DE2729039C2 - Elastischer Schnappdeckelverschluß - Google Patents
Elastischer SchnappdeckelverschlußInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen elastischen Schnappdeckelverschluß aus einer begrenzt nachgiebigen,
zylindrischen Kappe mit mindestens zwei sich parallel zur Verschlußebene erstreckenden und mit
einer parallelen, am Behälterhalsumfang angeordneten, konischen Rastrippe zusammenwirkenden Rastnasen.
Ein derartiger Schnappdeckelverschluß ist aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift 76 02 293 bekannt.
Bei diesem Verschluß ist die am Behälterhalsumfang angeordnete konische Rastrippe an mindestens zwei
Stellen unterbrochen, wobei in Umfangsrichtung gemessen die Zwischenräume zwischen den Rippenabschnitten
der Kappe im wesentlichen gleich oder geringfügig größer sind als die Rippenabschnitte des
Behälterhalses. Nachteilig ist bei diesem bekannten Schnappdeckelverschluß, daß in axialer Richtung kein
oder fast kein Verspannen der Kappe gegenüber dem Behälterhals erfolgt, so daß, da die Rippen in der Kappe
und am Behälterhals unterbrochen sind, die Gefahr eines unbeabsichtigten öffnens des Behälters besteht;
denn die Kappe sitzt mit einer mehr oder weniger großen, jedoch unkontrollierbaren Vorspannung auf
dem Behälterhals.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen elastischen Schnappdeckelverschluß zu schaffen,
bei dem ein maschinelles Schließen durch axiales Aufpressen der Kappe auf den Behälterhals möglich ist,
die aber dennoch durch eine Dreh-Drückbewegung ein leichtes öffnen und Schließen von Hand erlaubt und
dabei sicher gegen unbeabsichtigtes öffnen der Kappe ist, selbst wenn die Kappe nur locker auf dem
Behälterhals aufsitzt
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst daß bei einem Schnappdeckelverschluß der eingangs
erwähnten Art die Rastrippe am Behälterhalsumfang umlaufend in sich geschlossen ausgebildet ist und mit
mindestens zwei, sich von der Unterkante bis etwa zur halben axialen Höhe der Rastrippe erstreckenden
Ausnehmungen versehen ist und daß der Übergang vom Ausnehmungsgrund zur Rastrippenaußenfläche über
mindestens eine keilförmige Fläche erfolgt
Beim Aufsetzen der Kappe auf den Behälterhals werden die Rastnasen über die konische Außenfläche
der umlaufenden Rastrippe geschoben und rasten in die Ausnehmungen ein. Um den Deckel zu öffnen, muß
daher die Kappe so verdreht werden, daß die Rastnasen auf der keilförmigen Fläche der Ausnehmungen
auflaufen, bis sie auf die konisch verlaufende Außenfläche der Rastrippe gelangen und sich in axialer Richtung
verschieben können. Damit ist ein ungewolltes öffnen des Behälters, selbst wenn der Deckel nur locker auf
dem Behälterhals sitzt, völlig unmöglich, denn bei in die Ausnehmungen eingerasteten Rastnasen läßt sich die
Kappe nur durch Verdrehen unter elastischem Aufspreizen abnehmen. Andererseits ist es ohne weiteres
möglich, einen geöffneten Behälter wieder durch eine einfache Dreh-Drückbewegung zu verschließen, wobei
die Rastnasen in der Kappe über die konische Außenfläche der Rastrippe unter elastischem Aufspreizen
gleiten, bis sie in die Ausnehmungen hineinspringen.
Um eine sichere Verbindung zwischen der Kappe und dem Behälterhals zu erreichen, befinden sich an der
Kappe vorzugsweise vier gleichmäßig am Umfang verteilte Rastnasen, während die Rastrippe acht
Ausnehmungen aufweist. Durch die Verdopplung der Anzahl der Ausnehmungen der Rastrippe gegenüber
den Rastnasen reichen sehr kurze Verschließ- und Öffnungswege aus und beträgt der Verschließweg
maximal 45°, während das öffnen schon nach einer Drehung von 20" abgeschlossen ist.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Rastnasen in bezug auf die Ausnehmungen ergibt sich
daraus, daß die Ausdehnung der Rastnasen in Umfangsrichtung etwa gleich der halben Ausdehnung
der Ausnehmungen in Umfangsrichtung ist. Hierbei ist in der Ausdehnung der Ausnehmungen in Umfangsrichtung
die keilförmige Übergangsfläche eingeschlossen, so daß die Rastnasen einerseits in der Raststellung voll
in der Ausnehmung ruhen und dabei gegen eine als Anschlag ausgebildete Fläche der Ausnehmungen
stoßen, andererseits aber das Auseinanderspreizen der Rastnasen schon nach einer kurzen Drehung der Kappe
möglich ist.
