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DE270198C - - Google Patents

Info

Publication number
DE270198C
DE270198C DENDAT270198D DE270198DA DE270198C DE 270198 C DE270198 C DE 270198C DE NDAT270198 D DENDAT270198 D DE NDAT270198D DE 270198D A DE270198D A DE 270198DA DE 270198 C DE270198 C DE 270198C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
line
current
armature
winding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT270198D
Other languages
English (en)
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE270198C publication Critical patent/DE270198C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/03Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for controlling the direction of rotation of DC motors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 270198 KLASSE 21 c. GRUPPE
im Feld des Motors umgekehrt wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1912 ab.
Die Aufgabe der Erfindung ist, Leitungsmaterial bei Fernsteuerungen für Elektromotoren zu sparen, die von der Richtung des Stromes unabhängig sind, und zwei unpolarisierte, gesondert gesteuerte Relais .verwenden, durch welche der Strom im Anker oder im Feld des Motors umgekehrt wird.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß eine Leitung des Arbeitsstromes gleichzeitig Steuerleitung eines Relais ist.
Bei größeren Motoren, bei denen der volle Strom nicht sofort eingeschaltet werden kann, sondern die langsam angelassen werden müssen, muß nun das Relais, welches in der Arbeitsleitung liegt, eine große Zahl von Windungen haben, um auch bei größtem vorgeschalteten Widerstand, also schwachem Strom, anzusprechen. Diese vielen Windungen geben dem Relais einen hohen Widerstand. Es ist daher nicht angängig, den Motorstrom über das Relais zu leiten, sondern Motor und Relais müssen parallel gelegt werden. Wird nun das Relais erregt und der Motor eingeschaltet; so sinkt im Augenblick des Einschaltens die Spannung an der Abzweigstelle der Leitungen zum Motor und Relais, da der stehende Motoranker nur geringen Widerstand hat. Das Relais erhält dadurch so wenig Strom, daß der Anker losgelassen und der Motorstrom unterbrachen wird. Um dies zu verhindern, gibt man erfindungsgemäß dem Relais, welches durch die Arbeitsleitung gesteuert wird, zwei Wicklungen, von denen die eine, die Steuerwicklung, bei Erregung des Relais dauernd an die Rückleitung geschaltet ist, während über die andere, die Haltewicklung, der Arbeitsstrom nach Anziehen des Ankers geleitet wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einer Ausführungsform dargestellt.
Der Anlasser α besitzt außer der Stromzuführungsschiene e, welche aus der Speiseleitung b Strom erhält, noch eine besondere Schiene f, an welche die Steuerleitung d angeschlossen ist, und die so lang ist, daß der Steuerhebel g diese Schiene früher mit der Stromzuführungsschiene e verbindet, ehe er auf einen der Kontakte H1 zu stehen kommt. Die Arbeitsleitung c verzweigt sich bei i, und zwar geht die Zweigleitung k (der Strom verlauf ist weiter unten angegeben) über die Starkstromwicklung des Relais mx und den Motor zur Rückleitung, die Leitung I über die hochohmige Erregerwicklung des Relais mx zu zwei Kontakten nv «2, welche durch das Relais W1^ geöffnet oder geschlossen werden, und sodann zur Rückleitung. Die Steuerleitung d geht über die Wicklung des Relais m^ unmittelbar zur Rückleitung.
Steht der Steuerhebel in der Nullstellung, so fließt weder Strom durch die Steuerleitung d noch durch die Arbeitsleitung c. Die Relais M1 und m2 sind nicht erregt, die Anker sind nach unten gefallen, und der Anker des Relais m% schließt die Kontakte % und n2. Soll nun der Motor i in einer Richtung angelassen werden, beispielsweise auf Vorwärts-
gang, so wird der Steuerhebel g nach links gelegt und auf den ersten Kontakt h gestellt. Der Strom fließt dann aus der Speiseleitung b, über die Schiene e über den Steuerhebel g in den ersten Kontakt h, durch die Vorschaltwiderstände in die Arbeitsleitung zur Abzweigstelle i, von dort über die Steuerleitung I, die hochohmige Spule des Relais mv die Kontakte M1, M2 zur Rückleitung. Der Anker des erregten Relais Wi1 wird nun angezogen, und der Arbeitsstrom kann durch die Arbeitsleitung k über die Kontakte i, 2, die Klemme 3, den Anker 0, die Klemme 4, die Starkstromwicklung des Relais mv die Kontakte 5 und 6, das magnetische Feld r zur Rückleitung gehen. Das Relais mx ist nun durch den Arbeitsstrom erregt und hält den Anker in seiner höchsten Lage fest. Bei weiterem Auslegen des Steuerhebels kann jetzt dem Motor voller Strom gegeben werden.
