizpatronen über Thermostate steuerbar sein. Zum Beheizen des Behälters 14 dienen die als Heizbänder ausgebildeten Heizvorrichtungen 24.
Wenn das Drehschieberventil 42 in die Station Nr. 11 weitergeschaltet wird, für die eine Zeitprogrammierung vorgenommen worden ist, oder in die Station Nr. 12, die letzte Station, für die eine Zeitprogrammierung vorgenommen worden ist oder nicht, hält es in der entsprechenden Stellung an und wartet die Betriebsart PULLEN ab. Die Steuerschaltung gibt Befehl, daß der Ventilblock 28 und der Behälter 14 zu diesem Zeitpunkt beheizt werden müssen. Während der nächsten etwa zwei Minuten steigt die Temperatur in beiden Bereichen an. Der Behälter 14 erreicht eine über eine Steuereinrichtung im voraus eingestellte Temperatur von etwa 60 0C, die durch eine Temperatursteuereinrichtung festgesetzt worden ist.
Sobald die Temperaturen des Ventilblocks 28 und des Behälters 14 für Gewebe oder Proben den über Thermostat eingestellten Temperaturpunkt von etwa 64 0C erreichen, öffnet das Programmsteuermodul 100 das entsprechende Ventil 30 oder 34 für Paraffin und das Ventil 52. Die Vakuumpumpe 18 wird eingeschaltet und vom ein Vakuum von etwa 50,8 mm Hg shaltenden Entlastungsrückschlagventil 50 gesteuert, saugt geschmolzenes Paraffin in den Behälter 14 an und wird, wie weiter oben beschrieben, bei Eintreten von Luft in den Behälter 14 durch den Druckschalter 62 ausgeschaltet, der ferner die normalerweise geschlossenen Elektromagnet-Ventile 52 und, je nach Fall, 30 oder 34 entregt. Das geschmolzene Paraffin bleibt während cer vorgeschriebenen programmierten Zeit dicht abgeschlossen und in Bewegung.
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Sobald für das Paraffinbad die vorgesehene Zeit abgelaufen ist, schaltet die Steuerschaltung auf die Betriebsart ABLASSEN, wenn es sich um die Station Nr. 11 handelt. Das Vakuumauslaßventil 22 öffnet sich und führt das im System enthaltene Vakuum ab. Wenige Sekunden später schaltet das magnetische Rührwerk 46 ab und das Ventil 30 öffnet sich wieder zum Ablassen des Paraffins. Das Paraffin läuft in das erwärmte Paraffinbad 36 ab. Auch hier sind für das Ablassen reichlich zwei Minuten vorgesehen, obwohl eine Minute eine übliche Ablaßzeit ist. Die eine zusätzliche Minute erlaubt gründliches Entleeren, ausgenommen Rückstände.
Das Drehschieberventil 42 schaltet dann in die zwölfte und letzte Station. Die Infiltration von Paraffin in der Betriebsart PULLEN an der Station Nr. 12 läuft in derselben Weise ab wie an der Station Nr. 11. Jedoch haben der Ventilblock 28 und der Behälter 14 bereits Füllungstemperatur. Deshalb tritt an der Station Nr. 12, anders als bei der Station Nr. 11, keine Verzögerung im Ablauf des Füllvorganges auf.
Die Steuerschaltung löst das Ablassen an der letzten Station mit Paraffin-Behandlung nicht aus. Wenn die für die Station Nr. 12 programmierte Zeit abgelaufen ist, liefert die Steuerschaltung der Bedienungsperson eine Anzeige, indem sie die Anzeigeleuchte PROZESSENDE an der Bedienungstafel 101 einschaltet. Die Behandlung ist nunmehr besidet, und die Bedienungsperson kann den Korb 12 für Gewebeproben bei ihr passender Gelegenheit herausnehmen. Die Bedienungsperson dreht den Schalter FUNKTIONSSTEUERUNG in die der Betriebsart PARAFFIN ABLASSEN entsprechende Stellung. Dies zeigt der Steuerschaltung an, einen normalen Paräffin-AblaßVorgang, wie weiter oben beschrieben, durchzuführen.
