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DE2735609A1 - Verfahren zur verfluessigung von kohle - Google Patents

Verfahren zur verfluessigung von kohle

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Publication number
DE2735609A1
DE2735609A1 DE19772735609 DE2735609A DE2735609A1 DE 2735609 A1 DE2735609 A1 DE 2735609A1 DE 19772735609 DE19772735609 DE 19772735609 DE 2735609 A DE2735609 A DE 2735609A DE 2735609 A1 DE2735609 A1 DE 2735609A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
coal
hydrogen
mixture
catalyst
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19772735609
Other languages
English (en)
Inventor
Clyde L Aldridge
Jun Roby Bearden
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Exxon Research and Engineering Co filed Critical Exxon Research and Engineering Co
Publication of DE2735609A1 publication Critical patent/DE2735609A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G1/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
    • C10G1/08Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal with moving catalysts
    • C10G1/083Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal with moving catalysts in the presence of a solvent
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G1/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
    • C10G1/08Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal with moving catalysts
    • C10G1/086Characterised by the catalyst used

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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verflüssigung von Kohle in einem NHD-Lösungsmittel (Nicht-Wasserstoff-Donor-Lösungsmittel, also kein Wasserstoff spendendes Lösungsmittel) zu flüssigen Kohlenwasserstoffprodukten in Gegenwart eines Katalysators, der in situ aus einer geringen Menge an Metallen hergestellt wird, die der Mischung von Kohle und Lösungsmittel als öllösliche Metallverbindungen zugesetzt werden.
Die Verflüssigung von Kohle zu flüssigen Kohleprodukten in einem Wasserstoff-Donor-Lösungsmittel ist allgemein bekannt. Bei derartigen Verfahren wird eine Aufschlämmung von Kohle in einem Wasserstoff-Donor-Lösungsmittel in Gegenwart von molekularem Wasserstoff bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck umgesetzt. Bei diesem bekannten Verfahren wird das Wasserstoff-Donor-Lösungsmittel, das während der Kohleverflüssigung an Wasserstoff verarmt, im allgemeinen vor der Rückführung in die Kohleverflüssigungszone einer Hydrierung unterworfen.
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Es ist weiterhin bekannt, Kohle in flüssige Produkte umzuwandeln, indem man Kohle hydriert, die mit einem öllöslichen Metallnaphthenat imprägniert ist, oder Kohle in einem flüssigen Medium wie öl hydriert, das einen Siedebereich von 250 bis 325°C hat und ein öllösliches Metallnaphthenat enthält. Es wurde gefunden, daß, berechnet als Metall, Konzentrationen an Metallnaphthenatkatalysatoren bis herunter zu 0,01 % für die Umwandlung der Kohle effektiv sind.
Ferner ist ein Verfahren bekannt zur Verflüssigung von subbituminöser Kohle in einem Wasserstoff-Donor-öl in Gegenwart von Wasserstoff, Kohlenmonoxid, Wasser und einem Alkalioder Ammoniummolybdat, bezogen auf die Kohle in einer Menge von 0,5 bis 10 Gew.%.
Es wurde nun gefunden, daß eine wirksame Verflüssigung von Kohle mit molekularem Wasserstoff eintritt, wenn man ein NHD-Lösungsmittel (non-hydrogen donor solvent) verwendet und die Kohleverflüssigungsreaktion in Gegenwart einer geringen Menge eines Katalysators durchführt, der aus einer zugesetzten öllöslichen Metallverbindung hergestellt wird. Darüber hinaus kann das NHD-Lösungsmittel, ohne daß man es einer Hydrierung unterwerfen muß, in die Verflüssigungszone zurückgeführt werden. Deshalb entfällt durch Verwendung eines NHD-Lösungsmittels das Erfordernis einer externen Lösungs-
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mittelhydrierungsstufe wie es bei herkömmlichen Kohleverflüssigungsverfahren unter Einsatz von Wasserstoffdonorlösungsmitteln im allgemeinen erforderlich ist.
Weitere Vorteile der Verwendung von öllöslichen Metallverbindungen in einem NHD-Lösungsmittel bei der Kohleverflüssigung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und den Patentansprüchen. Alle ppm-Angaben in der Beschreibung und in den Patentansprüchen sind auf das Gewicht bezogen (also Gew.-ppm)
Die Bezeichnung "Hydrokonvertierung" wird verwendet für eine katalytische Umwandlung von Kohle zu flüssigen Kohlenwasserstoffen in Gegenwart von Wasserstoff.
