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DE276363C - - Google Patents

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Publication number
DE276363C
DE276363C DENDAT276363D DE276363DA DE276363C DE 276363 C DE276363 C DE 276363C DE NDAT276363 D DENDAT276363 D DE NDAT276363D DE 276363D A DE276363D A DE 276363DA DE 276363 C DE276363 C DE 276363C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil product
linseed oil
castor
production
fabric
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT276363D
Other languages
English (en)
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE276363C publication Critical patent/DE276363C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L91/00Compositions of oils, fats or waxes; Compositions of derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/01Use of inorganic substances as compounding ingredients characterized by their specific function
    • C08K3/013Fillers, pigments or reinforcing additives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/34Silicon-containing compounds
    • C08K3/36Silica
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L91/00Compositions of oils, fats or waxes; Compositions of derivatives thereof
    • C08L91/005Drying oils

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 276363 —. KLASSE 396. GRUPPE
Dr.WALTER MEUSEL in BERLIN. Verfahren zur Herstellung fester elastischer Massen. • Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Juni 1913 ab.
Gegenstand der Erfindung bildet ein Ver- .-fahren zur Herstellung fester, elastischer und teilweise zähflüssiger Massen unter Verwendung der nach den Patenten 201966 und 258900 hergestellten Produkte als Ausgangsmaterialien. Diese Produkte besitzen, je nach dem verwendeten Ausgangsstoff, verschiedene Eigenschaften. So ergibt z. B'. das nach dem" Patent 258900 hergestellte Rizinusölprodukt einen sehr elastischen faktisartigen Gummi; der auch als Füllmittel, für Kautschukwaren dienen kann, das nach Patent 201966 oder Patent 258900 erhaltene Leinölprodukt dagegen einen sehr zähen und klebkräftigen Stoff, der aber nach dem Trocknen leichter brüchig wird und dadurch nur eine beschränkte Anwendungsmöglichkeit gestattet.
Es hat sich nun gezeigt, daß durch Verrnengung des kollodial festen Leinölproduktes nut. einem größeren Prozentsatz Rizinusgummi, eine Masse erhalten wird, welche sich in ganz dünne, elastisch biegsame, film- oder furnierartige Schichten auswalzen läßt. . In dieser Masse spielt das Rizinusprodukt die Rolle des das Brüchigwerden \rerhindernden, elastisch bleibenden Füllmaterials, das kollodial zähe Leinölprodukt hingegen stellt das klebende Bindemittel dar.
Diese so erhaltene Masse kann durch Beimengung von Farbstoffen ansehnlicher und vielseitiger gestaltet und j e nach der beabsichtigten Anwendungsart mit verschiedenartigen Füllstoffen gemischt werden. Sie zeichnet sich durch eine elastische, gummiartige Beschaffenheit aus, ist nicht brüchig und eignet sich als wasserdichtes und verhältnismäßig gasdichtes Material für die verschiedensten Zwecke. So läßt sie sich zur Herstellung" von Fußboden-, Wand- und Möbelbelag, Dichtungs- und Packungsmaterialien für Maschinen usw., Bereifungsmaterial für ., Fahrzeuge, zur Herstellung wasserdichter Stoffe, Isoliermaterialien usw. verwenden. Die Arbeitsbedingungen sind die aus der Linöleumindustrie bekannten. .
Zur Herstellung von Fußboden- oder Wand-, , belag verfährt man zweckmäßigen der Weise, daß man das kollodial feste Leinölprodukt in ■ geeignetem Verhältnis mit Rizinusgummi, gegebenenfalls unter Zusatz von Farbstoffen und unter Beimengung organischer Füllstoffe, Kork, Holzmehl o. dgl. oder anorganischer' Füllstoffe, z.B. gepulverter oder feingemahlener Gesteinsarten, Basalt, Erden, Kieselgur, Kieselmehl, Portlandzement ο. dgl. in den aus der Linoleumindustrie bekannten Mischapparaten mischt und die Masse alsdann in elastische, biegsame Bahnen von gewünschter Stärke auswalzt oder flächenartige Preß- oder Stanzplatten, herstellt, die zum Schluß einem Trocknungsprozeß unterworfen werden.
Als geeignetes Mischungsverhältnis kann z. B. folgendes gelten:
Kollodial festes Leinölprodukt 12 Teile,
Rizinusgummi 10 -
Kieselmehl .......... 20 -
Farbe . 14. -
Trockenmittel .'...■ 1,2 - .
(2. Auflage, ausgegeben am 2/. September 1917J
Die ausgewalzte Masse ist nach dem Trock- - nungsprozeß, abgesehen von etwaiger Nachbehandlung des Schleifens, Bohnerns usw., direkt verwendungsfähig. Sie kann jedoch auch vor dem Trocknungsprozeß auf eine Gewebe- oder Papierunterlage aufgewalzt oder aufgepreßt werden. Der bei Verwendung organischer Füllstoffe erhaltene Fußbodenbelag entspricht dem Linoleum; bei Verwendung ίο anorganischer Füllstoffe erhält man ein schwer brennbares und daher nahezu feuersicheres Produkt. ' ■ .
Wird die Masse zur Herstellung von elastischem Dichtungs- oder Packungsmaterial benutzt, so werden als Füllmittel hauptsächlich Asbest, Kieselgur, Kieselmehl u. dgl. ver7 wendet.
Eine geeignete Mischung ist z.B. die folgende:
Kollodial festes Leinölprodukt 12 Teile, Rizinusgummi .......... 4.0 . - .
Trockenmittel 0,9 - .
Die Masse wird nach der Mischung wieder entweder mit oder ohne Gewebe- oder Papierunterlagen zu Bahnen beliebiger Stärke ausgewalzt, die dann, je nach Bedarf, auf der Schichtseite nochmals eine Lage Textilgewebe
' .. oder Papier erhalten. Darauf folgt dann der übliche Trocknungsprozeß.
Handelt es sich um die Herstellung elastischer Bereifung für, die Räder von Fahrzeugen, so werden abwechselnd Schichten .von Textilgewebe oder Drahtgewebe und Gemische aus dem kollodial festen, eventuell mit Harz gemischten Leinölprodukt mit Rizinusgummi aufeinandergepreßt und vor oder nach dem Trocknungsprozeß in Streifen von gewünschtem Durchmesser, geschnitten. - Diese letzteren werden, nachdem sie eventuell um 90° nach der Angriffsdecke zu gedreht worden sind, in Laufdecken aus vulkanisiertem Kautschuk,
.'%Vulkanfiber, Leder o. dgl. eingelegt. Oder es werden ausgewalzte Bahnen der Rizinus- und Leinölmasse mit Gewebeeinlage zu einem wurstartigen Gebilde unter Spannung, Druck oder Pressung dicht und fest aufgerollt und diese Wurst in genannte Laufdecken um das Rad eingelegt. Ein Beispiel für eine geeignete Mischung ist das nachstehende:
Kollodial festes Leinölprodukt 9 Teile, Rizinusgummi ........ 40 . -·
Trockenmittel . 1,2 - .
. Wird das Gemisch in möglichst dünner Schicht auf oder zwischen Textilgeweben ausgewalzt, so kann es nach der Trocknung als Ballonstoff, öltuch oder Gummituch für wasserdichte Bekleidungen verwendet werden.
Es bietet dabei den Vorteil, daß es zur Her-. stellung die Verwendung eines in der Qualität geringwertigen und billigen Textilgewebes, das auch nicht besonders appretiert zu werden braucht, gestattet, aber eine bedeutend größere Gasdichtheit zeigt als die früher üblichen gefirnisten Stoffe. Auch die Herstellung wird diesen letzteren gegenüber erheblich vereinfacht. Während bisher dünrle Firnisschichten so lange apf das Gewebe aufgestrichen wurden, bis sie die gewünschte Stärke erhalten hatten, erfolgt die Fabrikation bei Verwendung des vorliegenden Gemisches in der Weise, daß letzteres in· einfacher Schicht gewünschter Stärke direkt auf das Gewebe aufgewalzt und getrocknet wird. Die Fabrikation geht daher bedeutend rascher vonstatten.
Zur Herstellung von Wachstuch ist z. B. eine Mischung aus
9 Teilen kollodial festem Leinölprodukt, go
40 - Rizinusgummi,
7 ■ - Farbe und
0,6 - Trockenmittel
geeignet.
Die so hergestellten, dünn ausgewalzten Stoffe gleichen dem Uniwachstuch und lassen sich wie dieses bedrucken oder nehmen durch besondere Behandlung vor dem Trockenprozeß, ζ. B. durch Prägen, den Charakter von Kunstleder, Linkrusta, Ledertapeten usw. an. Da das Gemisch aus dem kollodial festen Leinölprodukt und dem Rizinusgummi die. •Eigenschaft besitzt, daß es sich mit dem in der Linoleumindustrie üblichen Skratschern in feine Krümel oder Flocken zerteilen läßt, so können durch Mischen verschiedenartig gefärbter Krümel beim Auswalzen die verschiedenartigsten Effekte erzielt, werden. Z.B. kann man auf diese Weise ein durch und durch gemustertes Wachstuch, sogenanntes Granit, Jaspe oder ähnliche Muster erzielen. Ebenso kann man Wachstuch herstellen, indem je nach dem Muster verschieden unifarbene oder gemischtfarbige Krümel mittels der in der Linoleumindustrie bekannten Gra-■tings auf das Unterlagsgewebe aufgebracht und durch Pressen, Walzen oder beide Bearbeitungsweisen in dünnerer oder dickerer Schicht mit dem Gewebe verbunden werden.
Auch zum Schutz von Korkliiioleum gegen Feuchtigkeit ist die Masse geeignet. Korklinoleum, das infolge seiner Herstellung sehr ölarm ist, ist verhältnismäßig porös und daher gegen Feuchtigkeit und Schmutz empfindlich. Durch Aufbringen einer, dünnen Schicht der nach der Erfindung hergestellten Masse in der bei der Wachstuchherstellung angegebenen Art kann eine dichte, geschlossene Oberfläche des Linoleums erzielt werden, was sanitär besonders wichtig ist.
Die Verwendungsmöglichkeit der Masse istdaher eine außerordentlich vielseitige. Die in der Beschreibung angeführten Mischungsverhältnisse sind natürlich nur beispielsweise. Je nach den Erfordernissen des einzelnen Falles und j e nachdem .das kollodial feste Leinölprodukt in reiner Form oder mit Harz und Kauri-Kopal zementiert verwendet wird, kann das Mischungsverhältnis beliebig geändert werden. .

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Verfahren zur Herstellung fester elastischer Massen, dadurch gekennzeichnet, daß das nach Patent 201966 oder .258900 erhaltene, kollodial feste Leinölprodukt im geeigneten Verhältnis mit dem nach Patent 258900 erhaltenen Rizinusölprodukt gemischt und mit oder, ohne andere Zusätze einem Trockenprozeß unterworfen wird. -
DENDAT276363D Expired DE276363C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE276363C true DE276363C (de) 1900-01-01

Family

ID=532569

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT276363D Expired DE276363C (de)

Country Status (1)

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DE (1) DE276363C (de)

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