DE2711159A1 - Verfahren zur wiedergewinnung von papierfasern aus abfallpapier enthaltenden materialien und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Verfahren zur wiedergewinnung von papierfasern aus abfallpapier enthaltenden materialien und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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Description
Beschreibung
Abfallpapier war viele Jahre lang eine wichtige Quelle für Fasern zur Benutzung oder vielmehr Wiederbenutzung
bei der Herstellung neuer Papierprodukte, und Abfallpapiermaterialien verschiedenster Arten und Sorten sind anerkannte
Handelsartikel für den Erwerb von Papier- und Kartonmühlen, In den letzten Jahren hat man dieser Rückführung benutzter
Papiermaterialien zunehmende Bedeutung beigemessen, und diese wurde jetzt auch auf die Wiedergewinnung von wiederverwendbarer
Papierfaser aus festem Gemeindeabfall erstreckt, und zwar mittels des Systems und des Verfahrens, die in der
US-Patentschrift 3 736 223 beschrieben sind.
Die Rückführung im Handel zur Verfügung stehenden Abfallpapieres
brachte stets einige Schwierigkeiten des Reinigens und Siebens mit sich, weil die wirtschaftlichen Tätigkeiten
des Sammelns, Sortierene und Ballenpressens der Altpapferprodukte
gewöhnlich zum Einschluß von erheblichen Mengen anorganischer Verunreinigung sowie Kunststoff, Lumpen und dergleichen,
führen. Die Verunreinigungen der Abfallpapiergemische mit hohem spezifischem Gewicht sind mit herkömmlichen
Grobstoff-Austragvorrichtungen und Zentrifugalreinigern
nicht schwierig' aus dem Papier zu separieren. Die ernsteren Probleme leiten sich vom Kunststoff und anderen Abfallbzw.
Grobstoffen ab, deren sp>zi fisches Gewicht so dicht an
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dem der Cellulosefasern liegt, daß eine Schwerkraftsseparation
nicht wirksam ist, wobei man gewöhnlich jetzt einen Durchschnitt in der Höhe von etwa I5 Gew.-^ des Handelsabfallpapiers
hat.
Insbesondere sind Pulper bzw. Stoffauflöser, die für das anfängliche
Aufspalten von Abfallpapier gewöhnlich verwendet werden, für das Überführen in eine pumpfähige Suspension recht
wirksam, weniger jedoch für das vollständige Zerfasern, und es wird eine viel längere Aufschließzeit erfordert, wenn der
Pulper darauf abstellt, da« Papier auf Partikelgrößen zu reduzieren,
daß sie durch relativ kleine Löcher hindurchgehen können, s.B. mit einem Durchmesser von 9.53 nun (3/8 Zoll) oder
weniger. Unter diesen Bedingungen werden jedoch die Kunststoffbestandteile
des Gemisches nicht entsprechend in Teilchengröße reduziert, und sie nd.gen dazu, sich im Pulper anzusammeln
und ihn zu stören und auch störend in ein geeignetes Abziehen des zerfaserten Papieres einzugreifen. Dies wiederum
führt zu einem solchen Leistungsverlust des Pulpers sowie einer überschüssigen Energie oder Kraft, daß der Pulper notwendigerweise
häufig angehalten werden muß, um ihn zu reinigen.
Bei Versuchen in der Vergangenheit, dieses Problem durch die Benutzung größerer Austragslöcher aus dem Pulper zu vermeiden,
ergaben sich andere Schwierigkeiten. Da z.B. ein Teil der Papiercharge nicht vollständig zerfasert ist, haben viele Papierstücke
eine vergleichbare Größe mit den Kunststoffbruchstücken und kön-
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nen durcli das Sieben bzw. Sortieren nicht leicht separiert
werden. Dieses Problem kann man dadurch überwinden, daß man die gemischten Fasern und Bruchstücke der Behandlung
in einer Vorrichtung unterwirft, die als Entstipper bekannt ist und das Papier ohne vergleichbare Verminderung der Partikelgrößen
des Kunststoffes zerfasert, eine solche Behandlung ist aber uneffektiv, weil die Zerfaserungsvorrichtung
sowohl Kunststoff als aucli Papierstücke und das schon zerfaserte Papier handhaben muß, so daß sich
ein verschwenderischer Energieverbrauch ergibt.
