DE2738930A1 - Rauchgegenstand - Google Patents
RauchgegenstandInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Rauchgegenstände, z.B. Zigaretten, Zigarillos und Zigarren, die Rauchmaterial,
z.B. Tabak, wiederaufbereitete Tabakblätter oder synthetisches Rauchmaterial enthalten.
Es ist bekannt, daβ die eigentliche Dichte von Zigaretten-,
Zigarillo- und Zigarrenfüllstoffmaterialien herabgesetzt werden kann, so daß bei einer Verwendung anstelle unbehandelten PUllstoffmateriales die Packungsdichte in diesen
Rauchgegenständen wesentlich herabgesetzt werden kann, während eine entsprechende Festigkeit beibehalten wird.
Es besteht ein hohes MaB an Wechselbeziehung zwischen
der Teer- und Nikotinauebeute heutiger Zigaretten, so daß eine niedrige Teerausbeute im allgemeinen eine niedrige
Nikotinausbeute bedeutet. Dies hat zur Folge, daß dann, wenn ein Raucher von einer Sorte mit hohem oder mittlerem
Teergehalt auf eine Sorte mit geringem Teergehalt übergeht,
109809/1067
Konto: Bayerische Vereinebank (BLZ 75020073) 5804248 Postscheckkonto München 89389-801
die Nikotinausbeute nicht mehr ausreichend ist. Es werden deshalb Zigaretten gewünscht, die eine verringerte Teerausbeute besitzen, die jedoch die Nikotinausbeute über
einen minimalen Wert aufrechterhalten.
Es ist bekannt, da8 das Erhöhen des Nikotingehaltes des Tabakfallstoffes in einer Zigarette zu einer Verringerung
des Teer-Nikotin-Verhältnisses des Rauches führt. Der Nikotingehalt normaler Tabakfüllstoffe kann jedoch nicht
auf sehr hohe Werte angehoben werden, weil selbst nach dem Filtrieren oder Verdünnen des Hauptstromrauches zur Erzielung brauchbarer Nikotinausbeuten die Nikotinausbeute des
Nebenstromrauches auf einem unannehmbar hohen Wert liegt. Unter "Hauptstromrauch" wird der Rauch verstanden, der von
den Raucher durch die Zigarette in seinen Mund gezogen wird; unter "Nebenstromrauch" wird der Rauch verstanden, der von
der Zigarette in die umgebende Luft wandert.
Bei einer Zigarette, die Füllstoff verringerter, eigentlicher Dichte enthalt (z.B. expandierter Tabakfüllstoff)
ergibt das geringere Gewicht des Füllstoffes, das während des Rauchens konsumiert wird, eine geringere Ausbeute von
Nikotin sowohl im Hauptstrom- als auch im Nebenstromrauch. Expandierter Tabak füllstoff kann deshalb mit einem höheren
Nikotingehalt versehen werden, als bei normalen, nicht expandiertem Tabakfüllstoff annehmbar wäre, wodurch das Teer-Nikotin-Verhältnis weiter herabgesetzt werden kann, als
dies bisher möglich erschien.
Ein Nachteil der Verwendung derartiger Füllstoffmaterialien geringerer Dichte und höherer Füllkapazität, z.B. bei Zigaretten, besteht darin, daß die Anzahl von Zügen, die zum
Rauchen des Gegenstandes erforderlich sind, verringert wird. Im wesentlichen ergibt sich die Verringerung der Anzahl von
Zügen aus der Verringerung des Füllstoffgewichtes, es tritt jedoch eine geringe Vergrößerung in der Brenngeschwindigkeit auf, wenn die Dichte des Füllstoffes verringert wird,
so daß die Anzahl von Zügen noch weiter herabgesetzt wird.
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Eine Verringerung in der Anzahl der Züge ist jedoch im
allgemeinen für den Raucher nicht annehmbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Verringerung der Anzahl von Zügen, die durch die Verwendung von Füllstoffmaterialien
geringerer Dichte und höheren Püllwertes bedingt ist, zu reduzieren und in manchen Fällen zu eliminieren, so daß
die Herstellung von einwandfreien Zigaretten mit einer niedrigeren Teerausbeute, jedoch einer höheren Nikotinausbeute
im Vergleich zu bisher möglich ist.
