DE2728375A1 - Verfahren zur herstellung von binderpechen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von binderpechenInfo
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21. Juni 1977
Cindu Chemie B.V, Postbus 9, Uithoorn, Niederlande
Verfahren zur Herstellung von Binderpechen
709852/1179
272837b - ι -
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
von Binderpechen, wobei eine hoch-aromatische Rest-Fraktion aus Erdölrohstoffen mit einer Steinkohlenteerfraktion
in Gewichtsverhältnissen von 1 : 9 bis 9 : 1 vermischt und erhitzt wird.
In der niederländischen Patentanmeldung 71.12518 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem ein Krackölrückstand mit
einem Steinkohlenteerpech vermischt und die Mischung einer
Wärmebehandlung bei Temperaturen oberhalb von 35O°C unterzogen wird. Der bei dem bekannten Verfahren anzuwendende
Krackölrückstand hat einen Erweichungspunkt von mehr als 6O0C, während das anzuwendende Steinkohlenteerpecl
einen Erweichungspunkt von beispielsweise mehr als 80°C hat.
Aus der DT-AS 1 086 617 ist ein Verfahren bekannt, bei dem eine homogene Mischung aus einem Erdölrückstand und
einem Teerprodukt dadurch hergestellt werden kann, daß die Mischung bei einer Temperatur von etwa 375°C erfolgt.
Bei dem hier beschriebenen Verfahren werden paraffinische Erdölrückstände, d.h. Bitumen, mischbar gemacht mit Steinkohlen
teerrückständen. Ohne diese Behandlung zeigen die
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2u mischenden Stoffe eine Entmischung. Zur Herstellung von Binderpechen ist dieses Verfahren ungeeignet.
Die Erfindung geht aus von dem erstgenannten Verfahren, und ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu
schaffen, bei dem auch andere Rest-Fraktionen aus
Erdölrohstoffen als Krackölrohstoff und andere Steinkohlentee rfraktionen als Steinkohlenteerpech verwendet werden
können, und bei dem die Binderpeche in besonders hohen Ausbeuten erhalten werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mischung beim ERhitzen mit einem wasserstoffentziehenden
Mittel in Kontakt gehalten wird.
Weitere Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Maßnahme steht eine größere Anzahl verwendbarer Ausgangsstoffe zur Verfügung.
Das Verfahren ist nicht nur auf ein Steinkohlenteerpech beschränkt, sondern es können auch Steinkohlenteeröle
als Ausgangsstoffe angewendet werden. Als Erdölrohstoff lassen sich nicht nur hoch-aromatische Rest-Fraktionen
mit einem Erweichungspunkt von beispielsweise höher als
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60°c verwenden, sondern es sind auch öle geeignet, die
durch Destillation der höher siedenden Fraktionen aus einer beispielsweise partiell gasöl-gespeisten Krackanlage
mit einem Siedebereich von 300 bis 400°C erhalten werden. Das erfindungsgemäße Verfahren führt weiter zu besonders
hohen Pechausbeuten, wobei auch der Gehalt an sogenannten C_-Harzen, d.h. an Stoffen, die in Toluol unlöslich,
jedoch in Anthrazenöl löslich sind, überraschend hoch ist, was für die Qualität von Binderpechen ein wichtiges
Charakteristikum ist.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann der Mischung Wasserstoff auf verschiedene Weise
entzogen werden. Vorzugsweise wird ein sauerstoffhaltiges Gas, beispielsweise Luft, durch die Mischung geleitet.
Das Hindurchleiten von Luft erfolgt beispielsweise in einer Menge von 20 bis 500 Liter/Stunde u. kg Mischung.
Vorzugsweise werden 200 bis 400 Liter/Stunde u. kg hindurchgeleitet. Auch kann ein anderes wasserstoffentziehendes
Gas, beispielsweise Chlorgas, verwendet werden. Dieses Gas wird vorzugsweise in einer Menge von 40 bis 80
Liter/Stunde u. kg Mischung durch diese hindurchgeleitet.
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Weiter kann z.B. der Mischung vor oder beim Erhitzen Schwefe zugegeben werden, vorzugsweise in einer Menge von 2-20 g
Schwefel pro kg Mischung.
Die Gewichtsverhältnisse der gesonderten Bestandteile in der Mischung sind in weiten Grenzen variierbar, z.B.
von 1 : 9 bis 9:1. Vorzugsweise werden Mischverhältnisse von 1:5 bis 5:1 angewendet.