Die wirksamste Anlage und das wirksamste Verfahren, welches bis jetzt zur Behandlung dieses Problems entwickelt
worden ist, sind in der US-Patentschrift 3 877 1HO (Chupka)
beschrieben. Danach sind unterschiedliche Stationen in dem System oder der Anlage so angeordnet, daß der Pulper nur zum
Überführen des Papieres in pumpfähige Suspension statt zur vollständigen Zerfaserung desselben verwendet wird, der aufgelöste
und durch Zentrifugalwirkung gereinigte Schlamm wird dann bei hoher Konsistenz und bei einer hohen Ausschußrate
sortiert, um dieses Papier als vom Kunststoff und den übrigen Papier zu separieren, und das vom Sieb ausgeschiedene
bzw. zurückgehaltene Material wird dann zu einem Entstipper geführt, aus welchem das durchgelassene Material bzw.
der Gutetoff in die Anlage rezykliert wird.
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In einer Anlage gemäß der US-Patentschrift 3 877 410 ist
der Pulper mit einer Extraktionsplatte mit Löchern relativ großen Durchmessers versehen, in typischer Weise 2,5^ cm
oder mehr, und derganze Ausstoß des abgezogenen Stoffes wird einer Peinsiebung unterworfen, wodurch das gänzlich
zerfaserte Material angenommen wird. Der gesamte Gutstoff, der wesentliche Mengen guter Faser enthält, wird in einem
Entstipper zerfasert und dann in einem Endsieb sortiert, von welchem der angenommene Stoff entweder in die Versorgungsleitung zur anfänglichen Siebstation oder zum Pulper
zurückgeführt wird. Man fand, daß diese Anlage und dieses Verfahren tatsächlich den bisherigen Lösungen des Problems
überlegen sind, insbesondere bei der Wiedergewinnung von Fasern aus festem Gemeindeabfall.
Mit der Erfindung werden Verbesserungen und Vorteile gegenüber dem System und dem Verfahren nach der US-Patentschrift
3 877 *H0 erreicht, während alle die Vorteile, welche in der
genannten Patentschrift gegenüber den vorherigen Verfahren herausgestellt werden, erhalten bleiben. Insbesondere leitet
sich der Gegenstand dieser Erfindung von der Erkenntnis ab, daß ein erheblicher Teil einer gegebenen Charge an Altpapiereintrag in einem Pulper relativ schnell im wesentlichen vollständig zerfasert wird, und zwar mit viel niedrige^Leistungsbedarf als all das Papier in der Beschickung, wenn man Vorsorge dafür trifft, daß Kunststoff und anderer Abfall mit
leichtem Gewicht, welcher einen wirksamen Aufschluß und das
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< 4G.
Abziehen stören können, kontinuierlich entfernt werden.
Das Ergebnis dieses erfinderischen Prinzips liegt darin,
daß immer dann, wenn ein Pulper mit hinreichend großen
Extraktionslöchern für ein kontinuierlichen Entfernen leichten Abfalls ausgestattet ist, eine erhebliche Menge wesentlich
zerfaserten Papiers mit diesem fortgenommen wird und deshalb jeglicher Zerfaserung unterworfen wird, die mit
diesem vorgenommen wird. Zusätzlich zu einer möglichen Überzerkleinerung bzw. übermäßigem Feinaufschluß führt
dies zur Verminderung der Leistung des Entstippers insofern, als ei/gezwungen wird, ein Material zu verarbeiten, welches
keine weitere Zerfaserung mehr benötigt.
