DE273812C - - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01B—PERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
- E01B11/00—Rail joints
- E01B11/44—Non-dismountable rail joints; Welded joints
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- Arc Welding In General (AREA)
- Butt Welding And Welding Of Specific Article (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 19 a. GRUPPE
OSCAE MELAUN in BERLIN.
Die bisher bekannten Verfahren zum Zusammenschweißen der Schienen am Stoß in
der Weise, daß man die beiden Schienenenden durch Seitenlaschen oder auch noch durch
Unterzuglaschen verbindet und diese mit den : Schienen verschweißt, besitzen verschiedene
Nachteile. Beim Schweißen auf elektrischem Wege, ζ. Β. mittels des Lichtbogens, liegt
kein wirkliches Schweißen vor, denn wirklich
ίο schweißbar ist nur das »Schweißeisen« . oder
ein sehr weiches »Flußeisen«. Ein Schienenstahl (Flußstahl von 6o bis 70 kg Festigkeit)
ist nicht mehr schweißbar. Notwendig für ein richtiges »Schweißen« ist außerdem die
Vereinigung der zur Schweißhitze gebrachten Flächen unter Druck, entweder durch Zusammendrücken
in einer Presse oder unter dem Hammer.
Bei dem sogenannten Zusammenschweißen der Laschen mit den Schienen durch den
elektrischen Lichtbogen werden zusammenliegende Teile der Schienen und der Laschen
zum Schmelzen gebracht; in das dünnflüssige Metall werden Stahlstückchen geworfen, welche
ebenfalls schmelzen, und die dünnflüssig gewordenen Teile der Schienen und der Laschen
mischen sich innig mit dem ebenfalls flüssig gewordenen Zusatzmetall. Nach dem Erstarren
des vermischten flüssigen Metalls hat an der betreffenden Stelle wohl eine Vereinigung
der Schienen mit den Laschen stattgefunden, aber diese Vereinigung ist keine Schweißung,
denn die zu vereinigenden Stücke sind weit über die Schweißhitze erwärmt und in einen
dünnflüssigen Zustand gebracht worden. Die Vereinigung erfolgt ohne Druck lediglich durch
ein Vermischen und ein Erstarren dieser geschmolzenen dünnflüssigen Masse. Die Verbindung
von Schiene und Lasche an der betreffenden Stelle kann daher nur ein Zusammenschmelzen
genannt werden. An der Verbindungsstelle befindet sich nach dem Erstarren
und Erkalten nur gegossener Flußstahl, welcher etwa die gleiche Beschaffenheit besitzt
wie ein gegossener roher Stahlblock. Der gegossene Stahlblock wird jedoch durch das Auswalzen bis zur fertigen Schiene und
Lasche derart durchgearbeitet, daß der Stahl erst die physikalischen Eigenschaften erhält,
welche die Eisenbahnschiene für den Betrieb besitzen muß. Eine solche mechanische Durcharbeitung
erfährt das Metall an jenen Verbindungsstellen jedoch nicht. Es müssen daher zwischen dem gewalzten Stahl und dem
nur gegossenen nach dem Erkalten schädliche. Spannungen zurückbleiben, welche unter der
wechselnden Luftwärme und unter der Stoßwirkung der Räder leicht zu Rissen Veranlassung
geben können.
Die Verbindung der Laschen mit den Schienen durch das sogenannte autogene Schweißen
ist ebenfalls kein Schweißen im richtigen Sinne des Wortes. Eine solche Vereinigung zweier
Stücke Flußstahl ist ebenfalls lediglich ein Zusammenschmelzen, nur in einer anderen
Ausführungsform als bei Anwendung des elektrischen Lichtbogens.
Bei dem autogenen Schweißen ist noch der
Übelstand vorhanden, daß die durch den sogenannten Schweißbrenner erzeugte Wärme
durch die große Masse der Eisenbahnschienen schnell abgeleitet wird, weshalb es daher
schwierig und teuer ist, die betreffende Stelle der Schiene und Lasche zum Schmelzen zu
bringen,
Auch das alumino-thermische Verfahren ist nur ein Zusammenschmelzen.
>o Das nachstehend beschriebene neue Verfahren
hat nun den Zweck, Eisenbahnschienen mit den Seitenlaschen oder auch noch mit Unterzuglaschen oder Platten -im technisch
richtigen Sinne des Wortes durch Schweißung zu verbinden und dadurch eine dauernd betriebssichere
Verbindung der Schienen an den Stoßstellen herzustellen.
In der Zeichnung ist als Beispiel die Verlaschung der Schienen durch Seitenlaschen ge-
ao wählt. Die Fig. 1 ist ein Querschnitt nach
A-B der Fig. 2, die Fig. 2 eine Seitenansicht der Stoßverbindung nach der Fig. 1. Die
Schienenenden sind mit α, α bezeichnet, die beiden Seitenlaschen mit b, b.
Abweichend von dem Bekannten erfolgt das Schweißen an verhältnismäßig kleinen Stellen.
