DE2733959A1 - Verfahren zum faerben von cellulosetextilmaterialien - Google Patents
Verfahren zum faerben von cellulosetextilmaterialienInfo
- Publication number
- DE2733959A1 DE2733959A1 DE19772733959 DE2733959A DE2733959A1 DE 2733959 A1 DE2733959 A1 DE 2733959A1 DE 19772733959 DE19772733959 DE 19772733959 DE 2733959 A DE2733959 A DE 2733959A DE 2733959 A1 DE2733959 A1 DE 2733959A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- paper
- cellulose
- textile material
- alkali
- printed
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P5/00—Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
- D06P5/003—Transfer printing
- D06P5/004—Transfer printing using subliming dyes
- D06P5/006—Transfer printing using subliming dyes using specified dyes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Coloring (AREA)
Description
Verfahren zum Färben von Cellulosetextilmaterialien
Priorität: 28.7-76 - Großbritannien
Die Erfindung bezieht sich auf das Färben von Cellulosetextilmaterialien
durch ein nasses Transferdruckverfahren, wobei eine besondere Klasse von für diesen Zweck besonders geeigneten
Reaktivfarbstoffen verwendet wird.
Beim nassen Transferdruckverfahren wird ein geeigneter Farbstoff für das betreffende Textilmaterial in eine Druckfarbe
eingearbeitet, die dann unter Verwendung eines herkömmlichen Papierdruckverfahrens auf ein Papiersubstrat aufgebracht wird,
worauf dann das bedruckte Papier getrocknet wird. Das erhaltene
709885/0990
Papier, welches üblicherweise als "Transferpapier" bezeichnet wird, wird dann mit dem Textilmaterial in Berührung gebracht,
wobei die bedruckte Oberfläche des Papiers mit dem Textilmaterial in Kontakt kommt, worauf diese Zusammenstellung dann,
während sie sich in Kontakt befindet, in Gegenwart von Wasserdampf erhitzt wird. Wenn die Übertragung des Farbstoffs zu
Ende ist, werden das Papier und das Textilmaterial getrennt, worauf das Textilmaterial dann einem Waschverfahren unterworfen
wird.
Farbstoffe, die faserreaktive Systeme enthalten, wie z.B. die allgemein bekannten Reaktivfarbstoffe, können auf Cellulosetextilien
durch das obige Verfahren aufgebracht werden, sofern eine alkalische Behandlung durchgeführt wird, durch
welche eine Fixierung des Reaktivfarbstoffs erhalten wird. Dies kann zweckmäßig dadurch erfolgen, daß man das Cellulosetextilmaterial
vor der Übertragung des Farbstoffs mit einer wäßrigen Lösung eines Alkalis behandelt. Ein solches Verfahren
ist in der GB-PS 1 227 271 beschrieben. Die Verwendung
von Reaktivfarbstoffen bei einem nassen Transferdruckverfahren bringt eine Anzahl von Problemen mit sich. Zwar müssen
die Farbstoffe ausreichend reaktiv sein, so daß eine gute Fixierung
(und damit eine gute Farbstärke) auf dem Cellulosetextilmaterial in einer vernünftigen Zeit, die üblicherweise
im Bereich von 10 bis 60 sek liegt, erhalten wird, jedoch
müssen die Farbstoffe auch ausreichend stabil sein, daß sie während des Aufbringens auf das Papier oder während der
nachfolgenden Lagerung des Transferpapiers und auch während der tatsächlichen Übertragung des Farbstoffs vom Transferpapier
auf das Cellulosetextilmaterial unter den heißen feuchten Bedingungen nicht oder wenigstens nicht in beträchtlichem
Ausmaß hydrolysiert werden. Durch dieses Verfahren können auch Reaktivfarbstoffe mit einer niedrigen Reaktivität
aufgebracht werden, vorausgesetzt, daß das Textilmaterial anschließend einer Dämpfungsbehandlung unterworfen wird. Jedoch
ist wegen der Einfachheit des Transferverfahrens eine solche zusätzliche Stufe unerwünscht. Zwar 1st in der GB-PS
1 22? 271 ein Hinweis auf die Verwendung von Reaktivfarb-
708885/0990
stoffen enthalten, welche eine Cyanodichloropyrimidinylaminogruppe
aufweisen, es finden sich jedoch keine speziellen Angaben über die Verwendung solcher Farbstoffe. Es wurde nunmehr
gefunden, daß solche Farbstoffe nicht nur die nötige Stabilität aufweisen, sondern auch unter den angewendeten
Bedingungen eine ausreichende fieaktivität aufweisen, so daß nicht die Notwendigkeit besteht, das Cellulosetextilmaterial
anschließend einer gesonderten Dämpfungsbehandlung zu unterwerfen, um den Farbstoff zu fixieren.
