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Regal
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Die Erfindung betrifft ein Regal, das aus vertikalen Pfosten sowie
horizontalen Längs- und Quertraversen aufbau- bzw. erweiterbar ist, bei dem die
Pfosten, die Längs- und die Quertraversen knotenpunktartig miteinander verbindbar
sind und Seitenwände, Rückwände und Fachböden oder dgl. aufnehmen.
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Es gibt eine Vielzahl von Aufbauregalen dieser Art, bei denen Metallprofile
als Pfosten, Längs- und Quertraversen verwendet werden. Diese Metallprofile weisen
in den Schenkeln durchgehende Lochreihen auf, so daß die Teile direkt oder über
einfache Verbindungswinkel miteinander verschraubt werden können.
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Die Seitenwände und die Rückwände werden dabei als Platten mit den
Metallprofilen verschraubt, während die Fachböden auf die Metallprofile, die als
Winkelprofile ausgebildet sind, aufgelegt werden.
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Derartige Regale sind vorwiegend als Lagerregale eingesetzt und eignen
sich nicht als Aufbau- und Erweiterungsmöbel für die Wohnung, wie der DT-AS 1 778
640 zu entnehmen ist.
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Wie das DT-GM 7 138 336 zeigt, sind auch Regale bekannt, die aus plattenförmigen
Holzregalelementen zusammenbaubar sind. Dabei werden die plattenförmigen Holzregalelemente
in den Knotenpunkten über Verbinder miteinander verbunden.
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Es gibt dafür verschiedene Verbinder, um zwei, drei oder vier dieser
plattenförmigen Holzregalelemente in einem Knotenpunkt miteinander zu verbinden.
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Derartige Holzregale sind an die durch die Regalelemente vorgegebene
Teilung gebunden und können daher nur in einem Raster erstellt werden, sie sind
daher für Aufbauregale als Möbel nicht ausreichend anpassungsfähig.
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Aus dem DT-GM 7 606 657 ist ein Regal bekannt, bei dem die Quertraversen
als Nuthölzer ausgebildet sind, die die Seitenwände, den Boden, den Deckel und die
Fachböden direkt aufnehmen. Damit das aus diesen Teilen aufgebaute Regal zusammenhält,
müssen die als Seitenwände, Boden, Deckel und Fachböden verwendeten Bretter mit
den Nuthölzern verschraubt, verleimt oder anderweitig miteinander verbunden werden.
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Mit diesen Regalelementen lassen sich schon verschiedene Aufteilungen
erreichen. Eine Xnderung der Aufteilung im Zuge eines Umbaues oder einer Erweiterung
ist jedoch bei diesem bekannten Regal nur sehr schwer möglich.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Regal der eingangs erwähnten Art
so auszugestalten, daß dessen Einzelteile als Massenartikel billig hergestellt werden
können, daß diese Einzelteile dennoch einen universellen Aufbau und eine beliebige
Erweiterung des Regals zulassen und zu einem kompakten und stabilen Möbel führen,
das durchaus im Wohnbereich eingesetzt werden kann.
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Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Seitenwände,
Rückwände und Fachböden als Zuschnitte aus Sperrholzplatten, Preßspanplatten oder
dgl. ausgebildet sind, die in Aufnahmenuten der Pfosten und der Quertraversen einsteckbar
und auf nach innen ragende Auflageabsatze der Längstraversen aufstell- bzw. auflegbar
sind, und daß in den Knotenpunkten Verbindungswinkel vorgesehen sind, von denen
ein Schenkel mit der Quertraverse und der andere Schenkel sowohl mit dem Pfosten,
als auch mit der Längstraverse des Knotenpunktes verbunden sind. Da bei dem aufgebauten
Regal in dieser Ausgestaltung die Seitenkanten der Seitenwände, der Rückwände und
der Fachböden abgedeckt sind, können einfache Zuschnitte aus Sperrholzplatten, Preßspanplatten
oder dgl. eingesetzt sein. Dabei reicht eine ziemlich kleine Stärke schon aus, da
die Fachböden durch die Auflageabsätze der Längstraversen voll getragen werden.
