DE2710595C3 - Verfahren zur Herstellung der Trans-Isomeren von Cyclohexan-l,4-diamin-, diurethanen, -diharnstoffen, -disulfonylharnstoffen und -diisocyanat - Google Patents
Verfahren zur Herstellung der Trans-Isomeren von Cyclohexan-l,4-diamin-, diurethanen, -diharnstoffen, -disulfonylharnstoffen und -diisocyanatInfo
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Description
Cyclohexan-1,4-diisocyanat. Cyclohexan-1,4-diamin,
Cyclohexan-1,4-diurethane, Cyclohexan-1,4-disulfonylharnstoffe
und Cyclohexan-1,4-diharnstoffe stellen wertvolle Ausgangsstoffe für Polyurethane, Polyamide
und andere Polymere dar. Wichtige Eigenschaften dieser Polymeren, z. B. die Festigkeit, die Schrumpffestigkeit
und der Glasumwandlungspunkt hängen in entscheidendem Maße von der stereoisomeren Form
der eingesetzten Cyclohexanderivate ab, und zwar sind sie umso besser, je höher der Anteil der trans-Isomeren
im Gemisch der isomeren Cyclohexan-l/l-Derivate ist.
Da man bei der Synthese der Cyclohexan-M-Derivate stets ein Gemisch der eis- und der trans-Isomeren erhält,
ist man bestrebt, die trans-Verbindung anzureichern oder womöglich reines trans-Isomeres zu gewinnen.
Ausgangspunkt aller bisherigen Bemühungen war das Cyclohexan- 1,4-diamin. Diese Verbindung entsteht
neben anderen bei der Hydrierung von p-Phenylendiamin an Nickel- oder Kobaltkatalysatoren in Methylcyclohexan
bzw. in Dioxan oder Decalin bei 180°C/100 bzw. 150 at [Hoshino, Bull. ehem. Soc. Japan 19 (1944),
153, 154; J. ehem. Soc. Japan 62 (1941), 190, 192; C A.
1942, 5140; US-PS 21 75 003]. Nach dem Verfahren der
ίο US-PS 35 20 928 wird das p-Phenylendiamin als
mineralsaures Salz eingesetzt und die Hydrierung unter Verwendung eines säurebeständigen Katalysator;., z. B.
eines Platin- oder Palladiumkatalysators in wäßriger Lösung bei Temperaturen von 50 bis 1500C und unter
Drücken von 0,35 bis 14 at durchgeführt. Für die Hydrierung des p-Phenylendiamins geeignete Katalysatoren
sind auch Ruthenium-Katalysatoren [Chemical Abstracts Vol. 63 (1965), 11 415 h; Vol. 69 (1968), 25 775
und Vol. 72 (1970), 132 192 k]. Nach dem Verfahren der
2ü US-PS 36 36 108 werden alkalimodifizierte Rutheniumträgerkatalysatoren
(vgl. auch CA-PS 8 39 281 und CA-PS 8 92 636) und nach dem Verfahren der DE-OS
21 32 547 durch Fällung eines Oxidhydrates des Rutheniums erhaltene Katalysatoren verwendet. Weiterhin
erhält man 1,4-Diamino-cyclohexan bei der Hydrierung von 4-Nitro-anilin in Gegenwart von
kolloidem Platin in Essigsäure und Salzsäure bei ca. 65°C (Skita, Berendt, Ber. 52,1534) sowie in Gegenwart
eines Ruthenium-Katalysators bei 200C bis 250"C unter
in Drücken oberhalb 7 at (US-PS 26 06 925). Bei allen diesen Verfahren erhält man ein Gemisch der eis- und
der trans-Form, wobei das Gleichgewicht bei etwa 70% trans-Form und 30% cis-Form liegt (Chem. Abstr. 82
(1975), 111479a).
Aus diesem Isomerengemisch kann das trans-Cyclohexan-1,4-diarr.in
durch fraktionierte Kristallisation gewonnen werden (US-PS 36 57 345). Jedoch sind
hierfür zahlreiche Kristallisationen erforderlich. Eine wirksamere Trennung der Isomeren läßt sich durch
fraktionierte Kristallisation geeigneter Derivate erzielen. Ein Beispiel hierfür ist die fraktionierte Kristallisation
der Bis-Methyicarbamate und deren anschließende Hydrolyse mittels Chlorwasserstoff (Chem. Abstr. 74
(1971), 87 370c). Nachteilig ist hierbei, daß zusätzlich ein
Verfahrensschritt zur Herstellung des Derivats und ein Verfahrensschritt zur Regenerierung des Diamins
erforderlich sind.
In der US-PS 34 91 149 wird ein Verfahren beschrieben, wonach das Isomerengemisch mit einer organisehen
Polyhydroxyverbindung mit 2 bis 13 Kohlenstoffatomen und 2 bis 4 Hydroxygruppen ggf. in Gegenwart
eines Lösungsmittels wie Cyclohexandimethanol zu einer »Polyolat«-Koordinalionsverbindung umgesetzt
wird. Die eis- und trans-Isomeren dieser Koordinations-Verbindung besitzen ein stärker unterschiedliches
Kristallisationsvermögen als die entsprechenden 1,4-Diamino-cyclohexan-Isomeren und können daher
auch leichter voneinander getrennt werden. Anschließend wird die trans-Koordinationsverbindung unter
W) normalem oder reduziertem Druck einer fraktionierten
oder azeotropen Destillation unterworfen, wobei sich das trans-1,4-Diamino-cyclohexan und die Polyhydroxyverbindung
wieder voneinander scheiden. Allerdings kann auch bei diesem Verfahren in einer einzigen
μ Kristallisationsstufe nur ein Teil des ursprünglichen
trans-Isomeren gewonnen werden. Das Filtrat enthält das restliche trans-Isomere sowie praktisch das gesamte
ursprüngliche cis-Isomere.
Derartige Gemische aus Stereoisoineren des 1,4-Diaminocyclohexans,
die mehr cis-Isomeres enthalten als der Gleichgewichtskonzentration entspricht, können
nach einem in der US-PS 36 57 345 beschriebenen Verfahren weiterverarbeitet werden. Hiernach wird das
Reaktionsgemsich bei 150 bis 3000C in Gegenwart eines
alkalimodifizierten Rutheniumkatalysators und in Gegenwart von Ammoniak unter Druck mit Wasserstoff
behandelt Hierbei stellt sich wieder das übliche Gleichgewicht von ca. 70% trans- und ca. 30%
cis-Isomeren ein und ein Teil des trans-Isomeren kann
wiederum durch fraktionierte Kristallisation abgetrennt werden. Das Verfahren kann auch unter Zusatz von
p-Phenylendiamin durchgeführt werden.
In vergleichsweise reiner Form erhält man das r> trans-Isomere auch, wenn man von einem reinen
trans-Vorprodukt ausgeht und diese in das trans-i,4-Diamino-cyclohexan
überführt Beispiele hierfür sind folgende: Umsetzung von fein verteiltem trans-Hexahydro-terephthalsäurediazid
mit Wasser, nachfolgendes Behandeln mit Wasser unter Druck bei 1200C und
Erhitzen des Reaktionsproduktes mit konz. Salzsäure unter Druck auf 1400C (Curtius, J. prakt. Chem. [2] 91,
33); Erhitzen von trans-Hexahydro-p-phenylendiurtthan
mit konz. Salzsäure im Rohr (Curtius, ]. prakt. zr>
Chem. [2] 91, 34); Hydrierung von trans-1,4-Dinitro-cyclohexan in Essigsäure und in Gegenwart eines
Platinkatalysators bei 25°C (A. T. Nielsen, J. Org. Chem.
Vol. 27 (1962), 1998-2001). Bei diesen Verfahren ist jedoch das Problem der Herstellung eines stereospezifi- jii
sehen Isomeren lediglich auf eine chemische Vorstufe desselben verschoben.
Das nach den oben beschriebenen Methoden erhältliche reine lrans-Cyclohexan-l,4-diamin kann
anschließend in bekannter Weise durch Phosgenierung j">
in trans-Cyclohexan-M-diisocyanat und dieses wiederum
in die reinen trans-Cyclohexan-l,4-diurethane oder -diharnstoffe überführt werden. Zusammenfassend ist
also festzustellen, daß es sich bei a'l den obengenannten
Verfahren nicht um stereospezifische Synthesen der ad Cyclohexan-1,4-Derivate handelt, sondern um die
Trennung eines cis-trans-Isomerengemisches des Cyclohexan-l,4-diamins
oder eines Vorläufers desselben und um Folgereaktionen des abgetrennten trans-Isomeren.
Für die Herstellung des Cyclohexan-l,4-diamins v>
bietet sich theoretisch auch der Hofmann-Abbau des Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamids an. Der Hofmann-Abbau
von Carbonsäureamiden führt bekanntlich über die Stufen des N-Chloramids und des Isocyanats
zum Amin. Führt man die Reaktion in Anwesenheit von Natriumalkoholat in einem Alkohol durch, so gelangt
man zu einem Urethan, führt man sie in Anwesenheit eines primären oder sekundären Amins durch, so erhält
man einen substituierten Harnstoff, führt man sie in Anwesenheit eines primären Sulfonamids in einem v,
Gemisch aus Dimethylformamid und Wasser durch, so erhält man einen substituierten Sulfonylharnstoff. Das
N-Chloramid und damit das Isocyanat sind nur in seltenen Fällen als Zwischenprodukte des Hofmann-Abbaues
faßbar, in der Regel muß man daher das :i<.
Isocyanat aus dem substituierten Harnstoff, einem Urethan, einem Sulfonylharnstoff oder auf einem
anderen Wege synthetisieren. Im Falle des Hotmann-Abbaues von Cyclohexan-I^-dicarbonsäurediamid gelangt
man ebenfalls direkt zum Cyclohexan-l,4-diamin, - > die intermediären Zwischenstufen können nicht abgefangen
werden. Das hier benötigte Cyclohexan-1,4-dicarbonsäurediamid ist nach dem Verfahren der DE-PS
24 10 537 durch Umsetzung von Cyclohexan-M-dicarbonsäure
mit Harnstoff in wenigstens lOgewichtsprozentigem Oleum oder in Chlorsulfonsäure mit 82%iger
Ausbeute und nach dem Verfahren der DE-OS 24 37 470 durch Ämmonolyse eines Oligo- oder Polyesters der
Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure mit 97%iger Ausbeute leicht in analysenreiner Form zugänglich. Unterwirft
man das nach diesem Verfahren oder nach einem der üblichen anderen Verfahren, beispielsweise aus dem
Ammoniumsalz der Carbonsäure oder durch Umsetzung des Anhydrids, des Säurechlorids oder eines Esters
der Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure hergestellte Produkt dem Hofmann-Abbau, so erhält man stets ein Gemisch
aus dem eis- und dem trans-Isomeren. Dies gilt auch für den Fall daß man das nach dem Verfahren der DE-OS
25 02 412 durch Chlorierung von Cyclohexan-l^-dicarbonsäurediamid
zugängliche Cydohexan-M-dicarbonsäure-bic-N-chloramid
dem Hofmann-Abbau unterwirft. Es war also auch auf dem Wege des Hofmann-Abbaues
bislang nicht möglich, eines der oben genannten reinen trans-Isomeren herzustellen.
