-
Kleiderbügel
-
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kleiderbügel mit einem Haken,
zwei vom Haken in entgegengesetzte Richtungen abstehenden Armen und am freien Ende
dieser Arme wenigstens teilweise in der dem Haken entgegengesetzten Richtung abstehenden
Backen zur Befestigung eines Kleidungsstückes.
-
Derartige Kleiderbügel dienen im wesentlichen zum Aufhängen von Hosen,
wobei die bekannten Ausführungen an beiden Enden des Kleiderbügels einen oder ein
Paar von Backen vorstehen, wobei der Abstand dieser an den gegenüberliegenden Enden
des Kleiderbügels angeordneten Backen verstellbar ist, indem nämlich die die Backen
tragenden Arme verschiebbar an einer Halterung des Hakens befestigt sind. Außerdem
sind hier Schraubenfedern eingesetzt, welche bewirken, daß die Backen stets in ihre
äußerste Stellung zurückgefahren bzw. federbelastet an einem entsprechenden Gegenstand,
beispielsweise innerhalb eines Hosenrohres sich abstützen.
-
Durch den stetigen wandel der mode ist es erforderlich, hier verschiedene
Größen solcher Kleiderbügel herzustellen, da normalerweise die Federwege dieser
in ihrem Abstand veränderbaren Backen begrenzt sind.
-
Ferner ist ein Hosenspanner bekannt, welcher aus einem Haken, zwei
von diesem Haken in entgegengesetzte Richtungen abstehenden Armen und in Richtung
des Hakens abstehenden Backen besteht. Auch hier ist wiederum der Nachteil gegeben,
daß ein derartiger Kleiderbügel lediglich für Hosen mit einer bestimmten Rohrweite
anwendbar ist.
-
Gerade an Orten, wo viele Hosen derartig aufgehängt werden sollten,
zum Beispiel bei Konfektionsbetrieben, in Textilhäusern, bei Reinigungsanstalten
usw., ist daher eine große Lagerhaltung bei den bekannten Kleiderbügeln erforderlich.
-
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, einen universell für
alle Hosenarten und auch für andere Kleidungsstücke anwendbaren Kleiderbügel zu
schaffen, welcher neben diesen möglichkeiten auch einen einfachen konstruktiven
Aufbau mit sich bringt.
-
Erfindungsgemäß gelingt dies dadurch, daß von den Armen jeweils zwei
federnd aneinander liegende, verschwenkbare Backen abstehen.
-
Durch diese erfindungsgemäße maßnahme ist lediglich eine Größe eines
Kleiderbügels erforderlich, da diese Backen nicht mit dem Abstand der Bügelfalten
einer Hose übereinstimmen müssen.
-
Die Hose kann zwischen den beiden an den Armen des Kleiderbügels vorgesehenen
Backenpaaren eingeklemmt werden, so daß diese einen sehr guten Halt findet. Außerdem
ist es durch eine derartige Konstruktion auch möglich, daß eine Hose bundseitig
aufgehängt wird, da keine Elemente an diesem Kleiderbügel vorhanden sind, welche
in Längsrichtung des Kleiderbügels federnd ausgebildet sind.
-
Selbstverständlich ist durch die möglichkeit des Einkelmmens des Kleidungsstückes
der Einsatz eines Kleiderbügels wesentlich erweitert worden. So können neben Hosen
auch andere Kleidungsstücke, z.B. Damenröcke usw., aufgehängt werden.
-
Weitere merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden
Beschreibung anhand der Zeichnung noch näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Schrägsicht
eines erfindungsgemäßen Kleiderbügels; Fig. 2 eine Stirnansicht der Backen; Fig.
3 eine Vorderansicht eines Teiles des Kleiderbügels; Fig. 4 eine Hose in zusammengelegtem
Zustand schematisch dargestellt, wobei die Backen des Kleiderbügels in
ihrer
Eingriffsstellung an der Hose dargestellt sind; Fig. 5 perspektivisch ein Ende einer
anderen Ausführungsform des neuartigen Kleiderbügels.
