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DE2725628A1 - Fahrtschreiber fuer kraftfahrzeuge - Google Patents

Fahrtschreiber fuer kraftfahrzeuge

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Publication number
DE2725628A1
DE2725628A1 DE19772725628 DE2725628A DE2725628A1 DE 2725628 A1 DE2725628 A1 DE 2725628A1 DE 19772725628 DE19772725628 DE 19772725628 DE 2725628 A DE2725628 A DE 2725628A DE 2725628 A1 DE2725628 A1 DE 2725628A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
motor vehicle
tachograph
endless belt
multilayer film
tachograph according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19772725628
Other languages
English (en)
Inventor
Albin Dipl Phys Dr Kehl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
Priority to DE19772725628 priority Critical patent/DE2725628A1/de
Publication of DE2725628A1 publication Critical patent/DE2725628A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C5/00Registering or indicating the working of vehicles
    • G07C5/02Registering or indicating driving, working, idle, or waiting time only
    • G07C5/06Registering or indicating driving, working, idle, or waiting time only in graphical form

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)

Description

  • Fahrtschreiber für Kraftfahrzeuge
  • Zusammenfassung Zur Registrierung der Fahrgeschwindigkeit eines Kraftfahrzeuges in einem unmittelbar vor einem willkürlichen Halt durchfahrenen Streckenabschnitt wird ein Fahrtschreiber (Tachograph) zur Aufzeichnung der Fahrgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der zurückgelegten Wegstrecke vorgeschlagen, bei welchem die Fahrgeschwindigkeit durch eine von dem Kraftfahrzeug-Tachometer angetriebenen Aufschreibvorrichtung auf ein von dem Kilometerzähler angetriebenen Endlosband aufgeschrieben und der jeweils älteste Teil des Aufschriebs wieder gelöscht wird. Das Endlosband besteht aus einer Mehrschichtfolie mit einer Adhäsionsschicht, auf welche durch den Schreibstift der Aufschreibvorrichtung die darüberliegende Schicht partiell aufgedrückt wird und dadurch eine Schreibspur entsteht. Die Löschung erfolgt durch Trennen der beiden Schichten an den Andruckstellen.
  • Die Erfindung betrifft einen Fahrtschreiber zur Aufzeichnung der Fahrgeschwindigkeit eines Kraftfahrzeuges mit einer mit einem Tachometer gekuppelten Aufschreibvorrichtung und einem an der Aufschreibvorrichtung vorbeibewegten Fahrtenblatt.
  • Bei bekannten Fahrtschreiber dieser Art, die auch unter der Bezeichnung Tachograph bekannt sind, ist das unbeschriebene Fahrtenblatt in einer im Gehäuse des Fahrtschreibers vorgesehenen Vorratskammer gespeichert. Ein von einem Uhrwerk angetriebener Transportmechanismus zieht das Fahrtenblatt aus der Vorratskammer an der Aufschreibvorrichtung vorbei und führt das dabei beschriebene Fahrtenblatt einer Aufnahmekammer zu.
  • Auf diese Weise erfolgt eine Aufschrift der Fahrgeschwindigkeit über der Uhrzeit, so daß sowohl die einzelnen Fahrphasen als auch die Stillstandszeiten des Kraftfahrzeuges erfaßt werden und nachträglich kontrolliert werden können. Naturgemäß hat die Vorratskammer sowie die- Aufnahmekammer nur eine begrenzte Fahrblattkapazität, so daß in bestimmtem Rythmus das Fahrtenblatt dem Fahrtenschreiber entnommen und durch ein neues, unbeschriebenes ersetzt werden muß.