Gegenstand der Erfindung ist also ein Verfahren zur Verflüssigung von Kohle zur Herstellung eines Öls, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
(a) eine Mischung aus Kohle, einem NHD-Lösungsmittel und einer öllöslichen Metallverbindung mit einem Metall aus den Gruppen VB, VIB, VIIB oder VIII des Periodensystems oder Mischungen derselben herstellt,
(b) die öllösliche Metallverbindung in der Mischung durch Erhitzen auf eine erhöhte Temperatur in Gegenwart eines Wasserstoff enthaltenden Gases in einen Katalysator umwandelt,
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(c) die resultierende, den Katalysator enthaltende Mischung in einer Verflüssigungszone unter Kohleverflüssigungsbedingungen mit einem molekularen Wasserstoff enthaltenden Gas umsetzt und
(d) ein ein ölprodukt und Feststoffe enthaltendes Kohleverflüssigungsproduktgemisch gewinnt.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird ferner ein Verfahren zur Verflüssigung von Kohle zur Herstellung eines Öls vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
(a) eine Mischung aus nasser Kohle, einem NHD-Lösungsmittel und einer zugesetzten öllöslichen Metallverbindung herstellt, wobei die öllösliche Metallverbindung, berechnet als Metall und bezogen auf das Gewicht der Kohle in der Mischung, in einer Menge von etwa 10 bis 700 ppm zugesetzt wird und eine Metallverbindung wie oben definiert ist,
(b) die öllösliche Metallverbindung in der Mischung in Gegenwart eines Wasserstoff enthaltenden Gases in einen Katalysator umwandelt,
(c) die resultierende, den Katalysator enthaltende Mischung in einer Verflüssigungszone unter Kohleverflüssigungsbedingungen mit einem Wasserstoff und etwa 5 bis 50 Mol.% Kohlenmonoxid enthaltenden Gas umsetzt und
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(d) ein ein ölprodukt und Feststoffe enthaltendes Kohleverflüssigungsproduktgemisch gewinnt.
Im folgenden soll die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert werden; es zeigen:
Fig. 1 ein Fließschema einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 2 ein Fließschema einer weiteren Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich ganz allgemein
zur Hydrokonvertierung von Kohle zur Herstellung von flüssigen Kohleprodukten (das heißt normalerweise flüssigen Kohlenwasserstoff produkten) in einem NHD-Lösungsmittelverfahren.
Die Bezeichnung "Kohle" wird im Rahmen dieser Beschreibung
zur Bezeichnung von normalerweise festem kohlenstoffhaltigem Material, umfassend alle Arten von Kohle wie Anthracitkohle, bituminöse Kohle, semibituminöse Kohle, subbituminöse Kohle, Braunkohle, Torf und Mischungen derselben verwendet.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Verfahren wird die Kohle in
Form von Teilchen mit Teilchendurchmessern bis zu etwa 0,32 cm (geeigneterweise mit einer Teilchengröße entsprechend 8 Tyler
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mesh) über Leitung 10 in eine Mischzone 12 eingebracht, in der sie mit einem über Leitung 14 eingespeisten NHD-Lösungsmittel vermischt wird. Das Lösungsmittel und die Kohle werden in einem Lösungsmittel/Kohle-Gewichtsverhältnis von etwa 0,8:1 bis 4:1 und vorzugsweise 1:1 bis 2:1 miteinander vermischt.
Die beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten NHD-Lösungsmittel sind Lösungsmittel, die bezogen auf das Gewicht des Gesamtlösungsmittels weniger als 0,8 Gew.% Donorwasserstoff enthalten. Vorzugsweise ist das Lösungsmittel eine NHD-Verbindung oder eine Mischung von derartigen Verbindungen mit einem atmosphärischen Siedepunkt von 177 bis 454°C und vorzugsweise 177 bis weniger als 343°C. Geeignete NHD-Lösungsmittel sind unter anderem aromatische Verbindungen wie Alkylbenzole, Alky!naphthaline, alkylierte polycyclische Aromaten, Heteroaromaten und Mischungen derselben sowie nicht hydriertes Creosotöl, Zwischenprodukte vom katalytischen Cracken von Erdöleinsatzprodukten, aus Kohle gewonnene Flüssigkeiten, Schieferöl und ähnliche Materialien. Dem NHD-Lösungsmittel wird über Leitung 16 eine öllösliche Metallverbindung, in der das Metall ein Metall der Gruppen VB, VIB, VIIB, VIII oder Mischungen derselben ist, zugesetzt, so daß in der Mischzone 12 eine Mischung von öllöslicher Meta11verbindung, NHD- Lösungsmittel und Kohle gebildet wird. Die öllösliche Metallverbindung wird, berechnet als Metall und bezogen auf das
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Gewicht der Kohle in der Mischung, in einer Menge von 10 bis weniger als 2000 ppm, vorzugsweise 25 bis 950 ppm, insbesondere 50 bis 700 ppm und besonders bevorzugt 50 bis 400 ppm zugesetzt.
