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lastschaltgetriebe
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Lastschaltgetriebe für Fahrzeuge,
z. B. landwirtschaftliche Zugmaschinen, mit drei von einem einfachen Umlaufräderausgleichsgetriebe
abgeleiteten Arbeitsbereichen, wobei ein Langsam- und ein Schnellaufbereich durch
einen geschwindigkeitsverstellbaren hydraulischen Antrieb des Ausgleichsgetriebes
und ein Zwischengeschwindigkeits-Arbeitsbereich durch hydromechanischen Betrieb,
bei dem das Ausgleichsgetriebe vom hydraulischen Antrieb und einem mechanischen
Antrieb getrieben wird, erhalten werden. Insbesondere umfaßt der hydraulische Antrieb
ein geschwindigkeitsverstellbares hydrostatisches Getriebe.
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Ein mit zwei Betriebsarten arbeitendes Lastschaltgetriebe mit einem
hydraulischen Langsamlaufbereich und einem hydromechanischen Schnellaufbereich ist
bereits bekannt (vgl.
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die US-Patentschriften 3 427 899 und 3 626 787). Ferner ist es bekannt,
ein Getriebe in einem hydromechanischen Langsamlaufbereich und einem Schnellaufbereich,
der von einem das Ausgleichsgetriebs treibenden geschwindigkeitsverstellbaren hydraulischen
Getriebe erzeugt wird, zu betreiben. Diese bekannten Anordnungen nutzen Jedoch nicht
ein einfaches Umlaufräderausgleichsgetriebe dazu aus, einen hydrostatischen Antrieb
mit hohem Drehmoment im Langsamlaufbereich, einen hydromechanischen Antrieb in einem
Zwischengeschwindigkeitsbereich für normalen Arbeitsbetrieb des Fahrzeugs und einen
für die Beweglichkeit des Fahrzeugs bestimmten hydrostatischen Antrieb im Schnellaufbereich
zu erhalten0 Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Lastschaltgetriebes für
landwirtschaftliche und industrielle Zugmaschinen sowie andere langsamlaufende Fahrzeuge,
die ein hohes Drehmoment, eine leistungsfähige KraftUbertragung und gute Manövrierfähigkeit
des Fahrzeugs erfordern.
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Hohe Leistungsfähigkeit wird dadurch erhalten, daß aufeinanderfolgende
Bereiche verwendet werden, die kleine hydraulische Einheiten erfordern und während
des Arbeitens mit hoher Last weniger hydraulische Kraft benötigen. Bei diesem System
aufeinanderfolgender Bereiche ergibt sich eine unmittelbare hydraulische KraftUbertragung
für den Langsamlauf- und den Schnellaufbetrieb, eo daS dae Fahrzeug leicht manövrierbar
ist, wenn Tippbetrieb gewünscht
oder das Fahrzeug transportiert
wird. Ferner werden die Elemente des Ausgleichsgetriebes mehrfach genutzt, wodurch
ihre Anzahl und die Herstellungskosten verringert werden.
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Ferner soll ein Lastschaltgetriebe geschaffen werden, bei dem eine
zusätzliche Rückwärtsbewegungsmöglichkeit dadurch vorgesehen ist, daß eine zusätzliche
oder Hilfsantriebswelle parallel zur Hauptantriebswelle vorgesehen ist, die in das
Getriebe einkuppelbar ist und gegensinnig zur Hauptantriebswelle umläuft, so daß
im hydromechanischen Zwischengeschwindigkeitsbereich eine Vorwärts- oder eine Rückwärtsbewegung
des Fahrzeugs möglich ist.
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Ferner ist vorgesehen, daß die Bauteile des Iastschaltgetriebes so
angeordnet und in bezug aufeinander vorgesehen sind, daß sie in einem Verteilerkasten
angeordnet werden können; dieser ist ein bekanntes Gehäuse, das zum Verringern der
Hohe einer Abtriebswelle bei einem Fahrzeug mit Allradantrieb verwendet wird. Bei
dem Xastschaltgetriebe nach der Erfindung soll es möglich sein, die Antriebsvorrichtung
im Verteilerkasten anzuordnen, eo daß kein zusätzliches Getriebegehäuse erforderlich
ist.
