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Zündanlage, insbesondere für Brennkraftmaschinen
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Zusammenfassung Es wird eine Zündanlage, insbesondere für Brennkraftmaschinen
vorgeschlagen, die dazu dient, die Schließzeit eines elektrischen Schalters im Primärstromkreis
einer Zündspule so zu beeinflussen, daß im Zündfunken eine konstante Energie umgesetzt
wird. Der elektrische Schalter wird geöffnet, wenn der ansteigende Strom gerade
das notwendige Maß zur Erzielung eines Energiefunkens mit der vorgegebenen Energie
erreicht hat, um dadurch Verluste zu minimisieren. Die Zündanlage umfaßt eine Schließwinkelregelvorrichtung
zur Steuerung des elektrischen Schalters im Primärstromkreis der Zündspule, die
von einer Signalgebervorrichtung gesteuert wird. In dieser Schließwinkelregelvorrichtung
ist eine erste Speichervorrichtung vorgesehen, deren Speicherwert durch nacheinander
erfolgende, kontinuierliche Absenk- und Anhebephasen veränderbar ist, wobei eine
der beiden Phasen durch die Zeitdauer eines Integrationsvorgangs zwischen zwei Schwellwerten
und die andere Phase durch die Stromflußdauer im Primärstromkreis der Zündspule
ab dem Erreichen eines Schwellwerts durch den Primärstrom gegeben ist. Der Speicherwert
dieser ersten Speichervorrichtung wird auf ein Signal einer Signalgebervorrichtung
hin auf eine zweite Speichervorrichtung übertragen, wobei der übernommene Speicherwert
kontinuierlich verändert wird und bei Erreichen einer festgelegten Schwelle ein
Signal abgibt, durch das der elektrische Schalter geschlossen wird (Beginn der Schließzeit)
und auf ein Signal der Signalgebervorrichtung wieder geöffnet wird (Ende der Schließzeit).
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Stand der Technik Die Erfindung geht aus von einer Zündanlage nach
der Gattung des Hauptanspruchs. Es sind schon Zündanlagen aus der DT-OS 2 448 675
oder aus der US-PS 3 587 551 bekannt, bei denen ein fester Schließwinkel, z.B. durch
eine Geberanordnung vorgegeben wird und bei denen zur Verminderung der Verluste
in der Zündspule ab einem bestimmten Stromwert auf der Primärseite der Zündspule
eine Strombegrenzung erfolgt, die verhindert, daß der Strom noch weiter ansteigt.
Dadurch wird zwar eine konstante Zündenergie erreicht, jedoch treten große Begrenzungsverluste
wegen der langen Dauer des hohen Stroms in der Endstufe auf. Daneben verringert
die hohe Belastung der beteiligten Bauelemente deren Lebensdauer.
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Vorteile der Erfindung Die erfindungsgemäße Zündanlage mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß unter Beibehaltung
des Vorteils der konstanten Zündenergie die Verlustleistung minimisiert wird. Spannungsschwankungen,
z.B. wegen des Ladezustandes der Batterie oder der Belastung des Bordnetzes, sowie
Widerstandsänderungen, z.B. infolge Erwärmung, werden automatisch ausgeregelt.
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Durch eine Signalgebervorrichtung wird unabhängig vom ermittelten
Schließwinkel der spätest zulässige Einschaltzeitpunkt festgelegt. Dadurch wird
eine Verringerung des dynamischen Fehlwinkels bei hohen Beschleunigungsvorgängen
erreicht.
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Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte
Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Zündanlage möglich.
Besonders vorteilhaft
ist, die Speichervorrichtungen als digitale
Zähler auszubilden, deren Zählgeschwindigkeit durch je eine Taktfrequenz festlegbar
ist. Durch diese Maßnahme wird außer der Schutzbeschaltung nur ein einziger kleiner
Kapazitätswert für den Taktgeber benötigt, wodurch sich das gesamte System integrieren
läßt.
