DE2709545B2 - Geschütz mit einem Nachladebehälter - Google Patents
Geschütz mit einem NachladebehälterInfo
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- F41A9/00—Feeding or loading of ammunition; Magazines; Guiding means for the extracting of cartridges
- F41A9/01—Feeding of unbelted ammunition
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Description
Die Erfindung betrifft ein Geschütz mit einer Lafette, auf der eine selbsttätige Feuerwaffe mit einem
Munitionsmagazin um eine Höhenrichtachse schwenkbar angeordnet ist, mit einem Nachladebehälter auf der
Lafette, der eine Austrittsöffnung und eine Fördervorrichtung aufweist, durch welche die im Nachladebehälter befindlichen Patronensätze zur Austrittsöffnung
gebracht werden, aus der die Munition in das Munitionsmagazin nachgefüllt werden kann.
Bei einem bekannten Geschütz dieser Art wird von einem Bedienungsmann, der sich auf einer Plattform des
Geschützes befindet, der Munitionsvorrat im Munitionsbehälter der Feuerwaffe während des Schießens laufend
ergänzt, wobei er aus der sich oben befindlichen Austrittsöffnung des aufrechtstehenden Nachladebehälters die Patronensätze entnimmt und in das Munitionsmagazin einfüllt
Der Nachteil dieses Geschützes besteht darin, daß zur
Bedienung während des Schießens neben dem Schützen
noch ein Bedienungsmann, oder bei einem Zwillingsgeschütz noch zwei Bedienungsleute zum Nachladen der
Munition in das Munitionsmagazin erforderlich sind, die ihre Aufgabe zudem ungeschützt gegen feindlichen
Beschüß erfüllen müssen.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Geschütz zu schaffen, bei welchem die Munition nicht durch
Bedienungsleute manuell aus dem Nachladebehälter in das Munitionsmagazin umgeladen werden muß.
ίο Dss erfindungsgemäße Geschütz, mit dem diese
Aufgabe gelöst ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß der Nachladebehälter auf der Lafette verschiebbar angeordnet ist und seine Austrittsöffnung mit einer
Eintrittsöffnung des in eine Ladestellung geschwenkten
is Munitionsbehälters zur Deckung bringbar ist, und daß
die Fördervorrichtung Transportorgane umfaßt, welche mit den Patronensätzen aus dem Nachladebehälter in
das Munitionsmaganzin einfahrbar sind. Erreicht wird,
daß keine Bedienungsmannschaft zum Nachladen der
Munition erforderlich ist, welche ihre Aufgabe zudem
ungeschützt gegen feindlichen Beschüß erfüllen müßte.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Geschützes ist im folgenden anhand der Zeichnung
ausführlich beschrieben. Es zeigt
F i g. I ein Geschütz mit einem in Ruhestellung befindlichen Nachladebehälter in perspektivischer Darstellung,
F i g. 2 dasselbe Geschütz wie in F i g. 1 mit dem Nachladebehälter und einem Munitionsmagazin in
Nachladestellung, ebenfalls in perspektivischer Darstellung,
Fig.3 einen Nachladebehälter in perspektivischer
Darstellung,
F i g. 4 einen Klinkenhalter des Nachladebehälters im
F i g. 5 einen Schnitt nach Linie V-V in F i g. 4,
F i g. 6 einen Schnitt durch einen in den Munitionsbehälter ausgefahrenen Klinkenhalter einer Rückholeinrichtung für Munition enthaltende Ladestreifen,
F i g. 7 ein Schema der hydraulischen Anlage, mit der
die Munition aus dem Nachladebehälter in das Munitionsmagazin nachgefüllt wird.
Der allgemeine Aufbau
Gemäß F i g. 1 weist das Geschütz zwei selbsttätige
Feuerwaffen 1 auf. jede dieser Feuerwaffen 1 ist in je
einem Seitenschild 2 um eine Höhenrichtachse X schwenkbar gelagert Diese Seitenschilder 2 sind auf
einer Plattform 3 befestigt, welche auf einer Unterlafette 3a um eine Seitenrichtachse Z drehbar gelagert ist.
so An jeder Feuerwaffe ist auf der dem Seitenschild
gegenüberliegenden Seite ein Munitionsmagazin 4 befestigt, das zusammen mit der Feuerwaffe 1 um die
Höhenrichtachse X schwenkbar gelagert ist. Das Munitionsmagazin 4 enthält mit Patronen 6 gefüllte
S3 Ladestreifen 5. Ein solches Munitionsmagazin ist in
unserer CH-PS 3 79 969 (US-PS 30 45 553) ausführlich
beschrieben. Die Munitionsmagazine 4 weisen Deckflächen 7 auf, die zu einer durch die Seelenachsen der
Feuerwaffen gebildeten Ebene parallel sind. Jede
Deckfläche 7 weist eine Öffnung 8 auf, durch welche die Ladestreifen 5 mit den Patronen 6 eingefüllt werden
können.