Geeignete öllösliche Metallverbindungen, die unter den Verfahrensbedingungen in aktive Katalysatoren umwandelbar sind, sind unter anderem (1) anorganische Metallverbindungen wie Halogenide, Oxyhalogenide, hydratisierte Oxide, Heteropolysäuren (z.B. Phosphormolybdänsäure, Molybdänkieselsäure); (2) Metallsalze von organischen Säuren wie acyclischen und alicyclischen aliphatischen Carbonsäuren mit zwei oder mehr Kohlenstoffatomen (z.B. Naphthensäuren), aromatischen Carbonsäuren (z.B. Tolylsäure), Sulfonsäuren (z.B. Toluolsulfonsäure), Sulfinsäure, Mercaptanen, Xanthogensäure, Phenolen, aromatischen Di- und Polyhydroxyverbindungen; (3) organometallische Verbindungen wie Metallchelate, z.B. mit 1,3-Diketonen, Ethylendiamin, Ethylendiamintetraessigsäure, Phthalocyaninen usw.; (4) Metallsalze von organischen Aminen wie aliphatischen Aminen, aromatischen Aminen und quaternären Ammoniumverbindungen.
Der Metallbestandteil der öllöslichen Metallverbindung ist
ein Metall der Gruppen VB, VIB, VIIB oder VIII des periodischen
Systems oder Mischungen derselben (periodisches System von
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E. H. Sargent and Company, copyright 1962, Dyna Slide Company), das heißt Vanadin, Niob, Tantal, Chrom, Molybdän, Wolfram, Mangan, Rhenium, Eisen, Kobalt, Nickel und die Edelmetalle einschließlich Platin, Iridium, Palladium, Osmium, Ruthenium und Rhodium. Vorzugsweise werden Molybdän, Vanadin und Chrom verwendet, wobei Molybdän und Chrom und insbesondere Molybdän besonders bevorzugt werden. Bevorzugte Verbindungen der Metalle sind unter anderem die Salze von acyclischen (geradkettigen oder verzweigtkettigen) aliphatischen Carbonsäuren, Salze von alicyclischen aliphatischen Carbonsäuren, Heteropolysäuren, hydratisierte Oxide, Carbonyle, Phenolate und organische Aminsalze. Besonders bevorzugte Typen von Metallverbindungen sind die Heteropolysäuren, zum Beispiel Phosphormolybdänsäure. Eine weitere bevorzugte Metallverbindung ist ein Salz einer alicyclischen aliphatischen Carbonsäure wie Metallnaphthenat. Die am meisten bevorzugten Verbindungen sind Molybdännaphthenat, Vanadinnanhthenat und Chromnaphthenat.
Wenn die öllösliche Metallverbindung zum NHD-Lösungsmittel gegeben wird, löst es sich in dem Lösungsmittel auf. Zur lüldung des Katalysators wird die Metallverbindung (Katalysatorvorläufer) in der Aufschlämmung von Kohle und NHD-Lösungsmittel umgewandelt.
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Zur Umwandlung der gelösten Metallverbindung in einen aktiven Katalysator können verschiedene Verfahren verwendet werden. Ein bevorzugtes Verfahren (Vorbehandlungsverfahren) zur Bildung des Katalysators aus der öllöslichen Verbindung gemäß der Erfindung besteht darin, daß man die Mischung aus Metallverbindung, Kohle und Lösungsmittel in Gegenwart eines Wasserstoff enthaltenden Gases bei einem Druck von 36,2 bis 353 kg/cm auf eine Temperatur von etwa 325 bis 438°C erhitzt. Das Wasserstoff enthaltende Gas kann reiner Wasserstoff sein, ist jedoch gewöhnlich ein Wasserstoffstrom, der einige andere gasförmige Verunreinigungen enthält, zum Beispiel ein wasserstoff hai tiger bei Reformierverfahren gewonnener Gasstrom.
Vorzugsweise enthält das Wasserstoff enthaltende Gas außerdem Schwefelwasserstoff. Der Schwefelwasserstoff kann etwa 1 bis 90 Mol.%, vorzugsweise etwa 1 bis 50 Mol.% und insbesondere etwa 1 bis 30 Mol.% der Wasserstoff enthaltenden Gasmischung ausmachen. Die Vorbehandlung wird über einen Zeitraum von etwa 5 Minuten bis 2 Stunden, vorzugsweise von etwa 10 Minuten bis 1 Stunde durchgeführt. Es wird angenommen, daß die thermische Behandlung in Gegenwart von Wasserstoff oder in Gegenwart von Wasserstoff und Schwefelwasserstoff die Umwandlung der Metallverbindung in den entsprechenden metallhaltigen aktiven Katalysator, der außerdem als Verkokungsinhibitor wirkt, erleichtert.
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Die den resultierenden Katalysator enthaltende Kohle/Lösungsmittel-Aufschlänunung wird dann in eine Kohleverflüssigungszone eingeleitet, die weiter unten beschrieben wird.
Ein anderes Verfahren zur Umwandlung der öllöslichen Metallverbindung besteht darin, die Mischung aus Metallverbindung, Kohle und NHD-Lösungsmittel mit einem Wasserstoff enthaltenden Gas umzusetzen, so daß ein Katalysator im Einsatzmaterial in situ in der Verflüssigungszone hergestellt wird. Das Wasserstoff enthaltende Gas kann etwa 1 bis 30 Mol.% Schwefelwasserstoff enthalten.