Gegenstand der Erfindung ist also ein verbessertes Verfahren
zum Färben von Cellulosetextilmaterialien, welches dadurch ausgeführt wird, daß man:
(a) Papier mit einer Druckfarbe, welche einen Reaktivfarbstoff mit einer Cyanodichloropyrimidinylaminogruppe
enthält, bedruckt und hierauf das Papier trocknet,
(b) ein Cellulosetextilmaterial mit einer wäßrigen Lösung eines Alkalis imprägniert,
(c) das bedruckte Papier mit dem imprägnierten Cellulosetextilmaterial
in Kontakt bringt, wobei die bedruckte Oberfläche des Papiers dem Cellulosetextilmaterial gegenüberliegt,
und diese Zusammenstellung während des Kontakts auf eine Temperatur über 8O0C erhitzt, und
(d) das bedruckte Papier und das Cellulosetextilmaterial voneinander
trennt und das Cellulosetextilmaterial einer Waschbehandlung unterwirft und abschließend trocknet.
Das eigentliche Übertragungsverfahren des Farbstoffs vom bedruckten
Papier auf das Cellulosetextilmaterial kann absatzweise oder kontinuierlich vorgenommen v/erden. So wird bei
einer absatzweisen Durchführung ein Stück des Transferpapiers (d.h. das in Stufe (a) erhaltene bedruckte Papier) mit einem
Stück eines Cellulosetextilmaterials, das vorher mit einer wäßrigen Lösung eines Alkalis imprägniert worden ist, in Kontakt
gebracht« worauf die beiden dann während einer ausreichenden Zeit in eine Presse, die auf die entsprechende Temperatur
erhitzt worden ist, eingebracht werden. Das Cellulo-
709885/0990
setextilmaterial wird dann vom verbrauchten Transferpapier
abgetrennt und einer Waschbehandlung unterworfen.
Bei einer kontinuierlichen Arbeitsweise werden das Transferpapier und das Cellulosetextilmaterial, das mit einer wäßrigen
Lösung eines Alkalis imprägniert worden ist, zusammengebracht
und dann um einen rotierenden erhitzten Kalender geführt, worauf die beiden dann voneinander getrennt werden
und das Cellulosetextilmaterial einer Waschbehandlung unterworfen wird. Bei Verwendung eines solchen Kalanders werden
die Rotationsgeschwindigkeit und der Durchmesser des Kalanders so gewählt, daß eine ausreichende Übertragung und Fixierung
des Farbstoffs während der Zeit erhalten werden, während der ein bestimmter Teil des Cellulosetextilmaterials
mit dem Kalander in Kontakt ist. Eine besonders geeignete Maschine, auf welcher das Transferverfahren und die nachfolgende
Waschbehandlung in kontinuierlicher Weise ausgeführt werden können, ist die "Eewprint"-Maschine, die von
Dinting Engineering Ltd. erhältlich ist.
Wenn der Reaktivfarbstoff eine sehr hohe Reaktivität aufweist, dann ist es möglich, daß allzuviel Alkali im Textilmaterial
eine vorzeitige Hydrolyse eines Teils des Farbstoffs zur Folge haben kann, bevor dieser mit der Cellulose
reagiert. In solchen Fällen kann die Konzentration des Alkalis in der wäßrigen Imprägnierungslösung beträchtlich verringert
werden oder es kann die alkalische Imprägnierungsstufe (b) des Verfahrens weggelassen werden, wobei dann
eine Alkalibehandlung oder eine weitere Alkalibehandlung durch irgendein zweckmäßiges bekanntes Verfahren zu einem
geeigneten Zeitpunkt angewendet wird, nachdem der Textilstoff mit dem bedruckten Papier in der Stufe (c) in Kontakt
gebracht worden ist.