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Die Erfindung sieht ein geschwindigkeitsverstellbares last-Schaltgetriebe
mit einem einfachen Umlaurräderauaglichsgetriebe vor, wobei zwei fraftllbertragumgewege
zum Ausgleichsgetriebe fUhren, deren einer mechanisch ist und deren anderer ein
geschwindigkeitsver.tellbares hydrostatisohes Getriebe aufweist, sowie wahlweise
betätigbare Kupplungen liii Erhalt von drei verschiedenen Antriebsgeschwindigkeiten
vom
Ausgleichsgetriebe zu einer Abtriebswelle, und zwar mit hydrostatischem Antrieb
im Langsamlaufbereich, mit hydromeohanisohem Antrieb in einem Zwischengeschwindigkeitsbereich
und mit hydrostatischem Antrieb im Schnellaufbereich.
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Insbesondere umfaßt der hydraulische Kraftübertragungsweg ein geschwindigkeitsverstellbares
hydrostatisches Getriebe, dessen Abtriebswelle treibend mit einem Zahnrad des Ausgleichsgetriebes
verbunden ist, wobei entweder das geschwindigkeitsverstellbare hydrostatische Getriebe
oder der mechanische Antrieb wahlweise mit einem anderen Zahnrad des Ausgleichsgetriebes
verbindbar sind zum Erhalt des Langsamlauf- bzw. des Zwischengeschwindigkeitsbereichs
und wobei das Umlaufräderausgleichsgetriebe sperrbar ist zum Erhalt des Schnellaufbereichs
durch Treiben des einen Zahnrads des Ausgleichsgetriebes.
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Zum Erhalten der drei aufeinanderfolgenden Geschwindigkeitsbereiche
bei möglichem synchronem Schalten und Anfahren mit laufender Antriebsmaschine und
stillstehendem Getriebe muß das Anfahren hydrostatisch erfolgen, wobei die Umsteuerbarkeit
und die Drehkraftverstärkung durch gegensinniges Umlaufen von zwei Zahnrädern des
Umlaufräderausgleichsgetriebes mit Ubersetzungsverhältnissen erhalten werden, die
einen positiven oder negativen Abtrieb im Langsamlauf bewirken. Der Zwischengeschwindigkeitsbereich
wird dadurch erhalten, daß der Antrieb eines der Umlaufräder vom Antrieb durch das
geschwindigkeitsverstellbare hydrostatische Getriebe zum mechanischen Antrieb durch
die Antriebswelle umgeschaltet und das geschwindigkeitaverstellbare hydrostatische
Getriebe verlangsamt wird, so daß
das hydraulisch getriebene Element
des Ausgleichsgetriebes, das treibend mit dem geschwindigkeitsverstellbaren Getriebe
verbunden ist, bis zum Nullumlauf verlangsamt wird und damit effektiv stillsteht.
In diesem Zwischenbereich kann die Geschwindigkeit weiter erhöht werden, indem dann
das letztgenannte Ausgleichsgetriebe-Element in Gegenrichtung getrieben wird. Der
Schnellaufbetrieb wird erhalten, wenn das mit dem geschwindigkeitsverstellbaren
hydrostatischen Getriebe treibend verbundene Element des Ausgleichsgetriebes die
Vorwärtsumlaufgeschwindigkeit der beiden anderen Elemente des Ausgleichsgetriebes
erreicht.
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An diesem Punkt kann das Umlaufräderausgleichsgetriebe gesperrt werden,
wobei der mechanische Antrieb durch die Antriebswelle zum Erhalt des hydrostatischen
Antriebs für hohe Fahrzeuggeschwindigkeiten freigegeben wird.
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Dabei kann das geschwindigkeitsverstellbare hydrostatische Getriebe
treibend entweder mit dem Zentralrad oder dem Hohlrad des Umlaufräderausgleichsgetriebes
verbunden sein, und abwechselnd ist entweder das hydrostatische Getriebe oder die
Antriebswelle mit dem jeweils anderen der beiden Zahnräder verbunden.
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Bei dem Lastschaltgetriebe nach der Erfindung kann das Fahrzeug mit
jedem der drei Geschwindigkeitsbereiche angefahren werden; bei einem Ausführungsbeispiel
wird hierfür eine Freilaufkupplung verwendet, die ein Überdrehen des hydraulischen
Getriebes während der kurzen Zeit, in der das Fahrzeug beschleunigt, wenn es direkt
im hydromechanischen Zwischengeschwindigkeitsbereich angefahren wird, verhindert.