Hinter jedem Munitionsmagazin 4 ist ein im wesentlichen prismatischer Nachladebehälter 10 an
geordnet der sich neben einer Kabine 9 für den
Schützen befindet Auf der Plattform 3 sind Sockel U angeordnet auf denen Schienen 12 mit U-förmigem
Querschnitt befestigt sind. Die Nachladebehälter 10
weisen an ihren Seitenwänden Rollen auf, die in den Schienen 12 geführt sind und lassen sich somit auf den
Sockeln Il verschieben.
Gemäß Fig.2 können die beiden Feuerwaffen 1 in die Elevationsstellung 90° geschwenkt werden, dann s
steht auch die Deckfläche 7 des Munitionsmagazins 4 senkrecht und die Nachladebehälter- 10 lassen sich auf
den Schienen 12 soweit verschieben, daß die Austrittsöffnung der Nachladebehälter IO an der Eintrittsöffnung
8 des Munitionsmagazins 4 anliegt ι ο
In den Fig. 1 und 2 sind die Ladestreifen 5 mit den Patronen 6 in den Eintrittsöffnungen der Nachladebehälter 10 sichtbar.
Gemäß F i g. 3 sind an den Enden der Ladestreifen 5
je zwei Rollen 106 drehbar befestigt Diese Rollen 106 sind in Führungsschienen 99 gelagert, die einen
U-förmigen Querschnitt aufweisen und an Seitenwänden 65 des Nachladebehälters 10 befestigt sind. Somit
sind die Ladestreifens leicht verschiebbar im Nachladebehälter 10 geführt.
Diese Ladestreifen mit den Patronen 6 müssen aus dem Nachladebehälter 10 in das Munitionsmagazin 4
geschoben werden. Zu diesem Zweck ist eine Fördervorrichtung angeordnet. Sobald jedoch das Munitonsmagazin gefüllt ist, muß ein Teil der Ladestreifen 5 mit
Patronen 6 wieder in den Nachladebehälter 10 zurückgeschoben werden, zu diesem Zweck ist eine
Rückholvorrichtung angeordnet.
Im folgenden soll zuerst der Aufbau der Fördervorrichtung und anschließend der Aufbau der Rückholvor-
richtung und schließlich noch der hydraulische Antrieb der beiden Vorrichtungen beschrieben werden.
Zur Verschiebung der Ladestreifen 5 aus dem Nachladebehälter in das Munitionsmagazin ist an jeder
Seitenwand 65 eine Führungsschiene 77 mit C-förmigem Querschnitt befestigt Der Deutlichkeit halber ist in
Fig.3 nur eine Führungsschiene 77 dargestellt. Die Führungsschiene 77 liegt mit ihrer Rückseite an der
Seitenwand 65 des Nachladebehälters 10 an. In jeder Schiene 77 ist ein Träger 79 verschiebbar gelagert An
diesem Träger 79 ist ein Klinkenhalter 80 befestigt, der gemäß Fig.5 einen im wesentlichen geschlossenen,
rechteckigen Hohlquerschnitt aufweist und durch einen Schlitz 78 der Schiene 77 hindurchragt Im Klinkenhaiter 80 sind in regelmäßigen Abständen voneinander
Achsen 81 befestigt (siehe auch F i g. 4). Auf den Achsen 81 sind Klinken 82 schwenkbar gelagert. Federn 83, die
sich einerseits am Klinkenhalter 80 und anderseits an den Klinken 82 abstützen, haben das Bestreben, die
Klinken 82 gegen Anschläge 84 zu drücken, die am Klinkenhalter 80 befestigt sind. Die Klinken 82 ragen
durch Schlitze 78 aus dem Innern des Klinkenhalters 80 hinaus. Gemäß F i g. 3 ist am Träger 79 eine Zahnstange
85 befestigt, die einen L-förmigen Querschnitt aufweist
Diese Zahnstange 85 liegt auch am Klinkenhalter 80 an. Die Zähne der Zahnstange 85 sind nach unten gerichtet
und kämmen mit einem Stirnrad 70.