Gemäß der Erfindung kann als Steinkohlenrückstand z.B. Stein
kohlenteerpech mit einem Erweichungspunkt von z.B. 80°C (Ring und Kugel) angewendet werden, aber auch z.B. schweres
Anthrazenöl, ein Teeröl mit einem Siedepunkt von mehr
als 35O°C.
Als Erdöl-Rohstoff kann z.B. ein Pech angewendet werden, das durch Destillation eines aromatischen Rückstandes einer
naphthagespeisten Krackanlage mit einem Erweichungsbereich (Ring und Kugel) von 5O-8O°C erhalten worden ist. Auch kann
ein Pech benutzt werden, das durch Destillation eines aromatischen Rückstandes einer (partiell) gasölgespeisten
Krackanlage mit einem Erweichungspunkt (Ring und Kugel) von z.B. 5O-8O°C erhalten worden ist. Weiter läßt sich ein
01 anwenden, mit einem Siedebereich von z.B. 3OO-4OO°C,
das beispielsweise durch Destillation der höhersiedenden
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Fraktion aus einer (partiell) gasölgespeisten Krackanlage
erhalten worden ist.
Diese Ausgangsstoffe sind alle an sich bekannt und werden ζτΒ. beschrieben in Riediger: "Die Verarbeitung
des Erdöles", 1971; Franck und Collin: Steinkohlenteer, 1963; Kirk-Othmer, 2. Auflage, Band 2.
Zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann ein an sich bekannter Reaktor angewendet werden. Solche
Reaktoren werden z.B. beschrieben in "Erdöl-Erdgas-Zeitschrift",
85, 1969, Seite 414 ff., für die Oxydation von Asphaltbitumen. Der hier beschriebene Reaktor wird
z.B. angewendet bei der Behandlung eines Erdölrückstandes eines Produktes der Destillation von Rohöl, wie beschrieben
in der US-PS 2 348 832. Bis soweit sind also der Zweck wie der anzuwendende Rohstoff ganz verschieden
von denen nach der Erfindung.
Unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird vorzugsweise auf eine Temperatur von 3OO-35O°C erhitzt.
Im allgemeinen wird so lange erhitzt, bis ein Pech erhalten wird mit einem Erweichungspunkt (Ring und Kugel)
von 50-20O0C, einem C_-Harzgehalt von mindestens 15%
— ο _
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(berechnet auf Wormalbedingungen) und einer Kokszahl von
mindestens 40% (gleichfalls berechnet auf Normalbedingungen
Das unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
erhaltene Binderpech eignet sich zu einer großen Anzahl Zwecken. Es kann angewendet werden als Binderpech, wie
Elektrodenpech, als Binderpech für Koks, z.B. Formkoks, als Bindemittel für feuerfeste Materialien, Straßenbaumaterialien
usw.
Vielter eignen sich die erfindungsgemäß erhaltenen Binderpeche
als sogenannte Kohlenstoffvorläufer, wie Imprägnierpeche für Elektroden, als Kohlenveredlungspeche, als
Pech für Aktivkohle und Pech für Kohlenstoffasern usw.
Die Erfindung wird anhand der nachstehenden Beispiele näher erläutert.
In jedem Beispiel wird das wirkliche Versuchsresultat
angegeben und dieses wird mit dem Durchschnittswert der gesonderten Werte der Versuche mit den gesonderten
Rohstoffen verglichen. Es zeigt sich deutlich, daß in bezug auf die letztgenannten Werte eine überraschende
Erhöhung des C2~Harzgehaltes und/oder der Herstellungsausbeute erhalten wird.
- 10 -
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Es wird bemerkt, daß aus den Beispielen hervorgeht, daß aus Steinkohlenteerpech nur ein geeignetes Binderpech erhalten
werden kann. Die industrielle Verfügbarkeit von Steinkohlenteerpech im Verhältnis zu Erdölrückständen ist
jedoch beschränkt.
Bei der Durchführung des Verfahrens gemäß den Beispielen werden die nachstehenden Bestandteile in einem Gewichtsverhältnis, wie in den Beispielen angegeben, angewendet:
A) Steinkohlenteerpech mit einem Erweichungspunkt (Ring und Kugel von 8O0C
B) schweres Anthrazenöl, ein Teeröl mit einem Anfangssiedepunkt
von mehr als 35O°C
C) ein Pech, erhalten durch Destillation eines aromatischen Rückstandes aus einer naphthagespeisten Krackanlage mit
einem Erweichungspunkt (Ring und Kugel von 65°C
D) ein Pech, erhalten durch Destillation eines aromatischen Rückstandes aus einer (partiell) gasölgespeisten Krackanlage,
mit einem Erweichungspunkt (Ring und Kugel) von 8O0C
E) ein öl mit einem Siedepunkt von 3OO-4CX>°Cf erhalten durch
Destillation eines Rückstandes aus einer (partiell) gasölgespeisten Krackanlage
F) Rückstand aus einer katalytischen Krackanlage (FCC-Anlage
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-M-
Die Versuche wurden derart ausgeführt, daß sie eingestellt wurden, wenn ein vorher bestimmter Erweichungspunkt erreicht
worden war. Für die Mischungen mit Steinkohlenteerpech war dieser etwa 100°C und für die Mischungen mit schwerem Anthra
zenöl etwa 85°C. Sodann wurden jeweils die physikalischen
Eigenschaften des Pechs untersucht.
500 g (A) und (C) in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 1 wurden in einen 1 Liter-Glaskolben eingebracht. Der Kolben
war versehen mit einem Eintauchrohr mit einigen kleinen Öffnungen an dem Ende, welches Rohr an einen Luftzylinder
angeschlossen war. Weiter war der Kolben mit einem Luftkühler versehen, der dazu diente, verdampfende, hochsiedende
Bestandteile zu kondensieren und in den Kolben zurückzuführen. Die Temperatur in dem Kolben wurde mit
einem Thermoelement gemssen. Der Kolben wurde in einen Erwärmungsmantel eingesetzt, wobei die Wärmezufuhr mit
einem Regelwiderstand geregelt wurde.
Die Temperatur in dem Kolben wurde bis 300°C erhöht, worauf mit der Luftdurchleitung angefangen wurde.
Diese Luftdurchleitung betrug 150 l/Stunde.
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Al
Während der Versuche stieg die Temperatur infolge der freiwerdenden Reaktionswärme bis 35O°C an. Beim Erreichen
eines Erweichungspunktes von 1000C wurde der Versuch eingestellt. Das erhaltene Pech wurde auf physikalische
Eigenschaften geprüft und die ermittelten Werte wurden mit dem Durchschnittswert der gesonderten Werte der
Versuche mit den gesonderten Rohstoffen (berechnet) verglichen (vergleichende Beispiele II und III).
Die Resultate sind wie folgt:
- 13 -
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Erweichungspunkt (Ring und Kugel) Gehalt der C -Harze Gehalt der C- Harze
Kokszahl
Ausbeute
| In Wirklichkeit | Berechnet |
| 100°C | 100°C |
| 3% | 3ΐ |
| 20 ?5 | 13J 5 |
| 53% | 50% |
| 95% | 97% |
Beispiel I wurde wiederholt, aber jetzt wurdei statt einer Mischung von
(A) und (C) 500 g Steinkohlenteerpech (A) angewendet. Die erhaltenen Resultate
sind wie folgt:
Erweichungspunkt(Ring und Kugel) 100 C
5% 15%
Kokszahl · *- · 54% -
Ausbeute 98%
Gehalt der C -Harze Gehalt der C„-Harze
Beispiel I wurde wiederholt, aber jetzt wurden statt einer Mischung von
(A) und (C) 500 g eines Naphthapechs(C) angewendet. Die erhaltenen Resultate
sind wie folgt:
Erweichungspunkt(Ring und Kugel) 100 C
0% 12%
Kokszahl 45%
Ausbeute 97%
Gehalt der C.-Harze Gehalt der C -Harze
Beispiel I wurde wiederholt, aber jetzt wurde sine Mischung von (A) und (D)
angewendet. Die erhaltenen Resultate waren wie folgt:
Erweichungspunkt (Ring und Kugel) Gehalt der C -Harze
Gehalt der C„-Harze Kokszahl
Ausbeute
| In Wirklichkeit | Berechnet |
| 100°C | 100°C |
| 3% | 3% |
| 19% | 14% |
| 52% | 52% |
| 99% | 95% |
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VERGLEICHSBEISPIEL V
Beispiel IV wurde wiederholt, aber jetzt wurden statt einer Mischung von
(A) und (D) 500 g eines Gasölpech» (D) angewendet. Die erhaltenen Resultate
sind wie folgt:
Erweichungspunkt (Ring und Kugel) 1000C
Gehalt der C -Harze 0%
Kokszahl 49%
Ausbeute 92%-
angewendet. Die Resultate waren wie folgt:
in Wirklichkeit Berechnet Erweichungspunkt (Ring und Kugel)
Gehalt der C.-Harze
Gehalt der C -Harze
Kokszahl
Ausbeute
Beispiel VI wurde wiederholt , aber jetzt wurde«! statt einer Mischung von
(A) und (E) 500 g eines Gasöls (E) angewendet. Die erhaltenen Resultate sind wie folgt:
Kokszahl 44%
Ausbeute 60%
Beispiel I wurde wiederholt, aber jetzt wurde eine Mischung von (A) mit (F)
angewendet. Die erhaltenen Resultate waren wie folgt:
| 100°C | 100°C |
| 5% | 3% |
| 25% | 20% |
| 51% | 49% |
| 90% | 79% |
- 15 -
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4*
Erweichungspunkt (Ring und Kugel) Gehalt der C.-Harze Gehalt der C„-Harze
Kokszahl
Ausbeute
| In Wirklichkeit | Berechnet |
| 100°C | 100°C |
| 4% | 3% |
| 21% | 18% |
| 48% | 47% |
| 95% | 87% |
Beispiel VIII wurde wiederholt, aber jetzt wurdeilstatt einer Mischung von
(A) mit (F) 500 g eines FCC-Rückstandes (F) angewendet. Die erhaltenen
Resultate sind wie folgt:
Erweichungspunkt (Ring und Kugel) 100 C
0%
22%
22%
Kokszahl 40%
Ausbeute 75%
Gehalt der C.-Harze Gehalt der C -Harze
Beispiel VI wurde wiederholt, aber jetzt wurde statt eines Mischverhältnisses
(A) : (E) von 1 : 1 ein Verhältnis von 1 : 3 gewählt. Die erhaltenen Resultate waren wie folgt:
Erweichungspunkt (Ring und Kugel) Gehalt der C.-Harze Gehalt der C„-Harze
Kokszahl
Ausbeute
In Wirklichkeit
Berechnet
| 100°C | 100°C |
| 2% | 1% |
| 27% | 22% |
| 48% | 46% |
| 85% | 70% |
Beispiel I wurde wiederholt, aber jetzt wurdeiSOO g einer Mischung von (B)
und (D) in einem Verhältnis von 1 : 1 angewendet, während bis zu einem Erweichungspunkt von 85 C erhitzt wurde. Die erhaltenen Resultate waren wie
folgt:
- 16 -
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| it -Κ |
in Wirklichkeit | Berechnet |
| 85°C | 85°C | |
| ι | 0% | 0% |
| 24% | 19% | |
| 42% | 41% | |
| 97% | 93% | |
Erweichungspunkt (Ring und Kugel) Gehalt der C -Harze
Gehalt der C„-Harze
Kokszahl
Ausbeute
(B) und (D) 500 g Anthrazenöl (B) angewendet. Die Resultate waren wie folgt:
Kokszahl 36%
Ausbeute 95%
Beispiel XI wurde wiederholt, aber jetzt wurde eine Mischung von (B) und (E)
angewendet. Die erhaltenen Resultate waren wie folgt:
In Wirklichkeit Berechnet Erweichungspunkt (Ring und Kugel) Gehalt der C.-Harze
Gehalt der C_-Harze
Kokszahl
Ausbeute
Beispiel XI wurde wiederholt, aber jetzt wurdeostatt einer Mischung von (B)
und (D) in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 1 500 g (B) und (D) in einem Gewichbsverhältnis von 4 :1 angewendet. Die erhaltenen Resultate waren wie
folgt:
- 17 -
| 85°C | 85°C |
| 0% | 0% |
| 22% | 23% |
| 43% | 38% |
| 94% | 77% |
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| -KZ- | In Wirklichkeit | Berechnet |
| 100°C | 100°C | |
| 0% | 0% | |
| m | 24% | |
| 40% | 39% | |
| 97% | 94% | |
Erweichungspunkt (Ring und Kugel)
Gehalt der C -Harze
Gehalt der C -Harze
Kokszahl
Ausbeute
500 g einer Mischung von (A) und (D) in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 1
wurden in den in Beispiel I beschriebenen Kolben eingebracht, welcher Kolben jetzt jedoch an einen Zylinder mit Chlorgas angeschlossen war. Nachdem die
Temperatur in dem Kolben bis 3000C erhöht worden war, wurde Chlorgas hindurchgeleitet
in einer Menge von 30 Liter/Stunde. Das Erhitzen und das Durchleiten von Chlorgas wurde fortgesetzt, bis der Erweichungspunkt des erhaltenen
Pechs 100°C geworden war. Eine Analyse des erhaltenen Stoffes ergab die nachstehenden Resultate:
Erweichungspunkt (Ring und Kugel) 100 C
Gehalt der C -Harze 3%
Gehalt der C -Harze 21%
Kokszahl 53%
Ausbeute 98%
Vergleichsversuche mit den gesonderten Stoffen ergaben Resultate, die denen
entsprachen, die mit dem Durchleiten von Luft durch die gesonderten Stoffe erhalten worden waren.
500 g von (A) und (C) in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 1 wurden zusammen
mit 5 g Schwefelinehl in einen 1 Liter-Glaskolben eingebracht. Mittels eines
Erwärmungsmantels wurde die Temperatur auf 300 C erhöht, während die Mischung gerührt wurde. Nachdem dar Erweichungspunkt des erhaltenen Stoffes 100 C
gawordan war, wurde abgekühlt. Eine Analyse des erhaltenen Stoffes ergab die
nachstehenden Resultate:
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Erweichungspunkt (Ring und Kugal) 100 C
Gehalt der C -Harza 3%
Gehalt der C -Elarze 23%
Kokszahl 51%
Ausbeute 98%
Vergleichsversuche mit den gesonderten Stoffen ergaben die nachstehenden
Resultate:
|
Rohstoff (A)
(gefunden) |
Rohstoff (C)
(gefunden) |
Durchschnittlich
(berechnet) |
|
| Erweichungspunkt | 100°C | 100°C | 100°C |
| Gehalt der C -Harze | 8% | 0% | 4% |
| Gehalt der C -Harze | 24% | 14% | 19% |
| Kokszahl | 56% | 43% | 49% |
| Ausbeute | 97% | 97% | 97% |
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Claims (12)
- ANSPRÜCHE^a Verfahren zur Herstellung von Binderpech, wobei eine hoch-aromatische residuale Fraktion aus Erdölrohstoffen mit einer Steinkohlenteerfraktion in Gewichtsverhältnissen von etwa 1 : 9 bis 9 : 1 vermischt und erhitzt wird, dadurch geken zeichnet , daß die Mischung beim Erhitzen mit einem wasserstoffentziehenden Mittel in Kontakt gehalten wird,
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Erhitzen ein sauerstoffhaltiges Gas durch die Mischung geleitet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Luft angewendet wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Luft in einer Menge von 200-400 Liter/Stunde u.kg hindurchgeleitet wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein chlorhaltiges Gas durch die Mischung geleitet wird.709852/1179ORIGINAL INSPECTED272837$
- 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Chlorgas in einer Menge von 40-80 Liter/Stunde u. kg hindurchgeleitet wird.
- 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung vor oder beim Erhitzen Schwefel zugeführt wird.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß pro kg Mischung 2-20 g Schwefel angewendet wird.
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Steinkohlenteerfraktion ein Steinkohlenteerpech mit einem Erweichungspunkt (Ring und Kugel) von 80°C oder ein Teeröl mit einem Anfangssiedepunkt von mehr als 35O°C angewendet wird.
- 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Erdölrückstand ein aromatischer Rückstand aus einer haphthagespeisten Krackanlage mit einem Erweichungspunkt (Ring und Kugel) von 50-80 C, oder ein öl mit einem Siedebereich von 3OO-4OO°C, erhalten durch Destillation der höhersiedenden Fraktion aus einer (partiell) gasölgespeisten Krackanlage, angewendet wird.709852/11ΊΎ
- 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine Temperatur von 3OO-35O°C erhitzt wird.
- 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß so lange erhitzt wird, bis ein Pech mit einem Erweichungspunkt (Ring und Kugel) von 5O-2OO°C, einem C2-Harzgehalt von mindestens 15% (berechnet auf Normalbedingungen) und einer Kokszahl von mindestens 40% (berechnet auf Normalbedingungen) erhalten wird.709852/1179
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NLAANVRAGE7606820,A NL183771C (nl) | 1976-06-23 | 1976-06-23 | Werkwijze voor de bereiding van een bindmiddelpek, alsmede gevormd voorwerp, verkregen onder toepassing van een volgens de werkwijze bereid bindmiddelpek. |
Publications (2)
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|---|---|
| DE2728375A1 true DE2728375A1 (de) | 1977-12-29 |
| DE2728375C2 DE2728375C2 (de) | 1987-03-26 |
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ID=19826434
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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