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DE2723364A1 - Schleif- und poliervorrichtung, insbesondere fuer die feinbearbeitung von werkstuecken aus hartem material - Google Patents

Schleif- und poliervorrichtung, insbesondere fuer die feinbearbeitung von werkstuecken aus hartem material

Info

Publication number
DE2723364A1
DE2723364A1 DE19772723364 DE2723364A DE2723364A1 DE 2723364 A1 DE2723364 A1 DE 2723364A1 DE 19772723364 DE19772723364 DE 19772723364 DE 2723364 A DE2723364 A DE 2723364A DE 2723364 A1 DE2723364 A1 DE 2723364A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tool carrier
tool
stand
workpiece
movement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19772723364
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Diehl
Hans Peter
Klaus Sahm
Klaus Schoebel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Berkenhoff & Drebes GmbH
Original Assignee
Berkenhoff & Drebes GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Berkenhoff & Drebes GmbH filed Critical Berkenhoff & Drebes GmbH
Priority to DE19772723364 priority Critical patent/DE2723364A1/de
Publication of DE2723364A1 publication Critical patent/DE2723364A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B35/00Machines or devices designed for superfinishing surfaces on work, i.e. by means of abrading blocks reciprocating with high frequency

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

  • Schleif- und Poliervorrichtung, insbesondere
  • für die Feinbearbeitung von Werkstücken aus hartem Material Die Erfindung bezieht sich auf eine Schleif- und Poliervorrichtung, insbesondere für die Feinbearbeitung von Werkstücken aus hartem Material, wie z.B. Ziehwerkzeugen aus Hartmetall, mit einem Ständer, einem im Ständer gelagerten Werkzeugträger, einer ebenfalls mit dem Ständer verbundenen Antriebseinrichtung zur oszillierenden hochfrequenten Bewegung des Werkzeugträgers und einer mit dem Ständer verbundenen Halteeinrichtung für das Werkstück.
  • Bei der Feinbearbeitung von Werkstücken aus hartem Material wird von der zu bearbeitenden Fläche nur noch relativ wenig Material abgetragen, wobei eine Schleifpaste verwendet wird, die schleifendes Material, wie z.B. Diamantstaub, in sehr feiner Körnung enthält. Die Feinbearbeitung hat den Zweck, eine glatte Oberfläche herzustellen und das Werkstück auf das gewünschte Endmaß zu bringen. Die zu bearbeitende Fläche wurde vorher mit anderen Verfahren, z.B. durch Funkenerosion, hergestellt. In diesem Fall wird oft die Elektrode auch zum Schleifen und Polieren verwendet.
  • Die Feinbearbeitung von Rotationsflächen, z.B. die Feinbearbeitung der Bohrungen von Ziehmatrizen für die Herstellung runder Drähte, wurde schon bisher maschinell durchgeführt.
  • Die Bearbeitung von Werkstücken mit komplizierteren Formen jedoch mußte bisher weitgehend von Hand durchgeführt werden.
  • Hierbei wurden Handgeräte verwendet, die einem Werkzeug eine oszillierende Bewegung geben, wobei das Werkzeug an die zu bearbeitenden Flächen herangeführt wird. Diese Art der Bearbeitung setzt ein hohes Maß an Geschicklichkeit und Erfahrung voraus. Die aufzuwendende Arbeitszeit ist beträchtlich.
  • Für die Bearbeitung, insbesondere von Spritzgußformen und Druckgußformen wurde bereits eine halbaaschinell arbeitende Vorrichtung der eingangs genannten Art vorgeschlagen (DT-OS 2 320 349). Bei dieser bekannten Vorrichtung ist das oszillierend antreibbare Werkzeug an einem Stativ so gehalten, daß es in jede beliebige Lage einstellbar ist. Das Werkstück wird auf einen beweglichen Tisch aufgesetzt und unter gleichzeitiger AbstUtzung auf diesem Tisch an das Werkzeug herangeführt. Dadurch wird zwar die Handarbeit erleichtert, jedoch nicht überflüssig. Bei der Bearbeitung komplizierterer, nicht rotationssymmetrischer Formen nämlich muß das Werkstück von Hand geführt werden, wobei die zu bearbeitenden Flächen in geeigneter Art und Weise an das ortsfest mittels des Statives gehaltene oszillierende Werkzeug herangebracht werden müssen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß das oszillierende Werkzeug automatisch auch komplizierteren Formen des Werkstückes folgen kann.
  • Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Werkzeugträger quer zur Richtung seiner Oszillationsbewegung verschiebbar ist und daß zur Erzeugung solcher Verschiebungen ein den Werkzeugträger umkreisendes, angetriebenes Verschiebeelement vorgesehen ist, das eine elastische Kraft auf den Werkzeugträger ausübt.
  • Das Verschiebeelement versucht im Verlaufe einer Umkreisung des Werkzeugträgers diesen in allen Richtungen wegzudrücken.
  • Die Abdrückbewegung endet naturgemäß, wenn das Werkzeug an den zu bearbeitenden Flächen zur Anlage kommt. Dadurch werden nacheinander alle Flächen der zu bearbeitenden Form mit dem Werkzeug in Berührung gebracht, z.B. mit den vier Wänden einer Bohrung von rechteckigem Querschnitt. Praktische Erfahrungen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung haben ergeben, daß sich die Arbeitszeit, die für ein Werkstück aufzuwenden ist, sehr wesentlich verkürzen läßt. Die Bearbeitung ist nicht mehr so stark von der Geschicklichkeit eines Arbeiters abhängig, wie dies bei einer reinen Handbearbeitung der Fall ist. Eine Person kann ohne weiteres mehrere erfindungsgemäße Vorrichtungen bedienen. Die Vorrichtung eignet sich auch zur Bearbeitung schwerer Werkstücke, da ja die Werkstücke in Ruhe bleiben bzw. allenfalls eine Hubbewegung von sehr geringer Frequenz ausführen (Anspruch 7).
  • Dadurch werden große Massenkräfte weitgehend vermieden.
  • Das vergleichsweise leichte Werkzeug kann ohne Schwierigkeiten mit hoher Oszillationsfrequenz bewegt werden.
  • Vorteilhafterweise ist die Frequenz des Verschiebeelementes, d.h. dessen Drehzahl, wesentlich niedriger als die oszillierende Bewegung des Werkzeuges (Anspruch 2). Es soll jedoch nicht ausgeschlossen werden, daß auch die Frequenz des Verschiebeelementes groß ist, unter Umständen gleichgroß oder noch größer als die Frequenz der oszillierenden Bewegung des Werkzeuges.
  • Eine vorteilhafte Ausführungsform für die Ausbildung des Verschiebeelementes ist in den Ansprüchen 3 und 4 angegeben.
  • Die elastische Kraft könnte natürlich nicht nur durch eine Druckfeder, sondern auch durch andere Mittel, so z.B. mittels eines Pneumatikzylinders,ausgeübt werden. Die Größe der Kraft ließe sich dann leicht durch die Erhöhung bzw. Erniedrigung des Luftdruckes im Zylinder einstellen.
  • Von Vorteil ist die Anordnung eines Anschlages gemäß Anspruch 5. Dies hat den Vorteil, daß das Werkzeug in einer richtigen Lage gehalten, d.h. nicht zu weit seitlich weggedrückt wird und sich so leichter in das Werkstück einführen läßt.
  • Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung (Anspruch 6) ist eine Schablone vorgesehen. Wenn eine bestimmte Kontur hergestellt werden soll, findet zu Anfang der Bearbeitung noch keine Berührung mit der Schablone statt. Wenn jedoch das gewünschte Maß erreicht ist, verhindert die Schablone eine weitere Andrückung des Werkzeuges an die zu bearbeitende Fläche und damit einen unerwünschten Abtrag von Material. Wie schon erläutert, kann die Vorrichtung jedoch auch ohne Schablone betrieben werden. Es ist dann von Zeit zu Zeit eine Beobachtung des Werkstückes erforderlich, um festzustellen, ob das gewünschte Maß erreicht ist.
  • Die Vorrichtung gestattet es auch, einzelne Flächen unabhängig von den anderen Flächen zu bearbeiten. In diesem Fall wird das Verschiebeelement in eine feste Lage gebracht, und zwar derart, daß die elastische Kraft das Werkzeug an die separat zu bearbeitende Fläche andrückt.