Die beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Reaktivfarbstoffe
können Farbstoffe der üblichen Klassen sein, wie z.B. Azo- (einschließlich Monoazo-, Disazo- und metallisierte
Azo-), Anthrachinon-, Nitro-, Phthalocyanin-, Formazan- und
709885/0990
Triphendioxazinfarbstoffe, welche Cyanodichiοropyriraidinylaminogruppen
enthalten. Solche farbstoffe sind im allgemeinen bekannte Verbindungen und können beispielsweise dadurch
erhalten werden, daß man den entsprechenden Farbstoff, der eine primäre oder sekundäre Aninogruppe enthält, mit 5-Cysnc-2,4-,6-trichloropyrimidin
umsetzt.
Die Druckfarben, die zur Herstellung der Transferpapiere verwendet
werden, bestehen im wesentlichen aus ein oder mehrerc-n
Reaktivfarbstoffen gemäß obiger Definition, einem Binder und einem flüssigen Medium, in welchem der Binder löslich ist.
Wenn die Flüssigkeit aus Wasser besteht, dann ist der Binder ein wasserlöslicher Binder, wie z.B. Natriumalginat. Alternotiv
kann das flüssige Medium eine organische Flüssigkeit sein, wie z.B. ein aliphatischer Alkohol, ein Kohlenwasserstoff,
ein Keton oder ein Ester (oder ein Gemisch aus ein oder mehreren solchen Flüssigkeiten), in welchem Falle ein Binder verwendet
wird, der in der erwähnten Flüssigkeit löslich ist. Bevorzugte Binder für solche Druckfarben sind Alkylcellulosen,
wie z.B. Äthylcellulose und Hydroxypropylcellulose.
Die resultierenden Druckfarben können auf ein Papiersubstrat durch Jede übliche Vorrichtung aufgebracht werden, wie sie
zum Bedrucken von Papier unter Verwendung von Druckfarben auf Wasser- oder Lösungsmittelbasis zur Verwendung gelangen.
Die wäßrige Lösung des Alkalis enthält vorzugsweise 0,5 bis 1,0 Gew.-% Alkali, wie z.B. Natriumbicarbonat, Natriumcarbonat,
Natriumhydroxid oder Kaliumcarbonat. Ggf. kann die wäßrige Lösung andere Zusätze enthalten, welche die Übertragung
und/oder Fixierung der Reaktivfarbstoffe unterstützen, wie z.B. Harnstoff, Natrium-m-nitrobenzolsulfonat und
tertiäre Amine, beispielsweise 2,2,2-Bicyclodiazaoctan.
Die Waschbehandlung für das bedruckte Cellulosetextilmaterial,
die abschließend durchgeführt wird, kann aus jeder gewünschten
Anzahl von Stufen bestehen, wie z.B. Spülen in kaltem Wasser, anschließendes Seifen in einer heißen wäßrigen
709885/0990 BAD ORIGINAL
Lösung von Seife oder einem synthetischen Detergenz und abschließendes
Spülen in kaltem Wasser.
Ggf. kann anstelle eines vollständig aus Cellulose bestehenden Textilmaterials ein Mischgewebe verwendet werden, das
aus einem Gemisch aus Cellulose- und Synthesefasern, vorzugsweise
Fasern aus einem aromatischen Polyester, besteht. Damit in diesem Fall die Synthpsefasern gleichzeitig gefärbt
werden, werden auch ein oder mehrere Dispersionsfarbstoffe in die zum Bedrucken des Papiers in der Stufe (a) des
Verfahrens verwendete Druckfarbe eingearbeitet. Das Färben von solchen Mischgeweben stellt eine weitere Erscheinungsform
der vorliegenden Erfindung dar.