Überraschenderweise ist es nun gelungen, durch die Auswahl geeigneter Reaktionsparameter eine Synthese
zur Verfügung zu stellen, die ausgehend von einem cis/trans-Gemisch der Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure
oder einem ihrer monomeren, oligomeren oder polymeren Ester stereospezifisch und mit hoher
Ausbeute zu den gewünschten trans-Isomeren führt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der Trans-Isomeren von
Cyclohexan-l,4-diamin, -diurethanen, -diharnstoffen, -disulfonylhamstoffen und -diisocyanat, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß man Cyclohexan-M-dicarbonsäure,
einen niedrigmolekularen Alkylester, einen Glykolester, einen oligomeren Ester oder einen
Polyester dieser Säure oder ein Gemisch der genannten Verbindungen in bekannter Weise in einem mehrwertigen
Alkohol bei 25 bis 2000C und einem Ammoniakpartialdruck
von 0,1 bis 50 bar mit Ammoniak zum Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamid umsetzt, dieses
feste Diamid von anhaftendem wasserlöslichen Bestandteilen befreit, es dann in bekannter Weise in
wäßriger Mineralsäure oder in wäßriger Suspension bei 0 bis 40° C chloriert, das hierbei erhältliche Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
abtrennt, mit kaltem Wasser chlorfrei wäscht und schließlich dieses Bis-N-chloramid
nach folgenden, an sich bekannten Methoden
a) durch Behandlung mit einem Alkali- oder Erdalkalihydroxid in trans-Cyc!ohexan-l,4-diamin,
b) durch Umsetzung mit einem Alkohol oder mit einem Glykol in Gegenwart eines Alkali- oder
Erdalkalihydroxids oder eines Alkoholates in ein trans-Cyclohexan-l,4-diurethan,
c) durch Umsetzung mit einem primären oder sekundären Amin in Gegenwart eines Alkali- oder
Erdalkalihydroxids in einem trans-Cyclohexan-1,4-diharnstoff
d) oder durch Behandlung mit einem primären Sulfonamid
in Gegenwart eines Alkalihydroxids in einem Gemisch aus Dimethylformamid und Wasser in
einen trans-Cyclohexan-M-sulfonylharnstoff oder
e) den nach c) erhaltenen Diharnstoff durch Behandlung
mit gasförmigem Chlorwasserstoff in einem inerten Lösungsmittel oder
das nach b) erhaltene Urethan durch thermische Spaltung in der Gasphase oder in der Flüssigphase
gegebenenfalls in einem inerten Lösungsmittel
oder
den nach d) erhaltenen Disulfonylharnstoff durch thermische Behandlung in einem inerten Lösungsmittei
in Cyc'ohexan-l^-diisocyanat umsetzt.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist das cis/trans-Verhältnis der Ausgangsstoffe ohne Belang, selbst bei
Ausgangsstoffen mit einem sehr hohen cis/trans-Verhältnis, beispielsweise von 10:1, erhält man die
g&wünschten Reaktionsprodukte ausschließlich in der trans-Form. Es ist bekannt, daß bei Verbindungen,
welche in stereoisomeren Formen existieren, unter stark basischen Bedingungen und bei erhöhter Temperatur
stets die Einstellung eines Gleichgewichtes zwischen der eis- und der trans-Form erfolgt Es ist daher
überraschend, daß das erfindungsgemäße Verfahren, bei welchem wenigstens in zwei Reaktionsstufen stark
basische Bedingungen und hohe Reaktionstemperaturen angewandt werden, dennoch nahezu ausschließlich
zu den trans-Verbindungen führt, d. h. also, daß im
vorliegenden Falle erstaunlicherweise die zu erwartende Einstellung eines cis/trans-Gleichgewichtes ausbleibt.
Ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens ist, daß man nicht von einem auf beliebige
Weise synthetisierten Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamid
ausgehen kann. Entscheidend ist vielmehr, daß das einzusetzende Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamid
durch Ammonolyse eines niederen Alkyl- oder Glykolesters, eines oligomeren oder polymeren Esters der
Cyclohexan-l^-dicarbonsäure in einem mehrwertigen
Alkohol oder durch Amidierung von Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure in Gegenwart eines mehrwertigen Alkohols
hergestellt wird und nur die wasserunlöslichen Anteile für die weitere Umsetzung Verwendung finden.
Bezüglich der Herstellung des Cyclohexan-l,4-dicarbonsäurediamids aus oligomeren oder polymeren
Estern der Cyclohexan-M-dicarbonsäure wird auf die DE-PS 24 37 470 verwiesen. Beispiele für mehrwertige
Alkohole, aus welchen die benötigten Oligo- bzw. Polyester erhalten werden, sind
Äthylenglykol,
Diäthylenglykol,
1,3-Propandiol,
1,4-Butandiol,
1,6-Hexandiol,
1,8-Octandiol,
1,10-Decandiol,
1,2-Propandiol,
2,2-Dimethyl-1,3-propandiol,
2,2,4-Trimethylhexandiol,
Cyciohexan-l,4-dimethanol und
Glycerin.
Als Ausgangsstoffe kommen auch Copolykondensate aus Cyclohexan-M-dicarbonsäure und mehreren der
genannten Diole in Betracht. Ais Reaktionsmedium werden die oben bereits als Esterkomponente genannten
mehrwertigen Al!;cuole eingesetzt. Es können auch
Gemische diesel AiKonole verwendet werden. Als
Reaktionsmedium wird vorzugsweise derjenige Alkohol eingesetzt, welcher die Alkoholkomponente des Cyclohexan-1,4-oligo-
bzw. -polyesters bildet. Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens geht man von einem oligomeren oder polymeren Äthyle^glykolester der Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure
aus und führt die Ammonolyse in Äthylenglykol durch. Es ist auch möglich, anstelle der
lenigen Oligo- und Polyester das bei deren Herstellung anfallende Reaktionsgemisch, welches überschüssiges
r> Diol enthält, einzusetzen. Die Mengen an mehrwertigen
Alkohol, der als Reaktionsmedium dient, liegen im
Bereich von 100 bis 1000 Gewichtsprozent, bezogen auf
eingesetzten Oligo- bzw. Polyester.
Die Reaktionstemperaturen können im Bereich von
πι 25 bis 2000C liegen. Bevorzugt sind Reaktionstemperaturen
von 50 bis 1600C. Die Ammoniakpartialdrücke
liegen im Bereich von 0,1 bis 50 bar. Aus technischen und ökonomischen Gründen wird die Ammonolyse
bevorzugt bei Ammoniakpartialdrücken unter 20 bar
ii durchgeführt. Die erforderliche Reaktionsdauer ist
abhängig von der Art des eingesetzten Oligo- bzw. Polyesters, vom Ammoniakpartialdruck sowie von der
R.eaktionstemperatur und im Falle der Ammonolyse einer Oligo- bzw. Polyester-Suspension in entscheiden-
2« dem Maße auch von der Dicke des Ausgangsmaterials.
Wenn die Ammonoiyse in Lösung oder bei einem sehr feinteiligen Material erfolgt, ist sie unter den bevorzugten
Verfahrensbedingungen in der Regel in weniger als zwei Stunden abgeschlossen. Im Falle eines sehr
grobteiligen Materials ergeben sich längere Reaktionszeiten, bei einem Polyester der Körnung 5 mm
beispielsweise eine Reaktionsdauer von 5 bis 6 Stunden. Die Ammonolyse kann z. B. in der Weise durchgeführt
werden, daß man zunächst den Oligo- bzw.
3n Polyester im mehrwertigen Alkohol löst oder suspendiert
und dann unter Reaktionsbedingungen gasförmiges Ammoniak in die Lösung bzw. Suspension einleitet
oder durchleitet, wobei man gleichzeitig für eine gute Durchmischung sorgt. Es ist auch möglich, die Lösung
bzw. Suspension in einem Autoklav einzutragen, den Gasraum des Autoklav mit der erforderlichen Menge
Ammoniak zu füllen und den Autoklavinhalt intensiv zu mischen.
Bei Einsatz von sehr grobteiligem Polymerniaterial empfiehlt es sich, dasselbe zunächst bei einer Temperatur
oberhalb der vorgesehenen Reaktionstemperatur im mehrwertigen Alkohol zu lösen und dann diese Lösung
auf Reaktionstemperatur abkühlen zu lassen. Hierbei fällt der Polyester, falls er nicht vollständig gelöst bleibt,
in feinzerteilter Form aus und wird somit dem Angriff des Ammoniaks leichter zugänglich. Auf diese Weise
lassen sich auch bei grobteiligem Ausgangsmaterial kurze Reaktionszeiten erzielen.
Bezüglich der Herstellung des Diamids aus einem Glykolester wird auf die US-PS 32 96 303 verwiesen.
Nach dem dort beschriebenen Verfahren erfolgt die Ammonolyse ausgehend vom Äthylenglykol-, Propylenglykol-
oder Diäthylenglykolester bei Temperaturen von 25 bis 130°C in überschüssigem Glykol. Das
Verfahren ist jedoch nicht auf die dort genannten Ausgangsverbindungen und Temperaturbedingungen
beschränkt. Weitere geeignete Glykolester sind die bereits oben bei der Herstellung oligomerer und
polymerer Ester genannten Ausgangsverbindungen.
Analog können auch die niederen Alkylester in das Cyclohexan-l^-dicarbonsäurediamid überführt werden.
Als niedere Alkylester kommen insbesondere Verbindungen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylrest in
Betracht, also beispielsweise der Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl- und Isobutylester der Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure.
Hierbei ist es vorteilhaft, den Alkylester in einem mehrwertigen Alkohol, vorzugsweise Äthylenglykol,
umzuestern und den dabei freiwerdenden
'.'ff.-ititav..
AAv...
niederen Alkohol destillativ aus dem Reaktionsgemisch zu entfernen. Zur Durchführung dieses Verfahrens
erhitzt man den Alkylester im mehrwertigen Alkohol bei Temperaturen von 50 bis 120°C und leitet
währenddessen einen schwachen Ammoniakstrom durch das Ri-aktionsgemisch. Überraschenderweise
wird die Umesterung durch das Ammoniakgas so stark beschleunigt, daß man auf den üblichen Umesterungskatalysator
verzichten kann. Die anschließende Ammonolyse der Glykolester liefert reineres Diamid und höhere
Ausbeuten als die Ammonolyse der Alkylester, da die während der Ammonolyse abgespaltenen niederen
Alkohole mit dem Ammoniak Nebenprodukte wie z. B. primäre Amine bilden.
Die Ammonolyse der polymeren, oligomeren und monomeren Diester der Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure
wird in der in der DE-PS 24 37 470 beschriebenen Weise bei Temperaturen von 25 bis 200° C, vorzugsweise bei 50
bis 160°C und bei Ammoniakpartialdrücken von 0,1 bis
50 bar, vorzugsweise bei 1 bis 20 bar durchgeführt.
Auch die cis/trans-Cyclohexan-M-dicarbonsäure
kann durch Umsetzung mit Ammoniak in einem mehrwertigen Alkohol in das Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamid
überführt werden. Hierbei geht man zweckmäßigerweise so vor, daß man das cis/trans-Gemisch
der Cyclohexan-M-dicarbonsäure mit einem mehrwertigen Alkohol, vorzugsweise Äthylenglykol,
verestert und dann unter den obengenannten Ammonolysebedingungen bei 50—160°C und unter Ammoniakpartialdrücken
von 0,1 bis 50 bar in das Reaktionsprodukt Ammoniak einleitet. Die Ausbeute an Cyclohexan-1.4-dicarbonsäurediamid
beträgt bei diesem Verfahren 84% der Theorie.
