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DE2700485A1 - Verfahren und vorrichtung zum brennen von stueckigem gut, insbesondere eisenerzpellets - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum brennen von stueckigem gut, insbesondere eisenerzpellets

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Publication number
DE2700485A1
DE2700485A1 DE19772700485 DE2700485A DE2700485A1 DE 2700485 A1 DE2700485 A1 DE 2700485A1 DE 19772700485 DE19772700485 DE 19772700485 DE 2700485 A DE2700485 A DE 2700485A DE 2700485 A1 DE2700485 A1 DE 2700485A1
Authority
DE
Germany
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furnace
zone
belt
shaft
gas
Prior art date
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Application number
DE19772700485
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English (en)
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DE2700485B2 (de
DE2700485C3 (de
Inventor
Peter Dr Ing Paschen
Chatty Dr Ing Rao
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Original Assignee
Kloeckner Humboldt Deutz AG
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Publication date
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Publication of DE2700485A1 publication Critical patent/DE2700485A1/de
Publication of DE2700485B2 publication Critical patent/DE2700485B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2700485C3 publication Critical patent/DE2700485C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/16Sintering; Agglomerating
    • C22B1/214Sintering; Agglomerating in shaft furnaces

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

  • Anlage zum Patentgesuch
  • der Klöckner-Humboldt-Deutz Aktiengesellschaft Verfahren und Vorrichtung zum Brennen von stückigem Gut, insbesondere Eisenerzpellets Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Brennen von stückigem Gut, insbesondere Eisenerzpellets, wobei das Gut nacheinander den Prozeßschritten Trocknen, Vorwärmen, Vorbrennen, Fertigbrennen und Kühlen unterworfen wird.
  • Die im großtechnischen Betrieb nach dem Stand der Technik angewandten Verfahren und Vorrichtungen zum Brennen von Pellets sind: - Brennen im Schachtofen - Brennen auf dem Bandofen - Brennen in einer Band/Drehofen - Kombination - Brennen auf dem Rundherdofen.
  • Diese bekannten Vorrichtungen und Verfahren weisen jedoch eine Reihe von Nachteilen auf: Schachtöfen für sich allein sind wenig flexibel bezüglich der Einsatzstoffe. Während beispielsweise das Brennen von Pellets aus Magnetitkonzentraten einigermaßen zufriedenstellende Resultate liefert, ergeben sich beim Brennen von Hämatitpellets Schwierigkeiten wegen der Gefahr der Oberflächenüberhitzung, dem sogenannten "Sticking".
  • Schachtöfen haben außerdem eine begrenzte Kapazität; diese liegt bei maximal ca. 50 bis 60 t/h, weil die Schwierigkeit einer gleichmäßigen Durchgasung mit wachsendem Qfenquerschnitt zunimmt, weshalb dieser Querschnitt und damit die Kapazität des Ofens über ein gewisses Maß hinaus nicht vergrößert werden kann.
  • Beim Schachtofenbetrieb sind zudem die Anforderungen an die Grünfestigkeit der Pellets wegen des mechanischen Druckes der Gutsäule verhältnismäßig hoch, weswegen sich bei zunehmender Schütthöhe ein unwirtschaftlich hoher Pelletabrieb einstellt.
  • Die gleiche Schwierigkeit gilt auch für das Chargieren der Grünpellets, wobei für die Abdichtung des Schachtofens auch noch ein Dichtigkeits- und Staubproblem hinzukommt.
  • Noch größere Schwierigkeiten indessen bereitet die Rückkondensation des Wassers an den oberen Schichten der Grünpellets, welche durch Feuchtigkeitsanreicherung zur Klumpenbildung bei erheblichem Festigkeitsverlust und Durctigasungsschwierigkeiten neigen.
  • Die alleinige Anwendung eines Bandrostofens hingegen erfordert außerordentlich hohe Investitions- und Betriebskosten. Außerdem besteht die Gefahr der ungleichmäßigen Qualität, insbesondere bei höherer Schichtung auf dem Band, als Folge des beim Durchzug der heißen Rauchgase durch die Pelletschüttung entstehenden Wärmegefälles. Diese Erscheinung ist besonders kritisch beim Brennen von basischen Pellets.
  • Weil beim Bandofen die Wärmeübertragung im wesentlichen durch Konvektion erfolgt, wird diese im Bereich der höheren Brenntemperaturen mit abnehmender Temperaturdifferenz schlechter, zumal die Strahlungswärme praktisch kaum ausgenutzt wird. Aus diesen Gründen fallen relativ hohe Energiekosten an.
  • Und schließlich ergeben sich im Bereich höherer Brenntemperaturen, beispielsweise bei Hämatit, Werkstoffprobleme an einer großen Zahl mechanisch bewegter Teile wie beispielsweise Rostwagen, Heißgasgebläsen etc..
  • Das Brennen im kombinierten System Bandofen/Drehofen bringt ähnlich gelagerte Nachteile mit sich, nämlich hohen Verschleiß der beweglichen Teile, insbesondere des Drehrohres und seiner empfindlichen Feuerfestauskleidung, und verursacht dadurch hohe Investitions- und Betriebskosten.
  • Der geringe Füllungsgrad vom Gut im Ofenquerschnitt führt außerdem zu äußerst großen Dimensionen und damit zu sehr hohen Kosten.
  • Auch ist der Drehrohrofen schwierig im Betriebsverhalten wegen der Gefahr der "Ringbildung", speziell beim Brennen von sauren Pellets.
  • Bei ungünstigem Wärmeübergang, da das Gas oberhalb der Feststoffschicht hinwegströmt, ist das Drehrohr auch noch relativ unwirtschaftlich in der Wärmeausnutzung.
  • Wegen der gleichmäßigeren Pelletqualität im Vergleich zu Bandpellets, sowie wegen der besseren Wärmeübertragung durch Strahlung im Bereich höherer Temperaturen wurden diese unerwünschten Nachteile dennoch gelegentlich in Kauf genommen, und man entschloß sich zu diesem verhältnismäßig unwirtschaftlichen Kompromiß mangels einer besseren Lösung.
  • Eine Reihe ähnlicher Nachteile ergeben sich auch für die alleinige Anwendung des Rundherdes.
  • Infolge geringer Schichthöhe der Pellets auf dem Herd und als Folge der schweren bewegten Ofenmassen sind die Kosten soWohl für Investition als auch für Energie höher als bei allen anderen Brennverfahren- und Vorrichtungen.
  • Beim Chargieren der Grünpellets sowie beim Abwurf des Fertigbrandes ergeben sich beim Rundherd dazu noch Dichtigkeitsprobleme, die unter anderem auch zu Schwierigkeiten für die Umwelt führen.
  • Das besondere Charakteristikum aller dieser geschilderten Schwierigkeiten aber ist, daß diese mit zunehmender Kapazität der jeweiligen Anlagen progressiv steigen.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Brennverfahren und Vorrichtungen zu entwickeln, welche die Nachteile und Schwierigkeiten der bekannten Brennverfahren so weit wie möglich vermeiden, welche insbesondere flexibel in der Anpassung an verschiedene Einsatzstoffe sowie Kapazitäten sind, und schließlich bezüglich Investitions- und Betriebskosten in tragbaren Grenzen bleiben.
  • Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch erfüllt, daß zumindest die Prozeßschritte Trocknen und Vorwärmen auf wandernden Rosten in einem Bandofen, und zumindest der Prozeßschritt Fertigbrennen in einem Schachtofen durchgeführt werden.
  • In Ausgestaltung des Verfahrens werden mit Vorteil die Prozeßschritte Trocknen, Vorwärmen und Vorbrennen im Bandofen und Fertigbrennen sowie Kühlen im Schachtofen durchgeführt.
  • Hierbei liegen die Guttemperaturen beim Trocknen in den Grenzen von 0 OC bis 200 °C, beim Vorwärmen zwischen 200 OC und 400 OC, beim Vorbrennen zwischen 400 OC und 1000 °C, vorzugsweise bei ca. 700 OC und beim Brennen zwischen 700 OC und 1350 OC.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß das für den Brennprozeß benötigte Gas im Gegenstrom zum Gut geführt wird.
  • Hierbei kann mit Vorteil von der Maßnahme Gebrauch gemacht sein, daß zumindest ein Teil des zum Trocknen der grünen Pellets verwendeten Gases zum Kühlen der fertig gebrannten Pellets verwendet wird.
  • Eine Ofenanlage zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ist gekennzeichnet durch einen Bandofen mit wandernden Rosten an der Gutaustragsseite und zumindest einem Schachtofen an der Gutaustragsseite, von welchen der Bandofen zumindest eine Trocken- und Vorwärmzone und der Schachtofen zumindest eine Brennzone aufweist.
  • In Ausgestaltung der Ofenanlage weist mit Vorteil der Bandofen eine Trocken-, Vorwärm- und Vorbrennzone und der Schachtofen eine Brenn- und Kühlzone auf.
  • Eine Ofenanlage nach der Erfindung weist darüberhinaus Mittel zum Führen und Fordern von Gas auf, durch welche das Abgas der Kühlzone durch die Brennzone und das Abgas der Brennzone durch die Vorbrenn-, Vorwärm- und Trocknungszone hindurchgeleitet wird.
  • Dabei kann es für die Wirtschaftlichkeit der Ofenanlage von Vorteil sein, wenn Mittel vorgesehen sind, durch welche zumindest ein Teil des Abgases von der Trocknungszone im Kreislauf zur Kühlzone zurückgeleitet wird. Diese Maßnahme senkt die Energiekosten beträchtlich.
  • In Anpassung an Anlagengrößen höherer Kapazität, beispielsweise in der Größenordnung von 2 bis 3 mio Jato, ist eine Ofenanlage mit Vorteil so ausgestattet, daß einem Bandofen mindestens zwei, vorzugsweise drei bis sechs Schachtöfen zugeordnet sind.
  • Im Falle einer solchen Mehrzahl von Schachtöfen ergibt sich der Vorteil, daß eine äußerst flexible und dadurch wirtschaftliche Kapazitätsanpassung durch Zu- und Abschalten von Einheiten gegeben ist. Außerdem wird die Wartung der Anlage während des Betriebes dadurch erleichtert, daß Schachtöfen zeitweilig in Reserve und damit außer Betrieb bleiben.
  • Dabei lassen sich beispielsweise auch Reparaturarbeiten an Schachtöfen ausführen, ohne daß der Betrieb darunter leidet.
  • Bei der Zuordnung mehrerer Schachtöfen zu einem Bandofen kann mit Vorteil eine solche Anordnung gewählt sein, daß diese mit annähernd gleichem radialem Abstand um die Mittelachse einer Verteil- und Transportanordnung gruppiert sind, welche das vom Bandofen kommende Gut den Schachtöfen zu teilt.
  • Dabei kann die Verteil- und Transportanordnung mit Vorteil eine drehbare Schurre, Transportband oder Vibrorinne sein.
  • Die Verteil- und Transportanordnung kann aber auch einen Zwischenbehälter aufweisen, aus welchem das Gut über Schurren, Zwischenbehälter oder Vibrorinnen den Schachtöfen zugeteilt wird.
  • Und schließlich sind bei einer Ofenanlage nach der Erfindung die Öfen gasdicht verkleidet und stehen gasseitig sowie gutseitig miteinander in Verbindung.
  • Die erfindungsgemäße Ofenanlage ergibt folgende Vorteile: Sie zeichnet sich durch besondere Flexibilität aus, das heißt sie ist praktisch zum Brennen aller infragekommenden Erzsorten geeignet, wie beispielsweise Magnetite, Hämatite, Limonite, Taconite etc..
  • Die Vorzüge der beiden Systembestandteile Band - Schacht werden optimal genutzt, ohne daß deren Nachteile in Kauf genommen werden müssen: Denn auf dem Band werden die empfindlichen Pellets im Grünzustand äußerst schonend getrocknet und erzielen eine Teilhärtung, so daß deren Fertigbrennen im Schacht unter Nutzung der wärmewirtschaftlichen Ökonomie des Gegenstrom-Wärmetausches bei optimaler Gas- und Raumausnutzung stattfinden kann.
  • Der im Temperaturbereich (OOC bis ca. 10000C, vorzugsweise OOC bis 7000C) arbeitende Bandofen ist wesentlich kleiner und benötigt keine Bauteile aus hochfeuerfestem Werkstoff. Er ist daher bezüglich der Investitions- und Unterhaltungskosten erheblich günstiger als ein Bandofen mit Temperaturen oberhalb 10000C bis ca. 1400 0C.
  • Durch entsprechende Einteilung der Schachtofengase beim Durchziehen durch die Schüttung der Pellets auf dem Band wird eine optimale Nutzung der fühlbaren Wärme der Schachtofengase ermöglicht. Die Gefahr ungleichmäßiger Qualität infolge unterschiedlicher Temperaturen innerhalb der Schichtung ist wegen der Nachbehandlung im Schachtofen nunmehr ohne Bedeutung.
  • Die thermische Belastung der Heißgasgebläse bleibt in wirtschaftlichen Grenzen.
  • Durch stufenlose Regulierung der Bandgeschwindigkeit kann die Endtemperatur der Pellets auf dem Band problemlos reguliert werden.
  • Die Zufuhr von Nebenluft in die Schachtofengasleitung kann je nach Bedarf variiert werden, um auf diese Weise die Temperatur und das O2 - Potential des Gases für die Vorhärtungsphase optimal einzustellen.
  • Da die Pellets mit einer Temperatur zwischen 6000C bis 10000C in den Schachtofen gelangen, ist deren Verweilzeit in der Heizzone relativ kurz. Dadurch entfällt die "Sticking"-Gefahr ebenso wie die Schwierigkeit der Wasser-Sumpfbildung.
  • Der Abrieb bleibt in wirtschaftlichen Grenzen, und das notwendige Porenvolumen bleibt erhalten.
  • Hierdurch erhöht sich insgesamt die Qualität des Fertigproduktes bei gleichzeitiger Senkung der Kosten.
  • Schließlich ist für die Ökonomie des Brennprozesses von Bedeutung, daß der Schachtofen mit getrennten Brennkammern ausgestattet sein kann. Denn hierdurch wird das Verfahren nach der Erfindung unabhängig von besonderen Anforderungen an die Qualität der Brennstoffe. So können alle Arten von Kohle oder auch minderwertigere Brennstoffe beispielsweise mit höherem Aschegehalt verfeuert werden.
  • Die Erfindung wird anschließend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles einer Ofenanlage näher erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine erfindungsgemäße Ofenanlage, schematisiert, teils in Ansicht, teils im Schnitt Figur 2 die Ofenanlage in Draufsicht Im Anlagenschema gemäß Fig. 1 gelangen die grünen Pellets aus dem Vorratsbunker 1 über den Rollenrost 2 zur Aufgabeseite der Bandofenanlage 3, welche mit gasdurchlässigen wandernden Rosten 24 ausgestattet ist. Die Pellets werden in einer Schichthöhe von ca. 250 bis 300 mm auf die wandernden Rosten 24 aufgegeben durchwandern zunächst die Trockenzone 4 anschließend die Vorwärmzone 5 und schließlich die Vorbrennzone 6.
  • Die Temperatur in diesen Zonen beträgt z.B. bei der Trockenzone 500C bis 2000C, in der Vorwärmzone ca. 2000C bis 6000C und in der Vorbrennzone ca. 6000C bis 1000 0C.
  • Die vorgebrannten Pellets werden von der Bandofenanlage in einen Zwischenbehälter 7 abgeworfen, welcher ebenso wie der Bandofen 3 mit einer staubdichten Verschalung umkleidet ist.
  • Aus dem Zwischenbehälter 7 werden die auf Temperaturen zwischen ca. 6000C und 10000C aufgeheizten und vorgebrannten Pellets mit Hilfe eines schwenkbar angeordneten Verteilerbandes 8 in den Kopf 9 des Schachtofens 10 gefördert. In dem Schachtofen 10 durchwandern die Pellets schließlich als dichte Gutsäule die Brennzone 11, welche sich vom unteren Ende des Füllschachtes 12 bis zur Höhe der Brennkammern 14 erstreckt.
  • Unterhalb der Brennkammern 14 erstreckt sich bis zur Höhe des Kühllufteintrittes 15 die Kühlzone 16. Etwa in Höhe des Kühllufteintrittes 15 sind Stachelwaizen 17 angeordnet, welche das fertiggebrannte und gekühlte Gut vor dem Eintritt in die Auslaßschleuse 18 zerkleinern, indem sie die durch temperaturbedingte Anbackungen entstandenen größeren Agglomerate aufbrechen.
  • Nach Verlassen des Ofenauslasses 19 werden die gebrannten und gekühlten Pellets mit dem Band 20 zu einer Klassiereinrichtung 21 gefördert, in welcher der Abrieb 23 und Unterkorn vom Fertiggut 22 getrennt werden. Der Abrieb 23 wird auf nicht näher bezeichneten Wegen durch eine beliebige Transporteinrichtung, beispielsweise Band und Elevator, mindestens teilweise als Schutzschicht auf die wandernden Roste 24 der Bandofenanlage 3 unter die grünen Pellets geschichtet. Ein anderer Teil 25 wird zur Pelletierungsanlage zurückgeführt.
  • Das Gas, welches mit einer Temperatur von ca. 60 0C bis 1000C in die Kühlzone 16 des Schachtofens 10 eingeblasen wird, bewegt sich aufwärts im Gegenstrom zur Pelletschüttung in Richtung der Brennkammern 14, wo es sich nach Aufnahme von Wärme aus dem heißen Gut mit den Brenngasen mischt. Die heißen Gase durchdringen die Materialschüttung vom Bereich der Brennzone 11 an weiter aufwärts und werden mittels der Heißgasleitung 13 aus dem oberen Teil des Schachtofens 10, etwa in der Mitte zwischen dem Füllschacht 12 und der Brennzone 11 abgesaugt. In der anschließenden Fortsetzung 26 der Heißgasleitung befindet sich ein Drosselorgan 27, welches insbesondere dann verschlossen werden kann, wenn beispielsweise der Ofen 10 außer Betrieb gesetzt wird und benachbarte Öfen dessen Funktion übernehmen.
  • Im Betrieb ist das Drosselorgan 27 geöffnet, und die Gase werden mit Temperaturen zwischen 13000C und 13500C in die Vorbrennzone 6 eingeleitet, wobei sie durch die bereits getrocknete und erwärmte Pelletschicht hindurchgesogen werden und einen Teil ihrer fühlbaren Wärme an die Pellets abgeben.
  • Aus der Vorbrennzone 6 wird das Gas mit beispielsweise 6000C durch die Rohrleitung 26' durch das Heißgasgebläse 28 abgesogen und in die Vorwärmzone 5 gefördert. Dort wird das Gas erneut durch die Pelletschicht hindurchgeschickt und sodann mittels der Leitung 29 und dem Heißgasgebläse 30 abgesaugt und schließlich in die Trockenzone 4 geleitet. Darin wird das Gas ein weiteres Mal durch die Pelletschicht geleitet, wobei das Gas endgültig abgekühlt und die Pellets getrocknet werden.
  • Schließlich wird das Abgas durch die Leitung 31 und den Exhaustor 32 zum Kamin 33 gefördert. Dieser weist eine Drosselklappe 34 auf, welche so eingestellt werden kann, daß ein Teil des Abgases durch die Bypassleitung 35 mit dem Regelorgan 36 sowie den Ventilator 37 und die Kühlluftleitung 38 zum Kühllufteintritt 15 des Schachtofens 10 zurück gefördert wird.
  • Eine Frischluftleitung 39 mit einem weiteren Regelorgan 40 gestattet die beliebige Beimischung von Frischluft zur rUckgeführten Kühl luft.
  • In Fig. 2 ist die Anlage nach Fig. 1 in Draufsicht dargestellt.
  • Gleiche Anlageteile sind mit gleichen Ziffern bezeichnet. Darin bezeichnen die Ziffern 1 den Vorratsbunker, 2 den Rollenrost, 3 die Bandofenanlage, 4 die Trockenzone, 5 die Vorwärmzone und 6 die Vorbrennzone.
  • Man erkennt ferner den Zwischenbehälter 7 mit dem Zuteilband 8, welches in die verschiedenen Positionen 81, 82, 83, 84 und 85 geschwenkt werden kann. Dementsprechend sind fünf Schachtöfen 101, 102, 103, 104 und 105 angeordnet. Von den Schachtöfen führen Heißgasanschlüsse 13 über jeweils ein Drosselorgan 27 zur gemeinsamen Heißgassammelleitung 26, welche in die Vorbrennzone 6 der Bandofenanlage 3 mündet. Aus deren oberen Teil führt die Heißgasleitung 26' mit dem Heißgasgebläse 28 zur Vorwärmzone 5 und aus dieser heraus die Gasleitung 29 mit dem Gebläse 30 zur Trockenzone 4, aus deren Oberteil das Abgas nach Abgabe seiner fühlbaren Wärme mit Hilfe des Gebläses 32 in den Kamin 33 gefördert wird.
  • Die Leitung 31 besitzt eine Abzweigung zur Bypassleitung 35, worin mit Hilfe eines Drosselorgans 36 ein entsprechender Teilstrom eingestellt werden kann. Durch diese Bypassleitung 35 wird Abgas zum Kühllufteintritt 15 des Schachtofens zurückgeführt. Diese Rückführung ist jedoch der Ubersichtlichkeit wegen in der Draufsicht nach Fig. 2 nicht eingezeichnet.