Es wurde festgestellt, daß die Verwendung einer Schicht expandierten geschnittenen Tabaks in einer Tabakmischung
eine Reduzierung der Kohlenmonoxydausbeute im Rauch ergab. Wie vorstehend erwähnt, verringert jedoch die Verwendung
von expandiertem Tabak in einer Zigarette die Anzahl von Zügen auf ein unbrauchbares Maß.
Es ist ferner Ziel der Erfindung, eine Vorrichtung zur Verringerung der Kohlenmonoxydausbeute des Rauchs zu
schaffen, wenn expandierter Tabak verwendet wird, wobei jedoch die Anzahl von Zügen der Zigarette, die den expandier-
ten Tabak enthält, verringert wird.
Es ist möglich, die Anzahl von Zügen einer Zigarette durch eine Vielzahl von Maßnahmen zu erhöhen:
Es können die Dimensionen der Zigarette geändert werden; dies ist deshalb uninteressant, weil eine in den Dimensionen
geänderte Zigarette von den Rauchern abgelehnt würde.
Es kann auch ein Tabak der gleichen Art, jedoch aus einer unterschiedlichen Quelle verwendet werden; dies kann zu
einer Geschmacksänderung führen, die vom Raucher nicht
akzeptiert wird.
Ferner kann eine unterschiedliche Tabakart verwendet werden. Diese Möglichkeit ist deshalb nicht brauchbar, weil
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ein solcher Tabak schwierig oder nur mit größerem finanziellen Aufwand zu erhalten ist und unerwünschte
Geschmacks- oder andere Eigenschaften haben kann.
Es kann ferner eine gröbere Paser-breite verwendet
werden, jedoch kann jede weitere Änderung gegenüber der bisherigen Praxis Probleme in Bezug auf die Endstabilität
mit sich bringen.
Der Feuchtigkeitsgehalt des Tabaks kann erhöht werden, dies hat jedoch einen nachteiligen Einfluß auf die Lagerfähigkeit
des Tabaks, indem der Tabak auf seinen normalen Wert austrocknet, wodurch die Erhöhung der Anzahl von
Zügen eliminiert wird. Ferner ergeben unzulässig hohe Feuchtigkeitswerte unbrauchbare Geschmacksveränderungen
oder Formgebilde.
Im Tabak können Zusätze beigegeben werden. Dabei treten jedoch technische Schwierigkeiten auf, diese Möglichkeit
ist ferner kostenaufwendig und kann den Zollbestimmungen zuwiderlaufen. Ferner reicht die Zunahme in der Anzahl
von Z igen nicht aus, um die Abnahme der Anzahl von Zügen zu kompensieren, die durch einen Füllstoff verringerter
eigentlicher Dichte verursacht wird.
Mit vorliegender Erfindung wurde festgestellt, daß die Abnahme in der Anzahl von Zagen vollständig oder zumindest
teilweise durch einen Methode kompensiert werden kann, die die den vorstehend erläuterten Methoden anhaftenden
Nachteile nicht aufweist.
Gemäß der Erfindung wird bei einem Tabak- oder dergl.
Rauchgegenstand, z.B. einer Zigarette, einer Zigarre oder einem Zigarillo, bei dem wenigstens ein Teil des Füllmateriales
geringere Dichte und höheren Füllwert besitzt, wodurch eine Verringerung der .anzahl von Zügen, die erforderlich
sind, um dem Gegenstand zu rauchen, im Vergleich
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zu einein ähnlichen Gegenstand mit einem Füllmaterial höherer Dichte und niedrigeren Fällwertes erzielt wird,
vorgeschlagen, daß Vorkehrungen zum Einfahren von Umgebungsluft in den Rauchstrom und/oder in den Mund des
Rauchers während des Rauchens vorgesehen wird, um die Anzahl von Z igen zu vergrößern, die erforderlich sind,
um den Gegenstand zu rauchen, und damit dem die Anzahl der Züge herabsetzenden Effekt des Füllstoffmateriales
geringerer Dichte entgegenzuwirken.
Die Vorrichtung zum Einführen von Umgebungsluft kann in Form von Perforationen und/oder einem Bereich hoher
Porosität im überzug der Zigarette, der Zigarre oder
des Zigarillos ausgebildet sein oder ein ventilierter Filterpfropfen sein.
Auf diese Weise ist es möglich, durch Ventilieren von Zigaretten, Zigarillos oder Zigarren, die Materialien
geringerer Dichte und höheren F'illwertes enthalten, die Verringerung in der Anzahl der Züge, die durch den Eins.
Schluß dieser Materialien auftritt, vollständig oder teilweise zu kompensieren.
Der Füllstoff geringerer Dichte kann den gesamten oder nur einen Teil des gesamten Füllstoffs darstellen. Er
kann sich nur auf eine Komponente des Füllstoffmateriales beziehen, z.B. Tabakstengel, Streifen aus gedroschener
Schicht (threshed lamina strips), geschnittene Schicht, Abfall oder kurze Stücke.
Die geringe Dichte des Füllstoffmateriales kann durch eine beliebige Pufftechnik erzielt werden, so daß das
Schüttvolumen des Materiales erhöht wird. Bekannte Techniken umfassen die Imprägnierung des Materiales mit spezifischen
Flüssigkeiten, Lösungen oder Gasen und die nachfolgende Behandlung, die eine Behandlung mit Wärme oder Mikrowellenenergie
einschließt, allein oder in Verbindung mit der
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Anwendung von Luftdruckänderungen, so daß eine Expansion
des Materiales erzielt wird.
Das Imprägnieren des Materiales mit spezifischen Flüssigkeiten ist beispielsweise in den US-PSen 3 524 451 und
3 524 452 erläutert.
Eine spezielle Technik der Erzeugung eines Püllstoffmateriales geringer Dichte aus dem natürlichen Produkt
ist das Gefriertrocknen. Mit geschnittener Tabakschicht sind Verbesserungen des Filiivermögens von 46 - 63 %
erzielt worden, und vergleichbare Verbesserungen haben sich mit dieser Technik bei im Luftkanal getrockneten, geschnittenen, gerollten Tabakstengeln ergeben. Verbesserungen
sind mit Zigarrenfüllstoffen einschließlich Einfach-Guten
(single grades) und Mischungen von gedroschenen Schichten (threshed lamina) erzielt worden.
die Verringerung der Anzahl von Zügen, die sich aus der Verwendung von Füllstoffmaterialien geringer Dichte
ergeben, zu zeigen, wurden vier Standard-Klasse B Zigaretten von 71 An Länge unter Verwendung eines herkömmlichen, im
Luftkanal getrockneten Zigarettentabak-Füllstoffes hergestellt, jedoch mit damit gemischten vergrößerten Prozentanteilen von gefriergetrockneter geschnittener Tabakschicht
mit einer Verbesserung des Füllvermögens von 48/49 %. Eine
Standard-Klasse B Zigarette ist als Zigarette mit einer Länge von 71 mm und einem umfang 25 mm definiert. Die
Zigaretten wurden gewogen und auf einer Cigarette Components Limited "Filtrona 300 I" 20 kanaligen begrenzten Rauchmaschine mit einer Geschwindigkeit von 2 see 35 ml Zug
pro Minute auf jedem Kanay^^ifBgSftnzt" bedeutet, daS
während des Rauchtestes die nicht angezündeten Enden der Zigaretten zwischen den Zügen nicht der Atmosphäre
ausgesetzt sind. Weitere Einzelheiten der Technik des Rauchens von Zigaretten an einer Rauchmaschine ergeben
sich aus Research Paper 11 (2. Ausgabe) "Standard methods for the analysis of tobacco smoke", veröffentlichtvon
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if
Tobacco Research Council, London 1974.
Die Anzahl von Zügen, die zum Aufrauchen einer jeden Zigarette bis auf einen Stummelteil von StandardlMnge
erforderlich sind, ist in Tabelle 1 gezeigt.
