DE2720599A1 - Bogenzufuhreinrichtung fuer eine rotations-druckmaschine mit einer seitenziehvorrichtung - Google Patents
Bogenzufuhreinrichtung fuer eine rotations-druckmaschine mit einer seitenziehvorrichtungInfo
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Description
Maschinenfabrik Augsburg-fiTürnberg Aktiengesellschaft
Stadtbachstraße 1, 8900 Augsburg
06.05.77 P.B. 291O/1325
"Bogenzufuhreinrichtung für eine Rotationsdruckmaschine
mit einer Seitenziehvorrichtung"
Erfinder: Hermann Fischer
80984S/0S0S
P.B. 2910/1325
für eine Rotationsdruckmaschine
mit einer Seitenziehvorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bogenzufuhreinrichtung für eine Rotations-Druckmaschine oder eine andere
bogenverarbeitende Maschine mit einem Bogenanleger zum Abheben und Weitergeben jeweils eines zu verarbeitenden
Bogens von einem Bogenstapel, mit einem Ausrichttisch zum Bereitstellen jeweils eines an Vordermarken und einer Seitenmarke des Ausrichttisches ausgerichteten Bogens für eine Abnahme durch Einzugsvorrichtungen der Maschine und mit einem Fördertisch zum Transportieren des
von dem Bogenanleger weitergegebenen Bogens mit Hilfe einer Bogentransportvorrichtung bis zu den Vordermarken des
Ausrichttisches, bei welcher der an den Vordermarken des Ausrichttisches ausgerichtete Bogen durch eine taktmäßig
arbeitende und senkrecht zu der Richtung auf die Vordermarken bewegbare Seitenziehvorrichtung auf dem Auerichttisch an die Seitenmarke des Ausrichttisches heranfünrbar ist, und bei welcher der Antrieb der Bogentransportvorrichtung des Fördertisches über ein Getriebe mit veränderbarem übersetzungsverhältnis erfolgt.
Eine derartige Bogenzufuhreinrichtung ist aus der DT-AS
12 30 04-1 bekannt. Sie soll u. a. dazu dienen, bedruckte
Bogen ohne Zwischenraum einer Kaschiermaschine zuzuführen. Diese Einrichtung hat den Nachteil, daß mit der Geschwindigkeit des Fördertisches auch die Arbeitsgeschwindigkeit des Ausrichttisches und des Bogenanlegers verändert wird. Dadurch kann diese Einrichtung aber nicht mehr
mit einer taktmäßig arbeitenden Druckmaschine zusammen-
809845/0505
wirken, weil eine ordnungsgemäße Übergabe der Bogen an die Druckmaschine dann nicht mehr gewährleistet ist.
Weiterhin wird bei dieser bekannten Einrichtung der Bogen durch eine taktmäßig arbeitende Seitenziehvorrichtung an die Seitenmarke herangeführt. Diese, wenn auch
nur kurze Bewegung benötigt unabhängig von der Geschwindigkeit der bogenverarbeitenden Maschine eine gewisse Mindestzeit, kann nur zu einem wohldefinierten Zeitpunkt erfolgen und muß beendet sein, wenn der nächste Bogen auf dem
Ausrichttisch anlangt. Hierdurch wird bei geschuppt auf dem Fördertisch transportierten Bogen ein bestimmter minimaler Schuppenabstand und damit, auch bei Ausnutzung der
durch die Festigkeit des Bogenmateriales vorgegebenen maximal zulässigen Auftreffgeschwindigkeit der Bogen auf die
Vordermarken des Ausrichttisches und der durch die statische Aufladung begrenzten maximalen Transportgeschwindigkeit auf dem Fördertisch, eine bestimmte maximale Taktfrequenz der bogenverarbeitenden Maschine vorgegeben.
Eine Bogenzufuhreinrichtung der eingangs genannten Art ist auch aus der DT-PS 840 847 bekannt. Diese zweite bekannte
Einrichtung soll offenbar eine Schuppenbildung auf dem Fördertisch ganz vermeiden und muß daher schon aus diesem
Grund die Taktfrequenz der angeschlossenen bogenverarbeitenden Maschine auf einen Wert begrenzen, der allenfalls
zum damaligen Zeitpunkt als hoch bezeichnet werden konnte. Ansonsten weist die zweite bekannte Einrichtung die gleichen Nachteile auf wie die erstgenannte.
