DE2759249A1 - Verfahren zur herstellung von schwefelarmem zementklinker - Google Patents
Verfahren zur herstellung von schwefelarmem zementklinkerInfo
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Description
Anlage zum Patentgesuch der - 4 - H 77/80
Klöckner-Humboldt-Deutz Va/Or ■
Aktiengesellschaft . ·
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vom 28.12.1977
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von schwefelarmem Zementklinker aus kalziumkarbonathaltigem feinkörnigen
bis staubförmigen Gut mit heißen Gasen einer aus
einem mehrstufigen Schwebegasvorwärmer, Sinterofen und Gutkühler bestehenden Brennanlage, wobei das Gut selbst schwefelhaltige
Verbindungen enthält und/oder während des Brennprozesses infolge Verwendung schwefelhaltigen Brennstoffs teilweise
zu schwefelhaltigen Verbindungen umgesetzt wird. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung des
genannten Verfahrens.
In den kalziumkarbonathaltigen technischen Rohmehlen, die im sogenannten Normalverfahren in modernen, wärmesparenden
Brennanlagen mit Schwebegasvorwärmer und Drehofen zu Zementklinker gebrannt werden, kommt Schwefel fast ausschließlich
in sulfidischen oder sulfatischen Verbindungen vor. Bei den hohen Temperaturen, wie sie zum Klinkerbrennen benötigt
werden, werden die Schwefelverbindungen zu Schwefeloxyden umgesetzt. Da das thermodynamische Gleichgewicht zwischen den
beiden Schwefeloxyden S0_ und SO, bei Temperaturen oberhalb
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H 77/80.
1.000 0C nahezu überwiegend auf der Seite der vierwertigen
Schwefelverbindungen liegt, ergibt sich als wesentliches Endprodukt der Umsetzung der schwefelhaltigen Verbindungen
Schwefeldioxyd. Auch die Verbrennungsgase eines Drehofens enthalten
je nach Brennstoffart Schwefeldioxyd bis zu 0,4 Volumen-?.
Das in den heißen Gasen der Brennanlage insgesamt enthaltene Schwefeldioxyd setzt sich mit den in den Rohmehlen
enthaltenen Alkalien und Erdalkalien zu Alkalisulfaten um. Das primär aus den silikatischen Verbindungen der Minerale des
Rohmehles entstehende Kaliumoxyd reagiert bei Anwesenheit von Schwefeldioxyd nach:
K2O + SO2+ 1/2 O2 = K2SO1J
mit der Bildung von Kaliumsulfat.
Die Alkalisulfate werden dabei zum großen Teil mit dem Klinker aus dem Klinkerkühler der Brennanlage ausgetragen.
Enthalten die kalziumkärbonathaltigen technischen Rohmehle
schwefelhaltige Verbindungen in einem Ausmaß, daß die in den heißen Gasen der Brennanlage enthaltenen Schwefeldioxyde von
den Alkalien oder Erdalkalien nicht zu Sulfaten umgesetzt werden, so reagiert das überschüssige SO- mit dem aus Kalziumkarbonat
zu Kalziumoxyd entsäuerten CaO zu Kalziumsulfat, und
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zwar nach der folgenden Reaktion:
4 CaO + H SO2 = 3 CaSO11 + CaS
Die von dem Rohmehl aufgenommen und gebildeten Schwefelverbindungen
erreichen beim Eintritt in die Brennzone des Drehofens wieder die hohen Temperaturen, bei denen die Schwefelverbindungen
wieder so umgesetzt werden, daß als Endprodukt
freies Schwefeldioxyd in den heißen Gasen der Brennanlage vorliegt. Damit sind alle Voraussetzungen für einen sogenannten Schwefelkreislauf gegeben.
freies Schwefeldioxyd in den heißen Gasen der Brennanlage vorliegt. Damit sind alle Voraussetzungen für einen sogenannten Schwefelkreislauf gegeben.