An diesen Stellen werden durch die Lasche und die Schienen bis auf eine gewisse Tiefe
zusammenhängende Löcher gebohrt. Zweckmäßig werden z. B. zwei oder drei Bohrungen
in gewissen Abständen nebeneinander stehend in Gruppen angeordnet. Zur Ausfüllung dieser
Bohrungen werden aus gewalztem Rundeisen Stücke s geschnitten. Die Bohrungen sind
nach innen geschlossen und nur nach außen offen. Jede dieser Bohrungen wird mit einem
geeigneten Brenner durch ein Gasgemisch (z. B. durch Acetylengas und Sauerstoff) innen
erhitzt. Jedes Bohrloch wirkt bei der Erhitzung wie ein kleiner Kuppelofen, bei welchem
der Zutritt der Luft zu den sich im schweißbaren Zustande befindlichen Lochwandungen
versperrt ist. Zweckmäßig wird eine Gruppe von nebeneinanderliegenden Bohrungen durch eine entsprechende Zahl von an einer
Leitung befindlichen Brennern gleichzeitig erwärmt. Zugleich werden in einem daneben
stehenden tragbaren Muffelofen eine entsprechende Anzahl von Rundeisenstücken s erhitzt. Die Innenwandung der Bohrungen
und die Rundeisenstücke werden gleichzeitig zur Schweißhitze gebracht, und hierauf wird
in jede Bohrung ein Rundeisenstück mittels
. einer Vorrichtung unter Druck eingepreßt oder mit einem Hammer eingetrieben und gestaucht.
Der Durchmesser des Rundeisenstückes muß so groß sein, daß es in Schweißhitze leicht in die Bohrung eingebracht werden
kann. Durch ein schnelles Stauchen während der Schweißhitze wird das Rundeisenstück
technisch richtig mit der Innenwandung der Bohrung zusammengeschweißt. Im Boden
' der Bohrung wird zweckmäßig eine kleine öffnung hergestellt, um der Luft und etwaiger
Schlacke einen Austritt zu gestatten.
Bei diesem Schweißverfahren sind also sämtliche drei Bedingungen, welche eingangs
der vorliegenden Beschreibung als für eine Schweißung im technisch richtigen Sinne des ·
Wortes ^notwendig sind, vorhanden, und zwar:
1. Leicht und sicher schweißbares Metall:
a) die Rundeisenstücke s können aus weichem, leicht schweißbarem Eisen hergestellt werden,
b) durch eine oxydierende Flamme der Brenner wird den Wandungen der Hohlräume ein
Teil des in dem Stahl befindlichen Kohlenstoffes entzogen und dadurch diese Teile in
leichter schweißbares Metall umgewandelt.
2. Die zusammenzuschweißenden Flächen werden nur zu einer technisch richtigen Schweißhitze
gebracht, nicht aber in einen dünnflüssigen Zustand.
3. Die Schweißung erfolgt in der technisch richtigen Schweißhitze unter einem für eine
gute und sichere Schweißung erforderlichen Druck.
Statt der runden Bohrungen können auch vierkantige quadratische oder länglich rechteckige
oder sonstwie geformte Hohlräume hergestellt werden, und dementsprechend werden auch die Stücke s zum Einschweißen geformt.
Die Bohrungen oder Hohlräume in den Schienen und Laschen können entweder in der Werkstatt oder erst auf der Baustelle hergestellt
werden. Da die Laschen mit den Schienen fest verschweißt werden, so können sie aus schweißbarem Eisen gewalzt werden. Die
zum Schweißen verwendeten Laschen können eine beliebige, gegebenenfalls von den bisher
benutzten Laschen abweichende Form besitzen.
Die sich nach vorbeschriebenem Verfahren ergebenden Vorteile bestehen hauptsächlich
darin, daß die neue Verbindung eine wirkliche Verschweißung darstellt, welche sich
außerdem sehr einfach, sicher und billig herstellen läßt. Die für die Schweißung notwendige
Wärmemenge ist bedeutend herabgesetzt. Die geringere Wärmemenge schließt ferner ein Ausglühen des oberhalb der Schweißstelle
gelegenen Teiles des Schienenkopfes aus. Des weiteren ist die Schweißstelle· gegen lotrechte
und wagerechte Beanspruchungen bruchsicher, da an Stelle des bisherigen geschmolzenen,
weniger dichten und festen Stoffes ein geeigneterer bruchsicherer Stoff gewählt werden
kann. Außerdem wird eine Längenverschiebuug der Schienen und Laschen gegeneinander
durch das dübelartige Eingreifen der festgeschweißten' Kerne, gleichzeitig in beide
Teile, sicher verhindert. ....:-
Claims (1)
- Patent-An SPRU ch:
Verfahren zum Zusammenschweißen der Laschen mit den Schienenenden, dadurch gekennzeichnet, daß in den Schienen und Laschen an beliebigen Stellen beliebig gestaltete, zusammenhängende Aussparungen hergestellt und darin nach Erhitzen der Innenwände der Aussparungen mittels der oxydierenden Flamme eines Schweißbrenners bis zur »Schweißhitze« entsprechend geformte und erhitzte Kernstücke aus schweißbarem Eisen unter Druck eingepreßt oder mit Hämmern eingetrieben werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE273812C true DE273812C (de) |
Family
ID=530233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT273812D Active DE273812C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE273812C (de) |
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- DE DENDAT273812D patent/DE273812C/de active Active
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