-
Der Kleiderbügel besteht aus einem Haken 1, und zwei von dem Haken
in entgegengesetzter Richtung abstehenden Armen 2, welche an ihren freien Enden
Backen 3 tragen. Die Backen liegen federnd aneinander an und sind gegeneinander
verschwenkbar. Die Schwenkebene der Backen verläuft annähernd senkrecht zur Längserstreckung|der
Arme 2 des Kleiderbügels.
-
Das Kleidungsstück, welches durch diesen Kleiderbügel gehalten werden
soll, kann dadurch von unten her zwischen die Backen 3 eingeführt werden und wird
dann zwischen diesen Backen 3 kraftschlüssig gehalten.
-
Um ein leichteres Einführen des Kleidungsstücke zu gewährleisten,
sind die Backen an ihren freien Enden spitzwinklig in entgegengesetzte Richtungen
abgebogen. Die Enden 4 können auch bogenförmig nach außen weichen.
-
Im mittelbereich, bezogen auf deren Länge, können die Backen 3 eine
in entgegengesetzter Richtung weisende Ausbuchtung 5 aufweisen, um dadurch den Halt
des eingesetzten Kleidungsstückes zu vergrößern, insbesondere dann, wenn zwischen
die Backen 3 der Bund einer Hose bzw. eines Damenrockes eingesetzt
wird.
-
Aus Fig. 4 ist deutlich zu ersehen, wie die Befestigung beispielsweise
einer Hose 6 an den Kleiderbügel erfolgen kann. Die Hose 6 wird in üblicher Weise
entlang der Bügelkanten 7 zusammengelegt, wobei das eine Backenpaar 8 den rückwärtigen
Teil der Hose von außen erfaßt, und das zweite Backenpaar 9 den nach innen gestülpten
vorderen Bereich der Hose erfaßt, so daß dieses Backenpaar 9 also innerhalb der
Außenbegrenzung der Hose zu liegen kommt. Dieser Skizze der Fig. 4 ist zu entnehmen,
daß hier nicht für jede Größe einer Hose bzw. eines Rockes eine verschiedene Größe
eines Kleiderbügels erforderlich ist, sondern daß ein derartiger Kleiderbügel universell
für verschiedene Größen einsetzbar ist.
-
Beim erfindungsgemäßen Beispiel ist der KLeiderbügel einstückig aus
einem einzigen Stahldraht gebogen. Selbstverständlich besteht auch die möglichkeit,
lediglich die Backen 3 aus einem einstückigen Stahldraht zu fertigen, wobei dann
diese Teile mit den Armen 2 in irgendeiner Weise, beispielsweise durch Schweißen
verbunden sind. Die beiden Backen sind also an ihrem oberen Ende miteinander verbunden,
wobei der dem freien Ende abgewandte Bereich der Backen 3 als Federelement 10 ausgestaltet
ist. Dieses Federelement ist beim dargestellten Beispiel bogenförmig, insbesondere
kreisbogenförmig ausgestaltet. Selbstverständlich kann dieses Federelement
auch
der Form einer Ellipse, eines mehreckes od. dgl.
-
angepaßt sein. Auch besteht die möglichkeit, das Federelement 10 aus
einem zwei- oder mehrfach gewundenen Abschnitt der Backen 3 zu bilden. Das Federelement
wäre dann sozusagen nach Art einer Schraubenfeder ausgebildet.
-
Die Backen 3 bestehen beim gezeigten Ausführungsbeispiel aus jeweils
zwei parallel zueinander verlaufenden Stahldrähten, wobei die freien Enden 4 der
Backen 3 von Knickstellen des Stahldrahtes gebildet sind. Es ist dadurch auch gewährleistet,
daß die einzuschiebenden Hosen bzw. Rücke keinesfalls beschädigt werden können,
da die Backen an ihren Einschubenden abgerundet sind.
-
Die Enden des die Backen bildenden Stahldrahtes sind dem Federelement
zugewandt, so daß diese gar nicht mit dem einzuschiebenden Rock bzw. der einzuschiebenden
Hose in Berührung kommen. Beim gezeigten Beispiel liegen die Doppeldrahtabschnitte
beider Backen 3 in parallel zueinander liegenden Ebenen. Es wäre auch denkbar, daß
diese Doppeldrahtabschnitte beider Backen 3 so angeordnet sind, daß sie in einer
gemeinsamen Ebene liegen. Die Federkraft wäre dadurch noch wesentlich erhöht.
-
Zur Verringerung der Bauhöhe eines solchen Kleiderhakens wird vorgeschlagen,
daß das Federelement 10 die Oberseite
des Armes 2 überragt. Die
Einspannlänge der Backen genügt auch in dieser Form, so daß also das eigentliche
Element, welches die Backen 3 zusammenhält, ohne weiteres darüber angeordnet werden
kann.
-
Wie schon ausgeführt, sind die Backen, die Arme und der Haken einstückig
aus einem Stahldraht gebogen. Es ist auch denkbar, daß der die Backen bildende Stahldraht
3 mit den aus Stahldraht gebildeten Armen 2 des Kleiderbügels fest verbunden, zum
Beispiel verschweißt wird.
-
Die Herstellungskosten sind bei einem solchen Kleiderhaken selbstverständlich
sehr gering, da lediglich ein Stahldraht nach einer entsprechenden Form gebogen
werden muß. Gerade bei einem Großverbrauch, wie dies bei Kleiderreinigungsanstalten
oder Konfektionsbetrieben gegeben ist, gewährleistet dieser Kleiderbügel eine große
Einsatzmöglichkeit ohne besonderen Kostenaufwand. Die Form des Hakens und der Arme
sowie auch der Backen kann selbstverständlich verschieden gewählt werden. Wesentlich
ist lediglich, daß zwei Backen bzw. jeweils ein Backenpaar vorhanden ist, dessen
Backen verschwenkbar sind und federnd aneinander anliegen.
-
Fig. 5 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel des neuartigen Kleiderbügels.
Dort ist der Stahldraht, der wenigsters die Arme 2 und die Backen 3 ausbildet, vorzugsweise
aber auch
den Haken 1, von den Armen 2 kommend nach unten in Windungen
bis zur Knickstelle 4 gebogen, von dort in dazu parallele Windungen zu dem bogenförmigen
Federelement 10, von dort wiederum nach unten in Windungen zu der anderen Knickstelle
4 und von dort wiederum in parallelen Windungen zurück bis in den Bereich des bogenförmigen
Federelements 10. Die Ausführungsform nach Fig. 4 unterscheidet sich von der Ausführungsform
nach Fig. 1 und 2 im wesentlichen dadurch, daß die bogenförmigen Windungen 5 ausgeprägter
verlaufen. Dadurch kann eine besonders gute Klemmkraft - auch bei mehreren Stofflagen
des betreffenden Kleidungsstücks - erreicht werden. Der zwischen den Windungen 5
ausgebildete Raum ist vorzugsweise etwas länglich, um ein leichtes Einführen des
betreffenden Kleidungsstücks zu gestatten. Aus demselben Grunde ist der Stahldraht
im Bereich der Knickstellen 4 nach außen abgewinkelt. Das Federelement 10 ist vorzugsweise
kreisbogenförmig gebogen. Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 5 liegen mehrere
Lagen Stahldraht dicht hintereinander, nämlich insgesamt zwei Lagen an jeder Seite
eines jeden Backens 3, wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2.
-
Wird der gesamte Kleiderbügel aus Stahldraht hergestellt, so soll
dieser geeignet mit einem schützenden Lacküberzug versehen sein. Dies ist beispielsweise
ein elektrolytischer Lacküberzug. Der Lack kann auch elektrost<tisch aufgetragen
werden. Um Lackbrücken zwischen den Backen 3 zu vermeiden,
haben
diese Backen an den Engstellen einen geringen Abstand voneinander.
-
Bei dieser Ausführungsform ist man in der Lage, beliebig hohe Vorspannungen
zwischen den Backen 3 zu erzeugen. Auch wird die Herstellung des Kleiderbügels besonders
preisgünstig.
-
Der Bogen der Feder 10 liegt in Höhe der Arme 2. Beim Einführen von
Kleidungsstücken stoßen diese daher nicht an die Arme 2 an.