DE2755677A1 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schlitzen im erdreich - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schlitzen im erdreichInfo
- Publication number
- DE2755677A1 DE2755677A1 DE19772755677 DE2755677A DE2755677A1 DE 2755677 A1 DE2755677 A1 DE 2755677A1 DE 19772755677 DE19772755677 DE 19772755677 DE 2755677 A DE2755677 A DE 2755677A DE 2755677 A1 DE2755677 A1 DE 2755677A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- soil
- building materials
- sections
- slot
- augers
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 239000002689 soil Substances 0.000 title claims description 31
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 27
- 238000005553 drilling Methods 0.000 claims description 20
- 239000004566 building material Substances 0.000 claims description 18
- 229910000278 bentonite Inorganic materials 0.000 claims description 5
- 239000000440 bentonite Substances 0.000 claims description 5
- SVPXDRXYRYOSEX-UHFFFAOYSA-N bentoquatam Chemical compound O.O=[Si]=O.O=[Al]O[Al]=O SVPXDRXYRYOSEX-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 5
- 239000004567 concrete Substances 0.000 claims description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 5
- 238000007789 sealing Methods 0.000 claims description 5
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 claims description 2
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 claims 1
- 241000237858 Gastropoda Species 0.000 description 7
- 239000000463 material Substances 0.000 description 5
- 238000009412 basement excavation Methods 0.000 description 4
- 238000002347 injection Methods 0.000 description 4
- 239000007924 injection Substances 0.000 description 4
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 4
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 4
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 3
- 229910001294 Reinforcing steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 238000009415 formwork Methods 0.000 description 1
- 239000011440 grout Substances 0.000 description 1
- 238000011065 in-situ storage Methods 0.000 description 1
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 1
- 239000011178 precast concrete Substances 0.000 description 1
- 230000001737 promoting effect Effects 0.000 description 1
- 239000010802 sludge Substances 0.000 description 1
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D17/00—Excavations; Bordering of excavations; Making embankments
- E02D17/13—Foundation slots or slits; Implements for making these slots or slits
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D5/00—Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
- E02D5/18—Bulkheads or similar walls made solely of concrete in situ
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B7/00—Special methods or apparatus for drilling
- E21B7/001—Drilling a non circular hole
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Paleontology (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Bulkheads Adapted To Foundation Construction (AREA)
- Consolidation Of Soil By Introduction Of Solidifying Substances Into Soil (AREA)
- Pit Excavations, Shoring, Fill Or Stabilisation Of Slopes (AREA)
Description
ichrobenhausen/Obb.
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schlitzen im Erdreich.
Die Erfindung hat ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Schlitzen im Erdreich
zum Gegenstand, die insbesondere für die Herstellung von Schlitzwänden geeignet sind, die als Fundamente
von Gebäuden oder als Stützwände für Baugruben dienen.
Es ist bekannt, Schlitzwände durch Aushub des Schlitzes mit einer Fräse oder mit Greifern herzustellen,
wobei zum Stützen der Innenwände des Schlitzes eine Stützflüssigkeit, beispielsweise
Bentonit verwendet wird und nach dem Erreichen der vorgesehenen Schlitztiefe der Schlitz - gegebenenfalls
nach vorheriger Einbringung von Armierungen mit Beton verfüllt und dadurch die Stützflüssigkeit
verdrängt wird. Derartige Verfahren sind jedoch durch die Verwendung der schweren Stützflüssigkeit
und die notwendige spätere Abfuhr und Beseitigung des Bentonitschlammes sehr aufwendig.
Es ist ferner bekannt, Stützwände durch sogenannten Berliner Verbau herzustellen, in dem in bestimmten
Abständen Träger in das Erdreich gerammt oder in zuvor hergestellte Bohrungen eingesetzt und die
Zwischenräume im Zuge des Baugrubenaushubes von oben nach unten mit Holz, beispielsweise Eisenbahnschwellen
oder Schalbeton ausgefacht werden. Derartige Verfahren sind langwierig und arbeitsintensiv,
da nur schrittweise mit dem Aushub der Baugrube gearbeitet werden kann.
