DE2702461B2 - Widerlager für Brückentragwerke - Google Patents
Widerlager für BrückentragwerkeInfo
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- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D27/00—Foundations as substructures
- E02D27/32—Foundations for special purposes
- E02D27/50—Anchored foundations
-
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Description
Die Erfindung betrifft ein Widerlager für Brückentragwerke mit auf dem Fundament aufbetonierter
einstückig durchgehender Widerlagerwand.
Bei der Herstellung von Widerlagern für verhältnismäßig breite Brückentragworke, wie sie insbesondere
beim Autobahnbrückenbau üblich sind, wird auf einem betonierten Fundament eine mit dem Fundament fest
verbundene Widerlagerwand errichtet, auf der die Tragwerkslängsträger aufliegen und die an ihrem
oberen Ende in eine Kammerwand übergeht. Die Widerlagerwand wird in der Regel als einstückige Wand
auf das vorher fertiggestellte Fundament betoniert. Durch aus dem Fundament herausragende Bewehrungen
wird für eine feste Verbindung zwischen dem Fundament und der Widerlagerwand gesorgt. Nach der
Fertigstellung derartiger Widerlager werden sehr häufig feine Risse in der Widerlagerwand beobachtet,
die vom Fundament aus nach oben verlaufen. Obwohl diese Risse die statische Funktion des Widerlagers kaum
beeinträchtigen, stellen sie jedoch Sickerstrecken für im Erdreich hinter der Widerlagerwand vorhandene und
sich sammelnde Feuchtigkeit dar, die durch diese Risse nach vorn austritt. Dadurch entsteht eine als unschön
empfundene Verschmutzung der sichtbaren Oberfläche der Widerlagerwand, da die Risse auch mit sehr großem
Aufwand nicht abzudichten sind.
Die Entstehung der Risse läßt sich theoretisch erklären und rührt von dem Wärmestau her, der beim
Abbinden der frisch betonierten Widerlagerwand entsteht und bewirkt daß die Widerlagerwand eine
wesentlich höhere Temperatur als das Fundament hat, auf welches sie betoniert und mit dem sie fest verbunden
ist. Die durch Schrumpfen und Schwinden beim Abbinden und Auskühlen sich verkürzende Widerlagerwand
ist durch die feste Verbindung mit dem Fundament in diesem Bereich nicht in der Lage, die
Verkürzung durch Schrumpfen und Schwinden mitzumachen, da das starre Fundament dieser Bewegung
nicht nachgibt. Die Folge davon sind Zugkräfte ip der
Widerlagerwand, die im Übergangsbereich zum Fundament
sehr hohe Werte annehmen und zu einem Reißen des Betons unter Ausbildung der vorstehend erwähnten
senkrecht verlaufenden Risse führt
Um diese Risse zu veimeiden, wurde bereits, ohne die
Ursache ihres Entstehens zu kennen, vorgesehen, die Widerlagerwand aus mehreren Abschnitten herzustellen
und zwischen den einzelnen Abschnitten mit Gummidichtungen verschlossene Fugen auszubilden.
Derartige, mit einem Gummiband abgedichtete Fugen sind sehr schwer herzustellen, da das Gummiband in die
beiden aneinander angrenzenden Stirnseiten einbetoniert werden muß, was auch zu einer speziellen
Bewehrungsführung in diesem Bereich führt
Ferner ergibt sich der Nachteil, daß beim Betonieren
ein unsachgemäßes Anbringen des Gummibandes in der Regel nicht erkannt wird und dann nach der
Fertigstellung aer Widerlagerwand trotzdem undichte Stellen entstehen, die nur äußerst kostenaufwendig
repariert werden können. Ferner zeigt sich, daß selbst bei der Verwendung guter Gummimaterialien das
Gummiband einem Verschleiß unterworfen ist und undicht wird, was dazu führt, daß die Verschmutzung
der sichtbaren Oberfläche der Widerlagerwand trotz dieser Maßnahme auftritt zumal die Gummibänder so
einbetoniert sind, daß ein Auswechseln nicht vorgesehen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Widerlager für Brückentragwerke zu schaffen, bei dem
die erwähnten Temperaturrisse infolge des Schrumpfens und Schwindens der Widerlagerwand vermieden
werden.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Fundament aus mehreren, durch Fugen
voneinander getrennten Fundamentblöcken besteht.