Zum Antrieb dieses Stirnrades 70 ist am Boden des Nachladebehälters 10 ein Hydraulikzylinder 24 befestigt, dessen Achse zu einer senkrechten Symmetrieebene des Nachladebehälters 10 parallel ist Im Zylinder 24
befindet sich ein in F i g. 3 nicht sichtbarer Kolben 25, an dem eine Kolbenstange 58 befestigt ist die mit einer
zylindrischen Zahnstange 59 verbunden ist Diese Zahnstange 59 ist in einem am Boden des Ladebehälters
10 befestigten Lager 60 geführt Die Zähne der Zahnstange 59 sind nach oben gerichtet und kämmen
mit einem Stirnrad 67, das mit einer Welle 66 verkeilt ist, die in den beiden Seitenwänden 65 des Nachladebehälters 10 gelagert ist Auf dieser Welle 66 sind ferner zwei
Kettenräder 68 befestigt, weiche über Rolenketten 72 zwei Kettenräder 71 antreiben, jedes dieser Kettenräder 71 ist an einer Achse 69 befestigt auf denen die
erwähnten Stirnräder 70 festgekeilt sind.
Auf der Welle 66 ist ein weiteres Stirnrad 67a festgekeilt das mit einer Zahnstange 62 kämmt Die
Zahnstange 62 weist eine nach oben gerichtete Verzahnung 61 und zwei seitliche Verzahnungen 64 auf,
die symmetrisch zu beiden Seiten der Längsmittelebene des Nachladebehälters 10 liegen. Die Zahnstange 62
befindet sich in der senkrechten Symmetrieebene des Nachladebehälters 10. Zu beiden Seiten der Zahnstange
62 sind zwei senkrecht zu ihr gerichtete Naben 73 angeordnet die auf Sockeln 74 drehbar gelagert sind.
Die Sockel 74 sind am Boden des Nachladebehälters befestigt Am unteren Ende der Naben 73 ist je ein
Zahnsegment 75 befestigt, das mit der Verzahnung 64 der Zahnstange 62 kämmt Am oberen Ende der Naben
73 ist je ein Hebel 76 befestigt Zahnsegment 75 und Nabe 73 liegen in parallelen Ebenen. In der Zeichnung
ist je eine Nabe 73 mit je einem Hebel 76 und je einem Zahnsegment 75 dargestellt; die andere Nabe 73
mit dem zweiten Hebel 76 und dem anderen Zahnsegment 75 sind der Deutlichkeit halber auch
gezeigt Die beiden Hebel 78 sind über eine Zugfeder 113 miteinander verbunden.
An jedem Hebel 76 ist ein verschiebbarer Zylinder 52 angelenkt Die Zylinder 52 sind in Rohrstücken 88
gelagert Diese Rohrstücke 88 sind in einer vorderen Stirnwand 87 befestigt Die Stirnwand 87 weist eine
Austrittsöffnung auf, durch welche die Patronen aus dem Nachladebehälter 10 in das Munitionsmagazin 4
gelangen können. Die Rohrstücke 88 ragen nach hinten in den Nachladebehälter 10 hinein und sind symmetrisch
zur Längsmittelebene angeordnet. Die in den Rohrstükken 88 verschiebbaren Zylinder 52 weisen je einen
senkrecht nach unten gerichteten Bolzen 89 auf. Jeder Beizen 89 ragt in einen Schlitz 90 des Hebels 76, wie
insbesondere aus F i g. 6 ersichtlich ist
Gemäß Fig.6 befindet sich im hinteren Teil des Zylinder 52 ein Kolben 91. Der Kolben 91 stößt gegen
einen zylindrischen Schlitten 92, der ebenfalls verschiebbar im Zylinder 52 angeordnet ist Zwei Federn 93, die
sich einerseits am Zylinder 52 und andererseits am Schlitten 92 abstützen, haben das Bestreben, den
Schlitten 92 gegen den Kolben 91 zu drücken. Im Schlitten 92 ist eine Nut 94 eingeschnitten, in der eine
Klinke 95 um eine Achse 96 schwenkbar gelagert ist Eine Feder 97, die sich einerseits am Nutengrund 94 und
anderseits an der Klinke 95 abstützt, hat das Bestreben, die Klinke 95 im Uhrzeigersinn zu drehen. Unter der
Wirkung dieser Feder 97 ragt die Klinke 95 durch einen Schlitz 98 der Zylinderwand hindurch nach hinten und
stützt sich auf einem Anschlag 98a ab, dar durch die vordere Begrenzung des Schlitzes 98 gebildet wird.
