DE279584C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE279584C DE279584C DENDAT279584D DE279584DA DE279584C DE 279584 C DE279584 C DE 279584C DE NDAT279584 D DENDAT279584 D DE NDAT279584D DE 279584D A DE279584D A DE 279584DA DE 279584 C DE279584 C DE 279584C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- valve
- propellant
- seat
- control
- chamber
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 5
- 239000003380 propellant Substances 0.000 description 20
- 210000003027 ear inner Anatomy 0.000 description 2
- 230000007812 deficiency Effects 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L25/00—Drive, or adjustment during the operation, or distribution or expansion valves by non-mechanical means
- F01L25/02—Drive, or adjustment during the operation, or distribution or expansion valves by non-mechanical means by fluid means
- F01L25/04—Drive, or adjustment during the operation, or distribution or expansion valves by non-mechanical means by fluid means by working-fluid of machine or engine, e.g. free-piston machine
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Lift Valve (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14/. GRUPPE
Ventil besteht.
Die Erfindung betrifft eine Kraftmaschinensteuerung,
die aus einem sich selbsttätig öffnenden und schließenden Ventil besteht, und bei der dieses A^entil zwecks Regelung der
Füllung mit einem Kolben versehen ist, der mit einer unter veränderlichem Druck stehenden
Regelkammer in Verbindung steht. Eine solche Steuerung ist beispielsweise in der
deutschen Patentschrift 25-1822 beschrieben.
Der veränderliche Druck der Regelkammer wird bei diesen Steuerungen zweckmäßig dadurch
erzielt, daß man einen Teil des Treibmittels der Maschine zunächst in die Regelkammer
und von dort in einen Raum niedrigerer Spannung strömen läßt, wobei der Austrittsquerschnitt
aus der Regelkammer regelbar ist.
Es ist vorgeschlagen wordeil, zum Einlassen des Treibmittels in die Regelkammer den Spalt
zwischen dem Regelkolben und seiner Führung zu benutzen und ihn dementsprechend zu
bemessen. Natürlich darf dieser Spalt aus rein praktischen Gründen, um beispielsweise
einen reibungsfreien Gang des Ventils zu ermöglichen, nicht unter ein bestimmtes Maß
verkleinert werden. Es hat sich nun durch Versuche herausgestellt, daß unter Umständen
bereits durch einen bis auf dieses Mindestmaß verkleinerten Spalt eine größere Menge des
Treibmittels abfließt, als erwünscht und zur Regelung erforderlich ist.
Dieser Übelstand tritt besonders bei Maschinen mit großer Umdrehungszahl und
großer Leistung auf, wo man zweckmäßigerweise für jeden Zylinder mehrere kleine Ventile
von geringem Hub ausführt, wodurch
35
natürlich der Gesamtumfang
der Regelkolben
ein größerer wird als bei einem einzigen Ventil von gleichem Durchgangsquerschnitt mit
nur einem Regelkolben. Durch nachstehend beschriebene Erfindung soll dieser Mangel beseitigt
werden.
Der Erfindung gemäß wird während des größten Teiles der Zeitdauer einer Maschiuenumdrehung
der Durchfluß des Treibmittels durch den Ringspalt zwischen dem Regelkolljen und seiner zylindrischen Führung unterbrochen,
und zwar geschieht dies dadurch, daß bei geschlossenem Ventil der Ringspalt durch
einen Ventilsitz abgeschlossen wird. Dem Treibmittel der Maschine steht demnach zum
ununterbrochenen Durchfluß aus der Kammer des Einlaßorgans nach der Regelkammer nur
die Zeitdauer der Ventileröffnung zur Verfügung ; die Menge des durch den Spalt abfließenden
Treibmittels wird dadurch auf einen Bruchteil der früheren vermindert.
Weiter ergibt sich der Vorteil, daß der eigentliche Ventilsitz durch den den Erfindungsgegenstand
bildenden zweiten Sita entlastet wird, so daß die Ventilsitze schmal gehalten
werden können und die bekannten Nachteile breiter Sitzflächen vermieden werden. Letzterer Umstand ist besonders wichtig in
den Fällen, in welchen diese Kraftmaschinen-Steuerung für sehr hochgespannten Dampf
verwendet wird.
In der Verfolgung des Erfindungsgedan-
kens kann man noch weiter gehen. Bringt man nämlich am Regelkolben noch einen Ventilsitz
an, welcher bei geöffnetem Ventil den Ringraum zwischen Regelkolben und seiner Führung
absperrt, dann ist dem Treibmittel nur während der Zeit des Auffliegens und des Zuschlagens
des Ventils die Möglichkeit zum Abströmen gegeben. Da diese Zeiten bei hohen Umdrehungszahlen nur äußerst kleine Bruchteile
von Sekunden betragen und die Regelkolbenführung mit Labyrinthdichtung versehen
wird, so ist dadurch die durchtretende Menge des Treibmittels auf ein sehr geringes
Maß herabgesetzt. Die Dampfströmung wird jetzt so vor sich gehen, daß in der einen Stellung
des Ventils sich der Raum zwischen den beiden neu hinzugekommenen Sitzflächen auf
den Druck des Frischdampfes auffüllt und in der anderen Stellung des Ventils sich der
Druck in diesem Raum auf den Druck der Regelkammer entspannt. Die Menge des Treibmittels, die aus der Einlaßkammer nach
der Regelkammer abströmt, hängt infolgedessen von der Größe des gekennzeichneten
Raumes ab, und es ist möglich, denselben von vornherein so zu bemessen, daß gerade die für
den Zweck der Regelung erwünschte Dampfmenge abströmt.
Man ist jetzt nicht mehr darauf angewiesen, den Spielraum zwischen Regelkolben und seiner
Führung sehr klein zu halten, um ein Durchtreten von Dampf in unzulässiger Menge
zu verhindern; man braucht also bei der Bemessung des Spielraumes nicht mehr bis an
die praktisch zulässige untere Grenze zu gehen.
Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt einen teilweisen Längsschnitt durch einen Dampfmaschinenzylinder, welcher mit einem nach der neuen Erfindung ausgebildeten Ringventil versehen ist.
Fig. ι zeigt einen teilweisen Längsschnitt durch einen Dampfmaschinenzylinder, welcher mit einem nach der neuen Erfindung ausgebildeten Ringventil versehen ist.
Fig. 2 und 3 zeigen Längsschnitte durch andere Ausführungsformen der Ventile.
Für die Erläuterung der vorliegenden Erfindung ist es unerheblich, wie das selbsttätige
Öffnen und Schließen der Ventile zustande kommt. Es genügt, zu wissen, daß sich die
Ventile während einer Kurbelumclrehung je einmal öffnen und schließen.
Es sei zunächst das in Fig. ι dargestellte Ausführungsbeispiel beschrieben.
Der Regelkolben / des Ringventils c ist mit einem Ventilsitz α und einem Ventilsitz b versehen.
"Ersterer sperrt bei geschlossenem Ventil (auf der Zeichnung dargestellt) den Ringspalt
g gegen die Regelkammer e ab. Der Ventilsitz b sperrt ihn bei geöffnetem Ventil
gegen die Einlaßkammer d ab. Er dient dabei gleichzeitig als Hubbegrenzung. Bei geschlossenem
Ventil befindet sich in dem RingSpalt eine gewisse Menge des Treibmittels
vom Druck der Einlaßkammer d. Bei geöffnetem λ^εηΐίΐ expandiert diese Treibmittelmenge
auf den Druck der Regelkammer e. Das Treibmittel kann demnach nur während
der Zeit des Auffliegens und des Zuschlagens des Ventils von der Einlaßkammer d nach der
Regelkammer e abströmen. Als abgehende Menge des Treibmittels kommt, in der Hauptsache
die zwischen beiden Sitzflächen im Ringspalt eingeschlossene Menge in Frage.
Die Steuerung arbeitet aber auch der Erfindung gemäß, wenn an Stelle der zwei Ventilsitze
α und b nur einer, nämlich der Ventilsitz α, vorhanden ist, der bei geschlossenem
Ventil den Ringspalt g gegen die Regelkammer e absperrt. In diesem Falle strömt das
Treibmittel, solange das Ventil geöffnet ist, aus der Einlaßkammer d in die Regelkammer e
über.
Es sind nun verschiedene Möglichkeiten vorhanden, wie die beiden Ventilsitzflächen
und der Ringspalt, in der Strömungsrichtung betrachtet, hintereinandergeschaltet werden
können.
Bezeichnet man diejenige Sitzfläche, die bei offenem Ventil aufsitzt, als Offensitz, und diejenige,
die bei geschlossenem Ventil aufsitzt, als Schlußsitz, so ist in Fig. 1 die Schaltung:
Offensitz b-Ringspalt g-Schlußsitz a.
Fig. 2 und 3 zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung, welche sich besonders für
höchste Umdrehungszahlen eignen, weil bei ihnen das Ventilgewicht auf das kleinste Maß
herabgesetzt werden kann. Die Form der Ventile ist becherartig. Bei Fig. 2 ist die
Hintereinanderschaltung: Ringspalt g-Schlußsitz
a-Offensitz b. Das Ventil c gleitet mit der Außenseite in einer zylindrischen Führung k.
Das Treibmittel tritt bei geöffnetem Ventil durch den Ringspalt g in den Raum η ein und
bringt diesen auf den Druck des Treibmittels. Bei geschlossenem Ventil expandiert dann das
in dem Raum η befindliche Druckmittel auf den in e herrschenden Regeldruck. Abgesehen
von diesem Durchschleusen des Treibmittels kann eine Strömung des Treibmittels wiederum
nur während des Auffliegens und Zuschlagens des Ventils eintreten. Die Abdrosselung durch
die Labyrinthe ist aber so groß, daß praktisch während dieser sehr kleinen Zeitteilchen nichts
hindurchgeht. Der Regelung wird also eine Menge des Treibmittels zugeführt, welche dem
zwischen den beiden Sitzilächen α und b gebildeten Raum entspricht.
In Fig. 3 ist die Hintereinanderschaltung: Schlußsitz α-Ringspalt g-Offensitz b.
Der zwischen den beiden Sitzflächen α und b
gelegene Raum η füllt sich bei jedem Ventilhub bei geöffnetem Ventil c mit Frischdampf,
der bei geschlossenem Ventil auf den Druck
der Regelkammer e expandiert. Die Führung des becherartigen Ventils c erfolgt hier auf
dem Zapfen v. Die Hubbegrenzung bildet wieder der Sitz h.
Außer diesen Ausführungsbeispielen gibt es noch andere Formen, die den Erfindungsgedanken wiedergeben. Als Merkmal der Erfindung
ist lediglich die Unterbrechung der Strömung des Treibmittels von der Einlaßkammer
nach der Regelkammer bei geschlossenem Ventil oder aber bei geschlossenem und geöffnetem Ventil aufzufassen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Kraftmaschinensteuerung, die aus einem sich selbsttätig öffnenden und schließenden Ventil besteht, und bei der dieses Ventil zwecks Regelung der Füllung mit einem Kolben versehen ist, der mit einer unter veränderlichem Druck stehenden Regelkammer in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß bei geschlossenem Ventil die Strömung durch einen Ringspalt (g) von der Einlaßkammer nach der Regelkammer durch einen zweiten Ventilsitz (α) unterbrochen ist.
- 2. Kraftmaschinensteueruug nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß außerdem noch bei offenem Ventil die Strömung durch den Ringspalt (g) von der Einlaßkammer nach der Regelkammer durch einen dritten Ventilsitz (b) unterbrochen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE279584C true DE279584C (de) |
Family
ID=535485
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT279584D Active DE279584C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE279584C (de) |
-
0
- DE DENDAT279584D patent/DE279584C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2305835A1 (de) | Hydraulische steuereinrichtung, insbesondere lenkeinrichtung | |
| DE3038797A1 (de) | Druckregelventil | |
| DE2305798B2 (de) | Hydraulische Steuereinrichtung für einen Servomotor, insbesondere für Fahrzeuglenkungen | |
| DE2413212A1 (de) | Schnellschluss-trennventil | |
| DE2538760B2 (de) | Rückschlagventil | |
| LU84377A1 (de) | Einstellbares drosselventil | |
| DE1066591B (de) | Mehrstufige regeldüse | |
| DE279584C (de) | ||
| DE3420400C2 (de) | ||
| DE2252129A1 (de) | Mittels einer hilfssteuerung betaetigte verschlusseinrichtung | |
| EP0278333B1 (de) | Steuervorrichtung für einen Rohrtrenner | |
| DE1242961B (de) | Sperrblock fuer die Anschlussleitungen umkehrbarer Hydraulikmotore | |
| DE847850C (de) | Kolbenpumpe | |
| DE932753C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Regeln von Einspritzbrennkraftmaschinen mit Fremdzuendung und Ladeluftverdichtung fuer Luftfahrzeuge | |
| DE2356414A1 (de) | Stromteiler | |
| DE1550625A1 (de) | Selbsttaetiges Steuerventil fuer Hydraulikanlagen,insbesondere fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE1094061B (de) | Doppelsitz-Drosselventil mit entlastetem Verschlussstueck | |
| DE2518175A1 (de) | Steuerventil | |
| DE523612C (de) | Mit Druckfluessigkeit betriebene Ventilsteuerung fuer Kolbenmaschinen | |
| DE2436392A1 (de) | Fluessigkraftstoff-einspritzpumpvorrichtung | |
| AT69993B (de) | Kraftmaschinensteuerung mit einem sich selbsttätig öffnenden und schließenden Ventil. | |
| DE1268801B (de) | Druckmittelsteuerung eines Aufzugs | |
| DE1451969B1 (de) | Regeleinrichtung für Brennstoffeinspritzpumpen von Brennkraftmaschinen | |
| DE1208133B (de) | Entlastetes Ventil, insbesondere fuer Dampfturbinenanlagen, mit Kolbenringabdichtung | |
| AT115122B (de) | Steuerungseinrichtung an hydraulisch angetriebenen Drehschiebern. |