Gefriergetrocknete, Mittleres Zigaretten- Züge/Zigarette geschnittene Schicht gewicht (mg)
in der Mischung (%)
O 819 11,0
20 702 9,4
50 6OO 8,2
lOO 485 6,3
Hieraus ergibt sich, daß gegenüber 11 Zügen pro Zigarette mit einem normalen Füllstoff nur 6,3 Züge mit einem Füllstoff
erforderlich waren, der vollständig aus Material geringerer Dichte und höheren Füllwertes hergestellt war.
Die Ventilation von Zigaretten kann durch Verwendung von Papieren hoher Porosität oder von Papier, das willkürlich
oder in bestimmten Mustern perforiert ist, oder durch Verwendung von perforierten oder permeablen Spitzenmaterialien
und Filterbestandteilen verwendet werden, wobei UmgebungsT luft in den Rauchstrom und/oder in den Mund des Rauchers
eingeführt wird.
Die Verwendung von Abdeckmaterialien hoher Porosität kann
die Abbren^geschwindigkeit erhöhen, in^dem freier Luftzugang
durch die Abdeckung während der Glimmphasen des Rauchens, also in der Zeit, in der nicht an der Zigarette
gezogen wird, möglich ist.
Diese Materialien sind deshalb zur Lösung der erfindungsgemäßen
Aufgabe weniger geeignet, sind jedoch ebenfalls
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-P-9
von Bedeutung, da sie mit noch höherer Porosität perforiert
werden können.
Die Ventilierung der Abdeckmaterialien durch Perforieren kann vor oder nach der Herstellung des Rauchgegenstandes
erzielt werden. Zigarettenpapiere werden vor dem Herstellen der Zigaretten ventiliert, während Zigarren nach dem Aufbringen
des Binders und Deckblattes perforiert werden.
Um die Zunahme der Anzahl von Zagen zu zeigen, die durch
Verwendung *on perforiertem Zigarettenpapier erzielt wird, wurden vier Zigaretten der Klasse B mit einer Länge von
71 mm unter Verwendung des gleichen Papiers und des gleichen traditionellen, im Luftkanal getrockneten Tabakfüllstoffes
hergestellt und die Papierdeckblätter wurden in unterschiedlichem Ausmaß perforiert, um eine Änderung in der
Ventilation zu erzielen. Die Zigaretten wurden auf der vorstehend beschriebenen Rauchmaschine geraucht und die
Anzahl von Z'igen, die zum Aufrauchen einer jeden Zigarette
erforderlich waren, wurde aufgezeichnet. Die Resultate sind in der nachstehenden Tabelle 2 angegeben.
Papierdurchlässig- Anzahl von Zügen Prozentuale Zunahme keit mls/rain/cm2/ der Züge Zahl über
w.g. Steuerung
0,9 10,2
6,7 10,9 7
17,7 11,6 14
22,9 11,9 17
IAa die Erhöhung der Anzahl von Zügen zu zeigen, die durch
Verwendung von ventilierten Filtern an Zigaretten auftraten, wurden vier Filterzigaretten der Klasse B mit einer Länge
von 84 mm hergestellt, die eine typische, im Luftkanal getrocknete Tabakmischung enthielten. Jede Zigarette wies
einen Acetatpfropfen mit Maulacene Nr. 3-Pfropfenumwickler
auf. Die Zigaretten wurden an den Filterpfropfen in unter-
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schiedlichen Maße perforiert, damit eine Änderung in der Luftverdännung am Filter erzielt wurde, und die Zigaretten
wurden auf der oben beschriebenen Rauchmaschine geraucht, um die Anzahl von Zügen festzustellen, die zum Aufrauchen
der Zigaretten erforderlich waren. Die Resultate sind in der Tabelle 3 zusammengefaßt.
