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DE2709263A1 - Hochfester stahl fuer das aufchromen durch diffusion - Google Patents

Hochfester stahl fuer das aufchromen durch diffusion

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Publication number
DE2709263A1
DE2709263A1 DE19772709263 DE2709263A DE2709263A1 DE 2709263 A1 DE2709263 A1 DE 2709263A1 DE 19772709263 DE19772709263 DE 19772709263 DE 2709263 A DE2709263 A DE 2709263A DE 2709263 A1 DE2709263 A1 DE 2709263A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chrome
diffusion
chromium
steel
plating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19772709263
Other languages
English (en)
Inventor
Harri Dipl Ing Nevalainen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ovako Bar Oy
Original Assignee
Ovako Oy AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ovako Oy AB filed Critical Ovako Oy AB
Publication of DE2709263A1 publication Critical patent/DE2709263A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/18Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
    • C22C38/22Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with molybdenum or tungsten
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
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  • Laminated Bodies (AREA)
  • Electroplating Methods And Accessories (AREA)

Description

TMMm (Mtl) 1Π0Λ -TMoT Mi4«
Diese. Akt.Z.: 1257/77
OVAKO OT, Imatran Terästehdas, 55100 Imatra Io / Finnland
"Hochfester Stahl für das Aufchromen durch Diffusion"
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen hochfesten Stahl, der speziell zum Aufchromen durch Diffusion geeignet ist und gehärtet mechanische Eigenschaften hat, die denjenigen von gehärteten und angelassenen Maschinenbaustählen vergleichbar sind. Um die Korrosionsbeständigkeit Von Maschinenteilen su erhöhen, werden die verschiedensten Verfahren zum überziehen der Teile mit einer Schutzschicht angewandt.
Ein solches Verfahren ist das Aufchromen durch Diffusion.
Beim Aufchromen durch Diffusion wird das zu überziehende Teil oberhalb einer Temperatur von 900° C in einer Chromatome abgebenden Atmosphäre, wie z.B. einige Chromhalogenide, üblicherweise Chromchlorid (Cr CIp) gehalten. Chromchlorid überträgt seine Chromatome an die Oberfläche des aufzuchromenden Teiles und erhält ein Eisenatom von der Oberfläche in der sogenannten Austauschreaktion.
Eine chromreiche Zone wird auf diese Weise an der Oberfläche des Eisens erzeugt, von wo aus Chrom nach innen diffundiert. Das Chrompotential der Atmosphäre liegt üblicherweise zwischen 1IO und 60*. Dann wird eine φ» - Ferrit-Zone an der Oberfläche des Teiles gebildet. Die Dicke dieser Zone wächst in demselben Maße an, wie Chrom nach innen diffundiert und sein Gehalt überschreitet ungefähr 11* (bei 1100° C). Das kann man im Fe-Cr-Phasendiagramm erkennen, welches in Fig. 1 dargestellt ist, wo die Isotherme 1 der Temperatur 1100° C eingezeichnet i3t. Die gekrümmten Linien 2 und 3 sind die rechnerisch ermittelten Phasengrenzen der ^- - und -O^ - Phase.
Die Bildung von 0^ -Ferrit beginnt, wenn der Chromgehalt den Wert überschreitet, der dem Schnittpunkt der Isotherme mit der y - ( JTf * ) - Phasengrenze entspricht. Bei lloo0 C liegt dieser Wert ungefähr bei 11*. Das Qefüge ist bei allen Temperaturen vollständig ot - ferritisch, wenn der Chromgehalt 13,2* überschreitet. Unter der Dicke der durch Diffusion aufgechromten Zone versteht man üblicherweise denjenigen Teil der Zone, welcher mindestens 12* Chrom enthält. In diesem Text ist mit Zonendicke der Teil des Metalls gemeint, der sich während des Aufchromens in & - Ferrit umgewandelt hat. Daher wird nicht eine besondere Schicht
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auf der Oberfläche des Teiles gebildet wie bei elektrolytischen Oberflächenbehandlungen oder beim Eintauchen in geschmolzenes Metall, sondern die Schutzzone bildet sich in dem Metall selbst durch Diffusions-Aufehromen von der Oberfläche nach innen.