Gemäß Fig.6 weisen die Ladestreifen 5 eine im
Querschnitt U-förmige Rippe 105 auf, die sich über die ganze Länge des Ladestreifens erstreckt Gegen diese
Rippe 105 stößt die Klinke 95, wenn sie sich in der soeben beschriebenen Lage befindet Mit diesen
Klinken 95 können die mit 53 und S4 bezeichneten
Ladestreifen, die sich gemäß Fig.6 bereits im Munitionsmagazin 4 befinden, wieder in den Ladebehälter 10 zurückgeschoben werden.
Genau wie beim Nachladebehälter 10 sind auch am Munitionsmagazin 4 an beiden Seitenwänden 101
Führungsschienen 100 befestigt. Wenn sich die beiden Behälter 4 und 10 in der Ladestellung gemäß F i g. 2
befinden, dann fluchten die Führungsschienen 99 des Nachladebehälters 10 mit den Führungsschienen 100
des Munitionsmagazins derart, daß die Ladestreifen 5 mit ihren Rollen 106 leicht aus den Führungsschienen 99
des Nachladebehälters 10 in die Führungsschienen 100 des Munitionsmagazins 4 gelangen können.
Im Munitionsmagazin 4 ist eine endlose Förderkette
107 angeordnet, welche über ein Umlenkrad 110 und ein
Antriebsrad 111 geführt ist An dieser Förderkette 107 sind Transportklinken 108 angelenkt. Federn 109, die
sich einerseits an der Förderkette 107 und anderseits an den Transportklinken 108 abstützen, haben das
Bestreben, die Transportklinken in ihre Mitnahmestellung zu schwenken. Die Abstände zwischen den
einzelnen Transportklinken auf der Förderkette 107 entsprechen der Breite der Ladestreifen 5. Die
Förderkette befindet sich in der Längsmittelebene des Munitionsmagazins 4. Diese Längsmittelebene des
Munitionsmagazins 4 steht senkrecht zur Elevationsachse X und fällt mit der Längsmittelebene des Nachlaclebehälters 10 zusammen.
Im Bereich des Antriebsrades Ul sind Transportschnecken 112 angeordnet, mit denen die Ladestreifen 5
während und nach der Entnahme der Patronen 6 weiterbewegt werden. Gemäß Fig.6 stützt sich der
Ladestreifen 5„ auf diesen Transportschnecken 112 ab.
Aus diesem Streifen werden zur Speisung der Feuerwaffe 1 die Patronen 6 ausgekämmt. Gleichzeitig
wird dieser Ladestreifen Sn zusammen mit den
nachfolgenden Ladestreifen 5„_/, 5„_Ä 5Π_Λ 5n-4 durch
die Förderkette 107 vorgeschoben. Während der Entnahme der Patronen 6 aus dem hintersten
Ladestreifen Sn bewegt sich dieser Ladestreifen Sn nach
hinten und somit ist der Abstand des vordersten von einer Transportklirike 108 der Förderkette 107 erfaßten
Ladestreifens 5* von der Behälterwand 7 abhängig von
der Anzahl Patronen, die sich noch im hintersten Ladestreifen Sn befinden.