  • Für besondere Anwendungsfälle, beispielsweise zur Ermittlung der Fahrgeschwindigkeit eines Kraftfahrzeuges bei der Rekonstruierung eines Unfalls oder zur Überprüfung der Einhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen, ist es nicht erforderlich, die Fahrgeschwindigkeit des Kraft fahrzeuges über die gesamte Fahrzeit zu kennen, sondern ausreichend, die Geschwindigkeit des Kraftfahrzeuges lediglich in dem unmittelbar vor dem Unfall oder der Verkehrskontrolle durchfahrenen Streckenabschnitt ermitteln zu können. Hingegen steht die Forderung im Vordergrund, daß der Fahrtschreiber alle Bewegungen des Kraftfahrzeuges aufzeichnet, ohne daß der Fahrer dem Fahrtschreiber irgendwelche Aufmerksamkeit, wie beispielsweise Auswechseln des Fahrtenblattes, zu widmen braucht, der Fahrtschreiber also unabhängig und unbeeinflußbar von dem Kraftfahrzeugführer arbeitet.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen in ein Kraftfahrzeug zu installierenden Fahrtschreiber oder Tachographen der eingangs genannten Art zu schaffen, der automatisch und unabhängig von irgendwelchen Wartungs- oder Rdstdiensten des Kraftfahrzeughalters oder- fahrers in jedem Zeit- oder Streckenpunkt der gefahrenen Wegstrecke die Fahrgeschwindigkeit des Kraftfahrzeuges in eier Weise registriert, die es erlaubt, die Fahrgeschwindigkeit des Kraftfahrzeuges in einem Zeit- oder Streckenabschnitt unmittelbar vor einem willkUrlichen Stop des Kraftfahrzeuges nachträglich festzustellen.
  • Dieser Aufgabe ist gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, daß das Fahrtenblatt als ein nur in der Fahrphase des Kraftfahrzeuges angetriebenes Endlosband ausgebildet ist und daß der Aufschreibvorrichtung-eine Löschvorrichtung zum Löschen der von der Aufschreibvorrichtung aufgebrachten Aufschrift in Bewegungsrichtung des Endlosbandes vorgeordnet ist.
  • Durch diese Maßnahmen, Verwendung eines Endlosbandes mit Selbstlöschung des jeweils ältesten Teils der Aufschrift und Kupplung des Bandantriebes an die Fahrbewegung des Kraft fahrzeuges wird fortlaufend die Fahrgeschwindigkeit des Kraft fahrzeuges aufgezeichnet, jedoch nur zu die Fahrgeschwindigkeitsaufzeichnung innerhalb eines bestimmten Streckenabschnittes, dessen Länge durch die Laufgeschwindigkeit und die Länge des Endlosbandes bestimmt ist, gespeichert. Bei einem Halt des Kraftfahrzeuges steht die Geschwindigkeitsaufzeichnung des zuletzt - also unmittelbar vor dem Halt - durchfahrenen Streckenabschnitts zur Geschwindigkeitskontrolle zeitlich unbegrenzt zur Verfügung, selbstverständlich unter der Voraussetzung, daß das Kraftfahrzeug nach dem Halt nicht wieder in Fahrt gesetzt wird. Durch die begrenzte Speicherung der Geschwindigkeitsaufzeichnung und die ständige Regenerierung des beschriebenen Endlosbandes durch die Löschvorrichtung sind Wartungsmaßnahmen wie beispielsweise das Auswechseln des Fahrtenblattes nach Aufschrieb der Geschwindigkeit nicht erforderlich, so daß der Fahrtschreiber ohne irgendwelche Uberwachungsmaßnahmen ständig aufzeichnungsbereit ist.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Antrieb des Endlosbandes von einem Wegstreckenmeßwerk (Kilometerzähler) des Kraftfahrzeuges abgeleitet. Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß einerseits die Fahrgeschwindigkeit unmittelbar in Abhängigkeit von der Fahrstrecke aufgezeichnet und abgelesen werden kann und andererseits eingesonderter-Antrieb für den Fahrtschreiber nicht erforderlich ist.
  • Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Endlosband über mindestens eine Umlenkwalze und eine mit dem Wegstreckenmeßwerk des Kraft fahrzeuges in Verbindung stehende Antriebswalze geführt, wodurch eine besonders einfache Konstruktion für den Bandantrieb ermöglicht wird.
  • Nach einer weiteren Aus führungs form der Erfindung ist die Antriebswalze über ein Getriebe mit der Antriebswelle eines mechanisch arbeitenden WegstreckenmeSwerkes des Kraftfahrzeuges gekuppelt. Da diese Antriebswelle sich bei fahrendem Kraftfahrzeug kontinuierlich dreht, wird eine kontinuierliche Laufbewegung des Endlosbandes erzielt. Durch geeignete Wahl des Übersetzungsverhältnisses im Getriebe kann jede gewünschte Laufgeschwindigkeit des Bandes erzielt werden.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß das Endlosband aus einer an sich bekannten Mehrschichtfolie besteht, bei welche durch partielles Andrücken zweier Schichten eine Trübung der Folie längs der Andruckstellen erzielbar und durch Trennen der Schichten diese Trübung wieder aufhebbar ist, aufhebbar ist, und daß die Aufschreibvorrichtung einen annähernd punktförmig auf die Mehrschichtfolie aufdrückenden Andruckstift aufweist.
  • Bei solchen Mehrschichtfolien werden längs der Schreibspur des Andruckstiftes mindestens zwei Schichten aufeinander gedrückt, wodurch in diesem Bereich die Folie eine von der übrigen Färbung sich abhebende Färbung, meist eine Trübung, annimmt und dadurch die Schreibspur des Andruckstiftes sichtbar werden läßt.
  • Die aneinander angedrückten Teile der beiden Schichten bleiben solange aneinander haften - und solange bleibt auch die Schreibspur des Andruckstiftes sichtbar - bis diese beiden Schichten wieder mechanisch voneinander getrennt werden. Mit der Verwendung einer solchen Mehrschichtfolie läßt sich ein einfacher, robuster und nahezu störunanfälliger Aufbau eines mechanisch arbeitenden Fahrtschreibers erzielen, der äußerst preisgünstig erstellbar ist, und dadurch die Voraussetzung für eine weite Verbreitung und gegebenenfalls für eine gesetzliche Einführung eines solchen Fahrtschreibers als vorgeschriebenes Pflichtinstrument zur Ausrüstung eines Jeden Kraftfahrzeuges erfüllt. Bei einer vom Gesetzgeber verlangten Ausrüstung aller Kraftfahrzeuge mit einem solchen Fahrtschreiber stände bei Klärung von Unfällen immer ein Geschwindigkeitsdiagramm zur Verfügung und auch die Einhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen auf bestimmten Streckenabschnitten könnten durch einfache Verkehrskontrollen ohne aufwendige Radareinrichtungen geprüft werden.
  • Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist durch die Verwendung einer Mehrschichtfolie gekennzeichnet, die in an sich bekannter Weise eine Adhäsionsschicht mit Wachsbelag, eine darüberliegende> durchscheinende milchi gweiße Papierschicht und eine die Papierschicht über-ziehende transparente Schutzfolie aufweist, auf welche der Andruckstift aufsetzt. Solche Foiien sind handelsüblich und werden beispielsweise als Notiztafeln unter der Bezeichnung "Printator" angeboten. Die weite Verbreitung einer solchen Folie sichert eine preisgünstige Herstellung des Fahrtschreibers.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Andruckstift der Aufschreibvorrichtung im Bereich einer Walze derart angeordnet, daß die Walzenoberflache ein Widerlager für den auf der Mehrschichtfolie aufdrückenden Andruckstift bildet. Damit wird ein weiterer Schritt zur Vereinfachung der Konstruktion des Fahrtschreibers getan, da von der Walze neben der Führungs- und Antriebsfunktion noch eine weitere Funktion übernommen wird, zusätzliche Bauteile also entfallen.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der Andruckstift über ein eine Antriebs- und Umlenkrolle aufweisendes Antriebssystem quer zur Bewegungsrichtung der Mehrschichtfolie bewegbar ist und daß die Antriebs rolle mit der Zeigerwelle des Kraftfahrzeug-Tachometers gekuppelt ist.
  • Auf diese Weise erhält man eine dem Zeigerausschlag des Tachometers unmittelbar proportionale Aufzeichnung der Fahrgeschwindigkeit auf der Mehrschichtfolie.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung besteht die Löschvorrichtung zum Löschen der von der Aufschreibvorrichtung aufgebrachten Aufschrift aus einem zwischen Adhäsionsschicht und Papierschicht hineinragenden, über die Gesamtbreite der Mehrschichtfolie sich erstreckenden Steg, der ortsfest angeordnet ist. Mit dieser konstruktiv einfachen und äußerst preisgünstigen Löschvorrichtung, die durch die Verwendung einer Mehrschichtfolie der vorstehend beschriebenen Art erst ermöglicht wird, wird immer gerade der älteste Teil der Geschwindigkeitsaufschrift gelöscht und zwar unmittelbar bevor diese Stelle der Mehrschichtfolie wieder an die Aufschreibvorrichtung gelangt, so daß der Aufschreibvorrichtung immer ein regenerierter, unbeschrifteter Bereich der Mehrschichtfolie zur erneuten Aufzeichnung der Geschwindigkeit zugeführt wird.
  • Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist gekennzeichnet, durch die Vereinigung des Fahrtschreibers mit dem Tachometer und dem Kilometerzähler des Kraftfahrzeuges in einem gemeinsamen Gehäuse. Eine solche AusbiXhng des Fahrtschreibers ist besonders deshalb günstig, da bei allen Kraftfahrzeugen der Geschwindigkeitsmesser oder Tachometer und der Wegstreckenmesser oder Kilometerzähler bereits in einem gemeinsamen Gehäuse zusammengefaßt srnd und die erforderlichen Antriebe für den Fahrtschreiber, nämlich für Endlosband und Aufschreibvorrichtung, somit an einem zentralen Ort zur Verfügung stehen.
  • Durch diese Zusammenfassung ergibt sich ein kompaktes Instrument mit geringem Raumbedarf, das in jedes Kraftfahrzeug serienmäßig eingebaut werden kann. Lediglich eine einzige Antriebswelle, nämlich die bisher auch übliche sogenannte Tachowelle führt aus dem gemeinsamen Gehäuse heraus.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das gemeinsame Gehäuse im Bereich des Endlosbandes ausgespart und mit einer durchsichtigen Scheibe abgedeckt. Dies ermöglicht eine bequeme, jederzeit vornehmbare Ablesung des Geschwindigkeitsdiagramms ohne Ausbau des Fahrtschreibers und Herausnahme des Endlosbandes.
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles beschrieben. Dabei zeigen: Figur 1 eine schematische perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Fahrtschreibers, Figur 2 eine vergrößerte Darstellung des als Mehrschichtfolie ausgebildeten Endlosbandes, Figur 3 eine Draufsicht auf ein Tachometer, Kilometer und Fahrtschreiber enthaltendes Instrument und Figur 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV des in Figur 3 dargestellten Instrumentes.
  • Der in Figur 1 schematisch dargestellte Fahrtschreiber - auch Tachograph genannt - zur Aufzeichnung der Fahrgeschwindigkeit eines Kraftfahrzeuges besteht im wesentlichen aus einer mit einem Tachometer 1 gekuppelten Aufschreibvorrichtung 2, an welche kontinuierlich oder schrittweise ein Fahrtenblatt vorbeibewegt wird, auf das von der Aufschreibvorrichtung 2 die jeweilige Fahrgeschwindigkeit des Kraftfahrzeuges aufgezeichnet wird.
  • Im vorliegenden Ausführungsbeispiel besteht das Fahrtenblatt aus einem nur in der Fahrphase des Kraftfahrzeuges angetriebenen Endlosband 3. Die Antriebsbewegung des Endlosbandes 3 ist von einem Wegstreckenmeßwerk 4, im folgenden Kilometerzähler genannt, abgeleitet. Der Aufschreibvorrichtung 2 ist eine Löschvorrichtung 5 zum Löschen der von der Aufschreibvorrichtung 2 aufgebrachten Aufschrift 6 der Fahrzeuggeschwindigkeit in Bewegungsrtchtung des Endlosbandes 5 vorgeordnet.
  • Das Endlosband 3 ist über mindestens eine Umlenkwalze 7 und eine Antriebswalze 8 geführt. Die Antriebswalze 8 steht mit dem Kilometerzähler 4 in getrieblfsher Verbindung, wobei die Antriebswelle 9 (Fig. 1) des mechanisch arbeitenden, in Figur 3 nur schematisch dargestellten Kilometerzählers 4 über ein Getriebe 10 mit der Antriebswalze 8 gekuppelt ist.
  • Das Endlosband 3 besteht aus einer an sich bekannten ehrschichtfolie 11, bei welcher durch partielles Andrücken zweier Schichten eine Trübung der Folie längs der Andruckstellen erzielbar und durch Trennen der Schichten diese Trübung wieder aufhebbar ist. Eine solche handelsübliche Mehrschichtfolie 11 (Fig. 2) besteht aus einer Adhäsionsschicht 12 mit Wachsbelag, einer darüberliegenden,durchscheinden,milchigweißen Papierschicht 13 und einer die Papierschicht 13 überziehenden transparenten Schutzschicht 14. Solche handelsüblichen Folien sind im Handel in Form von otiztafeln mit der Bezeichnung "Printator" bekannt. Die A1ifschreibvorrichtung 2 weist einen annähernd punktförmig auf die ehrschichtfolie 11 aufsetzenden Andruckstift 15 auf, der über eine Antriebsrolle 16 und eine Umlenkrolle 17 eines Antriebssystems 18 quer zur Bewegungsrichtung der Mehrschichtfolie 11 bewegbar ist. Dabei ist die Aufschreibvorrichtung 2 derart angeordnet, daß der Andruckstift 15 sich im Bereich der Oberfläche der Umlenkwalze 7 bewegt, somit die Walzenoberfläche ein Widerlager fijr den auf die Mehrschichtfolie 11 aufdrückenden Andruckstift 15 bildet. Die Antriebsrolle 16 des Antriebssystems 18 ist, wie noch beschrieben wird, mit der Zeigerwelle des Kraftfahrzeug-Tachometèrs 1 gekuppelt.
  • Die der Aufschreibvorrichtung 2 vorgeordnete Löschvorrichtung 5 besteht aus einem zwischen die Adhäsionsschicht 12 und die Papierschicht 13 der Mehrschichtfolie 11 hineinragenden Steg 31, der im gehäuse des Fahrtschreibers ortsfest angeordnet ist und sich über die gesamte Breite der Mehrschichtfolie 11 erstreckt. Beim Transport des Endlosbandes 3 in Pfeilrichtung A (Fig. 1) wird durch den Steg 31 Adhäsionsschicht 12 und Papierschicht 13 am Ort der Löschvorrichtung 5 voneinander getrennt, so daß die durch das Ztlsammenhaften von Adhäsionsschicht 12 und Papierschicht 13 hervorgerufene Trübung der Mehrschichtfolie 11 aufgehoben und damit die von dem Andruckstift 15 aufgebrachte Aufschrift 6 wieder gelöscht wird. Nach Verlassen der Löschvorrichtung 5 ist das Endlosband 3 wieder regeneriert und von jeglicher Aufschrift befreit, so daß es in der nachgeordneten Aufschreibvorrichtung 2 erneut beschriftet werden kann.
  • Figur 3 und 4 zeigen den in Figur 1 prinzipiell dargestellten Fahrtschreiber in Vereinigung mit einem Tachometer 1 und einem Kilometerzähler 4 des Kraft fahrzeuges zu einem einzigen Instrument 19. Alle drei Aggregate werden von einem gemeinsamen Gehäuse 20 umschlossen. Im Bereich des Endlosbandes 3 ist das Gehäuse 20 des Instrumentes 19 ausgespart und trägt eine durchsichtige Scheibe 21, durch welche das Geschwindigkeitsdiagramm leicht ablesbar ist.
  • Im Schnittbild dieses Instrumentes längs der Linie IV-IV ist in Figur 4 links der nach dem Wirbelstromprinzip arbeitende Tachometer 1 zu sehen. Er besteht in bekannter Weise aus einem in einer Trommel 22 rotierenden Permanentmagneten 23, der über eine Antriebswelle, der sogenannten Tachowelle 24, von der umlaufenden Radachse des Kraftfahrzeuges angetrieben wird.
  • Die Trommel 22 ist über eine Zeigerwelle 25 starr mit dem Zeiger 30 des Tachometers 1, auch Tachonadel genannt, verbunden.
  • An der starr gelagerten Zeigerwelle 25 greift eine Rückstellfeder 26 an. Aufbau und Wircungsweise eines solchen Wirbelstromtachometers sind bekannt, so daß hier nicht näher darauf eingegangen zu werden braucht.
  • Gegenüber einem herkömmlichen Tachometer sitzt zusätzlich auf der Zeigerwelle 25 drehfest ein Antriebsrad 27, das mit der Antriebsrolle 16 des Antriebssystems 18 für den Andruckstift 15 der Aufschreibvorrichtung 2 gekuppelt ist. Diese Kupplung kann beispielsweise durch keten Seilzug 28 zwischen dem Antriebsrad 27 und einem auf der gleichen Achse mit der Antriebsrolle 16 des Antriebssystems 18 sitzenden Umlenkrad 29 erfolgen. Je nach Fahrgeschwindigkeit des Kraft fahrzeuges lenkt die Tachonadel 30 mehr oder weniger aus der Nullstellung aus, wodurch über das Antriebsrad 27, den Seilzug 28 und das Umlenkrad 29 die Antriebsrolle 16 des Antriebssystems 18 mehr oder weniger geschwenkt wird. Dadurch vollfiihrt der Andruckstift 15 eine Bewegung quer zur Bewegungsrichtung des Endlosbandes 3 und hinterläßt eine Schreibspur. Da einerseits das Endlosband 3 proportional der zurückgelegten Wegstrecke in Pfeilrichtung A transportiert wird und andererseits der Andruckstift 15 quer zur Transportrichtung des Endlosbandes 3 proportional zur Auslenkung der Tachonadel 30 und damit der Kraftfahrzeuggeschwindigkeit über das Endlosband 3 bewegt wird, entsteht ein Gesehwindigkeitsdiagramm, bei welchem die Geschwindigkeit des Kraft fahrzeuges über der gefahrenen Wegstrecke aufgezeichnet ist.
  • Die vorstehend beschriebene Erfindung beinhaltet einen auf rein mechanischer Grundlage erstellten Fahrtschreiber einfachster Bauart, der einem möglichen auf digitaler Basis oder auf Magnetbandtechnik aufgebautem Fahrtschreiber sowohl preislich als auch hinsichtlich der Störanfälligkeit und der Möglichkeit einer bewußten Manipulierung der Geschwindigkeitsaufzeichnung ohne erkennbaren Eingriff in das Aggregat weit überlegen ist. Der Fahrtschreiber bedarf keiner Wartungs- und Rüstdienste, wie etwa dem Nachlegen eines Fahrtenblattes oder dem Nachfüllen von ochreibtinte, ist also ständig betriebsbereit und tritt mit Anfahren des Kraftfahrzeuges sofort in Tätigkeit. Durch Ankopplung des Fahrtschreibers an Tachometer und Kilometerzähler sind keine zusätzlichen Antriebe für diesen erforderlich.
  • Bei seinem einfachen Aufbau und damit sehr niedrig liegenden Gestehungskosten kann der Fahrtschreiber allgemeine Verbreitung finden und sein Einbau ohne nenneswerte finanzielle Belastung der Kraftfahrer gesetzlich vorgeschrieben werden. Eine Ausrustungspflicht aller Kraftfahrzeuge mit einem solchen Fahrtschreiber würde die Überwachung der Einhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen durch die Verkehrspolizei wesentlich verbilligen, weil durch einfache visuelle Kontrolle des Fahrtschreibers am de eines Streckenabschnittes mit Geschwindigkeitsbeschränkung die eingehaltene Geschw1ndigkeit kontrolliert werden könnte und daher teure Radarausrüstungen überflüssig sind.
  • Auch bei der Rekonstruktion von Ttnfällen könnte ein solcher Fahrtschreiber die im Zusammenhang mit der Fahrzeuggeschwindigkeit zu prüfende Schuldfrage einwandfrei und ohne Rückgriff auf üblicherweise wenig zuverlässige Zeugenaussagen klären helfen.
  • Schließlich würde allein das Vorhandensein eines solchen Fahrtschreibers in Kraftfahrzeugen mit der Gewißheit des jederzeit möglichen eindeutigen Nachweises der gefahrenen Geschwindigkeit den Kraftfahrer zu einer disziplinierten Fahrweise anhalten und dadurch die Zahl der Unfälle und Verkehrsgeschädigten senken helfen.
  • Leerseite

Claims (11)

  1. Patentansprüche GFahrtschreiber zur Aufzeichnung der Fahrgeschwindigkeit eines Kraftfahrzeuges mit einer mit einem Tachometer gekuppelten Aufschreibvorrichtung und einem an der Aufschreibvorrichtung vorbeibewegten Fahrtenblatt, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrtenblatt als ein nur in der Fahrphase des Kraftfahrzeuges angetriebenes Endlosband (3) ausgebildet ist und der Aufschreibvorrichtung (2) eine Löschvorrichtung (5).
    zum Löschen der von der Aufschreibvorrichtung aufgebrachten Aufschrift (6) in Bewegungsrichtung des Endlosbandes vorgeordnet ist.
  2. 2. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Endlosbandes (3) von einem Wegstreckenmeßwerk(Kilometerzähler) (4) des Kraftfahrzeuges abgeleitet ist.
  3. 3. Fahrtschreiber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Endlosband (3) über mindestens eine Umlenkwalze (7) und eine mit dem Wegstreckenmeßwerk (4) des Kraftfahrzeuges in Verbindung stehende Antriebswalze (8) geführt ist.
  4. 4. Fahrtschreiber nach Anspruch 3, dadurch geennzeichnet, daß die Antriebswalze (8) über ein Getriebe (10)~mit der Antriebswelle (9) eines mechanisch arbeitenden Wegstreckenmeßwerkes (4) des Kraftfahrzeuges gekuppelt ist.
  5. 5. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Endlosband (3) aus einer an sich bekannten Mehrschichtfolie (11) besteht, bei welcher durch partielles Andrücken zweier Schichten (12,13) eine Trübung der Folie iängs der Andruckstellen erzielbar und durch Trennen der Schichten diese Tr;ibuiig wieder aufhebbar ist und daß die Aufschreibvorrichtung (2) einen annähernd punktförmig auf die Mehrschichtfolie aufdrückenden Andruckstift (15) aufweist.
  6. 6. Fahrtschreiber nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Mehrschichtfolie, die in an sich bekannter Weise eine Adhäsionsschicht (12) mit Wachsbelag, eine darüberliegende durchscheinende milchigweiße Papierschicht (13) und eine die Papierschicht überziehende transparente Schutzschicht (14) aufweist, auf welcher der Andruckstift (15) aufsetzt.
  7. 7. Fahrtschreiber nach Anspruch 3 oder 4 und Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Andruckstift (15) der Aufschreibvorrichtung (2) im Bereich einer Walze (7) derart angeordent ist, daß die Walzenoberfläche ein \Widerlager für den auf die Mehrschichtfolie (11) aufdrückenden Andruckstift bildet.
  8. 8. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 5 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Andruckstift (15) über ein eine Antriebs-und Umlenkrolle (16,17) aufweisendes Antriebssystem (18) quer zur Bewegungsrichtung der Mehrschichtfolie (11) bewegbar ist und daß die Antriebsrolle (16) mit der Zeigerwelle (25) des Kraftfahrzeug-Tachometers (1) gekuppelt ist.
  9. 9. Fahrtschreiber nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Löschvorrichtung (5) aus einem zwischen Adhäsionsschicht (12) und Papierschicht (13) hineinragenden, über die Gesamtbreite der Mehrschichtfolie (11) sich erstrecenden Steg (31) besteht, der ortsfest angeordnet ist.
  10. 10. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 1 - 10, geennzeichnet durch seine Vereinigung mit Tachometer (1) und Kilometerzähler (4) des Kraftfahrzeuges in einem gemeinsamen Gehäuse (20).
  11. 11. Fahrtschreiber nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehause (20) im Bereich des Endlosbandes (3) ausgespart und mit einer durchsichtigen Scheibe (21) abgedeckt ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3618109A1 (de) * 1986-05-30 1987-12-03 Moto Meter Ag Fahrtschreiber fuer kraftfahrzeuge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3618109A1 (de) * 1986-05-30 1987-12-03 Moto Meter Ag Fahrtschreiber fuer kraftfahrzeuge

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