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Weiterhin ist besonders vorteilhaft, die Integrationszeitdauer in
der ersten Phase durch die Stromanstiegsdauer im Primärstromkreis der Zündspule
bis zum Erreichen eines festen Stromwerts vorzugeben. Die Zeitdauer der zweiten
Phase beginnt dann mit dem Erreichen dieses Stromwerts und endet im Zündzeitpunkt,
der durch ein Signal der Signalgebervorrichtung festgelegt ist. Diese Lösung stellt
eine einfache Realisierung der Erfindung mit wenigen Bauteilen dar.
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Weiterhin ist besonders vorteilhaft die Zeitdauer der ersten Phase
durch einen Integrationsvorgang in der zweiten Speichervorrichtung vorzugeben. Auch
hier beginnt die Zeitdauer der zweiten Phase mit dem Erreichen eines festen Stromwerts
im Primgrstormkreis der Zündspule und endet im Zündzeitpunkt.
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Diese Lösung erbringt den Vorteil, daß die Schließzeit der Zündspule
bei nur teilweiser Entladung durch den Zündfunken entsprechend korrigiert wird.
Es erfolgt eine Ausnutzung des Restspeichereffekts in der Zündspule durch Wahl der
Zeit des konstanten Stroms als Regelgröße.
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Weiterhin ist besonders vorteilhaft zur Vermeidung von Verlusten im
Ruhezustand eine Ruhestromabschaltung vorzusehen. Dabei wird eine dritte Speichervorrichtung
vorgesehen, deren Speicherwert während des primärseitigen Stromflusses kontinuierlich
veränderbar und im Zündzeitpunkt wieder auf ihren ursprünglichen Wert zurücksetzbar
ist.
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Dieser dritten Speichervorrichtung ist ein Komparator nachgeschaltet,
der bei Überschreiten, bzw. Unterschreiten
seines Schwellwerts
ein Steuersignal abgibt, durch das eine Schaltvorrichtung zur Abschaltung des primärseitigen
Zündspulenstroms betätigbar ist.
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Zeichnung Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Fig.
1 eine schaltungsmäßige Ausgestaltung eines ersten Ausführungsbeispiels, Fig. 2
ein Signaldiagramm zur Erläuterung des in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels,
Fig. 3 eine schaltungsmäßige Ausgestaltung eines zweiten Ausführungsbeispiels und
Fig. 3 ein Signaldiagramm zur Erläuterung des in Fig. 3 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiels.
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Beschreibung der Erfindung Bei dem in Fig. 1 dargestellten ersten
Ausführungsbeispiel ist eine vorzugsweise mit der Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine
verbundene Signalgebervorrichtung 10 mit einer vorzugsweise als Schmitt-Trigger
ausgebildeten Impulsformerstufe 11 verbunden. Diese Signalgebervorrichtung 10 ist
in der Darstellung als Hall-Geber ausgebildet, der ein entsprechend der Segmentbreite
winkelkonstantes Signal liefert, jedoch ist z.B. auch eine Ausführung als Unterbrecherkontakt
oder als sonstiger kontaktloser Geber möglich. Anstelle des winkelkonstanten Signals
kann auch am Anfang und am Ende eines solchen Winkelsegments je ein Impuls erzeugt
werden, wobei diese Impulse z.B. in einer bistabilen Schaltstufe in ein winkelkonstantes
Signal umgesetzt werden können. Die Signalgebervorrichtung 10 kann auch eine Zündzeitpunktverstellung
in Abhängigkeit von Parametern, insbesondere der Drehzahl, enthalten. Solche Zür.dzeitpunktverstellungen
sind als Fliehkraftregler in mechanischer Form weit verbreitet und auch in elektronischer
Form als Zündzeitpunktrechner in verschiedenen Ausführungsformen bekannt.
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Der Ausgang der Impulsformerstufe 11 ist über ein ODER-Gatter 12 mit
dem Steuereingang eines elektrischen Schalters 13 verbunden, der vorzugsweise als
steuerbarer Halbleiterschalter, insbesondere als Transistor, ausgebildet sein kann.