Schwefelkreislau-fvorgänge bei mit Rohmehl beschickten Brennanlagen
werden immer dann gefährlich, wenn die Konzentration der kreislaufbildenden Bestandteile im Heißtemperaturbereich
des Schwebegasvorwärmers zu hoch wird, da die sich bildenden Kreislaufverbindungen im Bereich von 800 bis 1.000 0C ein
Eutektikum aufweisen und mit zunehmendem Gehalt an flüssiger Phase das Fließverhalten des Mehles am Austritt des Vorwärmers in den Drehofen stark beeinträchtigt wird, was zu
unerwünschten Ansatzbildungen im Übergangsbereich Vorwärmer/ Drehofen und unter Umständen zu Betriebsstörungen führt.
Eutektikum aufweisen und mit zunehmendem Gehalt an flüssiger Phase das Fließverhalten des Mehles am Austritt des Vorwärmers in den Drehofen stark beeinträchtigt wird, was zu
unerwünschten Ansatzbildungen im Übergangsbereich Vorwärmer/ Drehofen und unter Umständen zu Betriebsstörungen führt.
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Ähnliche Probleme schädlicher Kreislaufvorgänge im Material-
und Gasstrom einer Zementbrennanlage sind bei den sogenannten Alkalikreisläufen an sich bekannt, wobei die Alkalien mit den
Rohmaterialien in das Brennsystem eingeführt werden. Um den Alkaligehalt des aus Alkalien enthaltenden Rohmaterial hergestellten Zementes zu reduzieren, sind Bypass-Leitungen über
dem Gasauslaßende von Drehrohröfen angeordnet worden, um einen etwa 10 Xigen Teil der mit Alkalienstäuben beladenen Gase aus
dem Ofen direkt in die Atmosphäre abzuleiten (DOS 2 161 411). Eine solche Lösung läßt sich jedoch auf die Probleme von
Schwefelkreisläufen in Brennanlagen, die nach dem sogenannten Normalverfahren arbeiten und kalziumkarbonathaltiges Zementrohmehl mit hochschwefelhaltigen Verbindungen in einem Schwebegasvorwärmer vorwärmen und im Vorwärmer weitgehend zu CaO
kalzinieren, nicht übertragen. Denn es müßte ein überproportional hoher Anteil an SO2-haltigen Ofenabgasen aus dem System
entfernt werden, was einen großen Wärmeverlust und damit eine einschneidende Reduzierung des thermischen Wirkungsgrades der
Anlage bedeutet. Darüberhinaus reagiert das im Restgas enthaltene SO2 mit dem im Schwebegasvorwärmer bereits zu CaO
kalzinierten Rohmehl quantitativ zu Kalziumsulfat, so daß außer
den hohen Wärmeverlusten weiterhin Schwefelkreisläufe im System und die damit verbundenen nachteiligen Polgen in Kauf
genommen werden müssen.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung von schwefeiarmen Zementklinker aus
schwefelhaltigem technischen Rohmehl nach dem sogenannten Normalverfahren zu schaffen, ohne dafür Wärmeverluste in Kauf
nehmen zu müssen und außerdem Schwefelkreisläufe im Anlagensystem weitgehend zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß
durch einen wesentlichen Teil der aus dem Sinterofen austretenden schwefelhaltigen Abgase nach einer höchstens dreistufigen
Vorwärmung das Gut in der heißesten Stufe des Schwebegasvorwärmers auf eine Temperatur unterhalb der Gutentsäuerungs-Temperatur,
vorzugsweise auf 600 bis 8000C erwärmt wird, daß
dem erwärmten Gut ein Reduktionsmittel zugesetzt wird und daß der andere Teil der schwefelhaltigen Ofenabgase in an sich
bekannter Weise aus dem Brennprozeß entfernt wird. Die höchstens dreistufige Erwärmung des Gutes auf eine Temperatur
von 600 bis 8000C verhindert auf vorteilhafte Weise eine CaO-Eildung im Schwebegasvorwärmer und damit eine Reaktion
zwischen dem SO- der Ofenabgase und dem CaO zu CaSOj,,
welches sonst bei den hohen Temperaturen in den Leitungen und Zyklonen des Schwebegasvorwärmers in erhöhtem Maße zu Ansatzbildungen
und Verklebungen führt. Gleichzeitig wird durch die Zugabe von Reduktionsmitteln der Aufschluß der Sulfatverbindung-
-Q-
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en im Gut verbessert und die Schwefelflüchtigkeit erhöht. Hierdurch wird der S02-Anteil in den heißen Ofenabgasen so
stark konzentriert, daß nur eine geringe Teilmenge der heißen Ofenabgase aus dem System entfernt zu werden braucht, um
Schwefelkreisläufe nahezu vollständig zu unterbinden und bei hohem thermischen Wirkungsgrad einen schwefelarmen Zementklinker
auch aus stark schwefelhaltigem Ausgangsmaterial herzustellen.
