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Zusammenfassung:
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Es wird eine Einrichtung für ein Gerät zur Aufzeichnung und/oder Wiedergabe
von Information auf bandförmigen Aufzeichnungsträger, bei welchem sowohl auf einzelne
Spulen gewickelte Bänder als auch Kassetten verwendet werden können, vorgeschlagen.
Die Einrichtung dient zur teilweisen oder vollständigen Aufhebung der Bandspannung
in Kassetten des Typs, bei dem ein eingebauter Federmotor die beiden Bandwickel
unter Bildung einer bestinunten Bandspannung gegeneinander verdreht.
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Stand der Technik: Die Erfindung geht aus von einem Gerät nach der
Gattung des Hauptanspruchs. Ein solches Gerät ist bekannt aus der älteren Patelltanmeldung
P 2545 421 der gleichen Anmelderin und weist neben einer Wickelvorrichtung für normale
Bandspulen eine Einrichtung zur Aufnahme einer Kassette auf. Die Aufnahmeeinrichtung
für die Kassette ist hierbei zwischen den beiden Wickelwellen angeordnet und der
Bandlauf für beide Arten der Bandbevorratung zum größten Teil gleich.
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Bei der Handhabung solcher Art bevorrateter Bänder muß beim Beginn
einer Aufzeichnung oder Wiedergabe eine mit Bandvorrat versehene Spule auf eine
Wickelwelle aufgesetzt und befestigt werden und dann der Bandanfang von Hand über
verschiedene Umlenk- und Abtasteinrichtungen zur zunächst leeren Bandaufwickelspule
geführt und dort an der Nabe befestigt werden. Da der Bandlaufweg verhältnismäßig
kompliziert ist, erfordert das Einlegen eines neuen Magnetbandes viel Geschicklichkeit
und birgt die Gefahr der Beschädigung von Teilen des Magnetbande# und der Ablagerung
von
Fett oder Handschweiß auf dem Magnetband und damit später auf der Abtasteinrichtung
selbst. Weiter erschwert wird1 dieser Einlegevorgang bei Kassetten des vorerwähnten
Typs mit einem Federmotor zur Verspannung der beiden Bandwickel gegen einander,
da hier eine Bandschlaufe entgegen der Federkraft s der Kassette gezogen und bei
stets weiterwirkender Zugkraft um die Führungs- und Abtastelemente des Bandgerätes
gelegt werden muß. Insbesondere bei Geräten für die Aufzeichnung aktueller Ereignisse
besteht die Forderung, daß Bänder mit der aktuellen Information rasch gegen leere
unbespielte Bänder ausgetauscht werden können.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Gerät
zur Aufzeichnung und/oder Wiedergabe von Information so auszubilden, daß das Einlegen
eines in einer Kassette mit Federmotor bevorratenden bandförmigen Aufzeichnungsträgers
leicht erfolgen kann.
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Vorteile der Erfindung: Das erfindungsgemäße Gerät mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs weist daher den Vorteil auf, daß die Bildung einer
Bandschlaufe bei äußerst geringer Längsspannung des Bandes erfolgt. Als weiterer
Vorteil ist anzusehen, daß nach Beendigung der Aufzeichnung oder Wiedergabe der
bandförmige Aufzeichnungsträger ebenfalls wieder ohne Längsvorspannung von den Führungs-
und Abtastelementen des Gerätes gelöst und die so entstehende lose Bandschlaufe
mit vorgebbarer Kraft und Geschwindigkeit in die Kassette einziehbar ist.
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Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte
Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Gerätes möglich.
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Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
an hand mehrerer Figuren dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert.
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Es zeigen Fig.1 ein Gerät, bei welche die Einrichtung zur Aufnalune
einer Kassette, auf der die wickelvorrichtung tragenden Grundplatte angeordnet ist.