Zur Ansteuerung dieses Schalters 13 kann gegebenenfalls noch eine Treiberstufe vorgesehen
sein. Eine mit dem positiven Pol einer Versorgungsspannung verbundene Klemme 14
ist über die Reihenschaltung der Primärwicklung einer Zündspule 15 mit der Schaltstrecke
des elektrischen Schalters 13 sowie mit einer Strommeßvorrichtung 16, die z.B. als
Strommeßwiderstand ausgebildet ist, an tasse angeschlossen. Der Verknüpfungspunkt
des elektrischen Schalters 13 mit der Primärwicklung der Zündspule 15 ist über die
Sekundärwicklung und eine Zündstrecke 17 ebenfalls an Masse angeschlossen.
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Die Zündstrecke 17 ist bei einer Brennkraftmaschine üblicherweise
als Zündkerze ausgebildet. Bei mehreren Zündkerzen kann in bekannter Weise ein Hochspannungsverteiler
vorgesehen sein.
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Der dem Masseanschluß gegenüberliegende Anschluß der Strommeßvorrichtung
16 ist mit einem Eingang einer Schwellwertstufe 18 verbunden, die als Komparator
ausgebildet ist. Dieser Komparatoreingang ist über eine Strombegrenzungseinrichtung
19 mit dem Steuereingang des elektrischen Schalters 13 verbunden. Solche Strombegrenzungsvorrichtungen
sind aus dem eingangs genannten Stand der Technik bekannt und bewirken, daß ab einem
bestimmten primärseitigen Stromwert in der Zündspule 15, der durch die Strommeßvorrichtung
16 erfaßt wird, der elektrische Schalter 13 so gesteuert wird, daß dieser primärseitige
Strom Is nicht mehr weiter ansteigt, also begrenzt wird. Der Vergleichseingang des
Komparators 18 ist mit einer Klemme 20 verbunden, an die eine Referenzspannung S
angelegt ist.
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Diese Referenzspannung S ist z.B. so bemessen, daß der Komparator
18 anspricht, wenn der primärseitige Strom Is seinen halben Sollwert erreicht hat.
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Der Ausgang des Komparators 18 ist mit dem Zählrichtungseingang (U/D)
einer ersten, als digitaler Zähler ausgebildeten Speichervorrichtung 21 verbunden.
Die Zahleneingänge dieses ersten Zählers 21 sind z.B. durch feste Verdrahtung mit
einem bestimmten Zahlenwert X beaufschlagt. Dieser Zahlenwert X kann z.B. die Zahl
100 sein. Der Setzeingang S des ersten Zählers 21 ist mit einer Klemme 22 verbunden,
die an die Einschaltvorrichtung für die Zündanlage angeschlossen ist. Die Zahlenausgänge
des ersten Zählers 21 sind mit den Zahleneingängen einer zweiten, ebenfalls als
digitaler Zähler ausgebildeten Speichervorrichtung 23 verbunden. Der Uberlaufausgang
X dieses als Rückwärtszähler ausgebildeten Zählers 23 ist mit dem J-Eingang eines
JK-Flipflops 24 verbunden, dessen Ausgang an einem zweiten Eingang des ODER-Gatters
12 angeschlossen ist. Der Ausgang der Impulsformerstufe 11 ist an den K-Eingang
des Flipflops 24 angeschlossen.
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Die Zahlenausgänge des ersten Zählers 21 sind weiterhin mit Zahleneingängen
eines digitalen Komparators 25 verbunden, an dessen Vergleichszahleneingängen, vorzugsweise
durch feste Verdrahtung, ebenfalls der Zahlenwert X angelegt ist.
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Der Ausgang des Komparators 25 ist über ein UND-Gatter 26 mit dem
Setzeingang des zweiten Zählers 23 verbunden. Der Ausgang des ODER-Gatters 12 ist
über einen Inverter 27 an einen weiteren Eingang des UND-Gatters 26 angeschlossen.