• /2
909875/0125
NACHg
EREIOHTJ
Es ist ferner bekannt, Stützwände aus nebeneinander oder ineinander geschnittenen Ortsbetonpfählen herzustellen,
was insbesondere bei stark druckbelasteten Stützwänden notwendig ist. Diese Verfahren
sind sehr zeitraubend und kostspielig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu finden, mit dem
schmale und damit arbeits- und materialsparende Schlitzwände hergestellt werden können, die allein
oder in Verbindung mit den bekannten Stützwandelementen, beispielsweise Trägern oder Pfählen
als Stützwände verwendet werden können.
Die Lösung der Aufgabe wird in einem Verfahren gesehen, von der Erdoberfläche aus zunächst mit geeigneten
Geräten in einem vorbestimmten Schlitzabschnitt das Erdreich aufzulockern, das als Stützmittel
der Innenwände des Schlitzes dient und sodann das aufgelockerte Erdreich von unten nach
oben unter gleichzeitigem Aushub des freiwerdenden Schlitzes mit erhärtenden Baustoffen zu verfüllen.
Bei sandigen oder rolligen Böden kann es dagegen vorteilhaft sein, das aufgelockerte Erdreich ganz
oder teilweise als Zuschlagsmittel für die erhärtenden Baustoffe zu verwenden, indem während oder nach
der Auflockerung des Erdreiches im Schlitzbereich erhärtende Baustoffe in das aufgelockerte Erdreich
injiziert und mit diesem vermischt werden.
Um das Verfahren zügig von Schlitzabschnitt zu Schlitzabschnitt durchführen zu können, ohne das
Aushärten der Baustoffe abwarten zu müssen, ist es vorteilhaft, die einzelnen Schlitzabschnitte
gegeneinander abzuschotten. Zum Abschotten können
909825/0125
• /3
sowohl Mittel verwendet werden, die zugleich als Bestandteil der herzustellenden Stützwand dienen,
als auch Mittel, die lediglich vorübergehend nur zur Abschottung verwendet werden. So können Fertigbetonpfähle,
die mit einer Nut für den Eingriff der Schlitzwand versehen sind, oder Doppel-T-Träger,
wie sie im Berliner Verbau verwendet werden, als Abschottungsmittel zur Anwendung kommen.
Auf die Verwendung von Abschottungen kann allerdings verzichtet werden, wenn bis zum Abbinden gewartet
wird, was durch die Verwendung von Abbindebeschleunigern abgekürzt werden kann.
Um die dem seitlichen Erddruck ausgesetzten Stützwandabschnitte möglichst material- und raumsparend
und damit dünnwandig auszubilden, ist es vorteilhaft, den Schlitzabschnitt gewölbeartig
bogen- oder polygonförmig gegen das Erdreich anzuordnen, so dass diese nur oder im wesentlichen
auf Druck beansprucht werden. Dadurch kann eine Horizontalbewehrung der erhärtenden Baustoffe entfallen,
während eine Vertikalbewehrung vor dem Erhärten leicht durch Einrammen von Bewehrungsstählen
eingebracht werden kann, solange die Baustoffe noch plastisch sind. Die einzelnen Abschnitte untereinander
werden gegen die als Abschottungsmittel dienenden Pfähle oder Träger abgestützt, die ihrerseits
in bekannter Weise durch Verankerungen im Erdreich gehalten werden.
Die einzelnen Stützwandabschnitte können unter Verzicht auf Pfähle oder Träger auch in Form einer
Lisenenwand angeordnet werden.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht aus einem
Vielfach-Schneckenbohrgerät, bei dem mehrere, an
./4
909825/0125
sich bekannte Bohrschnecken nebeneinander linear, bogen- oder polygonartig angeordnet sind und jede
Schneckenseele hohl als Injektionsrohr ausgebildet
ist.
Das Vielfach-Schneckenbohrgerät besteht aus einem der gewünschten Bohrtiefe oder den längsten
Schneckenabschnitten angepassten hohen Mäkler, an dem ein Schneckenschlitten geführt ist. Der
Schneckenschlitten ist austauschbar linear, bogenförmig oder polygonförmig ausgebildet. In dem
Schlitten sind Halterungen und Antriebe der Schnecken vorgesehen. Die Schnecken werden über
ein Getriebe von einem oder mehreren auf dem Schlitten angeordneten, elektrischen oder hydraulischen
Motoren angetrieben. Es können aber auch für jede Schnecke Einzelantriebe vorgesehen werden,
die über ein leichtes Synchrongetriebe so aufeinander abgestimmt werden, dass alle Schnecken mit
gleicher Geschwindigkeit mitdrehen. Es ist vorteilhaft, die Schnecken gleichdrehend
und ineinanderdrehend anzuordnen.
