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"Selbstladenistole mit Sicherheitsvorrichtung für beidersei-
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tige Bedienung".
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Die Erfindung betrifft eine Selbstladepistole mit Sicherheitsvorrichtung
für beiderseitige Bedienung.
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Bekanntlich sind alle zelbstlader mit einer Sicherheitsvorrichtung
versehen, die ein ungewolltes Abfeuern der geladenen AJaffe z.B. bei einem Stoß
oder Fall, verhindern soll.
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Eine solche Sicherheitsvorrichtung kann gewöhnlich von einer
eingeschalteten
Sicherheitsstellung in eine ausgeschaltete (entsicherte) Sicherheitsstellung oder
umgekehrt verschoben werden, und zwar dadurch1 daß man ein BetätigunSsglied der
Vorrichtung von Hand bedient, das an einer Seite der Pistole angeordnet ist.
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Dieses BetätigunCscrlied besteht in den meisten Fällen aus einem Handhebel,
der an der linken Seite der Pistole in einer solchen Late angeordnet ist, daß er
von einer normalen, rechtshändig&n Person mit dem Daumen derselben, mit der
Pistole bewaffneten Hand verschoben werden kann, während dieselbe Hand die Pistole
festhält.
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Diese Anordnung bringt natürlich für linkshändige Schützen Schwierigkeiten
mit sich, da bei innen der Daumen und das Betätigungsglied der zicherheitsvorrichtung
sich an entgegengesetzten Seiten der Waffe befinden, so daß es für sie unnöglich
ist, die Sicherheitsvorrichtung mit derselben, die Pistole zum Abfeuern festhaltenden
Hand ein- bzw. abzustellen.
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Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Selbstladepistole, die
mit einer Sicherheitsvorrichtung versehen ist, die sowohl von rechts- wie auch von
linkshändigen Personen mit derselben Hand zu bedienen ist, die die Pistole zum Abfeuern
festhält.
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Erfindungs£emäß wird diese Aufgabe mit einer 3elbstladepistole gelöst,
die mit einer Sicherheitsvorrichtung versehen ist, die von einer gesicherten in
eine entsicherte lage von Hand gebracht werden kann, welche Sicherheitsvorrichtung
mit einem ersten außerhalb der Pistole zugänglichen, an der einen Seite
derselben
angeordneten Betätigungsglied versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe
Sicherheitsvorrichtung mit einem zweiten Betätigungsglied versehen ist, das an der
anderen Seite der Pistole zu dem ersten spiegelbildlich angeordnet ist.
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Somit ist die erfindungsgemäße Selbstladepistole nicht nur mit einem
sondern mit zwei Betätigungsgliedern der Sicherheitsvorrichtung versehen, die an
der einen und an der anderen Seite der Pistole zueinander spiegelbildlich angeordnet
sind.
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Auf der linken Seite der Pistole befindet sich das seitens der rechtshändigen
Schützen zu gebrauchende Betätigungsglied, während sich das für linkshändige Schützen
an der rechten Seite befindet. Auf jeden Fall kann daher der Schütze die Sicherheitsvorrichtung
mit derselben Hand einwandfrei und augenblicklich bedienen, mit der er die Waffe
schußbereit hält.
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Vorzugsweise wird der gesicherte bzw. entsicherte Zustand der Pistole
dem Schützen durch FIarkierungen am Verschluß der Pistole angezeigt, welche durch
die Betätigungsglieder der Sicherheitsvorrichtung je nach deren Zustand verdeckt
bzw.
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freigelegt sind.
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Außerdem ist die Sicherheitsvorrichtung - wie weiter unten näher beschrieben
wird - vorzugsweise so aufgebaut, daß der Auslösehebel des Hahnes der Pistole bei
eingeschalteter Sicherheitsvorrichtung in einer solchen Stellung festgehalten wird,
daß ein uebergehen des Hahnes von seinem gespannten Zustand auf den aufgelösten
Zustand verhindert ist. Diese Lösung erhöht in erheblichem t:laß die Wirksamkeit
der Sicherheitsvorichtung beim Anstoßen der iaffe gegen eine harte Oberfläche oder
beim Herunterfallen.
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Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung einer Ausführungsform der Erwindung hervor, die in der beigefügten
Zeichnung bei spielhaft dargestellt ist. Es zeigt: Fig. 1 eine schematische Seitenansicht
einer mit einer erfindungsgemäßen Sicherheibsvorrichtunc ausgerüsteten Selbstladepistole
mit heruntergedrücktem Hahn und ausgeschalteter Sicherheitsvorrichtung, Fig. 2 die
gleiche Pistole mit gespanntem Hahn und eingeschaltet er SicherheitsvorrichtunQs
Fig. 3 die gleiche Fistole mit Hahn während der Phase der Spannung und eingeschaltet
er Sicherheitsvorrichtung1 Fig. 4 dieselbe Pistole mit gespanntem Hahn und eingeschal.-teter
Sicherheitsvorricbtung, Fig. 5 einen Schnitt durch einen Abschnitt derselben Pistole
in vergrößertem Iaaßstab nach linie V - V von Fig. 1, Fig. 6 einen Schnitt durch
einen weiteren Abschnitt der Pistole nach Linie VI - VI von Fig. 1, und Fig. 7 eine
draufsicht der in der in den vorhergehenden Figuren dargestellten Pistole eingebauten
Sicherheitsvorrichtung, wobei der Kasten der Pistole mit 3trichpunktlinien gezeichnet
ist.
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Die in der Zeichnung -ezeiste Selbstladepistole umfaßt im allgemeinen
einen Kasten 1, einen lauf 2, einen Verschluß 3, einen in 5 angelenkten Abzug 4,
einen in 7 angelenkten Auslösehebel 6, einen in 9 angelenkten Hahn 8 und eine Sicherheitsvorrichtung
10.
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Zweckentsprechende, in der Zeichnung nicht dargestellte, an sich bekannte
selbsttätige liechanismen verbinden den Abzug 4 mit dem Auslösehebel 6 und mit dem
Hahn 8, so daß ein auf den Abzug 4 zum Zweck des Abfeuerns ausgeübter Druck (auf
die in Fig. 3 gezeigte b1eise, wo die Strichpunktlinie die Ruhe-Stellung darstellt)
zuerst eine Drehung im Uhrzeigersinn (für den Betrachter der Zeichnung) des Hahnes
8 von der tiefen Stellung nach Fig. 1 in die gespannte Stellung nach Fig. 2 (wobei
die Nachwiebiskeit einer Rückhaltefeder 11 ausgenützt ist, die auf den Auslösehebel
wirkt) und dann eine begrenzte, kurzzeitige Drehbewegung in entgegengesetztem Uhrzeigersinn
(für den Betrachter der Zeichnung) des Auslösehebels 6 hervorgerufen wird, um die
Freigabe des Auslösevorsprungs 12 des Hahnes 8 seitens des zugeordneten Auslösevorsprungs
13 des Auslösehebels 6 und das darauffolgende heftige Zurückschlagen.
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des Hahnes 8 (der von zweckentsprechenden, nicht dargestellten, federnden
Mitteln getrieben wird) in seine tiefe Stellung für das Abfeuern einer zuvor geladenen
Patrone zu bewirken.
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Die beschriebene Folge der durch die Betätigung des Abzuges 4 zum
Abfeuern einer Patrone ausgelösten Vorgänge wird je nach der 3tellung der 3icherheitsvorrichtung
10 zugelassen bzw. verhindert. '.iie aus Fig, 1, 5 und 7 ersichtlich, besteht die
Sicherheitsvorrichtung aus; zwei Handhebeln 14 und 15, die an den beiden Seiten
d3s Kastens der pistole an einer von außen zugänglichen Stelle angeordnet (s. insbesondere
Fig.?)
und durch einen Bolzen 16 miteinander drehfest verbunden
sind1 der in den beiden Seitenwänden des Pistolenkastens drehtest angelenkt ist
und in seiner Mitte eine Ausnehmung 17 (Fig. 5 und 7) aufweist, die dem Hahn freien
Durchgang gewährt, während dieser von seiner tiefen Stellung zu seiner gespannten
Stellung und ungekehrt übergeht. Am linken Handhebel 14 ist außerdem ein Arm 18
befestigt, dessen Ende mit einem quer gerichteten Vorsprung 19 (Fig. 7) versehen
ist. Schließlich umfaßt die Sicherheitsvorrichtung 10 einen kleinen Kolben 20, der
unter der Wirkung einer Feder 21 steht und in eine am Ende des Zapfens 9 des Hahnes
8 sich erstreckende Verlängerung so eingreifen kann, daß zwei mögliche slinkelstellungen
des die Sicherheitsvorrichtung bildenden Drehkörpers festgelegt werden (Fig. 1 bis
4).
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Während sich die Sicherheitsvorrichtung 10 in der entsicherten Stellung
befindet, wie in Fi. 1 und 2 dargestellt, greift ihr Quervorsprung 19 in einen genuteten
Abschnitt 22 des Auslösehebels 6 ein, so daß derselbe Hebel frei ist, den Beanspruchungen
seitens des Hahnes 8 bzw. des Abzuges 4 nachzu--geben, und der Hahn frei ist, von
der tiefen Stellung nach Fig. 1 in die gespannte Stellung nach Fig. 2 und umgekehrt
Wberzugehen, wenn der Abzug 4 betätigt wird, oder bei der ersten Bewegung, wenn
der Schütze direkt eingreift. Die erfolgte Entsicherung der Pistole wird dem Schützen
optisch angezeigt, erstens durch die waagerechte T-age der Handhebel 14 und 15 und
zweitens von der Sichtbarkeit eines Paares Marken 23, z.B. zweier roter Punkte,
die am Kasten der Pistole an
einer Stelle vorgesehen sind, wo sie
sichtbar sind, wenn die Sicherheitsvorrichtung in der ausgeschalteten Stellung ist,
und von den Handhebeln 14 und 15 verdeckt sind, wenn sich die Sicherheitsvorrichtung
in der eingeschalteten Stellung bef indet, wie in Fig. 3 und 4.
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Wenn sich die Sicherheitsvorrichtung 10 in der eingestellten Stellung
nach Fig. 3 und 4 befindet, die dem Schützen durch den abgedeckten Zustand der Karten
23 - wie oben erwähnt angezeigt ist, befindet sich der Ouervorsprung 19 mit einem
Zahn 24 des Auslösehebels 6 (Fig. 6) im Eingriff, so daß der Auslösehebel 6, die
in Fig. 3 und 4 gezeigte Stellung nicht verlassen kann. Das hängt davon ab, daß
ein Anschlag eines Zahnes 25 des Hahnes 8 mit einem Zahn 26 des Auslösehebels 6
(Fig. 3 und 6) den Hahn 8 verhindert, von der tiefen auf die gespannte Stellung
überzugohen, und wenn sich dabei der Hahn bereits in der gespannten Stellung befindet,
so verhindert der jetzt nicht aufzulösende Eingriff zwischen den Auslösevorsprüngen
12 und 13 des Hahnes bzw. des Auslösehebels 6 das Zurückschlagen des Hahnes in die
tiefe Stellung.
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Dadurch ergibt sich eine hohe Sicherheit vor ungewollten Abfeuerungen
von Schüssen bei Stoßen oder beim Herunterfallen der Waffe0 Das Umstellen der Sicherheitsvorrichtung
10 von der Stellung der eingeschalteten Sicherung nach rig. 1 und 2 in die der ausgeschalteten
Sicherung nach Fig. 3 und 4 erfolgt durch einen Handgriff d.h. durch Bedienung des
einen oder des anderen Handhebels 14 und 15 mit dem Daumen der abfeuernden Hand.
Ist
der Schütze rechtshändig, so bedient er mit dem Daumen seiner
rechten Hand den an der linken Seite der Pistole angebrachten Fandhebel 14; ist
er linkshändig, so bedient er mit dem Daumen seiner linken Hand den an der rechten
Seite der Pistole angebrachten Randhebel 15. In beiden Fällen kann der Schütze die
Bedienung der Sicherheitsvorrichtung nit der erforderlichen .»irksamkeit und Rechtzeitigkeit
verrichten.
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L e e r s e i t e