DE2705690C2 - Federbein - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein aus Schraubenfeder und Teleskopstoßdämpfer bestehendes Federbein für die
Radaufhängung in einem Fahrzeug, bei dem sich die Schraubenfeder einerseits gegen einen mit der Kolbenstange
des Teleskopstoßdämpfers verbundenen oberen Federteller und andererseits gegen einen mit dem
zylindrischen Dämpfergehäuse des Teleskopstoßdämpfers verbundenen unteren Federteller abstützt, der von
dem vom Kolbenstangenaustritt abgewandten Ende her auf das Dämpfergehäuse aufschiebbar und an mindestens
einem radialen Vorsprung am Außenumfang des Dämpfergehäuses derart befestigbar ist, daß er durch
die Spannung der Schraubenfeder in seiner Lage gehalten wird und nach einer Bewegung gegen die Kraft
der Schraubenfeder vom Dämpfergehäuse lösbar ist.
Ein Federbein der vorstehend beschriebenen Art ist aus der FR-PS 22 97 741 bekannt geworden. Bei diesem
bekannten Federbein ist zur Befestigung des unteren Federtellers am Dämpfergehäuse ein sich über dessen
ganzen Außenumfang erstreckender radialer Vorsprung vorgesehen. Auf diesem Vorsprung sind mittels
eines elastischen Ringes zwei Halbschalen befestigt, auf denen schließlich der Federteller angeordnet ist. Bei
einer Montage des Federtellers wird dieser zuerst axial über den Vorsprung hinaus gegen die Kraft der
Schraubenfeder geschoben, wonach die beiden Halbschalen mittels des elastischen Ringes am Vorsprung
des Dämpfergehäuses befestigt werden. Durch Entspannen der Schraubenfeder wird der Federteller wieder
nach unten gedrückt und gegen den aus den beiden Halbschalen gebildeten Ring gepreßt Für eine Demontage
der Schraubenfeder muß zuerst der untere Federteller wieder axial gegen die Kraft der Schraubenfeder
nach oben geschoben werden, wonach der
ίο elastische Ring und die beiden Halbschalen entfernt
werden können. Danach kann der untere Federteller zusammen mit der Schraubenfeder über das untere
Ende des Dämpfergehäuses abgezogen werden. Das bekannte Federbein hat somit den Nachteil, daß zur
Befestigung bzw. Demontage der Schraubenfeder auf dem Teleskopstoßdämpfer ein relativ hoher Aufwand
erforderlich ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Federbein der gattungsgemäßen Art zu schaffen, bei
dem die Schraubenfeder in einfacherer Weise montiert und demontiert werden kann.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einem Federbein der eingangs beschriebenen Art dadurch
gelöst, daß mindestens zwei gleichmäßig über den Umfang des Dämpfergehäuses verteilte und axial in
gleicher Höhe angeordnete Vorsprünge vorgesehen sind, zwischen denen von Vorsprüngen freie Umfangsabschnius
verbleiben, die sich mindestens über einen gleich großen Bogenbereich erstrecken wie die
Vorsprünge, und daß am Federteller eine gleich große Zahl von mit den Vorsprüngen in Eingriff bringbaren
Aufnahmetaschen vorgesehen ist, zwischen denen Umfangsabschnitte mit einem axial durchgehenden und
im Querschnitt dem Querschnitt eines Vorsprungs entsprechenden Freiraum verbleiben, so daß der
Federteller in einer ersten Winkelstellung über die Vorsprünge wegschiebbar und in einer gegenüber der
ersten verdrehten zweiten Winkelstellung mit seinen Aufnahmetaschen in Eingriff mit den Vorsprüngen
bringbar ist.
Soll die Schraubenfeder wieder demontiert werden, so braucht der Federteller nur in seine erste
Winkelstellung zurückgedreht werden, wonach er sich in einfacher V/eise über das untere Ende des
Dämpfergehäuses abziehen läßt. Die Schraubenfeder läßt sich somit wesentlich einfacher und schneller
montieren bzw. demontieren als dies bei dem bekannten Federbein der Fall ist.
Zweckmäßigerweise sind die Aufnahmetaschen so ausgebildet, daß sie die Vorsprünge in Umfangsrichtung
umgreifen.
Ergänzend zum Stand der Technik sei noch auf die GB-PS 12 96 722 verwiesen, in der ebenfalls ein
Federbein der gattungsgemäßen Art beschrieben ist. Bei diesem bekannten Federbein wird der untere Federteller
für die Schraubenfeder zur Befestigung desselben am Dämpfergehäuse von oben über das Dämpfergehäuse
geschoben. Er läßt sich daher nicht ohne weiteres über das untere Ende des Dämpfergehäuses entfernen, so
daß auch bei diesem Federbein die erfindungsgemäß erzielten Vorteile bezüglich einer äußerst leichten
Montage und Demontage der Schraubenfeder nicht erreicht werden können.