Verfahrenswesentlich ist beim erfindungsgemäßen Verfahren nicht nur die bestimmte Auswahl eines für die
Herstellung des benötigten Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamids
einzuschlagenden Syntheseweges, sondern dariiberhinaus das Merkmal, daß lediglich der bei
den speziellen Herstellungsverfahren aus dem Reaktionsgemisch ausfallende feste und von anhaftenden
wasserlöslichen Bestandteilen befreite Anteil des Dicarbonsäurediamids als Ausgangsverbindung für die
anschließenden Synthesestufen zu verwenden ist. Bei seiner Herstellung in einem mehrwertigen Alkohol
bleibt ein beachtlicher Teil des Cyclohexan-1.4-diamids im Reaktionsgemisch gelöst, im Falle des Äthylenglykols
als Reaktionsmedium fallen nur etwa 80% des in praktisch quantitativer Ausbeute entstandenen Diamids
an. Das nach dem Abtrennen des festen Diamids im Filtrat des Reaktionsgemisches verbleibende gelöste
Diamid ist für die Synthese der erfindungsgemäß her/usienenden reinen irans-Verbindungen nicht geeignet;
dies gilt auch für die an dem ausgefällten festen Diamid anhaftenden wasser- oder methanollöslichen
Anteile des Diamids, sie müssen durch Waschen, beispielsweise mittels Wasser, abgetrennt werden. Die
im Reaktionsgemisch gelösten Anteile des Diamids sind jedoch nicht verloren: Die glykolische Mutterlauge
kann wieder bei der Ammonolyse eingesetzt, also im Kreislauf geführt werden. In diesem Falle erhöht sich
sogar der Anteil an Cyclohexan-i^-dicarbonsäurediamid,
der aus dem Reaktionsgemisch ausfällt, auf über 95% der Theorie. Vorzugsweise wird daher beim
erfindungsgemäßen Verfahren die nach dem Abtrennen des festen ausgefallenen Dicarbonsäurediamids verbleibende
Mutterlauge im Kreislauf geführt, d. h. bei der Umsetzung der Cyclohexan-l/l-dicarbonsäure bzw.
deren Ester wiederverwendet Auch die im Waschwas-
50
55
60
65 ser des ausgefällten festen Diamids enthaltene wasserlösliche
Diamid-Fraktion kann wieder bei der Ammonolyse verwendet werden. Zweckmäßigerweise werden
die Waschwässer gesammelt, eingeengt, mit der glykolischen Mutterlauge vereint und gemeinsam durch
Destillation von Wasser und gegebenenfalls anwesenden niederen Alkoholen befreit.
Das auf die oben beschriebene Weise erhältliche Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamid wird anschließend
nach dem Verfahren der DE-OS 25 02 412 suspendiert in einer wäßrigen Mineralsäure oder in Wasser bei 0 bis
40°C zum Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure-bis-N-chIoramid
chloriert.
Als wäßrige Mineralsäuren eignen sich z. B. verdünnte wäßrige Salzsäure, Schwefelsäure und Phosphorsäure.
Vorzugsweise geht man hierbei von einer neutralen wäßrigen Suspension des Diamids aus, wobei sich der
bei der Chlorierung als Nebenprodukt entstehende Chlorwasserstoff im Reaktionsgemisch löst und die
Umsetzung somit in verdünntem wäßrig-salzsaurem Medium erfolgt. Bevorzugt wird ferner von einer
verdünnten salzsauren oder verdünnten schwefelsauren wäßrigen Suspension des Diamids ausgegangen.
Die Chlorierung des Diamids verläuft exotherm. Sie wird bei Temperaturen von 0 bis 40°C durchgeführt. Die
Anwendung höherer Temperaturen ist insofern nachteilig, als unter diesen Bedingungen durch Hydrolyse
merkliche Mengen Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure entsteht. Aus ökonomischen Gründen wird die Chlorierung
bevorzugt bei 5 bis 25°C durchgeführt, wobei die Reaktionswärme durch Wasserkühlung abgeführt werden
kann.
Die Chlorierung kann sowohl bei Normaldruck als auch bei erhöhtem Druck durchgeführt werden. Mit
steigendem Druck nimmt zwar die benötigte Reaktionszeit ab, der bevorzugte Druckbereich liegt jedoch aus
ökonomischen Gründen etwa zwischen 1 und 6 bar.
Da die Chlorierung in heterogener Phase erfolgt, ist für eine gute Durchmischung der Suspension zu sorgen.
Die Verdünnung des Reaktionsgemisches sollte mindestens so bemessen sein, daß dasselbe ohne Schwierigkeiten
gerührt oder auf andere Weise durchmischt werden kann. Die bevorzugte Verdünnung des Reaktionsansatzes
beträgt ca. 100—200 g Diamid pro Liter Wasser bzw. wäßrige Mineralsäure.
Bei Einhaltung der genannten Verfahrensbedingungen ist die Chlorierung nach etwa 0,25 bis 2 Stunden
beendet. Das Diamid wird praktisch quantitativ in das Bis-N-chloramid überführt, ohne daß zwischenzeitlich
eine Lösung auftritt. Die nach abgeschlossener Chlorierung vorliegende Suspension enthält als Feststoff lediglich
das Cyciohexan-i^-dicarbonsäure-bis-N-chioramid,
es kann in einfachster Weise z. B. durch Abfiltrieren oder Abschleudern abgetrennt werden. Zum Waschen
wird Wasser von 0 bis 15° C, vorzugsweise Eiswasser angewandt. Der Niederschlag sollte chlorfrei
gewaschen werden, da die Anwesenheit von freiem Chlor als Oxydationsmittel bei der anschließenden Hofmann-Reaktion
stört. Nach dem Waschen und anschließendem Trocknen bei z. B. 50° C im Vakuum erhält man
das Produkt in höchster Reinheit. Für die nachfolgenden Reaktionsschritte werden nur die unlöslichen, mit
kaltem Wasser chlorfrei gewaschenen Anteile des Cyclohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramids verwendet
Anschließend wird das auf die oben beschriebene Weise nach üblichen Methoden durch Ammonolyse
eines monomeren, oligomeren oder polymeren Esters
der Cyclohexan-M-dicarbonsäure in einem mehrwertigen
Alkohol oder durch Amidierung der Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure in einem mehrwertigen Alkohol und
anschließende Chlorierung des hierbei erhältlichen Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamids hergestellte Cyclohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
zum Diamin, zum Diisocyanat, zu einem Diurethan, zu einem
Diharnstoff oder zu einem Disulfonylharnstoff weiter umgesetzt.
Die Synthese des Cyclohexan-l,4-diamins erfolgt durch Umsetzung des Cyclohexan-l/t-dicarbonsäurebis-N-chloramids
mit einem Alkali- oder einem Erdalkalihydroxid. Dies geschieht in der Weise, daß das
Bis-N-chloramid in einem vorzugsweise wäßrigen Hydroxid gelöst bzw. suspendiert und erhitzt wird. Als
Hydroxide eignen sich alle Alkali- und Erdalkaiihydroxide, aus ökonomischen Gründen wird jedoch Natrium-
und Calciumhydroxid der Vorzug gegeben. Das Hydroxid gelangt vorzugsweise in stöchiometrischer
Menge zur Anwendung. Es ist weder erforderlich noch vorteilhaft, einen Überschuß an Hydroxid einzusetzen.
Die Umsetzung des Bis-N-chloramids erfolgt zweckmäßig
bei Temperaturen im Bereich von 20 bis 95°C, vorzugsweise von 30 bis 80° C. Vorzugsweise werden 5
bis45 Gew.-% Bis-N-chloramid-Lösungen bzw. Suspensionen
eingesetzt.
Die Isolierung des Diamins aus dem Reaktionsgemisch kann durch Extraktion mit Chloroform, 1,2-Dichloräthan
oder einem anderen Lösungsmittel erfolgen. Das Diamin fällt im Reaktionsgemisch jedoch in einer
solchen Reinheit an, daß es auch durch fraktionierte Kristallisation abgetrennt werden kann. Als weitere
Abtrennungsinöglichkeiten bieten sich die Wasserdampfdestillation oder die Ausfällung des Amins mit
Schwefelsäure bzw. Salzsäure als Salze an.
Die Umlagerungsreaktion ist stark exotherm und wird vorzugsweise adiabatisch durchgeführt. Wenn bei
hohen Ausgangskonzentrationen an Cyclohexan-l,4-di· carbonsäure-bis-N-chloramid infolge der hohen Wärmeentwicklung
eine adiabatische Fahrweise nicht mehr möglich ist, kann die Reaktion unter Verdampfungskühlung
(z. B. mit Methylenchlorid als Verdampfungsmittel) durchgeführt werden.
Zur Herstellung der trans-Cyciohexan-1,4-diurethane wird das CycIohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
in Gegenwart eines Alkali- oder Erdalkalihydroxids mit einer Hydroxylverbindung umgesetzt. Geeignete
Hydroxylverbindungen sind alle Alkohole und Phenole, welche ein Alkali- oder Erdalkalihydroxid
wenigstens partiell zu lösen vermögen. Hierzu zählen die einwertigen Alkohole, insbesondere die niederen
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r-virv_yiaii^wiiuJt wie ivicLU^l-, Ainyi-, π U(JyI-, IiUUl UUVI-,
Butyl- und Isobutylalkohol, weiterhin die Glykole wie z. B. Äthylenglykol, Propylenglykol und Glycerin sowie
zahlreiche carbocyclische und heterocyclische Phenole.
Geeignete carbocyclische Phenole sind einwertige monocyclische Phenole wie das Phenol, o-, m- und p-Kresol, die Xylenole, Thymol und Carvacrol, ferner zwei- und mehrwertige monocyclische Phenole wie z. B. Brenzcatechin, Resorcin, Hydrochinon, Pyrogallol, Oxyhydrochinon, Phloroglucin, weiterhin monocyclische Polyhydroxybenzole sowie di- und polycyclisch^ Phenole wie z. B. Naphthole und Oxyanthracene. Geeignet sind ferner Substitutionsprodukte der oben genannten Phenole, v/ie z. B. die entsprechenden halogenierten, sulfurierten und nitrierten Verbindungen sowie entsprechende Ätherderivate. Beispiele für heterocyclische Phenole sind Hydroxyderivate der Heterocyclen, Pyrrol, Furan, Thiophen, Pyrazol, Imidazol, Oxazol, Thiazol, Triazol, Tetrazol, Pyridin, Pyrimidin, Pyrazin und Triazin sowie entsprechende benzokondensierte Derivate.
Geeignete carbocyclische Phenole sind einwertige monocyclische Phenole wie das Phenol, o-, m- und p-Kresol, die Xylenole, Thymol und Carvacrol, ferner zwei- und mehrwertige monocyclische Phenole wie z. B. Brenzcatechin, Resorcin, Hydrochinon, Pyrogallol, Oxyhydrochinon, Phloroglucin, weiterhin monocyclische Polyhydroxybenzole sowie di- und polycyclisch^ Phenole wie z. B. Naphthole und Oxyanthracene. Geeignet sind ferner Substitutionsprodukte der oben genannten Phenole, v/ie z. B. die entsprechenden halogenierten, sulfurierten und nitrierten Verbindungen sowie entsprechende Ätherderivate. Beispiele für heterocyclische Phenole sind Hydroxyderivate der Heterocyclen, Pyrrol, Furan, Thiophen, Pyrazol, Imidazol, Oxazol, Thiazol, Triazol, Tetrazol, Pyridin, Pyrimidin, Pyrazin und Triazin sowie entsprechende benzokondensierte Derivate.
Bei der Synthese der trans-Diurelhane werden je Mol Bis-N-chloramid zwei Mole Alkalihydroxid oder ein
Mol Erdalkalihydroxid benötigt. Auch in der Praxis werden vorzugsweise stöchiometrische Mengen Hydroxid
angewendet. Bei Einsatz überschüssigen Hydroxids entsteht als Nebenprodukt trans-Cyclohexan-M-diamin,
bei Anwendung unterschüssigen Hydroxids läuft die Umsetzung nicht quantitativ ab und es bilden sich
u. a. größere Mengen Acylharnstoffe.
Das Verfahren wird bei Temperaturen von 0 bis 150°C, vorzugsweise von 10 bis 80°C, durchgeführt. Die
Diurethanbildung erfolgt exotherm.
Die Hydroxy-Verbindung wird im Überschuß eingesetzt, sie kann gleichzeitig als Reaktionsmedium dienen.