Es ist empfehlenswert, nach dem Entladen des Behälters 14 für Gewebe den zurückgebliebenen Paraffinfilm von den Wänden und vom Ventilblock 28 zu entfernen. Das Drehschieberventil 42 hat keine Verbindungen zu den radialen Öffnungen
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an den Stationen Nr. 11 und 12. An der Station Nr. 12 befindet sich jedoch eine Auslaßöffnung, die an eine Leitung angeschlossen ist, welche zu einem Abfallbehälter geführt sein kann. Am Ende des Ablaßvorganges, der durch das Einstellen des Punktionssteuerschalters auf PARAFFIN ABLASSEN ausgelöst worden ist, sind alle Ventile im Ventilblock 28 geschlossen. Nach Abnehmen des Deckels 16 kann dann ein Reinigungsmittel in den Behälter 14 gegossen werden. Sodann wird der Funktionssteuerschalter von der Bedienungsperson in die Stellung SPÜLEN gedreht. In dieser Betriebsart ist das Ventil 32 für Lösungsmittel geöffnet, so daß das Reinigungsmittel durch das Drehschieberventil 42 hindurch aus der der Station Nr. 12 zugeordneten Auslaßöffnung ablaufen kann. Das magnetische Rührwerk 46 ist während des AbIaßvorganges ausgeschaltet, um, wie schon erwähnt, ein gutes Entleeren zu begünstigen.
Es ist ein Vorteil der Vorrichtung nach der Erfindung, daß am Behälter 14 ein Vakuum nach Belieben der Bedienungsperson während der Betriebsart BEHANDELN angelegt werden kann, indem der Vakuumsteuerschalter oder Druckschalter 62 an der Bedienungstafel 101 entweder auf ALLE STATIONEN oder NUR
PARAFFIN gestellt wird. (In der Stellung ALLE STATIONEN wird Vakuum sowohl bei den Behandlungsschritten mit Lösungsmittel als auch bei den Behandlungsschritten mit Paraffin angelegt. In der Stellung NUR PARAFFIN wird Vakuum nur in den Stellungen an der elften und zwölften Station erzeugt.) Gesteuertes Vakuum (von etwa 381 mm Hg) steht für diesen Fall zur Verfügung und tritt bei Bedarf bei Beendigung der Betriebsart FÜLLEN auf. Die Vakuumpumpe 18 wird etwa eine Minute nach Beendigung einer Betriebsart FÜLLEN eingeschaltet. Das Vakuummeter 20 zeigt ein Vakuum von beispielsweise etwa 381 mm Hg nach etwa 15 Sekunden an. An diesem Punkt schaltet der Druckschalter 62 die Vakuumpumpe 18 aus. Der Druckschalter 62 steuert die Vakuumpumpe 18 dadurch, daß er das im voraus eingestellte Vakuum aufrechterhält. Die Einschaltfrequenz der Vakuumpumpe 18 ist je nach Lösungsmittelflüchtigkeit, Temperatur und Bewegung nach dem Füllen
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veränderlich. Obwohl zur Vakuumpumpe 18 ein eigenes Rückschlagventil gehört (sh. Fig. 1), kann als Sicherheitsmaßnahme ein Ganzglas-Rückschlagventil zusätzlich vorgesehen sein. Auch kann, wie Fig. 1 zeigt, ein als Glasflasche ausgebildeter Abscheider als herkömmliches Bauteil des Vakuumsystems eingebaut sein.
Die Temperatur des Behälters 14 kann von einer Festkörper-Schaltung mit einem Thermistor-Fühler 68 und zwei 100 Watt-Wickelheizelementen 24 gesteuert sein. Sa nur erwärmt werden kann, kann die Temperatur zwischen umgebungstemperatur und 65 0C an einer Regeleinrichtung 72 veränderbar einstellbar sein. Wenn der Schalter LÖSUNGSMITTEL ERWÄRMEN an der Bedienungstafel 101 auf EIN geschaltet ist, kann diese Temperatur während der gesamten Bauer aller Behandlungsschritte mit Lösungsmittel beibehalten werden. Andernfalls wird der Behälter 14, wie weiter oben erläutert, nur während der Behandlungen mit Paraffin beheizt.
Die Bedienungsperson kann durch Einstellen eines EINSCHALT* VERZÖGERUNGS-Potentiometers an der Bedienungstafel 101 den Beginn der Behandlung bis zu 60 Stunden verzögern. Beim Schalten auf PROGRAMM AB wird die Behandlungsfunktion, wenn eine Einschaltverzögerung eingegeben worden ist, eingeleitet. Reagens in der ersten Station, bei der eine Zeitgeber-Voreinstellung angezeigt wird, wird in den Behälter 14 angesaugt. Dies geschieht unabhängig von irgendwelcher voreingestellter Verzögerungszeit. Die Zeit, während der das erste Behandlungereagens im Behälter 14 verweilt, ist die Summe der voreingestellten Verzögerungszeit plus der eingestellten Zeit, die am zugehörigen Zeitsteuerungspotentiometer angezeigt wird. Wenn der Zeitgeber für die Verzögerungszeit nicht gestellt worden ist, ist nur die Zeit wirksam, die an der Zeitsteuereinrichtung eingestellt worden ist.