Die Mischgewebe aus aromatischem Polyester und Cellulose können aber auch nur mit dem Reektivfarbstoff gefärbt werden,
so daß der Polyesterteil des Mischgewebes ungefärbt bleibt.
Die Dispersionsfarbstoffe können irgendwelche Dispersionsfarbstoffe
sein, die im Handel erhältlich sind oder die beispielsweise in der dritten Auflage des Colour Indexes (197Ό beschrieben
sind. Solche Dispersionsfarbstoffe können in ihren handelsüblichen Formen verwendet werden, welche große Mengen
an wasserlöslichen Dispergiermitteln enthalten. Es wird ,jedoch
bevorzugt, und zwar insbesondere im Falle von Druckfarben auf Lösungsmittelbasis, daß sie in einer konzentrierten
Form verwendet werden (d.h., daß sie frei von solchen Dispergiermitteln sind). Eine besonders wertvolle Klasse von Dispersionsfarbstoffen
für die Verwendung beim erfindungsgemäßen Verfahren umfaßt diejenigen, die mindestens zwei Carbonsäureestergruppen
enthalten, da jeder unfixierte Farbstoff auf dem Textilmaterial dann leicht durch Behandlung in einer warmen
wäßrigen Lösung eines Alkalis entfernt werden kann, ohne daß der zum Färben der Cellulosefaser verwendete Reaktivfarbstoff
leidet. Bei Verwendung dieser bevorzugten Klasse von Dispersionsfarbstoffen beim erfindungsgemäßen Verfahren wird
es bevorzugt, daß die Waschbehandlung eine Spülung in einer wäßrigen Lösung eines Alkalis mit einem pH über 8 und mit
709885/0990
einer Temperatur im Bereich von 50 bis 850C umfaßt.
Beispiele für diese bevorzugte Klasse von Dispersionsfarbstoffen finden sich beispielsweise in der DT-OS 25 14 531.
Wenn Gemische aus Dispersions- und Reaktivfarbstoffen beim vorliegenden Verfahren verwendet werden, dann wird es bevorzugt,
daß die beiden Farbstofftypen so ausgewählt und in solchen
relativen Verhältnissen verwendet werden, daß die beiden
in den Mischgeweben anwesenden Fasertypen in den gleichen Farbton und auf die gleiche Farbstärke gefärbt werden.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren können Cellulosetextilmaterialien
und Mischgewebe aus Cellulosefasern und Synthesefasern, vorzugsweise Fasern aus aromatischen Polyestern, in
eine große Reihe von Farbtönen gefärbt werden, wobei sich eine vorzügliche Reservage von unbedruckten Teilen ergibt und wobei
Färbungen erhalten werden, die vorzügliche Echtheitseigenschaften besitzen.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert,
worin die Teile und Prozentangaben in Gewicht ausgedrückt sind.
Eine Druckfarbe wird hergestellt durch Auflösen von 5 Teilen
des Tetranatriumsalzes von 1-(Cyano-dichloropyrimidinylamino)-7-(1',5'-disulfonaphth-2'-ylazo)-8-naphthol-3,6-disulfonsäure
in 25 Teilen Wasser und anschließenden Zusatz von 70 Teilen einer 5%igen wäßrigen Natriumalginatlösung.
Die resultierende Druckfarbe wird dann mittels Siebdruck auf die glasierte Seite eines gebleichten 55 g/m -Kraft-
Papiers aufgebracht, worauf das Papier getrocknet wird.
Ein merzerisiertes gewebtes Baumwolltuch wird bis zu einer 60%igen Aufnahme in einer wäßrigen Lösung imprägniert, die
1,0 % Natriumbicarbonat und 5,0 % Harnstoff enthält, worauf
das imprägnierte Tuch und das bedruckte Papier dann kontinu-
708885/0990
ierlich in Kontakt rund um den erhitzten Zylinder einer
Devprint-Haßtransferdruckrr.aschine geführt wird, und zwar
unter Einhaltung; einer Durchlaui'zeit von 4-0 sek und einer
Temperatur des Zylinders von 115-12O°C. Nach dem Lauf rund
um den Zylinder wird das Baunrwolltuch vom Papier getrennt,
in kaltem Wasser gespült, 10 min in einer 0,3%igen wäßrigen
Lösung eines synthetischen Detergenzes mit 1000C behandelt,
wieder in Wasser gespült und abschließend getrocknet.
