DE2738766C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ausgabepumpe mit
einem Ventilkörper, der mittels einer sich am Pumpenge
häuse abstützenden Feder eine Ausgabeöffnung verschließt
und eine Betätigungsfläche aufweist, die beim Betätigen
der Pumpe vom Druck der Pumpenkammer in Öffnungsrichtung
des Ventils gegen die Kraft der Feder beaufschlagt wird,
wobei die Feder als Rückholfeder für den Pumpenkolben
dient.
Derartige Ausgabepumpen mit Druckansammlung oder Druckbe
aufschlagung sind bekannt, beispielsweise durch das wieder
ausgegebene US-Patent 28 366 sowie die US-PS 37 46 260,
39 08 870 und 39 21 861 sowie durch weitere Patentschrif
ten, die in den angegebenen Patentschriften zum Stand der
Technik zitiert sind.
Bisher wurden getrennte, jedoch miteinander verbundene
Kolben unterschiedlichen Durchmessers in getrennten Pum
penkammern verwendet, die so miteinander in Verbindung
stehen, daß ein von einem ersten Kolben in einem ersten
dieser Zylinder gepumptes fließbares Produkt für einen
gewissen Zeitraum unter Druck in einem Druckakkumula
tionszylinder oder einer Druckakkumulationskammer ge
speichert wurde, worin der zweite Kolben arbeitet; es
ist erforderlich, diesen Kolben gegen die Wirkung einer
Spannfeder hinreichend zu bewegen, um ein mit dem zweiten
Kolben verbundenes Ausgabeventil zu öffnen. Es liegt auf
der Hand, daß derartige Ausbildungen zahlreiche Teile und
Zusammenbauhandgriffe mit entsprechenden Herstellungs
kosten bedingen.
Eine weitere Ausgabepumpe mit Druckaufbau ist in der DE-OS
24 54 097 beschrieben. Bei dieser Pumpe weist eine Kolben
stange mit einem hohlen Schaft an einem Ende einen Kolben
kleineren Durchmessers auf, der in einem kleinen Zylinder
arbeitet, welcher hierdurch die Pumpenkammer definiert.
Am gegenüberliegenden Ende des hohlen Schaftes arbeitet
ein Kolben größeren Durchmessers in einem größeren Zylin
der, der sich vom Kolbenstangenkopf nach unten erstreckt
und den großen Kolben überdeckt, wodurch eine Drucksammel
kammer gebildet wird. Bei Druck auf den Betätigungskopf
tritt unter Druck stehendes Fluid aus der Pumpenkammer
durch den hohlen Schaft in die Sammelkammer über und be
wirkt, daß die Kolbenstange in eine derartige Position
bewegt wird, daß die Ausgabe geöffnet wird. Auch diese
bekannte Pumpe weist jedoch den Nachteil einer vergleichs
weise großen Bauöffnung auf und erfordert vergleichsweise
viele Einzelbauteile, die hergestellt und vor allen Din
gen zusammengesetzt werden müssen.
Was die US-PS 28 80 914 anbelangt, so ist dort eine Aus
gabepumpe beschrieben, die jedoch keinen Druckaufbau in
ihrem Inneren erzeugt. Sie beschreibt einen hin- und her
gehenden Kolben oder eine Kolbenstange, die sich über
einen Ventilkörper mit einem Einlaßventil erstreckt. Die
Kolbenstange weist ein Auslaßventil auf, durch das Pro
dukt oder Fluid bei Hin- und Herbewegung der Kolbenstange
ausgegeben wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pumpe der eingangs ge
nannten Art zu schaffen, die bei einfachem Aufbau das
Auslaßventil erst nach Erreichen eines vorbestimmten
Drucks öffnet und erst nach Abbau des vorbestimmten Drucks
schließt, wobei der Ventilkörper beim Verschließen des
Ventils Restflüssigkeit im Bereich desselben verdrängt.
Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß
der Kolben die Pumpenkammer enthält, die in einen in die
Pumpenkammer ragenden Ansaugstutzen übergreift und der
Ventilkörper als eine an der Pumpenkammerwand anliegende
und zur ihr relativ axial verschiebbare Hülse ausgebildet
ist, die an dem Ansaugstutzen abdichtend anliegt.
Diese erfindungsgemäße Ausbildung erbringt den Vorteil
einer vergleichsweise gedrängten Bauart mit relativ we
nigen Bauteilen. Dies führt zu einer kostensparenden Her
stellung der erfindungsgemäßen Ausgabepumpe sowohl bei
reinen Fabrikations- als auch bei den Zusammenbaukosten.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Betätigungsfläche des Ventilkörpers an der Stirn
seite der Hülse ausgebildet ist. Die Betätigungsfläche
kann gemäß der Erfindung eine V-förmige Nut aufweisen,
die mit einem korrespondierenden, an der Pumpenkammer
stirnseite ausgebildeten Vorsprung zusammenwirkt. Die das
Ventil beaufschlagende Feder kann weiterhin in vorteil
hafter Weise den Ansaugstutzen umgreifen und an der Un
terseite der Hülse angreifen. Schließlich liegt es im
Rahmen der Erfindung, wenn der Ansaugstutzen einstückig
mit der Bodenwandung des Pumpenkörpers ausgebildet ist.
Die Erfindung ist anhand
der folgenden Beschreibung mehrerer bevorzugter Aus
führungsbeispiele sowie der schematischen Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt in einer vertikalen Radialebene durch
eine Ausgabepumpe gemäß der Erfindung, wobei eine abnehmbare
Schutzkappe vorgesehen ist. Die Bauteile der Pumpe sind in die
ser Ansicht in ihrer normalen Ruhe- oder Nichtgebrauchslage ge
zeigt, in der alle Ventile geschlossen sind, um ein Austreten
des Produktes im Falle eines Drückens oder einer Umkehr eines
gefüllten Produktbehälters zu vermeiden, auf dem die Pumpe an
geordnet ist;
Fig. 2 - die gleiche Ansicht wie nach Fig. 1, wobei die Bau
teile in der relativen Stellung zueinander gezeigt sind, die
sie etwa in der Mitte eines Ausgabeschrittes der Kolbenstange
und des Kolbenstangenkopfes einnehmen; das Einlaßventil ist
geschlossen, das Auslaßventil geöffnet, die Entlüftung steht
in diesem Zeitpunkt mit der Atmosphäre in Verbindung. Bei die
ser Ansicht ist aus Gründen der Vereinfachung die Schutzkappe
weggelassen;
Fig. 3 - die gleiche Ansicht wie nach Fig. 1 und 2 unter Dar
stellung der verschiedenen Pumpeneinheiten oder Komponenten in
ihrer relativen Lage zueinander bei halb ausgeführtem Saug-
oder Einlaß-Schritt der Kolbenstange und des Kolbenstangen
kopfes, wobei Einlaß- und Entlüftungsventile offen, das Aus
laßventil hingegen geschlossen sind. In dieser Ansicht ist
der Aufbau leicht geändert, um einen Pumpenkörper als einheit
lichen Teil der Behälterverschlußkappe zu bilden und ihn zum
Zusammenwirken mit einer Schutzkappe so auszubilden, daß er
eine verbesserte Entlüftungsdichtung ergibt;
Fig. 4 - die gleiche ansicht wie nach Fig. 3 eines weiteren
Ausführungsbeispiels der Erfindung mit einem betätigten Ent
lüftungsventil und
Fig. 5 teilweise eine vergrößerte Ansicht des Entlüftungsven
tils nach Fig. 4 in seiner geöffneten Stellung.
In den Fig. 1 und 2 weist die erfindungsgemäße Pumpe eine im
wesentlichen zylindrische, oben offen endende Pumpenkörpereinheit
10 auf, die so ausgebildet ist, daß sie flüssigkeitsdicht an
einer Behälterverschlußkappe 12 angeordnet werden kann, die ein
Innengewinde aufweisen oder anderweitig derart ausgebildet sein
kann, daß sie flüssigkeitsdicht über einem mit einem korrespondie
renden Gewindehals versehenen Behälter befestigt werden kann,
welch letzterer so ausgebildet ist, daß er ein fließbares, mittels
der erfindungsgemäßen Pumpe auszugebendes Produkt aufnehmen kann.