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Durch die Erfindung wird also ein Lastschaltgetriebe angegeben, das
einen mechanischen und einen hydraulischen Kraftübertragungsweg zu einem einfachen
Umlaufräderausgieichsgetriebe hat, so daß ein Hydro- und hydromechanisches Doppelgetriebe
erhalten wird, mit einem hydrostatischen Antriebsbereich im Langsamlauf bei hohem
Drehmoment, indem gegensinniges Umlaufen von zwei Elementen des Ausgleichsgetriebes
erfolgt, mit einem hydromechanischen Antrieb in einem Zwischengeschwindigkeitsbereich,
wobei das Ausgleichsgetriebe von beiden Rraftübertragungswegen getrieben wird, und
mit einem hydrostatischen Antriebsbereich im Schnellauf.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine teilweise schematische Ansicht des Lastschaltgetriebes
nach der Erfindung; Fig. 2 eine schematische Ansicht des Lastschaltgetriebes nach
Fig. 1; Fig. 3 eine Grafik der Fahrzeug- und der Elementengeschwindigkeit des Lastschaltgetriebes
nach den Fig. 1 und 2; Fig. 4 ein Nomogramm der Geschwindigkeiten und der Umlaufrichtung
der Elemente des Umlaufräderausgleichsgetriebes;
Fig. 5 eine Ansicht
des Lastschaltgetriebes entsprechend Fig. 1 und 2; Fig. 6 eine Ansicht eines anderen
AusfUhrungsbeispiels des Lastschaltgetriebes; Fig. 7 eine Ansicht eines weiteren
Ausführungsbeispiels der Erfindung; und Fig. 8 eine schematische Ansicht eines vierten
Ausfuhungsbeispiels der Erfindung.
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Nach den Fig. 1-5 umfaßt ein Umlaufräderausgleichagetriebe 10 Zahnräder
11 auf einem Träger 12, der mit einer Abtriebswelle 15 verbunden ist. Die Umlaufräder
11 kämmen mit einem Zentralrad 16 und einem sie umschließenden Hohlrad 17.
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Eine Maschine 20, z. B. die Antriebsmaschine eines Fahrzeugs, hat
eine Antriebswelle 21, die eine Verlängerung 22 aufweist, die als Antriebswelle
des Lastschaltgetriebes dient und eine Abtriebswelle für das Fahrzeug bilden kann.
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Ein auf der Antriebswelle angeordnetes Zahnrad 23 kämmt mit einem
Zahnrad 24 auf der Antriebswelle einer Verstellpumpe 25 eines geschwindigkeitsverstellbaren
Hydrogetriebes, das insbesondere ein geschwindigkeitsverstellbares hydrostatieches
Getriebe Ublicher Bauart ist. Die Verstellpumpe 25 ist an einen Motor 26 des Hydrogetriebes
angeschlossen.
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Die Verstellpumpe 25 weist eine Schräg- oder Taumelscheibe auf, die
nach beiden Seiten einer Nullverschiebungslage bewegbar ist und Druckmittel in einer
von zwei Richtungen
zum Motor leitet, so daß dieser entweder in
Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung umläuft. Eine motorgetriebene Welle 27 weist ein
Zahnrad 28 auf, das mit zwei Zahnrädern 29 und 30 kämmt.
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Das Zahnrad 30 ist rohrförmig und drehbar auf einer rohrförmigen Buchse
31 angeordnet, die ihrerseits drehbar auf der Antriebswelle 22 mittels Lagern 31a
angeordnet ist.
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Die rohrförmige Buchse 31 hat eine Außenverzahnung 32, die mit dem
Hohlrad 17 des Umlaufräderausgleichsgetriebes kämmt und entweder einen mechanischen
oder einen hydraulischen Antrieb des Ausgleichsgetriebes durch die vom Zahnrad 32
auf das Hohlrad 17 übertragene Antriebskraft ermöglicht.
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Ein hydraulischer, insbesondere hydrostatischer, Langsamlaufantrieb
wird durch den Motor 26 erreicht, der das Zentralrad 16 und über die Zahnräder 28
und 30 auch die rohrförmige Buchse 31 und das Außenzahnrad 32 treibt, so daß das
Hohlrad 17 umläuft. Diese letztere Antriebsverbindung wird durch Betätigen einer
schaltbaren Kupplung 33 vervollständigt, die mit dem Zahnrad 30 zusammenwirkende
Kupplungselemente aufweist und das rohrförmige Zahnrad 30 mit der rohrförmigen Buchse
31 kuppelt.