Die erforderliche Mindestmenge entspricht der Menge, welche benötigt wird, um das Gemisch rührfähig zu
halten. Es werden demzufolge vorzugsweise gesättigte Alkali- oder Erdalkalihydroxid-Lösungen in dem anzuwendenden
Alkohol oder Phenol benützt.
Zur Durchführung des Verfahrens stellt man zweckmäßigerweise zunächst eine Lösung des Hydroxids in dem Alkohol bzw. dem Phenol her und trägt dann unter Rühren und Kühlung auf Temperaturen von weniger als 10°C das Cyclohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramid ein. In der Regel löst sich das Bis-N-chloramid unter Salzbildung innerhalb weniger Minuten auf. Es entsteht eine klare farblose Lösung, welche allmählich, schneller beim Erhitzen auf Temperaturen von mehr als 25°C einen feinen weißen voluminösen Niederschlag abscheidet. Es kann aber auch in einer Suspension des Alkali- oder Erdalkalisalzes des CycIohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramids gearbeitet werden. In diesem Fall löst sich das Salz im Verlaufe der Reaktion in dem Maße nach, in dem das Diurethan gebildet wird und ausfällt. Die Reaktion läuft auch hier mit hoher Selektivität ab, obwohl zu keinem Zeitpunkt eine klare Reaktionslösung vorlag. Der Niederschlag besteht aus Alkali- bzw. Erdalkalichlorid und dem trans-Diure'han. Die Aufarbeitung des Reaklionsgemisches kann beispielsweise wie folgt durchgeführt werden. Im Falle der in Wasser schwerlöslichen trans-Diurethane wird der Niederschlag abfiltriert und das Filtrat eingeengt. Der hierbei erhaltene Niederschlag besteht ebenfalls aus Alkali- bzw. Erdalkalichlorid und trans-Diurethan. Die Niederschläge werden vereint und mit wenig Wasser
Zur Durchführung des Verfahrens stellt man zweckmäßigerweise zunächst eine Lösung des Hydroxids in dem Alkohol bzw. dem Phenol her und trägt dann unter Rühren und Kühlung auf Temperaturen von weniger als 10°C das Cyclohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramid ein. In der Regel löst sich das Bis-N-chloramid unter Salzbildung innerhalb weniger Minuten auf. Es entsteht eine klare farblose Lösung, welche allmählich, schneller beim Erhitzen auf Temperaturen von mehr als 25°C einen feinen weißen voluminösen Niederschlag abscheidet. Es kann aber auch in einer Suspension des Alkali- oder Erdalkalisalzes des CycIohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramids gearbeitet werden. In diesem Fall löst sich das Salz im Verlaufe der Reaktion in dem Maße nach, in dem das Diurethan gebildet wird und ausfällt. Die Reaktion läuft auch hier mit hoher Selektivität ab, obwohl zu keinem Zeitpunkt eine klare Reaktionslösung vorlag. Der Niederschlag besteht aus Alkali- bzw. Erdalkalichlorid und dem trans-Diure'han. Die Aufarbeitung des Reaklionsgemisches kann beispielsweise wie folgt durchgeführt werden. Im Falle der in Wasser schwerlöslichen trans-Diurethane wird der Niederschlag abfiltriert und das Filtrat eingeengt. Der hierbei erhaltene Niederschlag besteht ebenfalls aus Alkali- bzw. Erdalkalichlorid und trans-Diurethan. Die Niederschläge werden vereint und mit wenig Wasser
so digeriert, wobei das Alkali- bzw. Erdalkalichlorid weggelöst wird. Im Falle der trans-Diurethane, welche
in Wasser weniger schwer löslich sind, wird das Reaktionsgemisch zur Trockene eingeengt und mit
einem organischen Lösungsmittel, z. B. Äthanol, Essigester oder Chloroform extrahiert, wobei das Alkalibzw.
Erdalkalichlorid als Rückstand verbleibt Das Eluat, welches das trans-Diurethan enthält, wird anschließend
zur Trockne gebracht
Nach dem hier beschriebenen Verfahren können die genannten trans-Diurethane in hoher Reinheit und
praktisch quantitativer Ausbeute erhalten werden.
Die Herstellung der trans-Diharnstoffe erfolgt erfindungsgemäß durch Umsetzung des auf die oben
beschriebene Weise erhaltenen Cyclohexan-l^-dicarbonsäure-bis-N-chloramids
mit einem Amin in wäßrigem Medium und in Gegenwart eines Alkali- oder
Erdalkalihydroxids oder Alkali- oder Erdalkalioxides.
Als Amine kommen primäre und sekundäre aliphatische
und aromatische mono- und polyfunktionelle Amine in Betracht. Beispiele für derartige Amine sind Ammoniak,
Methylamin, Dimethylamin, Äthylamin, Diäthylamin, Äthylendiamin, Isobutylamin, tert.-Butylamin, Anilin,
Äthanolamin, die isomeren Cyclohexylamine, die isomeren Phenylendiamine und substituierte Derivate derselben,
z. B. das Ν,Ν'-Diisopropyl-phenylendiamin und
heterocyclische Amine wie z. B. das Morpholin.
Die Umsetzung wird in Wasser durchgeführt. Das Amin wird im Überschuß angewendet, vorzugsweise in
einem Überschuß von ca. 50 Molprozent. Die Umsetzung erfolgt bei Temperaturen im Bereich von 10 bis
100° C, vorzugsweise bei 25 bis 70° C. Die Reaktionszeit
beträgt in der Regel 2 bis 5 Stunden.
Bei der Durchführung des Verfahrens geht man zweckmäßigerweise so vor, daß man das Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
unter kräftigem Rühren in Wasser suspendiert, tropfenweise unter Kühlung bei Temperaturen von 0 bis 5°C mit der
stöchiometrischen Menge wäßrigen Hydroxids versetzt, wobei eine klare Lösung des Alkali- bzw. Erdalkalisalzes
des Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramids entsteht, und dann portionsweise das Amin zugibt.
Anschließend wird das Reaktionsgemisch auf 25 bis 75"C erhitzt und bis zum Ende der Umsetzung auf
dieser Temperatur belassen. Nach dem Abkühlen wird der Niederschlag des Irans-Diharnstoffs abfiltriert,
gewaschen und getrocknet. Aus dem Filtrat kann noch eine zweite Fraktion des trans-Diharnstoffes gewonnen
werden. Hierbei geht man so vor. daß man das Filtrat zunächst mit einer Mineralsäure neutralisiert, das
Wasser entfernt und dann mit einem geeigneten organischen Lösungsmittel, z. B. Aceton oder Essigsäuleäthylester
extrahiert.
Bezüglich der trans-Cyclohexan-l,4-disulfonylharnstoffe wird auf das Verfahren der DE-PS 25 02 428
verwiesen. Demgemäß wird das Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
mit einem Sulfonsäureamid der allgemeinen Formel R-SO2-NH2, in der R für eine
Aminogruppe, für einen verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder ungesättigten aliphaiischen Rest
mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, für einen cycloaliphatischen Rest mit 4 bis 10 Kohlenstoffatomen, für einen
substituierten oder unsubslituierten aromatischen, für einen alkylaromatischen oder für einen heterocyclisehen
Rest steht, in Gegenwart von überschüssigem Alkalihydroxid bei Temperaturen von 10 bis 50°C in
einer Mischung aus Dimethylformamid und Wasser zur Reaktion gebracht. Geeignet sind prinzipiell alle
primären Sulfonamide, und zwar sowohl anorganische, so
wie z. B. das Sulfamid, als auch organische Sulfonamide, Beispiele für organische Verbindungen sind aliphatisch
e, cycloaliphatische und aromatische Sulfonamide, die auch substituiert sein können. Als Substituenten
kommen solche in Betracht, welche gegenüber Isocyanaten inert sind oder träger reagieren als Sulfonamide,
also Alkyl-, Nitro-, Halogen-, Sulfo-, Alkoxy-, Nitrilo-, Phosphonato-, Sulfamido- und Phenyl-Substituenten.
Beispiele für derartige organische Sulfonamide sind:
Methansulfonamid und seine Homologen mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen,
Benzolsulfonamid,
p-ToluoIsulfonamid,
p- Fluorbenzolsulfonamid,
p-Chlorbenzolsulfonamid,
p-Brombenzolsulfonamid,
p-Jod-benzolsulfonamid,
2,4,5-Trichlorbenzolsulfonamid,
3-Sulfamido-benzol-sulfonamid,
2-Naphthyl-sulfonamid und
Cyclohexyl-sulfonamid.
2-Naphthyl-sulfonamid und
Cyclohexyl-sulfonamid.
Die Zusammensetzung des anzuwendenden Reaktionsmediums wird durch die Löslichkeit des Alkalihydroxids
im Dimethylformamid/Wasser-Gemisch, durch die Löslichkeit des Sulfonamidsalzes in Dimethylformamid
sowie durch die Basizität des Sulfonamide bestimmt. Die Wassermenge ist einerseits so zu bemessen,
daß sich das Alkalihydroxid möglichst vollständig im Reaktionsmedium löst. Andererseits darf die Wassermenge
eine bestimmte Grenze, außerhalb der die Reaktion nicht nur zum Sulfonylharnstoff, sondern auch bereits
zum Acylharnstoff verläuft, nicht überschreiten. Diese Grenze ist für jedes Sulfonamid spezifisch, sie
hängt von der Basizität des Sulfonamids und dessen Löslichkeil ab. Die Dimethylformamid-Menge sollte so
bemessen sein, daß sich das Sulfonamidsalz zumindest teilweise im Reaktionsmedium löst. Die geeigneten
Mengenverhältnisse lassen sich durch einfache Vorversuche leicht ermitteln. Gute Ergebnisse werden mit
einem Dimethylformamid/Wasser-Verhältnis von 5 bis 14 : I erzielt.
Als Alkalihydroxid gelangt aus ökonomischen Gründen vorzugsweise Natriumhydroxid zur Anwendung.
Ebenso geeignet sind auch die übrigen Alkalihydroxide. Das Alkalihydroxid muß zumindest in stöchiometrischer
Menge eingesetzt werden. ]e Mol Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
werden 4 Mole Hydroxid benötigt, da das Sulfonamid nur in seiner anionischen Form als Alkalisalz in dem gewünschten Sinne reagiert.
Der Einsatz eines Alkalihydroxid-Überschusses hat sich in vielen Fällen als vorteilhaft erwiesen. Vorzugsweise
wird ein Überschuß bis zu 2 Molen Alkalihydroxid je Mol Cyclohexan- 1,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid angewandt.
Das Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid und das Sulfonamid können in stöchiometrischen
Mengen, das heißt im Molverhältnis 1 :2 angewendet werden. Zweckmäßigerweise wird das Sulfonamid — in
der Regel der billigere Reaktant — in einem Überschuß bis zu maximal 2 Molen eingesetzt.
Die auf die oben beschriebene Weise hergestellten trans-Diharnstoffe können erfindungsgemäß durch
Behandlung mit gasförmigem Chlorwasserstoff in einem Lösungsmittel in das trans-Cyclohexan-M-diisocyanat
überführt werden. Als Ausgangsstoffe kommen alle die oben genannten trans-Diharnstoffe in Betracht, die aus
einem sekundären Amin hergestellt wurden. Die Reaktionstemperatur liegt im Bereich von 80 bis 200° C,
vorzugsweise bei 100 bis 160° C. Der gasförmige ^fuörwäSScrsiüii WiFu cfiiwcucr iii SiöCiiiOfficinsCiicr
Menge oder im Überschuß eingesetzt, er kann auch mittels eines Inertgases wie Kohlendioxid oder Stickstoff
vermischt werden. Die Reaktionszeiten richten sich nach der Art des eingesetzten trans-Diharnstoffs, in
der Regel liegen sie im Bereich von 5 bis 45 Minuten. Die Art des Lösungsmittels übt keinen entscheidenden
Einfluß auf den Verlauf der Umsetzung aus. Geeignete Lösungsmittel sind Aromaten, wie z. B. Benzol und
Toluol sowie chlorierte Aromaten wie z. B. Monochlorbenzol, 1,2-Dichlorbenzol und Chlornaphthalin. Der
Siedepunkt des Lösungsmittels sollte höher sein als die gewählte Reaktionstemperatur, damit die Umsetzung
unter Normaldruck durchgeführt werden kann. Es ist jedoch auch möglich, unter Druck zu arbeiten.