In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß Frischluft und/oder Kühlerheißluft in der heißesten Stufe des
Schwebegasvorwärmers und/oder in die dieser Stufe vorgeschalteten Vorwärmstufen eingeführt wird. Hierdurch wird die
Schwefelflüchtigkeit der Pyrit- oder sulfidischen Verbindungen im Ausgangsmaterial bereits im Vorwärmer erhöht, so daß der
Schwefel in Form von flüchtigem SO2 aus dem Vorwärmer leicht
entfernt werden kann, ohne daß es zu den schädlichen Reaktionen von CaO und SO2. kommen kann.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Reduktionsmittel in den die heißeste Stufe des Vorwärmers
verlassenden Gutstrom eingeführt wird.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die aus .dem Brennprozeß entfernte Abgasteilmenge
vor Abgabe an die Atmosphäre gekühlt und gereinigt wird, so daß der im Ofenabgas enthaltene Staub unter den eutektischen
Punkt abgeschreckt wird und ohne die Gefahr von Anbackungen mittels E-Filter aus den Gasen abgeschieden werden kann. Das
Schwefeldioxyd wird nachfolgend in an sich bekannter Weise aus den Gasen ausgewaschen.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß ein Teil der aus der heißesten Stufe des Vorwärmers austretenden Materialmenge zwischen Drehrohrofen und dieser
heißesten Stufe im Kreislauf geführt wird. Auf diese Weise wird zusätzlich dafür gesorgt, daß eventuelle Materialanbackungen
an der Innenwandung der den Ofen und den Vorwärmer verbindenden Gasabzugsleitung bereits in den Ansätzen verhindert
werden.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung'
des Verfahrens, bestehend aus einer Brennanlage mit nach dem Schwebegasprinzip arbeitenden Zyklonwärmetauscher, der einem
Drehrohrofen vorgeschaltet ist, wobei der Drehrohrofen und der Zyklonwärmetauscher heißgasseitig mit einem Gutkühler in
Verbindung stehen.
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Gemäß der Erfindung ist der Drehrohrofen Über wenigstens eine
Bypass-Gasleitung mit der Umgebungsatmosphäre und über wenigstens eine Abgasleitung mit mindestens einem Wärmetauscherstrang eines höchstens dreistufigen Zyklonwärnetausehers verbunden und zumindest die jeweils heißeste Stufe des Zyklonwärmetauschers weist mindestens eine Zuführung für ein Reduktionsmittel auf. Der Vorteil dieser Maßnahme liegt darin,
daß das Reduktionsmittel unter anderem in die zwischen dem
Ofeneinlaufkopf und dem untersten Zyklon verlaufenden Abgasleitung eingegeben werden kann und feinkörnig verteilt eine
innige Mischung mit dem auf ca. 600 bis 8000C erwärmten Gut
eingeht.
Zweckmäßig 1st, daß im Guteinlaufbereich des Drehrohrofens und/oder in dessen Abgasleitung und/oder in dem untersten
Zyklon und/oder im Bereich der Gutauslaufleitung dieses untersten Zyklons die Zuführung für das Reduktionsmittel angeordnet ist. Reduktionsmittel grober Kornzusammensetzung
können demnach beispielsweise in den Übergangsbereich vom Drehrohrofen zum Schwebegasvorwärmer eingetragen werden.
Durch Kombination mit der Zugabe von feinkörnigem Reduktionsmittel in die heißeste Stufe und von grobkörnigem Reduktionsmittel in den Ofeneinlaufkopf kann der Aufschluß und die Erhöhung der Schwefelflüchtigkeit der Sulfatverbindungen im
Gut über die Länge des Drehrohrofens genau gesteuert werden.
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In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß zumindest die jeweils heißeste Stufe des Zyklonwärmetauschers mindestens
eine Zuführung für ein gasförmiges Medium, vorzugsweise für Frischluft und/oder Kühlerheißluft aufweist, so daß bereits
im Wärmetauscher zur Erhöhung der Schwefelflüchtigkeit der Pyrit - oder sulfidischen Verbindungen im Gut die hierzu erforderliche
Luftmenge zur Verfügung steht.
In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorge-^
sehen, daß im Guteinlaufbereich des Drehrohrofens im Gutstrom mindestens ein verschiebbares Prallelement angeordnet
ist, so daß vorteilhafterweise eine einstellbare und im Kreislauf geführte Gutmenge zur Abreinigung der gasführenden
Leitungen und zur Absenkung.der Gastemperatur zur Verfügung steht.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher beschrieben, dem weitere Merkmale der Erfindung zu entnehmen
sind.
In der Figurendarstellung ist eine Anlage zur Herstellung von schwefelarmen Zementklinker aus kalziumkarbonathaltigem
und schwefelhaltigem technischen Rohmehl dargestellt. Die
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Brennanlage besteht aus einem dreistufigen nach dem Schwebegasprinzip arbeitenden Zyklonwärmetauscher 1, wobei jede Wärmetauscherstufe aus Abscheidezyklon 2, 20 und GaszufUhrungsleitung 3t 16 besteht. Der Zyklonwärmetauscher 1 weist zwei
jeweils gleich ausgebildete und gleichstufige Wärmetauscherstränge 4, 5 auf, die mit dem Ofeneinlaufkopf 6 eines Drehrohrofens 7 in Verbindung stehen. Drehrohrofen 7 und Zyklonwärmetauscher 1 stehen ihrerseits heißgasseitig mit einem Gutkühler 8 in Verbindung. An dem Ofeneinlaufkopf 6 ist außerdem
eine Bypassleitung 9 angeschlossen, die über eine Entstaubungseinrichtung 10 und ein Gebläse 11 mit der Umgebungsatmosphäre
in Verbindung steht. An dieser Bypassleitung 9 ist unmittelbar am Ofeneinlaüfkopf 6 ein Kaltluftgebläse 12 zur Abkühlung
der heißen Bypassgase vorgesehen.
Der Gutkühler 8 steht über heißluftführende Leitungen 13, 14,
15 mit dem jeweiligen Wärmetauscherstrang 4, 5 in Verbindung
und zwar so, daß sowohl in der Ofenabgasleitung 16 der jeweils heißesten Zyklonstufe als auch in der Gasleitung 3 der
über der heißesten Stufe jeweils angeordneten Vorwärmstufe eine Luftzuführung ermöglicht wird. In der Zuführung für
Kühlerabluft sind nicht näher dargestellte Stellorgane üblicher Bauart zur Regelung der zugeführten Luftmenge angeordnet.
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An der Ofenabgasleitung 1β ist eine Zuführung 17 für ein feinkörniges
Reduktionsmittel angeordnet. Im Guteinlaufbereich des Drehrohrofens ist eine weitere Zuführung für grobkörniges
Reduktionsmittel angeordnet, beispielsweise eine mit einem Vorratsbehälter verbundene Förderschnecke 18.
Die oberste Wärmetauscherstufe eines jeden Wärmetauscherstranges 4, 5 weist in der zugehörigen Abgasleitung 3 eine
Zuführung 19 für das feinkörnige kalte Gut auf und einen Doppelzyklon 20, der seinerseits mit einem Saugzuggebläse 21
in Verbindung steht.
Im Betrieb der Brennanlage wird zur Herstellung von schwefelarmem Zementklinker aus schwefelhaltigem technischen Rohmehl
nach dem sogenannten Normalverfahren (gegensätzlich hierzu ist die Zementherstellung nach dem sogenannten Gips-Schwefelsäureverfahren
mit kalziumsulfathaltigem Ausgangsmaterial) das kalziumkarbonathaltige. Gut bei 19 in die Gasleitung 3 der
obersten Wärmetauscherstufe eines jeden Wärmetauscherstranges 4, 5 eingegeben. Das feinkörnige Gut wird im Wärmetauscher 1
mit den heißen Gasen aus dem dem Wärmetauscher 1 gutseitig nachgeschalteten Drehrohrofen 7 stufenweise vorgewärmt. Nach
Abscheidung des schwefelhaltigen Gutes in dem Doppelzyklon 20
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der obersten Wärmetauscherstufe eines jeden Wärmetauscherstranges wird das Gut in die Gasleitung 3 der darunter angeordneten Wärmetauscherstufe eingeführt. Durch die in diese
Gasleitung eingeführte Kühlerheißluft wird die Schwefelflüchtigkeit der pyrit- oder sulfidischen Verbindungen im Gut
erhöht, so daß der Schwefel in Form von flüchtigem S(^ in den
Heißgasen vorliegt und über das Saugzuggebläse 21 eines jeden Wärmetauscherstranges aus der Brennanlage leicht entfernt
werden kann. Das im Schwefelgehalt bereits reduzierte Gut wird dann zusammen mit feinkörnigen Reduktionsmitteln in die
Ofenabgasleitung 16 der heißesten Zyklonstufe eingeführt und
wird in dieser Stufe lediglich auf eine Temperatur von 600 bis 800°C erwärmt, so daß nur unwesentliche Anteile an freiem
CaO vorliegen, welches mit den SO, beladenen Abgasen aus dem
Drehrohrofen unerwünschte CaSO1J-Verbindungen eingehen kann. Das
feinkörnige Reduktionsmittel wird dann zusammen mit dem auf 600 bis 8000C erwärmtem Gut aus der untersten Wärmetauscherstufe abgezogen und im Ofeneinlaufkopf 6 des Drehrohrofens mit
grobkörnigem Reduktionsmittel aus der Förderschnecke 18 ver- ' mischt. Die feinkörnigen Reduktionsmittel schließen den Schwefel
im Gut im vorderen Teil des Drehrohrofens auf und erhöhen so die Schwefelflüchtigkeit der Sulfatverbindungen während die
grobkörnigen Reduktionsmittel nachfolgend zum Aufschluß und zur
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Erhöhung der Schwefelflüchtigkeit der noch im Gut verbliebenen SuIfatVerbindungen dienen. Hierdurch wird eine hohe Konzentration
der in den Heißgasen des Drehrohrofens vorhandenen Schwefeloxide erreicht, so daß ohne großen Wärmeverlust ein Teil der
stark SOp-haltigen Abgase über die Bypassleitung 9 und den Elektrofilter
10 aus dem System entfernt werden kann. Der im Ofen fertiggebrannte schwefelarme Klinker wird aus dem Gutkühler 8
über nicht näher dargestellte Abzugseinrichtungen aus der Brennanlage
ausgetragen.
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Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung von schwefelarmen Zementklinker aus kalziumkarbonathaltigem feinkörnigem bis staubkörnigem Gut
mit heißen Gasen einer aus einem mehrstufigen Schwebegasvorwärmer,
Sinterofen und Gutkühler bestehenden Brennanlage, wobei das Gut selbst schwefelhaltige Verbindungen enthält und/
oder während des Brennprozesses infolge Verwendung schwefelhaltigen Brennstoffs teilweise zu schwefelhaltigen Verbindungen
umgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß durch einen Teil der aus dem Sinterofen austretenden schwefelhaltigerr Abgase nach einer höchstens dreistufigen
Vorwärmung das Gut in der heißesten Stufe des Schwebegasvorwärmers auf eine Temperatur unterhalb der Gutentsäuerungstemperatur,
vorzugsweise auf 600° bis 800°C erwärmt wird, daß dem erwärmten Gut ein Reduktionsmittel zugesetzt wird und
daß der andere Teil der schwefelhaltigen Ofenabgase in an sich bekannter Weise aus dem Brennprozeß entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Frischluft und/oder Kühlerheißluft in der heißesten Stufe des
Schv;ebegasVorwärmers und/oder in die dieser Stufe vorgeschalteten
Vorwärmstufen eingeführt wird.
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3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Reduktionsmittel in den die heißeste Stufe des Vorwärmers
verlassenden Gutstrom eingeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die aus dem Brennprozeß entfernte Abgasteilmenge vor Abgabe an die Atmosphäre gekühlt und gereinigt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des aus der heißesten
Stufe des Vorwärmers austretenden feinkörnigen Gutes zwischen Drehrohrofen und· dieser heißesten Stufe im Kreislauf geführt
wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bestehend aus einer Brennanlage mit
nach dem Schwebegasprinzip arbeitenden Zyklonwärmetauscher, der einem Drehrohrofen vorgeschaltet ist, wobei der Drehrohrofen
und der Zyklonwärmetauscher heißgasseitig mit einem Gut-, kühler in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehrohrofen über wenigstens eine Eypass-Gasleitung 9 mit der ümgebungsatrnosphäre und über wenigstens eine Abgasleitung 1β
mit mindestens einem WärmetauoCherstrang 4·, 5 eines höchstens
dreistufigen Zyklonwärmetauscher 1 verbunden ist, und daß
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zumindest die jeweils heißeste Stufe des Zyklonwärmetauschers mindestens eine Zuführung 17>
18 für ein Reduktionsmittel aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
im Guteinlaufbereich des Drehrohrofens 7 und/oder in dessen . Abgasleitung 16 und/oder in dem untersten Zyklon 2 und/oder
im Bereich der Gutauslaufleitung 22 dieses untersten Zyklons
die Zuführung 17, 18 für das Reduktionsmittel angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Guteinlaufbereich des Drehrohrofens 7 im Gutstrom
mindestens ein verschiebbares Prallelement 23 angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in. der AbgasleitungΊ6 und/oder in mindestens
einer weiteren die Zyklone des Wärmetauschers 1 miteinander verbindenden Gasleitung 3 eine Zuführung für Frischluft und/
oder Kühlerheißluft angeordnet ist.
909828/0181
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ID=6027929
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- 1978-12-22 ES ES78476289A patent/ES476289A1/es not_active Expired
- 1978-12-28 JP JP16133778A patent/JPS5497623A/ja active Pending
- 1978-12-29 DK DK586978A patent/DK586978A/da not_active Application Discontinuation
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- 1978-12-29 US US05/974,610 patent/US4229226A/en not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
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|---|---|
| GB1599220A (en) | 1981-09-30 |
| DK586978A (da) | 1979-07-01 |
| ES476289A1 (es) | 1979-04-16 |
| FR2413337A1 (fr) | 1979-07-27 |
| JPS5497623A (en) | 1979-08-01 |
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