Die Wirkungen der beiden Wicklungen des Relais mx ergänzen sich ,so, daß ihre Summe unter verschiedenen Betriebsverhältnissen annähernd gleich bleibt. Ist nämlich beim ersten Anlassen der Relaisanker durch die Steuerwicklung angezogen und die Haltewicklung und der Motoranker eingeschaltet worden, so wird die Erregerwicklung durch den stillstehenden Anker kurzgeschlossen und fast stromlos. Ihre magnetische Wirkung ist also fast Null. Dafür ist aber die Wirkung der Haltewicklung, die wegen des geringen Widerstandes des stillstehenden Motorankers sehr viel Strom erhält, sehr groß, so daß die Summe beider Wirkungen groß ist und genügt, um den Anker zu halten. Nimmt nun die Drehzahl des Motors zu, so nimmt der Ankerstrom ab. Die Haltewicklung erhält somit ebenfalls weniger Strom, und es besteht die Gefahr, daß der Relaisanker abfällt. In demselben Maße, aber, wie der Strom in der Haltewicklung abnimmt, nimmt der Strom in der Steuerwicklung zu, da die Spannung an der Abzweigstelle von Haltewicklung und Steuerwicklung wächst. Die Summe der Wirkungen beider Relais ist daher wieder groß, und der Anker wird gehalten. Die gleiche Endwirkung tritt ein, wenn die Drehzahl des Motors sinkt. Es nimmt dabei der Strom in der Haltewicklung zu, der in der Steuerwicklung ab. Ist nun die Summe der Wirkungen beider Relais annähernd konstant und reicht aus, den Anker zu halten, so kann jede einzelne Wicklung kleiner sein, als wenn sie allein auf die Haltearbeit des Ankers eingerichtet sein müßte. Es wird somit beim Relais ebenfalls an Leitungsmaterial gespart.
Wird der Steuerhebel nach rechts gelegt, um den Motor in anderem Drehsinn laufen zu lassen, so wird zuerst die Stromzuführungsschiene e mit der besonderen Schiene f der Steuerleitung d verbunden. Es geht nun der Strom durch die Steuerleitung d, die Wicklung des Relais m2 zur Rückleitung. Beim Ansprechen des Relais mz wird an den Kontaktstellen M1 und M2 die Steuerleitung I des an-, deren Relais mx unterbrochen. Wird nun der Steuerhebel weiter ausgelegt und auf den ersten Kontakt ä, gestellt, so kann kein Strom in die Steuer leitung / gehen, da ja diese Leitung bei M1 und M2 unterbrochen ist. Es wird vielmehr der Arbeitsstrom von der Abzweigstelle i nur in die Arbeitsleitung k, über die Kontakte 7, 8, die Klemme 4, Anker 0, Klemme 3, Kontakte 9, 10 durch das magnetische Feld r zur Rückleitung gehen. Ein besonderes Festhalten des Ankers des Relais ist nicht erforderlich, da ja die Wicklung des Relais unmittelbar, ohne Vorschaltung von Widerständen, durch die Schiene f an die Speiseleitung b angeschlossen ist und somit immer die volle Netzspannung erhält.

Claims (2)

Pat ent-Ansprüche:
1. Von der ,Stromrichtung unabhängige Fernsteuerung für Elektromotoren, bei welcher durch zwei unpolarisierte, gesondert gesteuerte Relais" der Strom im Anker oder im Feld des Motors umgekehrt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Leitung des Arbeitsstromes gleichzeitig Steuerleitung für eines der Relais ist.
2. Fernsteuerung für Elektromotoren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (1Tn1), welches über die Arbeitsleitung gesteuert wird, zwei Wicklungen besitzt, von denen die eine, die Steuerwicklung, bei Erregung des Relais dauernd an die Rückleitung geschaltet ist, während über die andere, die Haltewicklung, der Arbeitsstrom nach Anziehen des Ankers geleitet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT270198D Expired DE270198C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE270198C true DE270198C (de) 1900-01-01

Family

ID=526970

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT270198D Expired DE270198C (de)

Country Status (1)

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DE (1) DE270198C (de)

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