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Weiterhin ist der Ausgang des Inverters 27 über ein ODER-Gatter 28
an dem Sperreingang E (Enable) des ersten Zählers 21 angeschlossen. Der Ausgang
des digitalen Komparators 25 ist über ein NOR-Gatter 29 an einen weiteren Eingang
des ODER-Gatters 28 angeschlossen. Ein weiterer Eingang des NOR-Gatters 29 ist mit
dem Ausgang des Komparators 18 verbunden.
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Der Sperreingang E sowie der Rücksetzeingang R eines dritten Zählers
33 sind mit dem Ausgang des Inverters 27 verbunden.
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Die Zahlenausgän6e dieses dritten Zählers 30 sind mit Zahleneingängen
eines zweiten digitalen Komparators 31 verbunden,
dessen Vergleichszahleneingänge,
vorzugsweise durch feste Verdrahtung, mit der Zahl y beaufschlagt sind. Der Ausgang
des Komparators 31 ist an den Steuereingang einer Schaltvorrichtung 32 angeschlossen,
deren Schaltstrecke den Steuereingang des elektrischen Schalters 13 mit Masse verbindet.
Die Bauteile 30 bis 32 dienen der Ruhestromabschaltung.
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Durch einen Taktgenerator 33 werden die Takteingänge C der drei Zähler
21, 23, 30 jeweils mit einer Zählfrequenz beaufschlagt. Im einfachsten Fall kann
es dieselbe Zählfrequenz sein, jedoch können z.B. durch Frequenzteilung auch verschiedene
Frequenzen in diesem Taktgenerator 33 erzeugt werden. Der zur Erzeugung einer solchen
Taktfrequenz benötigt Kondensator 311 ist als externes Bauteil zwischen den Taktgenerator
33 und Masse geschaltet. Bei genügend kleiner Dimensionierung kann dieser Kondensator
34 auch mit integriert werden, um eine vollständige Integration des Zandsystems
zu ermöglichen. Die Taktfrequenz des Taktgenerators 33 dient natürlich auch in nicht
dargestellter Weise zur Versorgung der übrigen digitalen Bauelemente.
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Die Wirkungsweise des in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiels
soll unter Zuhilfenahme des in Fig. 2 dargestellten Signaldiagramms in folgendem
erläutert werden.
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Zunicb8t sollen jedoch die in der Digitaltechnik gebrSuchlichen Bezeichnungen
O-Signal und 1-Signal definiert werden. Dabei bedeutet ein Signal ein Potential,
das ungemehr dem Massepotential entspricht und ein 1-Signal ein Potential, das in
der Größenordnung des Potentials der Versorgungsspannung liegt.
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Ein Signal der Signalgebervorrichtung 10 wird in der Impulstormerstute
11 in ein Rechtecksignal A mit einem festen Steuertastverhältnis umgewandelt. Durch
dieses Signal A wird einmal das Flipflop 24 zurUckgesetzt (sofern es überhaupt gesetzt
war) und zum anderen über das ODER-Gatter 12 der elektrische Schalter 13 gesteuert,
der für die Dauer dieses Signals A geschlossen ist. Dieses Signal A
gewährleistet
einen gewissen Mindestschließwinkel des elektrischen Schalters 13, d.h. eine Mindeststromflußdauer
durch den Primärstromkreis der Zündspule 15. Der Strom Is in der Zündspule 15 steigt
an bis er entweder durch die Strombegrenzungsvorrichtung 19 auf einem konstanten
Wert gehalten wird oder bis er am Ende des Signals A wieder unterbrochen wird. Durch
die Unterbrechung wird ein Zündimpuls an der Zündstrecke 17 erzeugt. Während der
öffnungszeit des elektrischen Schalters 13 ist der Sperreingang E des Zählers 21
über den Inverter 27 gesperrt. Durch ein Einschaltsignal für die gesamte Zündanlage
wurde über die Klemme 22 der Zähler 21 auf den Wert X gesetzt. Zu Beginn eines Signales
A wird die Sperrung des Zählers 21 aufgehoben und er beginnt mit seiner Taktfrequenz
abwärts zu zählen, da am Ausgang des Komparators 18 ein 1-Signal anliegt. Wenn der
primärseitige Strom in der Zündspule den halben Sollwert erreicht hat, wechselt
der Ausgang des Komparators 18 von einem 1-Signal zu einem O-Signal und der Zähler
21 wechselt seine Zählrichtung und zählt aufwärts. Da er im ersten dargestellten
Zyklus seinen ursprünglichen Wert X wieder vor dem Signalende eines Signals A erreicht,
bleibt er auf diesem Zahlenwert X stehen, da zu diesem Zeitpunkt ein O-Signal am
Ausgang des digitalen Komparators 25 erscheint und gleichzeitig noch ein O-Signal
am Ausgang des Komparators 18 anliegt. Diese beiden O-Signale bewirken über das
NOR-Gatter 29 ein Sperren des Zählers 21 über den Sperreingang E. Dieses O-Signal
am Ausgang des digitalen Komparators 25 verhindert auch über das UND-Gatter 26 ein
Setzen des zweiten Zählers 23 am Ende des Signals A.