Bei einem solchen Widerlager werden die eingangs beschriebenen Temperaturrisse in der Widerlagerwand
vermieden, da nämlich das aus einzelnen Fundamentblöcken bestehende Fundament eine ausreichende
Nachgiebigkeit hat, um beim Schrumpfen und Schwinden der sich abkühlenden Widerlagerwand mitzugehen.
Die Blöcke sind in ihren Abmessungen so zu gestalten, daß lie eine maximale Länge in der Richtung der
Längsausdehnung der Widerlagerwand nicht überschreiten, damit auch in dem Teilbereich, in dem die
Widerlagerwand mit dem Fundamentblock fest verbunden ist, keine Spannungen durch das Schrumpfen und
Schwinden entstehen, die die zulässigen Zugfestigkeiten des Betons überschreiten. Die Fugenbreite zwischen
den Fundamentblöcken ist grundsätzlich beliebig und ergibt sich aus Forderungen, die an die Gründung
gestellt werden, sowie aus statischen Überlegungen und aus der Beschaffenheit des Bodens.
)e nach Art des Baugrundes, in dem das Fundament erstellt wird, und auch in Abhängigkeit von den
statischen Voraussetzungen können die Fugen zwischen den Fundamentblöcken eine Breite bis zur Breite der
Fundamentblöcke haben. Dabei können die Fugen zwischen den Fundamentblöcken nach dem Betonieren
und Auskühlen der Widerlagerwand mit Füllmaterial versehen werden. Das Füllmaterial ist zweckmäßig
Beton oder ein anderes frostbeständiges Material.
Um sicherzustellen, daß die Fundamentblöcke die Temperaturbewegung der Widerlagerwand mitmachen,
ist es vorteilhaft, diese auf einer bei Bewegungen der Fundamentblöcke nachgiebigen Sauberkeitsschicht aus
Magerbeton aufzubetonieren. Risse in der Sauberkeitsschicht beeinträchtigen die Qualität der Gründung nicht.
Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, und zwar zeigt
F i g. 1 ein Widerlager für ein Brückentragwerk mit einer einstöckigen Widerlagerwand und
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie H-U der F i g. 1.
Das in F i g. 1 dargestellte Widerlager 10 dient der Abstützung des Erdreichs 11, auf dem der verkehrsmäßige
Anschluß zum Oberbau 12 des Briickentragwerks verläuft. Das Widerlager 10 besteht aus Fundamentblöcken
15, die auf einer Sauberkeitsschicht 16 aus Mageiueton liegen und mit der Widerlagerwand 17 fest
verbunden sind. Auf dem Widerlager liegen Lager 18, auf welchen der Oberbau 12 aufliegt. Im oberen Bereich
der Widerlagsrwand 17 ist ein auskragender Vorbau 19 angebracht, auf dem eine Kammerwand 20 steht, so daß
zwischen dem Ende der Überbaus 12 und der Kammerwand 20 ein freier Raum, d. h. die sogenannte
Kammer, verbleibt, die zugänglich und für Wartungszwecke vorgesehen ist.
Wie aus Fig.2 hervorgeht, besteht das Fundament
aus drei Fundainentblöcken, zwischen denen Fugen 22 ausgebildet sind. Diese Fugen 22 werden entweder mit
Erdreich oder auch mit einem anderen Material ausgefüllt, wenn die fertig betonierte Widerlagerwand
ausgekühlt und damit der Schrumpf- und Verkürzungsvorgang weitgehendst abgeschlossen ist. Während des
Schrumpfens und Verkürzens der Widerlagerwand können die Fundamentblöcke 15 auf der . iauberkeitsschicht
16 den von der Widerlagerwand aus eingeleiteten Spannungen nachgeben und geringfügig den
Verkürzungsvorgang mitmachen. Auf diese Weise werden die durch das Verkürzen und Schwinden der
Widerlagerwand beim Abkühlen entstehenden Temperaturspannungen abgetfaut und damit die Voraussetzung
für das Entstehen vertikal verlaufender Risse in der Widerlagerwand vermieden.