Gemäß Fi g. 7 ist zur Verschiebung des Nachladebehälters 10 auf den Führungsschienen 12 ein Zylinder 13
am Sockel 11 befestigt. In diesem Zylinder 13 befindet sich ein Kolben 14, der über eine Kolbenstange 14a mit
dem Nachladebehälter 10 verbunden ist Um den Nachladebehälter 10 in seinen Endstellungen zu Fixieren,
ist ein sich konisch verjüngender Bolzen 15 in einer am Sockel 11 befestigten Führung 16 vertikal verschiebbar
gelagert Eine Druckfeder 17, die sich einerseitis an der Führung 16 und anderseits am Bolzen 15 abstützt, hat
das Bestreben, den Bolzen 15 in eine von zwei Plasten 22 und 23 zu drücken. Diese Rasten 22, 23 sind in
Bewegungsrichtung hintereinander am Nachladebehälter 10 angeordnet. Am Bolzen 15 ist eine Folie 15a
drehbar gelagert, die sich auf einem Schieber 19 abstützt Dieser Schieber 19 ist über eine Kolbenstange
18a mit einem Kolben 18 verbunden, der sich in einem Zylinder 20 befindet Dieser Zylinder 20 ist am Stocket J1
befestigt Je nach der Stellung des Kolbens 18 und des
Schiebers 19 liegt die Rolle ISa entweder auf der zum
Boden des Nachlsidebehälters 10 parallelen Flache 19a
und der Bolzen 131 ragt in eine der Rasten 22 und 23
hinein, oder auf der zum Boden des Nachladebehllters
10 geneigten Fläche 196 und der Bolzen 15 ist aus der
Der bereits erwähnte Zylinder 24 ist durch den Kolben 25 in zwei Kammern 26 und 27 unterteilt. Diese
beiden Kammern 26, 27 sind über Leitungen 28, 29 mit zwei Anschlüssen eines Umschalt-Ventiles 30 verbunden. An dieses Ventil 30 sind ferner über Leitungen 31,
32 die beiden Kammern 33,34 des erwähnten Zylinders 13 angeschlossen. Das Ventil 30 ist schließlich über
Leitungen 37, 38 an zwei Anschlüsse 39a, 396 eines
ίο Umkehrventiles 39 angeschlossen. Die beiden Anschlüsse 39a und 396 sind mit einem dritten Anschluß 39c des
Umekehrventiles 39 verbindbar. Vom dritten Anschluß 39c führt eine Rückleitung 40 zu einem nicht
dargestellten ölbehälter. Ein vierter Anschluß 39</ des
Umkehrventiles 39 ist an eine Versorgungsleitung 41 angeschlossen, die mit einer nicht dargestellten Pumpe
verbunden ist. In die Leitungen 37,38 sind Rückschlagventile 42 eingebaut, welche ein Rückströmen der
Flüssigkeit aus dem Umschaltventil 30 in das Umkehr
ventil 39 verhindern. Die Rückschlagventile 42 sind
durch Leitungen 43 überbrückt, in welche Drosseln 44 eingesetzt sind. Die beiden Leitungen 37, 38 sind über
weitere Leitungen 45, 46 an die Rückleitung 40 angeschlossen. In diese beiden Leitungen 45, 46 sind
Die beiden Kammern 20a und 206 des Zylinders 20 sind über Leitungen 49,50 an ein zweites Umkehrventil
51 angeschlossen. Dieses Umkehrventil 51 ist sowohl an die Versorgungsleitung 41 als auch an die Rückleitung
40 angeschlossen. Die erwähnten Zylinder 52 sind über eine einzige Leitung 53 an ein drittes Umkehrventil 54
angeschlossen, das ebenfalls mit der Versorgungsleitung 41 und mit der Rückleitung 40 verbunden ist Durch zwei
Druckbegrenzungsventile 55 sind die Leitungen 28, 29,
31, 32 gegen zu große Drücke gesichert Die beiden
Druckbegrenzungsventile 55 sind über vier Rückschlagventile 56 an die genannten vier Leitungen 28,29,31,32
und über eine Leitung 57 an die Rückleitung 57 angeschlossen.
■to Die Wirkungsweise
Die beschriebene Vorrichtung funktioniert wie folgt.
Solange die beiden Feuerwaffen 1 nicht um 90° eleviert sind, befinden sich die beiden Nachladebehälter
10 in ihrer hinteren Ausgangsstellung gemäß Fig. 1.