Die Umsetzung des trans-Diharnstoffes wird beispielsweise so durchgeführt, daß man diesen in einem
Lösungsmittel löst oder suspendiert, diese Lösung bzw. Suspension unter Rückfluß erhitzt und dann einen
gegebenenfalls mittels eines Inertgases verdünnten Chlorwasserstoffstrom hindurchleitet.
Nach der vollständigen Umsetzung des trans-Diharnstoffes wird die Chlorwasserstoff-Zufuhr eingestellt, und
der im Reaktionsgemisch verbliebene restliche Chlorwasserstoffwird
dann mittels eines Inertgases sorgfältig abgetrieben. Danach wird das Reaktionsgemisch abgekühlt,
wobei das Aminhydrochlorid meistens quantitativ ausfällt.
Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches richtet sich nach der Löslichkeit des als Beiprodukt entstandenen
Aminhydrochlorids. Fällt dieses nahezu quantitativ aus dem abgekühlten Reaktionsgemisch aus, so wird es
durch Filtrieren oder Zentrifugieren abgetrennt. Anschließend wird das Lösungsmittel abgezogen und der
Rückstand, das trans-Cyclohexan-M-diisocyanat fraktioniert
destilliert. Ist das Aminhydrochlorid im abgekühlten Reaktionsgemisch teilweise löslich, so wird
zunächst das Lösungsmittel abdestilliert, dann das Diisocyanat durch Lösungsmittelextraktion mittels
eines Alkans abgetrennt und schließlich fraktioniert destilliert. Das Amin kann aus einer wäßrigen Lösung
durch Umsetzung des Hydrochlorids mit einem Alkalihydroxid und anschließender Extraktion quantitativ
zurückgewonnen und wieder für die Herstellung des trans-Diharnstoffes eingesetzt werden.
Eine weitere Möglichkeit der Herstellung des trans-Cyclohexan-i^-diisocyanats besteht darin, die
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen trans-Cyclohexan-M-diurethane thermisch zu spalten.
Diesbezüglich wird auf die in den DE-OS 24 10 505, GB-PS 12 47 451 und US-PS 39 &2 302 beschriebenen
Verfahren verwiesen. Nach dem Verfahren der DE-OS 24 10 505 werden das Urethan in eine nicht-katalytische
Pyrolysezone eingeführt, die auf einer Reaktionstemperatur von 350 bis 5500C sowie unter einem Druck von
weniger als 1 bar gehalten wird, und die Reaktionsprodukte in der Dampfphase aus der Reaktionszone nach
einer Verweilzeit darin von weniger als ca. 15 Sekunden
abgezogen und die Reaktionsproduktdämpfe zum Auskondensieren des Cyclohexan-M-diisocyanats abgekühlt,
wobei det als Beiprodukt entstandene Alkohol in der Dampfphase zurückbleibt. Nach dem Verfahren
der GB-PS 12 47 451 wird das Diurethan in Gegenwart
von 0,5 bis 3 Gewichtsprozent einer Lewis-Säure, z. B. Eisen- oder Aluminiumchlorid auf 400 bis 6000C erhitzt
und anschließend das Dampfgemisch zwecks Abscheidung des Diisocyanats kondensiert. Nach dem Verfahren
der US-PS 39 62 302 erfolgt die thermische Spaltung des Urethan« in einem organischen Lösungsmittel,
z. B. in einem aliphatischen, cycloaliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoff bei 175 bis 350° C.
Außerdem kann das Cyclohexan-l,4-diisocyanat auch durch Fragmentierung der entsprechenden Disulfonylharnstoffe
hergestellt werden. Diesbezüglich wird auf das Verfahren von H. Ulrich et al., Angew. Chem. 78
(1966), Seiten 746 bis 747 verwiesen. Beispielsweise führt man die Umsetzung bei Temperaturen von 100 bis
250° C und in einem inerten hochsiedenden Lösungsmitte!
wie z.B. Nitrobenzol, ortho-Dichlorbenzol, 1,2,4-Trichlorbenzol
oder 2-Chlornaphthalin durch.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wurde eine stereospezifische Synthese geschaffen, die ausgehend
von einem cis-trans-Gemisch der Cyclohexan-M-dicarbonsäure
oder einem ihrer monomeren, oligomeren oder polymeren Ester in praktisch quantitativer
Ausbeute über die Stufe einer speziellen Modifikation des Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamids und einer
speziellen Modifikation des Cyclohexan-M-dicarbonsaure-bis-N-chloramids
durch Hofmann-Umlagerung in nahezu quantitativer Ausbeute 7U einer Reihe von
reinen trans-Verbindungen führt.
Das Verfahren ist den bekannten Verfahren zur Herstellung derartiger Stoffe schon insofern überlegen,
als es von preiswerten Ausgangsstoffen, nämlich der
ίο Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure oder von ihren Estern,
die zum Teil als Roh- oder Abfallstoffe der Polyester-Produktion zur Verfugung stehen, ausgeht und durch
einfache und glatt verlaufende Umsetzungen, die auch in apparativer Hinsicht unproblematisch sind, in hoher
Ausbeute zu den gewünschten trans-Verbindungen führt. Der hauptsächliche Vorteil des erfindungsgemäßen
Verfahrens besteht darin, daß ihm eine stereospezifische Synthese zugrunde liegt. Während bei den
bekannten Verfahren lediglich der trans-Anteil aus dem ursprünglich vorliegenden cis-trans-Isomerengemisch
der Ausgangsstoffe abgetrennt und weiterverarbeitet wird, erfolgt beim erfindungsgemäßen Verfahren
erstmals eine vollständige Überführung des cis-trans-Gemisches der Ausgangsstoffe in die gewünschten
reinen trans-Reaktionsprodukte, und zwar unabhängig von dem cis/trans-Verhältnis der Ausgangsstoffe.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen Produkte stellen wertvolle Zwischenverbindungen
dar. Das trans-Cyclohexan-l,4-diamin läßt sich beispielsweise mit Dicarbonsäurechloriden zu Polyamiden
verarbeiten, welche denjenigen Produkten, die unter Verwendung eines cis-trans-Isomerengemisches des
Cvclohexan-1.4-diamins hergestellt wurden, hinsichtlich ihrer physikalischen Eigenschaften wie z. B. Rcißfestigkeit,
Schrumpffestigkeit. Nicht-Schmelzbarkeit und anderen Gebrauchseigenschaften deutlich überlegen
sind. So bilden beispielsweise trans-Cyclohexan-M-diamin
und Terephthaloylchlorid ein Polyamid, das sich aus einer anisotropen Lösung in konzentrierter
Schwefelsäure zu einer hochtemperaturbeständigen Highmodulus-Faser verspinnen läßt. Polyurethane aus
trans-Cyclohexan-M-diisocyanat zeichnen sich durch
hohe Reißdehnung, hohe Spannungswerte, niedrige bleibende Dehnung, hohe Rückstellkräfte und kleine
Hystereseverluste aus. In allen Fällen sind die Eigenschaften der unter Verwendung der reinen
trans-Ausgangsstoffe hergestellten Polymeren wertvoller als die Eigenschaften des Polymeren, bei denen die
entsprechenden cis-trans-Isomerengemische eingesetzt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die
narhstphpnHpn AitsfiihninCTshpisnipIf* näher erläutert
Alle Verbindungen wurden mittels ihrer IR-, NMR . UV- und Massenspektren identifiziert. Soweit es sich um
Diharnstoffe, Diurethane und Disulfonylhamstoffe handelt, die in der Literatur bisher noch nichi
beschrieben sind, wurden die Verbindungen auch durch Additionsreaktionen an trans-Cyclohexan-l^-diisocyanat
hergestellt und die Identität durch Vergleich bestätigt.
Die Beispiele 1 bis 5 betreffen die Herstellung des Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamids durch Ammonolyse
eines Alkyl- und Glykolesters sowie pines
oligomeren Esters derCyclohexan-l^-dicarbonsäure.
In einem Glasautoklav von 1 Liter Inhalt, ausgestattet mit Gaseinleitungsrohr, Rührer und Rückflußkühler.
wurden in 564 g Äthylenglykol (Lösungsmittel und Reaktionspartner) (-9,1 Mol) Ib3,7g (0,8185 Mol)
Cyclohexan-1 ,4-dicarbonsäure-dimethylester (cis/trans-Verhältnis
= 9:1) schnell zugegeben und anschließend das Reaktionsgemisch bei Raumtemperatur mit Ammoniak
gesättigt Danach wurde langsam aufgeheizt wobei ab 80° C bereits das gebildete Methanol abdestillierte. Es
wurde nun bei Temperaturen zwischen 100 bis 1300C ! bei gleichzeitiger Einleitung von Ammoniak, die
Umesterung vervollständigt und das dabei gebildete Methanol abdestilliert Am Ende der Reaktion war aus
den anfänglich vorhandenen zwei Phasen eine homogene Lösung entstanden. Es wurde noch 15 Minuten unter
Rückfluß erhitzt und dabei ein schwacher Ammoniakstrom durch die heiße Lösung geleitet
Nach beendeter Umesterung wurde die Verbindung zum Rückfiußkühler unterbrochen und bei 110 bis
135° C unter 5 bis 9 bar Ammoniakdruck die Amidierung des Reaktionsgemisches vervollständigt. Aus der
anfänglich klaren Lösung fiel dabei ein feinkristalliner, weißer Niederschlag aus, der im Verlauf von 5 Stunden
schließlich zu einem dicken Kristallbrei anwuchs. Die Reaktion war danach beendet. Nach dem Entspannen
des Autoklav wurde der farblose Niederschlag von der glykolischen Mutterlauge abgesaugt und dreimal mit
kaltem Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen konnten so 115,1 g (0,675 Mol) = 82% der Theorie an
reinem Cyclohexan-1,4-dicarbonsäurediamid (F. 345 bis 350° C) gewonnen werden. 14,0 g = 10% der Theorie an
Cyclohexan-1.4-dicarbonsäurediamid waren in dem
glykolischen Filtrat und weitere 9,15 g = 7% der Theorie in den Waschwässern vorhanden. Die Gesamtausbeute
an Diamid betrug somit 99% der Theorie.
Die Mutterlauge wurde mit dem darin gelösten Anteil an Cyclohexan-1,4-dicarbonsäurediamid wieder direkt
für die nächste Charge verwendet, d. h. mit dem cis/trans-Gemisch des Cyclohexan-1,4-dicarbonsäuredimethylester
umgesetzt. Die Ausbeute an Cyclohexan-1.4-dicarbonsäurediamid, das direkt durch Filtration aus
dem glykolischen Medium gewonnen werden kann, erhöht sich dabei auf 95—97% der Theorie.
Analog Beispiel 1 wurden 163.7 g Cyclohexan-1,4-dicarbonsäuredimethylester
(cis/trans-Verhältnis = 1:1) mit 564 g Äthylenglykol in einem 1-l-Glasautoklav
gemischt und anschließend auf 80 bis 1100C erwärmt,
unter Ammoniakkiitalyse umgesetzt und schließlich bei
110 bis 135° C sowie 5 bis 9 bar Ammoniakdruck
vollständig zum Cyclohexan-1,4-dicarbonsäurediamid gespalten. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur
konnten nach der Filtration der glykolischen Mutterlauge
und dem Auswaschen des Rückstandes mit Eiswasser direkt 119.2 g (0,7 Mol) = 85,5% der Theorie an
Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamid gewonnen werden.