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Wie noch näher erläutert wird, wird ein Schalten vom Langsamlaufbereich
in einen hydromechanisch getriebenen Zwischengeschwindigkeitsbereich durch Lösen
der Kupplung 33 und Einrücken einer Kupplung 34 erreicht, die mit dem rohrförmigen
Zahnrad 32 zusammenwirkende Teile aufweist und dieses Zahnrad 32 mit der Antriebswelle
22 kuppelt, wodurch die Antriebsmaschine anstelle des Motors 26 das Hohlrad 17
des
Umlaufräderausgleichsgetriebes treibt. Umschalten in den hydraulischen Antriebsbereich
mit Schnellauf wird durch Lösen der Xupplung 34 und Einrücken der Kupplung 35 erreicht,
die mit dem Zentralrad zusammenwirkende Elemente aufweist und die Antriebswelle
37 des Zentralrads mit einem Teil 36 des Umlaufräderträgers kuppelt.
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Dadurch wird das Ausgleichsgetriebe gesperrt, und es erfolgt ein direkter
Antrieb von der Motorwelle 27 des Hydrogetriebes zu der Abtriebswelle 15.
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Die Arbeitsweise des Lastschaltgetriebes nach den Fig.
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1 und 2 ist deutlich aus dem Geschwindigkeitsdiagramm nach Fig. 3
und dem Geschwindigkeitsnomogramm nach Fig. 4 ersichtlich. In bezug auf Fig. 3 ist
zu beachten, daß die darin angegebenen Geschwindigkeiten und Geschwindigkeitsbereiche
nur der Veranschaulichung dienen und daß das Lastschaltgetriebe nicht auf die in
der Figur angegebenen Werte beschränkt ist. Die Grundlinie gibt Fahrzeuggeschwindigkeiten
von 0-20 an. Die Geraden 40, 41, 42 bedeuten die Umlaufgeschwindigkeit N des Zentralrads
Ns, des Hohlrads NR und des Trägers NC des Umlaufräderausgleichsgetriebes beim hydrostatischen
Betrieb im Langsamlauf.
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Die Höchstumlaufgeschwindigkeiten des Zentralrads 16 in entgegengesetzte
Richtungen sind an den Punkten 43 und 44 angegeben. Diese Geschwindigkeiten entsprechen
den Punkten 45 und 46 im Geschwindigkeitsnomogramm nach Fig. 4. In Fig. 4 ist der
Geschwindigkeitsbereich 16 durch eine Gerade 50, der des Trägers durch eine Gerade
51 und der des Hohlrads durch eine Gerade 52 angegeben. Diese Bereiche verlaufen
ferner zu beiden Seiten einer Nullgeschwindigkeitsgeraden 53 zur Veranschaulichung
des Vorwärts- und des Rückwärtsumlaufs. Der Abstand K ist
gleich
dem Durchmesser des Hohlrads 17, dividiert durch den Durchmesser des Zentralrads
16. Dies ist das effektive Übersetzungsverhältnis des Ausgleichsgetriebes 10.
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Wenn das Fahrzeug steht, der Motor läuft und das Getriebe nicht umläuft,
da die Verstellpumpe 25 keine Verdrängung bewirkt, sind das Zentralrad 16, der Träger
12 und das Hohlrad 17 sämtlich ortsfest. Durch Einrücken der Kupplung 33 wird der
hydraulische Kraftübertragungsweg mit dem Hohlrad 17 verbunden. Dann wird die Verstellpumpe
25 eingeschaltet und beginnt die Beschleunigung des Zentralrads 16 zu dem Punkt
46 von Fig. 4, der in Fig. 3 durch die Gerade 40 bezeichnet ist. Die Gerade 40 zeigt,
daß das Fahrzeug auf eine Geschwindigkeit von ca. 4,8 km/h beschleunigt, wenn das
Zentralrad eine durch den Punkt 44 in Fig. 3 bezeichnete Geschwindigkeit erreicht.