| Tabelle | 3 | ;&-uale Zunahme der Anzahl von Z'igen iber Steuerung |
|
| %-uale Spitzen- verdInnung |
Anzahl von | Z'igen | - |
| O | 11.1 | 9 | |
| 37 | 12,1 | 15 | |
| 50 | 12,8 | 19 | |
| 62 | 13,2 | ||
Um die Zunahme der Anzahl von Zügen zu zeigen, die durch die Perforation von Zigarrenbinder und Zigarrendeckblatt
nach deren Aufbringen auf die Zigarre erzielt wurde, wurden vier Prüfzigarren mit drei Größen von Hand unter Verwendung
von Nadelblöcken ait einem Nadeldurchmesser von 0,25 ram perforiert, um eine Vielzahl von Perforationen zu erhalten,
die von Null Perforationen (Steuerung) bis zu 40 Perforationen erreichten. Die Zigarren wurden auf der vorbeschriebenen
Rauchmaschine geraucht, um die Anzahl von Zagen festzustellen, die zum Aufrauchen einer jeden Zigarre erforderlich
waren. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 zusammengefaßt.
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Anzahl von %-uale Zunahme Anzahl der %-uale Zunahme Anzahl der %-uale Zunahme
Zügen über Steuerung Züge über Steuerung Züge Über Steuerung
Zügen über Steuerung Züge über Steuerung Züge Über Steuerung
| 0 Löcher (Steuerung) |
10,3 | - | 23,5 | - |
| 6 Löcher | 10,9 | 6 | 24,9 | 6 |
| 20 Löcher | 11,6 | 13 | 27,4 | 17 |
| 40 Löcher | 12,6 | 22 | 29,3 | 25 |
39,1
| 39,1 | O |
| 42,4 | 8 |
| 42,9 | 10 |
U) OO CO CO
Aus Tabelle 1 ergibt sich somit, daß zunehmende Mengen
an Füllstoff mit geringerer Dichte und höherem Pillwert die Anzahl von Zügen herabsetzen, die erforderlich sind,
um die Zigaretten zu rauchen, während die Zunahme der Permeabilität von Zigaretten-papier (Tabelle 2) oder die
Erhöhung der Ventilation eines Zigarettenfilters (Tabelle 3) oder die Vergrößerung oder Erhöhung der anzahl von Perforationen
des Zigarrendeckblattes (Tabelle 4) bewirkt, daß die Anzahl von Zagen vergrößert wird, die zum Aufrauchen
des Gegenstandes benötigt werden.
Um zu zeigen, wie die Ventilation verwendet werden kann, um vollständig oder teilweise die Verringerung der Anzahl
von Z igen, die zum Aufrauchen von Zigaretten erforderlich sind, welche expandierten Füllstoff geringer Dichte besitzen,
wurden eine Anzahl von King-size-Zigaretten (84 mm Länge und 25 mm Umfang) mit verschiedenen Ventilationswerten
und verschiedenen Proportionen von expandiertem, im Luftkanal getrockneten Tabakfüllstoff - expandiert durch die
Verflüchtigung einer imprägnierten Flüssigkeit - hergestellt, gewogen und auf der vorbeschriebenen Rauchmaschine geraucht.
Die Anzahl von Zügen, die zum Aufrauchen der Zigaretten bis zu einem Zigarettenstumme1 von Standardlänge erforderlich
war, ist in Tabelle 5 gezeigt.
Expandierte ge- +Zigaretten- Mittleres Zi- Zuganzahl
schnittene ventilation garettenge-
Schicht in wicht (mg)
Mischung
Mischung
O Vo 1148 12,8
5 Vo 1109 12'2
V1 13,3
IO VQ 12,3
V2 1096 14,1
V3 14.6
909809/1067
| 2O |
vo
V4 |
1. | mn | 1046 | ml |
Hauptstrom-
luftver- |
11,5
15,7 |
Gesamt |
| 100 | V0 | 8, | 1 |
dünnung
% von 35 ml Zug |
8,5 |
Hauptstrom-
luft ver- |
||
|
Vl
V2 |
19, | 8 | 782 | 1 |
9,2
10,1 |
dünnung
% von 35 ml Zug |
||
| V3 | 1. | 0 | 1 | 10,4 | 6 | |||
| 8, | 1 | 1 | 30 | |||||
| 8 | 37 | 44 | ||||||
| 37 | 42 | |||||||
| 66 | ||||||||
| Zigarettenpapier | Zigarettenfilter | |||||||
| Luftpermeabilität |
Hauptstrom-
luftver- |
|||||||
| ml/min/cm /c |
dünnung
% von 35 Zug |
|||||||
| +vo | 5 | |||||||
| vl | 29 | |||||||
| V2 | 43 | |||||||
| V3 | 5 | |||||||
| V. | 29 |
Von 12,8 Zügen pro Zigarette bei normalem (nicht expandiertem) Tabakfüllstoff und einer Ventilation VQ waren nur 8,5
Züge erforderlich, um die Zigarette aufzurauchen, die einen Füllstoff enthielt, der vollständig aus expandiertem Tabak
bestand und eine Ventilation VQ hatte. Für Mischungen, die
nur teilweise expandierten Tabak aufweisen, ist die Verringerung der Anzahl von Zügen proportional geringer.
