DE2710485C3 - Vorrichtung zum pneumatischen Spinnen - Google Patents
Vorrichtung zum pneumatischen SpinnenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H4/00—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
- D01H4/02—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques imparting twist by a fluid, e.g. air vortex
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum pneumatischen Spinnen, die eine zylindrische nicht rotierende
Spinnkammer, die an einem Ende durch einen zylindrischen Einsatz mit einem zentralen Kanal zum
Abführen des gesponnenen Fadens begrenzt ist und an der anderen Seite mit einer Unterdruckquelle verbunden
ist, und ein Luftdüsensystem aufweist, das sich aus einem Faserzufuhrkanal und zwischen diesem und der
der Unterdruckquelle zugewandten Seite der Spinnkammer angeordneten Luftzufuhrkanälen zur Erzeugung
einer rotierenden Luftströmung zur Bildung eines am Umfang der Spinnkammer rotierenden in Axialrichtung
stationären Faserrings zusammensetzt.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (PL-PS 353) bildet sich in der Spinnkammer ein den
gesamten Spinnkammerquerschnitt umfassender rotierender Wirbel. Hierbei behindert das Zentrum des
Wirbels die Ausbildung der rotierenden Luftströmung am Umfang der Spinnkammer, wo der Faserring
gebildet wird.
Unter dem Einfluß des stark rotierenden Wirbelzentrums sind der Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit
an der Kammerwand Grenzen gesetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, bei der eine Erhöhung der
Strömungsgeschwindigkeit an der Kammerwand bzw. der Umfangsgeschwindigkeit des gebildeten Faserringes
nicht durch das Wirbelzentrum be hindert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Luftführung innerhalb der Kammer derart
ausgebildet ist, daß ein Teil des die Fasern zuführenden Luftstromes abgetrennt und mit einer verstärkten
axialen Komponente in den Bereich des Wirbeizentrums gerichtet ist
Durch das Einströmen eines Teils des die Fasern zuführenden Luftstroms in das Wirbelzentrum wird die
kinetische Energie im Wirbelzentrum herabgesetzt, und die Strömungsgeschwindigkeit an der Kammerwand
wird erhöht
Bei einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Abtrennen eines Teils des die Fasern zuführenden
Luftstroms dadurch, daß in dem zum Inneren der Spinnkammer weisenden Teil des zylindrischen Einsatzes
schräg gegen die Kammerachse geneigte Durchgangsbohrungen ausgeführt sind, die auf dem Umfang
des Einsatzes in einer Höhe zwischen dem Faserzufuhrkanal und den Luftzufuhrkanäien beginnen und auf der
zum Inneren der Spinnkammer gewandten Stirnseite des Einsatzes enden.
Beim Durchströmen der Durchgangsbohrungen werden die Axialkomponenten eines Teils des Luftstroms
auf Kosten seiner Umfangskomponenten verstärkt, und das Einströmen derartiger Luft in das Wirbelzentrum
bewirkt, daß die Intensität des Wirbels dort geschwächt an der Kammerwand aber verstärkt wird, das heißt, es
ist möglich, eine optimale Geschwindigkeitsverteilung im Querschnitt der Spinnkammer, dort wo der Faserring
gebildet wird, zu erreichen, wodurch die Spinngeschwindigkeit erhöht werden kann.
Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung erläutert. In dieser
zeigt
F i g. 1 einen Teilschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung und
Fig.2 einen Querschnitt nach der Linie A-A durch
die Vorrichtung gemäß Fig. 1.
