DE2710573A1 - Vorrichtung zur entmagnetisierung eines einen ferromagnetischen werkstoff enthaltenden elektromagneten - Google Patents
Vorrichtung zur entmagnetisierung eines einen ferromagnetischen werkstoff enthaltenden elektromagnetenInfo
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Description
- Vorrichtung zur Entmagnetisierung eines einen ferromagnetischen
- Werkstoff enthaltenden Elektromagneten Zusammenfassung Es wird eine Vorrichtung zur Entmagnetisierung eines einen ferromagnetischen Werkstoff enthaltenden Elektromagneten vorgeschlagen, durch die ein Kleben von ferromagnetischen Teilen des Elektromagneten, insbesondere eines Kupplungsmagneten, beim Abschalten des Versorgungs-Gleichstroms verhindert werden soll. Die Vorrichtung umfaßt eine parallel zur Magnetwicklung des Elektromagneten geschaltete Kapazität, wobei der durch die Magnetwicklung und die Kapazität gebildete Stromkreis einen ohmschen Widerstand aufweisen soll. Dadurch entsteht beim Abschaltvorgang eine gedämpfte Schwingung, durch die eine vollständige Entmagnetisierung des Magnetkreises erreicht werden kann.
- Stand der Technik Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung nach der Gattung des Hauptanspruchs. Es sind schon zur Entmagnetisierung von Elektromagneten parallel zur Magnetwicklung geschaltete Löschdioden bekannt und weit verbreitet. Insbesondere bei großen Magneten, bei denen hohe Ströme benötigt werden, werden die benötigten Löschdioden für diese hohen Ströme sehr teuer. Weiterhin ist aus Hütte, des Ingenieurs Taschenbuch IV A, Elektrotechnik Teil A, Berlin 1957, Seite 492, 493 eine parallel zu einem Wechselstrom-Magnetschalter geschaltete Kapazität bekannt. Diese Vorrichtung dient jedoch nicht zur Entmagnetisierung des Magnetkreises und zur Beseitigung des Klebens von ferromagnetischen Werkstoffen, sondern zur Vermeidung von Überspannungen und Spannungsspitzen zum Schutz der Schaltelemente.
- Vorteile der Erfindung Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß unter Verwendung von billigen Bauelementen wie Widerständen und Kondensatoren eine Beseitigung des Klebens ferromagnetischer Werkstoffe von Elektromagneten, insbesondere bei Kupplungsmagneten, erreicht werden kann. Auch bei größten Kupplungsmomenten ist ein sicheres Auskuppeln möglich.
- Die volle Einkuppelkraft bleibt aufrechterhalten.
- Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Vorrichtung möglich.
- Zeichnung Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 die schaltungsmäßige Darstellung eines Ausführungsbeispiels und Fig. 2 die Darstellung der zugeordneten Hysteresekurve.
- Beschreibung der Erfindung Zwei Klemmen 10, 11, an die eine Gleichspannung angelegt ist, sind über die Reihenschaltung eines elektrischen Schalters 12 mit der Magnetwicklung 13 eines Elektromagneten miteinander verbunden. Der Elektromagnet weist einen Magnetkern 14 aus ferromagnetischem Material auf. Ein beweglich gelagertes Teil 15 aus ebenfalls ferromagnetischen Material wird durch die Magnetkraft des Elektromagneten 13, 14 gegen die Federkraft einer Feder 16 vom Elektromagneten 13, 14 angezogen.
- Parallel zur Magnetwicklung 13 ist die Reihenschaltung eines Widerstands 17 mit einem Kondensator 18 geschaltet. Das beweglich gelagerte Teil 15 kann z.B. ein Schaltkontakt sein, wodurch aus der Anordnung 13 bis 16 ein Relais wird. Ist das beweglich gelagerte Teil 15 als Kupplungsteil ausgebildet, so wird aus der Anordnung 13 bis 16 ein Kupplungsmagnet.
- Die Wirkungsweise des in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels soll im folgenden anhand des in Fig. 2 dargestellten Diagramms erläutert werden. Dieses Diagramm stellt eine Hysteresekurve dar und zeigt die Abhängigkeit der magnetischen Feldstärke H von der magnetischen Induktion B. Nach Einschalten des Schalters 12 fließt Strom durch die Magnetwicklung 13, und beim Durchlaufen des Kurvenstücks I bis zum Punkt A baut sich ein magnetisches Feld auf, durch das das magnetische Teil 15 vom Elektromagneten 13, 14 angezogen wird und in Kontakt mit dem Eisenkern 14 kommt. Nach bffnen des Schalters 12 nimmt die magnetische Feldstärke gemäß dem Kurvenstück II wieder ab. Da die Kurve II nicht durch den Nullpunkt geht bestünde durch Remanenz die Gefahr eines Klebenbleibens des beweglichen Teils 15 am Magnetkern 14. Die Reihenschaltung des Widerstands 17 mit dem Kondensator 18 bewirkt jedoch eine gedämpfte Schwingung, durch die die magnetische Feldstärke H wieder zum Nullpunkt zurückgeführt wird. Ein Kleben des beweglichen Teils 15 an den Magnetkern 14 wird dadurch verhindert, was z.B. in der Ausführung als Kupplungsmagnet zu einem sicheren Auskuppeln führt. In der Ausführung als Relais wird ein sicheres Lösen des Schaltkontakts gewährleistet.
Claims (4)
- Ansprüche Vorrichtung zur Entmagnetisierung eines einen ferromagnetischen Werkstoff enthaltenden Elektromagneten beim Abschalten des Versorgungs-Gleichstroms, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Magnetwicklung (13) des Elektromagneten (13,14) eine Kapazität (18) geschaltet ist und daß der durch die Magnetwicklung <13) und die Kapazität (18) gebildete Stromkreis einen ohmschen Widerstand (17) aufweist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Magnetwicklung (13) die Reihenschaltung der Kapazität (18) mit einem ohmschen Widerstand (17) geschaltet ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (13,14) als Kupplungsmagnet (13 bis 16) ausgebildet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (13,14) als Relais (13 bis 16) ausgebildet ist.
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8807333U1 (de) * | 1988-06-04 | 1988-09-22 | Fa. Franz Müller, 6000 Frankfurt | Schneidmühle |
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1977
- 1977-03-11 DE DE19772710573 patent/DE2710573A1/de active Pending
Cited By (5)
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| DE102011083007B4 (de) | 2011-09-20 | 2022-12-01 | Zf Friedrichshafen Ag | Verfahren und Ansteuervorrichtung zum Ansteuern eines elektromagnetischen Aktuators |
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