Schließlich sei noch auf die DE-OS 19 21296
eingegangen, in der ebenfalls ein Federbein beschrieben ist. Dieses Federbein ist jedoch bereits gattungsgemäß
von dem erfindungsgemäß ausgebildeten Federbein verschieden, da der untere Federteller hierbei nicht von
dem vom Kolbenstangenaustritt abgewandten Ende her auf das Dämpfergehäuse aufschiebbar ist Vielmehr ist
hierbei der Federteller nicht in Abwärtsrichtung über die am Stoßdämpfergehäuse befestigten Vorsprünge
hinaus bewegbar. Dies stellt jedoch das entscheidende Merkmal des Erfindungsgegenstandes dar, denn erst
dadurch werden die eingangs geschilderten Vorteile einer einfachen Montage bzw. Demontage der Schraubenfeder
möglich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung geht aus der folgender Beschreibung in Verbindung mit den
Zeichnungen hervor. Es zeigt
F i g. 1 eine Darstellung des Federbeins gemäß der Erfindung im Schnitt,
F i g. 2 einen Schnitt im wesentlichen nach der Linie 2-2 der F ig. 1,
F i g. 3 eine perspektivische Darstellung des unteren Endes des in F i g. 1 gezeigten Federbeins, teilweise
fortgebrochen,
F i g. 4 eine auseinandergezogene Darstellung ähnlich derjenigen der Fig.3, die jedoch die verschiedenen
Bestandteile derselben in teilweise zusammengebautem Zustand zeigt; und
Fig.5 eine Darstellung der in den Fig.3 und 4
gezeigten Bestandteile in vollständig zusammengebautem Zustand, teilweise fortgebrochen.
Die F i g. 1 zeigt ein Federbein 10 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, mit einem
bekannten direkt wirkenden hydraulischen Teleskopstoßdämpfer 12. Am äußeren Ende einer Kolbenstange
22 bzw. eines Dämpfergehäuses 28 des Teleskopstoßdämpfers sind Befestigungsteile 38 und 40 vorgesehen,
um das Federbein 10 an den gefederten und ungefederten Teilen des zugeordneten Fahrzeugs zu
befestigen.
Wie am besten aus F i g. 1 ersichtlich, ist das Federbein 10 mit einem an der Kolbenstange 22
befestigten Schutzrohr 42 versehen. Das Schutzrohr 42 ist in seinem oberen Bereich mit einer radial nach außen
verlaufenden Schulter 50 versehen, gegen die sich ein Federteller 60 für das obere Ende einer langgestreckten
Schraubenfeder 52 abstützt, die konzentrisch zum Teleskopstoßdämpfer 12 angeordnet ist. Die Schraubenfeder
52 soll die Funktion einer Zusatzfeder haben und kann progressiv gewickelt sein. Die Schraubenfeder
52 ist mit oberen und unteren Anschlußenden 56 bzw. 58 versehen, von denen das erstgenannte sich gegen den
oberen Federteller 60 abstützt. Der Federteller 60 enthält einen aligemein axial verlaufenden ringförmigen
Abschnitt 62, der an dem oberen Ende desselben in einen einstückig angeformten radial nach außen
verlaufenden Abschnitt 64 endet. Der Innendurchmesser des Federtellers 60 ist etwas größer als der
Außendurchmesser des Schutzrohres 42, hat jedoch einen etwas kleineren Durchmesser als die Schulter 50,
wodurch der Federteller 60 unter dem Einfluß der Schraubenfeder 52 nach oben beaufschlagt und mit der
Schulter 50 fest in Eingriff gehalten werden kann. Zwischen dem radialen Abschnitt 64 des Federtellers 60
und dem oberen Anschlußende 56 der Schraubenfeder 52 wird vorzugsweise eine elastische Lagerplatte 66
eingesetzt.