  • Die im Anspruch 7 angegebene Weiterbildung gestattet es, auch verhältnismäßig lange Flächen gleichmäßig zu bearbeiten, z.B.
  • lange Bohrungen. Zur Bearbeitung von rotationssymmetrischen Flächen kann man auch in an sich bekannter Weise eine drehbare Vorrichtung zum Festhalten des Werkstückes verwenden.
  • Im Prinzip kann der Werkzeugträger in beliebigen Richtungen angeordnet werden, vorzugsweise wird man jedoch gemäß Anspruch 8 den Werkzeugträger vertikal anordnen und die Oszillationsbewegung in vertikaler Richtung verlaufen lassen.
  • Die Ouerverschiebbarkeit des Werkzeugträgers kann in verschiedener Art und Weise erfolgen. So kann man den Werkzeugträger gemäß Anspruch 9 parallel zu sich selber verschieben, wobei man zur Führung z.B. ein Gelenkhebelsystem gemäß Anspruch 10 anwenden kann, das eine allseitige Beweglichkeit des Werkzeugträgers erlaubt. Man kann aber auch gemäß Anspruch 11 den Werkzeugträger an seinem vom Werkzeug abgewendeten Ende, z.B. seinem oberen Ende, pendelnd aufhängen. Die geringen Schrägstellungen sind unschädlich und manchmal sogar erwünscht, insbesondere auch bei der Bearbeitung von Ziehwerkzeugen, bei denen ein etwas erweiterter Einlauf erzeugt werden soll.
  • Die Oszillationsbewegung kann auf beliebige Art und Weise erzeugt werden. Zweckmäßig ist ein Exzenterantrieb (Anspruch 12), mit zwei ineinandergreifenden und gegeneinander verdrehbaren Exzentern zur Einstellung verschiedener Hübe, wie er für diesen Zweck an sich bekannt ist.
  • Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Vorrichtung im Zusammenhang mit der an sich bekannten Verwendung eines Werkzeuges, das etwa die Negativkontur des Werkstückes aufweist, wie z.B. eines Funkenerosionswerkzeuges, auch für den Schleif- und Poliervorgang. In diesem Fall nämlich sind nur verhältnismäßig kleine seitliche Verschiebungen des Werkzeugträgers erforderlich, um das Werkzeug nacheinander an alle zu polierenden Flächen anzulegen.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargelegt. Es zeigen: Fig. 1 teils in Ansicht, teils im vertikalen Schnitt, eine Schleif- und Poliervorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, Fig. 2 eine Draufsicht entsprechend dem Pfeil II in Fig. 1, wobei jedoch der Antriebsmotor für die Erzeugung der oszillierenden Bewegung des Werkzeugträgers weggelassen ist, Fig. 3 eine Draufsicht auf das Werkstück und einen Schnitt durch das Werkzeug gemäß der Linie III-III in Fig. 1, Fig. 4 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer zweiten Ausführungsform der Erfindung und Fig. 5 eine Draufsicht gemäß dem Pfeil V in Fig. 4, wobei ebenfalls ein Antriebsmotor weggelassen ist.
  • Die Vorrichtung nach Fig. 1 hat einen Ständer 1, einen Werkzeugträger 2, ein Verschiebeelement 3 und eine Halteeinrichtung 4 für Werkstücke.
  • Der Ständer 1 besteht aus einer Grundplatte 1a und einer senkrechten Wand Ib.. An der senkrechten Wand 1b ist eine insgesamt mit 5 bezeichnete Trageinrichtung für den Werkzeugträger 2 befestigt. Diese Trageinrichtung besteht aus einem Kniehebelsystem. Ein Hebelpaar 6a/6b ist mittels eines Bolzens 7 gelenkig an der Wand 1b gelagert. Mittels eines weiteren Bolzens 8 ist ein weiteres Hebelpaar 9a, 9b an die Enden der Hebel 6a, 6b angelenkt. An den Enden der Hebel 9a, 9b befinden sich Lagerbuchsen 10 und 11, in denen der stangenartig ausgebildete Werkzeugträger 2 gleitend gelagert ist. Die Hebel 6a/6b und 9a/9b bilden einen Winkel von etwa 900 miteinander, wie man aus Fig. 2 ersehen kann.
  • Auf dem Hebel 9a ist ein Elektromotor 12 gelagert, auf dessen Welle 12a ein Doppelexzenter befestigt ist, der in eine Buchse 13 eingreift, die fest mit dem Werkzeugträger 2 verbunden ist. Bei einer Drehung der Motorwelle 12a bewegt sich der Werkzeugträger 2 mit einer Frequenz auf und ab, die gleich der Drehzahl des Motors 12 ist.
  • An der senkrechten Wand 1b ist eine weitere Tragvorrichtung 14 befestigt, die aus einer Konsole besteht, welche einen oberen Arm 14a und einen unteren Arm 14b aufweist. Im oberen Arm 14a ist eine Buchse 15 gelagert, die den Werkzeugträger 2 umgibt. Der obere Bereich der Buchse 15 ist als Riemenscheibe 15a ausgebildet, über die ein Antriebsriemen 16 gelegt ist, der auch eine Riemenscheibe 17 umfaßt, die sich an einem Elektromotor 18 befindet, der am Arm 14a befestigt ist.
  • Dank der verschiedenen Größen der Riemenscheiben 17 und 15a läuft die Buchse 15 langsamer als der Motor 18. Der Motor 18 kann außerdem als Getriebemotor ausgebildet sein, bei dem die Abtriebswelle langsamer läuft als die eigentliche Motorwelle.
  • An der Buchse 15 befindet sich ein seitlicher Ansatz 19, der einen Stift 20 aufnimmt. Der Stift 20 drückt mit seinem in Fig. 1 links befindlichen Ende auf den Werkzeugträger 2. Der Andruck wird durch eine Schraubendruckfeder 21 erzeugt, die sich mit einem Ende auf einem Bund 20a des Stiftes 20 und mit ihrem anderen Ende in dem kleinen Gehäuse 19 abstützt.
  • Fluchtend mit dem Stift 21 ist in der Buchse 15 eine Anschlagschraube 22 verschraubbar, die die seitliche Auslenkung des Werkzeugträgers 2 begrenzt. Der Werkzeugträger kann dank seiner Lagerung in dem Gelenkhebelsystem nach allen Richtungen hin seitlich bewegt werden, wobei die Hebelpaare 6a/6b und 9a/9b kleine Schwenkbewegungen ausführen.
  • An der Unterseite des Konsolenarmes 14b ist eine Schablone 23 angeschraubt. Diese Schablone enthält einen Durchbruch, an dessen Berandung der Werkzeugträger 2 anstreifen kann.
  • Auf der Grundplatte 1a des Ständers 1 ist ein Zylinderblock 24 befestigt. Im Zylinderblock 24 befindet sich eine Zylinderbüchse 25, in der ein Kolben 26 hin- und herbewegbar ist.
  • Dem unteren Ende der Zylinderbüchse 25 kann über einen Anschlußstutzen 27 und dem oberen Ende des Zylinderraumes 28 über einen Anschluß 29 Druckmittel zugeführt werden.
  • Der Zylinderblock 24 enthielt zwei Führungsbohrungen 30a und 30b, in die Führungsstangen 31a und 31b eingreifen.
  • Diese Führungsstangen sind an einem Tisch 32 starr befestigt.
  • An dem Tisch 32 ist auch eine mit dem Kolben 26 verbundene Kolbenstange 33 befestigt. Aus der Zeichnung ist leicht zu erkennen, daß bei einer Auf- und Abwärtsbewegung des Kolbens 26 der Tisch 32 gehoben und gesenkt wird. Seine ortsfeste Lage ist durch den Eingriff der Führungsstangen 31a, 31b in die Führungsbohrungen 30a, 30b gesichert.
  • Auf dem Tisch 32 befindet sich ein zu bearbeitendes Werkstück W, das mittels Spannpratzen 34a, 34b gegen die Oberseite des Tisches 32 gepreßt wird. Das Werkstück W hat einen Durchbruch 35 von rechteckigem Querschnitt (siehe Fig. 3).
  • Am unteren Ende des Werkzeugträgers 2 ist ein Werkzeug Z befestigt. Dieses Werkzeug Z hat ebenfalls einen rechteckigen Querschnitt, der nur wenig kleiner ist als der Querschnitt des Durchbruches 35. Es kann sich beispielsweise um ein Funkenerosionswerkzeug handeln, mit dem der Durchbruch 35 in das aus Hartmetall bestehende Werkstück eingebrannt wurde.
  • Die Vorrichtung arbeitet wie folgt.
  • Von den vier Wänden des Durchbruches 35 im Werkstück W ist nur noch verhältnismäßig wenig Material abzutragen, vorzugsweise nur gerade so viel, daß bei Erreichen des gewünschten endgültigen Maßes eine glatte Oberfläche erreicht wird. Das Werkzeug Z wird an die vier Flächen 35a bis 35d nacheinander angepreßt, wobei sich diese Folge laufend wiederholt. Dies wird dadurch erreicht, daß sich die Buchse 15 dreht. Hierbei drückt, wie man aus der Zeichnung leicht ersehen kann, der Stift 20 mit wechselnden Richtungen auf den Werkzeugträger 2. Bei der in Fig. 1 gezeigten Situation bewirkt die Feder 21 den Andruck des Werkzeuges Z an die Fläche 35b.
  • Wenn der Werkzeugträger in Richtung des Pfeiles 36 rotiert, gelangt der Stift 20 bei der weiteren Umkreisung des Werkzeughalters vor die Zeichenebene und drückt dabei das Werkzeug Z gegen die Fläche 35a. Wenn der Stift 20 eine Stellung diametral zu der gezeichneten erreicht hat, wird das Werkzeug mit maximalem Druck an die Fläche 35d angedrückt. Nach einer weiteren Drehung um 900 wird die Fläche 35c mit maximalem Werkzeugdruck belastet.
  • Gleichzeitig kann auch der Tisch 32 gehoben und gesenkt werden, so daß das Werkzeug Z nicht nur seine verhältnismäßig kurzhubige schnelle Oszillationsbewegung relativ zu den zu bearbeitenden Flächen ausführt, sondern daß dieser Bewegung noch eine langsamere Bewegung mit großer Amplitude überlagert ist. Diese weitere Bewegung ist vor allem dann zweckmäßig, wenn die zu bearbeitende Fläche in senkrechter Richtung große Abmessungen hat.
  • Wenn eine Kontrolle des Werkstückes ergibt, daß es angebracht ist, nur noch z.B. eine Fläche des Durchbruches 35 zu bearbeiten, wird wie folgt vorgegangen. Es sei angenommen, daß die Fläche 35b noch separat nachgearbeitet werden soll. Es wird dann der Motor 18 stillgesetzt, und zwar bei einer Stellung der Buchse 15, wie sie in der Zeichnung dargestellt ist. Das Werkzeug wird nun von dem Stift 20 dauernd an die Fläche 35b angedrückt. Entsprechend könnten auch die anderen Flächen separat bearbeitet werden, wobei die Buchse 15 in den geeigneten Stellungen stillgesetzt werden müßte.
  • Schleifpaste kann dem Werkzeug z.B. mit einem Pinsel von Zeit zu Zeit zugeführt werden.
  • Wie schon eingangs erwähnt, kann man mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne Schablone arbeiten. Man kann aber, was insbesondere bei besonders komplizierten Formen zweckmäßig ist, auch eine Schablone 23 verwenden, deren Kontur der zu bearbeitenden Kontur gleich ist. Die Bearbeitung ist dann beendet, wenn die Schablone einen weiteren Materialabtrag dadurch verhindert, daß der Werkzeugträger an der Schablone abgestützt wird, so daß das Werkzeug nicht mehr an die vorher bearbeiteten Flächen angedrückt werden kann.
  • Die Ausführungsform nach den Fig. 4 und 5 gleicht weitgehend derjenigen nach den Fig. 1 bis 3. Sie unterscheidet sich lediglich in der Aufhängung des hier mit 2' bezeichneten Werkzeugträgers. Dieser ist nicht in einem Gelenkhebelsystem gelagert, sondern an einem festen Punkt des Ständers, der eine obere Konsole 37 aufweist, die den Oszilliermotor 12 trägt. An dieser Konsole 37 ist der Werkzeugträger 2' in einem Kugelgelenk 38 pendelnd aufgehängt. Der Werkzeugträger kann um den Punkt 39 nach allen Richtungen ausschwenken, wobei allerdings geringe Schrägstellungen des Werkzeugträgers 2' auftreten.
  • Bei den hier vorkommenden, nur geringen Auslenkungen des Werkzeugträgers 2' ist jedoch die Schrägstellung im allgemeinen nicht schädlich. Insbesondere bei der Bearbeitung von Ziehwerkzeugen W kann die Schrägstellung auch einen gewissen Vorteil mit sich bringen, da die Bearbeitung konisch zulaufender Schrägen begünstigt wird.
  • Die Ausführungsform nach Fig. 4 ist besonders einfach, da ein umfangreiches Hebelgestänge, wie es bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 vorhanden ist, vermieden wird.
  • In Fig. 4 ist auch noch eine Möglichkeit für die Einstellung des Druckes der Feder 21 gezeigt. Die Feder 21 stützt sich mit ihrem äußeren Ende an einer Schraube 40 ab, die in einem Gewinde 41 des Gehäuses 19 verschraubbar ist. Bei tieferem Einschrauben der Schraube 40 wird die Feder 21 zusammengedrückt. Hierdurch läßt sich der Andruck des Werkzeuges an die zu bearbeitenden Flächen bequem einstellen.
  • Leerseite

Claims (13)

  1. Patentansprüche: Schleif- und Poliervorrichtung, insbesondere für die Feinbearbeitung von Werkstücken aus hartem Material, wie z.B.
    Ziehwerkzeugen aus Hartmetall, mit einem Ständer, einem im Ständer gelagerten Werkzeugträger, einer ebenfalls mit dem Ständer verbundenen Antriebseinrichtung zur oszillierenden hochfrequenten Bewegung des Werkzeugträgers und einer mit dem Ständer verbundenen Halteeinrichtung für das Werkstück, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugträger (2; 2') quer zur Richtung seiner Oszillationsbewegung verschiebbar ist und daß zur Erzeugung solche Verschiebungen ein den Werkzeugträger (2; 2') umkreisendes, angetriebenes Verschiebeelement (3) vorgesehen ist, das eine elastische Kraft auf den Werkzeugträger (2, 2') ausübt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschiebeelement (3) eine wesentlich niedrigere Frequenz hat als die oszillierende Bewegung.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschiebeelement eine relativ zum Ständer (1) starr gelagerte, den Werkzeugträger umgebende Buchse (15) ist, an der sich ein mit einer elastischen Kraft beaufschlagtes Druckelement (20) befindet, das quer auf den Werkzeugträger (2; 2') drückt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Druckelement (20) eine Druckfeder (19) drückt, die an einer vorzugsweise verstellbaren Abstützfläche anliegt, z.B. an einer Schraube (40).
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung der Querverschiebung des Werkzeugträgers (2; 2') ein vorzugsweise verstellbarer Anschlag vorgesehen ist, z.B. eine Schraube (22).
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schablone (23) zur Begrenzung der Querverschiebung des Werkzeugträgers (2; 2').
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung (4) für das Werkstück (W) in Richtung der Oszillationsbewegung des Werkzeugträgers (2; 2') heb- und senkbar ist, z.B. mittels eines Hydraulik- oder Pneumatikzylinders (28).
  8. 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oszillationsbewegung des Werkzeugträgers (2; 2') senkrecht verläuft.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugträger (2; 2') parallel zu seiner Längsachse verschiebbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugträger (2; 2') am freien Ende eines Gelenkhebelsystems (5) gelagert ist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugträger (2') verhältnismäßig lang ausgebildet ist und daß das vom Werkzeug (Z) entfernte Ende in einem relativ zum Ständer (1) fest angeordneten Universalgelenk gelagert ist, vorzugsweise in einem Kugelgelenk (38).
  12. 12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur oszillierenden Bewegung des Werkzeugträgers (2; 2') in an sich bekannter Weise ein Exzenterantrieb (13) mit verstellbarem Hub dient.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug in an sich bekannter Weise etwa die Negativkontur des Werkstückes (W) aufweist, vorzigsweise eine Funkenerosionselektrode ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3321208A1 (de) * 1982-06-14 1983-12-15 Tokiwa Seiki Industrial Co., Ltd., Kawasaki, Kanagawa Ultrapraezisionsschleifmaschine
CN105522481A (zh) * 2016-01-17 2016-04-27 浙江陀曼智造科技有限公司 一种超精机调整机构

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