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Der zweite dargestellte Zyklus zeigt einen Beschleunigungsvorgang,
der sich durch eine zeitliche Verkürzung des Signals A äußert. Am Ende diese5 Signal
A hat der erste Zähler 21 seinen Ursprungszahlenwert X nicht wieder erreicht, wird
jedoch über den Inverter 27 zu diesem Zeitpunkt gesperrt.
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Gleichzeitig wird über den Inverter 27 der Setzeingang des zweiten
Zählers 23 betätigt, worauf der derzeitige Speicherwert des ersten Zählers 21 in
den zweiten Zähler 23 übernommen
wird. Der zweite Zähler 23 ist
nun nicht mehr über seinen Sperreingang E gesperrt und beginnt abwärts zu zählen.
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Wenn er seinen niedrigsten Zahlenwert erreicht, so gibt der Überlaufausgang
M ein 1-Signal ab, durch das einmal der Sperreingang E dieses Zählers 23 beaufschlagt
wird und zum anderen über den J-Eingang des Flipflop 24 gesetzt wird.
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Durch das Signal H am Ausgang dieses Flipflops beginnt die neue, gegenüber
dem Signal A vorverlegte Schließzeit des elektrischen Schalters. Diese Vorverlegung
bewirkt, daß der primärseitige Stromanstieg wieder zum Sollwert führt. Im dritten
Zyklus erfolgt eine Widerholung des Vorgangs, wobei der erste Zähler 21 wieder auf
den gleichen Zahlenwert kommt, da sich die Drehzahl im dargestellten Beispiel nicht
mehr verändert hat.
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Solange also bei niedrigen Drehzahlen der Schließwinkel zu groß ist,
wird der zweite Zähler 23 nicht gesetzt und es steht als Schließwinkel das Signal
A der Signalgebervorrichtung 10 zur Verfügung. Ist der Schließwinkel zu klein, so
hat der erste Zähler 21 einen gegenüber dem Ausgangswert verminderten Zählerstand,
und es wird über den zweiten Zähler 23 die öffnungszeit vorgegeben. Diese Zeit ist
umso kürzer, je niedriger der Zählerstand des ersten Zählers 21 wird.
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In einer einfachen Ausführungsform kann der digitale Komparator 25
auch entfallen. Die maximale öffnungszeit ist dann durch die Zählerkapazität begrenzt.
Bei Vergrößerung der Zählerkapazität muß jedoch in Kauf genommen werden, daß die
Schließzeit bei extremen Verhältnissen einmal zu kurz wird. Weiterhin kann die Strombegrenzungsvorrichtung
19 entfallen, wenn ein weiteres Ansteigen des primärseitigen Stroms über den Sollwert
hinaus in Kauf genommen werden kann.