Gleichzeitig mit der Zunahme der Geschwindigkeit des Zentralrads 16 in Umlaufrichtung
zum Punkt 46 von Fig. 4 läuft das hohlrad 17 in Gegenrichtung um, und seine Geschwindigkeit
nähert sich einem Punkt 55 auf der Geraden 52 von Fig. 4. Dies ist der Drehpunkt
des Hohlrads und entspricht der Geschwindigkeit des Hohlrads beim Antrieb durch
die Antriebsmaschine über die Antriebswelle 22 bei eingerückter Kupplung 34. Dieser
Drehpunkt ist auch in Fig. 3 bei 56 angegeben. Die Umlaufbewegungen des Zentral-und
des Hohlrads auf Höchstumlaufgeschwindigkeiten im Langsamlaufbereich bringen den
Träger 12 auf eine Geschwindigkeit, die durch einen Punkt 57 auf der Geraden 51
von Fig. 4 und einen Punkt 58 auf der Geraden 42 von Fig0 3 angegeben ist und die
Fahrzeughöchstgeschwindigkeit im Langsamlaufbereich bedeutet. Wie bei der Anwendung
des Geschwindigkeitsnomogramms nach Fig. 4 bekannt ist, wird dieser Zustand des
Umlaufräderausgleichsgetriebes durch
die Punkte 46, 55 und 57 verlaufende
Gerade 59 angegeben. Diese Punkte bezeichnen die Geschwindigkeiten und die Umlaufrichtungen
der drei Elemente in bezug auf die "O"-Linie 53. Das Oberende des Langsamlaufbereichs
ist durch eine Gerade 60 angegeben, die mit Abstand über einer Grundlinie in Fig.
3 verläuft. Beim Anfahren kann ein Rückwärtsbetrieb des Lastschaltgetriebes im Langsamlaufbereich
stattfinden, wie aus der Umlaufbewegung des Zentralrads 16 in eine Richtung zum
Punkt 43 in Fig. 3 (Punkt 45 in Fig. 4) ersichtlich ist, wobei die resultierende
Bewegung des Hohlrads und des Trägers durch Verlängerung der Geraden 41 und 42 links
von der "O"-Linie in Fig. 3 angegeben ist. Dies wird durch Fluidverdrängung der
Verstellpumpe 25 in Gegenrichtung erreicht.
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Die Kupplungsverschiebung in den Zwischengeschwindigkeitsbereich kann
synchron erfolgen, da am Oberende des Langsamlaufbereichs das Hohlrad 17 an seinem
Drehpunkt 55 umläuft. Durch Lösen der Kupplung 33 wird die Verbindung zwischen dem
hydraulischen Kraftübertragungsweg und dem Hohlrad gelöst, und durch Betätigen der
Kupplung 34 wird der mechanische Kraftübertragungsweg über die Antriebswelle 22
mit dem Hohlrad 17 verbunden. Die Geschwindigkeit und die Umlaufrichtung des Hohlrads
am Drehpunkt 55 sind die gleichen wie die dem Hohlrad 17 durch das Zahnrad 32 erteilte
Geschwindigkeit und Umlaufrichtung, so daß die Verschiebung synchron ist. Im Zwischengeschwindigkeitsbereich
ist die Geschwindigkeit des Hohlrads gleichbleibend, wie durch eine horizontale
Verlängerung 41a der Geraden 41 in Fig. 3 angegeben ist. Eine Geschwindigkeitserhöhung
resultiert aus einer Abnahme der Verdrängung der hydrostatischen Verstellpumpe 25
auf Null, wodurch die Umlaufgeschwindigkeit des Zentralrads 16 auf Null reduziert
wird.
Dies ist durch eine Gerade in Fig. 6 angegeben, wobei die
Geschwindigkeitsänderung vom Punkt 44 zum Punkt 65 erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt
läuft der die Abtriebswelle 15 treibende Planetenträger 12 um (Nc), so daß eine
Fahrzeuggeschwindigkeit von ca. 11 km/h erhalten wird.
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Zu diesem Zeitpunkt steht das Zentralrad 16 effektiv still, und dann
wird seine Umlaufrichtung umgekehrt, so daß es mit zunehmender Geschwindigkeit in
die durch die Gerade 50 von Fig. 4 angegebene Richtung zum Punkt 45 und zum Punkt
65 in Fig. 3 umläuft. Die im Zwischengeschwindigkeits bereich erzielbare Höchstgeschwindigkeit
beträgt ca. 16 km/h, wie durch den Punkt 63 auf der Geraden 66 von Fig. 3 angegeben
ist, und wird erreicht, wenn das Zentralrad 16 mit einer durch den Punkt 45 auf
der Geraden 50 von Fig. 4 angegebenen Geschwindigkeit umläuft.