Das untere Anschlußende der Schraubenfeder 52 ist in einem unteren ringförmigen Federteller 68 gelagert,
der an dem Außenumfang des Dämpfergehäuses 28 befestigt werden kann. Der Federteller 68 ist ähnlich
dem oberen Federteller 60 und umfaßt einen allgemein axial verlaufenden Abschnitt 70. der an seinem unteren
Ende mit einem radial nach außen verlaufenden Abschnitt 72 endet Der axial verlaufende Abschnitt 70
des Federtellers 68 ist von einem etwas größeren Durchmesser als der Außendurchmesser des Dämpfergehäuses
28. Wie am besten aus F i g. 2 ersichtlich, ist der axial verlaufende Abschnitt 70 des Federtellers 68
mit drei im gleichen Umfangsabstand angeordneten, radial nach außen vorspringenden Umfangsabschnitten
74 versehen. Jeder der Umfangsabschnitte 74 enthält eine Umfangswand 76 und radial angeordnete Wandabschnitte
78, die die Umfangswände 76 einstückig mit dem Hauptteil des Abschnitts 72 des Federtellers 68
verbinden. Die Umfangsabmessungen jedes der Umfangsabschnitte 74 sind annähernd gleich dem Umfangsabstand
zwischen ihnen, und die Umfangsabschnitte 74 lassen sich über radial nach außen gerichtete Vorsprünge
80 hinüberschieben, die auf der Außenseite des Dämpfergehäuses 28 vorgesehen sind, wie in den F i g. 3
und 4 gezeigt Die Vorsprünge 80 liegen axial auf gleicher Höhe und sind mit gleichem Umfangsabstand
um den Umfang des Dämpfergehäuses 28 herum angeordnet Der Umfangsabstand zwischen jedem der
Vorsprünge 80 ist annähernd gleich dem Umfangsabstand zwischen den nach außen vorstehenden Umfangsabschnitten
74 des Federtellers 68, und die Breite jedes der Vorsprünge 80 ist annähernd gleich der Umfangsabmessung
zwischen den Wandabschnitten 78 jedes der Umfangsabschnitte 74.
Wie am besten aus F i g. 4 ersichtlich, enthält jeder der Vorsprünge 80 obere und untere Abschnitte 82 bzw.
84, von denen der letztere radial nach außen um einen erheblich größeren Betrag vorspringt als der erstere.
Die Umfangswände 76 der Umfangsabschnitte 74 sind vom Durchmesser des axialen Abschnitts 70 des
Federtellers 68 um eine Entfernung radial nach außen auf Abstand gehalten, die größer ist als die radial am
weitesten nach außen gelegenen (unteren) Abschnitte 84 der Vorsprünge 80, wodurch bei axialer Bewegung
des Federtellers 68 auf dem Dämpfergehäuse 28 bei Umfangsfluchtlage der Umfangsabschnitte 74 mit den
Vorsprüngen 80, nämlich wie in F i g. 3 gezeigt, der Federteller 68 nicht die Vorsprünge 80 berührt. Es ist zu
beachten, daß die Vorsprünge 80 einstückig an das Dämpfergehäuse 28 angeformt werden oder wahlweise
aus getrennten Elementen bestehen können, die beispielsweise durch Schweißen oder dgl. befestigt sind.
Zwischen den Umfangsabschnitten 74 des Federtellers 68 ist jeweils eine radial nach außen vorspringende
Ausnehmung angeordnet, welche in Richtung auf das untere Ende des Federtellers 68 weist, im (radialen)
Querschnitt die Negativform eines Vorsprungs 80 hat und als Aufnahmetasche 86 für den jeweiligen
Vorsprung 80 dient. Vorzugsweise ist zwischen dem unteren Ende 58 der Schraubenfeder 52 und der
Oberseite des radialen Abschnitts 72 des unteren Federtellers 68 eine elastische Lagerplatte 88 ähnlich
der Lagerplatte 66 vorgesehen.