  • Diese Kreislauf-Führung von einem Teil des Gases hat einen doppelten Vorteil: Einerseits wird hierdurch Wärmeenergie eingespart beziehungsweise das Temperaturniveau in der Anlage bei gleicher Energiezufuhr gehoben.
  • Andererseits wird die pro Zeiteinheit abgegebene Menge Abgas verringert. Da das Abgas aus Gründen des Umweltschutzes durch eine Filteranlage gereinigt werden muß, deren Investition und Betrieb sehr kostenträchtig ist, bedeutet die Verringerung des Anfalles von Abgas auf Seiten der nachgeschalteten Filteranlage eine spürbare Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage.
  • Die Anlage nach Fig. 1 und 2 soll nur als ein Beispiel für mögliche Ausführungen einer Ofenanlage nach der Erfindung dienen. Dem Fachmann stehen beliebige Ausführungsvarianten der einzelnen Vorrichtungselemente zur Verfügung, deren konstruktive Ausbildung nach anerkannten Regeln des technischen Handelns im Bereich der fachmännischen Routine liegt.
  • Das beschriebene Beispiel sowie mögliche Alternativen fallen unter die Erfindung, sofern sie einem der folgenden Patentansprüche genügen.
  • Patentansprüche Leerseite

Claims (13)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zum Brennen von stückigem Gut, insbesondere Eisenerzpellets, wobei das Gut nacheinander den Prozeßschritten Trocknen, Vorwärmen, Vorbrennen, Fertigbrennen und Kühlen unterworfen wird, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß zumindest die Prozeßschritte Trocknen und Vorwärmen auf wandernden Rosten in einem Bandofen und zumindest der Prozeßschritt Fertigbrennen in einem Schachtofen durchgeführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prozeßschritte Trocknen, Vorwärmen und Vorbrennen im Bandofen, und Fertigbrennen sowie Kühlen im Schachtofen durchgeführt werden.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas im Gegenstrom zum Gut geführt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil des zum Trocknen der grünen Pellets verwendeten Gases zum Kühlen der fertig gebrannten Pellets verwendet wird.
  5. 5. Ofenanlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Bandofen (3) mit wandernden Rosten (24) und zumindest einen Schachtofen (10), und# von welchen der Bandofen (3) zumindest eine Trocken (4)-=orwärmzone (5) und der Schachtofen (10) zumindest eine Brennzone (11) aufweist.
  6. 6. Ofenanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandofen (3) eine Trocken (4)-, Vorwärm (5)- und Vorbrennzone (6) und der Schachtofen (10) eine Brenn (11)- und Kühlzone (16) aufweist.
  7. 7. Ofenanlage nach einem der Ansprüche 5 oder 6, gekennzeichnet durch Mittel zum Führen und Fördern von Gas, durch welche das Abgas der Kühlzone (16) durch die Brennzone (11) und das Abgas der Brennzone (11) durch die Vorbrenn (6)-, Vorwärm (5)-und Trockenzone (4) hindurchgeleitet wird.
  8. 8. Ofenanlage nach einem der Ansprüche 5 bis 7, gekennzeichnet durch Mittel, durch welche zumindest ein Teil des Abgases von der Trockenzone (4) im Kreislauf zur Kühlzone (16) zurückgeleitet wird.
  9. 9. Ofenanlage nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß einem Bandofen (3) mindestens zwei, vorzugsweise drei bis sechs Schachtöfen (101 bis 105) zugeordnet sind.
  10. 10. Ofenanlage nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere einem Bandofen (3) zugeordnete Schachtöfen (101 bis 105) mit annähernd gleichem radialem Abstand um die Mittelachse einer Verteil- und Transportanordnung (7,8) gruppiert sind, welche das vom Bandofen (3) kommende Gut den Schachtöfen (101 bis 105) zu teilt.
  11. 11. Ofenanlage nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteil- und Transportanordnung (7,8) eine drehbare Schurre, ein Transportband (8) oder eine Vibrorinne aufweist.
  12. 12. Ofenanlage nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteil- und Transportanordnung (7,8) einen Zwischenbehälter (7) aufweist.
  13. 13. Ofenanlage nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch ge-(3,10) kennzeichnet, daß die Ofenrgasdicht verkleidet sind und gasseitig sowie gutseitig miteinander in Verbindung stehen.
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