Analog Beispiel 1 wurden 163,7 g Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure-dimethylester
(cis/trans-Verhältnis =1:9) mit 564 g Äthylenglykol umgeestert und anschließend unter einem Ammoniakdruck von 5 bis 10 bar bei 110 bis
140°C zu Cyclohexan-1.4-dicarbonsäurediamid gespalten. Aus dem glykolischen Reaktionsgemisch konnten
nach der Filtration und mehrmaligem Auswaschen mit Wasser von 15° C 129,0 g (0,758 Mol) = 92,fi% der
Theorie an Cyclohexan-1,4-dicarbonsäurediamid gewonnen
werden. Im glykolischen Filtrat waren weitere 9,0 g = 6,47% and im Wasser 1,84 g
xan-1,4-dicarbonsäurediamid gelöst
xan-1,4-dicarbonsäurediamid gelöst
1,32% Cyclohe-
224 g (1,30 Mol) Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure (eis/
trans-Gemisch 7 : 3) und 1000 g Älhylenglykol wurden
unter Verwendung von 0,5 Gew.-% Antimontrioxid, bezogen auf Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure, unter Rühren
eine Stunde lang bei 190 bis 1950C unter Rückfluß
erhitzt. Anschließend wurde im Verlaufe von 5 Stunden 600 g Äthylenglykol/Wasser (ca. 47 g Reaktionswasser)
bei Normaldruck abdestilliert. Der ölige Rückstand, ein Oligomergemisch in überschüssigem Äthylenglykol,
wurde in den bei Beispiel 1 beschriebenen Autoklav überführt und in der dort beschriebenen Weise mit
Ammoniak behandelt. Die Reaktionstemperatur betrug 1200C, der NH3-Druck 9 bar, die Reaktionszeit 10
Stunden. Danach wurde entspannt und auf Zimmertemperatur abgekühlt. Zu der ca. 400 g Glykol enthaltenden
Reakiionssuspension wurden 250 ml Wasser gegeben,
dann abfiltriert und zunächst mit 200 ml Wasser und dann mit 100 ml Methanol gewaschen. Nach dem
Trocknen verblieb-n 195 g (87,2% der Theorie) Cyclohexan-1,4-dicarbonsäurediamid in reinster Form.
In der Mutterlauge i.onnte weiteres (10% der Theorie) Cyclohexan-1,4-dicarbonsäurediamid in gelöster Form
nachgewiesen werden.
224 g (1,30 Mol) Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure (eis/
trans = 3:2) und 1500g (24,2 Mol) Äthylenglykol wurden in einem 2-1-Glasautoklav unter Rühren 45
Minuten unter Rückfluß erhitzt. Anschließend wurde im Verlaufe von 5 Stunden 750 g Glykol/Wasser bei
Normaldruck abdestilliert. Die Veresterung war danach vollständig abgelaufen (Säurezahlbestimmung) und es
wurde, nachdem der Autoklavinhalt sich auf 1300C abgekühlt hatte. Ammoniak unter einem Druck von 6
bar 3 Stunden eingeleitet, wobei gleichzeitig für eine gute Durchmischung gesorgt wurde. Anschließend
wurde der Autoklav abgekühlt, auf Normaldruck entspannt und die Reaktionssuspension filtriert. Der
glykolfeuchte Filterrückstand wurde noch zweimal mit je 100 ml Methanol bzw. Wasser gewaschen und danach
bei 60 bis 8O0C im Vakuum getrocknet. Die Ausbeute an
reinem Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamid betrug 187 g(= 83,6% der Theorie).
Das glykolische Filtrat wurde nach Abtrennung des Methanols bzw. des Wassers, zusammen mit den
Waschwässern im Kreislauf geführt; d. h. mit neuer Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure wie oben beschrieben,
umgesetzt. Die Ausbeute an festem Cyclohexan-1,4-dicarbonsäurediamid
erhöht sich damit nach dem zweiten Umlauf auf 89% und nach dem dritten Umlauf auf
93.5% der Theorie.
Die folgenden Beispiele 6 und 7 betreffen die Chlorierung des Diamids zum Bis-N-chloramid in
wäßriger bzw. salzsaurer Suspension.
172 g (1,01 Mol) Cyclohexan-1,4-dicarbonsäurediamid,
hergestellt nach einem der Beispiele 1 bis 4 (Filterrückstand) wurden in 2 Liter 17%iger Salzsäure
bei 5°C unter kräftigem Rühren dispergiert und anschließend 30 Minuten ein kräftiger Chlorstrom durch
diese Suspension geleitet. Die Reaktionstemperatur sollte dabei 100C nicht übersteigen. Durch sehr kräftiges
Rühren wurde ein guter Massenübergang gewährleistet.
030 245/292
Nach 90 Minuten war die Chlorierung vollendet und das Cyclohexan-l^-bis-N-chloramid wurde durch Filtration
über eine Glasfritte aus der Suspension abgetrennt und dreimal mit je 100 ml kaltem Wasser (5 bis IG0C)
gewaschen. Die Ausb .ate betrug 225 g (0,942 Mol) = 93% der Theorie. Das Cyclohexan-l^-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
fiel in Form reiner farbloser Kr.istalle an, die bei 40° C getrocknet wurden. Durch
Titration wurde der Prozentsatz an aktivem Chlor auf 99,5% der Theorie bestimmt
l/',2g Cyclohexan-M-dicarbonsäurediamid (0,101
Mol), hergestellt nach Beispiel 5 (Filterrückstand), wurden in 130 ml Wasser in einem Glasautoklav
suspendiert und anschließend 15 Minuten unter einem Chlordruck von 5 bis 8 bar bei 5 bis 15° C unter
kräftigem Rühren umgesetzt Anschließend wurde entspannt, der Niederschlag abfiltriert und mit Eiswasser
chiorfrei gewaschen. Es konnten so 22,0 g (0,092 Mol) = 91% der Theorie an Cyclohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
gewonnen werden. Durch Titration wurde der Wert an aktivem Chlor auf 99,2% der Theorie bestimmt.
Das folgende Beispiel 8 betrifft die Herstellung von trans-Cyclohexan-1,4-diamin.
In einem 250 ml-Dreihalskolben wurden 9,57 g (0,04 MoI) CycIohexan-l,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid in
70 ml Wasser durch kräftiges Rühren dispergiert und bei 5° C mit einer Lösung aus 10,4 g (0,26 Mol)
Natriumhydroxid (gelöst in 100 ml Wasser) tropfenweise versetzt. Die Innentemperatur soll 8°C nicht
übersteigen. Nach vollendeter Natronlaugezugabe war eine klare Lösung entstanden (Bildung des N-Chloramid-Natriumsalzes).
Nun wurde die äußere Kühlung entfernt und durch ein Wasserbad von 35° C ersetzt.
Nachdem die Innentemperatur 27°C erreicht hatte, fand eine stark exotherme Reaktion statt, wobei die
Temperatur des Reaktionsgemisches auf 66° C anstieg. Nach weiteren 4 Minuten begann die Reaktionstemperatur
wieder abzufallen. Nun wurden noch 45 Minuten bei 50 bis 750C nacherhitzt. Es war schließlich eine klare,
hellbraun gefärbte Lösung entstanden. Diese wurde in einem Flüssig-Flüssig-Extraktor mit Chloroform 3,5
Stunden extrahiert. Aus der Chloroformphase konnte nach der Trocknung über Calciumchlorid und nach
Abtrennung des Lösungsmittels 4.273 g
(37,f2 mMol) = 93,5% der Theorie an reinem trans-Cyclohexan-1,4-diamin
gewonnen werden. Das Diamin fiel in Form farbloser Nadeln an (F. 53 bis 60°C). Es wurde
durch Elementaranalyse, IR, NMR, Massenspektrum sowie durch Titration (Perchlorsäure/Essigsäure
= 99,18%) identifiziert.
Die folgenden Beispiele 9 bis 12 betreffen die Herstellung von trans-Diurethanen.
In einem 2-Liter-Dreihalskolben, ausgerüstet mit
KPG-Rührer, Rückflußkühler und Tropftrichter wurden zunächst 41,16 g (1,03 Mol) feingepulvertes Natriumhydroxid
in 1,2 Liter Methanol unter kräftigem Rühren gelöst. Dabei stieg die Innentemperatur auf 4O0C. Es
wurde nun auf 5°C gekühlt und danach im Verlaufe von einer Stunde 123,0 g (0,5145 Mol) Cyclohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
(hergestellt nach Beispiel 6) portionsweise so zugegeben, daß die Temperatur im Reakticasgefäß 10°C nicht überstieg. Nach vollendeter
Zugabe war eine klare Lösung (Natriumsalz des Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure-bis-N-ch!oramids) entstanden.
Es wurde nun das Kältebad entfernt und die Hofmann-Reaktion durch Erwärmen auf 24°C gestartet
Durch freiwerdende Reaktionswärme stieg die Temperatur im Kolbeninneren auf 45° C an. Kurz nach
Einsetzen der Hofmann-Umlagerung trübte sich die klare Lösung durch Ausfällung von NaCl. Innerhalb von
15 Minuten war bereits der größte Teil der Reaktionspartner umgesetzt, was sich durch ein Abfallen der
Innentemperatur auf 35°C bemerkbar machte.
Es wurde nun noch 90 Minuten auf 45° C erwärmt und schließlich zur Vollendung der Reaktion noch eine
Stunde refluxiert Anschließend wurde auf Raumtemperatur gekühlt und das trans-Dimethyl-1,4-cyclohexan-dicarbamat
zusammen mit dem ausgefällten Kochsalz abfiltriert Der Filterrückstand wurde dann mit Wasser
chloridfrei gewaschen und es blieben 98,8 g (0,43 Mol) = 83,5% der Theorie an reinem trans-Dimethyl-1,4-cyclohexandicarbamat
(Schmelzpunkt 265 bis 267° C) zurück. In dem methanolischen Filtrat und dem
Waschwasser waren noch weitere 9,6 g = 7,2% der Theorie an trans-Dimethyl-l^-cyclohexan-dicarbamat
enthalten.
Beispiel 10
Analog Beispiel 9 wurden 16 g (0,4 Mol) Natriumhydroxid, feingepulvert, in 250 ml Äthanol unter kräftigem
Rühren gelöst und anschließend bei 0 bis 5° C mit 47,8 g (0,2 Mol) Cyclohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
(synthetisiert nach Beispiel 6) portionsweise versetzt. Die klare Lösung wurde anschließend auf 28° C
erwärmt, wobei die Hofmann-Umlagerung einsetzte und die Reaktionstemperatur auf 52°C anstieg. Nach
dem Abklingen der Reaktion wurde noch eins Stunde bei 60°C und 15 Minuten unter Rückfluß kräftig gerührt.
Nach dem Abkühlen auf 10°C wurde das Reaktionsgemisch (Kochsalz und trans-Diäthyl-M-cyclohexandicarbamat)
durch Filtration getrennt und anschließend das Urethan von den NaCl-Verunreinigungen durch Auswaschen
mit Wasser gereinigt. Die Ausbeute an reinem trans-Diäthyl-M-cyclohexandicarbamat vom Schmelzpunkt
245 bis 248-C betrug 48,6 g (0,188 Mol) = 94% der Theorie.