Alle Teile der Fördervorrichtung und der Rückholeinrichtung befinden sich in den in F i g. 3 und 7 gezeigten
Stellungen. Die mit Patronen 6 gefüllten Ladestreifen 5 werden durch die Einfüllöffnung von hinten in den
Nachladebehälter 10 hineingeschoben, wobei die Rollen
106 der Ladestreifen b in die Führungsschienen 99
gelangen. Der vorderste dieser eingeschobenen Ladestreifen 5| stößt mit seiner Rippe 105 gegen die beiden
Klinken 95 der Zylinder 52, die sich gemäß F i g. 3 in ihrer hintersten Stellung befinden. Die nachfolgenden
beiden äußersten Patronen 6 von jedem Ladestreifen 5 stützen sich an den Klinken 82 und am Klinkenhalter 8C
ab. Beim Vorschieben der Ladestreifen 5 werden die aus den Klinkenhaltern 80 herausragenden Klinken 82
μ entgegen der Kraft der Federn 83 in das Innere dei
Klinkenhalter 80 hineingedrückt Sobald die Patrone ί an der Klinke 82 vorbeigeschoben wurde, wird die
Klinke durch die Feder 83 wieder in ihrer Ausgangstage zurückgeschwenkt. Die Patronen 6 sind dann durch die
Klinken 82 hinterstellt, wie aus F i g. 4 ersichtlich ist, unc die Patronen 6 mit den Ladestreifen 5 sind gegen eir
Zurückgleiten nach hinten gesichert
Zum Nachladen des Munitionsmagazins 4 werden die
Feuerwaffen 1 in die Elevationsstellung 90° geschwenkt
gemäß F i g. 2. Bei dieser Stellung sind die Deckflächen 7 des Munitionsmagazins 4 den Vorderwänden 87 der
Nachladebehälter 10 parallel. Nun werden die Nachladebehälter 10 nach vorn geschoben. Durch Einschalten
des Ventils 47 wird der Raum 34 des Zylinders 13 an die Rückleitung 40 angeschlossen. Im gleichzeitig betätigten
Ventil 39 wird der Steuerkolben nach rechts (in der F i g. 7 betrachtet) verschoben und der Zylinderraum 33
über die Leitungen 38,32 mit der Versorgungsleitung 41
verbunden. Durch Umschalten des Umkehrventils 51 wird der Kolben 18 nun so belastet, daß die
Kolbenstange 18a den Schieber 19 nach rechts bewegt. Die Rolle 15a läuft auf die am Schieber 19 vorhandene
schiefe Ebene 196 auf und zieht dadurch den Bolzen 15 aus der Rast 22. Der Nachladebehälter 10 wird durch die
Kolbenstange 14a angetrieben. Kurz bevor er gegen die Deckfläche 7 des Magazins 4 stößt, werden die Ventile
47 und 51 wieder in die Stellung gemäß F i g. 7 zurückgeführt. Wenn der Nachladebehälter 10 einen
bestimmten Weg zurückgelegt hat, wird das Ventil 51 umgeschaltet und der Kolben 18 geht mit seiner
Kolbenstange 18a in seine Ausgangsstellung zurück. Durch diese Bewegung wird der Schieber 19 nach links
verschoben, und die Rolle 15a wird mit dem Bolzen 15 durch die Feder 17 nach oben gedruckt. Wenn der
Nachladebehälter 10 die Deckfläche 7 des Munitionsmagazins 4 berührt, gleitet der Bolzen 15 in die Raste 23
des Nachladebehälters 10 und verriegelt denselben gegen weitere, unbeabsichtigte Verschiebungen. Durch
diese Verriegelung gesteuert, geht das Ventil 39 in seine Ausgangslage gemäß F i g. 7 zurück, so daß der Kolben
14 dann nicht mehr angetrieben ist. An die Schienen 99 des Nachladebehälters 10 schließen nun gleichgerichtet
die Schienen IOC des Munitionsmagazins 4 an.
Für die weitere Erläuterung des Nachladevorganges werde angenommen, daß sich in dem ein Fassungsvermögen
von sieben Ladestreifen 5 aufweisenden Munitionsmagazins 4 noch fünf Ladestreifen Sn, 5„-/,
5„_2, 5„-j, 5„-4 befinden, und daß somit zwei
Ladestreifen aus dem Nachladebehälter 10 in das Munitionsmagazin 4 umzuladen sind. Die Rippen 105
der sich im Munitionsmagazin 4 befindenden Ladestreifen 5 sind durch die Klinken 108 der stillstehenden
Förderkette 107 hinterstellt. Um die Klinkenhalter 80 anzutreiben, werden die Ventile 30, 39 und 48
eingeschaltet.
Im Ventil 39 wird nun der Steuerkolben nach links verschoben. Dadurch ist der Zylinderraum 27, bzw. 26
an die Versorgungsleitung 41, bzw. an die Rückleitung 40 angeschlossen und der Kolben 25 bewegt die
Zahnstange 59 im Nachladebehälter 10 nach hinten. Gleichzeitig werden durch Einschalten des Ventils 54
die Zylinder 52 mit der Versorgungsleitung 41 verbunden, so daß die Kolben 91 die Schlitten 92 nach
vorn stoßen, wodurch die Klinken 95 durch die Anschlagflächen 98a aus der Bahn der Rippen 105 der
Ladestreifen 5 in die Nuten 94 hineingeklappt werden.
Das sich auf der Zahnstange 59 abrollende Stirnrad 67 treibt die Welle an, und das durch diese angetriebene
Rad 67 bewegt die Zahnstange 62 nach hinten. Beim Einsetzen der Rückwärtsbewegung der Zahnstange 62
^«■■kämmen deren seitliche Verzahnungen 64 mit den Zahnsegmenten 75, so daß die beiden Hebel 76 in
ungleichem Drehsinn um ihre Achsen geschwenkt werden. Dadurch werden die Zylinder 91 nach vorn
durch in der Deckflächc 7 des Munitionsmagazins 4 gebohrte, in der Zeichnung nicht dargestellte öffnungen
hindurch in das Innere desselben hineinbewegt. Bei der Schwenkung der Hebel 76 wird die Feder 113 vor deren
Drehachsen bewegt, so daß sie die Hebel in einer Stellung hält, bei welcher die Zylinder 91 an den
Führungsrohren 88 in der Wand 87 anliegen. Das
Übersetzungsverhältnis des Antriebes für die Zylinder 91 ist so gewählt, daß sich diese mit der gleichen
Geschwindigkeit bewegen wie die Klinkenhalter 80.
Die durch die Welle 66 angetriebenen Räder treiben
ίο über die Ketten 72 die Räderpaare 71, 70 an, wobei
durch die mit den Zahnstangen 85 kämmenden Räder 70 die Klinkenhalter 80 nach vorn bewegt werden.
Dadurch werden sämtliche sich im Elehälter 10 befindenden Ladestreifen 5 durch die Klinken 82,
\i welche an den äußersten Patronen 6 auf der Höhe ihrer Schwerpunkte angreifen, nach vorn gestoßen. Zusammen
mit den Klinkenhaltern 80 treten die Ladestreifen 5|, 52,53,54 in das Munitionsmagazin 4 ein, wobei deren
Rollen 106 in den Schienen desselben geführt werden.
Wenn sich die beiden vordersten Ladestreifen 5|, 52
gegen die im Munitionsmagazin 4 gestapelten Streifen 5 bewegen, drücken ihre Rippen 105 die beiden obersten,
im Turm 107a der Förderkette 107 sich befindenden Klinken 108 momentan nieder, worauf diese dann die
Rippen 105 zur Bewegung der Streifen gegen die Transportschnecken 112 hinterstellen.
Nachdem die beiden Ladestreifen SIi, 52 zum Inhalt
des Munitionsmaganzins 4 aufgeschlossen haben, wird die Änderung der Bewegungsrichtung des Kolbens 25
und der Zahnstange 59 durch weiter nicht dargestellte Mittel eingeleitet. Die Bewegungsänderung erfolgt
durch Verstellen des Steuerkolbens des Ventils 39 nach (in der F i g. 7 betrachtet) rechts, und Einschalten des
Ventils 47. Gleichzeitig werden die Zylinder 91 durch Rückführen des Ventils 54 in die Funktionsstellung
gemäß F i g. 7 mit der Rückleitung 40 verbunden. Unter dem Drucke der Federn 93 bewegen sich nun die
Schlitten 92 mit den Kolben 91 nach rückwärts, wobei das öl aus den Kolbenräumen verdrängt wird. Bei der
Bewegung der Schlitten 92 werden die Klinken 95 zum Aufklappen in die Sperrstellung freigegeben, in welcher
sie vor der Rippe 105 des durch die Klinkenhalter 80 in das Munitionsmagazin 4 geförderten Ladestreifen 5\
liegen, der noch nicht durch die Klinke 108a der Förderkette 107 erfaßt wurde.
