DE2712049A1 - Bremsbelag fuer eine scheibenbremse - Google Patents
Bremsbelag fuer eine scheibenbremseInfo
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Description
B 8230
3.
TOKICO LTD.
6-3, Fujimi 1-chome,
Die Erfindung betrifft einen Bremsbelag für eine Scheibenbremse und
insbesondere einen stationären Bremsbelag für eine Scheibenbremse.
,Es ist schon eine große Vielzahl von Bremsbelägen für Scheibenbremsen vorgeschlagen und auch praktisch angewendet worden. Hierbei ist
bei den am meisten verwendeten Bremsbelägen für Scheibenbremsen eine Lagerplatte vorgesehen, die einander gegenüberliegende ebene
Seiten bzw. Flächen aufweist und einen Bremsbelag lagert, der eben-
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fails einander gegenüberliegende ebene Flächen aufweist und an der
Lagerplatte durch ein beliebiges konventionelles Formverfahren oder anderes Verfahren befestigt ist. Wenn der Bremsbelag dieses Typs
am Bremssattel der Scheibenbremse festgelegt wird, wird eine Stellschraube von der anderen Seite des Bremssattels durch diesen hindurch
in eine Gewindebohrung der Lagerplatte eingeschraubt, um hierdurch den Bremssattel und den Bremsbelag aneinander festzulegen.
Es muß daher die Lagerplatte die doppelte Funktion dahingehend erfüllen, daß sie einerseits den Bremsbelag eben hält und außerdem die
den Bremsbelag festlegende Stellschraube aufnimmt, wenn der Bremsbelag am Bremssattel festgelegt werden soll. Aus diesem Grund weist
der konventionelle Bremsbelag auch verschiedene gravierende Nachteile auf. Einer dieser Nachteile ist darin zu sehen, daß sich die den
Bremsbelag festlegende Stellschraube durch die Gewindebohrung der Lagerplatte hindurch in das Reibmaterial des Bremsbelages hineinerstreckt,
was deswegen erforderlich ist, daß die Stellschraube über eine ausreichend große Länge in Eingriff mit dem Bremsbelag steht.
Dies hat jedoch zur Folge, daß die Stellschraube die Neigung zeigt, mit der Bremsscheibe in Berührung zu kommen, bevor schon der
Bremsbelag vollständig abgerieben ist; dies führt letztlich zu einer Beschädigung der Bremsscheibe. Es ist hierbei nicht möglich, die
vollständige Dicke des Bremsbelages zum eigentlichen Zweck, nämlich zur Durchführung des Bremsvorgangs zu benutzen bzw. zu verschleißen,
da der Bremsbelag aus dem erwähnten Grund vorzeitig ausgetauscht werden muß und dabei noch eine benutzbare bestimmte Materialdicke
aufweist. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß aufgrund des Umstandes, daß die Lagerplatte und der Bremsbelag an
ihren ebenen Flächen miteinander verbunden sind, die Berührungsflächen zwischen Lagerplatte und Reibmaterial des Bremsbelages mit
einer Vielzahl konvex-konkaver Eingriffsmittel versehen sein müssen, so daß verhindert wird, daß sich die beiden genannten Teile in Richtung
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der Ebene der gegenseitigen Berührungsfläche zwischen Lagerplatte und Bremsbelag voneinander trennen. Ein dritter Nachteil liegt darin
begründet, daß die Lagerplatte, da sie außerdem die Funktion erfüllen muß, die sie durchsetzende Stellschraube aufzunehmen, eine größere
Dicke als notwendig aufweisen muß, was einen übergroßen Verbrauch an Material für die Lagerplatte darstellt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, zur Beseitigung der
aufgeführten Nachteile den Bremsbelag der gattungsgemäßen Art derart auszugestalten, daß das Ausmaß der Erstreckung der Stellschraube
in die Lagerplatte bzw. in den Bremsbelag beträchtlich klein ist, so daß der Bremsbelag ohne die Gefahr einer Berührung zwischen der
den Bremsbelag am Bremssattel der Scheibenbremse festlegenden Stellschraube und der Bremsscheibe selbst solange für den ihm zugedachten
Zweck verwendet werden kann, bis das Reibmaterial des Bremsbelages vollständig abgerieben ist, um dadurch eine wirtschaftliche
Scheibenbremse mit einer relativ langen Lebensdauer bzw. mit einer relativ langen Standzeit zu schaffen.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin die Schaffung einer festen Verbindung
zwischen der Lagerplatte und dem Reibmaterial eines Bremsbelages unter gleichzeitiger Minimierung von Materialverlusten.
Gegenstand der Erfindung ist schließlich das Ziel, es zu ermöglichen,
daß ein relativ dünnes Material für die Lagerplatte verwendet werden kann, um hierdurch eine Vergeudung von Material für die Lagerplatte
zu verhindern und das Gesamtgewicht des Bremsbelages zu verringern.
Die Merkmale der zur Lösung dieser Aufgabe geschaffenen Erfindung ergeben sich aus dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen hiervon sind in den weiteren Ansprüchen enthalten.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
Diese zeigt in:
Der aus der Zeichnung ersichtliche Bremsbelag 1 weist ein Reibmaterial 2 sowie eine Lagerplatte 3 auf, die mit ihrer einen Seitenfläche
an der benachbarten Seitenfläche des Reibmaterials 2 befestigt ist und
mitt ig an ihrer vom Reibmaterial 2 abgekehrten Seite eine konvexe Ausbuchtung 4 aufweist. Die Lagerplatte 3 besitzt weiterhin an ihrem
unteren Ende einen Vorsprung 3a, der sich in einem Winkel von weniger als 90° zur vertikalen Ebene 7 des Hauptteils der Lagerplatte 3
nach unten und außen erstreckt. Der Vorsprung 3a erfüllt die Funktion einer Führungs- und Positioniereinrichtung, wenn der Bremsbelag 1
am Bremssattel 10 einer Scheibenbremse (siehe Fig. 4) befestigt wird, oder er erfüllt die Funktion eines Anschlages bei der Anwendung der
Scheibenbremse, in welcher der Bremsbelag 1 eingebaut ist. Die Lagerplatte 3 wird im allgemeinen durch Pressen oder dgl. in ein einheitliches Teil hergestellt, weswegen beim Preßformen der Lagerplatte 3 als Folge der Ausbildung der konvexen Ausbuchtung 4 auch eine
konkave Einbuchtung 4' gegenüber der Ausbuchtung 4 ausgebildet wird, und zwar an der dem Reibmaterial 2 benachbarten Seitenfläche der Lagerplatte 3.
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Das aus konventionellem Material bestehende Reibmaterial 2 wird an
der zugekehrten Seitenfläche der Lagerplatte 3 in beliebiger konventioneller Weise, beispielsweise durch Formung, festgelegt, so daß
das Reibmaterial 2 mit gleichförmiger Stärke fest an der zugekehrten Seitenfläche der Lagerplatte 3 befestigt werden kann.
Wenn das Reibmaterial 2 an der Lagerplatte 3 befestigt ist, wird in
der Mitte der konvexen Ausbuchtung 4 der Lagerplatte 3 eine Durchgangsbohrung 5 gebildet, und zwar von der konvexen Seite aus sowie
durch die konkave Seite hindurch in ein konvex ausgebildetes Auge 6 des Reibmaterials 2, das während der Formung des Bremsbelages 1
ausgebildet und in die konkave Einbuchtung 4' der Lagerplatte 3 eingedrungen ist. Danach wird die Durchgangsbohrung 5 zur Aufnahme
einer Stellschraube 16 (siehe Fig. 4) mit einem Innengewinde versehen, wobei das Innengewinde der dann gebildeten Gewindebohrung 5
vorzugsweise derart gewählt wird, daß das vordere oder innere Ende des Innengewindeteils der Gewindebohrung 5 weitgehend in der Ebene
endet, die mit derjenigen Ebene zusammenfällt, die durch wenigstens das die konkave Einbuchtung 4' der Lagerplatte 3 umgebende Teil begrenzt ist.
Anstelle der in Fig. 2 und 3 dargestellten Kreisform kann der Bremsbelag 1 auch jede andere beliebige Form außer der Kreisform aufweisen, und zwar in Abhängigkeit von der Form der Bremsscheibe seilet,
mit welcher der Bremsbelag 1 in Eingriff gebracht werden soll; wenn der Bremsbelag 1 eine ovale oder rechteckige Form aufweist, können
selbstverständlich an der Lagerplatte 3 bzw. am Reibmaterial 2 zwei oder mehrere konvexe Ausbuchtungen 4 bzw. konkave Einbuchtungen 4'
vorgesehen sein.
Bei der aus Fig. 4 ersichtlichen Scheibenbremse, in welcher der
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Bremsbelag 1 eingebaut ist, weist der Bremssattel 10 zwei im Abstand
einander gegenüberliegende, jeweils zu beiden Seiten einer Bremsscheibe D angeordnete Schenkel 10a, 10b auf und ist mittels
eines Bolzens 11 verschieblich durch ein Tragteil 12 gelagert, das seinerseits an einem nicht dargestellten Fahrzeugkörper befestigt ist.
Der Bremssattelschenkel 10a nimmt einen Kolben-Zylindermechanismus 13 auf, mittels dem in konventioneller Weise der Bremsvorgang
durchgeführt werden kann, indem durch den Kolben-Zylindermechanismus 13 ein beweglicher Bremsbelag 14, der im Tragteil 12 verschieblich
gelagert ist, gegen die Bremsscheibe D gedruckt wird. Demgegenüber
ist der beschriebene stationäre Bremsbelag 1 im anderen Brems sattelschenkel
10b befestigt. Der Bremsbelag 1 ist mittels des Vorsprungs 3a in einer geeigneten Stellung in bezug auf den anderen Bremssattelschenkel
10b angeordnet und dadurch unverdrehbar am Bremssattelschenkel 10b festgelegt, daß die Stellschraube 16, die einer zwischen
dem Bremssattelschenkel 10b und dem Reibmaterial 2 angeordneten Platte 15 anliegt und kurz vor der Ebene 7 endet, in die Gewindebohrung
5 eingeschraubt wird.
Aufgrund der beschriebenen Ausbildung und Anordnung der einzelnen Teile des Bremsbelages 1 besteht daher selbst dann, wenn das Reibmaterial
2 des Bremsbelages 1 abgerieben bzw. verschlissen ist, keinerlei Gefahr oder Möglichkeit, daß die Schraube 16 und die Bremsscheibe
D miteinander in Berührung kommen, da das vordere Ende der Stellschraube 16 an einem Anschlagen an der Bremsscheibe D gehindert
ist, bevor die Ebene 7 der Lagerplatte 3 in Berührung mit der Bremsscheibe D kommt. Es kann daher der Bremsbelag 1 benutzt
werden, bis sein Reibmaterial 2 vollständig abgerieben ist.
Obwohl es möglich ist, daß die konkave Einbuchtung 4' der Lagerplatte
3 und das konvexe Auge 6 des Reibmaterials 2 weggelassen werden
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und sich statt dessen das Reibmaterial 2 sowie die Lagerplatte 3 dann
an ihren einander benachbarten ebenen Seitenflächen berühren, wobei
in diesem Fall genau wie bei den konventionellen Scheibenbremsen am Reibmaterial 2 und an der Lagerplatte 3 eine übliche konvex-konkave
Verbindung vorgesehen ist, um ein Ablösen des Reibmaterials 2 von der Lagerplatte 3 zu verhindern, dringt doch dann, wenn die lagerplatte 3 an ihrer einen Seite mit der konvexen Ausbuchtung 4 versehen ist
und demgemäß in ihrer anderen Seite die konkave Einbuchtung 4' bildet, ein Teil des Reibmaterials in die konkave Einbuchtung 4' der Lagerplatte 3 ein und bildet das konvexe Auge 6, das zur Steigerung der Verbindung zwischen Reibmaterial 2 und Lagerplatte 3 mit der konkaven
Einbuchtung 4' der Lagerplatte 3 zusammenwirkt. Im Vergleich zu
dem konventionellen Bremsbelag, bei dem die Lagerplatte mit einer Vielzahl von Durchgangsbohrungen versehen ist, in die das Reibmaterial zur Steigerung der Verbindung zwischen Lagerplatte und Reibmaterial eindringt, weist der beschriebene Bremsbelag 1 den Vorteil auf,
daß er leichter und mit weniger Materialverlust hergestellt werden kann. Da schließlich die Länge der Lagerplatte 3 an ihrem konvexen
Bereich größer ist als die Dicke des verbleibenden Teils der Lagerplatte 3, kann die Dicke des Reibmaterials 2 entsprechend verringert
werden.
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Leerseite
Claims (4)
- PatentansprücheBremsbelag für eine Scheibenbremse mit einem Reibmaterial und einer mit einer Seitenfläche an einer Seitenfläche des Reibmaterials befestigten Lagerplatte, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerplatte (3) an ihrer dem Reibmaterial (2) abgekehrten Seitenfläche eine konvexe Ausbuchtung (4) aufweist und daß in der Mitte der konvexen Ausbuchtung (4) eine Gewindebohrung (5) zur Aufnahme einer Stellschraube (16) vorgesehen ist, mittels welcher der Bremsbelag (1) an einem eine Bremsscheibe (D) der Scheibenbremse übergreifenden Bremssattel (10) festlegbar ist.
- 2. Bremsbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerplatte (3) an ihrer der konvexen Ausbuchtung (4) gegenüberliegenden Seitenfläche eine konkave Einbuchtung (4') aufweist, in die sich ein an der benachbarten Seitenfläche des Reibmaterials (2) vorgesehenes konvexes Auge (6) hineinerstreckt, wobei sich in das konvexe Auge (6) des Reibmaterials (2) seinerseits die Stellschraube (16) hineinerstreckt.
- 3. Bremsbelag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerplatte (3) an ihrem unteren Ende einen nach unten und außen sich erstreckenden Vorsprung (3a) aufweist, der beim Festlegen des Bremsbelages (1) am Bremssattel (10) der Scheibenbremse als Führungs- und Positioniereinrichtung für den Bremsbelag (1) dient.
- 4. Bremsbelag nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die zur Aufnahme der Stellschraube (16) dienende Gewindebohrung (5) in das konvexe Auge (6) des Reibmaterials (2) hineinerstreckt und auf der Höhe derjenigen gegenseitigen ebenen Berührungsflächen von Reibmaterial (2) und Lagerplatte (3) endet, die8230 709839/0958ORIGINAL INSPECTEDΛ.durch die die konvexe Ausbuchtung (4) der Lagerplatte (3) bzw. durch das konvexe Auge (6) des Reibmaterials (2) umgebenden Bereiche begrenzt sind.8230 709839/0958
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