Beispiel 11
191,2g (0,8MoI) Cyclohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
(hergestellt nach Beispiel 6) wurden bei 10°C unter Außenkühlung zu einer Lösung von 64 g (1,6
Mol) Natriumhydroxid in 2 Liter Äthylenglykol unter kräftigem Rühren portionsweise zugegeben. Nachdem
das gesamte Chloramid in Lösung gegangen war, wurde die Kühlung entfernt und das Reaktionsgemisch auf
40°C erhitzt. Es setzte dabei die Hofmann-Umlagerung ein, die Reaktionstemperatur s.tieg auf 62°C an. Zur
Vervollständigung der Reaktion wurde noch 30 Minuten auf 600C erhitzt und danach 10 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt. Durch Filtration wurde das gebildete trans-Di-(2-hydroxyäthyl)-1,4-cyclohexandicarbamat
zusammen mit anhaftendem Kochsalz von der glykolischen Mutterlauge getrennt. Anhaftende Reste von Äthylenglykol sowie Kochsalz wurden anschließend durch dreimaliges Aufschlämmen mit jeweils 50 cm3 Eis-Wasser entfernt. Es konnten so 128,5 g (0,4426 MoI) = 55% der Theorie an reinem trans-Di-(2-hydroxyäthyl)-1,4-cyclohexan-dicarbamat vom Schmelzpunkt 197 bis 199°C gewonnen werden. Aus der Mutterlauge
zusammen mit anhaftendem Kochsalz von der glykolischen Mutterlauge getrennt. Anhaftende Reste von Äthylenglykol sowie Kochsalz wurden anschließend durch dreimaliges Aufschlämmen mit jeweils 50 cm3 Eis-Wasser entfernt. Es konnten so 128,5 g (0,4426 MoI) = 55% der Theorie an reinem trans-Di-(2-hydroxyäthyl)-1,4-cyclohexan-dicarbamat vom Schmelzpunkt 197 bis 199°C gewonnen werden. Aus der Mutterlauge
und dem Waschwasser wurden weitere 98,2 g (0,338 Mol) = 42% der Theorie an trans-Di-(2-hydroxyäthyl)-1,4-cyclohexandicarbamat
gewonnen. Dazu wurde die gesamte Lösungsmittelmenge im Vakuum entfernt und das Diglykolurethan durch Extraktion mit kaltem
Äthanol vom mitgefällten NaCl getrennt.
Beispiel 12
179,5 g (0,75 Mol) Cyclohexan-l^-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
wurden analog Beispiel 11 unter kräftigem Rühren zu einer Lösung von 60 g (1,5 MoI) Natriumhydroxid
in 2 Liter Butandiol-1,4 bei 100C portionsweise
zugesetzt und anschließend die Hofmann-Umlagerung bei 30 bis 40°C durchgeführt Nach 5 Stunden
Reaktionszeit war das Reaktionsgemisch nicht mehr oxidierend, gleichzeitig war ein Teil des gebildeten
trans-Di-(4-hydroxybutyl)-1 ^-cyclohexan-dicarbawiat
zusammen mit Kochsalz ausgefallen. Nach Filtration und Auswaschen des anhaftenden NaCl mit Wasser
konnten 120 g (0,3465 Mol) = 46,2% der Theorie an reinem trans-Di-^-hydroxybutylJ-l/l-cycIohexan-dicarbamat
(F. 170 bis 175°C) in Form feiner farbloser Nadeln gewonnen werden. Aus der Mutterlauge wurden
nach Abtrennung des Lösungsmittels und Extraktion des salzartigen Rückstandes mit kaltem Äthanol noch
weitere 98,3 g (0,284 Mol) = 37,9% der Theorie an trans-l,4-Diurethan erhalten.
Die folgenden Beispiele 13 bis 19 betreffen die Herstellung von trans-Diharnstoffen.
30
Beispiel 13
182 g (0,76 Mol) 1,4-Cyclohexan-bis-N-chloramid
(nach Beispiel 6 hergestellt) wurden in 750 cm3 Wasser unter kräftigem Rühren suspendiert und bei Temperaturen
zwischen 0 und 50C mit 60,8 g (1,52 Mol) Natriumhydroxid, in 300 ml Wasser gelöst, tropfenweise
versetzt. Zu der klären Lösung (Natriums, !z des Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid) wurden
nun im Verlauf von 10 Minuten 200 ml Diäthylamin (1,9 Mol) zugetropft. Das Reaktionsgemiseh wurde
anschließend 60 Minuten auf 400C und zur Nachreaktion noch 45 Minuten auf 55°C erhitzt. Dabei bildete
sich eine feine Aufschlämmung von trans-l,4-Di-(N',N'-diäthylureido)-cyclohexan.
Dieses wurde durch Filtration über eine Glasfritte isoliert und mit jeweils 250 ml
Portionen Wasser fünfmal gewaschen. Nach dem Trocknen konnten so 175,7 g (0,562 Mol) = 74% der
Theorie an reinem trans-l,4-Di-(N'.N'-diäthylureido)-cyclohexan in Form farbloser Nadeln, Schmelzpunkt
225 bis 228° C, gewonnen werden. Das Filtrat wurde anschließend mit verd. Salzsäure neutralisiert, zur
Trockene eingedampft und mit Aceton extrahiert. Dabei fielen weitere 54,6 g (0,174 Mol) = 23% der Theorie des
reinen trans-Harnstoffs an. Die Gesamtausbeute an reinem trans-l,4-Di-(N',N'-diäthylureido)-cyclohexan
betrug somit 97% der Theorie.
Beispiel 14
47,9 g (0,2 Mol) Cyclohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
(nach Beispiel 6 gewonnen) wurden in 500 ml konz. Ammoniak bei 00C unter kräftigem Rühren
portionsweise zugegeben. Dabei darf die Innentemperatur 5° C nicht überschreiten. Kurze Zeit nachdem die
gesamte Menge an Chloramid in die Reaktionslösung eingetragen worden war, hatte sich eine klare Lösung
gebildet. Nun wurde das Kältebad entfernt und das Reaktionsgemisch auf 30 bis 350C erwärmt. Es begann
alsbald ein feiner, kristalliner Niederschlag auszufallen. Zur Vervollständigung der Reaktion wurde noch 3
Stunden bei 400C weitergerührt. Danach war das
Reaktionsgemisch nicht mehr oxidierend; es wurde das gebildete trans-l,4-Diureido-cyclohexan durch Filtration
isoliert. Um anhaftende Ammoniumchloridverunreinigungen
zu entfernen, wurde noch zweimal mit je 75 ml Eiswasser gewaschen. Nach dem Trocknen
konnten so 34,8 g (0,174 Mol) = 87% der Theorie an trans-l^Diureido-cyclohexan (F.
>320°C) in Form farbloser Nadeln gewonnen werden. Ein weiterer Teil des Harnstoffs war noch in dem ammoniakalischen
Filtrai vorhanden und läßt sich daraus nach dem Abdampfen des Wassers durch Extraktion mit Essigester
gewinnen.
Beispiel 15
Analog Beispiel 13 wurden 182 g (0,76 MoI) Cyclohexan-l ,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid in
700 ml Wasser unter kräftigem Rühren suspendiert und mit 60 g (1,5 MoI) Natriumhydroxid, das in 250 ml
Wasser gelöst war, zwischen 0 und 5° C tropfenweise versetzt Nachdem eine klare Lösung entstanden war,
wurde nach Abkühlung auf 00C 128 g (2,1 Mol)
Äthanolamin zugegeben. Während der gesamten Zeit der Zugabe soll die Temperatur 5° C nicht übersteigen.
Die klare Lösung wurde anschließend auf Raumtemperatur erhitzt, dabei sprang die Hofmann-Umlagerung an
und es fiel bei 33° C ein feiner farbloser Niederschlag aus. Zur Vervollständigung der Reaktion wurde das
Reaktionsgemisch noch 1 Stunde bei 500C kräftig gerührt und anschließend der Harnstoff durch Filtration
gewonnen und vom anhaftenden Kochsalz durch Waschen mit Eiswasser befreit Nach dem Trocknen
konnten so 177,5 g (0,616 Mol) = 81% der Theorie an trans-l,4-Di-(N'-2-hydroxyäthylureido)-cyclohexan gewonnen
werden.
Beispiel 16
47,9 g (0,2 Mol) CycIohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
(nach Beispiel 7 hergestellt) wurden in 250 ml Wasser unter kräftigem Rühren fein suspendiert und bei
00C 16 g (04 Mol) Nalriumhydroxyd, gelöst in 75 ml Wasser, zugesetzt. Zu dieser Lösung wurden 43,56 g (0,5
Mol) Morpholin zugetropft. Die Hofmann-Umlagerung und Aufarbeitung erfolgte analog Beispiel 1. Aus dem
Reaktionsgemisch konnten durch Filtration 46,25 g (0,136 Mol) = 67,9% der Theorie an reinem trans-Cyclohexan-l,4-bis-morpholino-Harnstoff
in Form eines farblosen Pulvers (F. >320°C) gewonnen werden. Weitere 12,8 g = 19% der Theorie an Harnstoff
wurden aus der Mutterlauge nach dem Eindampfen durch Extraktion mit Essigester isoliert.
Beispiel 17
Analog Beispiel 13 wurden 24 g (0,1 Mol) Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
(nach Beispiel 6 synthetisiert) in 100 ml Wasser bei 00C suspendiert und
mit 8,4 g (0,21 Mol) Natriumhydroxid, gelöst in 25 ml Wasser, versetzt. Nach vollendeter Salzbildung wurde
unter weiterer Kühlung 20 g Cyclohexylamin (0,2016 Mol) zugegeben und anschließend die Hofmann-Umlagerung
durchgeführt. Durch Filtration konnten 26,7 g (0.073 Mol) = 73% der Theorie an reinem trans-1,4-Di-(N'-cyclohexylureido)-cyclohexan
gewonnen werden. Dieser fällt in Form feiner farbloser Nadeln an, die sich ab 3000C langsam zu zersetzen beginnen.
Beispiel 18
Analog Beispiel 13 wurde 119,6 g (0,5 MoI) Cyclohexan-l^-dicarbonsäure-bis-N-chloramrifnach
Beispiel 7 hergestellt) in 750 mi Wasser bei 00C dispergiert und
mit 46 g Natriumhydroxid (1,15 Mol), welches in 120 ml Wasser gelöst war, tropfenweise versetzt Anschließend
erfolgte die Zugabe von 80 g tert-Butylamin (1,1 Mol).
Die Hofmann-Umlagerung und die Isolation des Harnstoffs erfolgte analog den Beispielen 13 bis 17. Die
Ausbeute an reinem trans-1,4-Di-(N'-tert-butylureido)-cyclohexan
(farblose Kristalle, Zersetzungspunkt > 300° C) betrug 118 g (0,3776 Mol) = 75% der Theorie.
Analog Beispiel 13 wurden 100 g (0,418 Mol) Cyclohexan-l,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid (nach
Beispiel 6 hergestellt) mit 36 g (0,9 Mol) Natriumhydroxid, gelöst in 250 ml Wasser, bei tiefer Temperatur
versetzt und nach vollendeter Salzbildung mit 200 g (1,04 Mol) Ν,Ν'-Diisopropyl-p-phenylendiamin versetzt.
Die Hofmann-Umlagerung und die Abtrennung des gebildeten Harnstoffs erfolgten in der bei den
Beispielen 12 bis 17 beschriebenen Weise. Es konnten so
durch Filtration 187 g (0,34 Mol) = 81% der Theorie des reinen trans-l,4-Di-(N'-isobutyl-N'-p-isobutyIaminophenyl-ureido)-cyclohexan
als beiges Pulver mit einem Zersetzungspunkt von 245 bis 247° C gewonnen werden.
Das folgende Beispiel betrifft die Herstellung eines trans-Cyclohexan-1,4-disulfonylharnstoffs.
32 g (0,80 Mol) Natriumhydroxid wurden in 40 g Wasser gelöst und bei 25°C mit 400 ml Dimethylformamid
versetzt. Unter kräftigem Rühren wurden bei Raumtemperatur 68,5 g (0,40 Mol) fein gepulvertes
p-Toluolsulfonamid portionswei; e dieser Lösung zugesetzt.