Erfindungsgemäß ist der Pulper mit zwei getrennten Extraktionsplattenbereichen
ausgestattet, die Löcher mit erheblich unterschiedlicher Größe haben. Der eine Bereich hat relativ
kleine Löcher, vorzugsweise im Bereich von 3,18 bis 9,53 mm
(1/8-3/8 Zoll) und in typischer Weise h, 76 mm (3/16 Zoil),
und er steht mit einer Extraktions- oder Ableerkammer in Verbindung,
von welcher der Stoff kontinuierlich zu einem Kasten geeigneter Größe für Stoßspannungsfestigkeit hingezogen wird.
Der andere Bereich hat erheblich größere Löcher, vorzugsweise mit Durchmessern im Bereich von 12,7 nun bis 5>O8 cm
(1/2 bis 2 Zoll) und in typischer Weise mit einem Durchmesser von 2,5k cm (1 Zoll), und steht mit einer separaten Ableerkammer
in Verbindung.
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Die erste Fraktion des Stoffes, welche durch die kleinen Ableeröffnungen extrahiert oder abgezogen wird, besteht
in erster Linie aus im wesentlichen zerfasertem Papier und einem Minimum an Kunststoff oder anderem schwimmendere
Abfall. Die zweite Fraktion weist auch eine erhebliche Menge an guter Faser auf, und zwar sowohl in vollständig zerfaserter
Form als auch in nicht vollständig zerfaserter Form, aber sie enthält den Hauptteil von Kunststoffbahnen oder Filmen
oder anderem schwimmenden?» Abfall. Vorzugsweise sind die Größen der Löcher in der zweiten Ableerplatte so bemessen,
daß sie das Ableeren des schwimmenden Abfalls auf kontinuierlicher Basis fördern, so daß dieser den Pulper nicht verstopft
oder den Rotor unnötig belastet.
Diese zweite Fraktion wird erwünschtermaßen zuerst der Zentrifugalreinigung
unterworfen, um Verunreinigungen mit hohem spezifischem Gewicht zu eliminieren, und wird dann in einem Sieb
mit Perforationen gesiebt bzw. sortiert, die nicht größer und
vorzugsweise kleiner sind als die kleinen Ableerlöcher, d.h.
Perforationen in der Größenordnng von 1,59-^»76 mm (1/I6-3/16
Zoll) und in typischer Weise 3,18 mm (1/8Z0II). Der von diesem
Sieb angenommene Stoff weist in erster Linie im wesentlichen entfasertes Papiermaterial auf und wird deshalb zu demselben
Kasten geführt wie der durch die erste Ableerplatte abgezogene Stoff zum Vermischen mit diesem.
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Das vom Sieb zurückgehaltene Material weist im wesentlichen den ganzen schwimmenden Abfall vom Pulper auf, weist aber auch
eine erheb]iche Menge von regenerierbarem oder wiedergewinnbarem, noch aber unzerfasertera Papiermaterial auf. Für ein
weiteres Zerfasern kann es einem Entstipper zugeführt werden, ohne daß der Ausstoß des Entstippers zu einem Endsieb mi L relativ
größeren Löchern als denen des ersten Siebes zugeführt wird, vorzugsweise im Bereich von 6,35-12,7 mm (λ/h bis i/2
Zoll). Der von diesem Sieb angenommene Stoff wird zum Pulper rezykliert, und der Ausschuß vom Sieb, der fast ganz Kunststoff
oder anderer schwimmender Abfall ist, kann weggeworfen werden. Andererseits kann der Entstipper aus dem System fortgelassen
werden, wobei dann das Sieb noch in der gleichen Weise verwendet wird, um den schwimmenden Abfall zu separieren und
das wiederaufbereitbare Papier zum Pulper zurückzuführen.