Die Pumpenkörpereinheit oder der Pumpenkörper 10 erstreckt sich
nach oben durch eine Öffnung in der Stirnfläche 14 der Behälter
verschlußkappe und ist an seiner Basis mit einem umlaufenden
Rand 15 versehen, der normalerweise flüssigkeitsdicht zwischen der
Stirnfläche der Verschlußkappe und dem oberen Ende des Behälter
halses angeordnet werden kann. In einer Bodenwandung 16 des Pumpen
körpers ist eine herkömmliche Entlüftungs- oder Atmungsöffnung 17
vorgesehen, über die ein Druckausgleich zwischen dem Behälterinne
ren und seiner Umgebung stattfinden und außerdem fließbares Pro
dukt in den Behälter zurückkehren kann, das über den Pumpenkolben,
auf den noch eingegangen wird, ausgetreten ist.
Ein stationärer Ansaugstutzen 20 ist an der Bodenwandung 16 befestigt
und erstreckt sich von dieser axial nach oben. Er wirkt mit einem
ring- oder rohrförmigen Ventilkörper 21 zusammen, der
eine Innenbohrung zur Aufnahme des und Ausführung von hin- und
hergehenden oder Umkehrbewegungen auf dem Ansaugstutzen 21 auf
weist, um somit eine variable Pumpenkammer 23 zu bilden. Der
dargestellte Ansaugstutzen ist als vertikales Standrohr gezeigt.
Einen zwischen der Bodenwandung 16 des Pumpenkörpers oder Körpers
10 und dem Ventilkörper 21 zusammengedrückte Kolben
feder drückt federnd den Ventilkörper 21 in seine voll
ständig angehobene Stellung nach oben und hält ihn normalerweise
in dieser Position.
Es ist ersichtlich, daß der Ansaugstutzen 20 auf der ringförmigen Basis
oder Bodenwandung 16 des Körpers 10 gelagert und vorzugsweise
einstückig mit dieser ausgebildet ist. Durch den Ansaugstutzen 20 und
die Bodenwandung 16 erstreckt sich eine Einlaßöffnung 26, die
vorzugsweise ein herkömmliches Eintauchrohr 27 aufnimmt und mit
diesem verbunden ist. Sein unteres (nicht gezeigtes) Ende erstreckt sich
in das aus einem Behälter auszugebende Produkt, an wel
chem Behälter die Pumpe in bekannter Weise angeordnet ist.
Ein Ventil oder Sperrventil 28, das oben an dem hohlen Ansaugstutzen 20
nach Fig. 1 als Klappenventil vorgesehen ist, ermöglicht freie,
nach oben gerichtete Strömung des fließfähigen Produktes aus dem
Behälter durch den Ansaugstutzen 20 in die Pumpenkammer 23, wobei
der Rückfluß des Produktes unterbunden wird.
Der Kolbenstangenausgabekopf oder die Einheit 30 ist so ausgebil
det, daß sie einen nach unten gerichteten Kolben 31 ergibt,
der mit Gleitsitz den Ventilkörper 21 aufnimmt und auf
diese Weise eine abgeschlossene Akkumulationskammer 32 veränder
lichen Volumens definiert, die über den Ventilkörper
mit dem ventilgesteuerten oberen Ende des Einlasses 26 in Verbin
dung steht. Diese Akkumulationskammer 32 weist einen erheblich
größeren Durchmesser als die Pumpenkammer oder der Zylinder 23
auf, und das ringförmige, nach oben gerichtete Ende der Ventil
körper wird in der Akkumulationskammer dem nach unten gerichteten
Flüssigkeitsdruck ausgesetzt, entgegengesetzt dem nach oben ge
richteten Druck der Feder 24.