Es bildete sich dabei das Natriumsalz des Tosylamids, das als feiner, ."arbloser, kristalliner
Niederschlag ausfiel. Die Suspension wurde nun auf 5° C herabgekühlt und unter kräftigem Rühren mit einer
Aufschlämmung aus 47,6 g (0,20 Mol) Cy clohexan-1,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
in 100 ml Dimethylformamid versetzt. Durch Kühlung wurde die Reaktionswärme (Bildung des Na-Salzes des Bis-N-chloramids)
abgeführt (Innentemperatur <15°C). Nachdem die gesamte Menge des N-Chloramids in das Reaklionsgemisch
eingetragen war, wurde auf 25°C erwärmt, wobei eine exotherme Reaktion stattfand. Die Innentemperatur
stieg auf 48° C an. Die Suspension wurde dünnflüssig und nach ca. 5 Minuten fiel ein farbloser Niederschlag
aus. Zur Vervollständigung der Reaktion wurden noch 55 Minuten auf 50°C erwärmt. Das Reaktionsgemisch
wurde nun mit 1 Liter Wasser verdünnt, von ungelöstem Material befreit und das Filtrat anschließend mit
verdünnter Mineralsäure auf pH = 2 angesäuert. Es fiel ein farbloser, voluminöse Niederschlag aus, der nach
dem er chloridfrei gewaschen worden war, im Vakuumtrockenschrank bei 80°C getrocknet wurde.
Ausbeute an trans-l,4-Cyclohexyl-bis-(p-tolyl-sulfonylharnstoff) betrug 64,2 g (0,25 Mol) = 62,4% der Theorie
(F. > 350°C).
Die Beispiele 21 bis 25 betreffen die Herstellung von trans-Cyclohexan-1,4-diisocyanat.
19,16 g (0,08 Mol) CycIohexan-M-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
(nach Beispiel 7 synthetisiert) wurden in 75 ml Wasser bei 0°C unter kräftigem Rühren lein
verteilt und anschließend mit 6,4 g (1,16 Mol) Natriumhydroxid, gelöst in 75 ml Wasser, tropfenweise versetzt.
Die Dosierung der Natronlauge sollte so bemessen werden, daß die Temperatur im Reaktionsgefäß 5° C
nicht übersteigt Nachdem die gesamte Natronlaugemenge zugetropft war, hatte sich eine klare Lösung
gebildet Nun wurden 20 g (0,177 Mol) 40gew.-%ige wäßrige Dimethylaminlösung unter Kühlung zugetropft
Anschließend wurde das Reaktionsgemisch erwärmt. Die Lösung trübte sich bei 25° C ein, die
Temperatur des Reaktionsgemisches stieg auf 46° C an. Dabei nahm die Menge des Niederschlags zu. Es wurde
noch zur Vervollständigung der Reaktion 2 Stunden bei 50° C gerührt. Das Reaktionsgemisch war danach nicht
mehr oxidierend. Die alkalische Lösung wurde nun mit verdünnter Salzsäure auf pH = 6 eingestellt und
anschließend die gesamte Suspension über eine Schlauchpumpe in 250 ml o-Dichlorbenzol, das auf
110° C erwärmt worden war, eindosiert. Das Wasser ging dabei über Kopf ab und es fiel in dem
o-Dichlorbenzol eine beige gefärbte, salzartige Masse aus. Um auch die letzten Wasserspuren zu entfernen,
wurden schließlich noch 30 ml o-Dichlorbenzol bei 110° C im Vakuum abdestilliert. Die verbliebene
Suspension aus dem substituierten Harnstoff, Kochsalz und Dimethylaminhydrochlorid wurde nun auf 150 bis
155°C erhitzt und im Verlaufe von 30 Minuten mit
HCl-Gas gesättigt. Danach wurde auf 100 bis HO0C
gekühlt und der gelöstete Chlorwasserstoff durch sorgfältiges Strippen mit einem Stickstoffstrom im
Verlaufe einer Stunde entfernt. Anschließend wurde auf 10° C abgekühlt und das gebildete Diisocyanat von dem
Kochsalz und Dimethylaminhydrochlorid abfiltriert. Der Filterrückstand wurde dreimal mit jeweils 25 ml
o-Dichlorbenzol gewaschen und die vereinigten Filtrate
anschließend fraktioniert destilliert. Bei 117 bis 120° C/10 bis 13 bar destillierten 10,67 g (0.064 Mol) =
80% der Theorie an reinem trans-CycIohexan-M-diisocyanat
(F. 62 bis 64° C) über.
Beispiel 22
In einem 1 Liter fassenden Glasautoklav wurden 161 g (0.517 Mol) trans-1,4-Di-(N',N'-diäthylureido)-cyclohexan
(nach Beispiel 13 hergestellt) in 700 ml Chlorbenzol suspendiert, auf 15O0C erhitzt und unter
kräftigem Rühren bei 6 bar HCl-Gas aufgedrückt. Nach 45 Minuten wurde der Autoklav auf 80 bis 100°C
abgekühlt und entspannt. Es fiel dabei der größte Teil des gebildeten Diäthylamin-hydrochlorids in Form
glänzender farbloser Blättchen aus. Zur Entfernung des noch gelösten HCl-Gases und zur Zersetzung von evtl.
gebildetem Carbamoylchlorid wurde das Reaktionsgemisch noch 30 Minuten mit einem Inertgas (Stickstoff.
Kohlendioxid) sorgfältig gestrippt, danach auf 10°C gekühlt, vom Diäthylaminhydrochlorid abfiltriert und
der Filterrückstand noch zweimal mit 250 ml Chlorben-'.ol
gewaschen. Aus den vereinigten Chlorbenzolfiltraten fielen nach fraktionierter Destillation 77,3 g (0,465
Mol) = 90% der Theorie an reinem trans-Cyclohexan-1,4-diisocyanat
(F. 63 bis 64°C) in Form farbloser Schuppen an.
Ein Gemisch aus 50 g (0,218 Mol) trans-Dimethyl-1,4-cyclohexan-dicarbamat
(nach Beispiel 9 synthesiert), wurden in 300 ml n-Hexadecan auf 2200C erhitzt und 3
Stunden auf dievr Temperatur belassen, wobei gleichzeitig ein Stickstoffstrom von 15 l/h durch das
Reaktionsgemisch geleitet wurde. Dabei wurde über Kopf eines auf 800C temperierten Kühlers das gebildete
Methanol abdestilliert. Nach beendeter Umsetzung wurde auf 100C gekühlt und von unumgesetztem
Diurethan, Monoisocyanat und etwas polymeren Anteilen abfiltriert. Aus dem Filtrat konnten 63,7%
trans-Cyclohexan-l^-diisocyanat (F. 60 bis 63°C)
gewonnen werden.
48,6 g (0,188 Mol) trans-Diäthyl-M-cydohexan-dicarbamat
(nach Beispiel 10 synthetisiert) wurden in einem Verdampfer auf 420° C erhitzt und zusammen mit einem
Stickstoffstrom (25 l/h) über ein 25 m langes Bett aus
Raschigringen (Temperatur 4500C) geleitet und die
austretenden Dämpfe anschließend schnell auf 1000C abgeschreckt. Durch fraktionierte Kondensation wurde
das gebildete trans-Cyclohexan-l,4-düsocyanat (52,2% der Theorie) vom Äthanol (89,7% der Theorie) getrennt,
bevor eine Rückreaktion dieser Bestandteile zum Urethan stattfinden konnte.
64,2 g (0,25 Mol) trans-l,4-Cyclohexan-bis-(p-toIylsulfonylharnstoff),
hergestellt nach Beispiel 20, wurden in einem i-1-Glasautoklav in 350 ml Nitrobenzol unter
Rühren 2 Stunden bei 230 bis 250°C umgesetzt. Die klare Lösung wurde anschließend entspannt und das
Lösungsmittel Nitrobenzol unter Vakuum abdestilliert. Aus dem festen, salzartigen Rückstand wurden 20,7 g
(0,124 Mol) = 49,7% der Theorie reines trans-l,4-Cyclohexan-diisocyanat
durch Extraktion mit heißem Hexan gewonnen. Der Rückstand bestand aus einem Gemisch
aus p-Toluolsulfonamid, Ausgangssulfonylharnstoff,
Monoisocyanat, sowie polymeren! Acylharnstoff.
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung der Trans-Isomeren
von Cyclohexan-1,4-diamin, -diurethanen, -diharnstoffen,
-disulfonylharhstoffen und -diisocyanat, dadurch gekennzeichnet, daß man Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure,
einen niedrigmolekularen Alkylester, einen Glykolester, einen oligomeren
Ester oder einen Polyester dieser Säure oder ein Gemisch der genannten Verbindungen in bekannter
Weise in einem mehrwertigen Alkohol bei 25 bis 2000C und einem Ammoniakpartialdruck von 0,1 bis
50 bar mit Ammoniak zum Cyclohexan-1,4-dicarbonsäurediamid
umsetzt, dieses feste Diamid von anhaftenden wasserlöslichen Bestandteilen befreit,
es dann in bekannter Weise in wäßriger Mineralsäure oder in wäßriger Suspension bei 0 bis 40° C
chloriert, das hierbei erhältliche Cyclohexan-1,4-dicarbonsäure-bis-N-chloramid
abtrennt, mit kaltem Wasser chlorfrei wäscht und schließlich dieses Bis-N-chloramid nach folgenden, an sich bekannten
Methoden
a) durch Behandlung mit einem Alkali- oder Erdalkalihydroxid in trans-Cyclohexan-l,4-diamin,
b) durch Umsetzung mit einem Alkohol oder mit einem Glykol in Gegenwart eines Alkali- oder
Erdalkalihydroxids oder eines Alkoholats in ein trans-Cyclohexan-1,4-diurethan,
c) durch Umsetzung mit einem primären oder sekundären Amin in Gegenwart eines Alkalioder
Erdalkalihydroxids in einen trans-Cyclohexan- 1,4-diharnstoff
d) oder durch Behandlung mit einem primären Sulfonamid in Gegenwart eines Alkalihydroxids
in einem Gemisch aus Dimethylformamid und Wasser in einen trans-CycIohexan-M-sulfonylharnstoffoder
e) den nach c) erhaltenen Diharnstoff durch Behandlung mit gasförmigem Chlorwasserstoff
in einem inerten Lösungsmittel oder das nach b) erhaltene Urethan durch thermische Spaltung
in der Gasphase oder in der Flüssigphase gegebenenfalls in einem inerten Lösungsmittel
oder
den nach d) erhaltenen Disulfonylharnstoff durch thermische Behandlung in einem inerten
Lösungsmittel
in trans-CycIohexan-l^-diisocyanat umsetzt.
Priority Applications (29)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2710595A DE2710595C3 (de) | 1977-03-11 | 1977-03-11 | Verfahren zur Herstellung der Trans-Isomeren von Cyclohexan-l,4-diamin-, diurethanen, -diharnstoffen, -disulfonylharnstoffen und -diisocyanat |
| AT918177A AT355010B (de) | 1977-03-11 | 1977-12-21 | Verfahren zur herstellung von trans-cyclohexan- 1,4-diisocyanat |
| IT47615/78A IT1104132B (it) | 1977-03-11 | 1978-01-12 | Procedimento per la produzione di trans-cicloesan-1,4-diisocianato cicloesan-1,4-diammina cicloesan-1,4-diuretani cicloesan-1,4-diuree e cicloesan-1,4-disolfoniluree |
| BR7800560A BR7800560A (pt) | 1977-03-11 | 1978-01-30 | Processo para preparar 1,4-diisocianato de trans-ciclo-hexano,trans-ciclo-hexano-1,4-diamina,uma trans-ciclo-hexano-1,4-diuretana,uma trans-ciclo-hexano-1,4-diureia ou uma trans-ciclo-hexano-1,4-dissulfonil ureia |
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