Die Vorrichtung besteht aus einer nicht rotierenden, zylindrischen Spinnkammer i, welche an einer Seite
einen zylindrischen, an einem Ende kegelförmig verbreiterten und am Ende mi.' einem zylindrischen
Vorsprung 3 versehenen Einsatz 2 aufweist. Der zylindrische Einsatz 2 ist mit einem axialen Kanal 4 zum
Abziehen des gesponnenen Fadens 5 versehen, dessen Eingangsöffnung im Vorsprung 3 angeordnet ist. An der
anderen Seite ist die Spinnkammer 1 durch eine Leitung 6 mit einer nicht dargestellten Unterdruckquelle
verbunden. Auf der der Unterdruckquelle näheren Seite weist die Spinnkammer 1 auf ihrem Umfang tangentiale
Luftzufuhrkanäle 7 auf. Oberhalb der Eingangsöffnung des Kanals 4 ist in der Kammerwand der Ausgang des
Faserzufuhrkanals 8 angeordnet. Auf der Fadenabzugsseite, auf dem Umfang des kegelförmigen Teils des
Einsatzes 2 sind Durchgangsbohrungen 9 ausgeführt, welche schräg gegen die Kammerachse geneigt
angeordnet sind. Der Eingang der Bohrungen 9 befindet sich auf einer Höhe zwischen dem Fas.erzufuhrkanal 8
und den Luftzufuhrkanälen 7.
Das Spinnen mit Hilfe dieser Vorrichtung erfolgt dadurch, daß die in die Spinnkammer 1 angesaugte Luft
dank dem System der Kanäle 7 und 1) innerhalb der Spinnkammer 1 rotiert (wirbelt). Die im Luftstrom in die
Spinnkammer 1 eingeführten Fasern werden durch den Strom der wirbelnden Luft in eine Rotationsbewegung
gebracht und bilden einen Faserring 10, welcher in einer zur Achse der Spinnkammer 1 senkrechten Ebene
wirbelt. Der die Fasern zuführende Luftstrom wird innerhalb der Spinnkammer 1 geteilt, wobei ein Teil des
Stromes durch die Durchgangsbohrungen 9 strömt und der andere Teil entlang der Kammerwand. Die Luftteile,
die durch die Durchgangsbohrungen 9 strömen, ändern ihre Geschwindigkeitsrichtung, wobei ihre Umfangs-
3 4
iponenten ab- und die Axialkomponenten zuneh- Zum Anspinnen wird durch den Kanal 4 in der Mute
L Die in dieser Weise in der Spinnkammer 1 der Spinnkammer 1 ein Garnabschnitt eingeführt,
ihrten Ströme vermindern die Bewegungsenergie im welcher rotierend unter dem Einfluß des entstandenen
beikern, wobei die Intensität in einem von der Masse Luftwirbels die Fasern aus dem rotierenden Faserring
zugeführten Luft in der Größe der Axialkomponen- ί 10 sammelt, wobei sie gleichzeitig verzwirnt werden,
abhängigen Grad vermindert wird, außerdem nimmt Der gesponnene Faden 5 wird durch den Kanal 4 aus
Übertragung des Schwunges auf den Wirbeikern ab. der Spinnkammer 1 herausgeführt
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zum pneumatischen Spinnen, die eine zylindrische nicht rotierende Spinnkammer, die
an einem Ende durch einen zylindrischen Einsatz mit einem zentralen Kanal zum Abführen des gesponnenen
Fadens begrenzt ist und an der anderen Seite mit einer Unterdruckquelle verbunden ist, und ein
Luftdüsensystem aufweist, das sich aus einem Faserzufuhrkanal und zwischen diesem und der der
Unterdruckquelle zugewandten Seite der Spinnkammer angeordneten Luftzufuhrkanälen zur Erzeugung
einer rotierenden Luftströmung zur Bildung eines am Umfang der Spinnkammer rotierenden in
Axialrichtung stationären Faserrings zusammensetzt, dadurch gekennzeichnet, daß die
Luftführung innerhalb der Kammer (1) derart ausgebildet ist, daß ein Teil des die Fasern
zuführenden Luftstrornes abgetrennt und mit einer verstärkten axialen Komponente in den Bereich des
Wirbelzentrums gerichtet ist
2. Vorrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß in dem zum Inneren der Spinnkammer (1) weisenden Teil des zylindrischen Einsatzes (2)
schräg gegen die Kammerachse geneigte Durchgangsbohrungen (9) ausgeführt sind, die auf dem
Umfang des Einsatzes (2) in einer Höhe zwischen dem Faserzufuhrkanal (8) und den Luftzufuhrkanälen
(7) beirisinen und auf der zum Inneren der
Spinnkammer (1) gewandten Stirnseite des Einsat- jo zes (2) enden.
Applications Claiming Priority (1)
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