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Über einheitliche, einfache Verbindungswinkel werden die Knotenpunkte
des Regals hergestellt, wobei die Lochreihen in den vertikalen Pfosten eine stufige
Verstellung in der vorgegebenen Lochteilung zulassen und so eine universelle Ausbauvariation
gewährleisten. Allein durch das Lösen der Verbindungen zu den Pfosten kann eine
Etage des Regals angehoben bzw. abgesenkt werden. Die Längs- und Quertraversen können
über die Verbindungswinkel untereinander verbunden bleiben.
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Die Anlegung der Einzelteile ist dabei so, daß die Pfosten im Querschnitt
rechteckförmig ausgebildet sind und auf einer Breitseite eine mittige Aufnahmenut
und zu beiden Seiten dieser Aufnahmenut je eine Reihe von Löchern in vorgegebener
Lochteilung aufweisen, daß die Starke der Quertraverse kleiner ist als der Abstand
der beiden Lochreihen in den Pfosten und daß die Quertraversen auf der Ober- und
Unterseite jeweils mit einer mittigen durchgehenden Aufnahrelängsnut versehen sind.Die
Seitenwände können in den Aufnahmenuten oder Pfosten und der Quertraversen eingeschoben
werden, so daß deren Seitenkanten ringsum abgedeckt sind. Die Lochreihen der Pfosten
bleiben frei, wenn die Quertraversen angebracht werden, so daß die Verbindungswinkel
stufig verstellt und mit den Pfosten verbunden werden können.
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Die Längstraversen übersteigen die Pfosten in Richtung ihrer Schmalseiten
um die Breite des Auflageabsatzes und sind auf den Außenseiten bUndig mit den Pfosten
verbindbar. Der Auflageabsatz steht dann in seiner gesamten Breite in das durch
die Pfosten und die Quertraversen abgeteilte Fach und bildet eine eindeutige UnterstUtzung
für den aufgelegten Fachboden, der dabel ebenf-lls als rechteckförmiger Zuschnitt
aus einer Sperrholzplatte, einer Prelspanplatte oder dgl. gebildet aein kann.
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Die Verbindung der Längstraversen mit den Pfosten wird nach einer
Ausgestaltung dadurch gelöst, daß die Längstraversen in Bereich der Stirnseiten
Schlitze zur Aufnah-.des Sehenkeils eines. Verbindungswinkels aufweisen, wobei diese
Schlitze in ffberangsbereich zwischen de Auflageabsatz und der eigentlichen Längstraverse
eingebracht sind.
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Der eingelegte Fachboden wird durch die Längstraversen voll abgedeckt,
wenn vorgesehen ist, daß der den Auf lageabsatz begrenzende Rand der Längstraversen
zumindest eine Höhe aufweist, die der Stärke der aufgelegten Fachböden entspricht.
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Die Verbindung zwischen einer Quertraverse und einem Verbindungswinkel
ist so gelöst, daß die Quertraversen im Verbindungsbereich zwei durchgehende Bohrungen
in der vorgegebenen Lochteilung aufweisen, daß in diese Bohrungen Gewindehülsen
eingesetzt sind, in die beidseitig Gewindeschrauben einschraubbar sind und daß ein
Schenkel der Verbindungswinkel zwei darauf abgestimmte Befestigungslöcher aufweist.
Die Schenkelbreite des Verbindungswinkels entspricht dabei der Höhe der Quertraverse.
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Damit mit dem anderen Schenkel eines Verbindungswinkels ein Pfosten
und eine Längstraverse eines Knotenpunktes festgelegt werden können, ist weiterhin
vorgesehen, daß der andere Schenkel der Verbindungswinkel quer zum Schenkel ausgerichtet
zwei Befestigungsaufnahmen in vorgegebener Lochteilung aufweist, die auf die Lochreihen
in den Pfosten abgestimmt sind und daß dieser Schenkel zwei weitere, in Schenkellängsrichtung
gerichtete Befestigungslöcher zur Verbindung mit einer Längstraverse trägt. Die
Befestigungsaufnahmen im Schenkel des Verbindungswinkels sind dabei als Schlitze
ausgebildet, die zu den Längskanten des Schenkels offen sind.
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Die Stoßstelle zwischen einer Quertraverse und einem Pfosten ist nach
einer Ausgestaltung so gelöst, daß die Quertraversen auf die Breitseite mit der
Aufnahmenut und den Lochreihen mittig so ausgerichtet sind, daß deren Aufnahmelängsnuten
sich mit den Aufnahmenuten der Pfosten decken und daß die Lochreihen
der
Pfosten zu beiden Seiten der Quertraversen freiliegen. Für die Stoßstelle zwischen
einer Längstraverse und einem Pfosten ist dagegen vorgesehen, daß die Längstraversen
auf die Schmalseiten der Pfosten stoßen, mit ihren Auflageabsätzen zum Innenraum
des Regals gerichtet sind und über die Breitseiten der Pfosten vorstehen.
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Damit der Verbindungswinkel keine in sich noch einmal abgewinkelte
Schenkel benötigt, ist vorgesehen, daß die Schlitze in den Längstraversen mit den
Breitseiten der Pfosten fluchten und den mit einem Pfosten verbundenen Schenkel
eines Verbindungswinkels aufnehmen, wobei im Bereich des Schlitzes zwei Befestigungsbohrungen
eingebracht sind, die auf die Befestigungslöcher in diesem Schenkel des Verbindungswinkels
abgestimmt sind.
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Die Pfosten, die Quertraversen und die Längstraversen bestehen bei
dem neuen Regal vorzugsweise aus massiven Holzleisten.
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Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 die Einzelteile eines Regals nach der Erfindung,
die im Bereich eines Knotenpunktes erforderlich sind, Fig. 2 die hergestellte Knotenpunktverbindung
in einem Regal nach der Erfindung,
Fig. 3 eine Knotenpunktverbindung
mit eingesetzter Seitenwand, Fig. 4 schematisch den Aufbau eines Regalfaches mit
Einzelteilen nach der Erfindung und Fig. 5 ein mit Einzelteilen nach der Erfindung
aufgebautes Möbel.
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In der Fig. 1 sind die Einzelteile gezeigt, mit denen ein aufbau-
und beliebig erweiterbares Regal erstellt werden kann.
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Die senkrechten Pfosten 10 sind im Querschnitt rechteckförmig und
weisen in mindestens einer Breitseitenwand eine durchgehende mittige Aufnahmenut
12, sowie die beiderseits davon angeordneten Reihen mit den Löchern 13 und 14 in
vorgegebener einheitlicher Lochteilung, z.B. 20 mm. Diese Pfosten 10 konnen in verschiedenen
Lingen abgelängt sein. Die Quertraversen 20 weisen auf der Oberseite und der Unterseite
je eine durchgehende Aufnahhelängsnut 21 und 24 auf. Die Stärke die ser Quertraversen
20 ist so, daß sie bei der Verbindung mit einen Pfosten 10 die Lochreihen nicht
abdeckt, wie Fig. 2 erkennen fäßt. Die Aufnahmelängsnuten 21 und 24 der Quertraverse
korDen dabei mit der Aufnahmenut 12 des Pfostens 10 zur Deckung. Die Verbindung
zwischen dem Pfosten 10 und der Quertraverse 20 Ubernit der Verbindungsvinkel 40.
Die Quertraverse 20 weist die beiden durchgehenden Befestigungsbohrungen 22 und
23 auf, die jweils eine Gewindehtilse 51 aufnehmen. itt den Gevindeschrauben 51
und 52 können zu beiden Seiten der Quertraverse 20 Verbindungswinkel 40 angeschraubt
werden, wie die Fig. 2 zeigt. Die Verbindungswinkel 40 werden dabei ueber ihre Schenkel
41 mit den beiden entsprechend angeordneten
Befestigungslöchern
42 und 43 angeschraubt. Wie die Fig. 3 zeigt, kann eine Seitenwand 60 in die Aufnahmenut
12 des Pfostens 10 und in die Aufnahmelängsnut 21 der Quertraverse 20 eingesteckt
werden.Es ist leicht einzusehen, daß bei dieser Festlegung die Seitenwand 60 im
Bereich der Seitenkanten nicht besonders bearbeitet sein muß. Es kann daher ein
einfacher Zuschnitt eingesetzt werden, der sehr billig hergestellt werden kann.
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Die Längstraversen30 sind von den Quertraversen 20 abweichend ausgelegt.
Ihr Querschnitt ist so abgestirnmt, daß der erhöhte Rand 35 an der Oberseite einen
Auflageabsatz 31 begrenzt, der in den Innenraum des Regals ragt, wie die Fig. 3
erkennen läßt.