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Eine Kraftübertragung zum Schnellaufbetrieb wird üblicherweise bei
einer Fahrzeuggeschwindigkeit von ca. 13-16 km/h erreicht, wenn das Zentralrad mit
irgendeiner Geschwindigkeit zwischen den Punkten 62 und 63 auf der Geraden 66 von
Fig.
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3 umläuft. Beim Punkt 62 ist zu beachten, daß die Gerade 66 die Verlängerung
41a, die die Geschwindigkeit des Hohlrads angibt, und die Gerade 42, die die Geschwindigkeit
des Planetenträgers angibt, schneidet. Die gemeinsame Geschwindigkeit aller drei
Elemente des Ausgleichsgetriebes ist durch die Strichlinie 70 in Fig. 4 angegeben,
die die Geraden 50, 51 und 52 auf gleicher Höhe schneidet. In diesem Zustand kann
die Kupplung 34 ausgerückt und die Kupplung 35 eingerückt werden, um das Ausgleichsgetriebe
zu sperren und den Antrieb der Abtriebswelle 15 unmittelbar durch die Einstellung
der Verstellpumpe 25 des hydrostatischen Getriebes steuern zu lassen. Die Umlaufgeschwindigkeit
des Zentralrads 16 kann dann auf den Punkt
45 auf der Geraden 50
von Fig. 4 erhöht werden, wodurch das Hohlrad 17 und der Träger 12 auf die gleiche
Geschwindigkeit gebracht werden, wie durch eine Vollinie 71 angegeben ist, die über
das Oberende von Fig. 4 verläuft.
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Das Schalten in den Schnellaufbereich kann also erfolgen, wenn das
Zentralrad mit einer durch den Punkt 45 angegebenen Geschwindigkeit umläuft. Beim
Schalten beschleunigen das Hohlrad und der Träger auf die durch die Gerade 71 bezeichnete
Geschwindigkeit.
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Mit dem erläuterten Lastschaltgetriebe ist es möglich, das Fahrzeug
anfänglich in jedem der drei angegebenen Geschwindigkeitebereiche zu starten. Das
Anfahren im Langsamlaufbereich wurde vorstehend erläutert. Es ist auch möglich,
im Schnellaufbereich zu starten, da keines der Elemente des Umlaufräderausgleichsgetriebes
umläuft und in diesem Zustand die kupplung 35 eingerückt ist und das Ausgleichsgetriebe
sperrt. Die Geschwindigkeit des Trägers und der Abtriebswelle 15 nehmen am Punkt
75 auf eine Höchstgeschwindigkeit zu, wobei sich die Elemente des Ausgleichsgetriebes
gleichförmig entsprechend der Strichlinie 76 in Fig. 3 bewegen. In diesem Betriebszustand
ist die Verdrängung der Verstellpumpe 25 so gesteuert, daß das Zentralrad von Null
auf eine durch den Punkt 45 bestimmte Geschwindigkeit bewegt wird.
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Beim Anfahren des Fahrzeugs im hydromechanischen Zwischengeschwindigkeitsbereich
erfolgt ein "Sprung"-Start, da das stationäre Hohlrad 17 durch Einrücken der Kupplung
34 sofort mit der Antriebskraft der Motordrehzahl beaufschlagt wird. Dadurch wird
das Hohlrad zum Drehpunkt angetrieben
(vgl. Punkt 55 von Fig.