Die Vorteile dieser Anlage und des Verfahrens gegenüber denen nach der US-Patentschrift 3 877 ^10 besteht u.a. in der Tatsache,
daß der Hauptteil des Ableerplattenboreiches für kleine
Löcher zum Ableeren von Stoff genommen wird , welcher keine weitere Zerfaserung erfordert. Gleichzeitig sorgt das Ableersystem
mit den großen Löchern für ein kontinuierliches Säubern oder Klären des Pulpers von schwimmendem Abfall, der sonst
die Ableerung mit den kleinen Löchern zu stören versuchen
würde. Außerdem wird bei nur einem geringen Teil des Ableerplattenbereiches mit großen Löchern der Strom oder Fluß zum
ersten Sieb entsprechend vermindert, ebenso wie dfe Beladung
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auf dem Entstipper, wenn ein solcher benutzt wird, und in
jedem Falle wird das Rezirkulieren oder Umwälzen des zerfaserten Stoffes zum Pulper auf ein Minimum reduziert.
Diese Merkmale führen alle zu einer vergrößerten Wirksamkeit in jeder Station und einer höheren Gesamtproduktionsgeschwindigkeit für verwendbare Faser.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der
vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der vorliegenden Beschreibung im Zusammenhang mit der einzigen Zeichnung, welche
ein Flußdiagramm zeigt unter Veranschaulichung eines Apparatesytems gemäß der Erfindung, welches auch zur Durchführung des
erfinderischen Verfahrens geeignet ist.
Das Haupüstück des in dem dargestellten System enthaltenen
Gerätes ist ein Pulper mit einem Behandlungskessel oder Trog
10, in welchem sich ein Rotor 11 über einem Ableerbereich
dreht, der aus einer Platte 12 besteht, die mit Löchern relativ kleiner Größe versehen ist, nämlich im Bereich von 3,18
bis 9,53 mm (1/8 bis 3/8 Zoll), und mit einer zweiten Platte
13» die mit wesentlich größeren Löchern versehen ist, nämlich
mit Durchmessern im Bereich von 12,7 nun bis 5,08 cm
(1/2 bis 2 Zoll). Gemäß Darstellung hat die Platte 12
einen erheblich größeren Bereich als die Platte 13 und kann in vorteilhafter Weise etwa 90 # des gesamten Ableerbereiches
einnehmen. Jede der Platten 12 und 13 steht mit einer getrennten
Ableerkanmer darunter in Verbindung, und jede dieser Ab-
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leerkammern ist ihrerseits mit ihrer eigenen Entleerungsleitung lh bzw. 15 versehen.
Ein Förderer 20 trägt das Abfallpapier zum Trog 10, und es versteht sich, daß diese Beladung oder Charge aus dem vollen Bereich des Altpapiers mit Materialien aus Handels-"Altpapier" bis festem Gemeindeabfall ausgewählt sein kann.
Eine Grobstoffaustragvorrichtung 22 ist neben dem Trog angeordnet und steht mit diesem über eine Leitung 23 in Verbindung.
Wasser wird kontinuierlich zum Trog durch eine Leitung 2k über die Grobstoff-Austragvorrichtung 22 und ihre Verbindungsleitung 23 in den Trog hinein geführt.
Bevorzugte Ausführungsformen von Pulpern oder Stoffauflösen,
welche geeignet für die Verwendung in dieser Station sind, werden in den US-Patentschriften 3 339 85I (Blakley et al)
und 3 595 ke8 (Blakley et al), und Einzelheiten der Grobstoffaustragvorrichtung sind in der US-Patentschrift 3 5U9 O92
(Baxter) gezeigt. Die wesentlichen Eigenschaften des Pulpers
bestehen darin, daß «r in der Lage ist, «in Gemisch von Altpapier und Wasser mechanischen und hydraulischen Scherkräften
und mechanischen Stößen auszusetzen, die schnell und wirksam das feste Material im Trog in Bruchstücke reduzieren ader
verkleinern, welche durch die Perforationen in der Ableerplatte
12 hindurchgehen können. Normalerweise ist der Pulper mit einer Zopfwinde 25 ausgestattet, welche auch in der US-Patent-
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schrift 3 5^9 092 gezeigt ist, und zwar zum Entfernen -von
stachligen Materialien, großen Kunststoffbahnen oder -bögen
und dergleichen.