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Claims (13)

  1. ANSPRÜCHE
    Vorrichtung zum automatischen Behandeln von histologisehen Gewebeproben» gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
    a) ein einziger Behälter (14) für Gewebeproben (10) und Behandlungsfluide»
    b) eine Einrichtung» die die Gewebeproben (10) im Behälter (14) verschiedenen Behandlungsfluideη nacheinander auszusetzen vermag» und
    c) eine Einrichtung (Programmsteuermodul 100) zum Steuern der Wahl von Behandlungsfluiden und der Verweildauer der gewählten Behandlungsfluide im Behälter (14)·
  2. 2. Vorrichtung zum Behandeln von histologisehen Gewebeproben» gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
    a) ein vakuumdichter Behälter (14) für Gewebeproben (10) und Behandlungsfluide» der an seinem Boden eine AbIaS-öffnung (26) aufweist»
    b) ein erstes Ventil (30 oder 34) und ein zweites Ventil (32)» die mit der Ablaßöffnung (26) im Behälter (14) in Verbindung stehen»
    c) ein Behälter (36 oder 40) für warmes Paraffin o.dgl.» der mit dem ersten Ventil (30 bzw. 34) in Verbindung steht»
    d) ein drittes Ventil (Drehschieberventil 42) mit einer Vielzahl von wählbaren Öffnungen (44a» 44b» 44c ...) und einer gemeinsamen Öffnung (43)» die an eine beliebige der wählbaren Öffnungen (44a,44b,44c ...) anschliefibar ist und mit dem zweiten Ventil (32) in Verbindung steht,
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    e) eine Vielzahl von Vorratsbehältern (38a, 38b, 38c ...) für fließfähige Lösungsmittel, die mit den wählbaren Öffnungen (44a, 44b, 44c ...) am dritten Ventil (42) in Verbindung stehen,
    f) eine Vakuumpumpe (18), die mit dem Behälter (14) für Gewebeproben (10) in Verbindung steht,
    g) ein Vakuumentlastungsventil (Entlastungsrückschlagventil 50), das mit dem Behälter (14) für Gewebeproben (10) in Verbindung steht, und
    h) eine Einrichtung (Programmsteuermodul 100) zum Steuern des ersten, zweiten und dritten Ventils (30 oder 34, 32, (42), der Vakuumpumpe (18) und des Vakuumentlastungsventils (50), um zum Behandeln von histologischen Gewebeproben (10) Lösungsmittel in den Behälter (14) für Gewebeproben (10) nacheinander anzusaugen und die Lösungsmittel in ihre zugehörigen Vorratsbehälter (38a, 38b, 38c ...) zurückzuleiten, und schließlich Paraffin in den Behälter (14) für Gewebeproben (10) anzusaugen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e η η zeichnet, daß die Einrichtung (100) zum Steuern eine Verknüpfungsschaltung zum Erzeugen sequentieller Ausgangssignale aufweist, die die Vorrichtung in Betriebsarten ABLASSEN, SUCHEN, FÜLLEN und BEHANDELN schalten, wobei in der Betriebsart ABLASSEN das erste Ventil (30 oder 34) oder das zweite Ventil (32) und das Vakuumentlastungsventil (50) geöffnet sind, in der Betriebsart SUCHEN das erste Ventil (30 oder 34) und das zweite Ventil (32) sowie das Vakuumentlastungsventil (50) geschlossen sind und das dritte Ventil (42) schrittweise in die nächste Stellung, in der Lösungsmittel angesaugt werden soll, oder in die letzte Station, in der Paraffin angesaugt werden soll, geschaltet wird, in der Betriebsart FÜLLEN das erste Ventil (30 oder 34) oder das zweite Ventil (32) geöffnet wird und im Behälter (14) durch die Vakuumpumpe (18) ein Vakuum erzeugt wird, und in der Betriebsart BEHANDELN das erste Ventil (30 oder 34) und das zweite Ventil (32) geschlossen sind.
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  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet , daß die Einrichtung (100) zum Steuern eine elektronische Verknüpfungsschaltung und ein erstes und ein zweites mechanisches Zeitschaltwerk (102, Stationszeitgeber 108) aufweist, wobei das erste Zeitschaltwerk (102) ein Kurzzeit-Zeitschaltwerk ist, das am Ende einer Betriebsart BEHANDELN eingeschaltet wird, um eine Folge von Signalen zu erzeugen, die die Vorrichtung zum Behandeln von Gewebeproben (10) nacheinander in die Betriebsarten ABLASSEN, SUCHEN und FÜLLEN schalten und die nächste Betriebsart BEHANDELN einleiten, und das zweite Zeitschaltwerk (108) ein Langzeit-Zeitschaltwerk ist, das die Vorrichtung während einer Zeitspanne in der Betriebsart BEHANDELN zu halten vermag, um Behandlung der Gewebeproben (10) im Behälter (14) zuzulassen, und danach das erste Zeitschaltwerk (102) und seinen entsprechenden Arbeitsablauf einschaltet. - ;
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e ft n -*· zeichnet, daß ein Vakuumbegrenzungevöntii fEni* las tungsrück schlagventil 50) vorhanden ist, das eilt ; während einer Betriebsart FÜLLEN im Behälter (14) erzeugtes Vakuum auf weniger als etwa 50,8 mm Hg zu begrenzen vermag.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch: gekennzeichnet , daß eine Einrichtung (Druckschalter 62) vorhanden ist, did RaohlaiBen dee Vakuums während der Betriebsart FÜLLEN feetzueteilen und &«r Einrichtung (100) zum Steuern ein Signal der Aft
    vermag, daß letztere die Vorrichtung sum Behandeln in die Betriebsart BEHANDELN weiterschaltet.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch g *~k «anzeichnet, daß eine Heizvorrichtung (24) Jtum Beheizen des Behälters (14) für Gewebeproben (10) vorhanden ist, die vor dem Ansaugen von Paraffin in den Behälter (ti) automatisch eingeschaltet wird und so lange eingeschaltet bleibt, wie sich Paraffin im Behälter (14) befindet.
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  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß das erste Zeitschaltwerk (102) und sein entsprechender Arbeitsablauf nicht zu der Zeit eingeschaltet werden, wenn das zweite Zeitschaltwerk (108) für die letzte Station abläuft, und daß eine Einrichtung vorhanden ist, mit der sich eine Betriebsart PARAFFIN ABLASSEN manuell auslösen läßt, bei der das zweite Ventil (32) und das Vakuumentlastungsventil (50) geöffnet werden.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , daß Einrichtungen vorhanden sind, mit denen sich Reinigungsmittel aus dem Behälter (14) für Gewebeproben (10) durch manuelles Einleiten einer Betriebsart SPÜLEN abführen lassen, in der das erste Ventil (30 oder 34) und das Vakuumentlastungsventil (50) geöffnet sind und das dritte Ventil (42) so geschaltet ist, daß
    die gemeinsame Öffnung (43) mit einer wählbaren Ventilöffnung in Verbindung steht, die an ein Entleerungsrohr angeschlossen ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitgeber vorhanden ist, der die Vorrichtung zum Behandeln in einer Betriebsart EINSCHALTVERZÖGERUNG zu halten vermag, in der nach dem Ansaugen des ersten Lösungsmittels in den Behälter (14) für Gewebeproben (10) das Einschalten der Vorrichtung zum Behandeln mit einer vorgewählten Zeitdauer verzögert ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch g e k e η η zeichnet , daß eine Einrichtung zum Einschalten und Steuern der Vakuumpumpe (18) während einer gewählten Betriebsart BEHANDELN vorhanden ist, um die Lösungsmittel- und/oder Paraffinbäder mit einem Vakuum zu beaufschlagen, das größer ist als das während der Betriebsart FÜLLEN erzeugte Vakuum.
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  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 3t dadurch gekennzeichnet, daß ein magnetisch betätigbares Rührwerk (46) nach Vorwahl automatisch einschaltbar ist, jedoch nicht während der Betriebsart ABLASSEN.
  13. 13. Verfahren zum Behandeln von histologischen Gewebeproben, dadurch gekennzeichnet , daß
    a) die zu behandelnden Gewebeproben (10) in einen Behälter (14) eingesetzt werden,
    b) die Gewebeproben (10) im Behälter (14) Behandlungsmitteln selektiv ausgesetzt werden, und
    c) die Behandlungsmittel, denen die Gewebeproben (10) ausgesetzt werden, nach Menge und Art gesteuert werden.
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