Der Erfindung liegt nun demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Bogenzufuhreinrichtung für eine Eotations-Druckmaschine mit einer Seitenziehvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die es gestattet, bei Bogen aus
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steiferem Material, beispielsweise aus Karton, die Taktfrequenz und damit die Arbeitsgeschwindigkeit der angeschlossenen
Druckmaschine oder anderen bogenverarbeitenden Naschine ohne Überschreiten der maximal zulässigen
Auftreffgeschwindigkeit der Bogen auf die Vordermarken
des Ausrichttisches (bzw. Transportgeschwindigkeit auf dem Fördertisch) ganz wesentlich zu erhöhen und dennoch
die Möglichkeit bietet, bei Bogen aus nachgiebigem Material die herkömmliche Seitenziehmarke beizubehalten.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Seitenziehvorrichtung
wahlweise abschaltbar und dafür bereits auf dem Fördertisch dem Bogenvorschub in Richtung auf die
Vordermarken des Ausrichttisches ein dazu senkrechter Bogenvorschub überlagerbar ist, der einen resultierenden Bogenvorschub
in Richtung auf die Seitenmarke des Ausrichttisches ergibt, daß der Antrieb des Bogenanlegers, des Ausrichttisches
und des Getriebes mit veränderbarem Übersetzungsverhältnis für den Fördertisch taktsynchron mit demjenigen
der bogenverarbeitenden Maschine erfolgt und daß der Antrieb des Fördertisches mit Hilfe des Getriebes mit
veränderbarem Übersetzungsverhältnis mindestens um einen Faktor in der Größenordnung von Zwei gegenüber den Antrieb
der bogenverarbeitenden Maschine verlangsambar ist.
Durch diese Maßnahmen kann der Schuppenabstand auf dem Fördertisch bereits bei heute im übrigen handeleüblichen
Bogenzufuhreinrichtungen fast auf die Hälfte herabgesetzt werden, wodurch die Arbeitsgeschwindigkeit einer angeschlossenen
Druckmaschine fast verdoppelt werden kann. Es können aber mit der gleichen Maschine - unter Inkaufnahme
der niedrigeren Arbeitsgeschwindigkeit - auch leichtere Papierqualitäten weiterverarbeitet werden, bei denen
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es auf die besonderen Eigenschaften einer Ziehmarke ankommt,
erst bei der Papiergeschwindigkeit Null wirksam zu werden und den Bogen im unbelasteten Zustand zu ziehen.
Für die Erzielung des erforderlichen kombinierten Bogenvorschubs geeignete Vorrichtungen sind von der Patentsucherin
bereits vorgeschlagen worden (P 25 09 276.6, P 24 57 070.5 und P 24 52 050.I). Eine erste vorteilhafte
Ausgestaltung der Erfindung kann somit darin bestehen, daß der Bogenvorschub in Richtung auf die Vordenaarken
durch eine Anzahl paralleler endloser Förderbänder geschieht, gegen welche Andruckrollen für die Bogen angestellt
sind, und daß eine von zwei Wellen mit vorzugsweise ballig ausgebildeten Umlenkrollen für die endlosen Förderbänder
in axialer Richtung verschiebbar ist.
Nach einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung kann auf dem Fördertisch im wesentlichen senkrecht zur Richtung
auf die Vordermarken ein endloses Ausrichtband vorgesehen sein, dessen oberes Trumm geringfügig unterhalb der
Ebene des Fördertisches läuft, und oberhalb des Ausrichtbandes wenigstens eine frei dreh- und in vertikaler Richtung
bewegbare, in einem Halter gefesselte Kugel zum Andrücken von Bogen an das Ausrichtband anbringbar ist.
Gemäß einer dritten Ausgestaltung der Erfindung kann der
Fördertisch um eine Längsachse schwenkbar und den Schwingungen eines Vibrators aussetzbar sein. Dabei können von
diesen drei Maßnahmen ohne weiteres auch mehrere gleichzeitig angewendet werden.