Wenn sich, wie es bei der dargestellten Ausführungsform der Fall ist, die Fugen 22 zwischen den
Fundamentblöcken im frostgefährdeten Bereich des Erdreichs befinden und die Forderung nach einer
H) frostfreien Gründung besteht, können diese Fugen nach
dem Fertigstellen und Erkalten der Widerlagerwand auch mit Beton ausgefüllt werden. Es ist auch
vorgesehen, ein anderes frostbeständiges Material zum Ausfüllen dieser Fugen 22 vorzusehen. Die Breite der
Fundamentblöcke 15 wird vorzugsweise derart gewählt, daß die Länge des Anschnittes der Widerlagerwand 17,
welcher fest mit dem Fundamentblock verbunden ist, eine bestimmte durch Berechnung sich ergebende
maximale Länge nicht übersteigt, bei der die Festigkeit des Betons ausreicht, um die über dem Fundamentblock
entstehenden Temperaturspannungen aufzunehmen.
Es ist auch vorgesehen, die Fugen 22 verhältnismäßig schmal zu machen und eine verhältnismäßig große
Vielzahl derartiger Fugen vorzusehen, so daß die Länge der einzelnen Fundamentblöcke wesentlich kürzer als
die Länge ist, die sich als Maximallänge zur Sicherstellung einer rissefreien Widerlagerwand ergibt. Bei
derartigen engen Fugen ist es zweckmäßig, die Fugen mit einem frostbeständigen Material auszugießen, damit
ju keine Feuchtigkeit eindringen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Widerlager für Brückentragwerke mit auf dem Fundament aufbetonierter einstückig durchgehender
Widerlagerwand, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fundament aus mehreren, durch Fugen (22) voneinander getrennten Fundamentblöcken
(15) besteht.
2. Widerlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fugen (22) zwischen den Fundamentblöcken (15) eine Breite bis zur Breite der
Fundamentblöcke haben.
3. Widerlager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fugen (22) zwischen den
Fundamentblöcken (15) nach dem Betonieren und Auskühlen der Widerlagerwand (17) mit Füllmaterial
versehen werden.
4. Widerlager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Füllmaterial Beton oder ein anderes frostbeständiges Material ist
5. Widerlager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fundamentblöcke
auf einer bei Bewegungen der Fundamentblöcke nachgiebigen Sauberkeitsschicht (16) aus Magerbeton
aufbetoniert sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19772702461 DE2702461C3 (de) | 1977-01-21 | 1977-01-21 | Widerlager für Brückentragwerke |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19772702461 DE2702461C3 (de) | 1977-01-21 | 1977-01-21 | Widerlager für Brückentragwerke |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2702461A1 DE2702461A1 (de) | 1978-07-27 |
| DE2702461B2 true DE2702461B2 (de) | 1980-05-29 |
| DE2702461C3 DE2702461C3 (de) | 1983-11-10 |
Family
ID=5999239
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772702461 Expired DE2702461C3 (de) | 1977-01-21 | 1977-01-21 | Widerlager für Brückentragwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2702461C3 (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2136806C1 (ru) * | 1998-12-25 | 1999-09-10 | Соколов Александр Дмитриевич | Устой моста |
| RU2136808C1 (ru) * | 1998-12-25 | 1999-09-10 | Соколов Александр Дмитриевич | Устой моста |
| RU2140483C1 (ru) * | 1999-05-05 | 1999-10-27 | Открытое акционерное общество 494 Управления начальника работ | Устой моста |
| RU2146741C1 (ru) * | 1999-09-30 | 2000-03-20 | Закрытое акционерное общество "Мостостроительный отряд" | Устой диванного типа |
| RU2161221C1 (ru) * | 2000-07-12 | 2000-12-27 | Кияев Владимир Михайлович | Устой диванного типа |
| RU2164270C1 (ru) * | 1999-06-29 | 2001-03-20 | Акционерное общество открытого типа по изысканиям и проектированию объектов транспортного строительства "Ленгипротранс" | Береговой устой моста |
| RU2176698C1 (ru) * | 2001-03-19 | 2001-12-10 | Общество с ограниченной ответственностью "Бриджпатент" | Устой диванного типа |
| RU2745084C1 (ru) * | 2020-06-23 | 2021-03-19 | Акционерное общество "Спецремпроект" | Сопряжение моста с насыпью |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE967730C (de) * | 1951-06-09 | 1957-12-05 | Andre Lefebvre | Verfahren zum Herstellen grosser Massenbetonbauwerke mit Kontraktionsspalten |
-
1977
- 1977-01-21 DE DE19772702461 patent/DE2702461C3/de not_active Expired
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| RU2745084C1 (ru) * | 2020-06-23 | 2021-03-19 | Акционерное общество "Спецремпроект" | Сопряжение моста с насыпью |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2702461C3 (de) | 1983-11-10 |
| DE2702461A1 (de) | 1978-07-27 |
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