Der Pulper 10 arbeitet kontinuierlich, wobei zusätzliches Altpapier und Wasser mit Geschwindigkeiten zugegeben werden,
welche den Festgehalt des Gemisches in einem gewünschten Bereich halten, wobei 2-8 $ für praktisch und 3-5 1P aus praktischen
Gründen für bevorzugt gelten. Eine eiste Schlammfraktion
aus Wasser und zerfasertem Papier hinreichend kleiner Größe, so daß sie durch die kleinen Löcher in der
Ableerplatte 12 hindurchgehen können, wird kontinuierlich von der zugeordneten Ableerkammer durch die Leitung \h mittels
einer Pumpe 26 abgezogen und einem Ausgleichs- oder Puffertank 30 zugeleitet, von welchem der Stoff über die
notwendige Reinigung und Kleinsortierung oder -siebung je nach den Wünschen entsprechend der herkömmlichen Praxis
weiter verarbeitet wird. Eine zweite Scliammfraktion aus
Wasser und Bruchteilmaterial, welches durch die größeren Perforationen in der Platte 13 hindurchgehen kann, wird
kontinuierlich durch die Leitung 15 von einer Pumpe 33 abgezogen,
und wenn dieser Schlamm einen erheblichen Betrag an Verunreinigungen mit hohem spezifischen Gewicht enthält,
wie z.B. Metall und Glas, wird er vorzugsweise von der Pumpe 33 zu einem Zentrifugalreiniger 3^ gefördert, um die Verunreinigungen
mit hohem spezifischem Gewicht zu entfernen und das iiaclifolgende Sieben oder Sortieren zu vereinfachen
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«owie eine mögliche Beschädigung des Siebes zu verhindern
Der gereinigte Schlamm von der Reinigungsvorrichtung 3'' enthält
dann einen beachtlichen Anteil relativ großer, unzerfasertei'
Papierstücke sowie Kunststoffstücke und dergleichen mit vergleichbarer
Größe; wenn aber die anfängliche Pulpentätigkeit
in einem Pulper mit den oben erwähnten Eigenschafton ausgeführt
wird, besteht das Ergebnis auch darin, daß ein erheblicher Anteil des Papiers, welches im wesentlichen vollständig zerfasert
worden ist, mit dem schwimmenden Abfall durch die Platte 13 abgezogen oder abgeleert wird. Dieser Schlamm wird deshalb
einer Siebung oder Sortierung in einem Sieb 35 unterworfen, so daß mindestens derpÖauptteil des im wesentlichen vollständig
zerfaserten Papiers angenommen und die unzerfaserten Papierbruchstücke,
Kunststoff und andere Stücke des Ausschusses abgewiesen werden.
Bei der praktischen Durchführung des Erfindungsgegenstandes
wurden mit dem nach der US-Patentschrift 2 835 173 aufgebauten
Sieb 35 äußerst erfolgreiche Ergebnisse erzielt, wobei auch Verbesserungen entsprechend dei?4n den USA anhängigen Anmeldung
mit der US-Serial No. h96 I60, angemeldet am 9· August
197^» eingearbeitet sind und/odei^Verbesserungen nach der am
2. Juni 1975 in USA angemeldeten und anhängigen US-Anmeldung
mit der Serial No. 582 867. Das Sieb 35 weist gemäß der Darstellung
hier ein Hauptgehäuse kO mit einer tangentialen Einlaßöffnung
4i an seinem oberen Ende einer Auslaßöffnung 42
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für angenommenen Stoff auf, von der eine Leitung 't '3 zu dem
Pui'fertank 30 und eine Abzugs öffnung hH für zurückgewiesenen
oder Ausschußstoff führt.
Im Gehäuse kO befindet sich ein Siebzylinder h*), und ein Rotor
hb arbeitet in dem Zylincier ^O und trägt Schaufeln ^7, die von
der· Oberfläche des Siebzylinders nach innen im Abstand angeordnet
sind. Zu den eifindungsgemäßen Zwecken sollten die
Perforationen in dein Siebzylinder h^ so bemessen sein, daß
sie nur im wesentlichen zerfasertes Papier und Teilchen ähnlicher Größen annehmen bzw. durchlassen. Zufriedenstellende
Ergebnisse hat man bei der praktischen Durchführung der Erfindung mit einem Sieb erhalten, welches gemäß der Beschreibung
aufgebaut war, wobei diese Perforationen kleiner sind
als die Löcher in der Ableerplatte 12, nämlich mit einem
Durchmesser im Bereich von näherungsweise 1,59 bis 3>18 mm
(i/l6 bis 1/8 Zoll) und vorzugsweise 3,18 mm (1/8 Zoll).
Der Ausschußstrom vom Sieb 35 eniha.il deshalb die relativ
kleinere Menge unzerfaserter Papierstücke und im wesentlichen
den gesamten Kunststoff- und den anderen schwimmenden Abfall. Diese Ausschußströmung wird gemäß Darstellung von der Leitung
h9 zu einem Entstipper 50 geführt, der einen zufriedenstellenden
Aufbau hat, wie z.B. ein Scheibenrefiner, und die
Strömung vom Entstipper 50 wird zu einem Endsieb 55 zweckmäßiger Art zugeführt zum Trennen der Gutfaser und der unzerfaserten
Papierstücke von den größeren Mörtel- oder Gips-
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stücken und anderem scluiimmendein Abfall. Zum Beispiel kann
das Sieb 55 ein vibrierendes oder' schwindendes Jon,- -on-IInc U-beutsieb
mit Perfora Lionen sein, die größer· als die de? Si^he:=
35 sind, z.Ii. 0,35 bis 12,7 mm {\/h bis l/2 Zoll). Das für
den Betrieb des Siebes 55 notwendige Wasser wird von einem Zweig 56 an einer Wasserleitung 2]\ zum Pulpex· geführt. Da det
Gutstoffstrom vom Sieb 55 einen weiteren Aufschluß erfordert,
wird er beim 57 zum Pulpertrog 10 zurückgeführt, und der Ausschuß
wird bei ^o abgenommen. Es versteht sich, daß die Verwendung
des Ent.stippers freigestellt ist bzw. im Belieben steht. Bei vielen Anla'jen kann er weggelassen sein, wobo L
die Ausscliußleitung h9 vom Sieb 35 dann direkt mi f dem Endsieb
55 verbunden ist und der Gutstoffstrom vom Sieb 55 zum
Trog für das notwendige weitere Zerfasern rezirkuliert wird.
Hauptvorteil ist gemäß der Erfindung, daß für den Betrieb jedes Teil der Vorrichtung in dem System hinsichtlich Belastung
und Leistung zweckmäßig ausgewogen ist. Zum Beispiel beträgt bei einem typischen System mit 3OO t/Tag der Strom
des im wesentlichen zerfaserten Stoffes, welcher durch die Platte 12 mit den kleinen Löchern abgeleert ist, im Durchschnitt
bei einer 3/^igen Konsistenz 265 t, während der Strom
des den durch die Platte I6 mit den großen Löchern abgeleerten
und zum Sieb 35 zugeführten, Abfall tragenden Stoffes bei der gleichen Konsistenz im Durchschnitt 1 '+5 t beträgt.
Das Sieb 35 ist deshalb erforderlich, um etwa 35 Ί» des ge-
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samten Flusses des abgeleerten Stoffes zu h-miJ-haben.
Der Gutstoffstrom vom Sieb 35 beträgt im Durchschni Lt 75 t/
Tag bei einer Konsistenz von etwa 2,7 $>, wobei nur etwa 70 t
bei einer Konsistenz von "},k 6P für die Handhabung durch den
Entstipper 50 und/oder das Endsieb 55 belassen werden.
Im Durchschnitt werden nähcrungsveise 15-20 °u der Ströme vom
Endsieb zum Ausschuß gemacht, wobei der Rest zum Pulpor zurückgeführt
wird . Man bemerke auch, daß, wenn der Entstipper oder das Endsieb nicht die Kapazität hat, um den ganzen
Ausschußstrom vom Sieb 35 zu handhaben, dann der Strom entsprechend
aufgeteilt werden kann, wobei der Überschuß zum Pulpertrog 10 zurückgeführt wird, wie durch die gestrichelte
Linie 60 und 61 dargestellt ist. Bei dem nachfolgenden Wiederaufschließen
wird eine Hauptmenge der rezyklierten Papierbruchstücke in ausreichender Weise für die Annahme durch die
Ableerplatte 12 mit den kleinen Löchern oder das Sieb 55 zerfasert,
wobei die Belastungen des Entstippers und des Endsiebes entsprechend reduziert werden. Somit muß bei beliebiger
Anordnung jedes Teil der Anlage nur denjenigen Anteil der Gesamtbelastung handhaben, welcher die Tätigkeit der
Anlage erfordert, wodurch die betriebliche Leistung verbessert und die Kosten und der Abrieb der Anlage minimal gemacht werden.
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to
Leerseite
Claims (1)
- Dr. Hans-Heinrich Willrath tDr. Dieter Weber Dipl.-Phys. Klaus SeiffertPATENTANWÄLTE Docket 6173D - «2 WIESBADEN i Poftfadi 1327 Gustav-Freytaf-Straic K • (06ItI) 371710 TdcfnmiMdratM· WILLPATtKTNeue Postonschrift:62'Wiesbaden I PosHach 6t 45Telex: 4186247März 1977 S/pfTHE BLACK CLAWSON COMPANY605 Clark Street
Middle town, OhioVERFAHREN ZUR WIEDERGEWINNUNG VON PAPIERFASERN AUS AB-FALLPAPIER ENTHALTENDEN MATERIALIEN UND VORRICHTUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DES VERFAHRENSPriorität vom 17. März 1976 in USA, Serial No. 667,675Patentansprüche1.) Verfahren zur Behandlung von Materialien mit Altpapier zur Rückgewinnung von Papierfasern und Wiederverwendung, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialien und Wasser zu einem Kessel (10) mit Geschwindigkeiten zugeführt werden, welche die Konsistenz der sich ergebenden Suspension im Bereich von etwa 2-8 $ halten, die Suspension in dem Kessel (1O) zur Verkleinern^ der Material·709839/0851 . 2 -bruchstücke kontinuierlich aufgeschlossen wird, kontinuierlich eine erste Schlammfraktion (i4) von dem Kessel (10)
abgeleert wird,die Flüssigkeit und solche Bruchstücke aufweist, welche durch Löcher relativ geringer Größe hindurchgehen, von dem Kessel (1O) eine getrennte zweite Schlammfraktion (15) abgeleert wird, die Flüssigkeit und solche Bruchstücke aufweist, welche durch erheblich größere Löcher hindurchgehen als die kleinen Ableerlöcher, die zweite abgeleerte Fraktion durch kleine Perforationen mit einer Größe sortiert werden (35)ι die nicht größer ist als die der kleinen Ableerlöcher, der Gutstoff vom Sieben bzw. Sortieren mit der ersten abgeleerten Fraktion vermischt will (3°)» der Ausschuß-Stoff vom Sortieren durch Perforationen einer Größe sortiert wird (55)» die zwischen den Größen der kleinen und großen Ableerlöcher ist, und daß der angenommene Stoff aus der zweiten
Sortierung zu dem Kessel (10) zurückgeführt wird (57)·2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