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Fig.2 in perspektivischer schematischer Darstellung die Lage der Kassette
auf der Crundplatte und die mit dieser zusammenwirkenden Teile der erfindungsgemäßen
Einrichtung, Fig.3 einen Teil der zur Umsetzung der Kassettenbewegung erforderlichen
Elemente, teilweise in Schnittdarstellung, Fig.4 weitere Teile der Einrichtung,
ebenfalls schematisch und teilweise geschnitten, Fig.5 das Zusammenwirken der Einrichtung
mit den Elementen zur Lagebestimmung der Kassette, Fig.6 das Zusammenwirken der
Einrichtung mit den in der Kassette angeordneten Bandwickeln, Fig.7 ein anderes
Ausführungsbeispiel, bei dem zur Aufhebung der Bandspannung beide Kassettenwickel
gedreht werden, Fig.8 eine Variation des Ausführungsbeispiels nach Fig.7 mit einem
Reibradantrieb zur Übertragung der Drehbewegung vom Bandgerät auf die Kassettenwickel
Fig.9
eine weitere Änderung des Kassettenwickelantriebs mit andersartiger Gestaltung der
Bewegungssakehr.
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Beschreibung der Erfindung: Bei dem in Fig.1 dargestellten Gerät sind
auf einer Grundplatte 1 sogenannte Wickelvorrichtungen 2 und 3 für eine Vorratsspule
4 und eine Aufwickelspule 5 dargestellt. Beim Betrieb des Gerates wird das band
6 von der Vorratsspule 4 über UmLenkrollen 7,8,9,10,11,12,13,14 zur Aufwickelspule
5 geführt. Die gesteuerte Bandbewegung erfolgt in an sich bekannter Weise durch
eine Bandantriebsrolle 15, gegen die das Band mit Hilfe der Bandandruckrolle 16
angedrückt wird. Es wird dabei am Löschkopf 17 der Abtasteinrichtung 18 und weiteren
Magnetköpfen 19 vorbeigeführt.
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Zur Regelung der Bandspannung wird das Drehrllomcnt der nicht dargestellten
Wickelmotore dadurch gesteuert, daß die Rollen7 und 14 auf Bandzughebeln 20 und
21 angeordnet sind. Der Verlauf des Bandes ist an denjenigen Stellen, an denen er
vom Bandverlauf beim Kassettenbetrieb abweicht, gestrichelt gezeichnet.
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Zum Kassettenbetrieb werden die Spulen 4 und 5 entfernt und eine Bandkassette
22 eingelegt. Die Kassette 22 verfügt über einen zweigeteilten Deckel 29, der selbsttätig
beim Einlegen der Kassette geöffnet wird und das Band freigibt.
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Ist die Kassette von dem Typ, bei dem kein gesonderter Antrieb zum
Aufwickeln des Bandes erforderlich ist, sondern der Bandtransport außerhalb der
Kassette unter Mitwirkung eines Federmechanismus erfolgt, welcher für eine weitgehend
konstante Spannung des Magnetbandes 6 sorgt und wie er beispielsweise
aus
der deutschen Offenlegungsschrirt 2460 o96 bekannt geworden ist, so besteht die
Forderung, diesen ständig wirkenden Bandzug beim Einlegen des Bandes vorübergehend
aufheben zu könne;l.
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Der Erläuterung der Fig.2 sei noch folgende allgemeine Bemerkung vorausgeschickt:
Bei Magnetdufzeichnungsgeräten nach dem Schrägspurverfahren unterscheidet man zwischen
Bandführungen, welche einerseits Spulen in gleicher Ebene zur Folge haben und solchen,
welche eine Höhendifferenz der beiden Spulen von etwas mehr als der Breite des Magnetbandes
aufweisen. Letzteres Konstruktionsprinzip liegt den Ausführungsbeispielen zugrunde,
weshalb die Grundplatte 1 einen Absatz entsprechender Höhe aufweist. Es ist deshalb
besonders vorteilhaft, eine Kassette anzuwenden, bei der die Spulen übereinander
angeordnet sind. Wie aus Fig.2 ersichtlich, paßt sich eine solche Kassette in günstiger
Weise an die Form des Bandgerates- an, so daß es bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
möglich ist, die Kassette auch bei geschlossener Abdeckhaube zu benutzen.
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In Fig.2 ist mit 1 die Grundplatte bezeichnet, die bei 33 einen Absatz
von etwas mehr als der Breite des verwendeten Magnetbandes aufweist. Die Kassette
22 mit den beiden übereinanderliegenden Bandspulen wird zum Einlegen des Magnetbandes
entlang dem Absatz 30 in Richtung des Pfeiles 32 auf der Grundplatte 1 verschoben.