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Wenn die rotierende Welle, die die Signalgebervorrichtung steuert,
zu einem Zeitpunkt stehen bleibt, zu dem z.B. das Flipflop 24 gesetzt ist, so würde
ein ständiger primärseitiger Strom fließen. Um dies zu verhindern, wird während
jedes
Signals L, also während der Schließzeiten des elektrischen Schalters 13 der Sperreingang
des dritten Zählers 30 freigegeben, worauf dieser mit der Taktfrequenz aufwärts
zählt. Zu jedem Zündzeitpunkt wird dieser Zähler 30 über seinen Rücksetzeingang
R wieder rückgesetzt. Der Schwellwert Y des nachgeschalteten Komparators 31 ist
so bemessen, daß während des Betriebs bei keiner Drehzahl der Zählerstand des Zählers
30 diesen Schwellwert Y erreicht.
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Am Ausgang dieses Komparators 31 liegt somit ständig ein O-Signal.
Sollte, wie oben erläutert, die antreibende Welle während der Schließzeit stehen
bleiben, so erhält der Zähler 30 kein Rücksetzsignal und sein Zählerstand N steigt
über den Schwellwert Y hinaus an. Der Ausgang des Komparators 31 wechselt dann von
einem O-Signal zu einem 1-Signal, worauf durch die Schaltvorrichtung 32 der Steuereingang
des elektrischen Schalters 13 kurzgeschlossen wird. Dies bewirkt ein offenen des
Schalters 13 und ein Unterbrechen des primärseitigen Stromflusses.
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In dem in Fig. 3 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel sind gleiche
Bauteile mit demselben Bezugszeichen versehen und werden bei gleicher Beschaltung
im folgeden nicht noch einmal beschrieben. Wie eingangs als Möglichkeit erwähnt,
enthält hier die Signalgebervorrichtung 10 einen an sich bekannten Zündzeitpunktrechner
100. Dieser gibt zu Anfang und zum Ende der von ihm berechneten Schließzeit je ein
Signal ab, durch das JK-Flipflop 101 gesetzt, bzw. rUckgesetzt wird. Am Ausgang
dieses Flipflops 101 entsteht dadurch ein Signal A, das dem Signal A im ersten Ausführungsbeispiel
im wesentlichen entspricht. Der Eingang K des Flipflops 101 ist mit dem Eingang
K des Flipflops 24 verbunden, dessen Ausgang direkt an den Steuereingang des elektrischen
Schalters 13 angeschlossen ist. Der Ausgang des Flipflops 101 über ein UND-Gatter
40 mit dem J-Eingang des Flipflops 211 verbunden. Der Komparator 18 entfällt, und
der Zählrichtungseingang U/D des ersten Zählers 21 ist
direkt mit
einem Ausgang der Strombegrenzungsvorrichtung 19 verbunden. Dieser Ausgang ist mit
dem Schwellwertsignal der in dieser Strombegrenzungsvorrichtung 19 ohnehin vorhandenen
Schwellwertstufe beaufschlagt. Diese Schwellwertstufe gibt ein O-Signal ab, wenn
der Stromsollwert erreicht ist.
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Der nicht mit dem Ausgang der Inverterstufe 27 verbundene Eingang
des ODER-Gatters 28 ist an den Ausgang eines UND-Gattern 41 angeschlossen, dessen
erster Eingang an den Zählrichtungseingang UtD des ersten Zählers 21 und dessen
zweiter Eingang mit dem überlaufeingang M des zweiten Zählers verbunden ist, der
wie beim ersten Ausführungsbeispiel auch eine Verbindung zum Sperreingang E aufweist.
Der Setzeingang des zweiten Zählers 23 ist mit dem Ausgang des Flipflops 101 verbunden.
Die Zahlenausgänge des zweiten Zählers 23 sind mit Zahleneingängen eines digitalen
Komparators 42 verbunden, dessen Vergleichzahleneingänge, vorzugsweise durch feste
Verdrahtung, mit der Zahl Z beaufschlagt sind.
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Der Ausgang des Komparators 42 ist an den zweiten Eingang des UND-Oatters
40 angeschlossen.
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imine Ruh*otromabschaltung 30 bis 32 sowie eine Sperr-Vorrichtung
25 für den zweiten Zähler 23 bei niedrigen w P Drehzahlen sind im zweiten Ausführungsbeispiel
nicht dargestellt, können jedoch vorteilhaft ebenfalls entsprechend eingesetzt werden.