Es wird nunmehr die Montage der Schraubenfeder 52 und des unteren Federtellers 68 auf dem Federbein 10
erläutert. Hierbei wird zunächst der obere Federteller 60 wirksam mit der Schulter 50 zum Eingriff gebracht,
die Schraubenfeder 52 danach konzentrisch auf dem Federbein 10 angeordnet und dann der untere
Federteller auf das untere Ende des Federbeins 10 aufgeschoben, und zwar in der in F i g. 3 gezeigten
Stellung, in welcher die nach außen vorstehenden Umfangsabschnitte 74 axial mit den Vorsprüngen 80
fluchten. Danach wird der Federteller 68 unter
Zusammendrückung der Schraubenfeder 52 axial relativ zu dem Dämpfergehäuse 28 bis über die Vorsprünge 80
hinweg bewegt. Danach wird der gesamte Federteller 68 um etwa 30° relativ zu dem Dämpfergehäuse 28 in
eine Stellung gedreht, in welcher jede der Aufnahmetaschen 86 mit einem der Vorsprünge 80 ausgerichtet ist,
woraufhin der Federteller 68 unter dem Einfluß der Schraubenfeder 52 von der in F i g. 4 gezeigten Stellung
axial nach unten in die in Fig.5 gezeigte Stellung bewegt werden kann, so daß die Vorsprünge 80
nestartig in den Aufnahmetaschen 86 aufgenommen werden, wie gezeigt. In dieser Stellung wird der
Federteller 68 zwangsläufig auf dem Dämpfergehäuse 28 gehalten, ohne daß irgendwelche zusätzlichen
Befestigungseinrichtungen, wie beispielsweise Federklemmen, Haheringe etc. erforderlich wären. Wenn es
erwünscht ist, anschließend die Schraubenfeder 52 zu demontieren, dann wird der Federteller 68 von der in
F i g. 5 gezeigten Stellung axial nach oben in die in Fig.4 gezeigte Stellung bewegt, woraufhin der
Federteller 68 so gedreht werden kann, daß die Umfangsabschnitte 74 wieder axial mit den Vorsprüngen
80 fluchten, woraufhin der Federteller 68 axial von der in F i g. 4 gezeigten Stellung in die in F i g. 3 gezeigte
Stellung bewegt werden kann, um den Ausbau sowohl des Federtellers 68 als auch der Schraubenfeder 52 zu
gestatten.
Es ist selbstverständlich nicht immer erforderlich, drei Vorsprünge 80 und drei radial nach außen vorspringen-
de Abschnitte 64 auf dem Federteller 68 vorzusehen. Statt dessen können zwei oder mehr als drei derartige
Vorsprünge 80 und Abschnitte 64 benutzt werden, je nach dem Durchmesser des Federbeins 10 und der Last,
welcher der Federteller 68 ausgesetzt werden soll. Auch ist nicht unbedingt ein Schutzrohr 42 erforderlich;
vielmehr kann das obere Ende der Schraubenfeder 52 auch auf einem unmittelbar mit der Kolbenstange 22
verbundenen Federteller oder auf irgendeinem festen Abschnitt des gefederten Teils des zugeordneten
Kraftfahrzeugs aufliegen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Aus Schraubenfeder und Teleskopstoßdämpfer bestehendes Federbein für die Radaufhängung in
einem Fahrzeug, bei dem sich die Schraubenfeder einerseits gegen einen mit der Kolbenstange des
Teleskopstoßdämpfers verbundenen oberen Federteller und andererseits gegen einen mit dem
zylindrischen Dämpfergehäuse des Teleskopstoßdämpfers verbundenen unteren Federteller abstützt,
der von dem vom Kolbenstangenaustritt abgewandten Ende her auf das Dämpfergehäuse aufschiebbar
und an mindestens einem radialen Vorsprung am Außenumfang des Dämpfergehäuses derart befestigt
ist, daß er durch die Spannung der Schraubenfeder in seiner Lage gehalten wird und nach einer
Bewegung gegen die Kraft der Schraubenfeder vom Dämpfeigehäuse lösbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei gleichmäßig über den Umfang des Dämpfergehäuses (28) verteilte und
axial in gleicher Höhe angeordnete Vorsprünge (80) vorgesehen sind, zwischen denen von Vorsprüngen
freie Umfangsabschnitte verbleiben, die sich mindestens über einen gleich großen Bogenbereich
erstrecken wie die Vorsprünge (80), und daß am Federteller (68) eine gleich große Zahl von mit den
Vorsprüngen (80) in Eingriff bringbaren Aufnahmetaschen (86) vorgesehen ist, zwischen denen
Umfangsabschnitte (74) mit einem axial durchgehenden und im Querschnitt dem Querschnitt eines
Vorsprungs entsprechenden Freiraum verbleiben, so daß der Federteller (68) in einer ersten Winkelstellung
über die Vorsprünge (80) wegschiebbar und in einer gegenüber der ersten verdrehten zweiten
Winkelstellung mit seinen Aufnahmetaschen (86) in Eingriff mit den Vorsprüngen (80) bringbar ist.
2. Federbein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmetaschen (86) die Vorsprünge
(80) in Umfangsrichtung umgreifen.
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| DE3230936A1 (de) * | 1982-08-20 | 1984-02-23 | Boge Gmbh, 5208 Eitorf | Feder- und daempfungsvorrichtung fuer die radaufhaengung von fahrzeugen |
| DE3730177A1 (de) * | 1987-09-09 | 1989-03-30 | Bayerische Motoren Werke Ag | Federbein fuer kraftfahrzeuge |
Also Published As
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