Dabei schlägt die Vorderkante der Kassette unterhalb des zweigeteilten Deckels 29,
29' gegen zwei Stifte 50,51, die in später noch näher zu beschreibender Weise durch
ihre Bewegung innerhalb der Rillen 52,53 eine Schwenkung der Abdeckplatten 54,55
aus der gezeichneten horizontalen Lage in Pfeilrichtung in die strichpunktiert dargestellte
senkrechte zweite Endlage. Jede der beiden Abdeckplatten 54,55 weist
an
der Unter-bzw. Innenseite einen Vorsprung auf, wovon bei 56 einer dargestellt ist.
Beim Weiterschieben der Kassette 22 in Pfeilrichtung 32 tritt der Vorsprung 56 in
Wirkverbindung mit der Kassette und bewirkt das Öffnen des zweigeteilten Dekkels
29,29' um jeweils rille am linken bzw. rechten Kassetten rand liegenden Drehachse.
Der zweigeteilte Deckel 29,29' der Kassette 22 enthält Führungselemente für das
Magnetband 6 an den einander benachbarten Kanten, so daß beim öffnen des Deckels
ein Bandabschnitt von der Breite der Kassette freiliegt.
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In Fig.3 sind die mechanischen Ubertragungsglieder zum Umsetzen der
Kassettenlängsbeweguny in die Drehbewegung der Abdeckklappen 54,55 näher dargestellt.
Die Stifte 50,51 sind auf zwei Schieber 56,57 befestigt, die wiederum auf zwei parallelen
Führungsstangen 58,59 gegen die Kraft von zwei Druckfedern 60,61 längsbeweglich
angeordnet sind. An jedem Schieber 56,57 ist eine Führungsbahn 62 bzw. 63 befestigt,
deren schräge Kanten 64 bzw.65 mit jeweils einem Stift 66 bzw. 67 gleitend zusammenwirkt.
Die Stifte 66,67 sind an den Abdeckklappen 54,55 so befestigt, daß bei der Längsbewegung
der Schicber in Richtung des Pfeiles 68 entgegen der Kraft der Federn 60,61 sich
die Abdeckklappen 54,55 um die Achsen 69,70 in Richtung der Pfeile 71,72 entgegen
der Kraft von Drehfedern,von denen bei 73 eine angedeutet ist, bewegen.
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Wenn die Längsbewegung der Kassette 22 soweit fortgeschritten ist,
daß die Stifte 66,67 die schrägen Kanten 64,65 der Schieber 62,63 in deren ganzen
Länge durchlaufen haben und sich daher die Abdeckklappen 54,55 wie in Fig.4 dargestellt,
in der senkrechten Endlage befinden, werden zwei voneinander unabhängige Bewegungsvorgänge
eingeleitet. Zum einen tritt der Vorsprung 76 an der Abdeckklappe 54 in Wirkverbindung
mit dem Kassettendekkel 29, wobei das Weiterschieben der Kassette an dem ortsfesten
Vorsprung
?6 die Deckelhälfte 29 und eine entsprechend an dor Abdeckplatte 55 angebrachter
zweiter Vorsprung die Deckelhälfte 29' zum Öffnen. Gleichzeitig tritt eine aneinem
Trägerarm 81 des Schiebers 56 angebrachte Rolle 82 mit einer Betätigungskurve 83
in Funktion, die an einem Schwenkkörper.84 fest angeordnet ist, welcher Schwenkkörper
um eine Achse 85 drehbar ist. Diese Achse 85 ist auch in Fig.3 bereits angedeutet.
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Die Schwenkvorrichtung 84 wird entgegen der Wirkung der Feder 86 bei
der weiteren linearen Kassettenbewegun mittels der Kurve 83 um die Achse 85 in Richtung
des Pfeiles 87 im Uhrzeigersinn geschwenkt. Die Kurve 83 ist dabei so gestaltet
und angeordnet, daß der Getriebekopf 88 erst dann aus der Ebene der Grundplatte
1 austaucht, wenn das zwischen den beiden Kassettendeckelhälften gespannte Magnetband
die Austauchstelle passiert hat.