Am unteren Ende des Mäklers ist vorzugsweise eine Führungshülse für die Schnecken angeordnet.
Bei grossen Bohrlängen ist es vorteilhaft, im Bereich der unteren Enden der Schnecken diese mit
einer Führungsschelle miteinander zu verbinden, um ein Ineinanderlaufen der Schnecken zu verhindern.
Für die Herstellung eines Berliner Verbaus unter Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens werden
zunächst die Doppel-T-Träger in bekannter Weise durch Rammen oder Bohrungen eingesetzt. Der Abstand
der Träger entspricht der Länge der Sehne des Bogens eines Schlitzwandabschnittes. Sodann wird mit
dem Vielfach-Schneckenbohrgerät der Schlitz in der
./5
909825/0125
"^- 2 7 5 υ 6 7 7
Weise gebohrt, dass die Schnecken im Vortrieb das durchdrungene Erdreich lockern ohne es zu fördern,
was durch Bremsen des Schneckenvortriebes mit dem Schlitten geschieht. Reicht die Länge eines
Schneckenabschnittes nicht aus, um die vorbestimmte Bohrtiefe zu erreichen, werden die
Schnecken vom Schlitten gelöst, ein weiterer Schneckenabschnitt aufgeschraubt oder aufgesteckt
und mit dem in die Ausgangslage zurückgeführten Schlitten und dem Antrieb verbunden. Sodann wird
bis in die vorgesehene Bohrtiefe weiter vorgetrieben.
Bei bindigen Böden werden nun erhärtende Baustoffe durch die hohle Schneckenseele, die an ihrem
unteren Ende vor der letzten Windung der Schnecke seitliche Austrittsöffnungen aufweist, ausgepresst,
wobei die Schnecken gegebenenfalls unter langsamem Antrieb durch den am Mäkler laufenden Schlitten
langsam gezogen werden. Bei sandigen oder rolligen Böden werden die Schnecken so gezogen, dass
durch die Drehbewegung eine Vermischung des Injektionsgutes mit dem gelockerten Erdreich bewirkt
wird.
Sobald die Schnecken aus dem Schlitz gezogen sind, werden gegebenenfalls Bewehrungsstähle in den
Schlitz eingerammt.
Nach dem Erhärten der Baustoffe kann ohne Unterbruch mit dem Aushub der Baugrube und abschnittsweise
mit der zumeist notwendigen Verankerung der Stützwand begonnen werden, ohne dass schrittweise
die freiwerdenden Stützwandabschnitte von oben nach unten ausgefacht werden müssen. Das Verfahren hat
bei einem Berliner Verbau vor allem bei rolligen oder sandigen Böden den Vorteil, dass das Auslaufen
von Material im noch nicht ausgefachten, aber bereits ausgeschachteten unteren Teil der Stützwand
vermieden wird. Dadurch wird das hinter der Stützwand liegende Erdreich nicht gestört und vermieden,
909825/0125
./6
die Stützwand in ihrer Standfestigkeit durch plötzlich auftretende Druckveränderungen und Erdschichtverschiebungen
zu beeinträchtigen.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die Vorrichtung
sind auch zur Abteufung von Schächten geeignet, in dem schrittweise zu einem Kreis oder polygon angeordnete
Schlitzwandabschnitte hergestellt werden, so dass vor dem Beginn der Ausschachtungsarbeiten
der Schacht vollständig gegen Einsturz gesichert ist.
Ferner sind Verfahren und Vorrichtung geeignet, den Einbau von Spundwänden oder stählernen Ausfachungselementen
dort zu ermöglichen, wo ein Einrammen oder Eindrücken und Einpressen von Trägern
oder Elementen in das nicht gelockerte Erdreich nicht mehr möglich war.
Mit dem Verfahren und der Vorrichtung lassen sich ohne Beschränkung je nach Ausbildung des Gerätes
beliebige Bohrtiefen erreichen, sofern die Schichten des Erdreiches für die Schnecken durchdringbar
sind.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht aus einer an sich bekannten
Bohrlafette, die senkrecht an einem Hydraulikbagger aufgehängt ist, die mit einer Vorschubeinrichtung
versehen ist. An der Bohrlafette ist ein mit der Vorschubeinrichtung beweglicher Kraftdrehkopf angeordnet,
der mit einer Mehrzahl von Halterungen zur Aufnahme von Bohrschnecken versehen ist. Die Bohrschnecken
haben eine hohle Seele und weisen an ihrem oberen Ende eine Rotationsdurchführung und an
ihrem unteren Ende eine oder mehrere Austrittsöffnungen auf.
Am unteren Ende der Bohrlafette ist vorzugsweise eine Führungshülse für die Bohrschnecken angeordnet.
./7
909825/0125
Die Bohrschnecken sind vorzugsweise an ihren unteren Enden mit einer Führungsschelle verbunden.
Es ist zweckmässig, die Austrittsöffnung am unteren
Ende der Bohrschnecken mit einem Rückschlagventil zu versehen.
Der Kraftdrehkopf ist vorzugsweise so ausgebildet,
dass alle Bohrschnecken gleichläufig angetrieben werden.
Um entsprechend dem Verfahren bogen- oder winkelförmige Schlitzwandabschnitte bohren zu können,
ist der Kraftdrehkopf vorzugsweise bogenförmig oder stumpfwinklig mit gleichlangen Schenkeln
ausgebildet.
Zur weiteren Erläuterung der erfindungsgemässen Vorrichtung wird auf das in der beigefügten Zeichnung
dargestellte Ausführungsbeispiel verwiesen. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung; Fig. 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung.
Die Vorrichtung besteht aus einer Bohrlafette 1, die in üblicher Weise an einem nicht dargestellten
Hydraulikbagger angebracht ist. Die Bohrlafette 1 weist eine Vorschubeinrichtung 2 auf, die das
Auf- und Abbewegen des Kraftdrehkopfes 3 mittels
der Vorschubeinrichtung 2 an der Bohrlafette 1 erlaubt.
Der Kraftdrehkopf 3 weist eine Mehrzahl von Halterungen für die Aufnahme von beispielsweise
10 Bohrschnecken 5 auf. Die Bohrschnecken 5 haben eine hohle Seele, die in ihrem oberen Ende in
einem Rotationsanschluss 6 endet, an den ein Rohr oder Schlauch zum Einpressen des Injektionsgutes
angeschlossen werden kann. Am unteren Ende der Bohr-
909825/0125
schnecke unmittelbar nach der ersten Windung ist eine Austrittsöffnung 7 vorgesehen, die mit einem
Rückschlagventil 10, beispielsweise einer Gummimanschette verschlossen ist.
Um ein Auseinanderschlagen der Bohrschnecken zu vermeiden, werden diese in einer am unteren Ende
der Bohrlafette 1 fest angeordneten Führungshülse geführt. Ferner ist es sinnvoll, vor allem bei
grossen Bohrtiefen, die unteren Enden der Bohrschnecken 5 durch eine Führungsschelle 9 miteinander
zu verbinden.
Zum Herstellen eines Schlitzabschnittes nach dem erfindungsgemässen Verfahren werden die gleichläufigen
Bohrschnecken 5 mit der Vorschubeinrichtung 2 der Bohrlafette 1 so in das Erdreich
abgesenkt, dass der Vortrieb der Schnecken, der korkenzieherartig erfolgt, leicht gebremst wird.
Dadurch wird das Erdreich nicht glatt durchfahren, sondern beim Durchfahren der Bohrschnecken gleichzeitig
aufgelockert. Das aufgelockerte Erdreich dient gleichzeitig als Stützmittel anstelle der
sonst verwendeten Stützflüssigkeiten wie Bentonit und verhindert ein Einstürzen des Schlitzes.
Reicht die Höhe der Bohrlafette 1 für die vorgesehene Bohrtiefe nicht aus, so werden nach Erreichen
des ersten Bohrungsabschnittes die Bohrschnecken 5 aus ihren Halterungen 4 im Kraftdrehkopf
3 gelöst, dieser mit der Vorschubeinrichtung in die Ausgangslage zurückbewegt und weitere Bohrschneckenabschnitte
auf die bereits im Erdreich sitzenden Bohrschnecken aufgeschraubt oder aufgesteckt
und mit den Halterungen 4 verbunden.
In bindigen Böden, bei denen eine Vermischung des Injektionsgutes mit dem Erdreich nicht erwünscht
909825/0125 -/9
wird, werden nach dem Erreichen der Bohrtiefe die Bohrschnecken 5 gleichzeitig langsam durch die Vorschubeinrichtung
2 ohne Drehung oder mit geringer Drehung der Schnecken gezogen und gleichzeitig durch die Rotationsöffnung 6 erhärtende Baustoffe
aus der Austrittsöffnung 7 in den frei werdenden Schlitz gepresst. Durch das Ziehen der Bohrschnecken
5 in stillstehendem Zustand wird das aufgelockerte Erdreich vollständig aus dem Schlitz
entfernt, während der Schlitz durch die injizierten Baustoffe gefüllt wird. Sobald die Schnecken vollständig
aus dem Schlitz gezogen sind, wird das ausgehobene Erdreich durch gegenläufige Bewegung
der Schnecken von den Windungen geschleudert.
Bei sandigen oder rolligen Böden, bei denen das Erdreich
als Zuschlagstoff zu den erhärtenden Baustoffen verwendet werden kann, werden beim Ziehen
der Bohrschnecken 5 diese langsam rückläufig angetrieben, so dass gleichzeitig mit dem Einpressen
der erhärtenden Baustoffe Windung für Windung Erdreich mit diesen vermischt wird. Da die Bohrschnecken
5 rückläufig angetrieben werden, muss die Vorschubeinrichtung 2 den Rücktrieb der Bohrschnecke
5 bremsen, um eine gute Vermischung des von den Schneckenwindungen freiwerdenden Erdreiches
mit dem Injektionsgut zu erreichen.
Sobald die Bohrschnecken 5 aus dem Schlitz entfernt sind, können Bewehrungsstähle in den Schlitz eingerammt
werden, um den Schlitzwandabschnitt gegen vertikale Druckbewegungen nach dem Freiwerden der
Schlitzwand zu verstärken. Eine Bewehrung gegen horizontale Druckbewegungen ist nicht notwendig,
wenn der Schlitzwandabschnitt im Bogen oder stumpfwinklig gegen den zu erwartenden Erddruck ausgebildet
ist.
./10
909825/0125
Sollen die Schlitzwandabschnitte zur Ausfachung zwischen den Trägern eines Berliner Verbaus dienen,
werden die Bohrschnecken vorzugsweise nach dem Einbau der Doppel-T-Träger zwischen den Doppel-T-Trägern
angesetzt, die selbstverständlich in einem Abstand voneinander angeordnet sein müssen, der
der Länge der Sehne des Schlitzwandbogens oder des Winkels entspricht. Die Doppel-T-Träger können
aber auch nach dem Herstellen eines Schlitzwandabschnittes an den jeweiligen Enden des Abschnittes
durch die noch nicht ausgehärtete Schlitzwand bzw. das benachbarte Erdreich eingerammt werden, was
den Vorteil hat, dass das Erdreich in diesem Bereich schon teilweise gelockert ist. Das gleiche
Verfahren kann bei der Verwendung von Betonpfählen angewandt werden.
909825/0125
L e e r s e i t e
Claims (17)
- Dr.-Ing. Karlheinz Pavier
Schrobenhausen/Obb.Patentansprüche;M. j Verfahren zum Herstellen von Schlitzwänden im Erdreich, dadurch gekennzeichnet, dass das Erdreich von der Erdoberfläche aus in voneinander getrennten Abschnitten bis in die vorgesehene Tiefe aufgelockert und unter gleichzeitigem Aushub des aufgelockerten Erdreiches von unten nach oben der freiwerdende Schlitzbereich mit erhärtenden Baustoffen verfüllt wird. - 2. Verfahren zum Herstellen von Schlitzwänden imErdreich mit sandigen oder rolligen Böden, dadurch gekennzeichnet, dass das Erdreich von der Erdoberfläche aus in voneinander getrennten Abschnitten bis in die vorgesehene Tiefe ausgelockert und das im Schlitz befindliche aufgelockerte Erdreich von unten nach oben mit erhärtenden Baustoffen vermischt wird.
- 3· Verfahren nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nebeneinanderliegende Schlitzabschnitte bis zum vollständigen Aushärten der Baustoffe gegeneinander abgeschottet werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Abschottungsmittel Fertigbetonteile verwendet werden, die an ihren den Schlitzabschnitten zugewandten Seiten mit einer Nut in Breite der herzustellenden Schlitzwand versehen sind.
