DE2758324C2 - Mengenregler für die einzuspritzende Kraftstoffmenge bei einer Brennkraftmaschine mit Selbstzündung - Google Patents
Mengenregler für die einzuspritzende Kraftstoffmenge bei einer Brennkraftmaschine mit SelbstzündungInfo
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Description
ίο Die Erfindung geht aus von einem Mengenregler
nach der Gattung des Hauptanspruches. Bekannt ist, die Stellung der Regelstange sowohl durch einen Fliehkraftregler
als auch durch ein magnetisches Stellwerk zu beeinflussen. Dabei gewinnt die Wirkung des Flieh-Vraftreglers
mit steigender Drehzahl zunehmend an Bedeutung.
Dem bekannten Mengenregler haftet der Nachteil an, gegen unkorrekte Ansteuersignale für den Steilmagneten
nur unzureichend gesichert zu sein. Dabei ist der Ort der Fehlerquelle von sekundärer Bedeutung. Unkorrekte
Ansteuersignale für der. Steürr.agneten ergeben sich
einerseits bei defekten Gebern, andererseits aber auch bei Fehlern in der Signalverarbeitung.
Aufgabe der Erfindung ist es. den bekannten Mengenregier und damit die vom Mengenregler versorgle Brennkraftmaschine gegen Fehler der elektronischen Steuereinrichtung zu schützen.
Aufgabe der Erfindung ist es. den bekannten Mengenregier und damit die vom Mengenregler versorgle Brennkraftmaschine gegen Fehler der elektronischen Steuereinrichtung zu schützen.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches angegebenen
Merkmale.
Der erfindungsgemäße Mengenregler hat gegenüber dem bekannten den Vorteil, daß beim Auftreten eines
fehlerhaften Signales aas Stellwerk von der Regelstange getrennt werden kann, ein Notbetrieb jedoch weiterhin
gewährleistet ist, bei dem keine thermische Überlastung der Brennkraftmaschine auftreten kann. Dabei
kann im einfachsten Fall dieser Notbetrieb mit einem Enddrehzahlregler realisiert werden.
Durch die in den Unterenspnkr^n aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Mengenreglers möglich. Besonders vorteilhaft ist, wenn zwischen den Regelhebel und das Fahrpedal eine Anschlagsanordnung vorgesehen wird und die Abstimmung des Regelverhaltens in der Weise erfolgt, daß einem Fahrpedalweg von 100% ein Regelhebelwcg von 70% entspricht. Dadurch wird sichergestellt, daß im Normalbetrieb der Anschlag nicht zur Anlage kommt, weil die Verstellhebellage der Fahrpedalstellung in Richtung Mehrmenge voreilt.
Durch die in den Unterenspnkr^n aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Mengenreglers möglich. Besonders vorteilhaft ist, wenn zwischen den Regelhebel und das Fahrpedal eine Anschlagsanordnung vorgesehen wird und die Abstimmung des Regelverhaltens in der Weise erfolgt, daß einem Fahrpedalweg von 100% ein Regelhebelwcg von 70% entspricht. Dadurch wird sichergestellt, daß im Normalbetrieb der Anschlag nicht zur Anlage kommt, weil die Verstellhebellage der Fahrpedalstellung in Richtung Mehrmenge voreilt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Ze'chnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläuter.