Bei der nun einsetzenden Rückwärtsbewegung der Klinkenhalter 80 laufen die Rücken 82a der Klinken 82
gegen die äußersten Patronen 6 der Ladestreifen 5, wodurch sie in die Halter hineinbewegt werden, und
nach Passieren der zufolge ihre Massenträgheit in der Ruhe verharrenden Patronen 6 unter dem Druck der
Federn 83 wieder in die Ruhestellung zurückbewegt werden. Kurz bevor die gleichzeitig mit der Zahnstange
59 vorwärts bewegte Zahnstange 62 ihre vordere Endstellung erreicht, kommen ihre seitlichen Verzahnungen
64 in Eingriff mit den Zahnsegmenten 75, wodurch die Hebel 76 zurückgedreht und die Zylinder
91 mit der gleichen Geschwindigkeit wie die sich bereits in Bewegung befindenden Kiinkenhalter 80 zurückbe-
ho wegt werden. Die Klinken 95 stoßen das nun um zwei
Einheiten verminderte Paket von Ladestreifen 5 zurück in den Nachladebehälter 10 hinein. Am Ende der
Bewegung der Zahnstangen 59,62 und 85 befinden sich die Klinkenhalter 80 und die Zylinder 91 wieder in ihren
h'j Ruhestellungen gemäß F i g. 3, wobei die Rippe 105 des
nun vordersten Ladestreifens 55 an den Klinken 95
anliegt.
Bevor der Nachladebchältcr 10 in seine Ausgangsstel-
Bevor der Nachladebchältcr 10 in seine Ausgangsstel-
lung zurückbewegt wird, wird der Bolzen 15 durch Einschalten des Ventils 51 aus der Raste 23 herausgehoben.
Nach dem Ausschalten des Ventils 30 wird dessen Steuerkolben durch die Feder 30a in die Stellung gemäß
F i g. 7 zurückgeführt, und ferner wird der Steuerkolben des Ventils 39 nach links verschoben. Der Raum 34 des
Zylinders 13 ist nun mit der Versorgungsleitung 41 verbunden, und der Raum 33 ist über das eingeschaltete
Ventil 48 an die Rückleitung 40 angeschlossen, so daß der Nachladebehälter 10 vom Munitionsmagazin 4 weg
10
nach hinten bewegt wird. Nach dem Ausschalten des Ventils 51 wird der Bolzen 15 freigegeben. Wenn der
Nachladebehälter 10 seine hintere Ausgangsstellung erreicht hat, rastet der Bolzen 15 in die Raste 22 ein, und
das Ventil 39 geht in die Funktionsstellung gemäß F i g. 7. Der Nachladebehälter 10 ist somit wieder fixiert.
Die Feuerwaffen 1 mit den Munitionsmagazinen 4 können nun wieder in eine Elevation zurückgeschwenkt
werden, die kleiner ist als 90°.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Geschütz mit einer Lafette, auf der eine selbsttätige Feuerwaffe mit einem Munitionsmagazin um eine Höhenrichtachse schwenkbar angeordnet ist, mit einem Nachladebehälter auf der Lafette,
der eine Austrittsöffnung und eine Fördervorrichtung aufweist, durch welche die im Nachladebehälter
befindlichen Patronensitze zur Austrittsöffnung gebracht werden, aus der die Munition in das
Munitionsmagazin nachgefüllt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachladebehälter (10) auf der Lafette (11) verschiebbar
angeordnet ist und seine Austrittsöffnung mit einer Eintrittsöffnung (8) des in eine Ladestellung
geschwenkten Munitionsmagazins (4) zur Deckung bringbar ist, und daß die Fördervorrichtung
Transportorgane (80, 82) umiaßt, welche mit den
Fatronensätzen (5) aus dem Nachladebehälter (10) in das Munitionsmagazin (4) einfahrbar sind.
2.
Geschütz nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Hydraulikantrieb (13—20)
zum Verschieben des Nachladebehälters (10) und zum Fixieren desselben in seine Endstellungen
angeordnet ist, daß ein zweiter Hydraulikantrieb (24,
25) angeordnet ist zum Vorschieben des gesamten Munitionsvorrates aus dem Nachladebehälter in das
Munitionsmagazin und ein dritter Hydraulikantrieb (51, 91—96) zum Zurückholen des restlichen
Munitionsvorrates, der im Munitionsmagazin (4) nicht mehr Platz hat
3. Geschütz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikantrieb für die Rückholvorrichtung ein erstes Organ (91,92) zum Ein- und
Ausrasten von Klinken (95) sowie ein zweites Organ (64, 75, 76) zum Vor- und Zurückschieben dieser
Klinken (93) aufweist
4. Geschütz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Vorschieben des
Munitionsvorrates zwei Klinkenhalter (80) aufweist, die an zwei Seitenwänden (65) verschiebbar
angeordnet sind und für jede auf einem Ladestreifen (5) befindliche Patronenreihe (6) eine Klinke (82)
enthalten zur gleichzeitigen Verschiebung des ganzen Munitionsvorrates.
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |