DE2701335B2 - Farbzuführvorrichtung mit einer Farbpumpe für Offsetdruckmaschinen - Google Patents
Farbzuführvorrichtung mit einer Farbpumpe für OffsetdruckmaschinenInfo
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Description
a) mit dem Boden des Farbbehälters (1) ist ein Farbvorratsraum (2) verbunden, dessen Volumen
klein im Vergleich zu dem des Farbbeliälters (1) ist, und der von dem Rohr (6)
durchdrungen wird,
b) eine sich durch das Rohr (6) erstreckende und ein Förderschneckengewinde (10) aufweisende
Welle (8), die von einen- drehzahlsieuerbaren Elektromotor(4)direkt angetrieben ist,
c) das Rohr (6) ist mit dem vom Elektromotor (4) abgewandten Ende mit einem flexiblen Rohr
(12) verbunden,
d) das dem Elektromotor (4) abgewandte Ende der Welle (8) ist an einer ein Förderschneckengewinde
(15) auf ihrer Oberfläche aufweisenden biegsamen Welle (H) lösbar befestigt, die sich
bis durch ein am entfernten Ende geschlossenes Verteilerrohr (16) oberhalb des Farbkastens
(18) erstreckt.
e) das Verteilerrohr (16) weist eine Vielzanl von Abzweigstücken (17) auf, die auf den darunter
angeordneten Farbkasten (18) gerichtet sind,
f) in die Abzweigstücke (17) sind einstellbare Ventile (19) eingesetzt.
2. Farbzuführvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die biegsame Welle
(13) an einem freien Ende eine Scheibe (20) zur Verhinderung von Axialschwingungen der biegsamen
Welle (13) aufweist.
3. Farbzuführvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (20) in der
Nähe des geschlossenen Endes des Vertcilerrohrcs (16) angeordnet ist und einen Durchmesser aufweist,
der größer ist als der der biegsamen Welle (13) und geringfügig kleiner als der Innendurchmesser des
Verteilerrohres (16).
4. Farbzuführvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (6) sich an
seinen beiden Enden über den Farbvorratsraum (2) hinaus erstreckt, daß eine Verbindungsvorrichtung
(11) vorgesehen ist, die das Rohr (6) mit dem flexiblen Rohr (12 verbindet und die in Richtung auf
das flexible Rohr (12) eine konische Öffnung aufweist, daß ein Abdichtlager (7) vorgesehen ist, das
das Rohr (6) und die Welle (8) abdichtet, und daß die biegsame Welle (13) und die Welle (8) durch eine
Schraubverbindung (14) miteinander koaxial befestigtsind.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Farbzuführvorrichtung mit einer Farbpumpe für Offsetdruckmaschinen,
die hochviskose Farbe einem Farbkasten zuleiten.
Es ist bei Farbwerken für Rotationsdruckmaschinen bekannt, hochviskose Farbstoffe mit Hilfe von Schnekkenpumpen
zu fördern und diese Stoffe durch die Wirkung der Schnecke gleichzeitig durchzukneten
(GB-PS 2 93 919). Ferner ist eine Vorrichtung zum Aufbringen von Druckfarbe auf eine Farbwalze einer
Druckmaschine bekannt (DE-OS 22 41 281), bei der eine
in den Farbvorrat hineinragende, in der Drehzahl regelbare Förderschnecke vorgesehen ist, von der die
Farbe jeweils auf einen mit fester Drehzahl rotierenden Teller förderbar ist.
Des weiteren sind Farbzuführvorrichtungen für Druckmaschinen bekannt (US-PS 7 69 499 und
37 67 098), bei denen Förderschneckengewinde vom Farbvorratsbehälter in Rohren bis zur Farbabgabestelle
geführt werden; insbesondere ist aus der US-PS 37 67 098 eine biegsame Welle mit Förderschneckengewinde
in einem biegsamen Rohr bekannt, die die Farbe von einem Vorratsraum durch das flexible Rohr bis zum
Farbkasten fördert.
Schließlich ist auch ein Farbwerk für Rotationsdruckmaschinen bekannt (DE-PS 4 54 119), in welchem eine
Reihe von Farbzuführungsdüsen vorgesehen ist, denen die Farbe über eine Förderschnecke zugeleitet wird.
Bei den vorgenannten bekannten Farbwerken finden Schraubenförderer zum Fördern der Farbe Verwendung,
deren Achse starr ist. Wenn hochviskose Farbe mit Hilfe der Schraubenförderer aus einem Farbbehälter
in ein Farbwerk über eine Rohrleituig eingeführt wird, tritt die bekannte thixotropische Erscheinung auf.
Beim Betrieb der Druckmaschine muß die Farbe in einer Viskosität gehalten werden, die einen sauberen
Ausdruck erzielen läßt, wobei die erforderliche Viskosität unter gleichzeitigem Umrühren mit Hilfe der Pumpe
erzielt wird. Wenn die Pumpe stillgesetzt wird, wodurch die Farbzuführung beendet wird, kehrt die in der
Rohrleitung vorhandene Farbe wieder in den ursprüngliehen,
hochviskosen Zustand zurück. Dies bringt beim erneuten Zuführen von Farbe Schwierigkeiten mit sich,
weil bei bekannten Vorrichtungen eine Pumpe verwendet wird, die größer ist als es für das andauernde
Zirkulieren der Farbe erforderlich ist. '-'erner wird die thioxoti'opische Veränderung der Farbe am stärksten
am Ende der Rohrleitung im Farbwerk verzögert. Wenn die Färb; in diesem Teil plötzlich eine niedriger viskose
Flüssigkeit wird, tritt das sogenannte »Tropfen«-Phänomen auf, bei welchem intermittierend Farbmengen oder
Farbtropfen auf einmal abgegeben werden. Deshalb ist eine Steuerung der Durchflußgeschwindigkeit der
Farbe erforderlich. Diese Steuerbarkeit ist schwierig zu erreichen.
Im Falle einer Offsetdruckmaschine, die eine kontinuierliche Zuführung von Farbe schrittweise in kleinen
Mengen erfordert, ist eine Pumpeneinrichtung mit einer überdimensionierten Pumpe nicht brauchbar. Eine
Pumpencinrichtung, die das Tropfen-Phänomen erzeugt, ergibt einen hohen Farbverlust. Dieser Nachteil
beruht darauf, daß nur eine Pumpe zum Fördern und Umrühren der Farbe dient, wobei die Pumpe auch in der
Rohrleitung, die für die Farbzuführung verwendet wird, noch eine Rührwirkung aufrechterhalten muß.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Farbzuführvorrichtung mi; einer Pumpe für eine
Offsetdruckmaschine zu schaffen, die so ausgelegt ist, daß die Farbe unter Druck gesetzt und gleichzeitig auf
etwa der gesamten Länge der Druckzuführleitung umgerührt wird, damit ein kontinuierliches Zufuhren
von Farbe in geringen Mengen gewährleistet ist.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch die Kombination der Merkmale a)—f) des Anspruches I.
Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand
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der Unteransprüche.
Mit der erfindungsgemäßen Farbpumpe wird erreicht, daß das Umrühren und Fördern der Farbe
gleichzeitig über nahezu die gesamte Länge der Farbzuführvorrichtung durch Drehen der biegsamen
Welle bewirkt wird, so daß der Elektromotor als Motor mit kleiner Leistung ausgelegt werden kann. Da das
Farbzuführrohr flexibel ausgebildet ist, ist es einfach einzusetzen. Das Ende des flexiblen Rohres kann leicht
vom Verteilerrohr gelöst und an den Farbbehälter angesetzt werden. Es wird damit ein geschlossener
Farbkreislauf erhalten, in welchem der niedrig viskose Zustand der Farbe durch den Vorgang des Förderns und
Umrührens aufrechterhalten wird, der auch sofort wieder hergestellt wird, wenn mit einer Abstellung der
Pumpe diese wieder eingeschaltet wird. Die Farbe wird dann wieder durchgerührt, so daß der niedrig viskose
Zustand schnell wieder erreicht ist. Nach der Verbindung des flexiblen Rohres mit dem Farbbehälter kann
bei durchlaufendem Motor die Druckmaschine selber abgestellt werden.
Im Falle vorliegender Erfindung ist eine gleichförmige
Farbzuführung beim Anlaufen der Druckmaschine nach dem Anschluß des flexiblen Rohres an dem
Verteilerrohr möglich. Die Menge an zugeführter Farbe kann durch Steuerung der Drehzahl des Elektromotors
der Farbpumpe bestimmt werden. Im Vene lerrohr wird sowohl das Fördern als auch das Umrühren der
Farbe zum gleichen Zeilpunkt wie im flexiblen Abschnitt vorgenommen, wobei die Farbe gleichzeitig
und in geringen Mengen dem Farbkasten über entsprechende Abzweigstücke zugeführt wird.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispiels
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Ausführungsform einer Farbzuführvorrichtung nacli vorliegender Erfindung in seitlicher
Ansicht, teilweise im Schnitt, und
F i g. 2 eine Scnnittansicht eines Teiles des Farbverteilers
der Vorrichtung nach Fig. I.
In Fig. I ist mit 1 ein Farbbehälter für hochviskose
Farbe zum Drucken nach dem Oflsetverfahren bezeichnet. Dieser Farbbehälter I ist mit einem Farbvorratsraum
2 relativ kleinen Volumens am Boden versehen. In unmittelbarer Nähe des Farbvorratsraumes 2 sind ein
Lagerbock 3 und ein Elektromotor 4 angeordnet, die miteinander auf einer Grundplatte 5 befestigt sind.
Der Farbvorr.itsraum 2 ist hermetisch mit einem rohrförmigen Bauteil 6 verbunden, welches in horizontaler
Richtung durch den Farbvorratsraum 2 geführt ist. Ein Teil der Wandung des rohrförmigen Bauteiles 6 ist
so ausgespart, daß es mit dein Farbvorratsraum 2 in Verbindung steht. In dieses rohrförmige Bauteil 6 ist
eine Welle 8 eingesetzt, die auf einer Seite mit einem Lager 7 abgedichtet ist. Die Welle 8 ist in dem
Lagerbock 3 gelagert und am einen Ende mit der Welle des Elektromotors 4 über eine Kupplung 9 verbunden.
Die Welle 8 weist ein Förderschneckengewinde 10 an ihrer Umfangsfläche innerhalb des Farbvorratsraumes 2
auf. ι
1 euer ist das rohrförmige Bauteil 6 am anderen Ende (am rechten Ende nach der Fig. 1) mit einem flexiblen
Rohr 12 über einen Verbindungsflansch 11 verbunden. Innerhalb des flexiblen Rohres 12 ist eine biegsame
Welle 13 mit einem kleineren Durchmesser als die Weile 8 vorgesehen, die sich durch die gesamte Länge des
flexihlen Rohres 12 erstreckt. Diese biegsame Welle 13 ist mit dem freien Ende der Weile 8 über ein Bauteil 14
verbunden. Wenn der Elektromotor 4 angetrieben wird, wird seine Drehung auf die Welle 8 übertragen, so daß
das Förderschneckengewinde 10 und die biegsame Welle 13 miteinander in Drehung versetzt werden. Die
biegsame Welle 13 hat auf ihrer Umfangsfläche über die gesamte Länge ein Förderschneckengewinde 15.
Fig.2 zeigt eine Farbverteilvorrichtung, die über
einen Farbkasten im Farbwerk der Druckmaschine befestigt ist. Ein Verteilerrohr 16, das an einem Ende
geschlossen ist, ist mit dem flexiblen Rohr verbunden, und Abzweigstücke 17 sind an dem Verteilerrohr 16
befestigt, damit Farbe in den Farbkasten 18 des Farbwerkes eingeführt werden kann. Das Verteilerrohr
16 kann sich langsam in horizontaler Richtung längs des Farbkastens 18 durch einen (nicht dargestellten) eine
hin- und hergehende Bewegung erzeugenden Mechanismus bewegen. Mit 19 ist jeweils ein an den
Abzweigstücken 17 befestigtes Ventil bezeichnet.
Das flexible Rohr 12 ist lösbar mit dem offenen Ende de:, Verteilerrohres 16 verbunden. Die im flexiblen Rohr
12 angeordnete biegsame Welle 13 erstreckt sich in das
Verteilerrohr 16. Das Ende der biegsamen Welle 12 ist mit einer Scheibe 20 versehen, deren Durchmesser
etwas kleiner als der lnnendurchmerser des Verteilerrohres 16 ist, womit verhindert wird, daß die biegsame
Welle 13 im Verteilerrohr 16 eine Rüttelbewegung
ausführt.
Die erfindungsgemäße Farbpumpe kann mit verschiedcncn
Arten von Elektromoti ren betrieben werden, vorzugsweise mit einem Gleich tromreihenmotor.
dessen Drehzahl in Abhängigkeit von der aufgebrachten Last veränderlich ist.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Anordnung ist wie folgt:
Wenn die biegsame Welle 12 rotiert, wird die hoehviskosc Farbe umgerührt und gefördert. Zwischen
der inneren Umfangsfläche des Verteilerrohres 16 und dem äußeren Umfang des Förderschneckengewindes 15
der biegsamen Welle 13 ist ein Abstand vorhanden. Eine Drehung des Förderschneckengewindes 15 bewirkt ein
Umrühren im Bereich zwischen der stagnierenden Farbe und der abgeführten Farbe. Da ein solches
Umrühren gleichzeitig längs des gesamten Abschnittes auftritt, wird ein gleichförmiges Kneten der Farbe
erzielt, was zu einer idealen Viskosität führt. Nachdem beide Förderschneckengewinde 10 und 15 miteinander
in Drehung versetzt werden, wird Farbe gleichzeitig längs des gesamten Zuführabschnittes durch die
Förderschneckengewinde 10 und 15 unter Druck gesetzt, so daß sie kontinuierlich in gleichmäßigen
kleinen Mengen dem Verteilerrohr 16 über den Zuführabschnitt des Raumes zwischen dem flexiblen
Rohr 12 und der Welle 13 zugeführt und dann von dem Verteilerrohr 16 in den Farbkasten 18 über die
Abzweigstücke 17 geführt wird.
Claims (1)
1. Farbzuführvorrichtung, insbes. für Rotations-Offsetdruckmaschinen,
mit einer Farbpumpe, mit einem Farbbehälter, von dem hochviskose Farbe mittels einer Förderschnecke in einem Rohr bis zum
Farbkasten gefördert wird, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
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