Je nach der Bauart des Bogenanlegers kann es vorteilhaft sein, daß bei einem Trennschloß des Bogenanlegers den
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dort vorgesehenen stationären Hubdüsen für das Abheben der Bogen eine taktmäßig in Bogenlaufrichtung erfolgende
Verschiebebewegung erteilbar und andere, taktmäßig in Bogenlaufrichtung verschiebbare Schleppsauger abschaltbar
sind. Hierdurch kann auch bei geringen Schuppenabständen ein einwandfreies Arbeiten des Bogenanlegers erreicht
werden.
Das Übersetzungsverhältnis des Getriebes mit veränderbarem Übersetzungsverhältnis kann stufenlos veränderbar sein,
wenn die Einstellungen für eine ganzzahlige Schuppenanzahl auf dem Fördertisch (bei vorgegebenem Schuppenabstand,
d. h. bei festem Verhältnis von Bogentransportgeschwindigkeit und Maschinentaktfrequenz) in geeigneter Weise markiert sind. Es kann aber auch zweckmäßig sein, daß das Getriebe
mit veränderbarem Übersetzungsverhältnis im Antrieb des Fördertisches mindestens in zwei Stufen umschaltbar
ist.
Sowohl für abgestufte als auch für stufenlose Getriebe kann der Antrieb des Bogenanlegers über ein Verstellgetriebe erfolgen,
mit welchem eine zeitliche Versetzung des Antriebes erzielbar ist. Dies hat den Vorteil, daß ein Schlupf
der Bogen auf dem Fördertisch leichter auszugleichen ist bzw. mit einem stufenlosen Getriebe auch nicht-ganze Schuppenanzahlen
auf dem Fördertisch, d. h. frei wählbare Geschwindigkeit sverhältnisse zu erzielen sind.
Wie bei der zweiten bekannten Einrichtung kann zusätzlich zu den beschriebenen Maßnahmen dem Antrieb des Fördertisches
und vorzugsweise auch demjenigen einer zum Weitergeben der Bogen dienenden Transportwalze des Bogenanlegers
ein Bogenverlangsamungsgetriebe vor- oder nachgeschaltet sein, mit welchem der Bogenvorschub eine oszillierende Bewegung
überlagerbar ist.
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- Bfr-
Durch diese Maßnahme kann in an sich bekannter Weise erreicht werden, daß die Bogen mit verringerter Transportgeschwindigkeit
auf die Vordermarken des Ausrichttisches auftreffen und vorzugsweise auch von dem Bogenanleger
weitergegeben werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einiger in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Bogenzufuhreinrichtung für eine Rotations-Druckmaschine in Seitenansicht
,
Fig. 2 eine erste Ausgestaltung in Draufsicht ,
Fig. 3 ein Trennschloß des Bogenanlegers nach Fig. 1 in schematischer Darstellung,
Fig. 4- eine zweite Ausgestaltung in Draufsicht,
Fig. 5 einen Querschnitt gemäß der Linie V-V in Fig. 4,
Fig. 6 eine dritte Ausgestaltung in teilweise geschnittener Vorderansicht
und
Fig. 7 eine Seitenziehmarke mit Abschaltvorrichtung in Seitenansicht.
V-809845/0505
In Fig. 1 ist eine Bogensufuhreinrichturig 1 zusammen mit
einer daran angeschlossenen Rotations-Druckmaschine * dargestellt,
von welcher hinter einer Anlegetrommel 5 lediglich ein Flattenzylinder 7, ein üummizylinder 9, ein Gegendruckzylinder
11 und eine Überführtrommel I3 angedeutet
sind. Die Bogenzufuhreinrichtung 1 besteht aus einem Bogenanleger 15, einem Fördertisch 17 und einem Ausrichttisch 19»
eier über ein hier nicht näher dargestelltes Schwinggreifersystem mit der Anlegetrommel 5 zusammenarbeitet.
Der Bogenanleger 15 enthält in einem Rahmen 21 ein Trennschloß
23, das den jeweils obersten Bogen eines auf einer Palette 25 in den Rahmen 21 eingeschobenen Bogenstapels
abhebt und einer Transportwalze 29 zuführt, welche ihn an
den Fördertisch I7 weitergibt, wenn er durch einige Andruckrollen
31 kurzzeitig an sie angepreßt wird.
Der Fördertisch I7 besitzt eine Anzahl parallel zueinander
verlaufender endloser Förderbänder 33, die über zwei Wellen 35 und 37 mit Umlenkrollen 39 geführt sind. Mit Hilfe
von Andruckrollen 41 werden von der Transportwalze 29 des Bogenanlegers 15 weitergegebene Bogen gegen die Förderbänder
33 gedrückt, so daß sie geschuppt übereinanderliegend dem Ausrichttisch 19 zugeführt werden.
Der Ausrichttisch 19 weist eine Anzahl gesteuerter Vordermarken 43 und eine stationäre Seitenmarke 45 auf, an welchen
die von den Förderbändern 33 zugeführten Bogen ausgerichtet und für eine Abnahme durch die Einzugsvorrichtungen
der Druckmaschine, wozu die Vordermarken 43 dann
entsprechend gesteuert nach unten abgeklappt werden, bereitgestellt werden.
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Der Antrieb der Bogenzufuhreinrichtung 1 erfolgt in dem dargestellten Beispiel von der Druckmaschine 3 aus über
eine Antriebswelle 47. Ev gabelt sich in dem Bogenanleger 15 auf und führt über ein Verstellgetriebe 49 und eine
Antriebswelle 51 zu dem Trennschloß und über ein veränderbares
Getriebe 53 sowie über ein Bogenverlangsamungsgetriebe
55 zu der Transportwalze 29 des Bogenanlegers
Von dort aus erfolgt dann der Antrieb der Förderbänder über die im Bild rechte Welle 37. Der Ausrichttisch I9
wird in nicht näher angedeuteter Weise unmittelbar von der Druckmaschine 3 aus angetrieben.
Wenn das Bogenmaterial relativ nachgiebig ist und sich die Bogen nicht schieben lassen, ohne daß sie sich an ihrem
vorderen Ende aufwölben, oder wenn die Papierqualität so leicht ist, daß die Bogen im Stillstand und ohne wesentliche
Belastung durch den Folgebogen an die Seitenmarke des Ausrichttisches I9 gezogen werden müssen, ist es zweckmäßig,
hierfür eine herkömmliche Seitenziehmarke 57 einzusetzen, wie im linken Teil der Fig. 2 angedeutet ist.
Die Förderbänder 33 des Fördertisches 17 verlaufen dabei - etwas anders als in Fig. 2 dargestellt - parallel
zu den Kanten des Fördertisches 17 und senkrecht auf die
Vordermarken 43 zu.
Nach einem wesentlichen Merkmal der Erfindung ist die Seitenziehmarke 57 jedoch abschaltbar und durch einen bereits
auf dem Fördertisch I7 erfolgenden und in zwei zueinander
senkrechten Richtungen wirkenden Bogenvorschub ersetzbar, wenn die Bogen aus einem relativ steifen Material
bestehen, beispielsweise aus Karton, wodurch sich die Arbeitsgeschwindigkeit der Druckmaschine 3 der Ausnutzung
der maximal zulässigen Auftreffgeschwindigkeit der Bogen
auf die Vordermarken 43 ganz erheblich steigern läßt.
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ORIGINAL INSPECTED
In Pig. 2 ist nun ein erstes Ausführungsbeispiel für einen
sich bereits auf dem Fördertisch 17 auswirkenden kombinierten Bogenvorschub sowohl in Richtung auf die Vordermarken
43 als auch senkrecht dazu gezeigt, der einen resultierenden
Dogenvorschub im wesentlichen in Richtung auf die Seitenmarke 45 ergibt. Hier ist lediglich die - im Bild linke Welle
35 mit den Umlenkrollen 39 für die Förderbänder 33
axial in Richtung auf die Seitenmarke 45 verschoben, so
daß sich die Förderbänder 33 schräg stellen. Die Verschiebung
der Welle 35 erfolgt zweckmäüigerweise durch zwei Schrauben 59, die auf die Stirnenden der Welle 35 einwirken.
Um ein Abgleiten der Förderbänder 33 von den Umlenkrollen 39 zu verhindern, können letztere ballig ausgeführt
sein.
Die Anordnung arbeitet dann so, daß von der Transportwalze 29 des Bogenanlegers 15 ausgegebene Bogen schräg - im
Bild nach unten -, aber mit parallelen Vorderkanten auf den Ausrichttisch I9 zu wandern und fast gleichzeitig auf
die Vordermarken 43 und die Seitenmarke 45 auftreffen, wo
sie sich durch die Schiebewirkung der Förderbänder 33 und
gegebenenfalls der jeweiligen Folgebogen dann völlig ausrichten, bevor sie von der Druckmaschine 3 übernommen werden.
Das Trennschloß 23 des Bogenanlegers 15 weist gemäß Fig. an seinem hinteren - im Bild rechten - Ende eine Anzahl
Hubsauger 61 auf, die den obersten Bogen des Bogenstapels 27 in der Nähe seiner Hinterkante anheben. Der Bogen wird
sodann von einer Anzahl Schleppsauger 63 übernommen, die ihn zu der Transportwalze 29 bewegen. Hierzu sind die
Schleppsauger 63 beispielsweise an einem Schlitten 65 befestigt, der durch eine Kurvenscheibe 67 gegen die Kraft
einer Feder 69 in und entgegen der Bogenlaufrichtung ver-
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- 3
schiebbar ist. Wenn der Schuppenabstand einen gewissen Betrag
unterschreitet, können die Schleppsauger 63 jedoch nicht mehr eingesetzt werden, weil innen dann die Hinterkante
des Vorbogens noch im Wege steht.
In diesem Fall müssen die Schleppsauger 63 abgeschaltet und der Bogenvorschub im Bogenanleger I5 muß beispielsweise
von den Hubsaugern 6l übernommen werden. Die Hubsauger 6l bewegen dann den von ihnen angehobenen Bogen
zu der Transportwalze 29. Zu diesem Zweck sind sie ebenfalls
an einem Schlitten 71 befestigt, der durch eine Kurvenscheibe 73 gegen die Kraft einer Feder 69 in und
entgegen der Bogenlaufrichtung verschiebbar ist. Durch Sperrklinken 75 und 77, mit welchen zwei die Kurvenscheiben
67 und 73 abtastende Rollenhebel 79 und 81 verriegelbar
sind, kann die Vorschubbewegung jeweils des hierfür nicht benötigten Saugers 6l oder 63 gesperrt werden.
In Fig. ^ ist eine zweite Möglichkeit dargestellt, dem Bogen
bereits auf dem Fördertisch 17 einen Vorschub in zwei zueinander senkrechten Richtungen zu erteilen. Hier verlaufen
die Förderbänder 33 in üblicher Weise parallel zu
den Seitenkanten des Fördertisches 17, und es ist senkrecht zu ihnen ein endloses Ausrichtband 83 vorgesehen, das gemäß
Fig. 5 über zwei Umlenkrollen 85 und mit seinem oberen Trumm etwas unterhalb der Ebene des Fördertisches 17
läuft. Ein über dem Ausrichtband 83 liegender Bogen wird durch zwei Kugeln 87 angedrückt, die in Haltern 89 gefesselt,
aber frei dreh- und in vertikaler Richtung bewegbar sind und somit dem Bogen eine weitgehend freie Bewegungsmöglichkeit
auf dem Fördertisch 17 geben.
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- β
Eine dritte Möglichkeit, die Bogen in der erforderlichen Weise schräg über den Fördertisch 17 zu transportieren,
besteht nach Fig. 6 darin, den Fördertisch 17 mit den hier nicht dargestellten Förderbändern 33 ganz einfach um eine
Längsachse gegen die Seitenmarke 45 zu verschwenken und ihn den Schwingungen eines Vibrators 91 auszusetzen, so
daß die Bogen trotz der Andruckrollen A-1 allmählich (mit
ansonsten parallelen Vorderkanten) der Seitenmarke 45 zugetrieben
werden. Zur Schrägstellung des Fördertisches 17 um ein Scharnier 93 dient hier ein Exzenter 95·
Bei allen drei Ausführungsbeispielen kann auch auf dem Fördertisch
17 ein - hier nicht dargestellter - zusätzlicher Seitenanschlag vorgesehen sein, der im wesentlichen in der
Ebene der Seitenmarke A-5 liegt und dazu dient, vorzeitig
zum Rand gelangene Bogen sicher aufzufangen und sie der Seitenmarke 45 zuzuführen.
In Fig. 7 ist eine weitgehend übliche Seitenziehmarke 57 näher dargestellt. In einem Ausschnitt des Ausrichttisches
19 ist ein senkrecht zu der normalen Bogenlaufrichtung verschiebbarer Ziehschuh 97 angeordnet, der über eine Rolle
99 in einer Welle 96 angetrieben wird. Durch eine Tupferrolle
94, die an einem Winkelhebel 92 angebracht und über
eine Rolle 90 von einer Kurve 88 der Welle 96 gegen die
Kraft einer Feder 86 gesteuert wird, kann dann ein auszurichtender Bogen gegen den Ziehschuh 97 gedrückt und dadurch
an die Seitenmarke A-5 oder an eine an dem Winkelhebel 92 angebrachte gesonderte Seitenmarke 8A herangeführt
werden.
Zur Abschaltung der Seitenziehmarke 57 bei der Verwendung eines schräg über den Fördertisch 17 auf die Seitenmarke
45 gerichteten Bogenvorschubs dient eine Sperrklinke 82,
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- β
die in den Weg des Winkelhebels 92 geschwenkt werden kann.
Das Getriebe 53 in Fig. 1 kann stufenweise oder stufenlos
veränderbar sein. Es wird zweckmäßigerweise so abgestuft bzw. an seiner Einstellmöglichkeit markiert, daß
die sich ergebene Bogentransportgeschwindigkeit auf dem Fördertisch 17 dort stets ganzzahlige Schuppenanzahlen
gewährleistet. Damit wird dann auch jeweils ein bestimmter, von der Länge des Fördertisches 17 abhängiger Schuppenabstand
eingestellt.
Das Verstellgetriebe 4-9 in dem Antrieb des Trennschlosses 23, das die Drehzahl nicht verändert, sondern lediglich
den Abtrieb gegenüber seinem Antrieb zeitlich versetzt, kann dazu dienen, die Phasenlage des Trennschloß-Antriebes
gegenüber dem Fördertisch-Antrieb zu verändern. Hierdurch kann bei Verwendung eines stufenweise veränderbaren
Getriebes 53 ein Schlupf der Bogen auf dem Fördertisch 17
ausgeglichen werden oder bei Verwendung eines stufenlos veränderbaren Getriebes 53 auch mit nicht-ganzzahligen
Schuppenanzahlen gearbeitet werden, d. h. mit beliebig wählbaren Schuppenabständen.
Das Bogenverlangsamungsgetriebe 55 kann zusätzlich dazu verwendet werden, die Bogen unter Beibehaltung einer vorgegebenen
mittleren Transportgeschwindigkeit langsamer an den Vordermarken 4-3 ankommen und gegebenenfalls auch langsamer
von der Transportwalze 29 abgehen zu lassen oder unter Beibehaltung der zulässigen Auftreffgeschwindigkeit an
den Vordermarken 43 und gegebenenfalls einer vorgegebenen
Abgangsgeschwindigkeit von der Transportwalze 29 mit einer höheren mittleren Transportgeschwindigkeit über den
Fördertisch 17 gelangen zu lassen.
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Leerseite
Claims (9)
1.^ Bogenzufuhreinrichtung für eine Rotations-Druckmaschine
oder eine andere bogenverarbeitende Maschine mit einem Bogenanleger zum Abheben und Weitergeben jeweils
eines zu verarbeitenden Bogens von einem Bogenstapel ,
mit einem Ausrichttisch zum Bereitstellen jeweils eines an Vordermarken und einer Seitenmarke des Ausrichttisches
ausgerichteten Bogens für eine Abnahme durch Einzugsvorrichtungen der Maschine
und mit einem Fördertisch zum Transportieren des von dem Bogenanleger weitergebenen Bogens mit Hilfe einer
Bogentransportvorrichtung bis zu den Vordermarken des Ausrichttisches,
bei welcher der an den Vordermarken des Ausrichttisches ausgerichtete Bogen durch eine taktmäßig arbeitende und
senkrecht zu der Richtung auf die Vordermarken bewegbare Sextenziehvorrichtung auf dem Ausrichttisch an die
Seitenmarke des Ausrichttisches heranführbar ist, und bei welcher der Antrieb der Bogentransportvorrichtung
des Fördertisches über ein Getriebe mit veränderbarem Übersetzungsverhältnis erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sextenziehvorrichtung
(57) wahlweise abschaltbar und dafür bereits auf dem Fördertisch (17) dem Bogenvorschub in Richtung auf die
Vorderaarken (4-3) des Ausrichttisches (19) ein dazu senkrechter Bogenvorschub überlagerbar ist, der einen resultierenden
Bogenvorschub in Richtung auf die Seitenmarke (45) des Ausrichttisches (19) ergibt,
daß der Antrieb des Bogenanlegers (15), des Ausrichttisches (19) und des Getriebes (53) mit veränderbarem Über-
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ORIGINAL INSPECTED
setzungsverhältnis für den Fördertisch (17) taktsynchron
mit demjenigen der bogenverarbeitenden Maschine (3) erfolgt
und daß der Antrieb des Fördertisches (17) mit Hilfe
des Getriebes (53) mit veränderbarem Übersetzungsverhältnis
mindestens um einen Faktor in der Größenordnung von Zwei gegenüber dem Antrieb der bogenverarbeitenden
Maschine (3) verlangsambar ist.
2. Bogenzufuhreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bogenvorschub in Richtung auf die Vordermarken (4-3) durch eine Anzahl paralleler endloser
Förderbänder (33) geschieht, gegen welche Andruckrollen (41) für die Bogen angestellt sind,
und daß eine (35) von zwei Wellen (35i 37) mit vorzugsweise
ballig ausgebildeten Umlenkrollen (41) für die
endlosen Förderbänder (33) ia axialer Richtung verschiebbar
ist.
3. Bogenzufuhreinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Fördertisch (17) im wesentlichen
senkrecht zur Richtung auf die Vordermarken (43)
ein endloses Ausrichtband (83) vorgesehen ist, dessen oberes Trumm geringfügig unterhalb der Ebene des Fordertisches
(17) läuft,
und daß oberhalb des Ausrichtbandes (83) wenigstens eine
frei dreh- und in vertikaler Richtung bewegbare, in einem Halter (89) gefesselte Kugel (87) zum Andrücken von
Bogen an das Ausrichtband (83) anbringbar ist.
4. Bogenzufuhreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3t
dadurch gekennzeichnet, daß der Fördertisch (17) um eine Längsachse (93) schwenkbar und den Schwingungen eines
Vibrators (91) aussetzbar ist.
V-809845/0505
5. Bogenzufuhreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4·,
dadurch gekennzeichnet, daß der Fördertisch (17) mindestens einen im wesentlichen in der Ebene der Seitenmarke
(4-5) liegenden zusätzlichen Seitenanschlag für die
Bogen aufweist.
6. Bogenzufuhreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5>
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Trennschloß (23) des Bogenanlegers (15) vorgesehenen stationären Hubdüsen
(61) für das Abheben der Bogen eine taktmäßig in Bogenlaufrichtung
erfolgende Verschiebebewegung erteilbar
und taktmäßig in Bogenlaufrichtung verschiebbare Schleppsauger (63) abschaltbar sind.
7. Bogenzufuhreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe (53) ndt veränderbarem
Übersetzungsverhältnis im Antrieb des Fördertisches (17) mindestens in zwei Stufen umschaltbar ist.
8. Bogenzufuhreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7»
dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Bogenanlegers (15) über ein Verstellgetriebe (4-9) erfolgt, mit
welchem eine zeitliche Versetzung des Antriebes erzielbar ist.
9. Bogenzufuhreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Antrieb des Fördertisches (17) und vorzugsweise auch demjenigen einer zum
Veitergeben der Bogen dienenden Transportwalze (29) des Bogenanlegers (15) ein Bogenverlangsamungsgetriebe (55)
vor- oder nachgeschaltet ist, mit welchem dem Bogenvorschub eine oszillierende Bewegung überlagerbar ist.
8098^5/0505
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
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| JP5321678A JPS53140107A (en) | 1977-05-07 | 1978-05-02 | Device for supplying sheets of rotary press |
| CH484878A CH630040A5 (en) | 1977-05-07 | 1978-05-03 | Sheet feeding device on a sheet-processing machine with side-pull apparatus |
| US05/902,422 US4227685A (en) | 1977-05-07 | 1978-05-03 | Sheet feeding apparatus, particularly for rotary printing machines |
| FR7813493A FR2389564B1 (de) | 1977-05-07 | 1978-05-08 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772720599 DE2720599C2 (de) | 1977-05-07 | 1977-05-07 | Bogenzufuhreinrichtung für eine Rotations-Druckmaschine mit einer Seitenziehvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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