Zur Erleichterung des maschinellen Verschließens eines Behälters sind die Unterkanten der Rastnasen
radial nach innen schräg ansteigend ausgebildet, so daß diese leichter über die konische Außenfläche der
Rastrippe gleiten und in die Ausnehmungen einschnappen können.
Ein elastisches Verspannen der Kappe auf dem Behälterhals wird vorteilhafterweise durch eine im
Kappenboden in axialer Richtung elastisch verformbare Dichtung erreicht Hierbei kann die Dichtung entweder
aus einer gummielastischen Masse oder aber aus einer tellerfederähnlichen gewölbten Scheibe bestehen. Vorzugsweise
ist die Dichtung als flache Scheibe ausgebildet und ruhi auf am Kappenboden mit Abstand zum
zylindrischen Kappenteil angeordneten Rippen. Wird nun die Kappe auf den Behälterhals aufgedrückt, so
wird der Rand der Dichtung, nachdem die Dichtfläche des Behälters in Berührung mit dem Rand der Dichtung
gelangt ist, gegen den Kappenboden durchgebogen und wirkt dadurch im Sinne einer elastischen Vorspannung
in axialer Richtung auf die Kappe. Hierdurch ist einerseits eine einwandfreie Abdichtung der Kappe auf
dem Behälterhals gewährleistet und andererseits ein ausreichendes Verspannen der Kappe in axialer
Richtung auf den Behälterhals gegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren erläutert In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht eines Behälterhalses mit der
erfindungsgemäßen Rastrippe,
F i g. 2 eine Ansicht im Schnitt nach der Linie H-II in Fig.l,
F i g. 3 eine Unteransicht einer Kappe,
Fig.4 eine Seitenansicht der Kappe teilweise im
Schnitt,
Fig.5 eine Seitenansicht der Kappe teilweise im Schnitt auf einem Behälterhals und
F i g. 6 einen vergrößerten Ausschnitt von Kappe und Behälterhals mit noch nicht eingerasteter Rastnase.
Ein Behälterhals 5 weist eine Behälteröffnung 4 mit einer Dichtfläche 26 auf. Im Abstand von der
Dichtfläche 26 befindet sich eine umlaufende in sich geschlossene Rastrippe 8, von deren gerader Unterkante
10 mehrere gleichmäßig verteilte Ausnehmungen 14 ausgehen. Die Ausnehmungen 14 besitzen einen zur
Behälterhalsaußenfläche reichenden Ausnehmungsgrund 16. In axialer Richtung erstrecken sich die
Ausnehmungen 14 bis etwa zur halben Höhe der Rastrippe 8 und sind durch eine im rechten Winkel zur
Behälterhalsoberfläche verlaufende Schnappkante 17 begrenzt. In Umfangsrichtung sind die Ausnehmungen
14 auf der einen Seite durch eine keilförmige Fläche 18 und in der anderen Richtung durch einen Anschlag 19
begrenzt, der genau radial oder gegebenenfalls aus fertigungstechnischen Gründen schräg bezüglich des
Radius des Behälterhalses verlaufen kann.
Eine auf den Behälterhals 5 aufzusetzende Kappe 1 besteht aus einem im wesentlichen zylindrischen, radial
elastisch dehnbaren Kappenteil 2 und einem damit verbundenen Kappenboden 3. im zylindrischen Kappenteil
2 sind mehrere Rastnasen 6 gleichmäßig auf dem Umfang verteilt angeordnet und weisen eine radial nach
innen schräg ansteigende Unterkante 7 auf. Eine flache Dichtungsscheibe 20 ist in die Kappe 1 eingelegt und
gegen ein Herausfallen durch Halteringsegmente 24 gesichert Am Kappenboden befinden sich axial
hervorstehende konzentrische Rippen 22 sowie parallel zueinander angeordnete Rippen 23, die sämtlich mit
Abstand von der Innenwand des zylindrischen Kappenteils 2 enden.
Wird nun, wie in F i g. 5 und 6 dargestellt, eine Kappe
1 auf den Behälterhals 5 aufgepreßt so schieben sich die Rastnasen 6 auf die konische Außenfläche 12 der
Rastrippe 8 und werden elastisch nach außen gedrückt Sobald sich die Oberkante der Rastnasen 6 unterhalb
der Schnappkante 17 befindet, springen die Rastnasen 6
in die Ausnehmungen 14 hinein, so daß die Kappe 1 nun fest auf dem Behälterhals 5 sitzt Der Abstand der
Rastnasen 6 in bezug auf den Kappenboden 3 sowie der Abstand der Rastrippe 8 bezüglich der Dichtfläche 26
sind so gewählt daß der Rand der Dichtungsscheibe 20 durchgebogen und gegen den Kappenboden 3 gepreßt
wird. Hierdurch ist unter Aufrechterhaltung einer ausreichenden axialen Vorspannung ein einwandfreies
Abdichten der Kappe 1 auf dem Behälterhals 5 gewährleistet Um die Kappe 1 vom Behälterhals 5 zu
lösen, genügt es, die Kappe 1 um einige Grad entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen. Hierbei laufen die
Rastnasen 6 die als Auflaufschräge ausgebildete, keilförmige Fläche 18 der Ausnehmungen 14 hinauf.
Sobald die Rastnasen 6 aus dem Bereich der Ausnehmungen 14 gelangt sind, rutschen sie, wie in
ίο Fig.6 dargestellt die konische Außenfläche 12 der
Rastrippe 8 nach oben, so daß die Kappe 1 leicht abgenommen werden kann. Ein Verschließen von Hand
ist auf einfache Weise durch eine Dreh-Drückbewegung möglich, wobei die Rastnasen 6 auf die konische
Außenfläche 12 der Rastrippe 8 gleiten und in die Ausnehmungen 14 einrasten.
Um möglichst geringe öffnungs- und Schließwege zu erreichen, ist die Kappe 1 vorzugsweise mit vier
gleichmäßig auf dem Umfang verteilten Rastnasen 6 versehen, während der Behälterhals 5 acht ebenfalls
gleichmäßig auf dem Umfang verteilte Ausnehmungen 14 aufweist. Die Kappe 1 sitzt selbst dann, ohne daß sie
sich ungewollt vom Behälterhals 5 lösen kann, auf diesem fest, wenn sich aus irgendwelchen Gründen
i) keine Dichtungsscheibe 20 in der Kappe 1 befindet und
die Kappe 1 somit locker auf dem Behälterhals 5 aufsitzt. Ein einwandfreies Abdichten ist dann zwar
nicht mehr gewährleistet, aber wenn es sich bei dem Behälterinhalt um Schüttgut handelt, ist dies auch nicht
"χι erforderlich; die Kappe 1 kann aber dennoch ihre
Funktion als Verschluß und Schutz gegen äußere Einflüsse erfüllen.
Als Dichtung in der Kappe 1 kann außer der erwähnten flachen Dichtungsscheibe 20 auch eine
3) gummielastische Masse dienen, die so elastisch ist, daß
sie die erforderliche axiale Vorspannung erzeugt. Die Rippen 22,23 können auch entfallen, wenn die Dichtung
aus einer tellerfederähnlich gewölbten Scheibe besteht.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Elastischer Schnappdeckelverschluß bestehend aus einer begrenzt nachgiebigen, zylindrischen
Kappe mit mindestens zwei sich parallel zur Verschlußebene erstreckenden und mit einer parallelen,
am Behälterhalsumfang angeordneten, konischen Rastrippe zusammenwirkenden Rastnasen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastrippe (8) umlaufend in sich geschlossen und mit ι ο
mindestens zwei sich von der Unterkante (10) bis etwa zur halben axialen Höhe der Rastrippe (8)
erstreckenden Ausnehmungen (14) versehen ist und daß der Übergang vom Ausnehmungsgrund (16) zur
Rastrippenaußenfläche (12) aus mindestens einer is keilförmigen Fläche (18) besteht
2. Schnappdeckelverschluß nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (1) vier
Rastnasen (6) und die Rastrippe (8) acht Ausnehmungen (14) aufweist
3. Schnappdeckelverschluß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausdehnung der
Rastnasen (6) in Umfangsrichtung etwa gleich der halben Ausdehnung der Ausnehmungen (14) in
Umfangsrichtung ist
4. Schnappdeckelverschluß nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterkante (7) der Rastnasen (6} radial nach innen schräg ansteigend ausgebildet ist.
5. Schnappdeckelverschluß nach einem oder jo
mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich im Kappenboden (3) eine in axialer
Richtung elastisch verformbare Dichtung (20) befindet.
6. Schnappdeckelverschluß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung aus einer
gummielastischen Masse besteht.
7. Schnappdeckelverschluß .lach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung aus einer
tellerfederähnlich gewölbten Scheibe besteht.
8. Schnappdeckelverschluß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung aus einer
flachen Scheibe (20) besteht und auf im Kappenboden (3) im Abstand zum zylindrischen Kappenteil (2)
angeordneten Rippen (22,23) ruht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2729039A DE2729039C2 (de) | 1977-06-28 | 1977-06-28 | Elastischer Schnappdeckelverschluß |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2729039A DE2729039C2 (de) | 1977-06-28 | 1977-06-28 | Elastischer Schnappdeckelverschluß |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2729039B1 DE2729039B1 (de) | 1978-11-23 |
| DE2729039C2 true DE2729039C2 (de) | 1979-07-26 |
Family
ID=6012535
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2729039A Expired DE2729039C2 (de) | 1977-06-28 | 1977-06-28 | Elastischer Schnappdeckelverschluß |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2729039C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2523550B1 (fr) * | 1982-03-16 | 1985-08-09 | Saint Gobain Desjonqueres | Dispositif de bouchage a ouverture rapide |
-
1977
- 1977-06-28 DE DE2729039A patent/DE2729039C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2729039B1 (de) | 1978-11-23 |
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Legal Events
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