Einige auf das Aufchromen von Stählen durch Diffusion gerichtete Schriften sind bekannt (DT 2 155 439, DT 1 159 238, SW 346 817, US 3 717 444). Diese Stähle sind üblicherweise niedrig kohlenstofflegiert, jeder allein mit starken Karbidbildnern (Ti, Zr, Nb, Ta), sie haben daher eine geringe Härtbarkeit oder sie sind mit Austenit stabilisierenden Elementen, wie Mangan (Mn) (DT 2 155 439, SW 346 817) oder Nickel (Ni) (US 3 717 444) legiert worden, um ihre Härtbarkeit zu verbessern. Bei der Zusammensetzung dieser Stähle ist jedoch die Abhängigkeit der Zusammensetzung von der Aufchromzeit nicht in Betracht gezogen. Die Zeit für das Aufchromen durch Diffusion schwankt normalerweise von 4-12 Stunden, was von der gewünschten Zonendicke und der Stahlzusammensetzung abhängt. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ist es daher wichtig, die Behandlungszeit zu verkürzen. In Verfolgung dieses Zieles ist die Zusammensetzung des erfindungsgemäßen Stahls festgelegt worden.
Um die Bedeutung der Zusammensetzung zu erläutern, werden die Ergebnisse betrachtet, die bei den für die Entwicklung des erfindungsgemäßen Stahles gemachten Versuchen erzielt worden sind.
Die Wachstumsrate der Diffusionszone hängt ab vom Chromgehalt des Chrommittels, vom Diffusionsgrad des Chromes in Ferrit, vom Chromgehalt des Stahles und vom Chromgehalt, der der Austenit-Ferrit-Phasenumwandlung entspricht.
Das wichtigste Erfordernis für einen Stahl für das Aufchromen
709837/ΪΓ745
durch Diffusion ist ein sehr niedriger Kohlenstoffgehalt. Die Bildung einer Karbidschranke unter der Oberfläche, die die Chromdiffusion behindert, muß hierbei vermieden werden. Der niedrige Kohlenstoffgehalt kann entweder durch Erniedrigung des Kohlenstoffes auf einen ausreichend niedrigen Stand in der Frischstufe (Oxydationsstufe) beim Stahlerzeugungsprozeß erreicht werden, oder durch Binden (Stabilisieren) von freiem Kohlenstoff mit Karbidbildnern.
Um gute mechanische Eigenschaften zu erhalten, z.B. eine ausreichende Härtbarkeit, muß der Stahl richtig legiert sein.
Die Neuheit des erfindungsgemäßen Stahls bezieht sich auf die Kombination von Legierungselementen, die verwendet worden sind, um die Härtbarkeit des Stahls zu erhalten. Der Stahl ist hauptsächlich mit dem Ferrit stabilisierenden Element Chrom (Cr) legiert, was sich aus der Tatsache ergeben hat, daß die Zeit für das Aufchromen durch Diffusion, um eine bestimmte Überzugsdicke zu erhalten, wesentlich kürzer ist, als bei Stählen, die mit Austenit stabilisierenden Elementen legiert sind, wie Mangan oder Nickel.
Bei der Vorbereitung der chemischen Zusammensetzung des erfindungsgemäßen Stahles ist der gedankliche Einfall nutzbar gemacht werden, der bei Versuchen auftauchte, daß nämlich der Grad des Überganges der Ferrit-Austenit-Phasengrenze, welcher mit der Wachstumsrate der Diffusionszonendicke als gleich betrachtet werden kann, vom Chromgehalt des Stahles und von der relativen Austenit-Stabilität im Vergleich mit dem Ferrit bei der Temperatur des Aufchromens durch Diffusion abhängt.
Mangan und Nickel erweitern den Austenit-Stabilitätsbereich
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709837/0741
und steigern demgemäß den Chromgehalt, der der Austenit-Ferrit-Phasenumwandlung entspricht. Weil das Diffusionsmaß von Chrom in Austenit bedeutend kleiner ist als in Ferrit, neigen die Austenit stabilisierenden Elemente dazu, das Fortschreiten der Phasengrenze und daher das Anwachsen der Diffusionsgrenze gegenüber unlegierten Stählen zu verzögern. Dementsprechend erniedrigt der Chromgehalt des Stahles diejenige Menge an Chrom, welche in den Austenit diffundiert werden muß, bevor die Austenit-Ferrit-Phasenumwandlung erfolgen kann, daher vergrößert sich die Zuwachsrate der Diffusion im Vergleich mit einem unlegierten Stahl.
