DE2701395C3 - Ionenquelle für die chemische Ionisierung von Atomen und Molekülen - Google Patents
Ionenquelle für die chemische Ionisierung von Atomen und MolekülenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ionenquelle nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Ionenquelle für die chemische Ionisierung von Atomen und Molekülen durch Ionen
eines Reaktionsg^sus ist aus dem Journal of Applied
Physics,45,(1974), S. 1779— 1786 bekannt. Dabei werden
die Ionen in einer Hochfrequenzenuadung, die zwischen Elektroden bei einem Gasdruck von 10-2 bis 10-' mbar
brennt, erzeugt. Die ionisierten Teilci.sn gelangen durch
eine Austrittsöffnung im Gehäuse der Ionenquelle in sein Quadrupol-Massenfilter. Bei dieser Anordnung
lassen sich die ionisierten Atome und Moleküle allerdings mit geringer Ausbeute aus der Austrittsöffnung
abziehen. Zum Fokussieren von Ionen für den Übergang von einer Ionenquelle zu einem Massertfilter
ist weiterhin aus dem Journal of Chemical Physics. (1970), S. 3287—3292 die Verwendung von elektrostatischen
Quadrupol-Linsen bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ionenquelle der eingangs genannten Art zu schaffen, bei
der die Ausbeute der aus der Ionenquelle austretenden ionisierten Atomen und Molekülen durch eine Fokussierung
in der Ionenquelle erheblich erhöht wird.
Erfindungsgemäß wi,d diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 genannten
Merkmale gelöst.
Gemäß der Erfindung wird also der von einem Quadrupol-Massenfilter bekannte Elektrodenaufbau
einem neuen Anwendungsgebiet, nämlich der Ionenerzeugung, zugänglich gemacht. Die an den Elektroden
anliegende hochfrequente Wechselspannung dient bei der hier beschriebenen Ionenquelle sowohl zur Erzeugung
einer Hochfrequenzentladung in dem Reaktionsgas als auch zur Führung und Fokussierung der durch
chemische Ionisierung mit den Ionen des Reaktionsgases entstandenen Ionen. Während in den bekannten
Quadrupol-Massenfiltern der Gasdruck sehr niedrig gehalten werden muß, um eine Hochfrequenzentladung
zu vermeiden, ist der Druck des Reaktionsgases bei der
hier beschriebenen Ionenquelle gerade so eingestellt, daß zwischen den einzelnen Elektroden eine Hochfre-
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t>o quenzentladung brennt, welche die ionisierung des
Reaktionsgases bewirkt. Gleichzeitig wird die foknssierende
Wirkung des hochfrequenten Multipolfeldes dazu verwendet, eine erhöhte lonendichte am Ort der
Austrittsöffnung, die auf der Achse des Multipolfeldes liegt, zu erzeugen, woraus eine erhöhte lonenausbeute
resultiert
Um zu vermeiden, daß auch an der der Austrittsöffnung gegenüberliegenden Wandstelle in der Symmetrieachse
des Multipolfeldes eine erhöhte lonendichte entsteht, sind gemäil Anspruch 2, die Elektroden des
Multipolfeldes konisch in Richtung der lonenaustrittsöffnung erweitert
Die zu analysierende Substanz, die ionisiert werden
soll, braucht dem Ionisierungsbereich nicht gasförmig aageführt zu werden. Insbesondere organische Substanzen
können auch in oberflächenadsorbierter Form auf einem festen Träger der Entladungszone dicht an der
Stirnseite des Multipolfeldes zugeführt wertkm. Die
Hochfrequenzentladung kann dabei auch zwischen den Elektroden des Multipolfeldes und der Oberfläche des
festen Substanzträgers brennen. Die zu analysierende
Substanz kann auch in flüssiger Form in die Entladungszone eingesprüht werden, und zwar vorteilhaft in
Richtung der Symmetrieachse des Multipolfeldes; dazu kann das bekannte Elektro-Sprüh-Verfahren angewendet
werden. Selbstverständlich empfiehlt es sich, den Druck innerhalb des Ionisierungsbereiches durch
gesteuerte Zufuhr mindestens einer der Substanzen also des Reaktionsgases und/oder der zu analysierenden
Substanz, so zu regeln, daß die Hochfrequenzentladung konstant brennt
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung im einzelnen erläutert
Dabei zeigt
B i 1 d 1 eine Ionenquelle in perspektivischer Darstellung,
B i I d 2 eine Ionenquelle im axialen Schnitt,
B i 1 d 3 einen Querschnitt einer Ionenquelle senkrecht zur Symmetrieachse des MuItipolfelcUs und
B i 1 d 4 eine Stirnansicht eines Quadrupols.