Was auch immer die exakte Struktur der resultierenden Umwandlungsprodukte der öllöslichen Metallverbindung sein mag, der resultierende Metallbestandteil ist ein katalytisch wirksames Mittel und ein Verkokungsinhibitor.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Verfahren wird die Mischung von öllöslicher Metallverbindung, NHD-Lösungsmittel und Kohle über Leitung 18 aus der Mischzone 12 abgenommen und in die Vorbehandlungszone 13 eingespeist, in die wiederum über Leitung 15 eine Gasmischung eingeleitet wird, die Wasserstoff und etwa 1 bis 90 Mol.%, vorzugsweise 1 bis 50 Mol.% und insbesondere 1 bis 30 Mol.% Schwefelwasserstoff enthält. Die Vorbehandlungszone wird auf einer Temperatur von etwa
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342 bis 415°C und einem Gesamtdruck von 36,2 bis 353 kg/cm2 gehalten. Die Vorbehandlung wird über einen Zeitraum von etwa 10 Minuten bis 1 Stunde durchgeführt. Das aus der Vorbehandlungszone austretende Produkt wird über Leitung 19 abgenommen. Falls erwünscht, kann ein Teil des Schwefelwasserstoffs aus diesem Produkt entfernt werden. Das Produkt aus der Vorbehandlungszone wird über Leitung 19 in den Verflüssigungsreaktor 22 eingeleitet, über Leitung 20 wird ein Wasserstoff enthaltendes Gas in den Verflüssigungsreaktor 22 eingespeist. Das Wasserstoff enthaltende Gas kann reiner Wasserstoff sein, ist jedoch im allgemeinen ein einige andere gasförmige Verunreinigungen enthaltender Wasserstoffstrom, z.B. ein Wasserstoff enthaltender Gasstrom von Reformierverfahren. Geeignete Wasserstoff enthaltende Gasmischungen zur Einspeisung in die Verflüssigungszone sind unter anderem rohe Synthesegase, das heißt Gase, die Wasserstoff und etwa 5 bis 50 Mol.% und vorzugsweise etwa 10 bis 30 Mol.% Kohlenmonoxid enthalten.
Wenn nasse Kohle (das heißt Kohleteilchen in Verbindung mit Wasser) als Einsatzmaterial verwendet wird, ist es besonders erwünscht, rohes Synthesegas zu verwenden, das heißt ein Gas, das Wasserstoff und Kohlenmonoxid enthält. Bei einer solchen Ausführungsform wird die Metallverbindung vorzugsweise eine Metall enthaltende organische Verbindung, berechnet als Metall und bezogen allein auf das Gewicht der Kohle, in einer Menge von 10 bis 700 ppm und vorzugsweise 50 bis 500 ppm zugesetzt.
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Das über Leitung 20 eingespeiste Gas kann zusätzlich Schwefelwasserstoff in einer Menge von etwa 1 bis 30 Mol.% enthalten.
Die Kohleverflüssigungszone wird auf einer Temperatur von etwa 343 bis 538°C, vorzugsweise 416 bis 468°C und insbesondere 440 bis 468°C und einem Wasserstoffpartialdruck von
2 36,2 bis 353 und vorzugsweise 71,3 bis 212 kg/cm gehalten. Der Durchsatz, der definiert ist als Volumeneinheit der Mischung von Kohle und Lösungsmittel je Stunde und je Volumeneinheit des Reaktors (V/h/V), kann je nach erwünschtem Umwandlungsgrad stark schwanken. Geeignete Durchsätze können im Bereich von etwa 0,1 bis 10 Volumeneinheiten Einsatzprodukt je Stunde je Volumeneinheit des Reaktors, vorzugsweise im Bereich von etwa 0,25 bis 6 V/h/V und insbesondere im Bereich von etwa 0,5 bis 2 V/h/V liegen. Das aus der Kohleverflüssigungszone austretende Produkt wird über Leitung 24 abgenommen.
Dieses aus der Kohleverflüssigungszone abgenommene Produkt enthält Gase, ein Ölprodukt und einen festen Rückstand, der seiner Natur nach katalytisch ist. Das aus der Kohleverflüssigungszone austretende Produkt wird weitergeleitet in eine Trennzone 26, aus der die Gase über Leitung 28 über Kopf entfernt werden. Dieses Gas kann zur Entfernung von ungewünschten Mengen an Schwefelwasserstoff und Kohlendioxid in herkömmlicher Weise gereinigt werden und anschließend in die Kohleverflüssigungszone zurückgeführt werden. Die Feststoffe können vom ölprodukt ebenfalls in herkömmlicher Weise
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abgetrennt werden. Dies kann beispielsweise durch Absetzenlassen oder Zentrifugieren oder Filtrieren geschehen. Die abgetrennten Feststoffe werden über Leitung 30 aus der Trennzone 26 abgenommen. Falls erwünscht, kann zumindest ein Teil der abgetrennten Feststoffe oder des Feststoffkonzentrats direkt über Leitung 31 in die Kohleverflüssigungszone oder zum Kohle/Lösungsmittel-Einsatzprodukt zurückgeführt werden.