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Die Kurc 83 kann zur Feineinstellung in ihrer Auf spannebene verschieblich,
jedoch feststellbar mittels der bei 89 und 90 angedeuteten Befestigungselemente
fest spannbar sein. Gemäß einem Ausführungsbeispiel enthält der Getricbekopf 38
einen federnden Stößel 91 und ein Zahnrad 92, welches mit der Abriebswelle des Getriebemotors
93 drehfest verbunden ist.
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In Fig.5 ist die Endlage des Getriebekopfes 88 dargestellt, die durch
die mechanische Umsetzung der Kassettenlängsbewegung erzielt wird. Der Getriebekopf
88 bleibt, wie ersichtlich, um den Winkel Alpha vor der senkrechten Endlage stehen,
so daß weder der federnde Stift 91 noch das Zahnrad 92 mit den Spulenflanschen 93,
95, 96 der beiden Bandspulen in der Kassette in Verbindung treten. Die Kassette
22 wird in der Endlage durch einen Arretierstift 101 gehalten, der in der Grundplatte
ortsfest, jedoch federnd längsbeweglich gehalten ist und in eine entsprechende Bohrung
der Kassette 22 eingreift. Die Stirnfläche 102 des Arretierstiftes 101 ist abgeschrägt,
um ein leichtes Niederdrücken durch die Kante der Kassette 22 zu ermöglichen.
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Dabei wird die Feder 103 zusammengedrückt und nachdem die Kassette
22 ihre Endstelluna erreicht hat und sich die in ihrem Boden befindliche Bohrung
über aCm Stift 101 befindet, wird dieser Stift 101 durch die Kraft der Feder 103
in die Bodenbohrung gedrückt. Zum Aufheben der Arretierung ist der Entriegelungsknopf
110 vorgesehen, der auf einem festsitzenden Bolzen 111 gegen die Kraft der Feder
112 herabgedrückt werden kann. Mit dem Entriegelungsknopf 110 bewegt sich damit
der Arm 113 um die Achse 114, so daß der Arretierungsstift 101 auf der flodenbohrung
der Kassette 22 entfernt und damit die Kassette 22 freigegeben wird.
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Wenn die Kassette 22 ihre mechanische Endstellung erreicht hat und
verriegelt ist, wird durch Druck auf eine nicht dargestellte Taste ein kurzer elektrischer
Impuls auf die Wicklung 120 des Zugmagneten 121 gegeben, so daß dessen Anker 122
und die mit diesem verbundene Schaltklinke 123 gegen die Wirkung der Feder 124 in
die Wicklung eingezogen wird. (Fig.6). Die Schaltnase 125 greift in das mit der
Scheibe 126 verbundene Schaltrad 127 ein. Scheibe 126 und Schaltrad 127 sind drehfest
miteinander verbunden und um die Achse 128 drehbar. Auf der Scheibe 126 sind einander
gegenüberliegend zwei Stifte 130 und 131 im gleichen Abstand von der Drehachse 128
angebracht, die je nach Stellung des Schaltrades entweder eine annähernd senkrechte
oder eine annähernd waagrechte Stellung zueinander einnehmen. Zugmagnet 121 und
Schaltrad 127 mit Scheibe 126 sind in der Schwenkeinrichtung 84 ortsfest angeordnet.
Der Getriebemotor 93 mit dem Getriebekopf 88, dem federnden Stift 91 und dem Zahnrad
92 sind dagegen in der Schwenkeinrichtung 84 um die Achse 85 unabhängig von der
Schwenkeinrichtung drehbar befestigt. Die Blattfeder 132 ist an der Halterung 133
des Getriebemotors 93 derart befestigt, daß ihre Einspannung in der Nähe der Achse
85 liegt
und das freie Ende auf einem oder beiden der Stifte 130,131
aufliegt.
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Wenn man von der Lage des Schaltrades 127 und der Scheibe 126 ausgeht,
in der die beiden Stifte 130,131, die durch die Bezugszeichen 130' und 131' gekennzeichnete
Lage einnehmen,liegt die Blattfeder 132 mit mäßiger Vorspannung auf beiden Stiften
auf, der Getriebemotor 93, der Getriebekopf 88 nehmen die strichpunktiert dargestellte
um den Winkel Alpha gegen die Senkrechte verschobene Stellung ein. Erhält der Zugmagnet
121 jetzt wie bereits beschrieben, durch Betätigen einer Taste einen kurzen elektrischen
Impuls, so wird der Zuganker 122 in die Wicklung 120 hineingezogen und die Scnaltnase
125 ergreift einen Flügel des Schaltrades 127 und dreht das Schaltrad um 900.