Die Zeichnung zeigt einen Mengenregler für die cinzuspritzende Kraftstoffmenge bei einer Brennkraftmaschine
mit Selbstzündung zusammen mit einem groben Blockschaltbild. Mit 10 ist eine Regelstange bezeichnet,
deren Stellung die Fördermenge bestimmt. 11 stellt ein mit Fliehgewichten ausgestattetes Drehzahlmeßwerk
dar. welches von einer mit der Brennkraftmaschine verbundenen Welle 11a angetrieben wird und dem ausgangsseitig
eine Schleppfeder 12 und ein Koppelglied 13 folgt. Dieses Koppelglied 13 hält ein Ende eines Rcgelhebels
14 mit einer Kulisse 15, während das andere Ende des Regelhebels 14 an einem Zwischenglied 16 angclenkt
ist. Das Zwischenglied 16 stellt die Verbindung von Regelhebel 14 und Regelstange 10 her und weist
eine Aussparung 17 auf. Das Gegenstück dieser Ausspa-
rung 17 bildet eine um einen Schwenkpunkt 18 schwenkbare Klinke 19, deren Lage durch einen Elektromagneten
20 steuerbar ist
In der Kulisse 15 des Regelhebels 14 ist ein Ende eines Verslellhebels 25 geführt, dessen zweites Ende 26 zwisehen
einem festen Anschlag 27 und einem mittelbar mit einem Fahrpedal 28 gekoppelten zweiten Anschlag 29
bewegbar ist Zwischen diesem Anschlag 29 und dem Fahrpedal 28 \Λ noch eine Feder 30 sowie ein Geber 32
für die Fahrpedalstellung vorgesehen.
Ein hydraulisches Stellwerk 35 mit einer Rückstellfeder 36 wirkt mit seinem Stellglied 37 über einen Geber
38 für die Stellung des Stellgliedes 37 und über ein Federglied
39 auf die Lage des Schwenkpunktes 18 der Klinke 19 ein.
Eine elektronische Steuereiniichtung 40 mit Eingängen
für Betriebskenngrößen wie Drehzahl, Druck, verschiedene
Temperaturen und die Fahrpedalstellung erzeugt ein Ausgangssignal als Sollwert für einen Regler
41. Der entsprechende Ist-Wert kommt vom Geber 38, und die Differenzbildung findet in einem Summiergiied
42 statt. Der Ausgang dieses Summiergliedes 42 ist mit dem Regler 41 und mit einem Eingang 44 eir.tr Fehlererkennungsschaltung
45 verbunden. Der Ausgang der Fehlererkennungsschaltung 45 ist mit der Magnetwicklung
des Elektromagneten 20 gekoppelt.
Das Ausgangssignal des Reglers 41 gelangt zu einem federbelasteten 2-Wege-Magnetventil 47. das in der erregten
Stellung Hydraulikmedium von einem Behälter 48 mittels einer Pumpe 49 über das Magnetventil 47 in
die Druckkammer des federbelasteten hydraulischen Stellwerks 35 fließen läßt. Im nichterregten Zustand des
Magiietventiles strömt das Druckmedium wegen der
Feder 36 im Stellwerk 35 durch eine Rückwegleitung in den Behälter 48 zurück.
Die Wirkungsweise deb oben s>ki/iier ieii Tviengciii cgiers
ist wie folgt:
in der elektronischen Steuereinrichtung 40 sind Kennfelder für die einzelnen Betriebskenngrößen abgespeichert
und am Ausgang der elektronischen Steuereinrichtung 40 liegt ein Soll-Signal für die Stellung des
Stellgliedes 37 an. Dieses Soll-Signal wird mit einem Ist-Signal im Summierglied 42 verglichen, dessen Ausgangssignal
der Fehlererkennungsschaltung 45 und dem Regler 41 Tiigefüh-t wird. Bei Nomalbetrieb und korrekter
Arbeitsweise der einzelnen Elemente weist das Eingangssignal des Reglers 41 laufend einen Wert um
Null auf. Der Regler 41 liefert dabei ein Rechtecksignal an das Magnetventil 47 mit einem Tastverhältnis von
1:1, was ein impulsweises Beaufschlagen und Entlasten des Stellwerks 35 mit Hyd-aulikmedium bewirkt.
Bei korrekter Betriebsweise ist der Elektromagnet 20 nicht erregt, und die Klinke 19 rastet in der Aussparung
des Zwischengliedes 16 zwischen der Regelstange 10 und dem Regelhebel 14 ein. Mit der dadurch gegebenen
starren Verbindung von Stellglied 37 und Regelstange 10 erhält man eine Kraftstoffördermenge entsprechend
der Stellung des Stellgliedes 37.
Beim Betrieb der Brennkraftmaschine dreht sich die
Welle lla, und daß Meßwerk. 11 legt eine bestimmte Stellung des Koppelgliedes 13 fest. Über die Kulisse 15
erhält auch der Verstellhebel 25 als Einstellglied eine bestimmte Lage. Da 100% des Fahrpedalweges einer
Laststellung von ca. 70% (QVLmin) am Verstellhebel entsprechen, gelangt der Verstellhebel 25 normalerweise
nicht in seine AnscHigstellung, die durch den Anschlag
29 gegeben ist. Dies deshalb, weil die Verstellhebellage der Fahrpedalstellung in Richtung Mehrmenge
voreilt.
Das Federglied 30 wird überdrückt (der Anschlag 79 tritt in Wirkung), wenn bei durchgetretenem Fahrpedal
die Brennkraftmaschine mit Hilfe des Stellwerks abgestellt wird oder bei Zwischendrehzahi abregelt
Zwei Ausfallsituationen können auftreten.
Bei der ersten wird ein falsches Drehzahlsignal angezeigt, so daß die Gefahr besteht daß die Brennkraftmaschine
überdreht wird. Für diesen Fall greift das Meßwerk 11 ein, überdrückt das Federglied 39 oder/und die
Feder 36 des Stellwerks 35. Gleichzeitig wird die Regelstange 10 in Richtung Stop verschoben und dadurch der
Brennkraftmaschine eine geringere Kraftstoffmenge zugeführt.
Bei der zweiten Ausfallsituation soll die Fehlererkennungsschaltung
45 ansprechen. Dann trennt der Elektromagnet 20 Zwischenglied 16 und Klinke 19. Als Folge
davon wirkt das Stellwerk 35 nicht auf die Regelstange 10 ein, der Anschlag 29 kommt zum Tragen, und ein
normaler Fahrbetrieb mit einem E -drehzahlregler ist
gewährleistet, in diesem Faii entspricht iie maximal zugeführte
Kraftstoffmenge der minimalen Menge bei Vollast, und es tritt keine zu hohe thermische Belastung
der Brennkraftmaschine auf. Die Situation des ungewollte" Stops der Brennkraftmaschine bei Regelkreisausfall
wird ebenfalls vermieden.
Da der mechanische Regler den elektrohydraulischen Regler in Richtung Stop überspielen kann, indem das
Federglied 39 bzw. die Feder 36 übt-rdrückt werden, werdeii die Abregeldrehzahlen des Fliehkraftreglers mit
dem Meßwerk 10 zweckmäßigerweise etwas höher gewählt als die des elektrohydraulischen Reglers.
Als Sicherheitseinrichtung weist der Mengenregler noch eine Rollstartsperre auf. d. h. es soll kein Start der
Brennkraftmaschine ohne entsprechende Betätigung des Fahrschalters möglich sein. Dazu dient eine Nase 50
auf dem Zwischenglied 16 zwischen Regelstange 10 und Regelhebel 14, wobei die Lage der Nase 60 in dt." Stop-Stellung
der Regelstange mittels e.nes Elektromagneten 61 arretiert werden kann. Da diese Verriegelung nur
über den Fahrschalter aufzuheben ist, kann die Brennkraftmaschine nicht unbeabsichtigt in Gang kommen.
Mit dem vorstehend beschriebenen Mengenregler wird ein Höchstmaß an Flexibilität hinsichtlich der Eingriffsmöglichkeiten
für Betriebskenngrößen bei gleichzeitiger optimaler Sicherung gewährleistet. Abwandlungen
sind z. B. insoweit denkbar, als anstelle des hydraulisch mechanischen Stellwerks 35 ein elektrisches Stellwerk
treten kann. Darüber hinaus können auch die elektronische Steueren richtung 40 und der Regler 41 zusammengefaßt
werden, sofern ein Abgriff für ein Eingangssignal der Fehlereikennungsschaltung45 gewährleistet
üleibt. Dieses Signal für die Fehlererkennungsschaltung
45 kann jedoch auch am Ausgang des Reglers 41 abgenommen werden. Weiterhin kann Jas Federglied
39 bei entsprechender Dimensionierung der Feder 36 entfallen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (12)
1. Mengenregler für die einzuspritzende Kraft stofi.nenge
bei einer Brennkraftmaschine mit Selbstzündung, mit einer Regelstange, deren Stellung
die Fördermenge unmittelbar bestimmt, mit einem vorzugsweise mit Fliehgewichten ausgestatteten
Drehzahlmeßwerk, das über wenigstens einen Regelhebel und gegebenenfalls über Zwischenglieder
an der Regelstange angelenkt ist, und mit einem die Stellung der Regelstange beeinflussenden Stellwerk,
dessen Verbindung mit der Regelstange in bestimmten Betriebsfällen lösbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Position des Stellwerkes (35) und damit die Position der Regelstange (16) vom
Ausgangssignal einer Betriebskenngrößen der Brennkraftmaschine verarbeitenden elektronischen
Steuereinrichtung (40) beeinflußt wird und da& die Verbindung von Regelstange (10) und Stellwerk (35)
bei Auftreura eines von einer Fehlererkennungseinrichtung
(45) erkannten Fehlers in der elektronischen Steuereinrichtung (40) mit Hilfe elektromagnetischer
Mittel lösbar ist
2. Mengenregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbare Verbindung mittels
schwenkbarer Klinke (19) und Aussparung (17) im Gegenstück verwirklicht ist.
3. Mengenregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fehlersignal vom Eingangssignal des Stel'werks (35) und/oder vom Eingangssignal
eines dem Stellwerk (35) vorgeschalteten Reglers (41) abgeleitet wird.
4. Mengenregler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Regler (·. 1) eine Vergleichsstufe (Summierglied 42) für Ist- und Soll-Wert der
Regelstangenstellung vorgeschaltet ist.
5. Mengenregler nach einem oder mehreren der Ansprüche I bis 4, mit einem aus einem hydraulisch
gegen eine Federkraft in einem Zylinder geführten Kolben bestehenden Stellwerk, dadurch gekennzeichnet,
daß die das Stellwerk (35) betätigenden Druckmittel elektrisch aktivierbar sind.
6. Mengenregler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Stellwerk (35) ein Federglied (39) nachgeschaltet ist.
7. Mengenregler nach Anspruch 1, mit einem Fahrpedal zur Vorgabe der einzuspritzenden Kraftstoffmenge,
Hadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Regelhebel (14) und dem Fahrpedal (28) eine
Anschlaganordnung vorgesehen ist.
8. Mengenregler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung von Regelhebel
(14) und einem Verstellhebel (25) eine Kulisse (15) aufweist und die mittelbare oder unmittelbare
Kiipplungsstelle von Verstellhebel (25) und Fahrpedal
(28) einen Anschlag (29) für den Verstellhebel (25) bildet.
9. Mengenregler nach Anspruch 8. dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Anschlag (29) und dem Fahrpedal (28) eine Feder (30) angeordnet ist.
10. Mengenregler nach einem oder meh; ren der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
100% Fahrpedalweg einem Weg kleiner als 100%, vorzugsweise 70%, am Verstellhebel (25) entsprechen.
11. Mengenregler nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 10. dadurch gekennzeichnet, daß eine Verriegelung der Regelstange (10) in Slop-Lage
vorgesehen ist, die mit einem Fahrschalter lösbar ist.
12. Mengenregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellwerk (35) elektrisch ausgebildet
ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2758324A DE2758324C2 (de) | 1977-12-27 | 1977-12-27 | Mengenregler für die einzuspritzende Kraftstoffmenge bei einer Brennkraftmaschine mit Selbstzündung |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2758324A DE2758324C2 (de) | 1977-12-27 | 1977-12-27 | Mengenregler für die einzuspritzende Kraftstoffmenge bei einer Brennkraftmaschine mit Selbstzündung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
ID=6027461
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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