Die Richtigkeit der Überlegung mit der Wirkung des Legierens auf die Diffusionszonen-Wachstumsrate ist mathematisch untersucht worden und zwar durch Anwendung der bekannten Diffusionsgleichungen, der Diffusionsmaß-Koeffizienten und der Phasendiagramme. Die Ergebnisse, die bei den Berechnungen erhalten wurden, sind durch Versuche des Aufchromens durch Diffusion bestätigt worden, die an verschiedenartig legierten Stahlproben durchgeführt worden sind. Die berechneten und im Versuch ermittelten Ergebnisse sind in Fig. 2 dargestellt. Auf der senkrechten Koordinate ist die Zeit in Sekunden aufgetragen, die benötigt wird, um eine 100 ^m. dicke Diffusionszone bei einer Temperatur von 1100° C und mit einer Chrompotential von 1JOJ Chrom zu erhalten. Auf der waagerechten Koordinate ist der Qehalt des Stahles an den Hauptlegierungselementen (Cr, Mn oder Ni) angegeben.
Die in Fig. 2 gezeichneten Kurven zeigen den berechneten Einfluß Ton Nickel, Mangan und Chrom auf die Zeit des Aufchromens an, wobei die mit Ni gekennzeichnete Kurve den Einfluß von Nickel, die mit Mn gekennzeichnete Kurve den Einfluß von Mangan und die mit Cr gekennzeichnete Kurve den Einfluß von
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709837/0745
Chrom angibt. Die mit unterschiedlich legierten Stahlproben erhaltenen Versuchsergebnisse sind auf die entsprechende Diffusions dicke von 100 Mm bezogen und in dieselbe Figur eingetragen.
Der Kohlenstoffgehalt aller Stahlproben betrug ungefähr 0,05* C, der Niobgehalt ungefähr 0,08* Nb. Die Werte anderer Legierungselemente sind in Fig. 2 angegeben. Die rechnerischen und durch Versuche ermittelten Werte stimmen gut überein. Aus den Berechnungen folgt, daß Mangan die Aufchromzeit um ungefähr 2 bis 3* und Nickel diese um ungefähr 19* anwachsen läßt pro Gewichtsprozent des Legierungselementes, dagegen läßt Chrom die Aufchromzeit pro Gewichtsprozent Legierungselement um ungefähr 6* kleiner werden. Bei diesen Berechnungen ist das Aufchromen einer 100 yvv m dicken Diffusionszone bei der Temperatur von 1100° C und mit einem Chrompotential von HOJt Cr betrachtet. Daher hat ein Stahl, der z.B. 2* Nickel enthält, eine um 95* längere rechnerische Aufchromzeit als ein H* Chrom enthaltender Stahl.
Die Zeitersparnis ist von großer Bedeutung, weil die Aufchromzeiten ziemlich lang sind, wie oben festgestellt wurde.
Die chemische Zusammensetzung eines für das Aufchromen durch Diffusion gut geeigneten Stahles ist gemäß der vorliegenden Erfindung die folgende:
- 0,08*, vorzugsweise 0,01 - 0,05*
vorzugsweise 0,5 - 1,0* vorzugsweise 4,0 - 8,OJE
Kohlenstoff 0,01 - 0,08J
Silizium 0,1 - Ι,ΟΪ
Mangan 0,5 - 2,2*,
Chrom 2,0 - ΙΟ,Οί,
Molybdän 0,01 - 0,H*
Aluminium ' 0,002 - 0,05*
(metallisch)
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708837/07*5
Ersatzweise:
0,10 - 1,ΟΟ)Ιί insgesamt von einem oder von
mehreren dieser Elemente in Kombination.
Der Rest ist, von zufälligen Verunreinigungen abgesehen, Eisen. Die Menge restlicher Elemente und Verunreinigungen entspricht den Anforderungen, die an Maschinenbaustähle hoher Güte gestellt werden. Die untere Grenze des Kohlenstoffgehaltes wird durch eine ausreichende Härte des Martensits und durch die Eigenschaften des Aufchromens durch Diffusion und der Korrosion bestimmt. Die Wirkung von Chrom auf die Aufchromzeit ist an der unteren Grenze (2Ϊ) gering. An der oberen Grenze (10%) hat der Stahl eine hohe Härtbarkeit und höhere (bessere) Eigenschaften hinsichtlich Korrosion und Aufchromen durch Diffusion.
Besonders in den Fällen, wenn auf der aufgechromten Oberfläche gekratzt werden können soll, ist der Korrosionswiderstand umso besser, je höher der Chromgehalt des Grundwerkstoffes ist. Jedoch wäc^hst die Härtetemperatur drastisch an, wenn der Chromgehalt ungefähr 10% überschreitet, wie es aus Pig. 1 hervorgeht. Besonders bevorzugt ist für den Chromgehalt der Bereich von 4,Of - 8,0%. Mit diesem Bereich wird eine gute Härtbarkeit und Wachstumsrate der Diffusionszone bewirkt und die Härtetemperatur ist gering. Jedoch ist die Härtbarkeit nicht so hoch, als das verhindert würde, ein günstiges, weiches
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4ο
Gefüge, z.B. für die Kaltverformung, durch eine geeignete Abkühlung zu erhalten.
Im folgenden sind Ergebnisse von Versuchen zum Aufchromen durch Diffusion dargestellt. Die Versuche wurden mit erfindungsgemäßen Stählen durchgeführt. Die chemischen Analysen der benutzten Stähle sind in Tabelle 1 dargestellt (s. Seite 9).
Stahl A ist Armco Eisen, das für Vergleichszwecke benutzt worden ist. Die Versuche zum Aufchromen durch Diffusion sind für die Stähle C bis K nach dem Trägergasverfahren durchgeführt worden. Bei dem Pulverpackungsverfahren werden die aufzuchromenden Teile in ein Chrom abgebendes Pulver eingepackt. Das Pulver hatte folgende Zusammensetzung:
50$ Cr-Pulver (Korngröße 60 mesh) l\5% Al2 O3 - Pulver 5% NH4 Cl2
Die AufChromtemperatur betrug 1100° C. Beim Trägergasverfahren befanden sich die aufzuchromenden Proben und das Chrom abgebende Pulver in einem Röhrenofen, welcher auf eine Temperatur von 1100° C erwärmt worden war. Salzsäure, die mit Wasserstoff gesättigt war, wurde auf solch eine Weise durch den Ofen geführt, daß das Gasgemisch erst über das Chrompulver und dann über die Proben strömte. Bei der Reaktion zwischen Chlorwasserstoff-Gas und dem Chrompulver wird Chromchlorid erzeugt, welches sein Chromatom in einer Austauschreaktion an die Oberfläche der Stahlprobe abgibt. Die Ergebnisse dieser Versuche zum Aufchromen durch Diffusion sind in den Tabellen 2 bis 3 dargestellt, (Seite lo).
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TABELLE 1 Analysen der Versuchsstähle in Gewichts-3
Stahl C Si Mn Cr Ni Mo Cu V Ti Nb Zr Al
A 0.016 0.00 0.00 0.01 0.00 0.00 0.05 0.00 0.00 0.00 0.00 0.010
B 0.052 0.27 0.67 4.05 0.18 O.o4 0.19 0.01 0.01 0.227 0.00 0.030
C 0.060 0.25 0.93 4.53 0.29 0.04 . 0.17 0.01 0.01 0.10 0.00 0.016
D 0.040 0.17 0.79 4.02 0.14 0.02 0.15 0.00 0.01 0.11 0.00 0.010
0.070 0.26 0.64 6.4 0.08 0.02 0.03 0.02 0.01 0.10 0.00 0.002
0.050 0.19 1.28 7.9 0.08 0.20 0.03 0.02 0.01 0.03 0.16 0.002
•G 0.050 0.79 1.24 3.3 O.O8 0.04 0.03 0.02 0.01 0.20 0.00 0.003
Sh O.O3I O.34 O.87' 5-5 0.08 0.33 0.03 0.02 0.01 O.55 0.17 0.004
0.060 0.13 O.52 9.9 0.09 0.04 0.03 0.03 0.01 0.10 0.00 0.009
O.O5I 0.53 1.88 3.9 0.16 O.O5 0.21 O.O3 0.10 0.09 0.00 0.004
0.073 0.32 0.95 7.2 O.I8 0.04 0.20 O.O3 0.18 O.3I 0.00 0.008
TABELLE
Stahl
-yg.
Ergebnisse der Versuche zum Aufchromen durch Diffusion nach dem Pulverpackungsverfahren
Zonendicke,
Zeit, h
A A B B B C C C
75 176
83 161 208
86
195
12 4 8
12
TABELLE
Ergebnisse der Versuche zum Aufchromen durch Diffusion nach dem Trägergasverfahren
Stahl
Zonendicke
115 HO 130 145 110 125 170 110 135
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Die Ergebnisse zeigen,daß die Wachstumsrate des erfindungsgemäßen Stahles beständiger ist als diejenige des Vergleichest ahle s A. Fig. 3 zeigt zwei Chromverteilungskurven bei Diffusionszonen, die bei Aufchromversuchen ermittelt wurden. Entsprechend den Messungen schwankt der Chromgehalt an der Oberfläche zwischen 40 und 60%.
In Tabelle 4 sind die Ergebnisse der Zugversuche der Proben aufgeführt, die durch Diffusion nach dem Pulverpackungsverfahren aufgechromt wurden (Stähle B und C):
TABELLE
Ergebnisse der Zugversuche und Härteprüfungen, die an durch Diffusion aufgechromten Proben durchgeführt wurden (Pulverpackungsverfahren).
Stahl/ Streck- Zugfestig- Bruchdeh- Einschnü- Härte AufChromzeit,h grenze J!Pa keit, MPa nung, % rung, % HV 10 bzw.N/mm bzw. N/mm
B/4 560 760 14.8 65.8 253(385)
C/4 610 880 14.6 65.9 302(367)
B/12 510 660 18.0 68.6 239(302)
C/12 590 740 16.0 74.0 258(376)
Die mechanischen Eigenschaften gelten für Zugversuch-Proben, die in der Aufchromanlage in einer halben Stunde von 1100° C auf ungefähr Raumtemperatur abgekühlt worden sind. Die in Klammern angegebenen Härtewerte gelten für in Wasser abge-
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/ft
schreckte Proben. Die aufgechromten Oberflächen waren nach dem Abschrecken fehlerfrei. Die durch Abschrecken in Wasser erzielten Eigenschaften sind die besten beim erfindungsgemäßen Stahl.
In Tabelle 5 sind die Ergebnisse der Zugversuche der Stähle E bis K dargestellt, nachdem an diesen ein AufChromvorgang simuliert und eine einstündige Erwärmung bei 450° C durchgeführt wurde. Das simulierte Aufchroraen wurde durch Erwärmen der Proben für fünf Stunden bei 1100° C in sauerstofffreier Atmosphäre und durch Abkühlen in Luft durchgeführt.
In Tabelle 6 sind die Ergebnisse der Zugversuche der Stähle C bis K dargestellt, nach deren simuliertem Aufchromen durch Diffusion und Austenitisieren für 1/2 Stunde bei 920° C Abschrecken in Wasser und Erwärmen (1 Stunde), falls es angezeigt (indiziert) war.
TABELLE 5 Ergebnisse der Zugversuche und Härte-
Prüfungen nach simuliertem Aufchromen (1100° C, 5h) und Abkühlen in Luft mit Erwärmen (450° C, lh).
Stahl Streck- Zugfestig- Bruchdeh- Einschnürung %
grenze MEa keit NPa nung % bzw. N/mm bzw.N/mm
E 903 9*0 14.9 65.8
P 1005 1084 13.7 66,5
α 814 952 15.9 64.5
H 667 716 15.3 64.3
I 1020 1168 16.6 59.8
J 957 1104 15.3 62.7
K 1035 1153 14.2 61.8
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709837/0745
TABELLE 6
Ergebniese der Zugversuche nach simuliertem Aufchromen (1100° C, 5h) und Abkühlen in Luft mit anschließendem Austenitisieren (920° C, 1/2 h), Abkühlen in Wasser und Erwärmen (1 h), falls angezeigt.