Wie in Fig. 1 dargestellt ist, kann eine abnehmbare Schutzkappe
33 mittels Schnappsitz od. dgl. über die Behälterkappe und/oder
den Körper 10 über den nach oben ragenden, oben beschriebenen
Pumpenaufbau angeordnet werden, um letzteren während des Trans
ports und der Lagerung zu schützen. Gleichermaßen kann der Pumpen
stangenkopf, vgl. Fig. 1, mit einem nach unten hängenden Hemd
oder einem Ansatz 19 zur Abdeckung der Teleskopverbindung mit dem
Körper 10 versehen sein.
Der Kolbenstangenausgabekopf 30 ist so ausgebildet, daß er ein nach oben
zeigendes Fingerstück mit Betätigungsfläche 34 aufweist, über das intermittierender
Fingerdruck auf bequeme Weise auf ihn ausgeübt und auf den
Ventilkörper 21 übertragen werden kann, um somit dessen
Bewegung auf dem stationären Ansaugstutzen 20 umzukehren. Es sei darauf
hingewiesen, daß jeglichem Niederdrücken des Ventilkörpers die
Feder 24 federnd entgegenwirkt, wodurch der Ventilkörper jeweils
in seine vollständig angehobene Position im Anschluß an das jeweilige
Aufhören des Fingerdruckes zurückbewegt wird.
Die Aufwärtsbewegung des Kolbenstangenausgabekopfes oder Kolben
kopfes 30 wird beispielsweise durch ringförmige Anschlagschultern
oder Rippen 35 und 36 am Pumpenkörper 10 und am Hemd 37
eindeutig begrenzt. Diese Rippen wirken in der oberen Kolben
stangenposition dichtend zusammen, um auf diese Weise eine Verbin
dung zwischen der Entlüftungsöffnung 17 und der Atmosphäre während
des Transports und der Lagerung zu verhindern.
Von einem Kolben 31 erstreckt sich ein in einer
Auslaßöffnung endender Auslaßdurchgang 38, über welchen das aus
zugebende Produkt aus der Akkumulationskammer 32 einer Ausgabe
stelle zugeführt wird, die vorzugsweise durch eine Spraydüse gebil
det wird. Der Auslaßdurchgang 38 mündet in den Kolben 31 etwas
unterhalb des blinden oberen Endes in einem Bereich derart, daß
sein inneres Ende normalerweise durch den Ventilkörper
21 abgedeckt ist, wenn dieser über die Feder 24 vollständig
nach oben in das blinde Ende des Kolbens 31 bewegt ist.
An seinem oberen Ende bildet der Ventilkörper 21
vorzugsweise ein nach oben gerichtetes ringförmiges
Hemd 39, das so bemessen ist, daß ein abstreifendes Zusammenwir
ken mit der Innenwandung des Ventilkörpers 21 sowie eine
Abdichtung mit dem Kolbenkopf 30 am blinden oberen Ende seines
Sockels herbeigeführt wird. Bei vollständig angehobener Stellung
des Kolbens erbringt die Abdichtung bezüglich des blinden Endes
des Sockels eine wirksame Abdichtung während des Transports, wo
durch ein Austritt des Produktes in oder durch den Auslaßdurchgang
vermieden wird.
In dieser Position ist die nach oben gerichtete Bewegung des
Kolbenkopfes 30 durch das Zusammenwirken der Anschlagschultern
35 und 36 begrenzt, wobei die Feder 24 weiterhin auf den Ventil
körper nach oben einwirkt, wodurch sein Hemd 39 in dichtendes
Zusammenwirken innerhalb einer Kolbenstangenkopf-Dichtungsnut 40
gebracht wird; siehe am besten Fig. 2.
Wie oben ausgeführt, erstreckt sich der Auslaßdurchgang 38 von
der Druckakkumulationskammer 32 durch den Kolbenkopf zu einer
Entnahme- oder Auslaß-Stelle, die durch eine Mündung einer her
kömmlichen Spraydüse gebildet wird. Beim gezeigten Ausführungs
beispiel weist diese Sprühdüse eine Wirbelkammer 41 auf, die einen
Teil des Auslaßdurchgangs 38 bildet und konzentrisch zur Auslaß
öffnung angeordnet ist. Es ist erkennbar, daß die Wirbelkammer ge
meinsam durch den Ventilkörper 21 und den Kolbenkopf 30 ge
bildet wird, so daß eine Relativbewegung zwischen Ventilkörper und Kolben
kopf während der Betätigung der Pumpe darauf hinausläuft, daß
eventuell vorhandene, koagulierte oder ausgefällte Feststoffe be
wegt und entfernt werden, die anderweitig das Bestreben haben, sich
in der Sprühdüse anzusammeln und diese zuzusetzen. Einer derartigen
Ansammlung von Feststoffen wird weiterhin durch die enge Zuordnung
von Ventilkörper und Auslaßöffnung vorgebeugt,
wodurch lediglich ein kleiner Raum gebildet wird, in den die Fest
stoffe koagulieren oder sich ansammeln können. Infolge dieser Aus
bildung wirkt die Kolbenstangeneinheit nach Art einer sogenannten
"Spitzendichtung" (tip-seal) für die Düse.
Die erfindungsgemäße Ausgabepumpe arbeitet wie folgt:
Es sei vorausgesetzt, daß die oben beschriebene Pumpeneinheit
auf den Behälter eines auszugebenden Produktes angeordnet ist,
wobei die mit Schnappsitz angeordnete Schutzkappe, sofern sie vor
handen ist, zunächst in bekannter Weise abgenommen wird.
Die Pumpe wird dann durch intermittierenden Fingerdruck auf dem
Kolbenstangenausgabekopf 30 betätigt, wodurch der Ventilkörper
21 im stationären Ansaugstutzen 20 hin und her bewegt wird.
In Übereinstimmung mit dem herkömmlichen Vorgehen dient erste hin-
und hergehende Bewegung oder Umkehrbewegung des Ventilkörpers
21 dazu, die Pumpe durch Ausdrücken der Luft aus ihr und
durch Anziehen des fließfähigen Produktes nach oben durch das
Eintauchrohr 27 und den Ansaugstutzen 20 in die Pumpenkammer 23
anzufüllen; die Pumpwirkung tritt, wie im folgenden beschrieben
wird, sowohl während dieser Ansaug- und Produktausgabephasen des
Pumpenbetriebes auf.
Zu Beginn dieser Auffüll- und/oder Pumpbetätigung nehmen die ver
schiedenen Teile die in Fig. 1 gezeigte Lage ein, wobei die
Feder 24 den Ventilkörper 21 in seiner vollständig angehobenen Stellung
dichtend gegenüber dem blinden Ende des durch die Kolbenstangen
kopfeinheit definierten Kolbens hält und die Kopfeinheit gegenüber
nach oben gerichteter Verschiebung durch das Zusammenwirken der
Anschlagschultern gesichert ist. Darüber hinaus verhindert die
dichtende Anlage zwischen diesen ringförmigen Anschlagschultern
oder Rippen 35 und 36 eine Verbindung zwischen Entlüftungsöffnung
17 und Atmosphäre, wodurch jegliches Austreten von Flüssigkeit bei
irrtümlicher Umkehrung von Behälter und Pumpe verhindert wird.
Bei der anfänglichen, nach unten gerichteten Bewegung des Kolben
stangenkopfs bewirkt dessen Anlage am oberen Ende der Kolbenstange,
daß letztere nach unten auf den stationären Ansaugstutzen anläßlich eines
Drucktaktes bewegt wird, wodurch die Feder 24 zusammengedrückt wird.
Da der Drucktakt sich weiter fortsetzt, tritt ein sich progressiv
verstärkender Fluiddruck innerhalb der Akkumulationskammer 32 auf
und zwar bis dieser Druck eine solche nach unten gerichtete Kraft
auf den Ventilkörper 21 ausübt, die die nach oben gerichtete Federkraft
der Pumpenfeder 24 überwindet. Dies resultiert in einer nach unten
gerichteten Bewegung des Ventilkörpers oder der Kolbenstange in dem Kol
benstangekopfsockel, die ihrerseits ausreichend ist, die Kolben
stange von dem blinden oberen Ende des Sockels abzuheben und das
Ende des Auslaßdurchgangs 38 freizugeben, wodurch der Inhalt der
Kammer 23 durch den Auslaßdurchgang 38 unter Druck ausgegeben wird.
Diese Ausgabe setzt sich solange fort, wie der Druck des Fluids
oder Produktes in der Akkumulationskammer ausreicht, die Kolben
stange derart nach unten bezüglich des Kolbenstangenkopfes ver
schoben beizubehalten und so den Auslaßdurchgang 38 freizugeben.
Fällt alsdann der Druck in der Akkumulationskammer ab, so daß der
Auslaßdurchgang nicht mehr offen gehalten werden kann, entweder
wegen unzureichenden Fingerdruckes auf den Kolbenstangenkopf
oder aufgrund Entleerung der Pumpenkammer und der Akkumulationskam
mer im Bereich des Endes des nach unten gerichteten Taktes, bewirkt
der Federdruck, daß die Kolbenstange wiederum im Kolbenstangenkopf
sockel aufsitzt und somit der Auslaßdurchgang 38 verschlossen wird.
Da der Fingerdruck ausgesetzt wurde, um den Rückführungstakt zu
ermöglichen, bleibt der Durchgang in seiner geschlossenen Position,
um die neue Charge des Produktes in die Pumpenkammer zu ziehen,
da Ventilkörper und Kolbenstangenkopf beide in ihre normalerweise
angehobene Position durch die Feder 24 zurückgeführt werden.
Es sei erwähnt, daß während des gesamten nach unten gerichteten
Taktes des Ventilkörpers und bis dieser seine vollständig angehobene
Position erreicht, das Nichtzusammenwirken der Anschlagschultern
35 und 36 eine freie Verbindung des Behälterinneren über die Ent
lüftungsöffnung 17 mit der Atmosphäre herstellt. Auf diese Weise
kann die Atmosphärenluft zwecks Ersatz des ausgegebenen Produktes
einfach in den Behälter strömen.
Wie obenerwähnt, erzeugt eine Relativbewegung von Ventilkörper
und Kolbenstangenkopf zur Betätigung der Pumpe automatisch eine
Wisch- und Aufrührwirkung im in der Wirbelkammer erhaltenen Pro
dukt, so daß einer Ansammlung oder Bildung von Feststoffen vorgebeugt
wird, die die Wirbelkammer zusetzen könnten.
Es ist ersichtlich, daß die bevorzugte Form der Pumpe mit Ausnahme
des Eintauchrohres außerhalb des Behälters, dem sie zugeordnet
ist, angeordnet ist. Dies ermöglicht die Anwendung der Pumpe an
vergleichsweise kleinen Behältern, die lediglich eine hinreichend
große Öffnung zur Aufnahme des Eintauchrohres aufweisen müssen.
Nichtsdestoweniger kann die erfindungsgemäße Pumpe jedoch auch
größer zum Einsatz bei großvolumigen Ausgabevorgängen ausgeführt
werden, beispielsweise für Haushalts- und Wäschereiprodukten.
Weiterhin ist erkennbar, daß die erfindungsgemäße Pumpe mit Aus
nahme des Eintauchrohres und der Kolbenfeder lediglich drei Haupt
bauteile oder Einheiten aufweist, die alle zur Herbeiführung der
notwendigen Pump- und Ausgabedrucksteuerungen zur Steuerung der
Ventil- und Entlüftungsfunktionen bezüglich einander bewegbar sind.
Die Pumpwirkung einschließlich der Betätigung des Einlaß-Sperr
ventils wird durch die Umkehrbewegung der Kolbenstangeneinheit be
züglich des Pumpenkörpers mit seinem darin vorgesehenen Ansaugstutzen
herbeigeführt und die Steuerung der Entlüftungswirkung ist gleicher
maßen abhängig von den relativen Positionen dieser Einheiten.
Die Steuerung der Auslaßventilfunktion wird durch die Relativbewe
gung zwischen Ventilkörper und Kolbenstangenkopfeinheit als Fol
ge von Fluiddruckänderungen in der Druck- oder Akkumulationskammer
herbeigeführt, die gemeinsam durch diese Einheiten begrenzt wird;
der Ventilkörper selbst wirkt als Auslaßventil, wodurch ein herkömm
liches Sperrventil konventionelleren Aufbaus vermieden wird.
Wegen der geringen Anzahl einheitlicher Teile der hier beschriebenen
Pumpe liegt es auf der Hand, daß sie in sehr wirtschaftlicher Wei
se hergestellt und zusammengebaut werden kann, wobei sie jedoch
nichtsdestoweniger sehr zuverlässig und wirtschaftlich arbeitet.
Bei dem abgeänderten Ausführungsbeispiel der Erfindung nach Fig. 3
sind die wenigen Bauteile, ihr Zusammenwirken und ihr Aufbau ähn
lich denen der vorbeschriebenen Punkte. In Fig. 3 sind die Teile
etwa in der Mitte des Aufwärts- oder Saugtaktes des Kolbens ge
zeigt, wobei das durch den Ventilkörper zusammen mit dem Kolben
stangenkopf gebildete Auslaßventil geschlossen ist, während das
Einlaßventil offen ist. Beim vorliegenden, wie beim vorangegangenen
bevorzugten Ausführungsbeispiel, ist das Einlaßventil ein Klappen
ventil und einstückig mit dem oberen Ende des Ansaugstutzens ausgebildet,
und an diesen mittels einer flexiblen Verbindung angeordnet, die
als Gelenk dient. Derartige Gelenke sind bei der Herstellung von
Kunststofferzeugnissen bekannt.
Fig. 3 zeigt wie der Pumpenkörper 10′ als integraler Teil der
Behälterkappe 12′ ausgebildet sein kann, so daß die obere Wandung
der Kappe ebenfalls die ringförmige Bodenwandung des Pumpenkörpers
bildet.
Darüber hinaus ist der Teil 10′ des Körpers, ehe er teleskopartig
die Schutzkappe 33 aufnimmt, im Spritzgießverfahren hergestellt
oder aus einem federnden, deformierbaren Kunststoff oder anderem
Material normalen äußeren Durchmessers hergestellt, der in derarti
ger Beziehung zum Innendurchmesser der Schutzkappe 33′ steht,
daß er damit einen festen Sitz herbeiführt, wenn die Schutzkappe
und der Körper teleskopisch miteinander verbunden sind und zwar
mit der Absicht, daß die sich einstellende Begrenzungs- und leicht
radial nach innen gerichtete Verformung des oberen freien Endes
des Körperteils oder die Muffe 10′ ihre innere, ringförmige An
schlagrippe 35′ eng anliegend an das sich nach unten erstreckende
Kolbenstangenkopfhemd 37′ längs des gesamten Umfangs an
legt. Auf diese Weise erhält man eine verbesserte Transportrich
tung, die die Wirkung der Anschlagschultern 35′ und 36′ in Rich
tung auf die Verhinderung eines Leckens oder Austretens des flüs
sigen Produktes unterstützt, das in den von den Teleskopteilen 10′
und 37′ gebildeten Raum eingetreten sein könnte.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 ist Aufbau und
Ausbildung im wesentlichen gleich der Ausführungsform nach Fig. 3
mit der Ausnahme, daß die Teile etwas modifiziert wurden, um ein
Entlüftungsventil zu erhalten, das zwangsweise durch den und als
Folge des auf den Kolbenstangenkopf einwirkenden intermittierenden
Fingerdrucks bestätigt wird. Zu diesem Zweck ist der Muffen- oder
Körperteil 10 a, der wiederum teleskopisch mit dem Kolbenstangen
kopfhemd zusammenwirkt, einstückig mit der Behälerkappe und nicht
mit dem Pumpenkörper, wie bei vorangegangenen Ausführungsbeispielen,
ausgebildet. Andererseits weist der Pumpenkörper eine ringförmige
Basis 16 a auf, an der der stationäre Ansaugstutzen 20 a einstückig
angeordnet ist. In diesem Fall bildet die Basis 16 a eine ring
förmige Dichtung aus federndem, flexiblem Kunststoff, oder anderem
Material, von dem der hohle oder rohrförmige Kolben wie vorstehend
ein einstückiges Teil ist. Diese Dichtung ist unterhalb und im
Bereich der Stirnfläche 14 a der Behälterkappe angeordnet, so daß
- im Falle die Kappe mit einem Gewinde versehen oder anderweitig am
Hals des Produktbehälters befestigt ist - der äußere seitliche
Randteil der Dichtung flüssigkeitsdicht zwischen die Stirnwandung
und dem Behälterhals eingeklemmt wird und sich dann nach oben mit
ausreichendem Spiel nach oben durch die mittige Öffnung der Ver
schlußkappenstirnfläche erstreckt.
Es ist ersichtlich, daß die innere Seitenfläche der flexiblen
Dichtung 16 a, die den Kolben 20 a unmittelbar umgibt, und in dessen
Bereich angeordnet ist, wenn er sich in seinem normalen, nicht
vorgespannten Zustand befindet, flüssigkeitsdicht mit der Stirn
fläche 14 a der Kappe zusammenwirkt, um auf diese Weise die
Entlüftungsöffnung 17 a zu verschließen, die in der inneren Um
fangsfläche der Dichtung im Bereich der Außenwandung des Ansaugstutzens
20 a vorgesehen ist.
Auf diese Weise ist die innere Seitenfläche der flexiblen Dichtung
16 a in der Lage, sich als Folge eines nach unten gerichteten
Pumpendruckes auf den Kolben 20 a von der Stirnwandung 14 a der
Behälterkappe wegzubiegen. Während des Betriebs der Pumpe kann so
mit in den zwischen den teleskopisch zusammenwirkenden Hemden 10 a
und 37 a gebildeten Raum eintretende Luft durch die Öffnung zwischen
der mittigen Öffnung der Schutzkappen-Trennwandung und dem Ansaugstutzen
20 a strömen, um auf diese Weise durch die Öffnung 17 a in den
Produktbehälter einzutreten, wodurch also Luft unter atmosphärischem
Druck in dem Behälter eintritt, an dem die Pumpe angeordnet ist.
Claims (5)
1. Ausgabepumpe mit einem Ausgabeventilkörper, der mittels einer
sich am Pumpengehäuse abstützenden Feder eine Ausgabeöffnung
verschließt und eine Betätigungsfläche aufweist, die beim
Betätigen der Pumpe vom Druck der Pumpenkammer in
Öffnungsrichtung des Ventils gegen die Kraft der Feder
beaufschlagt wird, wobei die Feder als Rückholfeder für den
Pumpenkolben dient, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (31)
die Pumpenkammer (23) enthält, die einen in die Pumpenkammer
ragenden Ansaugstutzen (20) übergreift und der Ventilkörper (21)
als eine an der Pumpenkammerwand anliegende und zu ihr relativ
axial verschiebbare Hülse ausgebildet ist, die an dem
Ansaugstutzen abgedichtet anliegt.
2. Ausgabepumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betätigungsfläche des Ventilkörpers (21) an der Stirnseite der
Hülse ausgebildet ist.
3. Ausgabepumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungsfläche eine V-förmige Nut (40) aufweist, die
mit einem korrespondierenden, an der Pumpenkammerstirnseite
ausgebildeten Vorsprung zusammenwirkt.
4. Ausgabepumpe nach Anspruch 1, daß die Feder (24) den
Ansaugstutzen umgreift und an der Unterseite der Hülse angreift.
5. Ausgabepumpe nach einem der Ansprüche 1 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ansaugstutzen einstückig mit der
Bodenwandung des Pumpenkörpers ausgebildet ist.
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