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Der Rand 35 ist so breit, daS die Längstraverse 30 auf der Außenseite
bündig mit dem Pfosten 10 abschließt. Der Auflageabsatz 31 bildet eine UnteXstützung
für einen einzulegenden Fachboden, der wiederum als Zuschnitt ausgebildet sein kann,
da seine Stirnkante durch den Rand 35 abgedeckt ist, der daher eine Höhe aufweist,
die mindestens der Stärke des Fachboc den-euschnittes entspricht. Dleser Zuschnitt
kann ebenfalls rechteckförmig sein, dr die senkrechte Wand des Auflageabsatzes 31
bündig mit der Breitseitenwand des Pfostens 10 mit der Aufnahmenut 12 und den Lochreihen
abschließt.
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Der Verbindungswinkel 40 hat einen Schenkel 44, der in den Schlitz
32 im Verbindungsbereich der Längstraverse 30 eingeführt wird. Die. beiden Befestigungslöcher
47 und 48 sind auf die Befestigungibohrungen 33 und 34 der Längstraverse 30 abgestinuit,
so daß Schrauben 50 eingeschraubt werden können.
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Der Schlitz 32 ist so eingebracht, daß der Schenkel 44 gleichteilig
auch noch mit de Pfosten 10 verbunden werden kann. In
dem freiliegenden
Abschnitt trägt der Schenkel 44 quer.
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zum Schenkel zwei Befestigungsaufnahmen 45 und 46, die auf die Lochteilung
der Lochreihen der Pfosten 10 abgestimmt sind. Diese Befestigungsaufnahmen 45 und
46 sind zu den Längskanten des Schenkels 44 offene Schlitze. Mit Schrauben 50 kann
der Verbindungswinkel 40 mit den Löchern 13 und 14 des Pfostens 10 verbunden werden.
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Wenn zwei Verbindungswinkel 40 angebracht werden, dann ergibt sich
ein T-förmiger Knotenpunkt mit einem Pfosten 10, einer Quertraverse 20 und zwei
Längstraversen 30. Es ist leicht einzusehen, daß zwei Quertraversen 20 und zwei
Längstraversen 30 mit vier Verbindungswinkeln 40 zu einem Rahmen verbunden werden
können. Dieser Rahmen läßt sich dann an vier Pfosten 10 festlegen, wobei die Lochreihen
der Pfosten 10 eine stufige Veränderung der Lage zuläßt,die durch die vorgegebene
Lochteilung gegeben ist. Es ist daher auch leicht möglich, einen derartigen Rahmen
mit dem Fachboden entsprechend anzuheben oder abzusenken.
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In Fig. 4 ist das Aufbauprinzip des neuen Regals schematisch angedeutet.
Ein Rahmen aus zwei Quertraversen 20 und zwei Längstraversen 30 wird an vier senkrecht
aufgestellten Pfosten 10 festgemacht. Dann können die beiden Seitenwände 60 in die
fluchtenden Aufnahmenuten der Pfosten 10 und der Quertraversen 20 eingesteckt werden.
Über diesen Seitenwänden wird ein weiterer Rahmen aus zwei Quertraversen 20 und
zwei Längstraversen 30 an den Pfosten 10 befestigt. Der Fachboden 80 wird eingelegt
und eine Rückwand 90 eingestellt. Diese Rückwand 90 kann auch zusätzlich noch über
Verbindungselemente und die Lochreihen der Pfosten 10 festgelegt werden.
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Die Pfosten 1Q können auch höher sein, so daß mehrere Rahmen mit Fachböden
80 übereinander angeordnet werden können.
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Auch seitlich der Pfosten 10 lassen sich in gleichen oder anderen
Ebenen weitere Rahmen mit Fachböden anbringen, wobei durchaus die Quertraversen
20 dafür im Bereich einer bereits aufgebauten Seitenwand 60 entfallen können.
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Wie Fig. 5 zeigt, lassen sich mit den Pfosten 10, den Quertraversen
20, den Längstraversen 30 in verschiedenen Längen sowie den Seitenwänden 60, den
Fachböden 80 und den RUckwänden 90 in verschieden großen Zuschnitten beachtliche
Möbelaufbauten in Regalbauweise erstellen. Dabei lassen sich auch einzelne Fächer
mit Türen verschließen, deren Scharniere ebenfalls in den Lochreihen der Pfosten
10 festlegbar sind.