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Die Blattfeder 132 wird von dem Stift 130, der sich zunächst noch
in der strichpunktierten Lage 130' befindet, angehoben.
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Da das eingespannte Ende der Blattfeder mit dem Träger 133 des Getriebemotors
93 verbunden ist, wird die gesamte aus den Elementen 93,132,133,88,91 und 92 gebildete
tiotoreinheit angehoben und um den Winkel Alpha in die senkrechte Endlage geschwenkt.
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Dabei rastet ein zeltartiger Sicker 135 der Blattfeder 132 über den
Stift 130 ein, so daß nach dem Aufhören des Stromimpulses die Stellscheibe 126 in
der Lage stehen bleibt, in der sich die beiden Stifte 130 und 131 annähernd senkrecht
übereinander befinden. Diese Anordnung hat den Vorzug, daß der federnde Andruck
des Getriebekopfes 88 an den Anschlag für die senkrechte Endstellung auch dann aufrecht
erhalten wird, wenn der Strom von dem Zugmagneten 121 genommen wird. Es wird daher
während des Einlegens des Magnetbandes in die Abtast- und Führungselemente kein
Strom verbraucht, was zur Batterie schonung bei tragbaren Geräten beiträgt. In Fig.6b
ist dargestellt, wie der federnde Stift 91 mit einer entsprechenden Aussparung 141
in dem unteren
Flansch der oberen Spule und das Zahnrad 92 mit
einer entsprechenden Verzahnung 142 im oberen Flansch der unteren Spule zusammenv7ir]ien.
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Da die Wahrscheinlichkeit gering ist, daß der Stift 91 genau in eine
Aussparung 141 trifft, ist dieser Stift im Getriebekopf 88 federnd gelagert, wobei
die Druckfeder 134 die Andruckkraft des Stiftes an den Spulenflansch bewirkt. Der
Getriebemotor 93 erhält nach Drücken einer weiteren Taste Spannung und dreht mit
Hilfe des Zahnrades 92 das in den Zahnkranz 142 des unteren Bandwickels eingreift,
die beiden Bandwickel so lange, bis eine Aussparung 141 gegenüber dem Stift 91 zu
stehen kommt und der Stift 91 infolge der Vorspannung der Feder 134 in die Aussparung
einrastet. Das Drehmoment des Getriebemotors ist dabei so eingestellt, daß der Motor
sich zunächst noch so lange weiterdreht, bis die Kraft des Federmechanismus in der
Kassette vollständig überwunden ist und das Band ohne Vorspannung sich aus der Kassette
ziehen läßt.
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Ist der Einlegevorgang beendet, so wird durch erneuten Tastendruck
der Getriebelaotor stromlos, der Federmechanismus der Kassette 22 bringt wieder
Vorspannung in die Bandschlaufe, da sich die obere Spule infolge des eingerasteten
Stiftes 91 nicht drehen kann, dreht sich nun die untere Spule und der Zahnkranz
142 treibt über das Zahnrad 92 den Getriebemotor 93 an. Infolge seiner mechanischen
Trägheit und der auftretenden Getriebeverluste kann sich die Spule in der Kassette
22 nur relativ langsam bewegen und das Anlegen des Bandes an die Führungs-und Abtastelemente
erfolgt unter Band schonung mit geringer Geshwindigkeit. Die Anschlußklemmen des
Getriebemotors 93 können alternativ auch kurzgeschlossen, gegebenenfalls über einen
Widerstand kurzgeschlossen sein, so daß auch eine elektrische Beeinflussung der
Anlegegeschwindigkeit möglich ist. Der Getriebemotor
93 erzeugt
während des Anlegevorgangs infolge seiner Drehbewegung elektrische Energie, da er
als Generator arbeitet und das Aufhören dieser elektrischen Snergieerzeugung wird
nun durch eine geeignete Schaltung in der Maschine ausgewertet als Kennzeichen dafür,
daß der Anlegevorgang beendet ist.
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Die Wicklung 120 des Zugmagneten 121 erhält daher ohne erneuten Tastendruck
einen Stromstoß, das Schaltrad 127 mit der Scheibe 126 und den beiden Stiften 130,131
wird erneut um 900 gedreht, was zur Folge hat, daß die Blattfeder 132 entspannt
und der Getriebekopf 88 um den Winkel Alpha entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt
wird. Der Stift 91 und das Zahnrad 92 kommen außer Eingriff mit den entsprechenden
Flanschen der Kassettenspulen und der normale Auf zeichnungs- bzw. Wiedergabevorgang
des Gerätes kann beginnen.
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Nach dem Ende des Aufzeichnungs- bzw. Wiedergabevorgangs wird durch
erneuten Tastendruck der Zugmagnet 121 mit Spannung beauf schlagt und analog den
zuvor beschriebenen Vorgängen wird der Stift 91 und das Zahnrad 92 wieder in Eingriff
mit den beiden Kassettenspulen gebracht, die Bandspannung wird durch den Getriebemotor
93 aufgehoben und das Band kann ohne Schwierigkeiten aus den Führungs- und Abtastelementen
ausgefädelt werden.
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Nach einem erneuten Tastendruck wird der Getriebemotor 93 wieder stromlos
und durch die Kraft des Federmechanismus wird die Bandschlaufe langsam in die Kassette
eingezogen. Nach dem Ende der Einziehbewegung erhält der Zugmagnet 121 einen erneuten
Stromstoß, der den Getriebekopf 88 außer Eingriff mit der Kassette bringt. Die Kassette
karrinun entnommen werden, wobei die bei der Beschreibung der Figuren 2,3,4 und
5 ablaufenden mechanischen Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge stattfinden. Bevor
die Kassette 22 jedoch bewegt werden kann, muß über den Entriegelungsknopf 110 in
bereits früher beschriebener Weise der
Arretierungsstift 101 aus
einer Bohrung der Kassette 22 entfernt werden. Die Kassettendeckel 29,29' werden
gesch1#ossen, die ib:ieckklappen 54 und 55 nehmen eine ebene Stellung . rier Oberfläche
der Grundplatte ein und das Gerät kann entweder mit einer neuen Kassette oder mit
herkömmlichen Spulenwickein bestückt werden.
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In Fig.7 ist eine andere Ausführungsform des Getriebekopfes 88 dargestellt.
Es sind hier die beiden benachbarten Spulenflansche 151,152 der beiden Spulen mit
einer Außenverzahnung versehen, in die die beiden im Getr#.ebekopf 88 gelagerten
Zahnräder 153 und 154 eingreifen. Das Zahnrad 154 ist mit der Abriebswelle 155 des
Getriebemotors 93 drehfest verbunden. Es trägt eine Tellerverzahnung 156, ebenso
wie das Zahnrad 153 eine Tellerverzah,ung 157 trägt. Zwischen diesen beiden Verzahnungen
dreht sich auf der Welle 158 ein loses Umkehrrad 159, das die Drehbewegung des Zahnrades
154 in eine dazu entgegengesetzte Drehbewegung des Zahnrades 153 wandelt. Wenn der
Getriebemotor eine Drehbewegung des Spulenflansches 152 erzeugt, wird über das Umkehrrad
159 der Spulenflansch 151 in umgekehrter Richtung gedreht und dadurch die Spannung
vom Magnetband genommen bzw. die Bandschlaufe durch gleichzeitige Drehung beider
Spulen in die Kassette gezogen.
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Die Ausführungsform nach Fig.8 gleicht der Ausführung nach Fig.7 bis
auf die Tatsache, daß die beiden durch das Umkehrrad 159 verbundenen Räder 163 und
164 am Umfang mit einem Reibbelag 165, 166 versehen sind, die mit den ungezahnten
Umfängen der Spulenflansche 167 und 168 zusammenwirken.
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Fig.9 zeigt eine weitere Ausführungsform des Getriebekopfes.
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Hier liegen die beiden Zahnräder 173 und 174 nebeneinander, die Drehrichtungsumkehr
erfolgt durch den Verzahnungseingriff
beider Rader, wobei diese
so gegeneinander versetzt sind, dav jeweils ein Teil der Verzahnung mit der auf
den Spulenflanschen 151,152 angeordncten Verzahnungen zusammenwirken.
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