Bild 1 zeigt eine Ionisationskammer 1 mit vier
zylindrischen stabförmigen Elektroden 2 in Form eines Quadrupols. Die gasförmigen Reaktionspartner, also
das Reaktionsgas und die zu analysierende Substanz, strömen durch eine Eintrittsöffnung 3 koaxial zum
Quadrupol ein, während die Reaktionsprodukte, nämlich die ionisierten Atome und Moleküle, die Kammer
durch eine koaxial angeordnete Ionenaustrittsöffnung 4 verlassen. Die elektrischen Zuführungen 5 in Isolatoren
6 dienen gleichzeitig der Halterung der Elektroden.
B i I d 2 zeigt ein Ausfuhrungsbeispiel einer Kammer 1 nvt konisch angeordneten Elektroden 2 und einer
Hilfselektrode 7 für eine elektrische Entladung zwischen ihr und den Elektroden 2. Die Kammer weist eine
kapillare Zuführung 3 auf, die durch einen Isolator 6 führt. Durch eine Spannung die zwischen der kapillaren
Zuführung 3 und der Hilfselektrode 7 liegt, kann eine durch die Kapillare zugeführte Flüssigkeit elektroversprüht
werden. Ein Flansch 8 dient zur vakuumdichten Befestigung an einem Massenspektrometer.
B i I d 3 zeigt einen Schnitt durch eine Kammer I aus isolierendem Material, beispielsweise aus Glas, mit an
der Innenwand schichtförmig aufgebrachten Elektroden 2 in Form eines Hexapols. Die Hochfrequenzspannung
ist über Zuleitungen 9 an die elektrischen Zuführungen 5 angelegt.
Bild 4 zeigt eine Stirnansicht eines Quadrupols aus
vier zylindrischen, stabförmigen Elektroden 2 mit erhöhten Elektroden-Noppen 10 zur lokalen Eingrenzung
der Hochfrequenzentladung zwischen den Elektroden 2. Bei allen Ausrührungsbeispielen können die
Elektroden 2 so angeordnet sein, daß sich der Abstand zwischen den Elektroden konisch in Richtung der
lonenaustrittsöf fnung 4 erweitert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Ionenquelle für die chemische Ionisierung von Atomen und Molekülen durch Ionen eines Reak- r>
tionsgases, bei der ein den Ionisierungsbereich umgebendes Gehäuse mindestens eine öffnung für
die Zufuhr des Reaktionsgases und eine weitere öffnung für den Austritt der ionisierten Atome und
Moleküle aufweist, bei der weiterhin die mittlere in freie Weglänge im Reaktionsgas kleiner ails die
Gehäuseabmessungen ist, und bei der ferner eine Hochfrequenzentladung zwischen in dem Gehäuse
angeordneten Elektroden brennt, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden aus minde- ι s
stens vier axial-symmetrisch angeordneten und ein Multipolfeld bildenden Elektroden (2) bestehen und
daß die Ionenaustrittsöffnung (4) auf der Achse des Elektrodensystems liegt.
2. Ionenquelle nach Anspruch I1 dadurch gekeiinzeichnet,
da£ sich der Abstand zwischen den Elektroden (2) konisch in Richtung der Zonenaustrittsöffnung
(4) erweitert
Priority Applications (1)
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