4). Wenn der Träger anfangs eine Umlaufgeschwindigkeit lqull hat, da das Fahrzeug
steht, sind die im wesentlichen momentanen Geschwindigkeitszustände des Hohlrads
und des Trägers durch eine Strichlinie 77 in Fig. 4 angegeben. Die Gerade 77 zeigt
auch, daß das Zentralrad 16 sofort mit einer am Punkt 78 angegebenen Geschwindigkeit
umlaufen sollte, die etwa die doppelte normale Höchstgeschwindigkeit des Zentralrads
ist. Es sind geeignete Steuervorrichtungen für den Bediener vorgesehen, um diesen
Sprungstart zu vermeiden; nach den Fig. 1 und 2 ist zwischen die rohrförmige Hülse
31 und das rohrförmige Zahnrad 30 eine Freilaufkupplung 80 geschaltet, wodurch beim
Auftreten eines Sprungstarts das Zahnrad 30 mit der Hülse 31 und der Antriebswelle
22 gesperrt wird, so daß das Zahnrad 28, das mit der Abtriebswelle 27 des Getriebemotors
26 verbunden ist, nur mit einer Geschwindigkeit wirksam werden kann, die geringer
als die von der Umlaufbewegung des Zentralrads 16 am Punkt 78 abgeleitete Geschwindigkeit
ist. Es erfolgt eine Verzögerung der Motorendrehzahl, wodurch die Geschwindigkeit
des Zentralrads 16 und des Hohlrads 17 vermindert wird. Die Freilaufkupplung 80
verhindert auch ein Überdrehen, wenn das Lastschaltgetriebe von Hand auf hydromechanischen
Zwischengeschwindigkeits-Betrieb umgeschaltet wird, während es im hydrostatischen
Fluidkraftübertragungsbereich arbeitet.
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Mit dem Lastschaltgetriebe nach den Fig. 1-4 ist es möglich, gute
Manövrierfähigkeit des Fahrzeugs zu erhalten durch die Steuerung des hydrostatischen
Getriebes im Langsam-und im Schnellauf, wobei im Langsamlaufbereich ein hohes
Ausgangsdrehmoment
erzielt wird. Es ist auch möglich, daß ein hydromechanischer Antrieb in einem Arbeitsgeschwindigkeitsbereich
arbeitet und die Ist-Geschwindigkeit in diesem Bereich durch die Verdrängung der
Pumpe 25 des hydrostatischen Getriebes bestimmt wird.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1-4 besteht eine permanente
Antriebsverbindung zwischen dem Hydrogetriebe und dem Zentralrad sowie eine wahlweise
Verbindung des Hydrogetriebes mit dem Hohlrad über die Kupplung 33.
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Es ist möglich, daß die permanente Antriebsverbindung zum Hohlrad
17, die wahlweise Verbindung des Hydrogetriebes mit dem Zentralrad über die Kupplung
33 sowie die wahlweise Verbindung der Antriebswelle damit über die Kupplung 34 besteht.
Fig. 5 zeigt diese äquivalenten Anordnungen, wobei das Umlaufräderausgleichsgetriebe
10 allgemein angegeben ist und die alternativen Möglichkeiten durch Bezeichnung
der Verbindungen des Zahnrads 32 und der Welle 37 mit dem Ausgleichsgetriebe angegeben
sind.
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Bei dem AusfUhrungsbeispiel nach den Fig. 1-4 wurde der Umkehrbetrieb
im Langsamlaufbereich erläutert, wobei sich das Zentralrad 16 zum Punkt 43 in Fig.
3 bewegt.
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Es ist auch möglich, einen Umkehrbetrieb im hydrostatischen Schnellaufbereich
zu erhalten, wobei die Kupplung 35 eingerückt wird, um das Umlaufräderausgleichsgetriebe
festzulegen, eo daß die Umlaufbewegung des Zentralrads 16 zum Punkt 44 von Fig.
3 (Punkt 46 von Fig. 4) mit daran festgelegtem Träger und Hohlrad den Träger und
das Hohlrad auf eine Eöchst-RUckwärtsgeschwindigkeit 82 von Fig. 4 bringt.
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Bei bestimmten Anwendungen des Lastschaltgetriebes, z. B.
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für eine industriell verwendete Zugmaschine, ist voller Rückwärtsbetrieb
in sämtlichen Arbeitsbereichen erwUnscht; um dies zu erreichen, ist ein zusätzlicher
mechanischer Kraftübertragungsweg zum Umlaufräderausgleichsgetriebe vorgesehen (vgl.
Fig. 6), wobei gleiche Teile wie in den Fig. 1-4 gleiche, einfach gestrichene Bezugszeichen
haben.
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Der mechanische Kraftübertragungsweg ist durch eine zur Antriebswelle
22' parallele Hilfs-Antriebswelle 100 gebildet, die eine vierte Kupplung 101 und
einen Rückwärtsgetriebekasten 102 aufweist. Wenn Rückwärtsbetrieb im hydromechanischen
Zwischengeschwindigkeitsbereich erwünscht ist, wird anstelle der Kupplung 34' die
Kupplung 101 eingerückt, so daß das Hohlrad in eine Richtung umläuft, die der durch
die Antriebswelle 22' bei eingerückter Kupplung 34t bewirkten Umlaufrichtung entgegengesetzt
ist.