- 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Abschottungsmittel Doppel-T-Träger verwendet wurden.• /2909825/0125
- 6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Abschottungsmittel mit Bentonit gefüllte Fugenrohre verwendet werden, die nach dem Aushärten der Baustoffe benachbarter Schlitzabschnitte mit dem Bentonit gezogen werden und die freiwerdende Bohrung mit erhärtenden Baustoffen verfüllt werden.
- 7. Verfahren nach vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Aushärten der Baustoffe Bewehrungsstähle in die Schlitzabschnitte eingebracht werden.
- 8. Verfahren nach vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzwandabschnitte bogenförmig angeordnet werden.
- 9. Verfahren nach vorangehenden Ansprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzwandabschnitte gewinkelt angeordnet werden.
- 10. Verfahren nach vorangehenden Ansprüchen 1-3, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schlitzwandabschnitte lisenenartig angeordnet werden.
- 11. Vorrichtung zum Herstellen von Schlitzwänden gemäss Ansprüchen 1 - 10, bestehend aus einer Bohrlafette mit Vorschubeinrichtung, gekennzeichnet durch einen an der Bohrlafette (1) angeordneten Kraftdrehkopf (3), der mit Halterungen (4) für die Aufnahme einer Mehrzahl von Bohrschnecken (5) versehen ist, die eine hohle Seele aufweisen und deren oberes Ende eine Rotationsdurchführung (6) und deren unteres Ende im Bereich hinter der ersten Schneckenwindung eine Austrittsöffnung (7) aufweist../3909975/01?5
- 12. Vorrichtung gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Ende der Bohrlafette (1) eine Führungshülse (8) für die Bohrschnecken (5) angeordnet ist.
- 13. Vorrichtung gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrschnecken (5) an ihrem
unteren Ende mit einer Führungsschelle (9) verbunden sind. - 14. Vorrichtung gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (10) mit einem Rückschlagventil (11) versehen ist.
- 15. Vorrichtung gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrschnecken (5) im Kraftdrehkopf (3) gleichläufig angeordnet sind.
- 16. Vorrichtung gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftdrehkopf (3) bogenförmig ausgebildet ist.
- 17. Vorrichtung gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftdrehkopf (3) in einem
stumpfen Winkel mit gleichlangen Schenkeln ausgebildet ist.909825/0125
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772755677 DE2755677A1 (de) | 1977-12-14 | 1977-12-14 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schlitzen im erdreich |
| GB7847742A GB2010361A (en) | 1977-12-14 | 1978-12-08 | Method and Apparatus for Producing Slit Walls in the Ground |
| ES475957A ES475957A1 (es) | 1977-12-14 | 1978-12-13 | Procedimiento para la construccion de paredes ranuradas en el terreno |
| JP15325778A JPS5490816A (en) | 1977-12-14 | 1978-12-13 | Method and device for making slit in stratum |
| CH1267078A CH639447A5 (de) | 1977-12-14 | 1978-12-13 | Verfahren zum herstellen von schlitzwaenden im erdreich und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens. |
| ES481055A ES481055A1 (es) | 1977-12-14 | 1979-05-30 | Dispositivo para la construccion de paredes ranuradas en el terreno. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772755677 DE2755677A1 (de) | 1977-12-14 | 1977-12-14 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schlitzen im erdreich |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2755677A1 true DE2755677A1 (de) | 1979-06-21 |
Family
ID=6026097
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772755677 Withdrawn DE2755677A1 (de) | 1977-12-14 | 1977-12-14 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schlitzen im erdreich |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5490816A (de) |
| CH (1) | CH639447A5 (de) |
| DE (1) | DE2755677A1 (de) |
| ES (2) | ES475957A1 (de) |
| GB (1) | GB2010361A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10252833B3 (de) * | 2002-11-13 | 2004-07-15 | Bauer Spezialtiefbau Gmbh | Fräsvorrichtung und Verfahren zur Herstellung eines Schlitzes |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2563852B1 (fr) * | 1984-05-07 | 1987-06-26 | Sif Entreprise Bachy | Procede et dispositif pour la realisation en place de colonnes de sol stabilise et compacte. |
| NL191893C (nl) * | 1984-12-06 | 1996-10-04 | Verstraeten Funderingstech Bv | Werkwijze en inrichting voor het in de bodem vormen van een afdichtende wand. |
| FR2677385A1 (fr) * | 1991-06-05 | 1992-12-11 | Labrue Jean Marie | Dispositif d'injection et de controile du betonnage des pieux a la tariere creuse. |
| FR2715177B1 (fr) * | 1994-01-14 | 1996-03-01 | Sif | Dispositif perfectionné pour la réalisation en place de colonnes de sol stabilisé et compacté. |
| DE10320662A1 (de) | 2003-05-08 | 2004-12-02 | Bauer Maschinen Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Bodenbearbeitung |
| CN105625393A (zh) * | 2015-12-31 | 2016-06-01 | 宗琪 | 圆角平行四边形钻搅机 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS51131117A (en) * | 1975-05-12 | 1976-11-15 | Koho Gijutsu Kaihatsu | Method of forming water stopping wall |
-
1977
- 1977-12-14 DE DE19772755677 patent/DE2755677A1/de not_active Withdrawn
-
1978
- 1978-12-08 GB GB7847742A patent/GB2010361A/en not_active Withdrawn
- 1978-12-13 ES ES475957A patent/ES475957A1/es not_active Expired
- 1978-12-13 JP JP15325778A patent/JPS5490816A/ja active Pending
- 1978-12-13 CH CH1267078A patent/CH639447A5/de not_active IP Right Cessation
-
1979
- 1979-05-30 ES ES481055A patent/ES481055A1/es not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10252833B3 (de) * | 2002-11-13 | 2004-07-15 | Bauer Spezialtiefbau Gmbh | Fräsvorrichtung und Verfahren zur Herstellung eines Schlitzes |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES481055A1 (es) | 1980-01-16 |
| ES475957A1 (es) | 1979-10-16 |
| CH639447A5 (de) | 1983-11-15 |
| JPS5490816A (en) | 1979-07-18 |
| GB2010361A (en) | 1979-06-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69214428T2 (de) | Bagger- und Anwendungsverfahren | |
| DE69635549T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur errichtung von endlosen unterirdischen mauern | |
| DE1634237A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Zugankers im Erdboden | |
| DE10225980A1 (de) | Verfahren zur auftriebsgesicherten Verankerung von Betonkörpern | |
| DE2751972A1 (de) | Verfahren zur herstellung einer verstaerkten unterirdischen bauscheidewand | |
| DE2423163A1 (de) | Verfahren zum errichten einer wand im erdreich | |
| DE2755677A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von schlitzen im erdreich | |
| DE68912648T2 (de) | Bauverfahren. | |
| EP0509385B1 (de) | Verfahren zum Herstellen von Beton- und Zementkörpern im Boden | |
| EP2650446A1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Gründung für eine Offshore-Anlage | |
| DE60002318T2 (de) | Verfahren zur bildung eines wasserdichtes und die kriechgrenze steigernden abschnittes | |
| DE202019100752U1 (de) | Verbauvorrichtung | |
| DE102016107899B4 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Rohrspundwand und Tragrohr | |
| EP0381665B1 (de) | Verfahren und Einrichtung zum Herstellen eines Stranges aus Einzelelementen unter Wasser | |
| DE19522150C1 (de) | Verfahren zur Erstellung einer Baugrube mit einer Grundwasserabsperrung | |
| AT330677B (de) | Verfahren zur herstellung von im schlitzwandverfahren hergestellten unterirdischen wanden sowie fertigteil und dammteil zur durchfuhrung des verfahrens | |
| DE4035646A1 (de) | Verfahren zum eintreiben von tragelementen in den boden | |
| DE2942428A1 (de) | Verfahren zum ausbau von hafenanlagen o.dgl. | |
| DE3716750A1 (de) | Verfahren zum herstellen und niederbringen von gruendungsbauwerken | |
| DE3941641C1 (en) | Drive unit for foundation I beams - has ground drills within beams, retrieved after beams are properly installed | |
| EP1342852B1 (de) | Verfahren zum Abstützen und Abdichten von Erdreich | |
| DE2335378A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum abteufen von schachtbauwerken | |
| DE3913313A1 (de) | Vorrichtung zum einbringen starrer bauelemente in das erdreich | |
| DE102004013017B4 (de) | Verfahren zur Herstellung von Ortbetonfundamenten mittels vorgefertigter Schalungsbauteile | |
| DE10207126A1 (de) | Grabenfräse |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |