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DE2758601A1 - Verfahren und einrichtung zur aufarbeitung von strassendecken - Google Patents

Verfahren und einrichtung zur aufarbeitung von strassendecken

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Publication number
DE2758601A1
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DE
Germany
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microwave
vehicle
roadway
road
microwave energy
Prior art date
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Ceased
Application number
DE19772758601
Other languages
English (en)
Inventor
Morris R Jeppson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE2758601A1 publication Critical patent/DE2758601A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C19/00Machines, tools or auxiliary devices for preparing or distributing paving materials, for working the placed materials, or for forming, consolidating, or finishing the paving
    • E01C19/02Machines, tools or auxiliary devices for preparing or distributing paving materials, for working the placed materials, or for forming, consolidating, or finishing the paving for preparing the materials
    • E01C19/10Apparatus or plants for premixing or precoating aggregate or fillers with non-hydraulic binders, e.g. with bitumen, with resins, i.e. producing mixtures or coating aggregates otherwise than by penetrating or surface dressing; Apparatus for premixing non-hydraulic mixtures prior to placing or for reconditioning salvaged non-hydraulic compositions
    • E01C19/1004Reconditioning or reprocessing bituminous mixtures, e.g. salvaged paving, fresh patching mixtures grown unserviceable; Recycling salvaged bituminous mixtures; Apparatus for the in-plant recycling thereof
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C23/00Auxiliary devices or arrangements for constructing, repairing, reconditioning, or taking-up road or like surfaces
    • E01C23/06Devices or arrangements for working the finished surface; Devices for repairing or reconditioning the surface of damaged paving; Recycling in place or on the road
    • E01C23/065Recycling in place or on the road, i.e. hot or cold reprocessing of paving in situ or on the traffic surface, with or without adding virgin material or lifting of salvaged material; Repairs or resurfacing involving at least partial reprocessing of the existing paving
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C23/00Auxiliary devices or arrangements for constructing, repairing, reconditioning, or taking-up road or like surfaces
    • E01C23/14Auxiliary devices or arrangements for constructing, repairing, reconditioning, or taking-up road or like surfaces for heating or drying foundation, paving, or materials thereon, e.g. paint

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  • Road Repair (AREA)

Description

Verfahren und Einrichtung zur Aufarbeitung von Straßendecken
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung und ein Verfahren zur wirksamen und wirtschaftlichen Erneuerung» Ausbesserung und Wärmebehandlung von Straßendecken. Insbesondere betrifft die Erfindung in einer Ausführungsform die Aufarbeitung vorhandener Asphaltdecken auf dem StraSenbett, wobei wenig oder gar kein neues Dekkenmaterial benötigt wird.
Die zunehmende Verwendung von Kraftfahrzeugen als Hauptmittel für die Personen- und Güterbeförderung hat zu einer beträchtlichen Ausdehnung und Verdichtung der Straßennetze geführt, und zwar sowohl der Fernverbindungen als auch der Straßen in Siedlungsgebieten. Viele dieser Straßen sind vollständig oder teilweise mit Decken versehen» die aus Asphaltmiechungen hergestellt sind, und zwar zu einem großen Teil erst in den letzten Jahren. Auf Grund dieser
Entwicklung sind die Fortschritte auf dem Gebiet der Asphaltstraßendecken auf Verfahren und Einrichtungen für den Neubau von Straßen konzentriert, während die Ausbesserung oder Erneuerung bestehender Straßen bisher weniger wichtig erschienen.
Asphaltdecken werden durch Alterung und auch auf Grund starker Benutzung mangelhaft. Ale eigentliche Gründe sind zu nennen zum Beispiel örtlich konzentrierte Spannungen durch Befahren mit schweren Fahrzeugen, Bodensetzungen und Grundwassereffekte. Hierdurch ergeben sich Unebenheiten in der Oberfläche, Risse und Schlaglöcher. Bislang wurden für die Ausbesserung oder Wiederherstellung im wesentlichen Neubauverfahren abgewandelt und angepaßt. Z.B. werden die Risse, Einbeulungen und Schlaglöcher mit einer frischen Asphalt mischung in dem jeweiligen kleinen Bereich der Decke ausgefüllt, wo dies erforderlich ist. Ausgebesserte Bereiche dieser Art sind jedoch häufig nicht so stabil und dauerhaft wie die ursprüngliche Decke und machen daher wiederholte und ausgedehntere, fleckartige Ausbesserungen erforderlich. Schließlich kann die Verschlechterung des Deckenzustandee soweit gehen, daß wenigstens Abschnitte der gesamten Straßendecke erneuert werden.
Zu diesem Zweck wird die alte Asphaltdecke aufgerissen, die Deckenstücke auf Fahrzeuge geladen und nach einer Abfalldeponie transportiert, vielfach über eine beträchtliche Strecke. Sodann wird eine neue Asphalt- Heißmischung angefahren, aufgetragen und verdichtet in einem Verfahren, das praktisch einer Neudeckung mit neuem Material entspricht.
Schwierigkeiten ergeben eich nun dadurch, daß immer mehr Abschnitte des bestehenden Straßensystems ausbesserungsbedürftig werden.
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Hinzu kommt eine weltweite Verknappung von Erdoelprodukten, zu denen auch Asphalt yo'nört, und eine dementsprechende merkliche Steigerung der Kosten. Auch besteht eine gewisse Notwendigkeit, die vorhandenen Hilfsquellen in ihrer Nutzung für die verschiedenen Zwecke, wie Energieerzeugung einerseits und Straßenausbesserung andererseits aufzuteilen. Wenn die hohen Kosten für neuen Asphalt mit den Kosten für Arbeitsaufwand» Ausrüstung \snü Energie zusammengefaßt werden, führt das bei den bekannten Erneuerungsverfahren zu Gesamtkosten, die es als ausgeschlossen erscheinen lassen, das ausgedehnte StraSensystem moderner Industriestaaten ira guten Zustand zu erhalten. Unterrichtete Kreise haben bereits davon gesprochen» daß unter diesen Bedingungen sehr wahrscheinlich alt einer Verschlechterung des fees teilenden Straflensystems zu rechnen ist. Diese Entwicklung wird noch weiter beschleunigt, wenn die Anzahl der Kraftfahrzeuge, insbesondere auch der Lastwagen, weiter erhöht wird, wie zur Zeit durchaus wahrscheinlich ist.
Als Abhilfe, und \a» die Kosten der Straßenausbesserung auf das Niveau des wirtschaftlich Machbaren zu senken* ist vorgeschlagen worden, vorhandene Asphaltdecken aufzuarbeiten« Hierzu wird die vorhandene Asphaltdecke einer Straße auf- und abgerissen und die Asphaltbrocken der alten Decke nach einer von der Straße entfernt liegenden Aufarbeitungsanlage gebracht, in der die Deckenteile bis zur Erweichung des Asphaltes erwärmt werden. Sodann werden die Bestandteile der alten Decke zu einer neuen Mischung aufbereitet. Dieses erneuerte Asphaltgemisch wird dann im warmen Zustand nach der Straße zurückgebracht und benutzt, um die Straße in üblicher Weise mit einer neuen Decke zu versehen,
Diese Wiederverwendung vorhandener Decken ermöglicht eine merkliche
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Ersparnis dadurch, daß wenig oder gar kein neuer Asphalt und Zuschlagstoffe benötigt werden. Ein weiterer wirtschaftlicher und ökologischer Vorteil ergibt sich daraus, daß für das Altmaterial keine Deponiefläche mehr benötigt wird.
Die wirtschaftlichen Vorteile der Wiederverwendung von Asphaltdecken in der hier erwähnten Weise sind weitgehend auf Einsparungen an neuem Asphalt und Zuschlagstoffen beschränkt. Die Ersparnis an Transportkosten für Material, Arbeitsaufwand und Einrichtungskosten sind jedoch in den meisten Fällen verhältnismäßig gering. Tatsächlich können die Einrichtungskosten sich sogar noch etwas erhöhen dadurch, daß Apparate und Geräte zum Erwärmen neuen Asphalts gewöhnlich nicht benutzt werden können, um die Bruchstücke der alten Asphaltdecke aufzuwärmen; diese Teile neigen zur Entzündung und zu starker Rauchentwicklung, falls sie in den gleichen Einrichtungen behandelt werden, die zur Zubereitung frischer Asphaltheißmischungen benutzt werden. In einer bekannten Aufarbeitungsanlage wird zum Beispiel ein besonderer Wärmeaustauscher, ähnlich einem Trommelmischer, in einer Anordnung verwendet, die für eine Isolierung der Mischung von einer äußeren Verbrennungskammer sorgt. .
Teilweise wegen der Verringerung der Entzündungs- und Umweltverschmutzungsprobleme 1st in letzter Zeit vorgeschlagen worden, in einer Aufbereitungsanlage für Bruchstücke alter Asphaltstraßendecken zur Erwärmung Mikrowellenenergie zu verwenden. Die Mikrowellenenergie ist ein ohne Flamme wirkendes Erwärmungemedium und wirkt viel schneller als bekannte Verfahren. Sie ist nicht davon abhängig, daß Wärm· von der Oberflache der Brocken nach innen geleitet wird. Vielmehr wird innerhalb 4es gesamten Volumens der
zu erwärmenden Substanz Wärme erzeugt. Die Verwendung von Mikrowellenerwärmung für derartige Zwecke ist an sich mit einer Reihe von besonderen technischen Schwierigkeiten verbunden, die beseitigt werden müssen, bevor ein solches Verfahren praktisch anwendbar wird. Zum Beispiel ist das Arbeiten mit Mekrowellen ein teures Erwärmungsverfahren, so daß dafür gesorgt werden muß, daß ein hoher Anteil der erzeugten Mikrowellenenergie innerhalb der Asphaltmischung in Wärme umgewandelt wird. Weiter soll aus Sicherheitsgründen aus dem Erwärmungsbereich keine irgendwie merkliche Menge an Mikrowellenenergie in die Umgebung abgegeben werden. Dadurch sollen auch Störungen anderer elektronischer Einrichtungen, wie Radaranlagen, Mikrowellen-Korammikationsverbindungen und dergleichen vermieden werden. Es sind Verfahren xmd Einrichtungen bekannt, um Mikrowellenenergie zur Erwärmung anderer Arten von Materialien zu verwenden, z.B. in der großindustriellen Verarbeitung von Nahrungsmitteln in kontinuierlichen, große Mengen umfassenden Bearbeitungsgängen. In einem gewissen Umfang können diese bekannten Einrichtungen und verfahren auch zur Aufarbeitung und Aufheizung von anphalthaltigen Strafiendeckenbrocken in festen Anlagen abgewandelt werden»
Wie erwähnt, wird bei den üblichen Erneuerrungsverfahren die alte Asphaltdecke auf- und weggerissen und nach einem Schuttabladoplatz transportiert. Das Altmaterial wurde also als Abfall behandelt und erhöhte die Erneuerungskosten dadurch, daß es von dem Straßenbett abgetragen und dann fortgefahren werden mußte. Hinzu kamen Kosten für die Lagerf!Sehe, Erst kürzlich hat man erkannt, daß die Aufarbeitung alter Asphaltdecken nicht auf die eigentlichen Straßendecken beschränkt zu bleiben braucht. Die großen Mengen an Altasphalt, die zur Zeit auf Deponien liegen, können, falls brauchbare
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Verfahren verfügbar sind, praktisch als Asphaltgruben betrachtet werden.
Mit der Erkenntnis, daß die Wiederverwendung von Altasphalt zu Einsparungen führt und bei dem Umfang der zu erhaltenden Straßen eine Notwendigkeit werden kann, sind auch Verfahren und Spezialeinrichtungen vorgeschlagen worden, um diese Wiederverwendung wirtschaftlich und technik wirksam durchzuführen.
Außer den bisher behandelten wirtschaftlichen Problemen der Erneuerung oder Ausbesserung von Asphaltstraßen sind auch technische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. So ist z.B. die Bindung zwischen neuem Asphalt in Spalten, Senkungen und Schlaglöchern oder dergleichen und dem benachbarten alten Pflaster verhältnismäßig schwach aufgrund der Tatsache, daß die Erwärmung des alten Pflasters während der Ausbesserung auf die unmittelbar betroffenen Flächen der alten Decke beschränkt bleibt. Eine ähnlich schwache Bindung ist auch meistens an der Grenze zwischen einem erneuerten und einem alten Abschnitt einer Asphaltstraße zu erwarten.
Ein weiteres Problem ist, daß eine in einer ortsfesten Anlage zubereitete Heißmischung überhitzt sein muß, da sie nach der Baustelle befördert werden muß und dabei abkühlt. Eine solche Abkühlung tritt jedoch meistens nicht gleichmäßig im gesamten Volumen der Heißmischung auf, so daß beträchtliche Temperaturunterschiede auch dann zu erwarten sind, wenn eine Zusatzheizung für den Transport zur Baustelle oder an der Baustelle vorgesehen wird. Benachbarte Bereiche der Decke werden daher bei beträchtlich verschiedenen Temperaturen aufgebracht und bearbeitet; dadurch wird die Qualität der Decke abträglich beeinflußt.
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Dei den üblichen Erneuerungs- und Ausbesserungsverfahren muß auch die Heißmischung über die verhältnismäßig langen Zeiten während des Transports und der Aufbringung auf hohen Temperaturen gehalten werden* In manchen Fällen müssen benachbarte Flächen, mit denen der Asphalt verbunden werden soll, erwärmt werden. Die praktischen Heiz- und WaxMhalteprobleme schließen meistens aus» daß derartige Arbeiten, abgesehen von unerläßlich notwendigen Reperaturen, bei nasser oder kalter Witterung ausgeführt werden. In vielen Gebieten werden solche Straßenbauarbeiten während des Winters eingestellt.
Von den hier besprochenen Problemen der Behandlung von Asphaltdekken ergeben sich Beziehungen zu Straßendecken, die ganz oder teilweise aus anderem Material hergestellt sind. So zum Beispiel Autobahnen, die Betondecken haben, deren Randstreifen jedoch häufig asphaltiert sind. Aber auch Betondecken werden durch Benutzung und Alterung zerstört? es kann dann erforderlich werden, im Zus€&t~ menhang mit einer Wärmebehandlung eine Decke aus einem für solche Zwecke geeigneten Material aufzubringen, wobei dann ebenfalls die vorstehend erläuterten Probleme auftreten.
Die Erfindung sieht wan vor, Verfahren und Einrichtungen zu schaffen, mit deren bereits vorhandene Asphaltdecken in einer äußerst wirtschaftlichen und wirksamen Weise aufgearbeitet werden können, und zwar dadurch, da0 die Aufarbeitung grundsätzlich an der Stelle der vorhandenen Decke und in vielen Fällen so ausgeführt wird, daß die Decke dabei nicht von dem Straßenbett oder einer anderen Pflasterschicht abgehoben wird. Bestimmte Formen der Erfindung sind auch attf die Erhaltung von Be ton-Au tobahnen oder dergleichen und auf die Wiedergewinnung von Asphalt aus Abfällen auf Deponien anwendbar«
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In einer praktischen Ausftthrungsform der Erfindung werden aufeinanderfolgende Teilabschnitte der alten Asphaltdecke an Ort und Stelle durch Erwärmung mit Mikrowellenenergie schnell zersetzt und dann die Bestandteile auf der Stelle, das heißt in vielen Fällen auf dem Straßenbett, wieder vermischt. Die heißen wiedervermischten Bestandteile werden dann geglättet und wieder verdichtet. Es kann so fortschreitend eine reparaturbedürftige Straße bearbeitet werden, wobei eine sehr gute Straßendecke mit Eigenschaften hergestellt wird, die denen einer neugebauten Straße entsprechen. Dabei werden nur wenig oder gar kein neuer Asphalt und Zuschlagstoffe benötigt. Sehr erhebliche zusätzliche Ersparnisse ergeben sich dadurch, daß Transportkosten für Material zwischen der Baustelle und einer Deponie und zwischen einer ortsfesten Mischanlage und der Baustelle beträchtlich verringert sind oder entfallen Auch der Bedarf an Transportfahrzeugen, Aufreißern, Laderfahrzeugen und dergleichen ist entsprechend verringert oder entfällt, ebenso wie die Bereitstellung von Abladeflächen für altes Pflastei Stattdessen kann die Erfindung sogar zur Rückgewinnung von Asphalt von derartigen Deponien benutzt werden.
Falls bei der Ausführung der Erfindung mit Brennstoffen betrieben« Motoren zum Antrieb von elektrischen Generatoren eingesetzt werdei die die Energie für die Mikrowellenquellen liefern, ergeben sich weitere Einsparungen an Kosten und Energie dadurch, daß die Abwän der Motoren zur Ergänzung oder Aufrechterhaltung der Wärmewirkung der Mikrowellen benutzt wird.
Die Erfindung kann angewendet werden, um asphaltierte Seitenstrei fen von hauptsächlich aus Beton bestehenden straßen auszubessern und wiederherzustellen, sie kann auch so abgewandelt werden, daß
aus Beton hergestellte, beschädigte Straßenflächen oder dergleichen ausgebessert werden können. Ein Überzug aus Asphalt oder einem anderen geeigneten Abschlußmaterial kann auf den Beton aufgebracht und dabei an Ort und Stelle durch die erfindungsgemäße Einrichtung erwärmt werden. Eine solche Fläche kann dann regelmäßig nach Dedarf und gemäß der Erfindung überarbeitet werden, um über eine lange Zeit eine ausgezeichnete Oberflächenqualität zu gewährleisten.
Eine erfindungsgemäße Einrichtung weist Aufbringungseinrichtungen auf, die eine wirksame Einleitung von Mikrowellenenergie in die darunter befindliche« vorhandene Straßendecke ermöglicht, so daß die Decke äußerst schnell und gleichmäßig erwärmt wird. Ferner sind Einrichtungen vorgesehen, die das Austreten von Mikrowellenenergie aus dem Erwärznungsbereich der Straßendecke verhindern*
Die erfindungsgemäSe Einrichtung zur Aufarbeitung von Asphaltdecken hat vorzugsweise die For» sines ait Eigenantrieb versehenen Fahrzeuges, das in mehrere Abschnitte unterteilt ist und eine Einrichtung trägt» welche die Mikrowellenenergie nach unten richtet» so daß das darunter befindliche Pflaster zersetzt wird» Das Fahrzeug trägt ferner eine Mischeinrichtung, die nach unten in das zersetzte Pflaster hineinreicht und außerdem eine oder isehrere GLäittangssehienen» auf die Verdientmigseinriehtungen folgen» Eine solche Fahrzeuganordnung kann auf einer vorhandenen Straße mit geringer Geschwindigkeit entlangfahren und dabei aufeinanderfolgende Abschnitte der Straßendecke erneuern.
Auf der Fahrzeug anordnung sind einer oder mehrere, inotorgetriebene Generatoren vorgesehen, die die elektrische Energie liefern» mit welcher die Mikroweilenquelle bzw, -quellen betrieben werden.
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Vorzugswelse werden die heißen Abgase der Motoren ausgenutzt, um die Heizwirkung der Mikrowellen In der Straßendecke zu ergänzen, die Erwärmung der Straßendeckenbestandteile während der nachfolgenden erneuten Mischung fortzusetzen, einen Vorrat an zusätzlichen, auf dem Fahrzeug mitgeführten Pflastermaterialien auf einer erhöhten Temperatur zu halten, die Verdichterflächen zu erwärmen, um ein Anhaften des Asphaltes zu vermeiden, oder um irgendeine Kombination dieser Wirkungen herbeizuführen.
Die Erfindung ermöglicht demnach, Asphaltstraßendecken wirtschaftlicher und wirksamer als bisher aufzuarbeiten. Die bei der Erneuerung oder Ausbesserung von Straßen oder anderen asphaltierten Flächen entstehenden Material- und Transportkosten werden nach der Erfindung erheblich verringert. Die erfindungsgemäßen Verfahren und Einrichtungen zur Erneuerung oder Ausbesserung von Asphaltstraßen oder dergleichen benötigen demnach weniger teures Material und Energie; außerdem werden die bisher zu erwartenden Umweltverschmutzungen und ökologischen Belastungen verringert.
Ein weiteres Ergebnis der Erfindung ist, daß die Qualität der Bindung zwischen dem neuaufgebrachten Asphalt und benachbarten Bereichen der alten Decke bei der Ausbesserung und Wiederherstellung von Straßen und ähnlichen Flächen verbessert wird.
Die Erfindung ermöglicht weiter eine wirksame Ausnutzung von Mikrowellenenergie bei der Erneuerung oder Ausbesserung von Straßen odei ähnlichen Flächen, wobei die Aussendung von Mikrowellenfrequenzen von der Arbeitsstelle vermieden werden. Die Erfindung gestattet außerdem, Betonfahrbahnen oder dergleichen wiederherzustellen und instandzuhalten.
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Weitere Vorzüge und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen, in denen die Erfindung beispielsweise erläutert und dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 ein Diagramm, das die Temperaturen darstellt, die von Proben verschiedener Materialien erreicht werden, als Funktion der Zeit bei gleicher Einwirkung von Mikrowellenenergie,
Fig. 2 eine graphische Darstellung der Temperaturen, die verschiedene Straßendeckenmaterialien erreichen, nachdem sie in einem 500 watt Mikrowellenofen, dor rait 245O MHZ arbeitet» jeweils 2 Minuten lang erwärmt worden sind,
Fig. 3 ein Dlockdiagranun der auf einander folgenden Verfahrens schritte bei der Aufarbeitung einer abgenutzten Asphaltdecke nach dein erfindungsgemä'ßen Verfahren,
Fig« 4 ein Blockdiagramm, das zusätzliche, bei der Ausführung der Erfindung verwendbare Verfahrensschritte zeigt,
Fig, 5 die Ausführung des erfindungsgemäöen Verfahrens mit
Hilfe von überwiegend bekannten Ausrüstungsteilen, Fig* 6 die Ausführung der Erfindung mit einem an sich bekannten Fahrzeug zur Herstellung von Straßendecken, Fig. 7 eine aufgebrochen gezeichnete Seitenansicht eines Fahrzeugs mit Hikrowellenaufbringungseinrichtungen zur ErvjHrmung und Zersetzung von Asphaltdecken an Ort und Stelle,
FIg^ B eine Unteransicht des Fahrzeugs aus Fig. 7 entsprechend dar Pfeillinie 8-8 dieser Fig*, Fig. 9 eine aufgebrochen gezeichnete Vorderansicht einer
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zweiten AusfUhrungsform des Mikrowellenübertragungsfahrzeuges zum Erwärmen und Zersetzen der alten Asphaltdecke,
Flg. IO eine Ansicht der Unterseite eines Eckteiles des Fahrzeuges der Flg. 9, entsprechend der Linie 10-10 dieser Fig.,
Fig. 11 eine Ansicht gemäß der Linie 11-11 der Fig. 10 zur
Veranschaulichung von Einzelheiten einer Mikrowellenenergieaperre,
Fig. 12 eine teilweise aufgebrochen gezeichnete, schaubildliche Ansicht des vorderen Eckteiles einer dritten Ausfühι"ugsform des MikrowellenUbertragungsfahrzeuges mit einer abgewandelten Form der Mikrowellenenergieabs chirmmittel,
Fig. 13 einen Schnitt entlang der Linie 13-13 der Fig. 12, Fig. 14 einen Schnitt entlang der Linie 14-14 der Fig. 13,
Fig. 15 eine aufgebrochen gezeichnete schaubildliche Ansicht der linken hinteren Ecke einer weiteren AusfUhrungsform eines Fahrzeugs mit Ubertragungseinrichtungen fUr Mikrowellenenergie,
Fig. 16 eine Seitenansicht eines für die Ausführung der Erfindung einzusetzenden Verdichterfahrzeuges,
Fig. 17 einen der Fig. 16 entsprechenden Schnitt durch das Verdichterfahrzeug,
Fig. 18 einen Querschnitt durch das Fahrzeug der Fig. 16 entsprechend der Linie 18-18 der Fig. 17,
Fig. 19 eine Seitenansicht einer Gesamteinrichtung Sir Aufarbeitung von Straßendecken unter Verwendung von Teilfahrzeugeh ähnlich den In den vorhergehenden Fig. dargestellten,
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Fig. 20 eine der Fig. 19 entsprechende Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform der Anlage,
Fig. 21 eine Draufeicht auf die Anlagen der Fig. 20, Fig. 22 eine Seitenansicht eines Fahrzeugs zur Wiederherstellung der Deckenoberflache,
Fig. 23 eine Draufsicht auf das Fahrzeug der Fig. 22, Fig. 24 eine Seitenansicht eines Asphalt-Ausbesserungs- und
Wiederhers tellungs fahrzeuge,
Fig. 25 eine Draufsicht auf das Fahrzeug der Fig. 24, Fig. 26 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform
einer Straßenwiederherstellungseinrichtung und Fig* 27 eine Draufsicht ataf die Einrichtung nach Fig. 26.
Nach der Erfindung werden abgenutzte Asphaltdeckeü zersetzt, sie an der Stelle, an der sie ursprünglich aufgebracht worden sind, erwärmt, danach wieder aufgemischt und an der ursprünglichen Stelle wieder abgelegt werden. Im Vergleich mit der Erneuerung nach bekannten Verfahren, die mechanisches Aufbrechen der alten Decke* /Abfahren nach einer Deponie und danach Wiederanfahren und Aufbringen des neuen Deckenmaterials vorsehen, ergeben sich bedeutende Ersparnisse an Kosten, Energieverbrauch, Arbeitsaufwand, Lagerflächen und Einrichtungen,
Die erfindungsgemäße Aufarbeitung von Asphaltdecken a\sf der Stelle erfordert, daß das Aufwärmen und Zersetzen der alten Decke an Ort und Stelle wenigstens teilweise mit einem Heizmedium verwirklicht wird, das bislang für diese Zwecke nicht verwendet worden i3t, nämlich dadurch, daß Mikrowellenenergie in die vorhandene Decke auf dem Straßenbett oder dergleichen gerichtet wird. Andere Heizverfahren sind vergleichsweise sehr langsam und in der Wirkung ungleich-
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mäßig, denn die außerhalb der Decke z.B. durch Verbrennen von Brennstoff erzeugte Wärme kann nur auf die Oberfläche der Straßendecke einwirken und muß dann in das Innere durch Leitung übertragen werden. Eine Wärmeübertragung durch Leitung ist jedoch ein ziemlich langsamer Vorgang und führt notwendig zu starken Temperaturgefällen innerhalb eines festen Materials, wie z.B. einer alten Straßendecke. Die Mikrowellenenergie dringt dagegen buchstäblich momentan in die alte Decke ein und erzeugt sehr schnell Wärme nicht gerade an der Oberfläche, aber innerhalb des gesamten Volumens der Straßendecke.
Die Mikrowellenenergie kann hier betrachtet werden als eine strahlende elektromagnetische Energie mit einer Frequenz im Bereich von etwa 400 bis etwa 300.000 MHZ. Für praktische Zwecke ist zu beachten, daß staatliche Stellen gewöhnlich innerhalb des gesamten Mikrowellenbandes für die verschiedenen Verwendungszwecke, wie Nachrichtenübertragung, Radarsysteme, industrielle Bearbeitungsverfahren und dergleichen bestimmte besondere Frequenzbereiche freigeben. Daher wird nachfolgend auf die besonderen Frequenzen von 915 und 2.450 MHZ Bezug genommen. Diese 2 Frequenzen sind diejenigen, die zur Zeit in den USA für industrielle Mikrowelleneinrichtungen zugelassen sind. Das bedeutet jedoch nicht, daß diese Frequenzen die besten oder allein geeigneten sind; die Erfindung ist nicht auf diese Frequenzen beschränkt.
Als Mikrowellenquellen sind z.B* Magnetron-Röhren oder dergleichen bekannt, die Mikrowellenfrequenzen mit hohen Ausgangsleistungen erzeugen. Sie werden in weitem Umfang für Nachrichten- und Radarsystem« und auch zur Erwärmung von Stoffen verwendet, wie z.B. die Zuberei-
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tung von Nahrungsmitteln oder das Härten von Kunststoffen.
Auf den ersten Blick könnte Mikrowellenenergie als für das Aufheizen von Asphaltdecken schlecht geeignet erscheinen. Neben den Schwierigkeiten der wirksamen Ankopplung der Energie an die zu bearbeitende Straßenfläche oder dergleichen steht das Problem, die Ausstrahlung dieser Energie von der Arbeitsstelle zu verhindern. Versuche haben überdies gezeigt, daß Mikrowellenenergie an reinen Asphalt nur so schwach angekoppelt werden kann/ daß dieser als nahezu transparent für die strahlende Mikrowellenenergie angesehen werden kann.
Verschiedene Substanzen unterscheiden sich stark in ihrer Fähigkeit, Mikrowellenenergie zu absorbieren und dadurch diese Energie in innere Wärme umzuwandeln. Das Aueiaafl, in dem Mikrowellenenergie absorbiert oder an eine Substanz gekoppelt werden kann, hängt von best insmten atomaren oder molekularen Eigenschaften der betreffenden Substanz gegenüber der Mikrowellenfrequenz oder Wellenlänge ab. Wie oben bemerkt, ist die Absorption in reinem Asphalt außerordentlich «chlecht, Dagegen ist die Absorption von Hikrowelienenergie durch Wassermoleküle ein verhältnismäßig wirksames Verfahren. Bei vielen bekannten Einsätzen, bei denen Substanzen mit Mikrowellenenergie erwärmt werden, wie z,B. beim Kochen von Nahrungsmitteln wird für praktische Zwecke angenommen, daß die Erwärmung primär durch Zusammenwirken mit dem Wassergehalt des Stoffes eintritt. Fig. 1 ist ein Diagramm, das die Temperaturen veranschaulicht, die eine Probe aus reinem Asphalt und auch eine Wasserprobe während gleichlanger Einwirkung von Mikrowellenenergie erreichen. Die verhältnismäßige Unwirksamkeit der Erwärmung von Asphalt im Vergleich zu der von Wasser ist ohne weiteres ersichtlich.
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Fig. 1 zeigt auch die Temperaturen, die eine Probe aus einer alte Asphaltdecke unter im wesentlichen denselben Bedingungen durch Mikrowellenerwärmung erreicht« Überraschend tritt nicht nur in einer solchen Probe eine sehr wirksame Umsetzung in Wärme auf, sondern die Erwärmung ist tatsächlich merklich wirksamer als die von Wasser. Da reiner Asphalt sehr schlecht auf Mikrowellenenergi« anspricht, kann angenommen werden, daß die Mikrowellen stark von anderen Bestandteilen der Straßendecke absorbiert werden, die aus Stein- und Sandteilchen verschiedener Größe bestehen und insgesami als Zuschlagstoffe bezeichnet werden. Das ist an sich von beträch 1 liehem Interesse, da die Elemente Silizilium und Sauerstoff in der Erdkruste fast 3/4 der Gesteinsbestandteile bilden. Ein aus diesen Elementen bestehender bekannter Gesteinsbestandteil ist z.B. Quarz. Quarz absorbiert jedoch Mikrowellenenergie so schlechi daß es vielfach benutzt wird, um für Mikrowellenenergie durchlässige Fenster zu bilden. Die Versuche haben ferner gezeigt, daß Mikrowellenenergie äußerst stark von Gesteinsteilchen absorbiert werden, die zu den Arten gehören, die gewöhnlich für Straßendecker verwendet werden. Zu Vergleichszwecken zeigt Fig. 1 auch die Erwärmungswirkung an einer typischen Probe eines Kieselsteins von etwa 1,3 cm Durchmesser. Nach einer Mikrowelleneinwirkung entsprechend derjenigen, die für die Ableitung der Meßwerte für reine Asphalt und für Wasser angewendet wurde.
Fig. 2 zeigt die Erwärmung nach Einwirkung von Mikrowellenenergie auf verschiedene Arten von Kies oder Gesteinesplitt, die von auch in geologischer Hinsicht verschiedenen Orten Californiens und Nevada stammen. Weiter ist vergleichsweise das Ausmaß der Erwärmung von reinem Asphalt, Quart und Wasser unter denselben Bedingungen eingetragen. Danach ist dl· Wirksamkeit der Mikrowellenerwärmung
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für alle diesen verschiedenen Arten von Zuschlagstoffen, für eine typische Probe aus einer alten Asphaltdecke und für eine Betonprobe äußerst stark.
Es wird angenommen, daß die hohe Wirksamkeit der Mikrowellenerwärmung für eine Vielzahl von Gesteinstypen darauf zurückzuführen ist, daß die Elemente Silizium und Sauerstoff nicht nur Quarz, sondern auch mit anderen Elementen zusammen eine Gruppe von Mineralien bilden, die insgesamt als Silikate bekannt sind und die über 90% der Erdkruste bilden. Aus Fig. 2 kann abgeleitet werden, daß im Gegensatz zu Quarz Silikate Mikrowellen stark absorbieren. Die molekulare Grundstruktur aller Silikate weist ein Tetraeder auf, das aus einem Siliziumatom in der Mitte und Sauerstoffatomen an jeder der 4 Ecken bestellt. Die Silikatkristallstrukturen sind anscheinend Polare die Elektrika mit ziemlich hohen Werten der Dielektrizitätskonstante. Ein hoher Wert der Dielektrizitätskonstanten zeigt an* dafi in einer Kristallstruktur eine große Verschiebung von Polarisierungsladungen in Gegenwart von den Spannungsbeanspruchungen eintritt, die durch Mikrowellenfelder angelegt werden. Das ist der Vorgang, durch den Mikrowellenenergie in einer dielektrischen Substanz in Wärme umgeformt wird.
Falls eine Probe gefunden und geprüft würde, die nur aus Asphalt und äußerst reinen Quarzzuschlägen besteht, ist es möglich, daß hier eine weniger wirksame Erwärmung ζώ beobachten wäre. Die Daten der Fig. 2 zeigen jedoch, daß ein solches Pflaster, falls es überhaupt existiert, sehr ungewöhnlich ist.
Die Tatsache, daß Mikrowellenenergie Gestein schneller als Wasser erwärmt, siehe Fig. 1, bedeutet nicht, daß Gesteinsmaterial in
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einem Mikrowellenfeld mehr Energie als Wasser absorbiert. Dieser scheinbare Widerspruch erklärt sich durch die Tatsache, daß die spezifische Wärme von Wasser, definitionsgemäß 1,0, wesentlich höher als die von Gestein ist. Die meisten Gesteine haben eine spezifische Wärme im Bereich von etwa 0,2. Das bedeutet, daß eine vorgegebene Mikrowelleneingangsenergie fünfmal mehr Gesteinsmaterial als Wasser auf eine gegebene Temperatur erwärmen kann.
Fig. 3 veranschaulicht die Schritte, die bei Ausführung der Erfindung die Erneuerung einer abgenutzten Asphaltstraße ermöglichen. Das vorhandene Pflaster 11 wird erwärmt, indem Mikrowellenenergie in das auf dem Straßenbett 12 befindliche Pflaster in dem Ausmaß übertragen wird, der erforderlich ist, um das Gemisch soweit zu erwärmen, daß der Asphalt flüssig oder halbflüssig wird. Wie erwähnt, tritt die Erwärmung wahrscheinlich anfänglich in den Zuschlagbestandteilen des Pflasters auf. Die Wärme wird jedoch schnei: auf den Asphalt übertragen. Eine Erwärmung auf Temperaturen von oder über etwa 77° C reicht in den meisten Fällen für diesen Zweck aus; gewisse Abweichungen sind jedoch in Abhängigkeit von der genauen Zusammensetzung des alten Pflasters möglich. Wenn bis zu dem Punkt erwärmt wird, an dem das Asphaltbindemittel zumindest halbflüssig wird, verliert das alte Pflaster seinen Zusammenhalt und kann leicht zerbröckelt werden.
Nach der Zersetzung des alten Pflasters mittels Wärme werden dann die ursprünglichen Bestandteile wieder vermischt, um den Asphalt in der Masse zu verteilen und die Bestandteile in eine lose Masse zu überführen, die durchgearbeitet werden kann. In diesem Zustand können etwas zusätzlicher neuer Asphalt, Zuschlagstoffe oder Pflasteröle, falls erwünscht, zugesetzt werden, obwohl dieses nicht
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immer erforderlich ist. In vielen Fällen hat sich herausgestellt, daß die unteren Teile des alten Pflasters verhältnismäßig mehr Asphalt als die oberen Teile enthalten. Durch die neue Mischung wird der Asphalt wieder verteilt und eine überall gleichmäßige Zusammensetzung erzielt.
Diese neue Mischung kann erreicht werden durch Umrühren, Durchpflügen, Harken oder andere Arbeitsgänge unmittelbar auf dem Straßenbett, so daß die Pflasterbestandteile im wesentlichen auf ihrer ursprünglichen Stelle auf dem Straßenbett bleiben. Stattdessen kann das zersetzte Pflaster auch kurz von dem Straßenbett 12 durch eine Fördervorrichtung oder dergleichen abgehoben und neu durchmischt und dann auf das Straßenbett zurückgeführt worden. In jedem Fall wird aber der OurchsisehungsVorgang vorzugsweise an der Arbeitsstelle ausgeführt, ohne das Material über irgendeine merkliche Strecke in Lastwagen oder dergleichen befördern.
Anschließend an die Durchmischung und während die Pflasterbestandteile noch im aufgelösten Zustand bei erhöhter Temperatur sind, wird das Material geglättet» Anschließend an den Glättungsvorgang wird das Gemisch auf dem Straßenbett erneut verdichtet, Nach Abkühlen und Härten der Mischung ergibt sich eine erneuerte, glatte Straßendecke 11" hoher Qualität.
Dieses verfahren kann so verwirklicht werden, das die verschiedenen Schritte in Reihenfolge auf einer bestimmten kleinen Fläche dor beschädigten Straße 11 ausgeführt werden. In vielen Fällen ist es vorteilhaft, alle Schritte gleichzeitig auszuführen, wobei die Bearbeitung langsam auf der beschädigten Straße 11 in Richtung des Pfeiles 15 fortschreitet» Wenn während dieser Art Fortbewegung
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mit Mikrowellen geheizt wird« werden aufeinanderfolgende Teilabschnitte des abgenutzten Pflasters aufgelöst, während aufeinanderfolgende Teilabschnitte des vorher aufgelösten Pflasters erneut durchmischt werden. Das Glätten und Verdichten kann dann die Straße entlang in einer im wesentlichen gleichen Heise fortschreiten. Beispiele für Einrichtungen, welche die verschiedenen Arbeitsgänge gleichzeitig und kontinuierlich ausführen, werden nachfolgend beschrieben.
Fig. 3 veranschaulicht bereits, daß nach der Erfindung im großen Umfange Treibstoffe zum Transport von Materialien gespart werden. Fig. 4 veranschaulicht einen weiteren Vorzug des Verfahrens, nämlich eine erheblich verbesserte Treibstoffausnutzung, die wiederum auch Arbeitsvorteile ermöglicht.
Gewöhnlich ist an einer Arbeitsstelle keine' elektrische Energiequelle vorhanden, mit der die Mikrowellenquelle oder -quellen 13, Fig. 4, betrieben werden können. Infolgedessen sind einer oder mehrere elektrische Generatoren 14 vorgesehen, die ihrerseits von einem oder mehreren, mit Brennstoff betriebenen Motoren 16 angetrieben werden. Die Motoren 16 können Kolbenmotoren sein, die mit Dieselöl, Flüssiggas oder Benzin betrieben werden. Auch Turbinen, die mit den gleichen Treibstoffen betrieben werden, können eingesetzt werden. In allen diesen Fällen arbeiten die Motoren so, daß ein großer Teil des Energieinhaltes des Brennstoffes gewöhnlich ungenützt in Gestalt von Wärme mit den Abgasen des Motors verschwendet wird. In dem in Fig. 4 veranschaulichten Verfahren wird ein erheblicher Teil dieser Abwärme produktiv ausgenutzt.
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Wenigstens ein Teil der heißen Abgase aus don Motoren 16 knnn auf das unter der Anlage befindliche Asphaltpflanter 17 gerichtet werden, um die Heizwirkung der Mikrowellenenergio zu ergänzen. Die heißen Abgase können zu diesem Zweck auf das Pflan tor in dom gleichen Dereich gerichtet werden, in welchem die Mikrowellenenorgie einwirkt. Sie können auch auf die aufgelösten Pflasterbestaiidteile während des Durchmisch ungs Vorganges gerichtet werde«, ««i f?i<>. dabei auf dem vorgesehenen hohen Temperaturniveau zu haiton. To.1.1-mengen der Abwärme können auch verwendet werden, um die Oberflächen der Verdichtungsvorrichtungen auf einer erhöhten Temperatur zu halten und damit das Anhaften von Pflasterbestandtniltm an diosen Flächen während des VerdichtungsVorganges zu vennnidon. Dio Fig. 4 zeigt, daß die heißen Abgase entweder allein für einen dor erwähnten Zwecke oder für eine Kombination dieser Zwecke benutzt werden können. Da mit Treibstoff betriebene Motoren gewöhnlich 80% des Energieinhaltes des Treibstoffes in Gestalt von Wärrae abgeben und verschwenden, sind fiurch Ausnutzung der Abwärme dor Motoren ganz erhebliche Einsparungen an Treibstoffkosten und damit auch an Kosten der Pflastererneuerung möglich.
In der besonderen Ansfühxnngsform nach Fig, 4 folgt auf einen ersten iäischungsvorgang die Zugabe von zusätzlichem Asphalt r.n d^n Pflasterbestandteilen, worauf ein zweiter Mischvorgang folgt. Wo derartige zusätzliche Pflasterbestandteile vorhanden sind und verwendet werden, kann ein weiterer Teil der heißen Abgase aus dem ifotor oder den Motoren 1€ verwendet werden, \sn diesen Vorrat an Asphalt oder dergleichen in einem erwärmten Zustand zu halten.
Für die Abgasausnutzung kann die Abgasleitung des Motors 16 mit einera Ventil 19 versehen sein. Eine Reihe von Hiifsventiien 21
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liegt in Anschlüssen der Abgasleitung, um wahlweise die Richtung und Zuleitung der heißen Abgase nach irgendeiner der erwähnten Verbraucherstellen zu steuern.
In vielen Füllen und in Abhängigkeit von dem Umfang der Arbeiten werden vorzugsweise integrierte Systeme eingesetzt werden. Für kleinere Aufträge oder dort, wo derartige integrierte Einrichtungen nicht verfügbar sind, können viele der Vorteile des erfindungsgemäSen Verfahrens auch unter Verwendung von bekannten Baumaschinen für einige der Arbeitsschritte verwirklicht werden. Das gilt z.B. für das Mischen, Glätten und Verdichten. Für das Erwärmen und Auflösen des alten Pflasters mittels Mikrowellenenergie bei gleichzeitiger Fortbewegung auf der Straße fehlt allerdings biolang eine entsprechende Einrichtung.
Unter gleichzeitiger Verwendung bekannter Baumaschinen, siehe Fig. 5, wird ein Mikrowellenübertragungsgerät 22 langsam eine zu erneuernde Asphaltstraße 23 entweder mit Eigenantrieb oder mit Hilfe eines Kraftfahrzeuges, z.B. eines Schleppers 24, entlanggefahren. Bauliche Einzelheiten der Einrichtung 22 werden weiter unten erläutert. Der DurchmischungsVorgang kann dann mittels einer oder mehrerer Drehharken bzw. Drehpflüge 26 ausgeführt werden, die hinter dem Mikrowellengerät 22 hinterherfahren. Auch gewisse andere Formen von Pfügen oder Eggen und dergleichen können für diesen Zweck verwendet werden. Zum Glätten ist ein Motorglätter 27 vorgesehen, der der Mischeinrichtung 26 folgt. Für die Verdichtung wird schließlich eine Walze 28 oder eine andere bekannte Verdichtungseinrichtung benutzt, die der Glättungsvorrichtung folgt.
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Der Einsatz einer Reihe von mit Eigenantrieb versehener Fahrzeuge bekannter Konstruktion, siehe Fig. 5, ist nicht unbedingt das wirksamste Verfahren für die Ausführung der Erfindung, obwohl sich auch hier gegenüber üblichen Verfahren zur Straßenerneuerung wesentliche Vorteile ergeben. Fig. 6 zeigt eine Ausführungnform, bei der ein bekanntes, mit Eigenantrieb versehenes Arbeitsfnhrzoug benutzt wird, um das Durchmischen, Glätten und Verdichten anschließend an das Aufheizen und Auflösen mittels Mikrowellen auszuführen. Ein Fahrzeug 28 dieser Art trägt die erforderlichen Einrichtungen für das Mischen, Ablegen, Glätten und Verdichten von Asphaltpflaster. Eine bekannte Form dieser großen Straßenbaumaschinen 29 weist Schaufeln 31 auf f die an einem endlosen Förderer 32 am vorderen Ende des Fahrzeuges angeordnet sind und das Material aufnehmen und in die Pflastermaschine einspeisen. Diese Hebe- oder Baggervorrichtung 32 wurde bislang benutzt, um frische Asphalbriischung aufzunehmen, die von Transportfahrzeugen auf das Straßenbett abgekippt worden war. Diese Einrichtung wird jetzt benutzt, um das erfindungsgemäS aufgelöste alte Pflaster aufzunehmen.
Bei dem Verfahren gemäß Fig. 6 wird das Mikrowellenübertragungsfahrzeug 22 fortlaufend über eine auszubessernde Straße 23 entlang bewegt, um das alte Pflaster zu erwärmen und aufzulösen. Die PfIastermaschine 2Q fährt hinterher, wobei die Fördereinrichtung 32 benutzt wird, um das heiße aufgelöste alte Pflaster hinter der Mikrowelleneinrichtung aufzunehmen, zu durchmischen, es wieder abzulegen, zu glätten und wieder zu verdichten«
In vielen Fällen wird die Erfindung am wirksamsten mit Hilfe von neuen Spezialeinrichtungen ausgeführt, die ein integriertes System
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für die Fertigung von Straßendecken durch Aufarbeitung des alten Materials zu bilden. Beispiele werden nachfolgend beschrieben. Unabhängig jedoch davon,ob mit Verwendung von bekannten Einrichtungen oder einem neuen integrierten System gearbeitet wird, ist eine Einrichtung erforderlich, die Mikrowellenenergie in entsprechender Dosierung in das darunter befindliche Pflaster richtet, und zwar vorzugsweise während der Fortbewegung über dieses Pflaste: Hierzu sind mehrere schwierige technische Probleme zu lösen.
Bisherige Mikrowellenheizeinrichtungen oder Mikrowellenöfen sind so gebaut, daß sie Stoffe heizen» die in einen Innenraum eingebracht werden, der entweder während des Betriebes völlig von elektrisch leitendem Material umschlossen ist, oder durch den eine Fördervorrichtung hindurchgeht, die dabei an jedem Ende der inneren Heizkammer eine Mikrowellenabschirmvorrichtung passiert. Damit wird die wirksame Anwendung der Mikrowellenenergie gewährleistet und eine Aussendung oder Streuung irgendeiner merklichen Meng« an Mikrowellenenergie in die Umgebung vermieden. Streuende Mikrowellenenergie kann ein Sicherheitsrisiko bilden Und auch auf verschiedene Arten von entferntliegenden elektronischen Geräten durch Erzeugung von Interferenzen störend wirken. Eine wirksame Übertragung von Energie aus dem Mikrowellengenerator oder der -quelle in den zu erwärmenden Stoff ist bei diesen üblichen Formen von Mikrowellenheizsystemen verhältnismäßig leicht zu erreichen. So wird in der einen Form der Heizvorrichtung die zu erwärmende Substanz mit Bezug auf die Mikrowellenübertragungsvorrichtung auf den geometrisch optimalen Punkt gebracht, so daß im elektrischen Sinne eine enge Kopplung eintritt. Im Falle der Hauehalt-Mikrowellenöfen z.B. ist die zu erwärmende Substanz im wesentlichen umschlossen
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von elektrisch leitendem Material, so daß die Mikrowollenenorgio, die anfänglich durch die Substanz hindurchgeht, ohne in Wärme umgewandelt zu werden, oder von der Substanz fortgerichtet wird, durch die leitenden Wände der Kammer wiederholt hin- und zurückreflektiert wird; sie macht so viele Durchgänge durch den Stoff, bis sie absorbiert und in Wärme umgewandelt ist. Die bekannten Formen von Mikrowellenheizvorrichtungen mit abgetrennten inneren Heizkammern sind ungeeignet, um eine alte Asphaltdecke a«f tiom Straßenbett aufzuheizen. Für diesen Zweck muß eine besondere übertragungsvorrichtung vorgesehen sein, die eine wirksame Kopplunq von Mikrowellenenergie an die darunter befindliche Mas.se ermöglicht, vorzugsweise während einer Uberfahrung, wobei ein Au.·?treuen oder Streuen irgendeiner nennenswerten Menge an Mikrowellenenergio verhindert wird. Die Fig. 7 und 8 zeigen eine zu diesem Zweck vorgesehene Mikrowellenübertragungseinrichtung 33.
Die übertragungseinrichtung 33 weist einen sehr stabilen Rahmen 34 aus Stahlträgern oder dergleichen auf, der mittels Straßenrädern an jeder Ecke auf dem alten Pflaster 36 abgestützt ist. Die Straßenräder 37 können um senkrechte Achsen schwenkbar sein, wobei die vorderen Straßenräder mittels eines üblichen Fahrzeuglenkergestänges 38 mit einem schwenk fähigen Sehleppkxipplungsteil 39 verbunden sind, so daß die Einrichtung 33 dem schleppenden Fahrzeug genau folgen kann. Falls das Fahrzeug 33 mit Eigenantrieb versehen ist, sind entsprechend angetriebene tand steuerbare Straßenräder vorgesehen.
Mikrowellenenergie geht nicht durch eine elektrisch leitende Wand hindurch. Mit Ausnahme besonderer Verhältnisse tritt sie nicht
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durch eine öffnung in einer solchen Wand hindurch, wenn die Öffnung in allen Querabmessungen merklich kleiner als die Wellenlänge der Mikrowellenenergie ist. Mikrowellenenergie kann zwar durch eine öffnung in einer leitenden Wand hindurchtreten, falls die öffnung eine maximale Querabmessung hat, die der Wellenlänge der Mikrowellenenergie angenähert ist; das Ausmaß, indem dienes eintritt, verringert sich jedoch mit der Zunahme der Länge der öffnung in Richtung der Mikrowellenfortbewegung. Es gibt eine Öffnungsform dieser Art, die eine sog. Absperrwellenführung bildet und wirksam die Streuung von Mikrowellenenergie blockiert. Allqemein muß eine Absperröffnung in Richtung der Energiefortpflnnzung länger als die größte Querabmessung der öffnung sein, die der Wellenlänge der Mikrowellenenergie entspricht.
Ein weiteres Mittel zur Absperrung der Mikrowellenenercjieausbreitung besteht darin, einen Körper aus elektrisch nichtleitendem und dämpfendem Material im Weg der Mikrowellenenergie anzuordnen. Solche Materialien reflektieren die Mikrowellen nicht nach der Aussendungsstelle zurück, wie die Umschließungen aus elektrischen Leitern, sondern absorbieren die Mikrowellenenergie durch Umwandlung in Wärme. Für diesen Zweck sind nicht alle nichtleitenden Materialien geeignet, da Mikrowellenenergie von gewissen Nichtleitern sehr stark und von anderen nur sehr schwach absorbiert wird. Nichtleitende Materialien, die wirksame Mikrowellen-Absorber sind, sind im allgemeinen solche, die eine verhältnismäßig hohe Dielektrizitätskonstante haben. Wasser ist ein solches Material. Für die Erfindung ist besonders interessant, daß Asphaltpflaster ein stark dämpfendes Material ist, obwohl reiner Asphalt, wie erwähnt, sehr schlecht absorbiert.
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Die übertragungseinrichtung 33 nach Fig. 7 und 8 und auch die weiter unten beschriebenen anderen Ausführungsformen machen Gebraucht von diesen verschiedenen Verfahren, um in dem Obertrngungnfahrzeug 33 einen Mikrowellenabsperrbereich 41 zu bilden, der nicli auch mehrere Zoll (ein Zoll =2,54 cm) nach unten durch das darunterbefindliche Pflaster 36 erstreckt.
Um die Aufwärtsbewegung der Mikrowellenenergie aus dem lloroich 41 zu sperren, ist am Rahmen 34 eine rechteckige Plattformplatte 42 befestigt, die wenigstens an ihrer Unterseite auf. elektrir.ehleitendein Material gebildet ist. Eine Seitenplatte 43, die auch wenigstens teilweise aus elektrisch-leitendem Material besteht, erstreckt sich entlang jeder Seite des Rahmens 34 und von der Platte 42 nach unten, um die Ausbreitung der Mikrowellenenertjie vom Baum 41 in seitlicher Richtung zu sperren. Da das abgenutzte, zu erneuernde Pflaster 36, über das das Fahrzeug fährt, eine unrogelmäßige Oberfläche aufweisen kann, können die Seitenplatten 43 gewöhnlich nicht ganz bis auf das darunter befindliche Pflaster 36 hinabreichen. Stattdessen bleibt ein schmaler Spalt 44, der ausreicht, um diese Unregelmäßigkeiten zu berücksichtige«, zwischen den Seitenplatten und dem Pflaster. Dieser Spalt ist vorzugsweise so klein wie mit Rücksicht der Fahrt des Fahrzeuges über das Pflaster irgendraöglich ist. Er kann typisch etwa 1/4* <O»6 cm) betragen, da in machen FSllen Straßenflächen selbst im beschädigten Zustand ziemlich eben sind. Falls Pflaster mit größeren Rauhigkeiten zn bearbeiten sind, können die Schwenkträger 4ö der Straßenräder 37 vertikal verstellbar sein, so daß der Rahmen und die Seitenplatten des Fahrzeugs nach Bedarf gehoben oder gesenkt werden können.
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Selbst ein nur kleiner Spalt 44 zwischen den Seitonplatten 43 und der Decke 36 würde, falls weitere Mittel fehlen, ein Ausstreuen von Mikrowellenenergie aus dem Bereich 41 zur Seite hin begünstigen» Nachstehend werden daher Mikrowellen-Abschirmvorrichtungen beschrieben, die ein solches Streuen der Energie absperren.
Ein Austreten von Mikrowellenenergie aus dem Raum 41 mit Bezug auf die Fahrtrichtung des Fahrzeugs nach vorn und hinten wird teilweise durch die U-Träger 46 verhindert, die an der Unterseite des vorderen und hinteren Endes des Rahmens 34 befestigt sind. Diese Träger sind aus elektrisch leitendem Material. Unter den Querträgern 46 sind quer sich erstreckende elektrisch leitende Abschinngehüuse 47, die im Querschnitt umgekehrt U-förmig sind und sich nach unten in Richtung auf die Straßendecke 36 erstrecken. Der Rahmen 34 bildet daher zusammen mit den Querträgern 46 und den Abschirmgehäusen 47 elektrisch leitende Vorder- und Rückwände des Mikrowellenraumes Damit wird ein Ausstreuen von Mikrowellenenergie nach vorn und hinten mit Ausnahme des schmalen Spaltes 44 zwischen dem unteren Ende der Gehäuse 47 und der Straßendecke 36 abgesperrt.
Eine ebene, rechtwinklige und mit offener Mitte versehene Bodenplatte 48 aus elektrisch leitendem Material ist an der Unterseite des Fahrzeugs befestigt; die äußeren Seltenkanten der Bodenplatte sind an den Unterkanten der Seitenplatten 43 und die Vorder- und Hinterkante der Platte 48 sind an der unteren Seitenkante des jeweils inneren Gehäuseabschnittes 49 der Abschirmgehäuse 47 befestigt. Die rechtwinklige mittlere öffnung 51 der Bodenplatte 48 bildet einen Mikrowellenübertragungsbereich für das darunter befindliche Pflaster 36; der unmittelbar unter der Bodenplatte 48
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liegende Bereich bildet dagegen einen Abschirmbereich für Mikrowellenenergie .
Zur Übertragung der Mikrowellenenergie in die Straßendecke} 36 sind eine Mehrzahl von Wellenleitern 52, und zwar durchlässige Wellenleiter, innerhalb des Bereiches 41 angeordnet. Die Wellenleiter 52 sind mit Bezug auf ULe Fortbewegung des Fahrzeuges in dieser Ausführungsform der Erfindung quer ausgerichtet und liegen zueinander parallel, so daß eine Wellenleiteranordnung 53 gebildet wird, deren Breite und Länge geringfügig kleiner als die Breite und Lange der Öffnung 51 in der Platte 48 ist. Din linden und Seiten der Wellenleiteranordnung 53 bilden daher in Verbindung mit der öffnung 51 einen rechteckigen Spalt. Die Wellenleiter haben in diesem Fall rechteckigen Querschnitt. Ein Ausstrahlunqnschlitz 54 für Mikrowellenenergie erstreckt sich entlang der Unterseite jedes Wellenleiters und in dessen Längsrichtung. Die Schlitze 54 haben «ine von eineis Ende z\bb anderen fortlaufend abnehmende Breite« Dadurch wird die Ausstrahlung der Energie an aufeinanderfolgenden Abschnitten des Wellenleiters gleichmäßig, wobei berücksichtigt wird, daß die Energie in dem einen Ende des Wellenleiters absorbiert wird. Der Schlitz 54 hat die geringste Breite an dem Ende, das der Energiequelle am nächsten liegt. Es sind jedoch auch noch andere Schlitzformen möglich, die ein gleiches Ergebnis für einen durchlässigen Wellenleiter liefern.
Benachbarte Wellenleiter 52 der Gruppe 53 liegen jeweils umgekehrt, so daß die breiten Enden der Schlitze 54 jedes zweiten Wellenleiters der einen Fahrzeuglängsseite benachbart sind, während die entsprechenden Enden der dazwischenliegenden Wellenleiter zur
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anderen Fahrzeuglängsseite liegen. Jeder Wellenleiter 52 wird durch eine Magnetron-Röhre 56 oder eine entsprechende Quelle zur Mikrowellenerzeugung erregt. Die Magnetron-Röhre 56 jedes Wellenleiters liegt über dem engen Ende des Wellenleiterschlitzes 54. Die Magnetron-Röhren 56 liegen daher in zwei parallelen Reihen, die entlang gegenüberliegenden Seiten der Wellenleiteranordnung 53 sich erstrecken. Die Magnetron-Röhren 56 können unmittelbar an der Deckenfläche des zugehörigen Wellenleiters 52 befestigt sein; die Wellenleiteranordnung 53 kann an Trägern 57 befestigt sein, die sich in Fahrtrichtung des Fahrzeugs erstrecken und deren Enden an Querträgern 58 befestigt sind, die ihrerseits an der Oberseite der Bodenplatte 48 befestigt sind.
Die Trägervorrichtung für die Wellenleiteranordnung 53 ist vorzugsweise so bemessen, daß die Unterseiten der Wellenleiter so nahe wie praktisch möglich über dem Pflaster 36 liegen, wobei das Auftreten kleiner Unregelmäßigkeiten in der Straßendecke berücksichtigt werden muß. Die Unterflächen der Wellenleiter können daher von der Straßenoberseite einen Abstand haben, dessen Größe dem Spalt 44 entspricht. Die eng benachbarte Anordnung der Wellenleiter 52 gegenüber dem Pflaster 36 sorgt dafür, daß die Wellenleiter zum großen Teil als Energiekuppler und nicht als Energiestrahler wirken* In einer solchen Anordnung wirkt das die Unterlage bildende, stark dämpfende Pflaster 36 als eine Scheinlast für die Magnetronröhren 56. Es handelt sich also um ein Mikrowellenheizsystem, in welchem die Scheinlast, mit der die Mikrowellenquelle eng zur Impedanz-Anpassung gekuppelt ist, selbst den zu heizenden Stoff bildet.
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Der elektrische Strom, der zum Betrieb der Magnetronröhren 56 erforderlich ist, kann der übertragungseinrichtung 33 über ein Kabel zugeführt werden, das mit dem die Einrichtung 33 schleppenden Fahrzeug verbindet. In der Ausführungs form der Fig. 7 und 8 ist die übertragungseinrichtung 33 mit einer eigenen Kraftquelle ausgestattet. Ein Motor 59 treibt einen elektrischen Generator 61, mit dem zusammen der auf der Oberseite des Rahmens 34 bzw. der Platte 42 angeordnet ist. Ein Netzversorungsteil 62 von an sich bekannter Ausführung ist ebenfalls auf der Plattform 42 angeordnet und elektrisch über ein Kabel 63 an den Generator 61 angeschlossen und ferner mit jeder Magnetronröhre 56 mittels Leitern 64 verbunden, die die Betriebsspannung auf die Magnetronröhren 56 übertragen.
Der Motor 59 kann irgendein Kolbenmotor oder eine Turbine sein, die mit einem Treibstoff wie Dieselöl, Benzin oder Flüssiggas betrieben wird* Motoren dieser Art vergeuden gewöhnlich einen großen Teil des Energieinhaltes des Treibstoffes, da merkliche Wärraessengen an die Umgebung hauptsächlich darch die heißen Abgase abgegeben werden. Beträchtliche Einsparungen an Treibstoff and Betriebskosten sind möglich, indem diese Wärmeenergie hier produktiv ausgenutzt wird. In dem Übertragungsfahrzeug 33 ist eine Leitung 66 vorgesehen, die die heißen Abgase des Motors 59 durch eine Reihe von kleinen öffnungen 67 in der oberen Platte 42 hindurch und in den Mikrowellenbereich 41 einführt. Um ein Ausstreuen von Mikrowellenenergie zu verhindern, hat jede öffnung 67 Abmessungen, die merklich kleiner als die Mikrowellenlänge ist, Auch kann die Leitung 66 als elektrischer Leiter ausgebildet sein und einen Querschnitt haben, der unter den
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Absperr-Abmessungen liegt* Die Abgase schließen im Bereich 41 dann nach unten durch die Öffnung 51 zwischen den Kanten der Wellenführungsanordnung 53 und der Grundplatte 48 und dann in den Spalt 44 unmittelbar über der Straßendecke 36, wobei ein großer Teil des Wärmeinhaltes der Abgase in die Straßendecke übertritt und die Mikrowellenerwärmung ergänzt. Eine noch weiterreichende Ausnutzung der vom Motor 59 erzeugten Wärme wird ermöglicht, wenn der Motor mit einem gasdichten Gehäuse 68 mit Ausnahme des Kühlers 69 umschlossen wird, durch den Kühlungsluft vom Ventilator des Motors angesaugt wird, sowie mit der weiteren Aufnahme des Lufteinlasses 71 des Motors. Dadurch wird die in das Gehäuse 68 durch den Kühler 69 angesaugte Luft, die beim Abkühlen des Kühlers sich erwärmt hat, mit den heißen Abgasen vermischt und an die Oberfläche des Pflasters 36 abgegeben. Die Motorabwärme kann auch noch für weitere Zwecke, siehe weiter unten, ausgenutzt werden.
Um das Austreten von Mikrowellenenergie am Spalt 44 zwischen der Straßendecke 36 und der Unterseite der entsprechenden Fahrzeugteile zu verhindern, werden Abschirmvorrichtungen verwendet, von denen zwei in Kombination wirkende für das Beispiel der Fig. 7 und 8 eingesetzt sind*. Eine erste derartige Abschirmvorrichtung, hier als Spaltabschirmung 72 bezeichnet, wird durch die elektrisch leitende Unterfläche der Grundplatte 48 und die darunterliegenden Abschnitte der Straßendecke 36 gebildet. Auf Grund der vorerwähnten Form und Anordnung der Platte 48 erstreckt sich die Spaltabschirmung 72 entlang beiden Seiten und über das vordere und hintere Ende des Bereiches, indem die Mikrowellenenergie auf die Straßendecke übertragen wird.
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Die Spaltabschirmung 72 bewirkt die waagerechte Fortpflanzung der Mikrowellenenergie im Spalt 44 nach außen auf Grund dor Tatsache, daß das elektrisch leitende Material 48, die die obere Grenze des Spaltes 44 in dem Fangbereich bildet, als Reflektor der MikrowelleBeiiergie wirkt* Die Straßendecke 36, die den Bodonbereich des Spalts 44 im Fangbereich bildet, wirkt dagegen als Absorber für Mikrowellenenergie. Die aus dem Bereich 41 in die Spaltabschirmung 72 ein tretende Energie breitet sich if« Rnxim nicht durch einfaches kohärentes Fließen aus. Vielmehr sucht .solche Energie sich kontinuierlich in allen Richtungen rechtwinklig zum angenommenen Re<J des Energieflusses zu zerstreuen. Die merkliche Energiemenge, die auf Grund dieses Effektes beim Durchgang durch die Fangeinrichtung 72 abwärts gerichtet wird, tritt in das dämpfende Pflaster 36 ein und wird absorbiert und in Wärme \mgewandelt* Der Teil der Mikrowellenenergie, der sich nach oben zu bewegen sucht, wird durch die leitende Unterseite der Platte 48 jiacfa unten reflektiert und tritt infolgedessen auch In ύηη Pflaster eis und wird dort absorbiert. Die Mikrowellenfeldstärke nimmt innerhalb der Spaltabschimmng 72 in Richtung nach außen scharf ab« Das Ausmaß» in welchem die Mikrowellenenergie beijr? Durchgang durch die Spaltabschirmung 72 abgeschwächt wird, ist teilweise eine Funktion der Länge dieser Fang- oder Abschirraeinrlchtung in Richtung der Mikrowellenaufbereitung.
"Theoretisch soll die Abschirmung 72 ausreichend lang sein, um das Mikrowellenfeld zu stark zn schwächen, daß, falls tatsächlich Mikrowellenenergie an der Außenkante des Abschirmungsbereiches austritt, diese sich in annehmbaren Grenzen hält. In der Praxis würde das zumindest in manchen Fällen ein obertragungsfahrzeug
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bedingen, dessen Länge und Breite unerwünscht groß ist. Daher wird die Spaltabschirmung 72 durch eine andere Form der Mikrowellenabsperrung ergänzt/ die als Kettenabi«chirmung 73 bezeichnet werden kann. Die Verwendung von zwei verschiedenen Abschirmungsarten ist selbst dann vorteilhaft, wenn eine Abschirmung theoretisch ausreichend wäre. So können außergewöhnliche Bedingungen zeitweilig die Wirksamkeit einer Form der Abschirmung verringern, brauchen jedoch nicht notwendig auch die andere Art zu beeinträchtigen· Wenn z.B. zufällig ein Stück leitender Metallfolie merklicher Größe, z.B. Abfallfolie, auf der Straßendecke 36 unter der Spaltabschirmung 72 liegt, kann das zum zeitweiligen Durchlaß einer erhöhten Menge an Mikroweilenenerqie durch die Spaltabschirmung 72 in der unmittelbaren Nachbarschaft der Folie führen. Durch diese Umstände würde jedoch die Abnchirmwirkung der Kettenabschirmung 73 begünstigt.
Die Kettenabschirmung 73 besteht aus einer Menge kurzer Kettenabschnitte 74, deren Glieder aus elektrisch leitendem Metall, wie Stahl, gebildet sind. Die Kettenabschnitte sind mit ihren oberen Enden an der oberen Innenfläche des Gehäuses 47 mittels einer Aufhängevorrichtung 76 befestigt. Die Ketten 74 erstrecken sich innerhalb des Gehäuses 47 nach unten und sind so bemessen, daß ihre unteren Enden auf der Oberseite des Pflasters 36 entlangschleifen, d.h., die Ketten sind vorzugsweise etwas länger als der Abstand zwischen Aufhängung 76 und dem Pflaster. Die Ketten können daher in irgendwelche Spalten, Einmuldungen und andere Oberflächenunregelmäßigkeiten, die auf dem Pflaster vorhanden sein können, hineinfallen und diese abschließen. Die Ketten 74 sind eng gepackt und bilden eine dichte Masse aus leitendem
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Metall, die aber ausreichend schmiegsam ist, um Änderungen im Spalt 44 aufzunehmen. Die dabei vorhandenen Durchgänge odor Zwischenräume sind jedoch so gewunden und haben (Irößennbmessungen, daß sie unter den Abschirmabmessungen für die benutzte Mikrowellenfrequenz liegen. Die Kettenabschirmung 73 erstreckt sich entlang den beiden Seiten und quer über das vordere und hintere Ende der Spaltabschirmung 72.
In manchen Fällen kann es sein, daß die wirksame Breite des Mikrowellenübertragungsfahrzeuges 33 nicht vollständig die zu bearbeitende Straßenbreite überdeckt. Unter diesen Umstanden werden die Erneuerungsarbeiten so ausgeführt, daß das Fahrzeug nacheinander über parallele Streifenabschnitte der Straße fährt. Wenn dagegen die Breite des Fahrzeuges ausreicht, um die Straße oder eine Fahrbahn vollständig zu überdecken, kann die Erneuerung mit einem Arbeitsgang ausgeführt werden. Unter beiden Voraussetzungen ist mindestens während eines Teils der Bearbeitungnzeit das Fahrzeug mit einer oder beiden Seiten über einem Seitenetreifen oder einem angrenzenden» ^ngepflästerten Randstreifen* Derartige Randstreifen oder Dankette können unter umständen in Ihrem Niveau von der Straßendecke abweichen, sobald z.B. geringfügig tiefer als die benachbarte Pflasterfläche liegen. Die Kottenabschinaung 73 kann in einem gewissen Ausmaß Abweichungen im Abstand der Bodenfläche von der Unterseite des Fahrzeuges ausgleichen* Zum weiteren Ausgleich von Höhenunterschieden entlang den Kanten des alten Pflasters können Abschnitte der Kettenabsehirnmng 73, die sich entlang den Fahrzeugseiten erstrecken, insgesamt senkrecht verstellbar oder bewegbar sein, um dadurch besser auf merkliche Unterschiede in der Höhe zwischen Pflaster
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und benachbarten ungepflästerten Bereichen eingestellt zu werden.
Zu diesem Zweck sind die Kettenabschlrmungsgehüuse 47", die an den Seiten des Fahrzeuges 33 liegen, mit geneiten oberen Abschnitten 77 ausgeführt, die durch Scharniere 78 mit den Soitenplatten 43 verbunden sind und sich von dort aus nach außen und unten erstrecken. Stützräder 79 sind an den Seitengehäusen 47" angeordnet, um auf der Fahrfläche entlangzurollen, so daß die Gehäuse 47" entweder nach außen und oben oder nach innen und abwärts schwenken und dadurch Unterschiede in der Höhe der Randstreifen gegenüber der Straßendecke 36 ausgleichen. Die Scharniere 78 sind vorzugsweise zerlegbar ausgeführt, so daß die Gehäuse 47" der Seitenabschirmung und die dazugehörigen Teile der Ketteabschirmung 73 vom Fahrzeug abgenommen werden können, um die Verlegung des Fahrzeuges von einer Einsatzstelle zur anderen zu erleichtern.
Während des Betriebes wird das Ubertragungsfahrzeug 33 langsam über die aufzuarbeitende Straßendecke 36 gezogen. Die von den Magnetronröhren 56 erzeugte Mikrowellenenergie wird durch die Wellenleiter 52 an das Material der darunter befindlichen Straßendecke 36 gekoppelt und verursacht dadurch eine Erwärmung und anschließende Erweichung des Asphaltes mit einer Auflösung der Pflasterbestandteile, die dann erneut durchgemischt, wieder geglättet und verdichtet werden können, während sie im erw.'irmten Zustand sind. Die Erwärmungswirkung der Mikrowellenenergie wird in diesem Fall ergänzt durch Wärmeübertragung aus den heißen Abgasen des Motors 59.
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Das Ausmaß der Erwärmung des Pflasters 36 ist eine Funktion mehrerer veränderlicher, zu denen die Gesamt-Mikrowellenausgangsleistung der Magnetronröhren 56, die Zusammensetzung und Anfangstemperatur des Pflasters 36, die auf das Pflaster vom Motor und den Abgasen übertragene Wärmemenge and die Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs gehören. In den meisten Fällen führt eine Erwärmung des Pflasters 36 auf Temperaturen im Bereich von etwa 77 bis 121 C zu der gewünschten Auflösung und ermöglicht die nachfolgende Ourchmiscivung, GLättung und Verdichtung. Das Ausmaß der Pflastererwärmung kann gesteuert werden dadurch, daß die Leistungsabgabe der Magnetronröhren 56 und in einem gewissen Umfang der Teil der Motorabgase gesteuert werden, der auf die Pflasteroberfläche gerichtet wird. In den meisten Fällen ist en erwünscht, mit diesen beiden Komponenten auf höchstem Niveau zu arbeiten und die Temperatur, auf die das Pflaster 36 erwärmt werden soll, dadurch zu steuern, daß die Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges auf der zu bearbeitenden Straße entsprechend geregelt wird. Hierfür ist ein Temperaturfühler 80 vorgesehen, der z.H. ein Infrarot-Strahlungsdetektor sein kann und ara hinteren Ende des Fahrzeugs geringfügig über dem Pflaster 36 angeordnet ist. Das Fahrzeug kann beschleunigt werden, falls der Temperaturfühler anzeigt, daß das Pflaster stärker als vorgesehen erwärmt wird. Itogekehrt kann das Fahrzeug verzögert werden»
Es empfiehlt sich a\sch für die meisten Fälle,'Mikrowellenenergie-Detektoren 81 an mehreren Stellen auflen um das Fahrzeug herum anzuordnen, um ein Auslecken von Mikrowellen anzuzeigen. Diese Detektoren können auch mit dem Netzteil 62 so verbunden werden, daß die Magnetronröhren 56 abgeschaltet werden, falls ein Streu-
pegel über einer vorgesehenen Toleranzschwelle festgestellt wird. So sind z.B., siehe Fig. 7 und 8, vier Mikrowellendetektoren 81 an Armen 82 angeordnet, die von den vier Ecken des Fahrzeuges schräg nach außen ragen, so daß jeder Detektor ein mögliches Auslecken an zwei Seiten des Fahrzeuges wahrnehmen kann.
In Abwandlung dieser Ausführungsform können z.B. die Mikrowollenleiter auf die Fahrrichtung und nicht quer dazu ausgerichtet und ferner so angeordnet sein, daß sie im wesentlichen als Strahler und nicht als Kopplungsvorrichtungen wirken. Auch können zur Unterdrückung der Mikrowellenstreuung andere Abschirmvorrichtungen benutzt werden. Fig. 9, 10 und 11 zeigen ein in dieser Hinsicht abgewandeltes Ubertragungsfahrzeug 83.
Die Einrichtung 83 weist einen waagerechten rechteckigen Rahmen 84 aus kräftigen Bauteilen auf, der durch Straßenräder 87 über dem Pflaster 86 gehalten wird und mit einer Schlepperlenkung 88 versehen ist. Der Rahmen 84 trägt eine waagerechte rechteckige Platte 98, auf der ein Gehäuse 91 für die Mikrowellenenergie-Versorgung und -steuerung angeordnet ist. Falls das Fahrzeug 83 eine eigene Generatoranlage mitführt, sind ein Motor 92 und ein von diesem getriebener elektrischer Generator 93 vorgesehen, die auf der Platte 89 angeordnet sind. Ein Abzug 94 dient dazu, die heißen Abgase des Motors 92 in den Bereich unter der Platte 89 einzuspeisen, so daß die Erwärmungswirkung der Mikrowellenenergie auf das darunter befindliche Pflaster 86 ergänzt wird.
Eine Mehrzahl von Magnetronröhren 96 oder dergleichen erzeugt Mikrowellenenergie. Jede Röhre ist mit einem Ende eines Wellen-
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leiters 97 verbunden, die zusammen eine Gruppe bilden. Die Wellenleiter 97 sind abweichend von dem ersten Beispiel ausgeführt. Sie liegen auf einem höheren Niveau über dem Pflaster 86 und wirken bei der Übertragung von Mikrowellenenergie auf das Pflaster daher mehr als Strahler oder Antennen, im Gegensatz zu don eng gekoppelten Leitern des ersten Beispiels. Die Wellenleiter 97 liegen parallel, aber mit Abstand voneinander* und sind aaf die Fahrrichtung des Fahrzeugs ausgerichtet, im Gegensatz zu der Querlage beim ersten Beispiel.
Om eine Abstrahlung von Mikrowellenenergie von au fein nmler folgenden Abschnitten einer entlang eines Wellenleiters sich eratrekkenden Fläche zu ermöglichen, können verschiedene Arton von Schlitzformen benutzt werden. In diesem Fall ist die Unterseite jedes Wellenleiters 97 mit einer Reihe von parallelen* quorliegenden, kurzen, nichtresonanten Schlitzen 9 8 versehen, die in regelmäßigen Abständen liegen. Die Wellenleiter 97 sind also geschlitzte, durchlässige Wellenleiter, etwa entsprechend der ÜS-^S 3.263.O52 energieabstrahlende Wellenleiter mit resonanten Sehlitzforsnen können ebenfalls verwendet werden.
Platten 99 erstrecken sich vom Rahmen 84 auf jeder Seite des Fahrzeugs nach unten, wobei ihre unteren Enden so mit Abstand über dem Pflaster 86 liegen, daß ein schmaler Spalt lol Blatt, der vorzugsweise grade au«.»«ficht für die Unregelmäßigkeiten der Straßenoberfläche, über, die das Fahrzeug fahren muß. Eine waagerechte, rechteckige untere Plattform Io2 erstreckt sich zwischen den Seitenplatten 99 auf einem mittleren Niveau zwischen der Platte 89 und dem Pflaster 86. Der untere Teil jedes Wellenleiters 97 paßt in einen der rechteckigen Ausschnitte Io3 in der unteren Plattform Io2, so daß die unteren Abschnitte der Wellenleiter eine Fortsetzung der elektrisch leitenden Fläche darstellen, die von der Plattform Io2 gebildet wird. Aufgrund dieser Anordnung ist die obere Begrenzung des freien Bereichs Io4 der Mikrowellenenergie nicht die Platte 89, wie im 1. Beispiel, sondern die untere Platte Io2 und die daran anschließenden Unterflächen der Wellenleiter 97. Die untere Platte Io2 ist mit einer großen Anzahl von öffnungen Io6 versehen, die in parallelen Reihen beiderseits jedes Wellenleiters 97 liegen und deren Durchmesser merklich kleiner als die Wellenlänge der Mikrowellenenergie ist, die die Magnetron-Röhren 96 erzeugen. Damit können heiße Abgase aus dem Motor 92 abwärts auf das Pflaster 86 fließen, während die Mikrowellenenergie auf den Bereich unter der Platte Io2 beschränkt bleibt.
Zwischen benachbarten Wellenleitern 97 erstrecken sich elektrisch leitende Abteilwände Io7 von der Platte Io2 bis zum Spalt lol nach unten. Die Abteilwände sind parallel mit den Wellenleitern angeordnet. Eine gleiche Trennwand Io7* erstreckt sich von der Platte Io2 zwischen jeder Seitenplatte und dem
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benachbarten Wellenleiter 97 nach unten. Damit wird verhindert, daß die von den Wellenleitern 97 abgegebene Mikrowellenenergie sich seitwärts ausbreitet. Außerdem wird eine individualisierte Steuerung der Mikrowellenfeldstärke im Pflasterbereich unter jedem Wellenleiter, falls erwünscht, ermöglicht. Die Trennwände Io7' sind von den Seitenplatten soweit entfernt» daß sie einon Fanghohlraum Io8 bilden, mit dessen Hilfe die Mikrowellenstreuung unterdrückt wird*
Im Betrieb wird die von den Magnetron-Röhren 96 erzeugte Mikrowellenenergie durch die Schlitze 98 der Wellenleiter 97 ausgesandt und durch die Trennwände Io7 abwärts auf das Pflaster 86 geführt» Die Mikrowellenenergie wird dann durch das Pflaster 86 absorbiert, wobei die Energie in Wärme umgewandelt wird. Bei der Fortbewegung des Fahrzeugs 83 entlang einer Fahrbahn 86 wird daher in aufeinanderfolgenden Teilbereichen der Straßendecke der Asphalt verflössigt« Anschließend können die Bestandteile leicht neu gemischt, geglättet und wieder verdichtet werden.
Die Ausrichtung der Wellenleiter 97 in Fortbewegungsrichtung des Fahrzeuges hat den Vorzug, eine optimale, ungleichförmige übertragung der Mikrowellenenergie auf das Pflaster 86 von vorn nach hinten zu ermöglichen, Wie an sich bekannt ist, kann eine Änderung der von aufeinanderfolgenden Abschnitten jedes Wellenleiters 97 abgegebenen Mikrowellenenergie erreicht werden, in dem die Schlitze 96 an aufeinanderfolgenden Teilen der Wellenleiter in ihrer Form \md Anordnung für diesen Zweck ausgebildet werden. Zum Beispiel können die Schlitze 98 an den Weilenleitern
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97 von vorn nach hinten fortschreitend kürzer ausgebildet werden. Damit nimmt die von aufeinanderfolgenden Abschnitten der Wellenleiter abgegebene Energie von vorn nach hinten ab. Die Möglichkeit, ab vorderen Teil des Fahrzeugs gegenüber dem hinteren Ende ein stärkeres Mikrowellenfeld zu erzeugen, kann die Auflösung des Pflasters beschleunigen, so daß auch das Fahrzeug schneller fahren kann. Die Kupplungswirkung der Mikrowellenenergie nimmt bei den meisten Asphaltdecken als Funktion der Temperatur der Decke zu. Daher kann es oft vorteilhaft sein, die Wellenleiterschlitze 98 so zu bemessen und zu verteilen, daß die Energieabgabe von vorn nach hinten an den Wellenleitern abnimmt und am vorderen Teil verhältnismäßig hoch ist. Ein verhältnismäßig großer Teil der erzeugten Mikrowellenenergie wird dabei auf die kälteren Bereiche des Pflasters aufgebracht, die einen großen Energieeingang erfordern, damit sie in einem vorgegebenen Ausmaß erwärmt werden.
Allerdings hat die Längsanordnung der Wellenleiter 97 den Nachteil, daß die gleichmäßige Erwärmung in Querrichtung der Fahrbahn schwieriger einzuhalten ist. Falls ein einzelnes Magnetron 96 fehlerhaft arbeitet, so kann das zu einem weithin unaufgewärmten schmalen Streifen im Pflaster führen. Bei einer Queranordnung, wie im 1. Beispiel, führt dagegen der Ausfall eines querliegenden Wellenleiters, oder dessen verminderte Funktion, nur zu einer verhältnismäßig kleinen Verringerung in der Erwärmung des gesamten Pflasterstreifens, wobei der Fehler schnell aufgrund der Temperaturüberwachung gefunden werden kann. Ein Ausgleich ist unmittelbar dadurch möglich, daß die Fortbewegungsgeschwindigkeit des Fahrzeugs verlangsamt wird. Die Frage der Ausrichtung der Wellenleitern entweder quer oder längs zum
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Fahrzeug hängt von der Bedeutung ab, die den damit verbundenen Wirkungen zugemessen werden.
Das Ubertragungsfahrzeug 83 nach Figur 9-11 weicht auch insofern von dem 1. Beispiel ab, daß die Wellenleiter 97 mit größerem Abstand über dem Pflaster 86 liegen und daher im elektrischen Sinne nicht so eng mit dem Pflaster gekoppelt sind. Bei der engen Kopplung des 1. Beispiels hat das Pflaster die Funktion einer Scheinlast oder eines Schlußstückes für die Wellenleiter. Diese Wirkung ist im Beispiel nach Figur 9-11 nicht in einem sehr merklichen Ausmaß vorhanden, da die Wellenleiter im wesentlichen als Strahler oder Antennen arbeiten. Die Strahleranordnung ist etwas weniger wirksam als Energieübertragungsmittel im Vergleich zu der eng gekoppelten Anordnung, hat jedoch den Vorteil einer gleichmäßigeren Erwärmung des Pflasters und einer tieferen Durchdringung.
Um das Ausstreuen von Mikrowellenenergie über den Spalt lol zu unterdrücken, sind am Fahrzeug 86 zwei Formen von Abschirminitteln vorgesehen, die in ihrer Ausbildung und Arbeitsweise sich von den entsprechenden Mitteln des 1. Beispiels etwas unterscheiden. Die erste Fang- oder Abschirmvorrichtung ist der Fangraum Io8# der von den äußeren Trennwänden Io7* den unteren Abschnitten der benachbarten Seitenplatten 99 und den dazwischenliegenden Abschnitten der Unterplatte Io2 begrenzt wird. Der Abschirmraum Io8 erstreckt sich entlang beiden Seiten des Fahrzeugs und quer am vorderen und hinteren Ende vor bzw. hinter der Wellenleitergruppe 97. Zur inneren Begrenzung des Abschirmraumes am vorderen und hinteren Ende des Fahrzeugs sind elektrisch lei-
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tende Querplatten Io9 vorgesehen, die sich über die Enden der
Teilwände Io7 und Io7* am vorderen und hinteren Ende der Wellenleiter erstrecken.
Die Hohlraumabschirmung I08 1st demnach ein aus elektrischleitendem Material bestehendes, kastenförmiges Gebilde, das am Boden offen ist und dessen untere Kanten nahe am darunter befindlichen Pflaster 86 liegen. Eine Abschirmwirkung wird insoweit
erreicht, wie die Energie, die sich unter der unteren Kante der
inneren Umgrenzung der Abschirmung, nämlich den Platten Io7* und Io9, hindurch nach außen ausbreitet, nicht einfach linear auch
unter der entsprechenden äußeren Umgrenzung der Abschirmung, etwa der Seitenplatte 99, hindurchfließt. Stattdessen breitet sich die Energie nach außen in allen Richtungen aus. Derjenige Teil
der Energie, der unter zum Beispiel der Platte Io7* hindurch nach unten in das Pflaster 86 sich ausbreitet, wird unmittelbar absorbiert und in Wärme umgewandelt. Der nach außen und aufwärts sich ausbreitende Teil der Energie wird von den leitenden Wänden der
Hohlraumabschirmung reflektiert. Dabei geht nach einer oder mehreren Reflexionen ein großer Teil dieser Energie ebenfalls in
das Pflaster 86 und wird dort absorbiert« Derjenige Teil der
Energie, der schließlich auch unter der Seitenplatte 99 hindurch nach außen austritt, ist daher sehr klein.
Zur weiteren Unterdrückung der Mikrowellenstreuung können zusätzliche Hohlraumabschirmungen Io8 vorgesehen werden. In vielen
Fällen ist es erwünscht, die Hohlraumabschirmung mit einer anderen Art von Abschirra- oder Fangvorrichtung zu ergänzen, um gegen Sonderfälle geschützt su sein, in denen möglicherweise eine spe-
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zifische Art von Abschirmung geschwächt oder wirkungslos wird. Bei der übertragungseinrichtung 83 ist deshalb eine zusätzliche Bürstenabschirmung 111 vorgesehen. Eine erste Bürstenfalle 111 ist an der Außenseite jeder Seitenplatte 99 und auch quer über das vordere und hintere Ende des Mikrowellenbereiches entlang der Außenseite der Querplatten Ho angeordnet, die sich zwischen den vorderen und hinteren Enden der Platten 99 erstrecken. Die Bürstenabschirmung 111 kann Winkeleisen 112 aufweisen, die in Verbindung mit dem unteren Abschnitt der Seitenplatten 99 und der unteren Abschnitte der vorderen und hinteren Querplatten ein elektrischleitendes Gehäuse bilden, das im Querschnitt umgekehrt U-förmig ist. Innerhalb des durch solche Teile gebildeten Gehäuses sind federndschmiegsame und elektrischleitende dünne Drähte 113 so angeordnet, daß ihre oberen Enden an den Winkelschienen 112 befestigt sind. Die einzelnen Drähte, die ziemlich eng angeordnet sind, sind zum Beispiel aus elastischem Stahl und haben eine Länge, die etwas größer als erforderlich ist, um auf die Pflasteroberfläche 86 oder die benachbarte Erdoberfläche zu reichen, siehe auch Figur 11. Die unteren Enden der Drähte werden durch Berührung mit dem Pflaster oder anderen Bodenflächenabschnitten abgebogen und gleiten bei der Fortbewegung des Fahrzeugs über diese Flächen hinweg. Da die Zwischenräume zwischen den einzelnen Drähten in der Masse einer solchen Drahtanordnung in ihren Abmessungen weit unter der Grenzabmessung für die in der Einrichtung benutzte Mikrowellenfrequenz liegen, bildet das von den Drähten eingenommene Volumen eine Mikrowellensperre, die sich ausdehnen oder zusammenziehen kann, um kleine Oberflächenunregelmäßigkeiten in dem Pflaster auszugleichen.
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Die für die Einrichtung 83 vorstehend beschriebenen Abschirmvorrichtungen sind unter allen gewöhnlichen Umständen wirksam, um das Austreten irgendeiner merklichen Menge von Mikrowellenenergie zu verhindern. Um dieses Ergebnis jedoch mit noch größerer Sicherheit zu gewährleisten, kann es vielfach erwünscht sein, eine zunächst überzähligerscheinende, zusätzliche Abschirmanordnung vorzusehen· Die Einrichtung 83 weist deshalb eine weitere Dürstenfalle 111* auf, die sich entlang beiden Seiten des Fahrzeugs seitlich außerhalb der ersten Bürstenfalle 111 erstreckt und auch quer über die Vorder- und die Rückseite des Fahrzeugs reicht. Die grundsätzliche Ausführung der Dürstenfalle 111' kann ähnlich der der Abschirmung 111 sein, mit Ausnahme, daß die sich entlang den Seiten des Fahrzeugs erstreckenden Teile an den Unterkanten von elektrischleitenden, zusätzlichen Seitenplatten 116 befestigt sind. Die zusätzlichen Seitenplatten 116 sind jeweils mit Abstand nach außen von der entsprechenden Platte 99 befestigt. Der obere Abschnitt jeder Seitenplatte 116 ist winklig zu der entsprechenden Seitenplatte 99 abgebogen und an dieser durch Scharniere 117 befestigt. Die Bürstenfalle 111* kann daher nach oben und außen bzw. unten und innen mit Bezug auf das eigentlich Fahrzeug schwenken, je nach dem, was die Anpassung an örtliche Niveauschwankungen in der Straßenoberfläche erfordert. Solche Schwankungen sind besonders entlang den Kanten des Pflasters 86 zu erwarten, auf denen das Fahrzeug 83 zeitweilig fahren muß. Die gestrichelte Linie 118 in Figur 9 deutet an, daß die Randstreifen der Straßen vielfach in ihrer Höhe von der benachbarten Pflasterfläche 86 abweichen. Um die Bürstenfallen 1111 auf der richtigen Höhe gegenüber den Straßenrändern 118 oder dergleichen zu hatten, können an den zusätzlichen Sei-
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tenplatten 116 Stutzräder 119 gelagert sein, die auf diesen Randstreifen entlangrollen.
Die Enden 121 der BUrstenfalle 111' einschließlich der Enden 122 der angelenkten zusätzlichen Seitenplatten 116 sind so abgewinkelt, daß sie sich in den Zwischenraum zwischen den festangeordneten Teilen der Bürstenabschirmungen 111 und 111' hinein erstrecken, die quer über die Vorder- bzw. die Rückseite des Fahrzeuges reichen. Dies ermöglicht eine wirksame Mikrowellenabschirmung an den Ecken des Fahrzeugs auch dann, wenn die äußere Bürstenfalle 1111 an ihren Scharnieren nach außen oder innen schwenkt, um Änderungen im Niveau der darunterbefindlichen Fläche zu begegnen.
Die mit Scharnieren angelenkten zusätzlichen Seitenplatten 116 wirken im übrigen im Zusammenhang mit den festen Seitenplatten 99 und zusätzlich zu ihrer Aufgabe als Halterung der äußeren Bürstenfalle 111' als eine weitere Hohlraumfalle.
Aus den hier beschriebenen Abschirmvorrichtungen der Beispiele 1 und 2 können auch andere Kombinationen zusammengestellt werden. Weiter können für die Bearbeitung von besonders rauhem Pflaster noch zusätzliche Abschirmungen vorgesehen werden. Die Figuren 12, 13 und 14 zeigen weitere Ausführungsformen für Abschirsavorr ich tungen,
Abgesehen von der Abschirmvorrichtung kann das Mikrowellenübertragungsfahrzeug 123 der Figuren 12 - 14 im wesentlichen die gleiche Ausführung wie in den vorhergehenden Beispielen aufwei-
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sen, nämlich eine rechteckige Platte 124, Seitenplatten 126 und vordere und hintere Querplatten 127, die von den Kanten der Plattform 124 sich nach unten auf das darunter befindliche Pflaster 127 erstrecken. Diese Teile bilden zusammen einen nach unten offenen, quaderförmigen Kasten aus elektrischleitendem Material. Die Kastenform kann auf Straßenrädern 128 angeordnet sein, mit der die Einrichtung auf dem Pflaster 127 entlang gefahren werden kann. Eine innere, elektrischleitende und umgekehrt kastenförmige Umschließung 129 mit geringerer Länge und Breite als die Plattform 124 enthält Einrichtungen zur Mikrowellenerzeugung und Abgabe, etwa gemäß den schon beschriebenen AusfUhrungsformen. Die Seitenplatten 126 und Querplatten 127 reichen nicht völlig auf die Straßendecke 127, so daß das Fahrzeug über Unregelmäßigkeiten im Pflaster hinwegfahren kann. Es bleibt daher ein schmaler Spalt 131 zwischen diesen Teilen und dem Pflaster, und es muß verhindert werden, daß merkliche Mengen an Mikrowellenenergie durch diesen Spalt hindurch ausstreuen.
Zu diesem Zweck ist eine ebene, rechteckige Platte 132 vorgesehen, die aus elektrischleitendem Material, zum Beispiel mit Riffelungen oder Vertiefungen vereehenem Stahlblech hergestellt und als offener Rahmen ausgebildet ist. Die Platte 132 ist in dem Raum zwischen der Umschließung 129 und den Seitenplatten bzw. den Querplatten 127 an der Vorder- und Rückseite des Fahrzeugs angeordnet und hat eine solche Abmessung, daß sie diesen Raum nach unten abschließt. Die Abschirmplatte 132 hat aufgebogene innere Kantenabschnitte 133, die gegen die Seitenflächen bzw. Vorder- und Rückflächen der Umschließung 129 stoßen. Aufge-
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bogene Süßere Seitenkantenabschnitte 134 stoßen gegen die Innenfläche der Seitenbleche 126 bzw. der Vorder- und Rückwandbleche 127. Die Abschirmplatte 132 bildet eine elektrischleitende Fläche, welche den Raum zwischen der inneren Umschließung und den Platten 126 und 27 das Fahrzeug abschließt und die begrenzte senkrechte Bewegungen gegenüber diesen Bestandteilen ausführen kann. Zur Begrenzung dieser Bewegungen ist eine Reihe von mit Abstand zueinanderliegenden, senkrechtausgerichteten Schlitzen 136 entlang den unteren Abschnitten der Seitenplatten 126 und der Querpiatten 127 vorgesehen. Bolzen 137 erstrecken sich jeweils von einem aufgebogenen Kantenteil 134 der Platte 132 aus durch einen zugehörigen Schlitz 136» Ähnlich ist eine Reihe von mit Abstand liegender senkrechter Schlitze 138 entlang der inneren aufgebogenen Kante 133 der Äbsehirmplatte 132 vorgesehen, wobei Bolzen 139 von der Umschließung 129 aus sich nach außen durch diese Schlitze hindurch erstrecken,
Ohne zusätzliche weitere Mittel würde die Abschirmplatte 132 nach unten auf das Pflaster 127 fallen und auf der Pflasteroberfläche entlanggleiten; die Platte würde sich damit sehr schnell abnutzen. Hier ist vorgesehen, daß die Platte 132 in einem kleinen Abstand über dem Pflaster durch eine Reihe von Rädern 141 gehalten wird, die entlang den Seitenabschnitten der Platte angeordnet sind, und ferner durch eine Seihe von Rollen 142» die entlang dem Vorder- und Hinterabschnitt der Platte liegen. In diesem Fall sind zwei Längsreihen von Rädern 141 entlang jedem Seitenabschnitt der Platte 132 vorgesehen. Die einzelnen Räder 141 der zwei Reihen haben parallele, jedoch mit Abstand zueinander liegende Achsen, so daß, von der Seite des Fahrzeugs ge-
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sehen, die Räder der einen Reihe vor den Zwischenräumen zwischen benachbarten Rädern der anderen Reihe liegen.
Die Rollen 142 sind auch in jeweils zwei Reihen vorne und hinten an der Abschirmplatte 132 versetzt angeordnet, so daß bei Betrachtung von der Vorder- oder Rückseite des Fahrzeugs die Rollen der einen Reihe die zwei benachbarten Rollen der anderen Reihe überlappen. Die Räder 141 und Rollen 142 haben einerseits eine elektrische Wirkung, da sie die Emission von Mikrowellenenergie unterdrücken, andererseits dienen sie dazu, die Platte 132 zu tragen«
Die Figuren 13 und 14 zeigen im einzelnen die Anordnung der Räder 141 und der Rollen 142. Der untere Abschnitt jedes Rades 141 reicht durch einen entsprechenden Schlitz 143 in der Platte 132 nach unten. Beiderseits jedes Rades ist an der Platte 132 eine Halterung 144 befestigt, die mit einem senkrechten Schlitz 146 versehen ist, in den die beiderseits des Rades 141 vorspringende kurze Achse 147 eingreift. Jede Halterung 144 ist mit einer vom oberen Ende des Schlitzes 146 ausgehenden senkrechten Bohrung 148 versehen, durch die hindurch eine Stange 149 reicht, die gegen die Radachse 147 in dem Schlitz stößt. Ein paar Zugfedern 151 sind zwischen der Grundplatte jeder Halterung 144 und einem Querstück 152 am oberen Ende der Stange 149 befestigt, so daß durch diese Anordnung die Stange in Abwärtsrichtung vorgespannt ist.
Die Rollen 142 am vorderen und hinteren Ende der Abschirmplatte 132 reichen mit ihrem jeweils unteren Abschnitt durch entspre-
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chende öffnungen 153 in der Platte 132 hindurch, so daß sie mit dem Pflaster 127 in Berührung sind und werden mittels Halterungen 154, ähnlich den Halterungen 144 für die Räder 141, abgestützt und in Abwärtsrichtung vorgespannt.
Die Äbschirsaplatte 132 ist demnach auf den Rädern 141 und den Rollen 142 abgestützt und rollt auf diesen Elementen über das Pflaster» wenn sie mit der übertragungseinrichtung weiter bewegt wird» Da die Platte 132 aufgrund der Anordnung mit Hilfe der Schlitze 137 begrenzt vertikal bewegbar ist, kann sie sich selbsttätig nach Erfordernis einstellen, um einen vorbestimmten kleinen senkrechten Abstand von dem Pflaster zu halten, selbst dann, wenn die anderen Teile des Ubertragungsfahrzeuges 123 sich geringfügig deshalb anheben, weil ein Straßenrad über einen erhöhten Teil der Bodenfläche fährt.
Die Abschirmplatte 132 bildet mit dem darunterbefindlichen elektrischdasßpfenden Pflaster 127 eine Spaltabschiraung der bereits beschriebenen Art. Sie 1st für diesen Zweck besonders wirksam, da ein sehr enger Abstand der Unterseite der Platte 132 vorn Pflaster 127 dadurch hergestellt und aufrechterhalten werden kann, daß die Platte auf ihren eigenen Rädern 141 und Rollen fährt und nicht von den Hauptstraßenrädern des Fahrzeuges gehalten wird. Die Platte kann daher beschränkt unabhängige senkrechte Bewegungen gegenüber dem übrigen Fahrzeug ausführen.
Zusätzlich zu der Spaltabschirmwirkung ergibt sich eine weitere Äbschirmwirkung dadurch, daS die Räder 141 und die Rollen 142 wenigstens teilweise aus elektrischleitendem Material hergestellt
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und mit solchen Abständen angeordnet sind, die geringer als die Grenzabmessungen für die jeweilige Mikrowellenfrequenz sind, die in dem Übertragungsfahrzeug angewendet wird. Die jeweils unteren Abschnitte der Räder 141 und Rollen 142, die unter die Abschirmplatte 132 reichen, sind dann mit Abstand voneinanderliegende leitende Elemente, die den Spalt 131 zwischen der Platte und dem Pflaster 127 in ein Netzwerk aus sich schneidenden Kanälen unterteilen, von denen keiner eine horizontale oder vertikale Abmessung aufweist, die ausreichend groß ist, um eine Auswanderung einer merklichen Menge an Mikrowellenenergie zu ermöglichen. Dieser Zustand bleibt auch erhalten, wenn ein einzelnes Rad 141 oder Rolle 142 über eine vereinzelte Spalte, Einmuldung oder andere Unebenheit im Pflaster läuft. Die durch Federn 151 in diesem Fall verstärkte Schwerkraft sorgt dafür, daß das Rad oder die Rolle abwärts in die Spalte oder dergleichen hineinbewegt, so daß irgendeine durch die Abschirmung hindurchgehende Öffnung, die größer als die Grenzabmessungen ist, vermieden wird. Das gleiche gilt, falls ein Rad 141 oder eine Rolle 142 über eine örtliche Anhebung läuft, zum Beispiel einen kleinen, auf dem Pflaster liegenden Stein. Bei diesem Vorgang wird nicht die ganze Platte 132 angehoben, sondern nur das jeweils diesen Punkt passierende Rad 141 oder die entsprechende Rolle 142.
In Figur 15 ist die linke hintere Ecke eines Mikrowellenübertragungsfahrzeuges 156 dargestellt, bei dem eine weitere Form einer Abschirmvorrichtung verwirklicht ist, die das Ausstreuen von Mikrowellenenergie an dem Spalt 157 zwischen der Unterseite des Fahrzeugs und dem darunterbefindlichen Pflaster 158 bzw. dem darunterbefindlichen Boden in solchen Fällen, wo die Seite
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des Fahrzeugs über einen Straßenrand fährt, verhindert.
Das Ubertragungsfahrzeug 156 weist einen quaderförmigen Körper 159 auf, der die Anordnung zur Erzeugung von Mikrowellen und ihrer übertragung, ähnlich wie bei den vorhergehenden Beispielen, enthält. Die Abschirmvorrichtung ist dagegen so abgeändert, daß aufgrund einer abgewandelten Anordnung der Straßenräder an dem Fahrzeug auch diese, falls erwünscht, als Bestandteile der Abschirmvorrichtung benutzt werden können, wobei außerdem dadurch eine kleinere Querabmessung für das Fahrzeug ermöglicht wird.
Das Ubertragungsfahrzeug 156 trägt an der Vorder- und !Unterseite Abschirmvorrichtungen, die als Schürzenfallen 161 bezeichnet werden können. Die hintere Schürzenfalle ist in Figiar 15 gezeigt und weist ein Querstück 162 aas elektrischleitendein Material aut, das sich entlang der Rückfläche 163 des Körpers 159 in einem Niveau erstreckt, das eine kleine Strecke über dem Spalt 157 liegt. Das Querstück 162 ist mit einem flachen Absatz 164 versehen, der von der Rückfläche 163 des Fahrzeugs nach außen vorspringt und mit Abstand zueinanderliegende parallele Schürzenträgerelemente 166 und 16? aufweist, die von der Unterseite des Absatzes 164 nach unten in den Spalt 158 reichen. Das Querstück 162, der Absatz 164 und die Schürzenträger 166 und 167 bestehen aus Stahl oder einem anderen elektrischleitenden Material und können, falls erwünscht, einteilig ausgeführt sein.
Die Fortpflanzung der Mikrowellenenergie in Rückwärtsrichtung des Fahrzeugs durch den Spalt 157 wird durch schmiegsame Schürzen ISS \änd 169 gesperrt, die von den Trägern 167 bzw. 166 aus
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nach unten reichen und in Berührung mit dem Pflaster 158 stehen. Die Schürzen sind vorzugsweise so lang, daß ihre unteren Abschnitte umgebogen sind und auf der Pflasterfläche entlangschleifen, wenn das Fahrzeug in der durch den Pfeil 171 angezeigten Richtung vorwärts fährt. Die hinterste Schürze 168 kann, falls erwünscht, länger als die davorliegende Schürze 169 sein. Die Schürzen 168 und 169 sind nicht nur schmiegsam, sondern wenigstens zum Teil aus einem Material, das elektrischleitend ist, so daß Mikrowellenenergie nicht durch die Schürzen übertragen, sondern stattdessen reflektiert wird. Die Schürzen 168 und 169 können einfach aus einem schmiegsamen elastischen Metallblech hergestellt sein; stattdessen können auch aus Drahtnetzen und Gummi geschichtete Elemente oder dergleichen benutzt werden. Da die hintere Schürzenfalle 161 über das erhitzte Pflaster laufen muß, soll für die Schürzen vorzugsweise wärmebeständiges Material benutzt werden.
Da die Schürzen 168 und 169 Mikrowellenenergie reflektieren, wird solche Energie, die sich nach hinten auszubreiten sucht, durch die Abschirmung 161 zurück zum Körper 159 des Fahrzeugs bzw. nach unten in das stark dämpfende Pflaster 158 gerichtet, in welchem es absorbiert wird.
Eine im wesentlichen gleichen Schürzenfalle kann auch an der Vorderseite des Fahrzeugs 156 angeordnet werden, obwohl in diesem Fall aufgrund der Fahrtbewegung die unteren Abschnitte der Schürzen zurück bzw. nach innen und nicht vom Fahrzeug weg gebogen sind, wie im Fall der hinteren Abschirmung 161.
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An den Seiten des Fahrzeugs 156 ist eine Abschirmung 172 angeordnet. Hierzu erstreckt sich ein elektrischleitender Absatz 173 von der Seitenplatte 174 des Fahrzeugs nach außen in einer Höhe, die in diesem Beispiel über den Straßenrädern 176 liegt, auf denen das Fahrzeug fährt und die an dem Fahrzeugkörper 159 auf entsprechenden Achsen 177 gelagert sind. Eine elektrischleitende, einstellbare Platte 178 erstreckt sich von der Außenkante des Absatzes 173 nach außen und unten, wobei diese beiden Teile durch Scharniere 179 so verbunden sind, daß die Platte 178 gegenüber dem Absatz nach oben und unten schwenken kann. Entlang der Unterkante der Seitenplatte 178 ist ein elektrischleitendes Profilstück 181 angeordnet, das mit in Abstand zueinanderliegenden parallelen Schürzenträgern 182 und 183 ausgebildet ist, die sich nach unten zum Spalt 157 erstrecken. Die obere innere Kante einer ersten Seitenschürze 184 ist an dem äußeren Träger 183 befestigt, während der untere Abschnitt der Schürze 184 von dem Fahrzeug aus nach außen gebogen liegt und eine gewisse Strecke nach außen reicht, so daß die Schürze über das darunterbefindliche Pflaster 158 oder am Straßenrand über den Boden oder Kiesstreifen schleppt. Die Schürze 184 ist schmiegsam und wenigstens teilweise aus elektrischleitendem Material, ähnlich wie bei der oben beschriebenen hinteren Abschirmung 161, und unterdrückt daher ein Ausstreuen von Mikrowellenenergie vom Fahrzeug zur Seite hin.
Die innere Schürze 186 der Seitenabschirmung 172 ist ein starrer Metallstreifen, der sich vom Träger 182 senkrecht nach unten zum darunterbefindlichen Pflaster oder Erdboden erstreckt. Die innere Schürze 186 ist nach Abnutzung ihrer unteren Kante auswechsel-
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bar und ist besonders brauchbar für solche Einsätze, bei denen die Seitenabschirmung über verhältnismäßig unverfestigten Erdboden oder Kies eines Randstreifens hinwegfahren muß. In solchen Faällen kann auch die äußere Schürze in dieser Weise ausgebildet sein, wobei der untere Teil der Schürze 186 leicht ein kleinns Stück in das unverfestigte Bodenmaterial einschneiden kann. Dadurch wird eine äußerst wirksame Mikrowellenabschirmung geschaffen. Zur weiteren Verbesserung und zur Anpassung an Höhenunterschiede zwischen dem Pflaster und der Straßenschulter ist die Seitenabschirmung 172 mit einer Vorrichtung 187 in Verbindung, die das Niveau der SeitenschUrzenabschirmung 172 mit Bezug auf die darunterbefindliche Boden- oder Straßenfläche steuert. Die Vorrichtung 187 weist einen Arm 188 auf, der von der Außenseite der am Scharnier hängenden Platte 178 nach oben erstreckt. Das obere Ende des Armes 188 ist über ein Gelenk 192 mit der Kolbenstange 191 einer hydraulischen Stellvorrichtung 189 verbunden, deren anderes Ende in einer Halterung auf dem Körper 159 mit einer Schwenkverbindung 193 gehalten wird. Durch Betätigung der Stellvorrichtung 189 wird, je nach Ein- oder Auswärtsbewegung der Kolbenstange 191, die angelenkte Platte 178 nach außen und oben oder nach unten geschwenkt, mit entsprechender Bewegung der eigentlichen Abschirmung.
Die elektrischleitenden Teile, wie die Teile 173, 178 und 182, die die äußere Abschirmvorrichtung 172 tragen, bilden an sich auch eine Hohlraumabschirmung, wie bei den vorhergehenden Beispielen beschrieben worden ist. Die Mikrowellenabschirmwirkung der Seitenabschirraung 172, Figur 15, ist daher nicht auf die Schürsen 184 und 186 beschränkt, sondern wird ergänzt durch die
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Tatsache, daß die Teile 173, 178 und 182 eine Hohlraumabschirmung bilden. Die Fähigkeit einer Hohlraumabschirmung, die Ausstreuung von Mikrowellenenergie zu unterdrücken, kann noch dadurch gefördert werden, daß wenigstens Teile der Innenfläche des Hohlraums mit einer Schicht bedeckt werden, die aus einem dämpfenden oder mikrowellenabsorbierenden Material besteht, in diesem Fall eine Eisenoxidplatte 194, die an der Innenfläche der mit Scharnie angelenkten Platte 178 sitzt. Andere bekannte, elektrischdämpfende Materialien, wie Gummi, verschiedene Keramiksorten oder Wasserbehälter, die aus einem nichtleitenden Material hergestellt sind, können auch in einer Hohlraumabschirmung als Mikrowellen-Absorber untergebracht werden. Weiter kann auch durch die Anordnung der Straßenräder 176 des Fahrzeugs innerhalb der Hohlraumabschirmung, welche die Teile 173, 178 und 182 bilden, dazu beigetragen werden, daß die Streuung der Mikrowellenenergie unterdrückt wird, falls Teile der Räder selbst aus elektrischdämpfenden Material bestehen, wie es vielfach der Fall ist. Gummi ist zum Beispiel eine solche Substanz*
Für viele Fälle dürfte es besonders zweckmäßig sein, anstelle von einzelnen, in einer Bearbeitungskolonne arbeitenden Fahrzeugen integrierte Anlagen einzusetzen, in denen die Vorrichtungen und Bestandteile zur Ausführung der Mikrowellenheizung, der durch Mischung, der Glättung und Verdichtung teilweise oder vollständig in einer speziellen fahrbaren Anlage vereinigt sind. Die Figuren 16 und 17 zeigen zusammen ein Beispiel für eine Art Bodenfräs- und Verdichterfahrzeug 196, das einem Mikrowellen-Übertragungsfahrzeug folgt, um das Mischen, Glätten und wenig-
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stens teilweise das Verdichten auszuführen.
Das Bodenfräs-Verdichter-Fahrzeug 196 weist vordere und hintere Rahmenglieder 197 und 198, Seitenrahmenglieder 199 und eine rechteckige Plattform 2ol auf, die über den Rahmengliedern angeordnet ist und mit diesen zusammen einen umgekehrt kastenartigen, quaderförmigen Fahrzeugkörper 2o2 bildet, der auf der zu erneuernden Fahrbahn 2o3 entlang fahren kann. Hierzu ist der Fahrzeugrumpf auf einem Paar hinterer Straßenräder 2o4 und einem Paar vorderer Straßenräder 2o6 abgestützt, von denen die letzteren vorzugsweise lenkbar sind. Hierzu dient ein übliches Wagenlenkergestelle 2o7, das mit einer schwenkbaren Schleppstange 2o8 gekuppelt ist, die in der Mitte der Vorderseite des Fahrzeugs angeordnet ist. Falls das Fahrzeug nicht geschleppt werden soll, kann es mit einem Motor, einem Antriebssystem und Steuer- und Lenkeinrichtungen bekannter Bauart ausgestattet sein.
Das Fahrzeug 196 folgt dem Mikrowellenübertragungsfahrzeug, das das Pflaster 2o3 auf eine Temperatur erwärmt hat, bei der es ohne weiteres zerfällt und leicht wieder gemischt werden, und zwar durch Rühren, Harken, Fräsen, Pflügen oder ähnliche Vorgänge. Diese Durchmischung wird zum Beispiel hier durch drei Drehfräsen 2o9A, 2o9B und 2o9C bewirkt, die im Fahrzeugrumpf 2o2 so angeordnet sind, daß die Fräse 2o9A der Vorderseite des Fahrzeugs zunächst liegt; mit Zwischenräumen folgen dann die Fräsen 2o9D und 2o9C. Jede Drehfräse 2o9 wird von einem Paar Schwenkarmen gehalten, die beiderseits des Fahrzeugs angeordnet sind. Jede Fräse weist radial sich erstreckende Schaufeln oder Blätter 212 auf, die Köpfe 213 tragen, welche das Pflaster durchschneiden,
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durchmischen und durchrühren. Die Fräsen drohen sich vorzugsweise entgegen dem Uhrzeiger, bezogen auf figur 17, und die Köpfe 213 sind mit einer scharfen Vorder- oder Schneidkante versehen, an die ein abgerundeter ßücJcenteil 216 «uisclilie&t* Aufgrund dieser Konstruktion werden durch die Fräsen aufeinanderfolgende Teilabschnitte des erhitzten Pflasters aufgekratzt, verbliebene Klumpen zerquetscht unü ein allgemeines Aufrühren und Durchmischen der Pflasterbestandteil*» bewirkt.
Jede Fräse 2o9 kann nach Wahl in ihrer Höhe über dem Pflaster 2o3 eingestellt werden, so daß damit die Tiefe des Einschneidens und der Durchnsischung gewählt werden kann* Hierzu sind die oberen Enden der die Fräsen haltenden Arme 211 mit Achsen 217 verbunden, die sich durch die Seitenrahmenglieder 199 hindurch erstrtjcken, siehe Figur 16. An einem Kurbelarm 218 der radial von jeder Achse 217 außerhalb des Rahmens abgeht, greift eine hydraulische Stellvorrichtung 219 an, deren anderes Ende am Seitenrahmen angelenkt ist. Damit kann jede Fräse, entsprechend der Kolbenstellung der Stellvorrichtung 219, gehoben oder gesenkt werden. Statt der hydraulischen Stellvorrichtungen 219 können auch mechanisch oder elektrisch angetriebene Stellvorrichtungen benutzt werden«
Jede Fräse 2o9A, 2o9B und 2o9C ist an einen Elektromotor 221Λ bzw. 221B bzw. 221C über ein entsprechendes Untersetzungsgetriebe 222Λ, 222B und 222C angeschlossen. Der Antrieb kann, siehe Figur 18, auf jede Fräse, zum Beispiel die vordere Fräse 2o9A, über eine Ubersetzungszahnradanordnung 223 übertragen werden. Der Getriebeteil 222 hat ein Zahnrad 224 mit großem Durchmesser, das
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mit seinem oberen Teil durch einen Einschnitt in der Plattform 2ol hindurchreicht, um mit dem Ausgangszahnrad 226 der Getriebeeinheit 222Λ zu kämmen. Zur Abstützung des Getricbeteils 223 erstreckt sich die Achse 217 nach innen in ein Lager 227, das in der Seitenwand 228 eines Gasverteilers befestigt ist. Die Seitenwand reicht von der Unterseite der Plattform 2ol nach unten. Das Ubertragungszahnrad 223 dreht sich gegenüber der Trägerachse 217 und ist mit einem Zahnradteil 229 kleineren Durchmessers versehen, der mittels einer Kette 231 mit einem Antriebszahnrad gekuppelt ist, das auf dem Ende der Träger-* und Antriebswelle für die Fräsenschaufeln sitzt. Diese Einrichtungen zum Antrieb und zur senkrechten Einstellung der Fräsen werden gegenüber den Pflasterbestandteilen, die bei der Bearbeitung aufgeworfen werden können, und auch gegenüber den heißen Gasen, die auf das Pflaster während der Neudurchmischung geleitet werden, durch eine Platte 234 geschützt, die vorzugsweise aus wärmeisolierendem Material ist und von dem Seitenteil 228 des Gasverteilers sich zwischen der Kette 231 und dem benachbarten Ende der Fräsen nach unten erstreckt.
Der Durchmischungsvorgang wird durch drei Räum- oder Schleppbretter 236Λ, 236B und 236C gefördert, die hinter den Fräsen 2o9A, 2o9B und 2o9C angeordnet sind. Jede Räumschaufel kann eine rechteckigebene Form haben. Ihr oberes Ende ist mit einem Paar Trägerarmen 237 über Schwenk- oder Gelenkkupplungen 238 verbunden. Die Trägerarme 237 sind benachbart zu den Innenflächen der Seitenrahmeng lieder 199 des Fahrzeugs angeordnet. In der Platte 234 sind Schlitze 239 vorgesehen, so daß die Schwenkkupplungen 238 durch diese Platte hindurchreichen und dadurch mit den Trägerarmen
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verbunden sind, wobei eine Schwenkung der Trägerarme zum Zweck der Einstellung der Arbeitshöhe der Unterkanten der Schaufeln möglich wird. Die Trägerarme 237 sind ihrerseits an Achsen 241 befestigt, die in den Seitenträgern 199 gelagert sind und sich nach der Außenseite des Fahrzeugrumpfes erstrecken, wo, siehe Figur 16, ein Kurbelarm 242 radial von jeder Achse ausgeht und an einer hydraulischen Stellvorrichtung 243 angelenkt ist, deren anderes Ende am Seitenrahmen angelenkt ist. Damit können die Schaufeln in ihrer Arbeitshöhe eingestellt, d.h. gehoben oder gesenkt werden.
Die Schleppschaufeln 236 sind in senkrechter Richtung so bemessen, daß jede Schleppschaufel sich nach unten und zurück in das aufgelöste Pflaster hinein erstreckt und dabei eine Neigungsstellung einzunehmen sucht. Die Schieppschaufein 236 fangen die Pflasterbestandteile auf, die durch die Fräsen 2o9 zurückgeworfen werden, bewirken ein Zerquetschen von Klumpen, die im Pflastermaterial auftreten können und eine Glättung des Materials im Anschluß an die Durchmischung.
Um eine abschließende Glättung und eine Verdichtung der durchmischten Pflasterbestandteile durchzuführen, läuft hinter der hinteren Schleppschaufel 236C eine Abgleichbohle 244 über die unter dem Fahrzeug befindliche Fläche. Die Abgleichbohle 244 kann aus einem QuerstUck 246 mit einer ebenen Unterseite bestehen/ die an ihrer Vorderkante im Querschnitt bogenförmig ist, so daß die dagegen laufenden durchmischten Pflasterbestandteile aufgenommen und zusammengedruckt werden.
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Diese Arbeiten werden am besten ausgeführt, wenn die Abgleichbohle 246 so gehalten wird, daß sie gesteuert gegenüber dem Fahrzeugrumpf gehoben oder gesenkt und damit der nach untengerichtete Druck, den die Bohle auf die durchmischten Pflasterbestandteile ausübt, eingestellt werden kann. Oft empfiehlt es sich, daß die Unterseite der Bohle 246 geringfügig angestellt wird, d.h. daß der vordere Abschnitt etwas höher gegenüber der nachlaufenden Kante liegt. Es ist auch vorteilhaft, wenn dieser Anstell- oder Neigungswinkel eingestellt werden kann. Hierfür ist die Bohle 246 an Halterungen 247 angeordnet, die sich von der Oberseite der Bohle nach oben erstrecken und mit einem querliegenden Trägerschaft 248 verbunden sind, dessen Enden durch Schlitze 249 in den Seitenplatten des Fahrzeugrumpfes hindurchreichen. Die beiden Enden 248 des Trägerschaftes, siehe Figur 16, springen um eine kurze Strecke an jeder Seite des Fahrzeugrumpfes vor und stehen mit den hinteren Enden von Schlepparmen 251 auf jeder Seite des Fahrzeugs in Eingriff. Die vorderen Enden der Schlepparme 251 sind mit dem vorderen Teil des Fahrzeugs über Schwenkzapfen 252 verbunden, die an Halterungen 253 auf der Plattform 2ol sitzen. Für das gesteuerte Heben und Senken der Bohle 244 ist ein Hydraulikzylinder 254 vorgesehen, der über eine Schwenkverbindung 256 am Schwenkarm angreift und mit einer weiteren, höherliegenden Schwenkverbindung 257 in einer an der Plattform 2ol sitzenden Halterung 258 abgestützt ist. Der Neigungsoder Anstellwinkel der Bohle 244 wird mittels eines Kurbelarmes 259 eingestellt, der von jedem Ende des Trägerschaftes 248 in radialer Richtung sich erstreckt und an dem auf jeder Seite ein
* hydraulischer Stellmotor 261 angreift, dessen anderes Ende durch
durch Schwenkverbindung 256 gehalten wird.
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Die Figuren 17 und 18 zeigen zusammen Einrichtungen, mit denen heiße Gase auf die Pf lästerte st &nd te ils sowie a«f die Teile der Einrichtung geleitet werden können, die mit dem heißen, aufgelösten Pflaster in Berührung gelangen, Hierzu gehört eine quaderförmige Gasverteilerkansner 262, die unter der Plattform 2oi liegt» Die Decke der Verteilerkairaner 262 wird von der Unterseite der Plattform 2ol gebildet, die hierfür mit einer Wänneisolierungsschicht 263 versehen ist. Die Seitenabschnitte der Verteilerkaismer 262 werden von den bereits erwähnten Seitenplatten 22B gebildet, die ebenfalls mit einer Schicht 264 aus einem wärmeisolierenden Material auf ihrer Innenfläche versehen sein können* Die vorderen und hinteren Rahmenglieder 197 und 198, die mit Schichten von wärraeisoiierendem Material auf ihrer Innenflache versehen sind f bilden den vorderen bzw, hinteren Abschluß der Kammer. Als Bodenfläche der Verteiierkainmer 262 ist eine ebene Platte 267 vorgesehen, die im entsprechenden Abstand über den Fräsen 2o9 und den Schleppschaufeln 236 liegt, damit diese in der Höhe eingestellt werden können.
Eine Reihe von Querschlitzen 268 in der Platte 267 ermöglicht, daß die heißen Abgase nach unten in den Bereich der Fräsen 2o9 und der Schleppschaufeln 236 austreten. Ein letzter Schlitz 269 führt dieses Gas in eine lineare Düse 271, die einen Strom des heißen Gases auf die Oberseite der Bohle 246 gibt« Wenn die Dohle 246 auf diese Weise auf einer hohen Temperatur gehalten wird, wird die Wirkung der Bohle verbessert, da die Pflasterbestandteile, einschließlich dem Asphalt, nicht dazu neigen, an einer Metallflache zu haften, die auf eine Temperatur erwärmt ist, bei der Asphalt mehr oder weniger wie ein Schmiermittel wirkt«
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Die allgemein beobachtete Neigung von Asphaltmischungen, an gewissen Flächen anzuhaften oder su kleben, ist eine Wirkung, die bei geringeren Temperaturen auftritt> bei denen der Asphalt sich verfestigt.
In Fällen wie diesem Beispiel, bei welchem die Fräsen- und Verdichter-Einrichtung keinen Eigenantrieb aufweist und auch nicht ein integraler Teil eines größeren, weitere Bestandteile zur Ausführung der Erfindung enthaltenden Fahrzeugs ist, kommen die heißen Abgase von einem anderen Fahrzeug, das die Fräsen- und Verdichter-Einrichtung schleppt· Zu diesem Zweck ist eine Gaseintrittskammer 272 vorgesehen, die auf der Vorderseite des Fahr zeugs 196 angeordnet und mit der Verteilerkammer 262 durch einen Kanal 273 verbunden ist, der durch das vordere Rahmenelement 197 hindurchgeht. Die Eintrittskammer 272 enthält eine Ventilvorrichtung 274, um die Strömungsgeschwindigkeit einzustellen. Eine Leitung 276, vorzugsweise aus wärmeieolierendem Material verbindet die Eintrittekamroer 272 mit der vorausfahrenden Quelle, von der die heißen Abgase der Einrichtung 196 zugeführt werden. Damit die Einrichtung 196 in Kurven winklig zum Schleppfahrzeug fahren und zum Ausgleich von Neigungen bei Fahrt über Straßen mit sich ändernder Neigung, ist die Leitung 276 in Form einer anpassungsfähigen Zieharmonika oder als Faltenbalg ausgeführt, so daß Längenänderungen und Biegungen möglich sind.
Falls hinter dem Fräsen- und Verdichter-Fahrzeug noch ein weiteres Fahrzeug der gleichen oder einer anderen Art geschleppt wird, z.B. ein Walzenverdichter, kann eine Weiterleitung der heißen Abgase mittels eines Anschlußes 277 vorgesehen sein, der
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am Hinterende des Fahrzeugs angeordnet und mit dem Verteiler 262 in Verbindung ist, gewöhnlich jedoch durch einen Deckel verschlossen ist.
Auf der Plattform 2ol ist ein Behälter 279 angeordnet, der mit Ausnahme der Bodenfläche ein Futter 281 aus wärmeisolierendem Material aufweist und mit einem Füllstutzen 282 versehen ist. Ein solcher Tank kann zur Aufnahme von zusätzlichem Asphalt, Pflasterölen oder Einstellflüssigkeiten dienen, die den aufgelösten Pflasterbestandteilen vor oder während der Mischung zugesetzt werden. Eine Pumpe 283 dient dazu, den Tankinhalt abzuziehen und den Pflasterbestandteilen zuzusetzen. Das Ansaugrohr der Pumpe 283 reicht in den unteren Bereich des Behälters 279 hinein. Ein Abgabestutzen der Pumpe 283 ist mit einem Strömungsverteiler 284 verbunden, der sich quer über den vorderen Teil der Plattform 2ol erstreckt. Eine Reihe Sprühdüsen 286 erstrecken sich vom Verteiler 284 nach unten, um heißen Asphalt oder dergleichen auf das erhitzte Pflaster vor der ersten Fräse 2o9A aufzubringen. Der zusätzliche Asphalt oder dergleichen kann, falls erforderlich, auch vor einer anderen oder vor allen anderen Fräsen 2o9B und 2o9C aufgebracht werden, wozu die Anordnung der Düsen 286 entsprechend abgeändert oder zusätzliche Düsen vorgesehen werden.
Die Asphaltpumpe 283 wird durch einen Elektromotor 287 über ein Getriebe 288 angetrieben. Der Motor 287 kann auch eine weitere Pumpe 289 antreiben, die Hydraulikflüssigkeit aus einem Behälter 291 beaufschlagt, um die verschiedenen hydraulischen Stellvorrichtungen des Fahrzeugs zu betätigen.
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Der zusätzliche Asphalt und auch die übrigen Flüssigkeiten, die im Behälter 279 mitgeführt werden, müssen meistens im erwärmten Zustand gehalten werden. Die Isolationsschicht 281 des Behälters 279 kann in einigen Fällen für diesen Zweck ausreichen, insbesondere, wenn am Boden des Tanks keine Isolation vorhanden ist und auch die Isolation 263 unter der Plattform 2ol im Bereich unter dem Tank fehlt. Dann wird Wärme durch die Plattform 2ol hindurchgeleitet in dem Bereich unter dem Tank. Als zusätzliche Wärmequelle kann ein Wärmeraustauscher 292 im Tank 279 angeordnet und mit seinen gegenüberliegenden Enden an den Abgasverteiler 262 angeschlossen sein. Da das Abgas innerhalb des Wärmeaustauschers 292 durch Wärmeleitung und -Abgabe an den Inhalt des Tanks 279 abkühlt, führen Konvektionseffekte dazu, daß das verhältnismäßig kühlere Gas in den Verteiler 262 zurückabsteigt, während heißeres Gas aus dem Verteiler aufsteigt. Durch Anbringung eines Ventils 293, das durch einen Handgriff 294 von der Außenseite des Tanks her betätigbar ist, an einen oder an beiden Enden des Wärmeaustauschers kann das Ausmaß des Konvektionsaustausches reguliert und damit auch die Temperatur innerhalb des Behälters 279 reguliert werden. Falls dies nicht als Regulierung ausreicht, kann das Ventil 293 auch durch ein kraftgetriebenes Gebläse ersetzt werden, das einen genau steuerbaren Strom von heißem Gas durch den Wärmeaustauscher 292 ermöglicht.
Die elektrische Energie zum Betrieb der verschiedenen elektrischen Einrichtungen des Fahrzeugs 196 wird vom Schleppfahrzeug durch ein biegsames Kabel 296 übertragen, das an einem Anschlußträgerfuß 297 am vorderen Ende des Fahrzeugs endet. Eine gleiche Einrichtung 298 kann am hinteren Ende des Fahrzeugs vorgesehen sch·,
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um ein hinter dem Fahrzeug 196 fahrendes Fahrzeug zu versorgen.
Figur 19 zeigt die Zusammenfassung von den hier vorbeschriebenen Einrichtungen zu einem Zug, der mit geringer Geschwindigkeit über eine ausbesserungsbedürftige Straße fährt und dabei eine Fahrbahn mit erneuertem Pflaster hinter sich läßt. Dieses Fahrbahnerneuerungssystem 299 weist eine Antriebseinheit 3ol auf, die in diesem Fall ein Tieflader-Lastkraftwagen 3o2 ist. Der Lastkraftwagen 3o2 muß eine erhebliche Nutzlast tragen können und ist mit mindestens zwei Antriebsachsen 3o3 versehen, so daß er eine entsprechende Last ziehen kann. Der Lkw ist dafür eingerichtet, mit sehr geringen Geschwindigkeiten,etwa 1 - 6 m pro Minute, z.B., über längere Zeit ohne Unterbrechung zu fahren. Für den Betrieb des Mikrowellengenerators und anderer elektrischen Einrichtungen der Anlage 299 sind auf dem Lkw 3o2 eine oder mehrere rriotorgetriebene Generatoranlagen 3o4 angeordnet. Die heißen Abgase von dem oder den Antriebsmotoren der Generatoranlagen 3o4 werden in einem Gasgehäuse 3o6 gesammelt, das am hinteren Ende des Fahrzeugs angeordnet ist. In einer bevorzugten Ausführungsform sind zwei Generatorengruppen 3o4 vorgesehen, jeweils mit Dieselantrieb und zur Erzeugung eines 3-Phasen-Wechselstroms von 48o V. eingerichtet. In dem Gasgehäuse 3o6 können auch die Abgase mitgesammelt werden, die von dem Antriebsmotor des Lkw stammen.
Der als Zugmaschine arbeitende Lkw 3o2 zieht zumindest ein Mikrowellenübertragungsfahrzeug 3o7, das die vorstehend erläuterten Merkmale aufweist. Bei der Anlage 299 ist an das Ubertragungsfahrzeug 3o7 ein Fahrzeug 3o8 angehängt, das entsprechend der Einrichtung 196 mit Mitteln zum Durcharbeiten und Verdichten der
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Pflasterraaese versehen ist. ''
Eine wärmeisolierte Heizgasleitung 3o9 ist auf dem Fahrzeug 3o7 angeordnet. Das Vorderende der Gasleitung ist mit dem Gasgehäuse 3o6 der Antriebseinheit 3ol durch eine wärroeisolierte Balgenleitung 311 verbunden, die eine Winkeländerung der Ausrichtung zwischen den Fahrzeugen 3o7 und 3ol für das Befahren von Kurven ermöglicht. Ein Gebläse 312 kann zwischen dem Gehäuse 3o6 und der Leitung 311 vorgesehen sein, um die Strömung der heißen Abgase zu fördern. Vorzugsweise ermöglicht das Gebläse eine gesteuerte Verdünnung der heiSen Abgase mit Luft von Außentemperatur, so daß die Temperatur der Gase in den für die Erwärmung des Pflasters brauchbaren Bereich von etwa 15o° C. gesenkt werden. Die Gaszuleitung 313 des Ubertragungsfahrzeugs 3o7 ist mit der Leitung 3o9 vorzugsweise Ober ein Ventil 314 verbunden, so daß der Anteil an heißen Abgasen gesteuert werden kann, der in das übertragungsfahrzeug einströmen soll«
Das hintere Ende des Leitungsstockes 3o9 ist mit der Gasaufnahmekammer 317 des Fahrzeugs 3o8 durch einen weiteren schmiegsamen Balgenschlauch 316 verbunden.
In ähnlicher Weise wird die elektrische Energie, die von den Generatoren 3o4 erzeugt wird, von der Antriebseinheit 3ol auf das übertragungsfahrzeug 3o7 mittels eines schmiegsamen elektrischen Kabels 318 übertragen, das auch noch zur Übertragung der Energie auf das Fahrzeug 3o8 weiterführt.
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Im Betrieb fährt die Fahrbahnerneuerungsanlage 299 auf der auszubessernden Straße 319 entlang. Zu diesem Zweck ist an einer vom Lkw aus nach vorn reichenden Halterung 322 ein kleiner, senkrechter Führungsstock 321 angeordnet, ssit welchem der Fahrer einer aaf dsr StraSe 319 angebrachten Führtnigslinie folgt. Wahrend die Anlage 299 auf der Straße entlang fährt» wird das alte Asphaltpflaster unter dem Übertragungsfahrzeug 3o7 schnell durch Mikrowellenenergie erhitzt und zersetzt, Das erwärmte Pflaster wird dann mit den Einrichtungen des Fahrzeugs 3o8 verkleinert, durchmischt, geglättet und wieder verdichtet» In manchen Fällen ist das Ausmaß der Verdichtung, das mit der Abgleich- und Verdichterbohle 323 erreicht wird, die mit einem dosierbaren Teil des Gewichtes des Fahrzeuges 3o8 belastbar ist/ ausreichend t um die gewünschte Qualität der erneuerten Straßenfläche zu erreichen. Falls eine weitere Verdichtung erforderlich ist, kann das Fahrzeug 3o8 noch mit einer Walze versehen werden, die hinter der Bohle 323 herläuft; stattdessen kann auch eine gesonderte Verdichtungswalze der Anlage 299 folgen.
Der Arbeitsfortschritt oder die Geschwindigkeit, mit der die Anlage 299 die Erneuerung einer Asphaltfahrbahn ausführt, hängt von mehreren Faktoren ab, zu denen auch die Eingabe an Mikrowellenenergie in die alte Fahrbahndecke durch das Ubertragungsfahrzeug 3o? gehört. In den meisten Fällen wird die Anlage mit der größten Geschwindigkeit weiterbewegt, die sich mit der Erwärmung des Pflasters unter dem übertragungsfahrzeug 3o7 auf die hier erwähnten Temperaturbereiche verträgt» Diese Energieübertragung auf die Fahrbahn unter dem Übertragungsfahrzeug ist im Grunde durch die Leistungsfähigkeit der Generatorengruppe 3o4
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auf der Zugeinheit 3ol beschränkt; innerhalb dieser Grenzen ist aber auch die Länge des Übertragungsfahrzeuges 3o7 ein Faktor, der die Energieübertragung auf die Straßendecke mitbestimmt. Im allgemeinen wird, wenn eine höhere Leistung der Anlage 299 verlangt wird, mit einer längeren Mikrowellenübertragungseinrichtung 3o7 gearbeitet werden müssen. In einem gewissen Ausmaß gilt das auch für die Einrichtung 3o8 zum Durchmischen; wenn eine Reihe von mehreren Mischern oder dergleichen benutzt wird, kann auch diese Einrichtung schneller weiterbewegt werden. Unter gewissen Arbeitsbedingungen kann jedoch die Verlängerung des Ubertragungsfahr zeuges oder des Misch*- und Verdichter fahrzeuges Nachteile haben.
Vor allem wird man das Ubertragungsfahrzeug und das Misch- und Verdichterfahrzeug vielfach sehr breit machen, damit die Arbeitsbreite der Breite einer gesamten Straße oder Fahrbahn entspricht. Dann würde diese Straße oder Fahrbahn in einem Durchgang oder eine breite Straße mit wenigen Durchgängen erneuert werden können. Falls aber dann die Fahrzeuge 3o7 und 3o8 auch sehr lang ausgeführt werden, um ihre Produktivität zu vergrößern, wird damit die Anlage aus einer Reihe von Fahrzeugen zusammengesetzt, die sehr umfangreich und schwer sind. Dadurch brauchen sich nicht unbedingt besondere Schwierigkeiten an irgendeiner Arbeitsstelle zu ergeben. Es kann aber sehr schwierig sein, die Anlage dann von einem Einsatzort nach einem anderen zu befördern. In einem gewissen Zusammenhang damit steht, daß in der gesamten Anlage eine begrenzte Anzahl von Gelenken vorhanden ist, deren Abstand voneinander mit zunehmender Länge der Fahrzeuge vergrößert wird. Das beeinflußt die Fähigkeit der aufeinanderfolgenden Glieder der
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Anlage 299, genau hinter der Zugeinheit herzufahren. Diese Schwierigkeit kann an sich dadurch beseitigt werden, daß in jedem Teilfahrzeug der Anlage eine besondere Lenkeinrichtung vorgesehen wird. Das erfordert jedoch wieder zusätzliche Aufmerksamkeit des Fahrers, der insoweit dann andere, für den Betrieb der Anlage erforderliche Arbeiten und Aufgaben nicht wahrnehmen kann. Figuren 2o und 21 veranschaulichen eine abgewandelte Form einer Pflastererneuerungsanlage 324 mit verlängerten Einrichtungen zur Mikrowellenübertragung und zur Durchmischung, wobei jedoch trotz dieser Vergrößerung der Abmessungen der Transport von einer Arbeitsstelle zur anderen keine Schwierigkeiten bereitet und die Anlage einer gewählten Spur sehr genau folgen und auch Straßenkrümmungen oder Wellungen des Straßenbettes ohne Schwierigkeiten bewältigen kann.
Hierzu sind in der Anlage nach Figur 2o und 21 die Einrichtung zur übertragung von Mikrowellen und die Einrichtung zur Durchmischung und Verdichtung in eine Mehrzahl von gesonderten, verhältnismäßig kurzen Fahrzeugabschnitten aufgelöst und dementsprechend die Anzahl der Gelenke in der Gesamtanlage vergrößert worden.
Im einzelnen weist die Anlage 324 eine Zugeinheit 3ol auf, die mit gleichen oder ähnlichen Einrichtungen wie die Zugmaschine 3ol in Figur 19 ausgestattet ist. Wegen der Bezugszeichen wird auf diese Figur verwiesen. Dagegen ist der Abschnitt 326 zur Mikrowellenübertragung und der Abschnitt 327 zum Durchmischen und Verdichten in der Anlage 324 abgeändert.
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Der Mikrowellenübertragungsabschnitt 326 besteht aus mehreren Ubcrtragungsteilfahrzeugen, von denen zwei, nämlich die Übertragungsfahrzeuge 328 und 329 dargestellt sind. Bei Bedarf können auch mehr verwendet werden. Die Fahrzeuge 328 und 329 zur übertragung von Mikrowellen Weisen die vorstehend beschriebenen Merkmale auf, sind aber in Fahrrichtung verhältnismäßig kurz ausgeführt. Vorzugsweise übersteigt ihre Länge nicht die maximal für den Straßenverkehr zugelassene Breite einer Lkw-Ladung. In diesem Sinne können Fahrzeuglängen von etwa 1,8 - 2,4 m besonders brauchbar sein. Das Schlepp·* und Lenkgestänge 331, mit dessen Hilfe das Übertragungefahrzeug 328 an die Antriebseinheit 3ol angekoppelt wird bzw. durch das das Fahrzeug 329 hinter das Fahrzeug 328 gehängt wird, kann auseinandergenommen und während der Verlegung der Anlage entfernt werden.
Jedes Ubertragungefahrzeug 328 und 329 trägt eine Gasleitung auf senkrechten Stützen 333, um heiße Abgase dem Mikrowellen-Heizbereich zuzuführen. Abschnitte einer Ziehharmonika- oder balgenartigen schmiegsamen Gasleitung 334 verbinden das Gasgehäuse 3o6 der Antriebseinheit mit der Leitung 332 des 1. Übertragungsfahrzeugs 328 und die einanderzugekehrten Enden der Leitungen 332 der beiden Fahrzeuge 328 und 329. Entsprechend wird über schmiegsame elektrische Kabel 336 Strom aus der Zugeinheit 3ol auf das 1. übertragungsfahrzeug 328 und dann auf das 2. Fahrzeug 329 übertragen.
Die Anlage 334 hat an sich den Vorteil, daß sie in verhältnismäßg kleine Einheiten zerlegt werden kann, die bequem befördert werden können. Eine entsprechende Anzahl von Gelenken gewährleistet
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eine weitgehende Anpassungsfähigkeit beim Fahren entlang Kurven und aber Straßen mit sich ändernder Neigungj die Aufteilung führt jedoch dazu, daß das erwärmte Pflaster abschnittsweise wieder der Atmosphäre ausgesetzt und damit einer gewissen Abkühlung ausgesetzt würde. Obwohl je nach den einzelnen Arbeitsbedingungen ein solcher Wärmeverlust nicht unbedingt zu Schwierigkeiten führen würde, ergibt sich durch eine Verhinderung einer solchen Abkühlung eine bessere Energieausbeute. Zu diesem Zweck ist zwischen dem 1. übertragungsfahrzeug 328 und dem folgenden Ubertragungsfahrzeug 329 eine schmiegsame, ziehharraonikaartiije Decke 337A vorgesehen, die aus wärmeisolierendem Material hergestellt ist und zwischen den Fahrzeugen gehalten wird. Die Decke 337A erstreckt sich vorzugsweise beiderseits der erwärmten Pflasterzone zwischen den zwei Fahrzeugen bis nach unten, Da gewisse Ausführungsformen der Mikrowellen-Abschirmeinrichtungen, wie vorstehend beschrieben, den unter den Übertragungsfahrzeugen befindlichen heißen Abgasen gestatten, anschließend in den von der Decke 337 überspannten Bereich einzutreten, wird damit die Aufrechterhaltung der Erwärmungstemperatür erleichtert,
Der Mischer- und Verdichter-Abschnitt 327 in der Anlage 324 ist aus den gleichen Gründen wie der Kikrowellenübertragungsabschnitt in Teilabschnitte unterteilt. So ist z.B, ein erstes, verhältnismäßig kurzes Mischerfahrzeug 338 vorgesehen, das zwei der Mischer- und Schleppschaufelanordnungen enthält und an das letzte Mikrowellenübertragungsfahrzeug 329 mittels einer Lenk- und Zugeinrichtung 339 angehängt ist. Eine balgenartige Decke 337D wird zwischen den zwei Fahrzeugen 329 und 338 gehalten und verhindert das Abkühlen des erwärmten und aufgelösten Pflasters nachfolgend
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an das letzte Ubertragungsfahrzeug und vor dem Eintreffen des ersten Mischer-Fahrzeugs. Eine weitere Gasleitung 341 ist über dem Fahrzeug 338 angeordnet, um heißes Gas auf die unter dem Fahrzeug befindlichen Pflasterbestandteile während der Durchmischung zu richten, wobei die Gasleitung an die entsprechende Leitung des letzten Mikrowellenübertragungsfahrzeugs 329 durch eine Balgenleitung 334C angeschlossen ist.
Das letzte Mischerfahrzeug 342 kann im wesentlichen so wie das erste Mischerfahrzeug 338 ausgebildet sein, mit der Ausnahme allerdings, daß es die Abgleichbohle 343 mitführt, um abschließend zu glätten und zu verdichten. Die Bohle 343 liegt hinter dem Rumpf des Fahrzeugs 342 und ist durch schwenkbare Schlepparme 344 mit diesem verbunden. Hydraulikzylinder 346 greifen an den Schlepparmen 344 an und ermöglichen die senkrechte Einstellung der Bohle 343. Die außen angeordnete Abgleichbohle und die dazu gehörenden Halterungen und Einstell-Vorrichtungen vergrößern zwar die Länge des letzten Mischer-Fahrzeugs 342, können jedoch ohne weiteres abgenommen werden, wenn die Einrichtung auf einem Lkw nach dem nächsten Arbeitsort gebracht werden soll.
Auch der zuletzt fahrenden Mischer-Einheit 342 werden heiße Abgase mit Hilfe eines isolierten Leitungsabschnittes 347 zugeführt, der auf senkrechten Stützen 348 auf dem Fahrzeug 342 angeordnet und mit der entsprechenden Leitung 341 des vorausfahrenden Fahrzeugs 338 durch einen Balgenschlauch 334D verbunden ist. Elektrische Energie wird dem Fahrzeug 342 durch das Kabel 336D zugeleitet, das mit dem vorausfahrenden Fahrzeug 338 verbindet.
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Die mit Bezug auf die Figuren 18 - 21 beschriebenen Anlagen dienen vorzugsweise für die Ausführung umfangreicher Arbeiten. Kleinere Anlagen mit erheblich abgeänderter Fahrzeugform können für die Ausführung der Erfindung ebenfalls eingesetzt werden, siehe Figuren 22 und 23. Das hier dargestellte Fahrzeug 351 kann als Oberflächenausbesserungsfahrzeug bezeichnet werden. Es ist nicht nur für die Aufarbeitung vorhandener Asphaltdecken in der vorstehend beschriebenen Weise geeignet, sondern besonders gut angepaßt an eine Abwandlung dieses Verfahrens, die als Ausbesserung oder "resetting" im Gegensatz zur Erneuerung des Pflasters bezeichnet wird. Weiter ist die Anlage für eine Ausführungsform des Verfahrens geeignet, welche besonders auf die Instandhaltung von Landstraßen oder Autobahnen abgestellt ist, die hauptsächlich aus Beton bestehen*
Das Oberflächenausbesserungsfahrzeug 351 hat einen Vorderabschnitt 352, der auf einem Paar Straßenrädern 353 fährt, und einen längeren hinteren Abschnitt 354, der am hinteren Ende auf zwei angetriebenen Radachsen 356 und 357 abgestützt ist. Das Fahrzeug 351 ist ein Gelenkfahrzeug wobei der Vorderabschnitt 352 und der !Unterabschnitt 354 durch eine sehr stark ausgeführte Schwenkverbindung 358 aneinander gekoppelt sind. Die Verbindung 358 liegt zentral zwischen den zwei Fahrzeugabschnitten so, daß ein Fahrzeugabschnitt gegenüber dem anderen um eine senkrechte Achse schwenken kann, wobei die Verbindung jedoch starr gegen irgendwelche Schwenkbewegungen um dazu rechtwinklig liegende Achsen ist. Beiderseits der Schwenkverbindung 358 ist zwischen den beiden Fahrzeugabschnitten je ein hydraulischer Lenkzylinder 359Λ bzw. 359B angelenkt, so daß durch Ausfahren des einen Zylinder-
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kolbens und Einziehen des anderen der Vorderabschnitt 352 sich gegenüber dem Hinterabschnitt 354 winklig stellt und damit eine Lenkung des Fahrzeugs ermöglicht.
Der Vorderabschnitt 352 ist eine Mikrowellenübertragungseinrichtung, deren innere Ausstattung den weiter oben beschriebenen entsprechenden Einrichtungen entspricht. Die übertragungseinrichtung bildet einen Mikrowellenheiz- und -auflösungsbereich 361 unter dem Rumpf 362 des Fahrzeugs. Der Mikrowellenheinzbereich 361 ist durch einen Abschirmbereich 363 begrenzt, der entsprechend den bereits erläuterten Merkmalen ausgeführt ist. Ein schmiegsames elektrisches Leitungekabel schließt die Einrichtungen zur Erzeugung von Mikrowellen im Vorderabschnitt 352 an einen Generator 366 an, der im hinteren Abschnitt des Fahrzeugs angeordnet ist.
Der hintere Abschnitt 354 der Anlage 351 hat ein Fahrerabteil 367, das auf dem vorderen Teil eines Rahmens 368 aufgebaut ist. Ein isolierter Behälter 369 für zusätzlichen Asphalt, Pflasteröl oder EinstellflUssigkeiten ist auf dem hinteren Ende des Rahmens 368, vorzugsweise über den hinteren Straßenrädern 356, angeordnet. Der Generator 366 wird durch einen Motor 371 angetrieben und ist mit diesem zusammen zwischen dem Behälter 369 und der Fahrerkabine 367 auf dem Fahrzeug angeordnet. Die Ausgangsanschlüsse 373 des Generators sind mit einem Schaltkasten 372 verbunden, der unmittelbar hinter dem Fahrerhaus liegt und Gleichrichter, Spannungsregler und weiteres Zubehör für die Erzeugung von Mikrowellen enthält. Der Motor 73, der die ganze Energie für diese Ausführungsform einer Oberflächenausbesserungsanlage 351 liefert, ist vorzugsweise eine Turbine, die eine verhältnismäßig große Menge an
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heißen Abgasen erzeugt, verglichen mit Kolbenmaschinen, da für gewisse Arbeitsgänge, die die Anlage 351 ausführt, es erwünscht ist, wenn verhältnismäßig große Mengen an heißen Gasen verfügbar sind.
Obwohl die Anlage mit einera gesonderten Antriebsjuotor verseilen werden kann, ergibt sich eine gedrängtere und billigere Konstruktion» wenn ein Teil der Ausgangsenergie des Generators 366 als Antriebsenergie für das Fahrzeug benutzt wird. Zu diesem Zweck ist ein Elektromotor 374 über Anschlüsse 376 mit dem Verteiler 372 verbunden und auf dem Rahmen 368 benachbart zum Generator 366 angeordnet. Die Ausgangsweile 377 des Motors 374 steht in Antriebsverbindung mit den Straßenrädern 357 und 356 über ein Untersetzungsgetriebe 378. Ein weiterer Elektromotor 379 ist auf dem Rahmen 368 angeordnet als Antrieb einer Pumpe 381, die aus einem Behälter 382 kommende Hydraulikflüssigkeit unter Druck setzt, tun die verschiedenen Stellmotoren des Fahrzeugs zu betätigen.
Der Rahmen 368 bildet einen umgekehrt quaderförmigen Kasten, unter dem Aufreiß-, Fräs-, Misch-, Glatt- und andere Arbeitsgänge mit dem heißen, aufgelösten Pflaster ausgeführt werden. Um zusatzlich Wärme auf das darunterbefindliche Pflaster während solcher Arbeiten zu übertragen, werden durch eine Leitung 582 die Abgase aus der Maschine 371 nach unten in den Bereich innerhalb des Rahmens 368 eingeführt. Schmiegsame Schürzen 383 erstrecken sich auf allen Seiten des Fahrzeugs vom Rahmen 368 nach unten auf den Boden und tragen dazu bei, daß die heißen Gase im Arbeitsbereich gehalten werden, und verhindern, daß bei den Arbeiten
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hochgerissene Pflasterbestandteile nach außen geschleudert werden. Ein Ventil 384 in der Leitung 582 ermöglicht die wahlweise Ableitung eines Teiles der Abgase der Maschine 371 in eine Leitung 386, die die heißen Gase in den Behälter 369 einspeist, falls dies erforderlich ist, um den Behälterinhalt im erwärmten Zustand zu halten.
In dem Rahmen 368 sind eine oder mehrere Bearbeitungsvorrichtungen für das Pflaster untergebracht, in diesem Fall eine Dreh-Fräse oder -Schaufel 387, eine Aufreißvorrichtung 388 und einen Schild 389 zum Glätten. Die Drehfräse oder -Schaufel 387 weist Einschneid- und Misch-Köpfe 391 auf, die an einer Antriebswelle 392 angeordnet sind, die in den unteren Enden von Trägerarmen 393 gelagert ist, deren obere Enden schwenkfähig an den Seiten des Rahmens 368 mittels Achsen 394 angeordnet sind. Hydraulische Stellvorrichtungen 396 am Rahmen 368 mit ausfahrbarem bzw. einziehbarem Kolbenstangen 397 greifen in Längsschlitze 398 der Arme 393 ein und ermöglichen eine gesteuerte Hebung bzw. Senkung der Vorrichtungen 387 gegenüber dem darunterbefindlichen Pflaster. Zum Antrieb der Drehschaufeln 387 kann eine Kette 399 vorgesehen sein, die ein Zahnrad 4ol auf der Antriebswelle 392 mit einem Zahnrad 4o2 verbindet, das koaxial auf der Achse 394 sitzt und durch einen am Rahmen 368 befestigten Elektromotor 4o3 angetrieben wird.
Der Aufreißer oder die Harke 388 besteht aus einem Querstück 4o4 mit einer oder mehreren Reihen von im gleichmäßigen Abstand liegenden Zinken 4o6, in diesem Fall drei Reihen, die sich von der Unterseite des Querstücks 4o4 nach unten erstrecken, um die
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Oberfläche des darunterbefindlichen, erwärmten Pflasters aufzureißen oder zu harken. Das Querstück 4o4 ist an den unteren Enden von Trägerarmen 4o7 befestigt, die beiderseits des Fahrzeugs liegen und mit ihren oberen Enden schwenkfähig am Rahmen 368 angeordnet sind, so daß die Zinken 4o6 durch hydraulische Stellmotoren 4o8 nach Wahl gehoben oder gesenkt werden können.
Der Schild 389 liegt ebenfalls quer zur Längsrichtung des Fahrzeugs innerhalb des Rahmens 368 hinter der Harke 388, wobei das obere Ende des Schildes oder der Schleppschaufel mit Trägex-arsnen 4o9 beiderseits des Fahrzeugs verbunden ist. Die oberen Enden der Arme 4o9 sind am Rahmen 368 angelenkt und können durch beiderseits am Fahrzeug angeordnete hydraulische Stellmotoren 411 bewegt werden, so daß der Schild oder die Schaufel 389 gegenüber dem Pflaster gehoben oder gesenkt werden und damit eine Glättung ausführen Xann«
Das Oberflächenausbesserungsfahrzeug 351 kann zur Ausführung des weiter oben beschriebenen Verfahrens zur Aufarbeitung des Pflasters benutzt werden. Hierzu wird das Fahrzeug 351 über eine Fahrbahn mit einer Geschwindigkeit gefahren, bei der das Pflaster unter dem Mikrowellenübertragungsbereich 361 erwärmt und aufgelöst wird« Die Frehschaufel 387 kann dann nach unten gefahren werden, um die aufgelösten Pflasterbestandteile wieder zu vermischen und der Schild 389 wird zum Glätten des durchmischten Pflasters benutzt* Hinter dem Fahrzeug 351 fährt ein besonderes Verdichterfahrzeug hinterher, obwohl an sich auch bei dem Fahrzeug 351 eine Abgleichbohle am hinteren Ende angeordnet werden kann*
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Das Fahrzeug 351 kann aber auch für ein Verfahren benutzt werden, das als Pflaster-Ausbesserung bezeichnet werden kann und sich von dem Erneuerungsverfahren dadurch unterscheidet, daß die Versetzung durch Erwärmung mittels Mikrowellen unter dem Ubertragungsbereich 361 auf weniger als die volle Tiefe der alten Asphaltdecke beschränkt wird. Stattdessen wird nur eine Oberflächenschicht der alten Decke, gewöhnlich in der Größenordnung von etwa einem bis zwei Zoll oder drei bis fünf cm aufgelöst. Diese aufgelöste Oberflächenschicht der alten Decke kann mit der Einrichtung 387 neu durchmischt und dann mit dem Schild 389 geglättet und anschließend wieder verdichtet werden. Die Wiederherstellung der Oberflächenschicht der Straßendecke kann auch in vielen Fällen so ausgeführt werden, daß durch die erwärmte, aufgelöste Oberflächenschicht die Harke 389 durchgezogen wird. Zu diesem Zweck wird die Harke 389 soweit gesenkt, daß ihre Zinken 4o6 im gewünschten Ausmaß in die Oberflächenschicht der Straßendecke eindringen, während das Fahrzeug über das aufgelöste Pflaster hinwegfährt· Das Pflaster kann auf diese Weise wiederholt durchharkt werden, in dem periodisch die Fahrtrichtung der Anlage 351 bei aufeinanderfolgenden Pflastergebieten umgekehrt wird. Falls erforderlich kann auch zusätzlicher Asphalt aus dem Behälter 369 auf das Pflaster gegeben werden, und zwar vor einem oder zwischen zwei Harkvorgängen. Anschließend wird die aufgelöste und durchharkte oder durchmischte Oberflächenschicht der Straßendecke geglättet, in dem durch Darüberfahren mit dem Fahrzeug die untere Kante des Schildes 389 durch den bearbeiteten Bereich gefahren wird.
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Heiße Abgase aus der Maschine 371 werden über die Leitung 582 während der vorstehend beschriebenen Vorgänge zur Durcharbeitung der aufgelösten Pflasterschicht dieser zugeführt, um den Umfang der Erwärmung durch Mikrowellen und die dafür benötigte Zeit zu verringern. Die Oberflächenerwärmung, die durch die heißen Abgase ermöglicht wird, ist etwas wirkungsvoller für Oberflächenausbesserungen dieser Art, wie die Erwärmung In dem Fall, wo die Straßendecke bis in größere Tiefen erwärmt und aufgelöst werden muß. Deshalb, und weil auch bei der Oberflächenausbesserung eine geringere Neudurchmischung genügt, ist das erforderliche Maß an Mikrowellenerwärmung etwas geringer als im Fall der vollen Aufarbeitung der alten Straßendecke z.B. werden befriedigende Ergebnisse erzielt bei Erwärmungen bis in einen Bereich von etwa So - 95° C.
Die Erfindung kann in abgewandelter Form auch zur Ausbesserung und Instandhaltung von abgenutztem Beton, Autobahnen oder dergleichen benutzt werden. Ferner auch zur Wiedergewinnung von Asphalt aus Abfallen auf alten Schutthalden. So werden neuerdings Betonfahrbahnen 412 dadurch wiederhergestellt, daß eine verhältnismäßig dünne Schicht einer Asphaltstraßendecke 413 aufgebracht wird. Diese Überdeckung einer Betonstraße 412 oder dergleichen mit einer Asphaltdecke 413 kann sehr wirksam mit Hilfe der Erfindung ausgeführt werden, wobei allerdings erforderlich ist, bei der ersten überdeckung des Betons die Asphaltpflasterbestandteile anzufahren. Hierfür können neue Asphaltpflasterbestandteile eingesetzt werden. Die Erfindung gestattet aber auch, in besonders wirksamer Weise alte, bisher als Abfall angesehene Aspahltpflasterbrocken zu benutzen, z.B. solche, die von
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einer Abfalldeponie stammen. Z.B. kann eine Schicht 413 dadurch hergestellt werden, daß kleine Brocken eines alten Asphaltpflasters , die von einer Abfalldeponie beschafft worden sind, als Schicht 414 auf dein Betonpflaster der wiederherzustellenden Straße ausgebreitet werden. Das Fahrzeug 351 der Figuren 22 und 23 oder eines der anderen, hier vorher beschriebenen Systeme oder Fahrzeuge fährt dann über die Schicht 414 hinweg, um sie nacheinander aufzuheizen, aufzulösen, zu durchmischen und zu glätten, so daß schließlich auf der Oberfläche der Betonstraße 412 eine Asphaltüberdeckung 413 in der gewünschten Form liegt. Bei diesem besonderen Einsatz müssen wenigstens die vorderen und hinteren Einrichtungen zur Mikrowellenabschirmung und 417 am Mikrowellenübertragungsabschnitt der Anlage so ausgebildet sein, siehe oben, daß die losen Brocken 414 ohne besondere Störungen unter den Abschirmeinrichtungen hindurchgehen können. Schmiegsame Schürzenabschirmungen und Spaltabschirmungen sind hierfür geeignet.
Im Anschluß an die ursprüngliche Uberdeckung einer Betonfahrbahn 412 mit einer verhältnismäßig dünnen Asphaltschicht 413 wird die Oberflächenausbesserunseinrichtung 351 periodisch eingesetzt, um mit entsprechenden Zeitabständen die Oberfläche der Straße wiederherzurichten, wozu nicht unbedingt neues Pflastermaterial benötigt wird.
Die Erfindung kann auch angewendet werden, um in einem abgenutzten oder beschädigten Pflaster verteilt liegende, verhältnismäßig kleine Bereiche auszuflicken und zu reparieren. Dafür können zwar die vorstehend erläuterten Anlagen benutzt werden.
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Arbeiten in einem verhältnismäßig kleinen Umfang und Ausflicken von begrenzten örtlichen Bereichen, wie einzelnen Rissen, Schlaglöchern und dergleichen,werden wirtschaftlich mit einer kleineren Einrichtung ausgeführt, die die hierfür erforderlichen Einrichtungen trägt. Die Figuren 24 und 25 zeigen ein Beispiel für ein solches kleineres Fahrzeug 418, das besonders für das Ausflicken und Ausbessern kleinerer Straßenschäden vorgesehen ist, aber auch zur Erneuerung oder Ausbesserung längerer fortlaufender Fahrbahnstreifen in der vorbeschriebenen Weise benutzt werden kann.
Das Ausbesserungsfahrzeug 418 hat einen Rahinen 419, der ein Fahrerhaus 421 trägt und auf einem Paar lenkbarer vorderer Straßenräder 422 und einer Verdichterwalze 423 läuft, die am hinteren Ende des Rahmens 419 mittels einer Querachse 424 gelagert ist. Zum Antrieb des Fahrzeugs in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung int ein umsteuerbarer Elektromotor 427 auf einer Plattform 428 über der Walze 423 angeordnet. Zahnräder 429 auf beiden Enden der Abtriebswelle des Motors 427 treiben mittels Ketten 432 größere Zahnräder 431 an, die koaxial auf den beiden Enden der Rollenachse 424 befestigt sind. Um die verschiedenen elektrischen Einrichtungen des Fahrzeugs 418 mit Energie zu versorgen, ist eine Motor-Generator-Anordnung 433 mit einem Generator 436 und einer Antriebsmaschine 438 auf dem Rahmen 419 befestigt. Ein Schalt- und Verteilerkasten 437 ist hinter dem Fahrerhaus 421 angeordnet. Für den Antrieb des Generators 436 ist ein Dieselmotor 438 vorgesehen, gegebenenfalls auch ein anderer Verbrennungsmotor, der heiße Abgase erzeugt.
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Eine Mikrowellenübertragungseinrichtung 439 ist in einem umgekehrt kastenförmigen Gehäuse 441 untergebracht, das aus elektrischleitendem Material hergestellt ist. Die Einheit 439 liegt an der Unterseite dee vorderen Fahrzeugteiles, um Asphaltpflaster in örtlich begrenzten, zu reparierenden Dereichen zu erhitzen und aufzulösen. Der Ubertragungsabschnitt 439 ist mit den bereits beschriebenen Vorrichtungen ausgestattet, insbesondere mit querangeordneten, dämpfenden Wellenleitern 442, die jeweils durch eine Magnetron-Röhre 443 oder einen anderen Mikrowellen-Generator erregbar sind. Abschirmbereiche 444 sind um den Umfang des Wellenleiterbereiches 443 herum angeordnet, um das Ausstreuen von Mikrowellenenergie über den Spalt zwischen der unteren Kante des Gehäuses 441 und dem darunterbefindlichcn Pflaster 426 zu sperren. Vorzugsweise ist das Gehäuse 441 der Mikrowellenübertragungseinheit, in dem die Wellenleiter 443 und die anderen inneren Bestandteile angeordnet sind, am Rahmen 419 mittels Stellmotoren 446 angehängt, um das Gehäuse 441 nach Wahl zu heben oder zu senken« Damit kann die Größe des Spaltes zwischen der Mikrowellenübertragungseinheit und dem darunberbefindliehen Pflaster eingestellt werden. Außerdem kann dadurch das Gehäuse 441 mit seinen inneren Bestandteilen ausreichend angehoben werden, damit das Fahrzeug von einem Arbeitsort zum nächsten fahren kann*
Zwischen dem Mikrowellenabschnitt 439 und der Walze 423 ist an der Unterseite des Rahmens 419 eine Einrichtung 447 zum Durcharbeiten des Pflasters angebracht.Auch dieser Bearbeitungsabschnitt 447 kann als umgekehrt kastenförmiger Körper 448 ausgebildet sein, der vorzugsweise am Rahmen 419 mittels Stellvor-
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richtungen 449 aufgehängt ist, die ein Heben oder Senken des Abschnittes 448 ermöglichen, so daß damit die Tiefe des Eingreifens in das Pflaster eingestellt und andererseits der Abschnitt hochgezogen werden kann, wenn das Fahrzeug nach einem anderen Arbeitsort fährt, Der Abschnitt 448 kann die bereits erwähnten Werkzeuge zum Durchmischen von Pflasterbestandteilen enthalten, z.B. eine Drehschaufel 451 und eine Harke, die in einer oder mehreren Reihen Zinken 452 trägt. Auch Pflug-Scheiben 453 in einer oder mehreren Reihen, wie bislang für die Ackerbearbeitung vorgesehen, können im Abschnitt 447 zusasmcn mit anderen Geräten zum Einschneiden^ Umwälzen 4 Mischen oder dergleichen angeordnet werden» Zum Glattstreichen ist am hinteren Ende des Bearbeitungsabschnittes 447 ein Glättungsschild 454 angeordnet.
Unter dem Rahmen 419 ist zwischen den Abschnitten 439 und ein Fühler 456 angeordnet, der die Temperatur des Pflasters mißt und mit dessen Hilfe der Fahrer bestimmen kann, ob eine auszubessernde Pflasterstelle auf die gewünschte Temperatur erwärmt worden ist. über den vier Ecken der Mikrowellenübertragungseinrichtung 439 sind Mikrowellenenergiedetektoren 4 57 am Rahmen 419 angeordnet, so daS ein Austreten von Mikrowellenenergie festgestellt werden kann. Das Fahrzeug ist ferner mit einer Leitungsvorrichtung 4 58 versehen, mit der heiße Abgase aus dem Motor in den Bereich der Pflasterbearbeitung 447 und auch in den Mikrowellenheizbereich unter dem Mikrowellenübertragungsbereioh 439 überführt werden können, sodaß damit der Energieinhalt des von dem Fahrzeugmotor 438 verbrauchten Treibstoffs besser ausgenutzt und der Einsatz der Bearbeitungsgeräte uttd
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die Mikrowellenheizung gefördert wird.
Für die Ausbesserung kleiner Fehlerstollen im Pflaster 4 26, wie Schlaglöchern oder Rissen, wird das Fahrzeug 418 zunächst so auf den auszubessernden Abschnitt gefahren, daß die ffikrov/ellenübertragungseinrichtung 439 über der zu bearbeitenden Flüche liegt. Das in dieser Fläche befindliche bzw. sie unmittelbar umgebende Pflaster wird dann erwärmt und aufgelöst. Das Fahrzeug wird dann vorwärts gefahren und, falls erforderlich, wiederholt vor- und zurückbewegt, um zu ermöglichen, daß die Einrichtungen zum Durchmischen und Bearbeiten des Pflasters innerhalb des Bereiches 447 den aufgelösten Pflasterbereich umwälzen oder durchmischen. Danach wird das Fahrzeug vorwärts gefahren, um diesen Bereich mit dem Schild 454 zu glätten und anschließend den geglätteten Bereich mit der Walze 423 zu verdichten.
Das Ausbesserungsfahrzeug 418 ist auch sehr gut geeignet, das Asphaltpflaster aufzuarbeiten, das vielfach als schmaler Randstreifen entlang Autobahnen angeordnet ist, die hauptsächlich aus Beton gebaut sind. Für eine solche Arbeit wird das Fahrzeug 418 langsam kontinuierlich über den Asphaltrandstreifen gefahren, um in Reihenfolge die hier beschriebenen verschiedenen Arbeitsgänge auszuführen.
Die Figuren 26 und 27 zeigen, daß die Erfindung für umfangreiche Arbeiten auch ohne Einsatz der vorstehend beschriebenen Spezialfahrzeuge benutzt werden kann. Die Pflastererneuerungsanlage 461 der Figuren 26 und 27 besteht, außer dem Mikrowellenübertragungsfahrzcug 462, das einer vorstehend beschriebenen Form entspricht,
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aus Bestandteilen, die im einzelnen bekannt und im Handel erhältlich und nur mit einigen leicht auszuführenden Änderungen versehen sind.
Die Zugmaschine der Anlage 461 ist ein großer Lastkraftwagon
463 mit einer ebenen Tragfläche, auf der zwei Generatorengruppen
464 angeordnet sind. Die Abgase der Dieselmotoren oder anderen Antriebsmaschinen der Generatoren werden in einem Gasgehäuse gesammelt* das auch auf dem Lkw angeordnet ist» ähnlich» wie weiter oben beschrieben. Die Mikrowellenübertragungseinrichtung 462 ist ebenfalls entsprechend der bereits beschriebenen Form als Fahrzeug 467 ausgebildet und wird vom Lastkraftwagen 463 geschleppt. Das Fahrzeug 467 hat eine isolierte lieizgasleitung 468, die durch einen schmiegsamen, in der Länge anpassungsfähigen Balgenschlauch 469 heiße Abgase aus dem Gehäuse 466 zugeführt erhält, wobei die Leitung 469 mit einem auf dem Lkw befindlichen Gebläse 471 verbindet, das das Gas aus dem Gehäuse 466 abzieht. Das Fahrzeug 467 ist mit einem Ventil 472 versehen, mit dessen Hilfe der Gaszufluß aus der Leitung 468 in den Mikrowellen-IIeizbereich eingespeist werden kann. Anstelle des hier gezeigten einzelnen Mikrowellenübertragungsfahrzeuges 467 können in der Anlage 461 auch noch weitere derartige Fahrzeuge benutzt werden«
Abweichend von den bisher beschriebenen Ausfuhrungsformen werden in der Anlage 461 das Durchmischen, Glätten und Verdichten mittels einer Fahrbahnfertigungsmaschine 473 ausgeführt, die zum überwiegenden Teil bekannten Konstruktionen entspricht.
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Zu den wesentlichen Elementen der Maschine 473 gehört ein Fahrzeugrumpf 474, der auf Trägerrädern 476 und großen Antriebsrädern 477 läuft. Das Fahrzeug 473 wird von einer auf dem Rumpf 474 angeordneten Maschine 478 angetrieben. Eine Fahrbahnfertigungsmaschine 473 weist ferner einen trichterförmigen Behälter 479 auf, der die heiße Fahrbahnmasse aufnimmt. Ein endloser Sandförderer 481 erstreckt sich vom vorderen Ende des Trichters nach vorn und unten innerhalb einer Aufnahmerinne 482, um heiße Asphaltmischuruj oder -teile aufzunehmen, hoch zu befördern und in den oberen Bereich des Trichters 479 abzugeben.
Bei dem üblichen Einsatz einer Fahrbahnfertigungsanlage wird heiße Asphaltmischung an die Arbeitsstelle angefahren und in einer Aufschüttung vor dem Weg der Fahrbahnfertigungsmaschine abgeladen, so daß das Material von der Fördereinrichtung 481 aufgenommen und in den Trichter 479 überführt werden kann. Die Fahrbahnmaschine hat ein zweites endloses Förderband 483, mit welchem die heiße Mischung vom unteren Ende des Trichters 479 nach hinten zum rückwärtigen Teil des Fahrzeugs befördert wird, wo sie in einen quer sich erstreckenden Trog 484 abgegeben wird. Vom Trog aus wird eine Schicht der heißen Mischung auf dem Straßenbett abgelegt. Wenn, wie in diesem Fall, die Breite des Troges 484 größer als die des Förderers 483 ist, kann eine mit Motorantrieb versehene Schnecke oder dergleichen 486 quer zum Fahrzeug im Trog 484 angeordnet werden, um einen Teil des Materials vom Förderband 483 seitwärts zu befördern, damit es in einer gleichmäßigen Schicht auf dem Straßenbett aufgebracht wird. Zu diesem Zweck laufen die Schneckenelemente 487 des Förderers 486 von der Mittellinie aus spiralig nach beiden Seiten des Fahrzeugs.
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Zur Glättung und Verdichtung der aufgebrachten Mischung ist eine Abgleichbohle 488 quer unter dem hinteren Ende der Maschine 473 angeordnet, so daß sie gegen die frischaufgebrachte Schicht läuft und diese zusammendrückt. Die Bohle 488 ist auf beiden Seiten des Fahrzeugs mit je einem Schlepparm 489 schwenkfnhig verbunden. Die Schlepparme reichen von der Bohle aus nach vorn und obun und sind an ihren vorderen Enden mittels Gelenkzapfen 491 am Fahrzeugrumpf angeordnet. Der hintere Abschnitt jedes Schiepparms 489 ist durch einen Hydraulikzylinder 492 mit dem Fahrzeugrumpf verbunden, so daß das Niveau der Bohle 488 nach Bedarf eingestellt werden kann,
Zur Eingliederung in die Anlage 461 wird die Maschine 473 vorzugsweise gegenüber bekannten Ausführungen abgeändert. Die Rinne oder Schütte 482 am vorderen Ende der Maschine, die die heiße Pflastermischung aufnimmt, wird vorzugsweise am vorderen Ende ausreichend breit gemacht, um die gesamte Breite des Fahrbnhnstreifens 493 zu übergreifen, der aufgearbeitet werden soll. Falls dadurch die Schüttrinne merklich breiter als der dazugehörige Förderer 481 gemacht werden muß, kann der Transport des aufgefangenen» aufgelösten alten Pflasters auf den Förderer und von dort in den Trichter 479 dadurch erleichtert und vereinfacht werden, daß eine weitere, angetriebene Schneckenfördereinrichtung 494 unmittelbar über der Vorderkante 496 der Schüttrinne angeordnet wird, deren Vorderkante hier als Aufnehmer ausgebildet ist, um das aufgelöste alte Pflaster aufzusammeln. Der Schneckenförderer 494 kann wie der am hinteren Ende angeordnete Förderer 486 ausgebildet sein, mit der Ausnahme allerdings, daß die Schneckenelemente umgekehrt laufen, um das aufgenommene Mate-
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rial zur Mitte hin zu befördern.
Weiter 1st vorgesehen/ daß die Maschine 473 für die Erfindung mit einer Decke 497, vorzugsweise aus wärmeisolierendem Material, versehen wird, die oben über die aufnehmende Schütte 482 gesetzt wird. Eine im wesentlichen gleiche Decke 498 wird über dem Trichter 479 angeordnet. Auf diese Weise können die heißen Abgase im Bereich der aufgelösten Pflastermischung bleiben, während diese durch die Maschine 473 hindurchgeht. Zur Aufnahme der heißen Abgase ist ein Stutzen 499 an der Oberseite der Decke 498 angeordnet und durch einen Abschnitt 5ol einer Balgenschlauchleitung mit dem hinteren Ende der Gasleitung 468 auf dem Fahrzeug 467 verbunden.
Da viele Übliche Fahrbahnfertiger so arbeiten, daß sie die fertiggemischte Fahrbahnmasse aufnehmen, sind bei derartigen Fahrzeugen Mischvorrichtungen nicht vorgesehen. In der Anlage gemäß Figuren 26 und 27 unterliegt die aufgenommene, aufgelöste alte Fahrbahnmasse durch die Wirkung der verschiedenen, vorstehend beschriebenen Einrichtungen Mischvorgängen in erheblichem Umfang. Eine Mischwirkung wird anfänglich am vorderen Schneckenförderer 494 erreicht, und in einem gewissen Ausmaße auch durch die Wirkung des Bandförderers 481 und bei der übergabe des Materials in den Trichter 479. Eine weitere Mischwirkung wird mit dem hinteren Schneckenförderer 484 erreicht. In den Fällen, in denen durch die Einrichtungen des Fahrbahnfertigers nicht in anderer Weise eine ausreichende Durchmischung erzielt wird, können ohne weiteres einer oder mehrere kraftangetriebene Drehschaufelvorrichtungen 5o2 oder Bodenfräsen, wie vorstehend beschrieben,
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vorgesehen werden, z.B. unmittelbar über dem hinteren Förderband 483. Da hydraulische Druckflüssigkeit gewöhnlich in einer solchen Anlage z.B. zur Betätigung der verschiedenen Druckzylinder zur Verfügung steht, kann auch ein Flüssigkeitsmotor 5o3 benutzt werden, um die Umwälzvorrichtung 5o2 anzutreiben. Stattdessen können auch Antriebsmotoren anderer Art benutzt werden.
Bei der Anlage 461, 473 ist dafür gesorgt, daß die heißen Abgase innerhalb des Fahrbahnfertigers auf das aufgelöste Pflastermaterial und gegen die verschiedenen Komponenten gerichtet werden, mit denen die Materialmischung in Berührung kommt. Vom Anschluß 499 aus fließt heißes Gas zwischen Rinne 482 und Förderer 481, in den Trichter 479, über den Förderer 483, einschließlich dem Mischbereich der Umwälzvorrichtung 5o2, und in den Trog 484 und auf die Bohle 488. Falls der von den Motor-Generator-Gruppen 464 erzeugte Gasstrom nicht ausreicht, um sowohl den Bedarf des Mikrowellenübertragungsfahrzeugs 467 als auch der Maschine 473 zu decken, kann dieser Gasstrom dadurch ergänzt werden, daß über eine Leitungseinrichtung 5o4 auch die Abgase aus dem Motor
478 der Fertigungsmaschine 473 in den Bereich unter der Decke
479 einspeist»
In anderen Fällen kann auf die Leitungsverbindung 5ol zwischen den Einrichtungen 473 und 467 verzichtet werden» so daß über die Leitungseinrichtung 5o4 allein die Abgase des Motors 478 für den Bedarf der Fahrbahnfertigungsanlage ausgenutzt werden. Bei üblichen Anlagen wird vielfach ein Butanbrenner oder dergleichen vorgesehen, um den Inhalt des Trichters 479 in einem erwärmten Zustand zu halten« Jedenfalls ist bislang die Ab-
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wärme dos Motors 7o% des Fahrbahnfertigers nicht ausgenutzt worden, obwohl dadurch etwa 7o% des Energieinhaltes des von dem Motor verbrauchten Treibstoffes in Form von Abgasen verschwendet worden ist, die Temperaturen von einigen hundert Grad Celsius aufweisen.
Im Betrieb wird die Anlage 473 sehr langsam über eine beschädigte Straße 5o6 gefahren, deren Fahrbahn erneuert werden soll. Die alte Fahrbahn wird unter dem Mikrowellenübertragungsfahrzeug 467 schnell erwärmt und aufgelöst. Die aufgelöste Fahrbahnmasse wird anschließend von dem Schaufelteil 496 aufgefangen und aufgenommen, durch die Schnecke 494 zur Mitte befördert und dann nach oben und hinten in den Trichter 479 mittels der Rinne 482 in Gemeinschaft mit dem Förderband 481 befördert. Die wiedergewonnene und erwärmte Fahrbahnmischung wird dann von der Unterseite des Trichters 479 aus mittels des Förderbandes 483 weiter nach hinten getragen, unterliegt einem weiteren Mischvorgang mittels der Einrichtung 5o3, und wird dann wieder auf dem Straßenbett in Form einer Schicht aus einer heißen Materialmischung abgelegt, die danach geglättet und durch die Bohle 488 wieder verdichtet wird, so daß hinter der Anlage eine aus wiederaufgearbeitetem Material hergestellte, erneuerte Fahrbahndecke entsteht. Dabei wird wenig oder gar kein neuer Asphalt gebraucht. Es brauchen auch keine Materialien zwischen einer entfernt liegenden Mischanlage oder einem Abladeplatz hin- und hergefahren zu werden, wobei die eingesetzten Treibstoffe wesentlich wirkungsvoller als bislang bei derartigen Arbeiten ausgenutzt werden.
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Mit Hilfe der Anlage gemäß Figur 26 und 27 ist eine weitere, äußerst vorteilhafte Abwandlung der Erfindung möglich, nämlich der Einsatz für die Verbreiterung vorhandener Straßen. Hierfür kann unter Umständen ausgenutzt werden, daß aufgrund früherer Oberflächenverbesserungen oder -erneuerungen die L'ahrbahnschicht auf der vorhandenen Straße dicker,ist als eigentlich benötigt. Falls das nicht der Fall ist, kann eine verhältnismäßig kleine Menge einer neuen Fahrbahnmaterialmischung angefahren und auf dem alten Straßenbett vor der Anlage 473 abgesetzt werden.
Die für die Verbreiterung zu verwendende Anlage ist mit einem hinteren Schneckenförderer ABA und einer Abgleichbohle 488 versehen, deren {Juerabmessung so groß ist, daß sie die herzustellende neue StraSenbreite überspannt. Aufgrund dessen kann rait der Anlage die breitere Fahrbahn hergestellt werden, wobei wenigstens teilweise das Material der alten, schmäleren Straße verwendet wird« Wie vereinfacht in Figur 27 dargestellt» fährt die Anlage 473 eine alte, schmale Fahrbahn 5o7 entlang \and läflt dabei hinter sich die verbreiterte, mit neuer Oberfläche versehene Fahrbahn 5o8,
Die Erfindung ist an sich unu hauptsächlich zur Herstellung oder Ausbesserung von Fahrbahnen gedacht, die aus Asphalt bestehen oder bei denen eine Äsphaltschicht auf Beton liegt. Bestimmte Eigenschaften der Erfindung sind jedoch auch für Fahrbahnen brauchbar» die nicht aus Asphalt bestehen, Z.B. ermöglicht die Mikrowellenenergie eine sehr schnelle und wirksame Erwärmung von Beton. Für die Instandhaltung von Betonfahrbahnflächen ma-
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chen gewisse Arbeiten erforderlich, daß die Fahrbahn erwärmt wird, um den Beton zu trocknen und in einigen Fällen die Polymerisation oder andere Abbindevorgänge von Dichtungsmitteln oder dergleichen zu befördern, die auf die Fahrbahn aufgebracht worden sind. Bislang wurde eine derartige Erwärmung mit großem Zeitaufwand bewerkstelligt, da nur die verhältnismäßig langsame Leitung der Wärme von der Oberfläche des Betons in das Material hinein benutzt werden konnte, und dieses Betonmaterial einen sehr kleinen Wärmeleitungskoeffizient hat. Dagegen sind die Mikrowellenübertragungsvorrichtungen, wie vorstehend beschrieben, wesentlich wirksamer und ermöglichen eine sehr schnelle Erwärmung des Betons.
Patentansprüche 809828/0701 - 98 -

Claims (1)

Patentansprüche jdUU
1.!Verfahren zur Wiederaufarbeitung vorffandener Asphaltfahrbahnen unter Anwendung von Wärme/"Öadurch gekennzeichnet/ daß die vorhandene Fahrbahndecke mittels in die Fahrbahn übertragener Mikrowellenenergie erwärmt und aufgelöst und dadurch deren Asphaltanteil erweicht wird, worauf die Bestandteile der Fahrbahn im aufgelösten Zustand neu durchmischt und danach das durchmischte Fahrbahnmaterial an seinem ursprünglichen Ort wieder verdichtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsschritte der Auflösung, Neudurchmischung und Wiederverdichtung der Fahrbahn fortschreitend an aufeinanderfolgenden benachbarten Abschnitten der Fahrbahn ausgeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1) oder 2) dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsschritte der Auflösung, Neudurchmischung und Wiederverdichtung im wesentlichen kontinuierlich und unter Fortbewegung der dafür benutzten Einrichtungen und Geräte entlang der zu bearbeitenden Fahrbahn ausgeführt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3), dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Fahrbahnbeetandteile nach deren Auflösung durch Wärme fortlaufend überwacht und aufgrund dessen die Fortbewegungsgeschwindigkeit gesteuert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1) - 4), dadurch gekennzeichnet, daß die Bestandteile der Fahrbahndecke an der Stelle der Ober-
ORtOtNALINSPECTH)-"
fläche neu durchmischt werden, an der diese Bestandteile ursprünglich gelegen haben.
6. Verfahren nach Anspruch 1) - 4) dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrowellenenergie jeweils zeitweilig auf einen vorbestimmten Bereich der vorhandenen Fahrbahn beschränkt wird.
7, Verfahren nach Anspruch 6) 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrbahn und die Fahrbahnbestandteile zur Absorbierung der sonst an den Grenzen des vorbestimmten Bereiches austretenden Mikrowellenenergie benutzt werden.
B, Verfahren nach Anspruch 1) -7), dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich neue Fahrbahnbestandteile den bereits vorhandenen Fahrbahnbestandteilen vor ihrer erneuten Verdichtung zugesetzt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 1) - 8), dadurch gekennzeichnet, daß a»r Erzeugung der Mikrowellenenergie eine Mikrowellenquelle mit elektrischer Energie avis einem Generator betrieben wird, der seinerseits mit einer Brennkraftmaschine betrieben wird, wobei wenigstens ein Teil der heißen Abgase der Maschine zur Ergänzung der MlkrowellenerwÄrraung auf die Fahrbahn gelenkt wird.
lo* Verfahren nach Anspruch 9) t dadurch gekennzeichnet, daß die heißen Abgase auf die Fahrbahn im gleichen Bereich gerichtet werden, der die Mikrowellenenergie aufnimmt. "
- loo -
11. Verfahren nach Anspruch 9) oder Ιο), dadurch gekennzeichnet, daß die heißen Abgase auf die Fahrbahnbestandteile während der Neudurchmischung gerichtet werden.
12. Verfahren nach Anspruch 1) - ID/ dadurch gekennzeichnet/ daß die Fahrbahn zu ihrer Auflösung in eine elektrisch enge Kopplung zu wenigstens einer Mikrowellenquelle gebracht wird und dabei eine dämpfende elektrische Belastung für die Mikrowellenquelle bildet·
13. Verfahren nach Anspruch 6) - 12), dadurch gekennzeichnet, daß ein vorbestimmter Erwärmungs- und auflösungsbereich der Fahrbahn durch Anordnung von elektrischleitendem Material über dem Bereich und um dessen Seiten herum abgegrenzt wird, wobei die Mikrowellenenergie innerhalb dieses abgegrenzten Bereiches und in den darunterbefindlichen Teil der Fahrbahn übertragen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13), dadurch gekennzeichnet, daß die Umgrenzung aus leitendem Material über die Fahrbahn hinweg bewegt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 1) - 14), dadurch gekennzeichnet, da£ die Auflösung des vorhandenen Pflastermaterials durch Mikro wellenenergie und deren Neudurchmischung auf eine Oberflächer schicht der vorhandenen Fahrbahn beschränkt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15), dadurch fekennseichnet, daß das Durchmischen,Durchharken der Oberflächenschicht ausgeführt wird, während die Bestandteile In aufgelösten Zustand sind*
-vd-
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Anwendung bei einer Fahrbahn mit einer Asphaltfahrbahndecke auf einer Betonschicht, dadurch gekennzeichnet, daß die erwärmte, aufgelöste und durchmischte Masse der Asphaltfahrbahnschicht durch Andrücken im erwärmten Zustand an die Betonunterlage neu verdichtet wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17}, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der Asphaltfahrbahnschicht von einem anderen Ort stammende Stücke einer alten Fahrbahnschicht mitverwendet werden.
19. Einrichtung zur Fahrbahnbearbeitung mit einer eine Einrichtung zur Wärmeerzeugung enthaltenden, fahrbaren Anlage, dadurch gekennzeichnet, daß eine im wesentlichen kastenförmige, aus einer Decke und Seitenteilen bestehende Umhüllung {4 2, 4 2) in der fahrbaren Anlage (33) mit der Öffnung nach unten angeordnet ist und einen Mikrowelienbereich zusammen mit der darunterbefindlichen Fahrbahnfläche begrenzt, und daß dieser Mikrowellenbereich Mittel zur Freisetzung von Mikroweiienenergie (52, 56, 54) enthält.
20. Einrichtung nach Anspruch 19), dadurch gekennzeichnet, daß die fahrbare Anlage <33) wenigstens einen elektrischen Generator (61) und in dem Mikrowellenbereich (41) wenigstens eine Mikrowellenquelle (56) enthält/ die zur Versorgung mit elektrischer Energie in Verbindung (62, 63) jnit dem Generator steht, der durch wenigstens eine Brennkraftmaschine (59) angetrieben let«
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21. Einrichtung nach Anspruch 2o), gekennzeichnet durch MIttel (66) zur Zuführung wenigstens eines Teiles der heißen Abgase der Brennkraftmaschine auf die Fahrbahn zur Ergänzung der Erwärmung swlrkung der Mikrowellenenergie.
22. Einrichtung nach Anspruch 2o) - 21), dadurch gekennzeichnet, daß die fahrbare Anlage (3ol) wenigstens einen Behälter (281) für die Mitführung eines Vorrats an zusätzlichen Fahrbahnbestandteilen sowie Mittel (283) für die wahlweise Abgabe der zusätzlichen Bestandteile während der Fahrt der Anlage aufweist.
23. Einrichtung nach Anspruch 22), gekennzeichnet durch Mittel (292, 293) zur Zuführung wenigstens eines Teiles der aus den Abgasen der Brennkraftmaschine stammenden Wärme in den Behälter (281).
24. Einrichtung nach Anspruch 19) - 23), gekennzeichnet durch an einem Fahrzeug (196) angeordnete Mittel (2o9) zur Durchmischung der Bestandteile der Fahrbahn nachfolgend an den Durchgang der Mikrowellenumschließung (41, 42).
25. Einrichtung nach Anspruch 24), dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Durchmischung wenigstens eine Drehschaufel (2o9) aufweisen, die an der Unterseite der fahrbaren Anlage (3ol) hinter der Mikrowellenübertragungseinrichtung (3o7) angeordnet sind.
26. Einrichtung nach Anspruch 24) - 25), gekennzeichnet durch in der fahrbaren Anlage (3ol) vorgesehene Mittel (272, 274, 268)
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zur Zuleitung wenigstens eines Teiles der heißen Abgase aus der Brennkraftmaschine auf die Fahrbahnbestandteile während deren Durchmischung.
27. Einrichtung nach Anspruch 24) - 26, dadurch gekennzeichnet, daß in der fahrbaren Anlage (3ol) wenigstens ein Glättungsschild (236) hinter den Mitteln {2o9) zur Durchmischung der Fahrbahnbestandteile angeordnet ist.
28* Einrichtung nach Anspruch 24} - 27, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Verdichtungsvorrichtung (244, 246) in der fahrbaren Anlage <2ol) hinter den Mitteln <2o9) zur Durchmischung der Fahrbahnbestandteile angeordnet ist.
29. Einrichtung nach Anspruch 19) - 28), dadurch gekennzeichnet, daß die fahrbare Anlage (418) mit Eigenantrieb versehen ist.
3g» Einrichtung nach Anspruch 29}, dadurch gekennzeichnet, daß die fahrbare Anlage (299, 324} einen Hikrowellenübertragungsabschnitt (3o7), der die Mikrowellenumschließung (41, 42) und die Mikrowellenquelle (56) trägt, und einen Durchmischungsabschnitt (3o8) aufweist, der die Mischvorrichtungen (2o9) trägt, wobei die beiden Abschnitte mit einer Schwenkbewegungen zulassenden Kupplung (331) verbunden sind«
31» Einrichtung nach Anspruch 3o), dadurch gekennzeichnet, die Anlage (299) eine besondere Zugmaschine (3ol) und mehrere Schwenkbewegungen zulassende Kupplungen zur Verbindung der einzelnen Abschnitte (3ol, 3o7, 3o8) aufweist.
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32. Einrichtung nach Anspruch 31), dadurch gekennzeichnet, daß der Generator und die den Generator treibende Brennkraftmaschine auf der Zugmaschine (3ol) angeordnet sind, die durch elektrische Leitungekabel (336) und schmiegsame balgenförmige Gasleitungen (334) mit den von der Zugmaschine gezogenen Abschnitten der Anlage verbunden ist.
33. Einrichtung nach Anspruch 19) -32), gekennzeichnet durch Temperaturraeßfühler, die in der Anlage (299) unmittelbar hinter dem Mikrowellenheizbereich (41) zur überwachung der Temperatur der erwärmten Fahrbahn während der Fahrt der Anlage angeordnet ist.
34. Einrichtung nach Anspruch 19) - 33), dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Mikrowellenenergiedetektor (81) an der Außenseite des Mikrowellenübertragungebereiches (41) angeordnet ist.
35. Einrichtung nach Anspruch 19) - 34), dadurch gekennzeichnet, daß der Mikrowellenübertragungsbereich (41) mit wenigstens einer Mikrowellenabschirmvorrichtung (44,48,72) am Süßeren Umfang des Mikrowellenübertragungsbereiches (41) versehen ist.
36. Einrichtung nach Anspruch 35), dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrowellenenerfivabtchirmvorrichtung elektrischleitende Elemente (43, 77) aufweist, die sich von der Umschließung des Mikrowellenbereioh#s (41) tür Reflexion von Mikrowellenenergie nach unten in 41· daru»t*rb*flndliche Flache nach außen erstrecken.
37. Einrichtung nach Anspruch 35) - 36), dadurch gekennzeichnet/ daß die Mikrowellenenergieabschirmvorrichtung schmiegsame, elektrischleitende Elemente (73, 74) aufweist, die sich nach unten auf die darunterbefindliche Fahrbahnfläche erstrecken, und für die aus dem Mikrowellenbereich (41) kommenden Mikrowellenreflektoren bilden.
38. Einrichtung nach Anspruch 35) - 37)f dadurch gekennzeichnet, daß sich im Bereich des Spalts {72) zwischen dem Mikrowellenbereich <41) und der darunterbefindlichen FahrbahnflSche vor und hinter diesem Bereich quer zu der diesen Bereich aufweisendes fahrbaren Einrichtung ^e eine Abschirmvorrichtung erstreckt, die beiderseits durch seitliche Mikrowellenabschirmvorrichtungen verbunden sind, von denen wenigstens eine (172, 181) senkrecht gegenüber dem Mikrowellenbereich bewegbar ist.
39. Einrichtung nach Anspruch 38), dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche Abschirmvorrichtung (126) eine Vielzahl von den Boden berührenden Rädern (141) aufweist, die an der Abschirmvorrichtung gelagert sind und diese (132) in einem vorbestimmten Abstand über der darunterbefindliehen Fahrbahn (127) halten.
40. Einrichtung nach Anspruch 38) - 39), gekennzeichnet durch eine Stellvorrichtung (189} zur wahlweisen Hebung und Senkung der Seitenabschirmung (172) gegenüber der Mikrowellenumschließung (159, 163).
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41. Einrichtung nach Anspruch 35) - 4o), dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrowellenenergieabschirmung eine Spaltabschirmung ist, die eine Platte (48) aus elektrischleitendem Material aufweist, die sich als obere Begrenzung des Spaltes von der Umschließung des Mikrowellenbereiches (41) nach unten erstreckt und deren Unterseite im wesentlichen parallel zu der darunterbefindlichen.Fahrbahnfläche liegt.
42. Einrichtung nach Anspruch 41), dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischleitende Platte (132) mit der Umschließung des Mikrowellenbereiches vertikal verschiedlich verbunden ist und durch eine Vielzahl von Rollelementen (141, 142), die an der Platte gelagert sind, in einer vorbestimmten Höhe über der darunterbefindlichen Fahrbahnfläche abgestützt ist.
43. Einrichtung nach Anspruch 42), dadurch gekennzeichnet, daß jedes Rollelement (141, 142) an der Platte (132) durch elastische, eine begrenzte unabhängige senkrechte Bewegung gegenüber der Platte gestattende Mittel gelagert ist.
44. Einrichtung nach Anspruch 42) - 43), dadurch gekennzeichnet, daß die Rollelemente (141, 142) wenigstens teilweise aus elektrischleitendem Material hergestellt und zueinander mit Abständen angeordnet sind, welche die Durchgänge zwischen den Rollelementen auf weniger als die Grenzabmessungen für die Frequenz der Mikrowellenenergie beschränken.
45. Einrichtung nach Anspruch 35) - 44), dadurch gekennzeichnet, dal die Mikrowellenabschirmvorrichtung eine Hohlraumabschirmung
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in Form einer umgekehrt kastenförmigen Struktur aus elektrischleitendem Material aufweist, die sich entlang der Umgrenzung des Mikrowellenbereichs (41) erstreckt und deren Unterkanten mit geringem Abstand über der Bodenfläche liegen,
46. Einrichtung nach Anspruch 45), dadurch gekennzeichnet, daß eine Masse (Hl') aus elektrischdämpfendem Material in der umgekehrt kastenförmigen Struktur (111, 112) angeordnet ist.
47. Einrichtung nach Anspruch 46), dadurch gekennzeichnet, daß der Raum mit dem elektrischdämpfendem Material wenigstens ein Straßenrad (176) der fahrbaren Anlage enthält, das wenigstens teilweise aus elektrischdämpfendem Material besteht und in der Hohiraumabschlrmung angeordnet ist.
48» Einrichtung nach Anspruch 37), dadurch gekennzeichnet, daß die schmiegsamen elektriachleitenden Elemente eine Vielzahl von Metallkettenabschnitten {74) sind, von denen jeder ara oberen Ende in einer Aufhängung befestigt ist, die am Umfang des Mikrowellenbereichs (41) angeordnet ist,
49. Einrichtung nach Anspruch 37} , dadurch gekennzeichnet, daß die schmiegsamen elektrischleitenden Elemente aus einer Vielzahl von elastischen Metalldrähten (113) bestehen, von denen jeder mit seinem oberen Ende an einer Halterung befestigt ist, die ihrerseits um den Außenumfang des Mikrowellenbereichs (41) herum angeordnet ist.
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50. Einrichtung nach Anspruch 35) - 49), dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrowellenenergieabschirmvorrichtung eine Schürzenabschirmung (168, 169, 186, 184) aufweist, zu der ein Streifen aus einem flachen, elektrischleitendem Material gehört, der sich entlang einer Begrenzung des Mikrowellenbereiches Ober den Spalt (157) erstreckt und mit seinem unteren Abschnitt in Berührung mit der darunterbefindlichen Fahrbahnfläche steht.
51. Einrichtung nach Anspruch 5o), dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen aus schmiegsamem Material (168, 184) mit einem Übermaß nach unten reicht und mit seinem unteren Abschnitt umgebogen ist und flächig auf der Straßenfläche anliegt.
52. Einrichtung nach Anspruch So), dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen (186) aus starrem Material ist, dessen unterer Abschnitt über die Spalthöhe (157) hinaus nach unten in die darunterbefindliche Fahrbahn (158) hineinreicht.
53. Einrichtung nach Anspruch 19) -52), dadurch gekennzeichnet, daß zur Freisetzung von Energie in den Mikrowellenbereich (41) wenigstens ein Wellenleiter (52) in diesem Bereich angeordnet ist und wenigstens eine Öffnung (54) zur Übertragung von Mikrowellenenergie in Richtung auf die darunterbefindliche Fahrbahnflache und wenigstens eine Mikrowellenenergie-Quelle (56) aufweist, die sur Erregung de· Wellenleiters mit diesem gekoppelt ist»
54. Einrichtung nach Anspruch S3), dadurch gekennzeichnet, daß
der Wellenleiter (52) ausreichend nahe sur darunterbefindlichen
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Fahrbahnfläche angeordnet ist/ die mit Bezug auf die Mikrowellenquelle {56) eine dämpfende elektrische Belastung bildet.
55. Einrichtung nach Anspruch 53), dadurch gekennzeichnet, daß der Wellenleiter (52) als eine Mikrowellenenergie zur darunterbefindlichen Fahrbahnfläche abstrahlende Antenne in ausreichendem Abstand Über der Fahrbahn angeordnet ist.
56. Einrichtung nach Anspruch 53) - 55), gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von Wellenleitern (52) t die parallel zueinander angeordnet und jeweils mit einer Mikrowelienqaeile (56) ausgestattet sind.
57. Einrichtung nach Anspruch 56), dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jeweils zwei benachbarten parallelen Wellenleitern (97) eine zu deren Ausrichtung parallele Platte (Io7, Io7') aus elektrischleitendem Material angeordnet ist, die sich von den Weilenleitern aus nach unten zur d&runterbefindlichen Fahrbahnfläche erstreckt.
58. Einrichtung nach einem der Ansprüche 19} - 57), gekennzeichnet durch Mittel (217 - 213, 251 - 261, 241 - 243) zur wahlweisen Einstellung der Arbeitshöhe der Vorrichtungen (2o9, 236, 244) zur mechanischen Bearbeitung der erwärmten Fahrbahnschicht.
59· Einrichtung nach Anspruch 28) - 58), gekennzeichnet durch eine Gaazuleitung zur Zuführung wenigstens eines Teiles der Abgase zu der Verdichtungsvorrichtung (244, 246).
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ORlGlNAL INSPECTED
60. Einrichtung nach einem der Ansprüche 19) - 59), gekennzeichnet durch eine schmiegsame Decke (337), die sich zwischen dem den Mikrowellenübertragungsabschnitt enthaltenden Fahrzeug (328) und dem Mischvorrichtungen enthaltenden Fahrzeug (338) erstreckt.
61. Einrichtung nach einem der Ansprüche 19) - 60), dadurch gekennzeichnet, daß die fahrbare Anlage (351) ein vorderes, auf wenigstens einem Paar vorderen Straßenrädern (353) laufendes Fahrzeug (352) und ein hinteres, auf wenigstens einem Paar hinterer Straßenräder (356; 357) laufendes Fahrzeug umfaßt, die durch eine eine Schwenkung zulassende Kupplung (358) verbunden sind und von denen das vordere mit Einrichtungen zur Übertragung von Mikrowellenenergie auf die darunterbefindliche Fahrbahn und das hintere Fahrzeug mit Mitteln (391) zum Mischen des darunterbefindlichen, erwärmten Fahrbahnmaterials ausgestattet ist. .
62. Einrichtung nach Anspruch 61), dadurch gekennzeichnet, daß auf dem hinteren Fahrzeug (354) eine Brennkraftmaschine (371) und ein von dieser angetriebener elektrischer Generator (366) angeordnet ist, an den die Mikrowellenerzeugungseinrichtung des vorderen Fahrzeugs (352) angeschlossen ist.
63. Einrichtung nach Anspruch 62), dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage (351) durch auf die hinteren Räder (356, 357) des hinteren Fahrzeugs (354) arbeitende Elektromotoren (374) angetrieben ist, die an den Generator (366) angeschlossen sind.
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64. Einrichtung nach Anspruch 25) - 63), dadurch gekennzeichnet, daß die Mischvorrichtung (2o9) über ein mechanisches Getriebe in Antriebsverbindung mit einem Elektromotor steht.
65. Einrichtung nach einem der Ansprüche 19) - 64), dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Durchmischen eine Aufreißvorrichtung (4o4) mit einer Mehrzahl von nach unten sich erstreckenden Zinken (4o6) und Mittel (4o7) zur wahlweisen Einstellung der Arbeitshohe dieser Vorrichtung aufweist*
66. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 19) - 65), dadurch gekennzeichnet, daß die fahrbare Anlage in einem Fahrzeug {418) zusammengefaßt ist, dessen hinterer Teil auf einer am Fahrzeugrahmen <41S) gelagerten, an einen Drehantrieb {421} angeschlossenen Walze (423) läuft.
67. Einrichtung nach Anspruch 66), dadurch gekennzeichnet, daß der Drehantrieb ein Elektromotor ist, der die als Antriebsrad des Fahrzeugs (418) dienende Rolle (423) über ein Getriebe (432) antreibt.
€β. Einrichtung naeh Anspruch 19) - 67), dadurch gekennzeichnet^ daß die Mikrowellenerzeugungsvorrichtung höhenverstellbar angeordnet ist.
69. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 19) - 68), dadurch gekennzeichnet, daß in der Anlage (461) hinter dem die Mikrowellenerzeugungsvorrichtung enthaltenden Fahrzeug <4€2) «in Fahrbahnfertiger <473} fährt» der alt einer 1» lörder-
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vorrichtung (482, 481) die erwärmte Fahrbahnmasse aufnimmt und Mittel zur Ausbreitung der Fahrbahnmasse unter dem Fahrbahnfertiger auf dem Straßenbett und Mittel (488) zur Verdichtung der neuaufgebrachten Fahrbahnschicht aufweist.
70. Einrichtung nach Anspruch 69), dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Verdichtung der neuaufgebrachten Fahrbahnechicht eine Abgleichbohle (488) ist.
71. Einrichtung nach Anspruch 69) - 7o), dadurch gekennzeichnet« daß am Ausgabeende der 1. Fördervorrichtung (481, 482) ein Trichterbehälter (479) angeordnet ist und der Behälter und die Fördervorrichtung mit einer Haube (497) abgedeckt sind, in die eine Zuleitung (499) für Abgabe mündet·
72. Einrichtung nach Anspruch 69) - 71), gekennzeichnet durch eine kraftgetriebene zusätzliche Mischvorrichtung (4841 494), die im Durchgangsweg der Fahrbahnmasse durch den Fahrbahnfertiger liegt.
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