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Beim ersten Beginn eines Signals A sind beide Zähler 21, 23 gesperrt,
da der zweite Zähler 23 über seinen Oberlaufausgang M sich selbst und über das UND-Gatter
41 und das ODER-Oatter 28 den Sperreingang des ersten Zählers 21 beautschlagt. Erreicht
der primärseitige Strom der Zündspule 15 seinen Sollwert, so spricht die Strombegrenzungsvorrichtung
19 an und begrenzt diesen Strom. Gleichzeitig wechselt das Schwellwertsignal G von
einem 1-Signal zu
einem O-Signal und gibt den ersten Zähler 21
frei. Dieser beginnt wegen des Signals an seinem Zählrichtungseingang U/D aufwärts
zu zählen bis die Zündung erfolgt und er zu diesem Zeitpunkt über den Inverter 27
und das ODER-Gatter 28 wieder gesperrt wird. Zu Beginn des nächsten Signals A wird
der zweite Zähler 23 mit dem Zählerinhalt des ersten Zählers 21 gesetzt und beginnt
abwärts zu zählen. Ist der Vergleichswert Z des Komparators 42 erreicht, so erscheint
ein Ausgangssignal P, durch das über das UND-Gatter 40 das Flipflop 24 gesetzt wird.
Dies bedeutet den Schließzeitbeginn des elektrischen Schalters 13. Eine Folge davon
ist, daß der erste Zähler 21 über die Bauteile 27, 28 wieder frei gegeben wird und
abwärts zu zählen beginnt, da zu diesem Zeitpunkt das Signal G als 1-Signal vorliegt.
Dieser Abwärtszählvorgang dauert solange, bis der kleinste Zählerstand des zweiten
Zählers 23 erreicht ist und dessen Überlaufsignal ihn selbst sowie den ersten Zähler
21 sperrt.
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Eine Aufhebung der Sperre des ersten Zählers 21 erfolgt wiederum bei
Erreichen des Stromsollwerts im Primärstromkreis, was ein Wechsel des Signals G
von einem 1-Signal zu einen O-Signal zur Folge hat. Wie schon im ersten Ausführungsbeispiel,
so ist auch hier der Zählerstand des ersten Zählers 21 zum Zündzeitpunkt ein Maß
für die darauffolgende Schließzeit. Je geringer dieser Zählerstand ist, desto länger
wird die Schließzeit, bzw. desto kürzer wird die Offenzeit. Die Signale G, L, P,
Q, R und T in Fig. 4 zeigen im einzelnen die Signalverhältnisse an den verschiedenen
Bauelementen.
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Schaltungsdetails, die für das sichere Funktionieren der Schaltung
gegebenenfalls erforderlich sind, sind zum Teil nicht dargestellt. So kann z.B.
vorteilhaft zwischen dem Ausgang des Flipflops 101 und dem Eingang des UND-Gatters
40 ein Verzögerungsflipflop geschaltet werden, durch das das Signal um einen Takt
verschoben wird. Dies dient z.B.
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dazu, daß beim Zusammenfallen eines Signalendes eines Signals P und
eines Signalbeginn eines Signals A kein Setzen des Flipflops 24 erfolgt.
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Die Erfindung ist naturlich nicht auf Zähler mit den angegebenen Zählrichtungen
beschränkt. So kann z.B. ein Abwärtszählvorgang auch durch einen Aufwärtszählvorgang
bis zu einem bestimmten Schwellwert ersetzt werden, ebenso ein Zählvorgang zwischen
zwei Schwellwerten. Weiterhin kann statt eines Abwärts- Aufwärtszählvorgangs ein
Aufwärts-Abwärts-Zählvorgang verwendet werden.
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Auch ist eine analoge Realisierung der Schaltung dadurch äquivalent
möglich, daß die Speichervorrichtung z.B. durch Kondensatoren, Taktfrequenzen durch
Stromquellen, Sperreingänge durch Sperrtransistorschalter und digitale Komparatoren
durch analoge Komparatoren ersetzt werden.