Es wird eine rote Bedruckung erhalten.
Eine Druckfarbe wird hergestellt durch Vermischen von 50 Teilen
einer iO%igen wäßrigen Dispersion von 1-Äthyl-3-cyano-4-methyl-5-(p-inethoxycarbonylphenylazo)-6-hydroxypyrid-2-on,
50 Teilen Harnstoff, 350 Teilen einer 5%igen wäßrigen Natriumalginatlösung
und 525 Teilen Wasser und durch Zusatz von
25 Teilen des Dinatriumsalzes von 1-(2',5'-Dichloro-4'-sulfophenyl)-3-methyl-4-L2"-sulfo-5"-(cyano-dichloropyrimidinylamino)phenylazoj
-5-pyrazolon.
Die Druckfarbe wird dann auf die glasierte Seite eines gebleichten
55 g/m2-Kra
pier getrocknet wird.
pier getrocknet wird.
bleichten 55 g/m -Kraft-Papiers aufgebracht, worauf das Pa-
Ein gewebtes Tuch aus 67 % aromatischem Polyester und 33 %
Cellulose wird bis zu einer 50/oigen Aufnahme in einer wäßrigen
Lösung imprägniert, die 1,0 % Ratriumbicarbonat und 5*0 %
Harnstoff enthält, und das imprägnierte Tuch und das bedruckte Papier werden dann kontinuierlich in Kontakt rund um den
erhitzten Zylinder einer Dewprint-Naßtransferdruckmaschine geführt, wobei die Durchlaufzeit 40 sek beträgt und der Zylinder
eine Temperatur von 115-12O°C aufweist. Nach dem Lauf
rund um den Zylinder wird das Tuch vom Papier getrennt, in kaltem Wasser gespült, 5 min in einer 0,2%igen wäßrigen Natriumhydroxidlösung
mit 85°C behandelt, wieder in Wasser gespült und abschließend getrocknet.
7 09 885/0980
Dabei wird eine gelbe Bedruckung erhalten.
Eine Druckfarbe wird hergestellt durch gemeinsames Vermählen
von IO Teilen des Dinatriumsalzes von 1-Amino-4-[2',4',6'-trimethyl-3'-sulfo-5'-(cyanodichloropyrimidinylamino)anilinoj
anthrachinon-2-sulfonsäure, 0,1 Teil eines Alkylarylsulfonat.3
mit einem HLB-Wert von 11,7 - 1» das von der Honeywill Atlas
Ltd. unter dem Warannamen G-33OO erhältlich ist, 4 Teilen Äthylcellulose N7 und 185,9 Teilen Toluol. Die Viskosität
wird dann durch Zusatz einer Toluollösung von Äthylcellulose auf 20-25 sek eingestellt (Ford-Becher Nr. 4). Die Druckfarbe
wird mit einer Gravüre-Druckmaschine auf Papier aufgedruckt.
Das erhaltene bedruckte Papier wird dann zum Färben eines merzerisierten gewebten Baumwolltuchs gemäß Beispiel
1 verwendet.
Es wird eine blaue Bedruckung erhalten.
Anstelle der 10 Teile des in diesem Beispiel verwendeten Farbstoffs werden 10 Teile des Dinatriumsalzes von 2-(Cyanodichloropyrimidinylamino
)-6-( 2 '-sulf0-4'-methoxyphenylazo)-5-naphthol-7-sulfonsäure
verwendet, wodurch eine scharlachrote Bedruckung erhalten wird.
709885/0990
Claims (14)
1. Verfahren zum Färben von Cellulo-setextilmaterialien, dadurch
gekennzeichnet, daß man: *
(a) Papier mit einer Druckfarbe, welche einen Reaktivfarbstoff
mit einer Cysnodichloropyrimidinylaminogruppe enthält, bedruckt und hierauf das Papier trocknet,
(b) ein Cellulosetextilmaterial mit einer wäßrigen Lösung eines Alkalis impräfrniert,
(c) das bedruckte Papier mit dem imprägnierten Cellulosetextilmaterial
in Kontakt bringt, wobei die bedruckte Oberfläche des Papiers dem Cellulosetextilmaterial
gegenüberliegt, und diese Zusammenstellung während des Kontakts auf eine Temperatur über 800C erhitzt, und
(d) das bedruckte Papier und das Cellulosetextilmaterial voneinander trennt und das Cellulosetextilmaterial
einer Waschbehandlung unterwirft und abschließend trocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es absatzweise ausgeführt wird, indem Stücke des bedruckten
Transferpapiers und eines mit Alkali imprägnierten Cellulosetextilmaterials
in einer Presse zusammengebracht werden.
3· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
es kontinuierlich ausgeführt wird, indem das bedruckte Transferpapier und ein mit Alkali imprägniertes Cellulosetextilmaterial
zusammengebracht und dann gemeinsam rund um einen sich drehenden erhitzten Kalander geführt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Transferdruckfarbe ein oder mehrere Reaktivfarbstoffe gemäß obiger Definition, einen Binder
und ein flüssiges Medium, in welchem der Binder löslich ist, enthält. 709885/0990
INSPECTED
- 27339S9
5« Verfahren nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet, daß
das flüssige Medium aus Wasser und der Binder aus Natriuinalginat
besteht.
6. Verfahren nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet, daß
das flüssige Medium aus einer organischen Flüssigkeit besteht.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die organische Flüssigkeit aus einem aliphatischen Alkohol,
einem Kohlenwasserstoff, einem Keton oder einem Ester oder einem Gemisch aus zwei oder mehreren solchen
Flüssigkeiten besteht.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Binder aus einer Alkylcellulose besteht.
9· Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylcellulose aus Äthylcellulose oder Hydroxypropylcellulose
besteht.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das wäßrige Alkali 0,5 bis 1,0 Gew.-% von dem Alkali enthält.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkali aus Natriumbicarbonat, Natriumcarbonat, Natriumhydroxid
oder Kaliumcarbonat besteht.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Mischgewebe verwendet wird, das aus Cellulosefaser^ und aus Fasern aus einem aromatischen
Polyester besteht, und daß die Druckfarbe ein oder mehrere Dispersionsfarbstoffe enthält, um gleichzeitig
die Fasern aus dem aromatischen Polyester zu färben.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der Dispersionsfarbstoff mindestens zwei Carbonsäureestergruppen enthält.
709885/0990
14. Verfahren nach Anspruch 13» dadurch gekennzeichnet, daß
die Waschbehondlunp; eine Spülung in einer wäßrigen Lösung
eines Alkalis mit einem pH über 8 und mit einer Temperatur im Bereich von 50 bis 85°C umfaßt.
15· Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reaktiv- und die Dispersionsfarbstoffe so ausgewählt und in solchen relativen Mengen
verwendet werden, daß die beiden im Mischgewebe anwesenden Fasertypen in den gleichen Farbton und auf die
gleiche Farbtontiefe gefärbt werden.
PAT ENTANWÄLTE
OR.-ING. H. FINTKt. DIPL. INU H. BOHh O'PL-ING. S. STAEGLR, DR. i«r. rial. R. KNHbSl
709885/0990
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB3146176A GB1566804A (en) | 1976-07-28 | 1976-07-28 | Wet transfer printing process for the colouration of cellulose textile materials |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2733959A1 true DE2733959A1 (de) | 1978-02-02 |
Family
ID=10323433
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772733959 Withdrawn DE2733959A1 (de) | 1976-07-28 | 1977-07-27 | Verfahren zum faerben von cellulosetextilmaterialien |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2733959A1 (de) |
| GB (1) | GB1566804A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2383262A1 (fr) * | 1977-03-09 | 1978-10-06 | Bayer Ag | Procede perfectionne pour l'impression par transfert au mouille |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0365486B1 (de) * | 1988-10-20 | 1995-07-19 | Sandoz Ag | Faserreaktive Azofarbstoffe |
| KR20020084260A (ko) * | 2000-03-28 | 2002-11-04 | 클라리언트 파이넌스 (비브이아이)리미티드 | 기록용 재료를 인쇄하기 위한 조성물 |
| ES2302853T3 (es) | 2001-12-19 | 2008-08-01 | Clariant Finance (Bvi) Limited | Uso de un colorante para la impresion por inyeccion de tinta de materiales de impresion. |
| CN115216979A (zh) * | 2022-07-20 | 2022-10-21 | 临清三和纺织集团有限公司 | 一种珠光粉多色同印印花工艺 |
-
1976
- 1976-07-28 GB GB3146176A patent/GB1566804A/en not_active Expired
-
1977
- 1977-07-27 DE DE19772733959 patent/DE2733959A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2383262A1 (fr) * | 1977-03-09 | 1978-10-06 | Bayer Ag | Procede perfectionne pour l'impression par transfert au mouille |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1566804A (en) | 1980-05-08 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2417335B2 (de) | Verfahren zum Färben von PoIyäthylenterephthalat-Fasern enthaltendem Textilgut | |
| EP0029804B1 (de) | Verfahren zum Bedrucken oder Klotzfärben von Textilmaterial aus Cellulosefasern in Mischung mit synthetischen Fasern sowie Druckpasten oder Klotzflotten zur Durchführung dieses Verfahrens | |
| DE2158314B2 (de) | Verfahren zum faerben von zellulose/ polyester-mischtextilmaterialien | |
| DE1058016B (de) | Verfahren zum Faerben oder Bedrucken von Cellulose-Textilien | |
| DE2733959A1 (de) | Verfahren zum faerben von cellulosetextilmaterialien | |
| DE1059399B (de) | Verfahren zum Faerben und Bedrucken von cellulosehaltigen Textilien | |
| DE961703C (de) | Verfahren zur Verbesserung der Echtheitseigenschaften von Faerbungen | |
| CH262963A (de) | Verfahren zur Herstellung einer neuen haltbaren Kunstharzemulsion und nach dem Verfahren erhaltene haltbare Emulsion. | |
| DE1059398B (de) | Verfahren zum Faerben oder Bedrucken von Textilien aus natuerlichen Protein- oder synthetischen Fasern | |
| DE2733960A1 (de) | Verfahren zum faerben von cellulosetextilmaterialien | |
| DE2203831C3 (de) | Verfahren zum Färben von geformten organischen Materialien | |
| DE844886C (de) | Verfahren zur Herstellung einer 3phasigen Kunstharzemulsion | |
| DE2731703A1 (de) | Verfahren zum faerben von cellulosetextilmaterialien | |
| DE844889C (de) | Verfahren zur Herstellung von haertbaren Emulsionsbindemitteln | |
| DE875942C (de) | Verfahren zur Mattierung bzw. Faerbung von Faserstoffen | |
| DE2027952B2 (de) | Verfahren zum Färben und Bedrucken von Textümaterialien aus synthetischen organischen Fasern | |
| DE1264386B (de) | Verfahren zum Faerben oder Bedrucken von Polyesterfasern | |
| DE4310919C2 (de) | Verfahren zum Naß-auf-naß, Weiß- oder Buntreservedruck auf modifizierten Polyesterteppichen im Übergießverfahren sowie Reservemittel zur Durchführung des Verfahrens | |
| EP0062183B1 (de) | Reservedruckverfahren | |
| EP0421293B1 (de) | Wässrige Präparationen von C.I. Azoic Diazo Components, ihre Herstellung und Verwendung | |
| EP0167711B1 (de) | Reservedruckverfahren | |
| DE2001507C3 (de) | Verfahren zum Färben von Textilgut | |
| AT162905B (de) | Verfahren zur Herstellung von härtbaren Emulsionsbindemitteln, insbesondere für den Pigmentdruck | |
| DE914491C (de) | Verfahren zum Faerben oder Bedrucken von Acrylnitrilpolymerisaten mit Kuepenfarbstoffen | |
| DE856138C (de) | Verfahren zum Bedrucken von Gebilden aus Cellulose, wie Textilstoffen, Papier u. dgl. mit Chromfarbstoffen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |