DE2728695A1 - Koepferanordnung an ruebenerntemaschinen - Google Patents
Koepferanordnung an ruebenerntemaschinenInfo
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Description
- "Köpferanordnung an Rübenerntemaschinen"
- Die Erfindung betrifft eine Köpferanordnung an Rübenerntemaschinen mit einem entsprechend der Laufgeschwindigkeit der Maschine angetriebenen Tastrad und einen am Tastrad angebrachten, dessen Auf- und Abbewegung mitmachenden Köpfe, wobei eine Auf- oder Abbewegung der Köpferanordnung die Laufgeschwindigkeit des Tastrades erhöht oder erniedrigt. Hierzu ist aus der DT-Oâ 22 16 285 eine Getriebeanordnung bekannt, bei der das Tastrad und das Köpfmesser mit der Koppel entweder eines geschobenen oder eines gezogenen Parallelogrammes verbunden sind. Hiermit wird zwar im Prinzip der Vorteil erreicht, daß die Drehzahl eines auf eine Rübe aufsteigenden Tastrades entsprechend erhöht und die des von der Rübe absteigenden Tastrades entsprechend erniedrigt wird. Die Nachteile dieser bekannten Anordnung bestehen darin, daß sie in Fahrtrichtung verhältdie nisrnäßig viel Platz erfordert und daßtParallelogrammanlenkung sowie die Getriebemittel verhältnismäßig schwer sind. Dies bedeutet, daß die mit der Auf- und Abbewegung des Tastrades zu bewegende Masse nachteiliger Weise verhältnismäßig groß ist. Die rein mechanische Bauweise der vorbekannten Anordnung hat zu viel Spiel, wodurch sich die gewünschte Voreilung (oder Nacheilung) des Tastrades nachteiligerweise reduziert.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine praktisch spielfreie Erhöhung oder Verringerung der Drehzahl des auf die Rübe aufsteigenden, oder von der Rübe absteigenden Tastrades zu erreichen und zwar in einer sehr kurzen und leichten Bauweise. Dabei soll ferner die Möglichkeit gegeben sein, die Steuercharakteristik der Anordnung zu verändern.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung zunächst vorgeschlagen, daß die Köpferanordnung relativ zum Maschinenrahmen nach hinten/oben verschiebbar gelagert ist und daß die Köpferanordnung mit ihrer Verschiebebewegung den Zufluß zu einem für den Antrieb des Tastrades vorgesehenen Ölmotor weiter öffnet oder verengt. Dabei wird unter "hinten" soviel wie "entgegen der Fahrtrichtung" verstanden. Diese ölhydraulische Steuerung arbeit praktisch spielfrei, so daß jede Verschiebebewegung der Röpferanordnung, die durch ein Aufsteigen oder Absteigen des Tastrades auf die, bzw. von der Rübe entsteht, sofort, d. h. praktisch ohne Verzögerung eine entsprechende Erhöhung oder Erniedrigung der Antriebsdrehzahl des Tastrades zur Folge hat. Dies ist wesentlich, da das an die Rübe anlaufende Tastrad eine für das Aufsteigen und Überrollen der Rübe zu geringe Drehzahl hat, die meist zu einem Umstoßen oder Beschädigen der Rübe führt. Gegenüber der erläuterten vorbekannten Anordnung ergibt sich eine wesentlich kürzere und leitere Bauweise, da sowohl die Führung der Köpferanordnung im Maschinenrahmen, als auch die Steuerung des Ölzuflusses mit wenigen und kleinen, sowie leichten Bauteilen durchführbar ist.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung befindet sich der Ölmotor unmittelbar auf der Welle des Tastrades, wodurch die Antriebswege verkürzt und die Gefahr eines Spieles weiter beseitigt ist.
- Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Verschiebung der Köpferanordnung nach hinten/oben in einer geraden Linie.
- Es hat sich ferner gemäß einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gezeigt, daß für diese Verscieberichtung eine Winkellage zur nach hinten gerichteten Horizontalen von etwa 600 bis 800 besonders zweckmäßig ist.
- In einer konstruktiv und steuerungstechnisch besonders günstigen Bauweise ist ferner mit der Erfindung vorgesehen, daß die Köpferanordnung eine ihre Verschiebebewegung mitnchende Steuerleiste aufweist, daß die Steuerleiste mit eie schräg zur Verschiebebewegung verlaufenden Steuerfläche versehen ist und daß an der Steuerfläche ein hierdurch bewegbares Steuerorgan eines Stromregelventiles für die Ölzufuhr zum Ölmotor angreift. Diese Steuerleiste kann ausgewechselt und gegen eine andere Steuerleiste mit anderer Steuercharakteristik ausgetauscht werden. Damit ist die Voreilungs-, bzw.
- Nacheilungscharakteristik der Köpferanordnung durch den Einbau einer entsprechenden Steuerleiste in Anpassung an die jeweiligen Arbeitsbedingungen der Rübenerntemaschine veränderbar.
- Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind den Unteransprüchen, sowie der nachstehenden Beschreibung und der dazugehörigen Zeichnung zweier Ausführungsbeispiele zu entnehmen. In der Zeichnung zeigt: Fig. 1: Schematisch und unter Weglassung :vier nicht interessierender Teile ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung in der Seitenansicht.
- Fig. 2: ebenfalls schematisch das Stromregelventil und seine Steuerung, Fig. 3: das dazugehörige Steuerdiagrattim, Fig. 4: ein zweites Ausführungsbeispiel der Erbis 6 findung in Ansichten gemäß den Figuren 1 bis 3.
- Das Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 3 zeigt eine Köpferanordnung.bestehen aus dem Tastrad 1, dem Köpfer 2 mit Köpfertragarn 3, dem am Köpfertragarm höhenverstellbar befestigten Stützrad 4 und einer Führungsschiene oder -stange 5, die in Richtung des Pfeiles 6 in einer Vierkant-Rugelführung 7 des Maschinenrahmens 8 verschiebbar, aber verdrehsicher geführt ist. Die Fahrtrichtung der Maschine ist mit dem Pfeil VF bezeichnet. Es ist ersichtlich, daß die Fi:hrung des Teiles 5 in den Teilen 7, 8 gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gradlinig verläuft und dabei gemäß Figur 2 mit der nach rückwärts gerichteten Horizontalen einen Winkel CC einschließt, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel 700 beträgt. Es hat sich gezeigt, daß für den winkel d ein Bereich von 600 bis 80° besonders günstig ist, doch ist die Erfindung hierauf nicht beschränkt.
- Am oberen Teil der Schiene 5 ist über einen Bügel oder Winkel 9 eine Steuerleiste 10 befestigt, die an ihre unteren Ende bei 11 an einen Tragarm 12 angelenkt ist.
- Am Tragarm 12 befindet sich der Köpfmesserträger 3.rerner trägt der Tragarm 12 das Tastrad 1 und dessen Ö1-Antriebsmotor 13.
- Der Antriebsmotor 13 wird von der nur schematisch angedeuteten Ölhydraulik 14 des Schleppers über die Zuleitung 15 mit Antriebsöl versorgt. Die Ableitung ist mit 15' bezeichnet. In die Zuleitung 15 ist ein Stromregelventil 16 eingebaut, das in Fig. 2 im größeren Maßstab dargestellt ist. Das Stromregelventil wird von einer Steuerfläche 17 der Steuerleiste 10 betätigt, wobei die Steuerfläche 17 scnräg zur Verschieberichtung 6 der Köpferanordnung und der Steuerleiste verläuft.
- An der Steuerfläche 17 liegt ein Steuerorgan des Ventiles 16 an, das aus einem Hebel 18 mit Andruckrolle 19 besteht, der z. B. durch eine Feder bestrebt ist, sich in Richtung des Pfeiles 20 um seinen Anlenkpunkt 21 am Ventilgehäuse zu verschwenken.
- Die Wirkungsweise ist wie folgt: Es sei angenommen, daß das Tastrad 1 über die Rübe fährt und dabei aufsteigt. Dies hat eine Verschiebung der Köpferanordnung nach hinten/oben in Richtung des Pfeiles 6 zur Folge. Damit wird die schräg zur Richtung 6 verlaufende Steuerfläche 10 mit nach oben bewegt, so daß der Steuerhebel 18 in Pfeilrichtung 20 ausschwenkt, d. h. eine Bewegung in Pfeilrichtung 21 durchführt. Das Ventil 16 ist so ausgelegt, daß eine derartige Bewegung des Steuerorganes den Öldurchfluß im Ventil weiter öffnet. Der Motor 13 erhält mehr Öl und das Tastrad 1 dreht sich schneller, so daß es die Rübe nicht umstößt, sondern über diese quasi hinwegklettert. Es hat sich gezeigt, daß hierbei Erhöhungen von 20 bis 30 % der Normaldrehzahl des Tastrades eintreten, bzw. erforderlich sind. Steigt das Tastrad nach Überlaufen des höchsten Rübenounktes wieder von der Rübe ab, so bewegt es sich in der Führung 7 entgegen der Pfeilrichtung 6. Die Steuerfläche 17 bewirkt eine Verengung des Öldurchflusses im Ventil 16 und damit eine Verringerung der Tastraddrehzahl, bis wieder die Normaldrehzahl erreicht ist. Die Abwärtsbewegung der Köpferanordnung kann entweder durch ihr Eigengewicht oder mittels einer nicht dargestellten Rückholfeder erfolgen.
- Das in Fig. 3 gezeichnete Diagramm zeigt die dem Ölmotor 13 zugeführte Ölmenge Q in Abhängigkeit von der Bewegung des Steuerorganes in Richtung des Pfeiles 21. Im Punkt C' dieser Kurve würde das Steuerorgan am Punkt C der Steuerfläche 17 anliegen (siehe Fig. 1), während der Punkt D' der Fig. 3 der Anlage des Steuerorganes am Punkt D der Steuerfläche 17 entspricht. Die Tastraddrehzahl nimmt gemäß den Betrags Q zu. Sofern Qn gleich der Ölzuflußmenge ist, die der Normaldrehzahl des Tastrades entspricht, gilt die Gleichung: Q ' Qn + z +dQ, beiQ beim aufsteigenden Tastrad positiv und bei absteigendem Tastrad negativ ist. Im letztgenannten Fell wird das überschüssige Öl über die Leitung 22 der Rückleitung 15' zugeführt.
- Die Steuerleiste 10 kann auswechselbar, d. h. gegen eine Steuerleiste mit anderer Steuerfläche und damit anderer Steuercharakteristik austauschbar sein. Die Erfindung ist aber nicht die Verwendung einer solchen oteu rleiste beschränkt. Vielmehr könnte die Auf- und Abbewegung der Köpferanordnung auch in anderer Weise die Änderung der dem Motor 13 zuzuführenden Ölmenge bewirken, z. B. mittels einer Zahnstange und dergleichen mehr.
- Zur Dämpfung der Bewegung der Köpferanordnung kann eine Dämpferfeder 23, z. B. eine Gasfeder, vorgesehen sein, deren Federweg parallel zur Verschieberichtung 6 verläuft.
- Ferner kann eine einstellbar Steinsicherung 24 für das Köpfermesser 2 vorgesehen sein.
- Die Figuren 4 bis 6 zeigen eine im Prinzip gleichwirkende Anordnung. Nur ist das in diesem Ausführungsbeispiel nit 4' bezifferte Führungsrad vor dem Tastrad gelegen. Im übrigen sind zum leichteren Verständnis die gleichen Bezugsziffern wie im Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 3 gewählt worden. Die Geradführung 6, 7 könnte auch auf den Tastradmittelpünkt verlaufen.
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Claims (10)
- Patent- und Schutzansprüche 1. Köpferanordnung an Rübenerntemaschinen mit einem entsprechend der Laufgeschwindigkeit der Maschine angetriebenen Tastrad und einem am Tastrad angebrachten, dessen Auf- und Abbewegung mitmachenden Köpfer, wobei eine Auf- oder Abbewegung der Köpferanordnung die Laufgeschwindigkeit des Tastrades erhöht oder erniedrigt, dadurch gekennzeichnet, daß die Köpferanordnung relativ zum Maschinenrahmen (8) mach hinten/oben (6) verschiebbar gelagert ist und daß die Köpferanordnung mit ihrer Verschiebebewegung den Zufluß zu einem Ölmotor (13) für den Antrieb des Tastrades weiter öffnet oder verengt.
- 2. Köpferanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeicl.-net, daß die Verschiebebewegung in einer gradlinigen Führung (7) des Maschinenrahmens (8) erfolgt.
- 3. Köpferanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschieberichtung mit der nach hinten, d. h. entgegengesetzt-Fahrtrichtung weisenden Horizontalen einen Winkel cot) einschließt, der 600 bis 800 beträgt.
- 4. Köpferanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Köpferanordnung eine ihre Verschiebebewegung mitmachende Steuerleiste (10) aufweist, daß die Steuerleibte mit einer schräg zur Verschiebebewegung (6) verlaufenden Steuerfläche (17) versehen ist und daß an der Steuerfläche (17) ein hiedurch bewegliches Steuerorgan eines Stromregelventiles (16) für die Ölzufuhr zum Ölmotor (13) anliegt.
- 5. Köpferanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerorgan ein schwenkbar am Stromregelventil (16) angelenkter Hebel (18) mit Gleitrolle (19) dient, der eine Bewegungskomponente (21) quer zur Verschiebebewegung (6) auch ren kann.
- 6. Köpferanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleiste (10) auswechselbar und gegen eine Steuerleiste mit anderer Steuerfläche und -charakteristik austauschbar ist.
- 7. Köpferanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützrad (4, 4') sich vor oder hinter dem Tastrad (1) befindet.
- 8. Köpferanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Verschiebebewegung der Köpferanordnung dämpfende und in Verschieberichtung verlaufende Feder (23), z. B. in Form einer Gasfeder vorgesehen ist.
- 9. Köpferanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die E(öpferanordnung eine Zahnstange oder ein anderes Verstellmittel für die Änderung der Ölzufuhrmenge des Ölrnotors aufweist.
- 10. Köpferanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Ölmotor (13) auf der Welle, bzw. unmittelbar benachbart der Welle des Tastrades (1) angeordnet ist.
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| FR2490920B1 (fr) * | 1980-09-29 | 1985-11-22 | Franquet Gilbert | Dispositif scalpeur perfectionne pour plantes a racines telles que betteraves, celeris, navets et autres |
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1977
- 1977-06-25 DE DE19772728695 patent/DE2728695C3/de not_active Expired
Also Published As
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