erste Sortieren über Perforationen einer Größe erfolgt, die kleiner ist als die der kleinen Ableerlöcher.3· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ableerlöcher mit kleiner Größe einen Durchmesser im Bereich von etwa 3,18 bis 9,53 mm (1/8 bis 3/8 Zoll) haben die grösseren Ableerlöcher Durchmesser in der Größenordnung von 6,35 nun bis 5,08 cm ( 1/4 bis 2 Zoll) haben, die kleinen Sieb-709839/0851• ρ -• 3·bzw. Sortierperforationen Durchmesser in der Größenordnung von 1,59 bis h,"l6 mm (1/16 bis 3/16 Zoll) haben und daß die Perforationen mit de^Zwischengrößo Durchmesser in der Größenordnung -von 6,35 bis 12,7 mm ( i/'t bis 1/2 Zoll) haben.k. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von der ersten Siebung oder Sortierung zurückgehaltene Stoff einer Zerfasertätigkeit (50) unterworfen wird und der zerfaserte Stoff durch die Perforationen mit Mittelgröße gesiebt bzw. sortiert wird (55)·5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufschließeinrichtung einen Trog (10) aufweist, daß eine Einrichtung (20, 2k) für die Zuführung der Materialien und des Wassers zu dem Trog (10) mit Geschwindigkeiten vorgesehen ist, welche die Konsistenz der sich ergebenden Suspension im Bereich von etwa 2 bis 8 <$> halten, eine Einrichtung (11) für das kontinuierliche Aufschließen der Suspension in dem Trog (10) zur Verkleinerung der Bruchstücke der Materialien vorgesehen ist, eine Einrichtung (12, 14) für das kontinuierliche Ableeren von Trog (1O) einer ersten Schlammfraktion vorgesehen ist, welche Flüssigkeit und diese Bruchstücke enthält, die durch Löcher relativ kleiner Größe hindurchgehen, eine Einrichtung (i3t 15) für das gleichzeitige Ableeren eines zweiten Schlammes aus dem Kessel (1O) vorgesehen ist, wobei der zweite709839/0851Schlamm Flüssigkeit und diejenigen Bruchstücke enthält, welche durch erheblich größere Löcher hindurchgehen als die kleinen Ableerlöcher, eine Sieb- bzw. Sortiereinrichtung (35) zur Aufnahme der ersten Ableerfraktion angeschlossen ist und kleine Perforationen einer Größe hat, die nicht größer als die kleinen Ableerlöcher sind, eine Einrichtung (30) zum Mischen des von der Siebeinrichtung (35) angenommenen Stoffes mit der ersten abgeleerten Fraktion vorgesehen ist, ein zweites Sieb (55) zur Aufnahme dejpvon der Siebeinrichtung (35) abgewiesenen Materialien angeschlossen ist und Perforationen einer Größe hat, die zwischen der Größe der kleinen und großen Ableerlöcher liegt und daß eine Einrichtung (57) zur Rückführung des angenommenen Stoffes von dem zweiten Sieb zum Trog (10) vorgesehen ist.6. Vorrichtung nach Anspruch 5· dadurch gekennzeichnet, daß die kleinen Perforationen kleiner sind als die kleinen Ableerlöcher.7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ableerlöcher mit kleiner Größe Durchmesser in der Grössenordnung von im wesentlichen 3»1 b±a 9 #53 "im ( I/8 bis 3/8 Zoll) haben, die größeren Ableerlöcher Durchmesser im Bereich von 6,35 "«η bis 5,08 cm ( 1/4 bis 2 Zoll) haben, die kleinen Sortierperforationen Durchmesser im Bereich von709839/08S1 - 5 -1,59 bis 4,76 mm (i/i6 bis 3/i6 Zoll) haben und daß die Perforationen der Zwischengröße Durchmesser im Bereich von 6,35 bis 12,7 mm (λ/h bis 1/2 Zoll) haben.8. Vorrichtung nach Anspruch 5t dadurch gekennzeichnet, daß eine Zerfaserungseinrichtung (50) zur Aufnahme der von der Siebeinrichtung (35) zurückgewiesenen Materialien angeschlossen ist und eine Einrichtung zur Führung der sich ergebenden zerfaserten Materialien zum zweiten Sieb vorgesehen ist.709839/0851
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