Der restliche über Leitung 30 entfernte Teil der Feststoffe kann als solcher verworfen werden, da er gewöhnlich keine ökonomisch gewinnbaren Mengen an Kohle (char) enthält. Das ölprodukt wird über Leitung 32 aus der Trennzone 26 abgenommen und in eine Fraktionierzone 34 weitergeleitet, in der eine leichte Fraktion über Leitung 36 gewonnen wird, die unterhalb etwa 204 C siedet. Eine schwere Fraktion wird über Leitung 38 abgenommen und eine mittlere Fraktion über Leitung 40, das heißt eine Fraktion, die das NHD-Lösungsmittel einschließt und unter Atmosphärendruck bei 204 bis 3710C siedet. In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zumindest ein Teil der mittleren Fraktion mit einem Gehalt von weniger als 0,8 Gew.% Donorwasserstoff, wobei das zurückgewonnene NHD-Lösungsmittel mit eingeschlossen ist, über Leitung 42 ohne irgendeine eingeschobene Wiederhydrierung in die Mischzone 12 oder direkt in die Kohleverflüssigungszone zurückgeführt.
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Es sei darauf hingewiesen, daß bei nichtkatalytischen Wasserstoffdonorkohleverflüssigungsverfahren die schweren Sumpfprodukte der fraktionellen Destillation des Kohleverflüssigungsölprodukts Feststoffe enthalten. Diese Feststoffe enthaltenden schweren Sumpfprodukte werden typischerweise einer Wirbelbettverkokung unterworfen, da ein erheblicher Teil des Kohlenstoffs des Einsatzproduktes in den Feststoffen in Form von Kohle (char) enthalten ist und zurückgewonnen werden muß. Im Gegensatz dazu kann der Feststoffrückstand beim erfindungsgemäßen Verfahren, da er keine erheblichen Mengen an Kohle enthält, von dem aus der Verflüssigungszone austretenden Produkt auf bekannte Weise abgetrennt und verworfen oder als Katalysator verwendet werden. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht also die Ausschaltung der Verkokungsstufe.
Fig. 2 zeigt verschiedene mögliche Verfahrensabwandlungen bei der Behandlung des aus der Verflüssigungszone austretenden Produktes, das aus dem Verflüssigungsreaktor 22 über Leitung 24 abgenommen wird. Das aus der Verflüssigungszone austretende Produkt wird in eine Gas/Flüssig-Trennvorrichtung 26 eingeleitet, in der Wasserstoff und leichte Kohlenwasserstoffe über Leitung 28 über Kopf entfernt werden. Für die Weiterbehandlung des aus dem Trennkessel 26 über Leitung 30 abgenommenen flüssigen Produkts, das dispergierte Katalysatorfeststoffe enthält, bestehen drei bevorzugte wahlweise durchführbare Möglichkeiten.
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Nach Möglichkeit "A" wird der Flüssigkeits/Feststoff-Strora über Leitung 32 in die Konzentrierungszone 34 eingespeist, wo dieser beispielsweise durch Destillation, Feststoffausfällung oder Zentrifugation in ein reines, flüssiges Produkt, das über Leitung 36 abgenommen wird, und eine konzentrierte Aufschlämmung in öl (das heißt 20 bis 40 Gew.%) getrennt wird. Zumindest ein Teil der konzentrierten Aufschlämmung kann als ein Spülstrom über Leitung 38 entfernt werden, um die Bildung von festen Materialien im Kohleverflüssigungsreaktor zu kontrollieren, und der Rest der Aufschlämmung wird über Leitung 40 und Leitung 30 zurück in den Verflüssigungsreaktor 22 geleitet. Der Spülstrom kann anschließend zur Gewinnung von Katalysator und flüssigem Produkt filtriert werden oder verbrannt oder vergast werden, um Wärme bzw. Wasserstoff für das Verfahren zu liefern.
Bei der Verfahrensmöglichkeit "B" wird der Spülstrom aus der Konzentrierungszone 34 weggelassen und das gesamte Aufschläiranungskonzentrat über Leitung 40 abgenommen und in die Trennzone 44 über Leitungen 30 und 42 eingeleitet. In dieser Zone wird ein Hauptteil der restlichen flüssigen Phase von den Feststoffen durch Zentrifugieren, Filtrieren oder eine Kombination von Absetzen und Abziehen abgetrennt. Flüssiges Produkt wird über Leitung 46 und Feststoffe werden über Leitung 48 aus der Zone abgenommen. Zumindest ein Teil der
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Feststoffe und damit verbundene Flüssigkeit werden zur Regulierung der Bildung von Feststoffen im Verfahren über Leitung 50 weggespült, und der Rest der Feststoffe wird über Leitung 52 und Rückführungsleitung 30 in den Verflüssigungsreaktor 22 zurückgeführt. Die Feststoffe können entweder wie gewonnen oder nach geeigneter Reinigung (nicht dargestellt) zur Entfernung von anhaftendem schweren öl und Koksablagerungen zurückgeführt werden.
Bei Verfahrensmöglichkeit "C" wird die Aufschlämmung von Feststoffen in öl, die aus der Trennvorrichtung 26 über Leitung 30 austritt, direkt über Leitung 42 in die Trennzone 44 eingeleitet, wo die Feststoffe und die flüssigen Produkte durch Zentrifugieren oder Filtrieren voneinander getrennt werden. Die gesamten oder ein Teil der aus dem Kessel 44 über Leitung 48 austretenden Feststoffe können über Leitung 50 aus dem Verfahren ausgeschieden werden, und der Rest kann in den Verflüssigungsreaktor zurückgeführt werden. Flüssiges Produkt wird über Leitung 46 abgenommen. Falls erwünscht, kann zumindest ein Teil der schweren Fraktion des hydrokonvertierten ölprodukts in die Kohleverflüssigungszone zurückgeführt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann entweder satzweise oder kontinuierlich durchgeführt werden.
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Beispiel
Es wurden Vergleichsversuche durchgeführt, bei denen Molybdännaphthenat als Katalysatorvorläufer in einem NHD-Lösungsmittel verwendet wurde, das heißt in Q£-Methylnaphthalin. Diese Versuche wurden mit Kontrollversuchen verglichen, bei denen hydriertes Creosotöl mit einem Donorwasserstoffgehalt von 1,54 Gew.%, also ein Wasserstoffdonorlösungsmittel, verwendet wurde.
Das bei diesen Versuchen verwendete Einsatzprodukt war eine 50/50-Mischung von Wyodak-Kohle und Lösungsmittel. Die Molybdänkonzentration berechnet als elementares Metall und bezogen allein auf die Kohle betrug 404 Gew.-ppm Molybdän. Bei den Versuchen, bei denen eine Vorbehandlung durchgeführt wurde, bestand das Vorbehandlungsgas aus einer Mischung von 18 % H-S und 82 % Wasserstoff. Die Vorbehandlungsbedingungen
2 waren ein Anfangsdruck bei Raumtemperatur von 106,5 kg/cm
und eine Vorbehandlungstemperatur von 385°C. Die Verflüssigungsbedingungen waren 438 C und 142 kg/cm Wasserstoffdruck über einen Zeitraum von 1 Stunde. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt.
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Tabelle
Kohleverflüssigung
404 Gew.-ppm Mo bezogen auf Kohle als Naphthenat
50/50 Wyodak-Kohle/Lösungsmittel
438°C, Versuch Nr. 1 Stunde, , 142+ kg/cm2 H 2 4 5 I
Lösungsmittel 1 2 3 A B IO
Vorbehandlung A* A B vo
Temperatur, 2C - - - 385 385 I
Druck, kg/cm (Anfangsdruck - - -
bei Raumtemperatur) 106,5 106,5
α> Zeit, Minuten - - - 30 30
ο Vorbehandlungsgas - H2/18% H2 S H2/18% H2S
CO Behandlungsgas - - - H2 H2
Ausbeuten, Mol.% C zu: H2 H2 H2 Δ
cn CO + CO2
C1-C^-Kohlenwasserstoffe
Δ Δ Δ 6,00 5,10
■^ öl 3 6,1 5,84 6,21 4,24 5,60
ο Koks 6,0 5,72 6,50 87,09 86,56
cn 68,5 83,03 69,61 2,67 2,74
19,4 5,51 17,68
Conradson Kohlenstoff des
flüssigen Produkts 13,21 11,0 16,3 5,81 6,87
Lösungsmittel A = hydriertes Creosotöl
Lösungsmittel B = 1-Methylnaphthalin
* kein Katalysator
Wie aus der Tabelle hervorgeht, zeigt der Vergleich von Versuch 3 mit Versuch 1 , daß das NHD-Lösungsmittel mit zugesetztem Molybdän etwas bessere Ergebnisse als das herkömmliche Wasserstoffdonorlösungsmittel (Versuch 1) liefert. Versuch 5 zeigt beim Vergleich mit Versuch 1, daß dieses Verfahren sehr viel besser als die herkömmliche Wasserstoffdonorlösungsmittelverflüssigung ist. Versuch 5 verglichen mit Versuch 2 zeigt, daß das erfindungsgemäße Verfahren unter bevorzugten Bedingungen der katalysierten Wasserstoffdonorlösungsmittelverflüssigung überlegen ist. Der Vergleich von Versuch 5 mit Versuch 4 zeigt, daß unter bevorzugten Bedingungen ein NHD-Lösungsmittel ebenso leistungsfähig wie ein Wasserstoffdonorlösungsmittel ist.
se:kö
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Leerseite

Claims (40)

UEXKÜLL ä. STCLBERG PATENTANWÄLTE 2 HAMBURG 52 BESELERSTRASSE 4 DR. J.-D. FRHR. von UEXKÜLL DR. ULRICH GRAF STOLBERO DIPL.-ING. JÜRGEN SUCHANTKE Exxon Research and (Prio: 12. Oktober 1976 Engineering Company US 731 858 - 14071) P.O. Box 55 Linden, N.J./V.St.A. Hamburg, 19. Juli 1977 Verfahren zur Verflüssigung von Kohle Patentansprüche
1. Verfahren zur Verflüssigung von Kohle zur Herstellung eines Öls, dadurch gekennzeichnet, daß man
(a) eine Mischung aus Kohle, einem NHD-Lösungsmittel und einer öllöslichen Metallverbindung mit einem Metall aus den Gruppen VB, VJB, VIIB oder VIII des Periodensystems oder Mischungen derselben herstellt,
(b) die öllösliche Metallverbindung in der Mischung durch Erhitzen auf eine erhöhte Temperatur in Gegenwart
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ORIGINAL INSPECTED
eines Wasserstoff enthaltenden Gases in einen Katalysator umwandelt,
(c) die resultierende, den Katalysator enthaltende Mischung in einer Verflüssigungszone unter Kohleverflüssigungsbedingungen mit einem molekularen Wasserstoff enthaltenden Gas umsetzt und
(d) ein ein ölprodukt und Feststoffe enthaltendes Kohleverflüssigungsproduktgemisch gewinnt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das gewonnene ölprodukt in Fraktionen auftrennt, dabei unter anderem eine Lösungsmittelfraktion mit weniger als 0,8 Gew.% Donor-Wasserstoff erhält und zumindest einen Teil dieser Lösungsmittelfraktion, ohne eine Hydrierung durchzuführen, in die Verflüssigungszone zurückführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Stufe (a) die öllösliche Metallverbindung berechnet als Metall und bezogen auf das Gewicht der Kohle in der Mischung in einer Menge von etwa 10 bis weniger als 2000 ppm zusetzt.
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4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine öllösliche Metallverbindung aus der Gruppe
bestehend aus anorganischen Verbindungen, Salzen von
organischen Säuren, organometallischen Verbindungen
und Salzen organischer Amine verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine öllösliche Metallverbindung aus der Gruppe bestehend aus Salzen von acyclischen aliphatischen Carbonsäuren und Salzen von alicyclischen aliphatischen
Carbonsäuren verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als öllösliche Metallverbindung ein Salz der Naphthensäure verwendet.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine öllösliche Metallverbindung verwendet, die als Metall Molybdän, Chrom oder Vanadin enthält.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als öllösliche Metallverbindung Molybdännaphthenat verwendet.
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9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als öllösliche Metallverbindung Phosphormolybdänsäure verwendet.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Verfahrensstufe (b) ein Wasserstoff enthaltendes Gas mit einem Gehalt von 1 bis 90 Mol.% Schwefelwasserstoff verwendet.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Verfahrensstufe (b) ein Wasserstoff enthaltendes Gas mit einem Gehalt von etwa 1 bis 50 Mol.% Schwefelwasserstoff verwendet.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die öllösliche Metallverbindung durch Erhitzen der Mischung in Gegenwart des Wasserstoff enthaltenden Gases auf eine Temperatur von etwa 325°C bis 538°C in einen Katalysator umwandelt.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die öllösliche Metallverbindung in einen Katalysator umwandelt, indem man die Mischung aus öllöslicher Metallverbindung, Kohle und NHD-Lösungsmittel zuerst in Gegen-
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wart des Wasserstoff enthaltenden Gases auf eine Temperatur von etwa 325°C bis 438°C erhitzt, und anschließend die resultierende, den Katalysator enthaltende Mischung mit Wasserstoff unter Kohleverflüssigungsbedingungen umsetzt.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Wasserstoff enthaltendes Gas verwendet, das außerdem Schwefelwasserstoff enthält.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die öllösliche Metallverbindung in situ in Gegenwart eines Wasserstoff enthaltenden Gases in der Kohleverflüssigungszone unter Kohleverflüssigungsbedingungen in einen Katalysator umwandelt.
16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kohleverflüssigung bei einer Temperatur im Bereich von etwa 343 bis 538 C und einem Wasserstoffpartialdruck
2 im Bereich von 36,2 bis 353 kg/cm durchführt.
17. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man etwa 0,1 bis 10 Volumeneinheiten der Einsatzmischung je Stunde je Volumeneinheit Verflüssigungszone durchsetzt.
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— D —
18. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zusätzlich mindestens einen Teil der Feststoffe aus dem Verflüssigungsproduktgemisch abtrennt und zumindest einen Teil dieser abgetrennten Feststoffe in die Verflüssigungszone zurückführt.
19. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Katalysator als einzigen Katalysator in der Verflüssigungszone verwendet.
20. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Lösungsmittel und die Kohle in einem Lösungsmittel/Kohle-Gewichtsverhältnis von etwa 0,8:1 bis 4:1 miteinander vermischt.
21. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß . man das Lösungsmittel und die Kohle in einem Lösungsmittel/Kohle-Gewichtsverhältnis von etwa 1:1 bis 2:1 miteinander vermischt.
22. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein NHD-Lösungsmittel mit bezogen auf das Gewicht des Lösungsmittels weniger als 0,8 Gew.% Donor-Wasserstoff verwendet.
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23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß man ein NHD-Lösungsmittel verwendet, das eine Verbindung oder eine Mischung von Verbindungen mit einem atmosphärischen Siedepunkt im Bereich von etwa 177 bis 454 C enthält.
24. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß man ein NHD-Lösungsmittel verwendet, das eine Verbindung oder eine Mischung von Verbindungen mit einem atmosphärischen Siedepunkt im Bereich von etwa 177 bis weniger als 343°C enthält.
25. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Verfahrensstufe (a) eine Mischung aus nasser Kohle, einem NHD-Lösungsmittel und etwa 10 bis 7OO ppm der öllöslichen Metallverbindung herstellt und in Verfahrensstufe (c) die resultierende, den Katalysator enthaltende Mischung mit einem Gas umsetzt, das Wasserstoff und etwa 5 bis 50 Mol.% Kohlenmonoxid enthält.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß man in Verfahrensstufe (a) die öllösliche Metallverbindung, berechnet als Metall und bezogen auf das Gewicht der Kohle, in einer Menge von etwa 50 bis 500 ppm zusetzt.
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27. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß man als öllösliche Metallverbindung eine Metall enthaltende organische Verbindung verwendet.
28. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß man als öllösliche Metallverbindung eine Molybdän enthaltende organische Verbindung verwendet.
29. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß man als öllösliche Metallverbindung Phosphormolybdänsäure verwendet.
30. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Verfahrensstufe (a) eine Mischung aus nasser Kohle, einem NHD-Lösungsmittel und einer zugesetzten öllöslichen, Molybdän enthaltenden, organischen Verbindung herstellt, wobei man die organische Verbindung, berechnet als Metall und bezogen auf das Gewicht der Kohle in der Mischung in einer Menge von etwa 10 bis weniger als 2000 ppm zusetzt, und in Verfahrensstufe (c) die resultierende, den Katalysator enthaltende Mischung mit einem Gas umsetzt, das Wasserstoff und etwa 5 bis 50 Mol.% Kohlenmonoxid enthält.
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31. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Verbindung eine Verbindung aus der Gruppe bestehend aus Salzen organischer Säuren, organometallischen Verbindungen und Salzen organischer Amine verwendet.
32. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Verbindung eine Verbindung aus der Gruppe bestehend aus Salzen acyclischer aliphatischer Carbonsäuren und Salzen alicyclischer aliphatischer Carbonsäuren verwendet.
33. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Verbindung Molybdännaphthenat verwendet .
34. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß man in Verfahrensstufe (b) ein Wasserstoff enthaltendes Gas mit einem Gehalt von etwa 1 bis 90 Mol.% Schwefelwasserstoff verwendet.
35. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß man in Verfahrensstufe (c) ein Gas mit einem zusätzlichen Gehalt von etwa 1 bis 30 Mol.% Schwefelwasserstoff verwendet.
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36. Kohleverflüssigungskatalysator, gekennzeichnet durch folgende Herstellungsweise:
(a) Herstellung einer Mischung aus Kohle, einem NHD-Lösungsmittel und einer zugesetzten öllöslichen Metallverbindung, wobei die öllösliche Metallverbindung, berechnet als Metall und bezogen auf das Gewicht der Kohle in der Mischung, in einer Menge von etwa 10 bis weniger als 2000 ppm zugesetzt wird und das Metall ein Metall aus den Gruppen VB, VIB, VIIB oder VIII des periodischen Systems oder eine Mischung derselben ist,
(b) Umwandlung der öllöslichen Verbindung in der Mischung in Gegenwart eines Wasserstoff enthaltenden Gases in einen ersten Katalysator,
(c) Umsetzung der resultierenden, den ersten Katalysator enthaltenden Mischung mit einem Wasserstoff enthaltenden Gas unter Kohleverflüssigungsbedingungen in einer Verflüssigungszone unter Erhalt eines ein ölprodukt und einen zweiten Katalysator enthaltenden Produkts,
(d) Abtrennung des zweiten Katalysators vom aus der Verflüssigungszone austretenden Produkt und
(e) Gewinnung des abgetrennten zweiten Katalysators.
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37. Kohleverflüssigungskatalysator nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß die in Herstellungsstufe (a) zugesetzte Metallverbindung Molybdännaphthenat ist.
38. Kohleverflüssigungskatalysator nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß die in Herstellungsstufe (a) zugesetzte Metallverbindung Phosphormolybdänsäure ist.
39. Verfahren zur Verflüssigung von Kohle zur Herstellung eines Öls, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung aus Kohle und einem NHD-Lösungsmittel in Gegenwart des gemäß Anspruch 36 in Herstellungsstufe (e) gewonnenen Katalysators unter Kohleverflüssigungsbedingungen mit einem Wasserstoff enthaltenden Gas umsetzt.
40. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Verfahrensstufe (c) ein Gas verwendet, daß zusätzlich etwa 1 bis 30 Mol.% Schwefelwasserstoff enthält.
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