Stahl Erwärmen Streck- Zugfestig- Bruch- Einschnürung C grenze MPa keit, MPa2 dehnung % % bzw. N/mm bzw. N/mm
C nicht 820 995 12.0 67.5
C 500 855 990 14.8 70.5
D nicht 815 1030 14.6 74.3
D 450 885 1000 16.0 75.8
E nicht 947 971 13.4 70.0
E 450 839 952 16.5 65.5
P nicht 1005 1040 14.5 66.5
P 450 873 1025 15.8 65.8
α nicht 1001 1060 13.0 67.8
0 450 883 1020 17.4 68.5
H nicht 628 662 15.7 68.8
H 450 569 647 17.0 71.2
I nicht 972 1143 11.5 56.5
I ' 450 957 1118 17.0 65.5
J nicht 1065 Ilo9 13.6 65-7
J 450 971 1089 16.3 67.0
K nicht 972 1109 12.2 61.8
K 450 961 1089 14.7 72.5
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708837/0746
Al,
Die Versuchsergebnisse zeigen, daß ein erfindungsgemäßer Stahl sehr gut für verschiedene Arten des Aufchromens durch Diffusion geeignet ist. Wenn dieselbe Zonendicke gewünscht wird, ist die Aufchromzeit kürzer als bei Armco Eisen, das zum Vergleich benutzt wurde, und wesentlich kürzer als bei Stählen, die hauptsächlich mit Mangan oder Nickel legiert sind. Mit dem Pulverpackungsverfahren läßt sich eine 100 M,m dicke durch Diffusion aufgechromte Zone bei 1100 C in einer um 20$ kürzeren Zeit als bei Armco Eisen erzeugen. Die gute Härtbarkeit des Stahles erlaubt es, die Abkühlung in der Luft durchzühren und immer für Maschinenbauzwecke geeignete Pestigkeitseigenschaften zu erhalten, wie aus den Tabellen h und 5 hervorgeht. Tabelle 6 zeigt, daß durch die Austenitisierung und das Abschrecken in Wasser mit anschließendem Erwärmen die Zähigkeit des Stahles immer verbessert wird. Diese vorteilhaften Eigenschaften des erfindungsgemäßen Stahles beruhen auf dem angewandten besonderen Legieren und überragen entsprechende Eigenschaften bisher bekannter Stähle. Diesem Legieren wird folgendes verdankt:
1) Ein geringer Kohlenstoffgehalt, um eine gute Zähigkeit und ein schnelles Aufchromen durch Diffusion zu gewährleisten,
2) ein Zulegieren hauptsächlich Ferrit stabilisierender Elemente, was die Zuwachsrate der aufgechromten Zone steigert und
3) die Verwendung starker Karbidbildner, um die Bildung von Chromkarbiden zu verhindern, welche die Wachstumsrate der Diffusionszone verringern, und um das Kornwachstum während des langen Heizvorganges beim Aufchromen zu verhindern.
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709837/0745

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Stahl für das Aufchromen durch Diffusion, gekennzeichnet durch folgende Bestandteile:
    Ο.Ο1Ϊ bis 0,081 Kohlenstoff 0,1* bis 1,01 Slizium 0,5% bis 2,22 Mangan 2,OS bis 10.0Ϊ Chrom 0,01$ bis 0,4* Molybdän 0,01* bis 0,05$ Aluminium (säurelöslich)
    und Mindestens eines der Karbid bildenden Elemente Titan,
    Zirkon, Niob und Tantal, wobei die Summe der Anteile dieser
    Elemente im Bereich von 0,1* bis 1,0* liegt und der Rest
    des Stahles Eisen mit normalen Verunreinigungen ist.
    2. Stahl nach Anspruchl, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,01* bis 0,05* Kohlenstoff.
    3· Stahl nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 4,0* bis 8,0* Chrom.
    4. Stahl nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 5,0* bis 8,0* Chrom.
    5. Stahl nach Anspruch 1, 2 oder 3» gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,5* bis 1,0* Mangan.
    6. Stahl nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die hohe Festigkeit, hohe Zähigkeit und kurze Zeit des Aufchromens durch Diffusion durch die Verwendung hauptsachlich Ferrit stabilisierender Legierungselemente erreichbar ist.
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    709837/0745
    ORIGINAL INSPECTED
    7· Stahl nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahl auf eine Temperatur fiber 900 C in eines Aufchromnittel erwärmt wird, wodurch ein Überschreiten des Chromgehaltes der aufgechromten Zone über 12% hervorgerufen wird.
    8. Stahl nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß er
    nach dem Auf chromen durch Abschrecken aus einer Temperatur aus dem Bereich von 900 - 12oo° C9 vorzugsweise in Wasser, behandelt ist.
    9. Stahl nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,002% bis 0,5% Aluminium.
    709837/0745
DE19772709263 1976-03-06 1977-03-03 Hochfester stahl fuer das aufchromen durch diffusion Withdrawn DE2709263A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB9082/76A GB1569701A (en) 1976-03-06 1976-03-06 High strength steels

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