Bei Änderung der Ventilation des Zigarettenpapiers und des
Filters (V, bis V4) ergibt sich, daß diese Abnahme in der
Anzahl von Zügen vollständig oder zumindest teilweise kompensiert werden kann.
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Um zu zeigen, wie die Kombination aus expandiertem Tabak mit hohem Nikotingehalt und ventiliertem Zigarettenpapier die Anzahl von Zügen der Zigarette auf einem annehmbaren Wert hält ,
jedoch den Teer/Nikotingehalt herabsetzt, wurden Zigaretten der Klasse B mit verschiedenen Yentilationswerten hergestellt, die
verschiedene Anteile von expandiertem, im Luftkanal getrocknetem Tabak enthielten; diese Zigaretten wurden auf der vorerwähnten
Rauchmaschine auf einen Stummel von Standardlänge aufgeraucht, und der Hauch wurde in Hinblick auf partikelförmiges Material
(PM, d.h. MTeer")und Nikotin analysiert. Die Ergebniee sind in
Tabelle 6 gezeigt.
Eine weitere Ventilation, die eine vollständigere Kompensierung
der Anzahl von Zügen der Zigarette und eine niedrigere Teerausbeute ergibt, ist natürlich möglich. Auf diese Weise kann erreicht werden, daß durch Kombination von expandiertem Tabakfüllstoff mit hohem Nikotingehalt mit ventilierten Zigarettenüberzügen oder Filtern Zigaretten mit niedrigem Teergehalt und einer
höheren als bisher erzielbaren Nikotinausbeute erhalten werden können,ohne daß die Nachteile von ventilierten Zigaretten, die
normalen Tabak mit hohem Nikotingehalt enthalten, oder von nicht ventilierten Zigaretten, die expandierten Tabak enthalten, in
Kauf genommen werden müssen.
809809/1067
Tafrella
Expandierte
geschnittene
Schicht in
Mischung (%)
O
20
50
100
«•Zigarettenventilation
Vo
V2
Mittleres Zigarettengeiricht (ag)
1148
1046
922
782
Iulletoffnikotingebalt (%)
2.47
2.73
3.25
4.03
Züge
12.4
12.9
11.6 10.1
Bauch
der PW (wni) Mikotin- PW (traf)
Ausbeute ausbeute Nikotin-(■g/ctte) (ng/ctte) verhältnis
11.0 9.2 8.6 7.9
| 19.0 | 1.72 |
| 15.0 | 1.62 |
| 14.6 | 1.71 |
| 14.5 | 1.82 |
Luftdurchlassigkeit
ml/«in/ca VCmH2O
•7o 1.1
V2 19-0
"wnf" bedeutet "Wasser- und Sikotintrei'
Hauptstrov-LuftverdS]
% von 35 al Zug
5
43
CO QO CO
Ein weiterer Vorteil der Korabination von expandiertem
Tabak und ventiliertem Zigarettenpapier besteht darin, daß der Kohlenmonoxydgehalt im Rauch weiter reduziert werden
kann als dies bei ventilierten Zigaretten möglich ist, die normalen Tabak enthalten, oder aber bei nicht ventilierten
Zigaretten, die expandierten Tabak enthalten. Um dies zu zeigen, wurden King-size-Zigarctten hergestellt, die verschiedene
Anteile an expandierter geschnittener Schicht im Füllstoff und verschiedene Ventilationsgrade enthielten.
Diese Zigaretten wurden bis auf eine Stummellänge von Standardlänge in einer achtkanaligen Cigarette Components
Limited-Maschine "Piltrona 301" aufgeraucht, und der Kohlenmonoxydgehalt
des Rauches gemessen. Die Resultate sind in Tabelle 7 aufgezeigt.
Expandierte +Zigaretten- Mittleres Anzahl
geschnittene ventilation Zigaretten- von ZU-
Schicht in gewicht (mg) gen Mischung (%)
1148
12,4
14,6
14,6
Kohlenmonoxyd im Rauch (mg/ctte.)
19,4 14,9
| 20 | vo | 1046 | 11,8 | 17,4 |
| V2 | 12,9 | 12,9 | ||
| 100 | V0 | 782 | 8.4 | 11,9 |
| V2 | 1O,1 | ΐο,ο |
Lu
1.1 19,0
llitlt
auptatromluftVerdünnung
von 35 ml Zug
5
43
43
809809/1067
Aus den Daten nach Tabelle 7 ergibt sich, daß eine erhebliche Reduzierung des Kohlenmonoxydgehaltes ohne
wesentliche Änderung der Anzahl von Zügen erreicht werden kann.
Obgleich die Erfindung in Verbindung mit Zigaretten und Zigarren erläutert wurde, kann sie auf Zigarillos
und andere ähnliche Rauchgegenstände ohne weiteres angewendet werden.
Beim Ventilieren von Zigaretten, Zigarren oder Zigarillos zur Erhöhung der Umgebungsluft im Rauchstrom oder für das
Erreichen des Mundes des Rauchers ist es möglich, zur vollständigen oder teilweisen Kompensierung der Verringerung der Anzahl von Zügen, die zum Aufrauchen des Rauchgegenstandes erforderlich sind, den Kohlenmonoxydgehalt
im Rauch zu reduzieren und einen Rauchgegenstand zu schaffen, der expandierten Tabak verwendet und ein niedriges Teer/Nikotinverhältnis ohne Verringerung der Anzahl
von Zügen besitzt.
809809/1067
Claims (6)
- PatentansprücheTabak- oder dergl. Rauchgegenstand, z.B. Zigarette, Zigarre oder Zigarillo, bei dem wenigstens ein Teil des Füllmateriales geringere Dichte und höheren Füllwert besitzt, wodurch eine Verringerung der Anzahl von Zügen, die erforderlich sind, um den Gegenstand zu rauchen, im Vergleich zu einem ähnlichen Gegenstand mit einem Füllmaterial höherer Sichte und niedrigeren Füllwertes erzielt wird, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Einführen von Umgebungsluft in den Rauchstrom und/oder in den Hund des Rauchers während des Rauchens, um die Anzahl von Zügen zu vergrößern, die erforderlich sind, um den Gegenstand zu rauchen, und damit dem die Anzahl der Züge herabsetzenden Effekt des Füllmaterials geringerer Dichte entgegenzuwirken.
- 2. Rauchgegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Einführen von Umgebungsluft Perforationen und/oder einen Bereich hoher Porösität im Überzug des Rauchgegenstandes aufweist.
- 3. Rauchgegenstand nach Anspruch 1, in Verbindung mit einem Filterpfropfen, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Einführen von Umgebungsluft Perforationen im Filterpfropfen aufweistο
- 4. Rauchgegenstand nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff geringerer Dichte einen Teil des gesamten Füllstoffes ausmacht.
- 5. Rauchgegenstand nach einem der Ansprüche 1-4-, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff geringerer Dichte nur für eine Komponente des Füllmateriales, z.B. Tabakstengel, zerkleinerte Laminastreifen, geschnittenes Lamina, Abfall oder kurze Stücke gilt.
- 6. Rauchgegenstand nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff geringer Dichte expandierter Tabak ist.•09809/1067ORIGINAL INSPECTED
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