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Wie in Verbindung mit Fig. 5 erläutert wurde, kann die mechanische
Lastbeaufschlagung entweder zum Hohlrad 17' oder zum Zentralrad 16' erfolgen.
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Bei dem Ausftilirungsbeispiel nach Fig. 7 sind die gleichen drei Betriebsgeschwindigkeiten
wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1-4 vorgesehen, und gleiche Teile
sind mit gleichen, doppelt gestrichenen Bezugszeichen bezeichnet. Dabei ergibt sich
der hydrostatische Langsamlaufbereich durch gegensinniges Umlaufen des Zentralrads
16" und des Hohlrads 17" durch Einrücken einer Kupplung 11O, deren Funktion im wesentlichen
derjenigen der Kupplung 33 entspricht und die die Motorabtriebswelle 27" mit einem
Zahnrad 111 kuppelt, das mit einem Zahnrad 112 kämmt. Das Hohlrad 17" weist zwei
Gruppen von Zähnen auf, die nicht nur mit dem Zahnrad 11 des Ausgleichsgetriebes
entsprechend
den Fig. 1-4, sondern auch mit dem Zahnrad 112 kämmen, so daß der hydrostatische
Antrieb sowohl das Zentralrad als auch das Hohlrad im Langsamlaufbereich treibt.
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Bei manchen bereits vorhandenen Fahrzeugen, z. B. bei Fahrzeugen mit
Allradantrieb, ist ein Getriebegehäuse und auch ein "Verteilerkasten" vorgesehen,
der ein Getriebekasten ist und dazu dient, die Höhe einer Abtriebswelle, die vom
Getriebe Kraft auf die Räder überträgt, geringer zu machen. Bei Verwendung des einfachen
Umlaufräderausgleichsgetriebes und der kleinen Hydraulikkomponenten, die bei der
Erfindung möglich sind, kann die Kraftübertragung im wesentlichen im Verteilerkasten
erfolgen, so daß keine Notwendigkeit für zwei Gehäuse besteht.
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Dieses Ausführungsbeispiel ist in Fig. 8 gezeigt, wobei die Umrisse
des Verteilerkastens in Strichlinien dargestellt sind. Dieses Ausführungsbeispiel
ist, soweit es den Fig. 1-4 entspricht, mit gleichen, dreifach gestrichenen Bezugszeichen
bezeichnet. Die Antriebswelle 22"' ist in bezug auf die Motorwelle 21"' versetzt
und wird somit über kämmende Zahnräder 120 und 121 auf beiden Wellen getrieben.
Die Verstellpumpe 25"' ist direkt mit der Antriebswelle 22"' verbunden, und die
Kupplungen 33"' und 34"' sind der Antriebswelle 22kl1 zugeordnet entsprechend den
Kupplungen 33 und 34 sowie der Antriebswelle 22 nach Fig. 1. Das Hohlrad 17"' wird
entweder mechanisch oder hydraulisch durch Einrücken der einen oder der anderen
Kupplung 33"' oder 34"' getrieben. Das Zentralrad 16"' weist zwei Gruppen von Zähnen
unterschiedlichen Durchmessers auf, so daß es sowohl mit den Zahnelementen des Trägers
12"' des Umlaufräderausgleichsgetriebes als auch mit dem Abtriebszahnrad 28"', das
dem Motor 26"'
des Hydrogetriebes zugeordnet ist, kämmt. Dabei
verläuft die Abtriebswelle 15"' vom Umlaufräderausgleichegetriebe in beiden Richtungen
nach außen, so daß sie sich unterhalb des Niveaus der Motorwelle 21"' zu einem Räderpaar
eines Fahrzeugs erstreckt. Die nichtfluchtende Anordnung der Verstellpumpe 25"'
und des Motors 26"' sowie die Beziehung der anderen Teile zueinander ermöglicht
es, daß die Welle, die Getriebe- und die Kupplungsteile des Lastschaltgetriebes
in dem üblichen Verteilerkasten angeordnet werden und die Funktionen der Vorrichtungen
ausüben können, die normalerweise im Verteilergetriebekasten vorhanden sind, so
daß ein weiterer Getriebekasten unnötig ist.
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