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Aufzugschacht,
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gebildet aus Aufzugschachtbausteinen Die Erfindung betrifft ein Aufzugschacht,
welcher aus vorfabrizierten, ringförmigen und stockwerkshohen Aufzugschachtbausteinen
zusammengesetzt ist.
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Im allgemeinen wird der Aufzugschacht in Ortsbetonbauweise errichtet;
weiterhin gebräuchliche Ausfthrungen sind gemauerte oder aus vorfabrizierten Elementen
zusammengesetzte Aufzugschächte. Bei all diesen bekannten Aufzugschachtausführungen
werden die Aufzugbauteile,0z.B. Führungsschienen und Schachtabschlusstüren, erst
nach der Erstellung des Aufzugschachtes am Bestimmungsort, in denselben montiert
- diese Durchführungsform erfordert einen erheblichen Zeit- und Kostenaufwand. Es
wurden schon des öfteren Versuche unternommen, die Erstellungskosten von Aufzuganlagen
durch neue Lösungswege zu senken: keine dieser andersgearteten Lösungswege konnte
sich bisher im Aufzugbau bzw.
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im Bauwesen durchsetzen. In erster Linie sei hier der schienenlose
Aufzug erwähnt, eine kurze Beurteilung darüber erschien in der Fachzeitschrift fördern
und heben" Ausgabe: 6.April 1975, Seite 513-515, Patentschrift 1 198 972. Weiterhin
ist bekannt, Aufzugschachtabschnitte mit einer maximalen Länge von 15 Metern, die
in der Regel fünf Etagen entsprechen, zu fertigen. Die Aufzug-frshrungsschienen
und die Schachtabschlusstüren werden hierbei in die horizontal liegenden Aufzugschachtabschnitte
montiert
und anschließend werden die relativ großen Freiräume zwischen
den Schachtabschlusstüren und dem Stahlbeton-Aufzugschachtgebilde mit Beton ausgegossen
- die so vorgefertigten Aufzugschachtabschnitte werden dann zum Bestimmungsort mit
Spezialfahrzeugen transportiert und dort übereinandergesetzt. Auch diese Ausführungsform
konnte sich nicht durchsetzen - Transportprobleme, insbesondere auf der Baustelle,
verursacht durch die abnormale Größe und das Gewicht des Schachtabschnittes, setzen
der Einsetzbarkeit dieser Ausführungsform recht enge Grenzen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Aufzugschacht in
Fertigbauweise kostengünstiger herzustellen und schneller zu montieren als bisher
bekannt, wobei die Ausrichtgenauigkeit der montierten Führungsschienen über dem
bekannten bisher durchfiihrenbaren Niveau liegt.
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Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, die tragenden Aufzugschachtwände
und die zugehörigen Aufzugbauteile in einer eigens dafür hergerichteten Produktionsstätte
in einem bisher nicht bekannten Umfang industriell vorzufertigen, um die Montagezeit
auf ein Minimum zu reduzieren - hierzu ist erforderlich, den Aufzugschacht in Aufzugschachtabschnitte
aufzugliedern, wobei die Größe und das Gewicht so zu wählen ist, daß dieselben mit
gängigen Transport- und Hebemitteln der Bauwirtschaft an den Bestimmungsort gebracht
und dort übereinandergesetzt werden können.
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Die Erfindung geht weiter von den Gedanken aus, die tragenden Aufzugs
chachtwände, vorzugsweise Stahlbeton, konstruktiv so zu gestalten, daß Aufzugbauteile
wie z.B. Kabine und Gegengewichtsfiihrungsschienen, ?ührungsschienenbefestigungen,
Schachtabschlusstifren und die Schachtinstallation in nicht bekannter Ausfahrung
gestaltet und eingesetzt werden können, um die Herstellungskosten und die Montagekosten
zu senken, wobei der Anfzugsehadhtgrundrisß kleiner gehalten werden soll, als bei
bekannten AusfUhrungen.
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Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch Aufzugschachtbausteine
gelöst, welche mit Stahlbetonschienen ausgestattet sind, die Je nach Aufzugschachtbausteinausführung
in vorbestimmter Anzahl und Lage an die Innenseite der Stahlbetonschachtwände kontinuierlich
fest und ortagenau senkrecht verlaufend befestigt sind, wobei die obere und die
untere Stoßfläche der Stahlbetonschienen, in der Jeweils eine Zentrierbuchse eingelassen
ist, die obere und die untere Stoßfläche der jeweiligen Schachtwand um einen vorbestimmten
Betrag überragen und Jeweils eine gemeinsame horizontale Ebene bilden, so daß unter
Zuhilfenahme von Zentrierstiften die Aufzugschachtbausteine ohne Ausrichtarbeiten
übereinandergesetzt einen lotrechten Aufzugschacht ergeben, wobei die Stahlbetonschienen
auch als F'Ihrungsschienenbahnen für die Aufzugkabine und das Gegengewicht eingesetzt
werden und zusätzlich, durch die kontinuierlich feste Verbindung zur Schachtwand,
die Steifigkeit derselben erhöht.
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Bei der Verwendung von Rollenfffhrungen für die Kabine und/ oder
das Gegengewicht übernimmt die Stahlbetonschiene unmittelbar das Führen der Laufrollen.
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Durch eine Weiterbildung der Stahlbetonschiene können auch Gleitführungsschuhe
eingesetzt werden, in des auf die Führungsflächen der Stahlbetonschiene ein geeignetes
Material aufgebracht wird, wie z.B eine 0,5 - dicke Stahlblechprofilschiene.
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Die oben beschriebenen Stahlbetonschienen schrumpfen bei der Gebäudesetzung
in gleiches Maße wie die nfzugschachtwände, so daß die bei bekannten Stahlführungsschienen
häufig auftretende Schienenausknickung unterbleibt - dagegen sind horizontale Gebäudeverschiebungen
nicht korrigierbar. Aufzugschächte mit hoher Förderhöhe sind naturgemäß größeren
Gebäudeverschiebungen ausgesetzt, und in diesen werden überwiegend Aufzüge mit hoher
Fördergeschwindigkeit eingesetzt, welche auf maßliche Abweichungen vom Führungsschienenlotmaß
mit besonders starken Iabinenstbßen reagieren.
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Eine Weiterbildung der Stahlbetonschiene ermöglicht ein nachtäglichen
Richten der Führungsschienen, in da an das jeweilige Stahlbetonschienenstück ein
Stahlprofilschienenstück gleicher Ringe mittels mehrerer verstellbarer Verbindungselemente
befestigt
wird. Hierbei sind die handelsüblichen Aufzugführungsschienen
einsetzbar - der Vorteil liegt in der wesentlich schnelleren und genaueren Montage
derselben, als bei der bekannten ortsgebundenen Schienenmontage. Aus diesem Tatbestand
heraus lassen sich bei gleichem Leistungsbereich kleinere Führungsschienentypen
einsetzen als bei bekannten Ausführungen, da der kleinere Ausknickwiderstand durch
kürzere Befestigungsabstände ausgeglichen wird und die Befestigungselemente einfacher
gestaltet sowie billiger hergestellt werden können als bekannte Ausführungen, da
der Abstand zwischen Führungsschiene und Stahlbetonschiene nur wenige Zentimeter
beträgt, wobei das vorbestimmte Abstandsmaß am jeweiligen Befestigungspunkt nur
um wenige Milimeter toleriert. Ein weiterer Kostenvorteil ist dadurch gegeben, daß
die bekannten Stoßlaschen entfallen, da unmittelbar an der Verbindungsstelle zweier
Führungsschienenstücke jeweils eine Verbindung zur Stahlbetonschiene besteht.
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Eine andere Weiterbildung der Stahlbetonschiene ist dadurch gekennzeichnet,
daß an derselben ein gleichlanges Stahlrohr mittels Hammerkopfschrauben befestigt
ist, wobei das Stahlrohr nur das Führen der Aufzugkabine übernimmt - die beim Fangen
auf tretenden Kräfte werden hingegen von der Stahlbetonschiene unmittelbar übernommen,
da die Fangvorrichtung auf dieselbe einwirkt.
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Durch diese konstuktive Maßnahme werden die Materialkosten merkbar
verringert, da eine leichtere Schienenausführung eingesetzt werden kann. Der Einsatz
von Stahlrohr gegenüber T-Profil gewährleistet ein ruhigeres Kabinengleiten, sowie
eine einfachere Stoßverbindung zwischen den übereinandergesetzten Führungsschienenstücken.
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Der erfindungsgemäße Einsatz der Stahlbetonschiene erfüllt im Zusammenhang
mit dem übrigen erfindungsgemäßen Aufzugschachtbausteingebilde die im Aufzugbau
gestellten Forderungen besser und billiger als bekannte Systeme: die Stahlbeton,
sie ist Je nach Aufzugschachtbausteinhöhe in der Regel zwischen 2,70 bis 3,50 Meter
lang und weist eine Breite wie Dicke von ca. o,12 Meter auf, läßt sich durch die
relativ günstigen Abmaße industriell
und daher kostengünstig herstellen,
wobei eine sehr hohe Fertigungsgenauigkeit erzielt werden kann, in dem der Betonguss
nach vorbestimmter Lagerzeit durch Nasschleifen nachbehandelt wird. Ein weiterer
Vorteil liegt in der unterschiedlich wählbaren Materialbeschaffenheit von Stahlbetonschiene
und Aufzugschachtwand, hierdurch kann gezielt auf die Jeweiligen Anforderungen eingegangen
werden. Ein anderer Vorteil stellt die kontinuierliche Verbindung der Schachtwand
mit der Stahlbetonschiene dar, hierdurch wird die Festigkeit und die Steifigkeit
des Aufzugschachtbausteines erhöht. Die Montage einer gesonderten Stahlführungsschiene
auf die Stahlbetonschiene läßt sich ebenfalls industriemäßig, durch den Einsatz
hochwertiger Vorrichtungen, durchführen - die dabei erzielte Ausrichtgenauigkeit
liegt weit über dem bekannten durchführbaren Niveau. Ein weiterer Vorteil ist durch
die funktionale Trennung "Aufzug Führen und Fangkräfte Aufnehmen" gegeben - hierdurch
wird der Einsatz von billigen Gleitführungsschuhen möglich, da die Stahlfülirungsschiene
geölt werden kann, die aus Stahlbeton bestehende Fangschiene bleibt dagegen trocken,
so daß stark differierende Bremswege durch unterschiedlich stark geoelte Fangflächen
nicht mehr wie bekannt auftreten können.
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Die Erfindung ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die vordere
Schachtwand eines Aufzugschachtbausteines die Aufgaben der Schachtabschlusstürzarge
übernimmt, d.h. daß die obere und die untere Türblattführungsschiene, sowie andere
Funktionseinrichtungen direkt an die Schachtwand montiert werden - weiterhin übernimmt
die Schachtwand unmittelbar die gesetzlich vorgeschriebene Begrenzung des Freiraumes
zwischen Schachtzugang und Schachttürblatt, so daß die bekannten Türzargen, mit
ihren zum Teil aufwendigen Stahlblechkonstruktionen, entfallen.
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Die Erfindung zeichnet sich weiterhin dadurch aus, daß die Aufzugschachtgrundrissfläche,
bei gleicher Kabinennutzfläche, kleiner gehalten werden kann, als bei bekannten
Ausführungen, indem der Schachtgrundriss im wesentlichen der Form des Aufzugkabinengrundrisses
nachgebildet wird, wie z.B. bei einer kreisrunden Aufzugkabine, wo auch der Aufzugschacht
kreisrund und das Gegengewicht halbkreisförmig auagtbNldet ist.
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Die Erfindung ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß der Aufzugschachtbaustein
gegebenenfalls mit nur sehr dünnen Schachtwänden versehen ist, aus denen Armierungseisen
herausragen, wobei dieselben den sehr dünnen Schachtwänden durch entsprechende konstruktive
Ausbildungen eine höhere Festigkeit geben. Nach der jeweiligen Montage eines Aufzugschachtbausteines
werden die sehr dünnen Schachtwände durch Anbetonieren auf ihre erforderliche Dicke
gebracht - diese Ausführungsform läßt sich vorteilhaft überall dort einsetzen, wo
aus statischen und/oder aus architektonischen Gründen besondere und einmalige Aufzugschachtwanddicken-und
Formen notwendig werden, ohne daß auf die hohe Aufzugschachtvorfertigung verzichtet
werden muss. Ein weiterer Vorteil dieser Aufzugschachtbausteinausführung liegt im
besonders niedrigen Eigengewicht, so daß praktisch alle gängigen Baukräne zur Aufzugschachtbausteinmontage
eingesetzt werden können.
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Eine andere Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß in den Schachtinnenwänden des Aufzugschachtbausteines Kanäle eingelassen sind,
in denen die Schachtinstallation verlegt wird. Die Kabelkanalinnenflächen sind dabei
mit eingeklebter Isolierfolie ausgekleidet, so daß einfach" isolierte Drähte verwendet
werden können - ein Kunststoffdeckel verschließt den Kanal. Der Vorteil dieser Ausführung
gegenüber bekannten Ausführungen liegt in der gUnstigen Raumausnutzung, der Einsparung
eines stabilen Kunststoffkanals und dessen Montage.
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Der Schachtbeleuchtungskörper wird ebenfalls in eine Schachtwandvertiefung
installiert, so daß neben der verbesserten Raumausnutzung auch auf ein stabilea
und somit teures Gehäuse verzichtet werden kann.
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Die Erfindung zeichnet sich weiterhin dadurch vorteilhaft aus, daß
durch die produktionstechnisch getrennte Fertigung von Schachtwänden und Stahlbetonschienen
auf besondere Kundenwtinsche hinsichtlich der Schachtabmaße schnell und kostengünstig
eingegangen werden kann, da die relativ einfachen Schalungsvorrichtungen ohne großen
Aufwand auf einmalig erforderliche Abmaße eingerichtet werden können.
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Die ortsgenaue Montage der Stahlbetonschienen und der Schachtwände
zueinander bzw. zu einem hochwertigen Aufzugschachtbaustein erfolgt durch eine hier
mit Einrichtvorrichtung bezeichnete Vorrichtung, wobei dieselbe durch eine eigene
Patentmeldung beschrieben ist.
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Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung gehen aus der anschliessenden
Beschreibung verschiedener AusfUhrungsbeispiele des erfindungsgemäßen Aufzugschachtbausteines
hervor.
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Es zeigen: Fig.1 eine Draufsicht auf eine Stahlbetonschiene, welche
mit einer Aufzugschachtwand fest verbunden ist, Fig.2 eine Seitenansicht von drei
übereinandergesetzten Stahlbetonschienen gemäß Fig.1, Fig.3 eine Draufsicht auf
ein zweites jusfUhrungsbeispiel einer Stahlbetonschienenbefestigung, Fig.4 einen
Teilbereich einer Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel einer Stahlbetonschiene,
an der eine Stahlprofilschiene befestigt ist, Fig.5 einen Teilbereich einer Draufsicht
auf ein drittes Ausführungsbeispiel einer Stahlbetonschiene, in der zwei U-förmige
Stahlblechprofilschienen eingefügt sind, Fig. 6 eine Vorderansicht einer Stoßverbindung
von zwei übereinandergesetzten Stahlbetonschienen gemäß Fig.5, Fig.7 einen Teilbereich
einer Draufsicht auf ein viertes Ausführungsbeispiel einer Stahlbetonschiene, an
ihr ist mittels verstellbarer Befestigungselemente ein Stahlrohr montiert, Fig.8
eine Vorderansicht einer Stoßverbindung von zwei übereinandergesetzten Stahlbetonschienen
gemäß Fig.7, Fig.9 eine Draufsicht auf ein fUnftes kusführungsbeispiel einer Stahlbetonschiene,
an der eine T-förmige Stahlführungsschiene befestigt ist,
Fig.10
eine Vorderansicht einer Stoßverbindung von zwei übereinandergesetzten Stahlbetonschienen
gemäß Fig.9, Fig.11 eine Seitenansicht einer Stahlbetonschiene gemäß Fig. 9, Fig.12
eine Rückansicht einer zentralschließenden automatischen Aufzugschachtabschlusstür,
welche in ein Aufzugschachtwandteil organisch eingefügt ist, Fig.13 einen Schnitt
durch die Aufzugschachtwand von Fig.12 entlang der Linie 13-13 Fig.14 eine Draufsicht
auf ein kreisrunden Aufzugschachtbaustein, mit dargestelltem Kabinen- und Gegengewichtsgrundriss,
Fig.15 einen Schnitt durch die Stoßverbindung von zwei übereinandergesetzten Aufzugschachtbausteinen
gemäß Fig.
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14 entlang der Linie 15-15, Fig.16 eine Draufsicht auf ein Aufzugschachtbaustein
mit halbkreisförmig ausgeführten Schachtzugang, Fig.17 zwei auf ein Aufzugschachtgrubenbaustein
übereinandergesetzte Aufzugschachtbausteine in axonometrischer Darstellung.
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Die Fig.1 zeigt eine Draufsicht auf eine Stahlbetonschiene 1 und
auf ein Teilstück einer Aufzugschachtwand 2. In der Stahlbetonschiene sind in vorbestimmten
Abständen Winkelstücke 3 aus Stahl und in der Schachtwand sind auf gleicher Höhe
Stahlplatten 4 fest verankert, Schweißnähte 5 verbinden dieselben miteinander -
der verbilebende Freiraum 6 ist mit Beton ausgefililt, so daß eine durchgehende
Verbindung zwischen Stahlbetonschiene und Schachtwand hergestellt ist. In die Stoßflächen
7 der Stahlbetonschiene ist Jeweils eine Zentrierbuchse 8 eingelassen, in der auf
der Montage ein Zentrierbolzen eingeschoben wird.
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Die Fig.2 zeigt in einer Seitenansicht die Situation von drei übereinandergesetzten
Stahlbetonschienen mit jeweils dazugehöriger Aufzugschachtwand gemäß der Fig. 1.
Die maschinell bearbeiteten Stoßflächen der Stahlbetonschienen liegen dabei in ganzer
Fläche 9 aufeinander, Zentrierbolzen 10 gewährleisten ein deckungsgleiches Übereinandersetzen
derselben. Zwischen den Stoßflächen der stockwerkshohen Schachtwände befindet sich
ein Freiraum 11, dieser wird gleichzeitig mit dem Einziehen der Stockwerksdecken
mit Beton ausgefüllt.
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In Fig.3 wird eine andere Verbindungsart zwischen Stahlbetonschiene
und Schachtwand aufgezeigt. Mehrere Armierungseisen 12 ragen hierbei bogenförmig
Jeweils aus den beiden Stahlbetonteilen 1 und 2 heraus. Zwischen das ineinandergreifende
Armierungseisengebilde sind Armierungseisenstäbe 13 eingeschoben - durch das Vergießen
des Freiraumes 14, welcher durch eine Verschalung 15 begrenzt wird, mit Beton, wird
eine feste und homogene Verbindung zwischen der Stahlbetonschiene und der Schachtwand
hergestellt.
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Die in Fig.1 bis 3 dargestellte Stahlbetonschiene dient neben der
genauen Fixierung eines Aufzugschachtbausteines zu einem anderen Aufzugschachtbaustein
auch als Führungsschiene für die Aufzugkabine und dessen Gegengewicht, d.h. die
Stahlbetonflächen 16, 17 werden als Laufflächen für die Rollenführung von Kabine
und Gegengewicht eingesetzt. Die bei der Aufzugkabine vorgeschriebene Fangvorrichtung
kann dabei auf die Stahlbetonschiene in gleicher funktionsweise einwirken, wie bei
bekannten T-Stahlprofilschienen - wobei dieselbe vorzugsweise als geilfangvorrichtung
ausgebildet sein sollte, damit im Gegensatz zur bekannten Rollenfangvorrichtung,
keine extrem hohe Punktbelastung auf den Stahlbeton einwirkt. Als besonders vorteilhaft
gegenüber bekannten AufzugfUhrungs3chienen ist die große Laufflächenbreite der Stahlbetonschiene
anzusehen, hierdurch sind Laufrollen mit großer Laufrollenbreite einsetzbar, so
daß die Punktbelastung auf das Laufflächenmaterial der Laufrolle geringer ist als
bei Rollen, die für die bekannte T-Stahlprofilschiene eingesetzt werden, was zu
einer Erhöbung der
Laufrollenlebensdauer führt. Zur Herstellung
der Stahlbetonschiene wird eine hochwertige Stahischalung eingesetzt, wobei durch
die relativ günstigen Abmaße der Stahlbetonschiene mit einer ausreichenden Maßhaltigkeit
zu rechnen ist, so daß sie einer gewaltzten Aufzugführungsschiene in etwa gleichzusetzen
ist. Die Länge der Stahlbetonschiene wird durch maschinelles Nachbearbeiten exakt
auf das vorbestimmte Maß gebracht. Wird an die Stahlbetonschiene in der Ausführung
gemäß der Fig.1 bis 3 als Führungsschiene überdurchschnittliche Anforderungen gestellt,
so können diese durch maschinelle Bearbeitung der Laufflächenl6, 17, z.B. durch
Nasschleifen, erfüllt werden.
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Wenn für die Kabine und/oder für das Gegengewicht Gleitführungen
eingesetzt werden sollen, können Stahlbetonschienenausführungen wie die Fig.4 bis
6 sie zeigen, eingesetzt werden.
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Die Fig.4 zeigt eine Draufsicht auf einen Teilbereich einer Stahlbetonschiene
1, welche mit einer ausgebildeten Führungsnase 18 versehen ist, auf der eine Stahlblechprofilschiene
19 aufgesetzt ist und die durch mehrere fedrig ausgelegte Klemmstücke 2c an die
Stahlbetonschiene gehalten wird, deren Befestigung wie in Fig.5 beschrieben erfolgt.
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Die Fig.5 zeigt eine Draufsicht auf einen Teilbereich einer Stahlbetonschiene
1, welche mit zwei Führungsrinnen 21, 22 ausgestattet ist und stellt dadurch eine
vorteilhafte Lösung dar, bei seitlich geführtem Gegengewicht eine Gegengewichtsschienenbahn
und eine Kabinenführungschienenbahn in einem Bauteil zusammenzufassen. In die Führungsrinnen
ist jeweils eine Stahblechprofilschiene 23 gleicher Länge eingefügt, welche in vorbestimmten
Abständen durch fedrig ausgelegte Klemmstücke 20 an die Stahlbetonschiene gehalten
werden; dadurch wird ein Gleiten derselben relativ zur Stahlbetonschiene möglich,
so daß eine wellenartige Verformung der Stahlblechprofilschienen, hervorgerufen,
durch das unvermeidliche und bekannte Schrumpfen des Aufzugschachtes in seiner Länge,
nicht auftreten kann. Das hier zum Einsatz kommende Klemmstück 20 ist eine im Aufzugbau
bekannte Federstahlklemmplatte, welche durch eine Gewindeschraube 24 fest an die
Sathlbetonschiene gehalten wird, wobei die Gewindeschraube von einem fest in der
Stahlbetonschiene sitzenden Gewindedübel
25 aufgenommen wird.
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Die Fig.6 zeigt eine Vorderansicht eines Schienenstoßes von zwei
übereinandergesstzten Stahlbetonschienen 1 gemäß Fig.
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5, wobei die Fixierung derselben in gleicherweise durchgeführt ist
wie für Fig. 1 bis 3 beschrieben.
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Bei Aufzugschächten mit großer Förderhöhe, in die Aufzüge mit hoher
Fördergeschwindigkeit installiert sind, ist es unumgänglich verstellbare ruhrungsschienen
einzusetzen, damit eine maßliche Versetzung derselben, durch innere Gebäudeverschiebungen
hervorgerufen, nachträglich zu korrigieren ist. Die Fig.7 bis 11 zeigen zwei Stahlbetonschienenausführungen
mit korrigierbarer puhrungsschiene, Die Fig.7 zeigt eine Draufsicht auf ein Teilstueck
einer Stahlbetonschiene 1, und die Fig.8 zeigt eine Vorderansicht eines Schienenstoßes
von zwei übereinandergesetsten Stahlbetonschienen in der Ausführung von Pig.7, in
der, in vorbestimmten Abständen quer zu derselben, Profilschienen 26 fest verankert
sind, und jeweils zwei darin befestigte Hammerkopfschrauben 27 halten das der Stahlbetonschiene
vorgelagerte Stahlrohr 28, mittels an demselben angeschweißten und in gleicher Höhe
mit der Profilschiene liegenden Befestigungsblech 29, ortsgenau fest, wobei die
Befestigungslöcher 30 als Langlöcher ausgebildet sind. Die Langlochbreite und die
Dicke der Hammerkopfschraube sind dabei passgenau aufeinander abgestimmt, so daß
eine horizontale Verschiebung parallel zur Befestigungsschiene 26, auch bei gelockerter
Schraubverbindung 31 nicht möglich ist.
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Zwei Tellerfedern 32, welche das Jeweilige Langloch von beiden Seiten
teilweise überdecken, werden von zwei Gewindemuttern 33 nur soweit vorgespannt,
daß ein einwandfreies Gleiten relativ zur Stahlbetonschiene gewährleistet ist, wenn
der Aufzugschacht und somit auch die Stahlbetonschiene sich im Laufe der Zeit setzt.
Eine Spannhülse 34 zentriert den Stahlrohrstoß der übereinandergesetzten Stahlrohre,
wobei eine noppenartige Materialeindrückung 35 in die Stahlrohrwandung ein tieferes
Eindringen der Spannhülse in das Stahlrohr verhindert. Bei den drei in
Fig.4
bis 8 dargestellten Stahlbetonschienenausführungen wirkt die Fangvorrichtung in
gleicher Weise auf die Stahlbetonflächen 17, wie für Fig.1 bis 3 beschrieben.
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In den Fig.9 bis 11 ist eine Stahlbetonschiene dargestellt, an der
eine T-Profilstahlschiene gleicher Länge ortsgenau befestigt ist, und das mit 2
bezeichnete Gebilde stellt jeweils die Schachtwand dar. Die Fig.9 zeigt die Draufsicht,
auf der eine Klemmstelle dargestellt ist, die Führungsschiene 36 wird dabei von
zwei Federstahlklemmplatten 20 gehalten, wobei Distanzbleche 37, zwischen Führungsschiene
und Stahlbetonschiene eingeklemmt, für einen vorbestimmten Abstand 38 sorgen. Die
beiden Klemmstücke werden von Je einer Inbusschraube 39, welche jeweils in einen
Gleitschuh 40 eingeschraubt ist,gegen die Distanzbleche gepresst; diese befinden
sich in einer fest in der Stahlbetonschiene verankerten Profilschiene2. Die Fig.10
zeigt eine Seitenansicht mit vier Klemmstellen, gemäß der Fig.9, aus der der geringe
Abstand 38 von zwei bis drei Zentimetern zwischen Führungsschiene und Stahlbetonschiene
deutlich hervorgeht. Neben einer Verschiebemöglichkeit der Führungsschiene parallel
zur Befestigungsschiene 26, kann bei Versatz derselben, hervorgerufen durch eine
innere Gebäudeverschiebung, auch das Schienenstichmaß durch Wegnahme oder Zugabe
von Distanzblechen 37 wieder auf das vorgesehende Lotmaß gebracht werden. Die Fig,ll
zeigt einen Schienenstoß von zwei übereinandergesetzten PUhrungsschieneneinheiten
gemäß Fig.9 bis lo, wobei die beiden dicht aufeinanderfolgenden Schienenklemmstellen,
zwischen denen sich der Schienenstoß befindet, deutlich zeigen, daß im Gegensatz
zu bekannten Schienenstoßverbindungen auf eine Stoßlasche verzichtet werden kann.
Neben der schon beschriebenen Stoßflächenzentrierung von zwei übereinandergesetzten
Stahlbetonschienen 8, 1o, sind in den Führungsschienenstoß 41 zwei Zentrierstifte
42, in die dafür vorgesehene Bohrungen 43, eingeschoben.
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Die Fig.12 zeigt die Innenseite einer Aufzugschachtbausteinwand mit
Schachtzugangsdffnung 44 und die im Schnitt dargestellten Seitenwände 2, wobei die
untere Türblattführungsschiene 45 kontinuierlich fest ortsgenau in die Schachtwand
eingelassen ist, und die obere Türblattführangsschiene 46 mittels drei Schraubverbindungen
47 an die Schachtwand ortsgenau gehalten wird. Das mit 48 bezeichnete Teil zeigt
die ortsfeste Lage der Türverriegelung und die gestrichelt ausgeführten Linien zeigen
die Lage der Türblätter 49 bei geschlossener Schachttür an. Unmittelbar über der
Schachttür ist ein Schachtbeleuchtungskörper 50 bündig in die Schachtwand eingesetzt,
so daß die für die Wartung und bei der Störungsbeseitigung wichtigen Sichtkontrolle
der Schachttürverriegelung unter optimalen Lichtverhältnissen durchgeführt werden
kann. In die eine Seitenwand 2 ist in ihrer ganzen Länge eine Installationsrinne
51 eingelassen, in der der Kabelbaum der Schachtinstallation eingelegt wird. In
die Innenseite der Schachtvorderwand sind zwei Installationsrinnen 52 eingelassen,
welche den Außenrufknopfkasten 53, den Schachtbeleuchtungskörper 50 und die Türverriegelung
48 installationstechnisch mit der senkrecht verlaufenden Installationsrinne 51 verbinden.
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Die Fig.13 zeigt einen Schnitt durch die Aufzugschachtwand der Fig.12
entlang der Linie 13-13, in der die Lage- und Befestigungssituation der unteren
FWhrungsschiene 45, welche gleichzeitig die ganze Antrittsschwelle darstellt, und
der oberen dient Führungsschiene 46 zur Schachtraufgezeigt ist. Die Größe des Luftspaltes
54 zwischen dem hier gestrichelt dargestellten Türblatt 49 und der Schachtwand,
liegt im gesetzlich vorgeschriebenen Bereich. Weiterhin zeigt die Fig.13 die Lage
der Installationsrinnen 51, 52, des Schachtbeleuchtungskörpers 50, des Außenrufknopfkastens
53 und einer Stahlbetonschiene 1 an.
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Durch die in Fig.12 und 13 dargestellte ortsgenaue Ausformung der
vorderen Schachtwand eines Aufzugschachtbausteines und der direkten Befestigung
von oberer und unterer TUrblattführungsschiene an dieselbe, entfällt die bekannte
Schachtttrzarge.
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Einen kreisrunden Aufzugschachtbaustein zeigen die Fig.14 bis 15.
Die Fig.14 zeigt eine Draufsicht mit einem Teilschnitt im Bereich der halbkreisförmig
ausgebildeten Türantrittschwelle einer Schachtabschlußtür 55, welche in das kreisrunde
Schachtwandgebilde 2'organisch eingefügt ist. Auffällig ist der Einsatz von drei
Stahlbetonschienen 1 in der Ausführung von Fig.5, wobei die mit 1'bezeichnete Stahlbetonschiene
zu einem Teil in eine rinnenförmige Schachtwandvertiefung fest eingefügt nur mit
einer Gleitführungsbahn und abgeschrägten Seitenwänden ausgestattet ist. Durch die
hier dargestellte halbkreisfzrmige Ausbildung des Gegengewichtes 56, das vorzugsweise
aus einem einzigen Stahlbetonguß besteht, sind drei Führungsachienenbahnen erforderlich,
wobei dasselbe von sechs Führungsschuhen 57 geführt wird und zwar zwei Je Führungsbahn.
An der im Grundriss gezeigten kreisrunden Aufzugkabine 58 ist die Lage der Fangvorrichtung
59 und der halbkreisförmig ausgebildeten automatischen gabinenabschlußtür 60 zu
ersehen. Bei bekannten Aufzugschachtausführungen werden die Hängekabel an einer
freien Schachtwandseite entlanggeführt; bei der hier gezeigten raumsparenden Aufzugschachtausführung
ist keine freie Schachtwand vorhanden, so daß eine nicht bekannte Ausführung eingesetzt
wird, und zwar werden die Hängekabel von einer Hängekabelfuhrung 61, welche fest
an die Kabine installiert ist, geführt, so daß die Hängekabel unmittelbar an die
Kabine gehalten werden. Die Hängekabel werden ohne die sonst übliche Zwischenbefestigung
in halber Schachthöhe an die Schachtabschlußdecke in senkrechter Lage über die an
der Kabine installierten Hängekabelführung befestigt. Die Fig.15 zeigt einen Schnitt
durch eine Stoßverbindung von zwei übereinandergesetzten Aufzugschachtbausteinen
gemäß der Fig.14 entlang der Linie 15-15, aus der deutlich die Zentrierung des Aufzugschachtbausteines
hervorgeht, wobei die Stoßflächen bzw. Aufsetzflächen 7 der drei Stahlbetonschienen
1, 1'eine exakt horizontale Ebene bilden, so daß keine Ausrichtarbeiten notwendig
sind. Der Freiraum 11 zwischen den Schachtringwänden 2'wird in bekannter Weise ausgegossen.
Die
kreisrunde Aufzugschachtausführung bietet gegenüber bekannten
rechteckigen Ausführungen mehrere Vorteile, hierdurch wird zum einen eine nicht
bekannte vorteilhafte Raumausnutzung ermöglicht, wobei die kreisrunde Aufzugkabine
mit ihrer relativ großen Türöffnungsbreite, eine wesentlich bessere ergonomische
Grundrissform darstellt, als z.B. eine Tiefkorbkabine gleicher Grundflächengröße
mit bekannter automatischer Kabinenabschlußtür, da bei der derselben der Fahrgastwechsel
- bei vollbesetzter kabine - unter starker gegenseitiger Behinderung stattfindet,
was einer Leistungminderung einer Aufzuganlage gleichkommt; zum anderen kann die
kreisrunde Aufzugsohachtwand durch ihre statisch günstigere Form dünner gehalten
werden als gradflächige Schachtwände, so daß zusammen mit der kleineren Schachtgrundrissfläche
bei gleichgroßer Kabinennutzfläche, gegenüber bekannten Ausführungen, eine ganz
erhebliche Materialeinsparung erreicht wird, wobei das geringere Gewicht sich zusätzlich
positiv im Transportbereich und bei der Schachterstellung auswirkt.
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Die Fig.16 zeigt eine Draufsicht auf ein Aufzugschachtbaustein, welcher
fUr eine Tiefkabine 62 und hintenliegenden Gegengewicht 63 ausgebildet ist. Durch
die halbkreisförmige Ausbildung der automatischen Kabine und Schachtabschlußtür
60, 55 kann der Aufzugschacht, bei relativ großer Türöffnungsbreite, besonders schmal
gehalten werden. Für die Gegengewichtsbahnen 1'wurden Stahlbetonschienen gemäß der
Ausführung von Fig.5, aber nur mit einer Führungsbahn, gewählt. Für die zwei Kabinenführungsbahnen
1 wurde eine Ausführung gemäß Fig.1 gewählt, wobei zwölf Kabinenführungsrollen 64,in
bekannter Anordnung, die Kabine führen.
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Wie schon beschrieben, ermöglichen auch in dieser Ausführung die vier
dargestellten Stahlbetonschienen 1, 1'ein lotrechtes ttbereinandersetzen mehrerer
Aufzugschachtbausteine.
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Die Fig.17 £zeigt ein in Montage befindlichen Aufzugschacht.
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In dem Gebäudefundament 65 ist ein Aufzugschachtgrubenbaustein 66
einbetoniert, wobei derselbe im Prinzip ein Aufzugschachtbaustein ohne Schachtabschlußtür
mit einbetonierter Fundamentplatte ist, auf dem zwei Aufzugschachtbausteine 67 ortsgenau
aufgesetzt sind.
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Der dargestellte Aufzugschacht ist für eine Tiefkabine mit hintenliegenden
Gegengewicht
und zentralschließender automatischer Kabinen- und Schachtabschlußtür ausgebildet,
wobei der Aufzugschacht ein nach beiden Seiten ausladenes Vorderteil 68 aufweist,
in dem Je Aufzugschachtbaustein eine Schachtabschlußtür 69 organisch eingefügt ist
und der ausgebildete Preiraum 70 im Schachtvorderteil dient zur Aufnahme der zentralschließenden
Kabinenabschlußtür - diese Ausführung ist das dritte Beispiel einer raumsparenden
Schachtgrundrissform, wobei in diesem Fall der an beiden Se tenwänden eingesparte
Raum 71 für besonders dicke, das Gebäude wesentlich mittragende, Schachtwände ausgenutzt
wird. Da meist aus technischen und/oder arehitektonischen Gründen diese besonders
dicken gebäude tragenden Wände nicht in Fertigteilstücken, als Aufzugschachtwand
ausgebildet, eingesetzt werden können, stellt die Fig.17 eine vorteilhafte Lösung
dar, indem der einzelne Aufzugschachtbaustein mit sehr dünn ausgeführten Seitenschachtwänden
72 und Rückwand 73 ausgestattet ist, aus denen Jeweils ein'Armierungseisengebilde
74 herausragt, mit dem Ziel, durch Anbetonieren vor Ort die Aufzugschachtwände auf
ihre endgültige Form und Dicke zu bringen.
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Die Aufzugschachterstellung mit in Fig.17 dargestellten Aufzugschachtbausteinen
67 beginnt mit der genauen EinJustierung des Aufzugschachtgrubenbausteines 66, dieser
wird dazu an zwei Ausrichtbalken hängend in die dafür vorgesehende Fundamentvertiefung
eingeschoben - durch das Vergießen der Freiräume mit Beton wird eine feste Verbindung
zum Gebäudefundament 55 hergestellt. Zu einem vorbestimmten Zeitpunkt erfolgt die
Montage der Aufzugschachtbausteine, die mit dem genauen horizontalen Einrichten
des ersten Aufzugschachtbausteines beginnt; hierdurch wird eine gegebenenfalls aufgetretende
horizontale Lageveränderung des Aufzugschachtgrubenbausteines, hervorgerufen durch
das Einbetonieren desselben, korrigiert. Nachfolgend, Je nach eingesetzter Bautechnik,
werden die Aufzugschachtbausteine ohne Ausrichtarbeiten übereinandergesetzt und
durch Anbetonieren mit dem übrigen Gebäude verbunden, wobei bei dem Jeweils neu
aufgesetzten
Aufzugschachtbaustein Distanzlehren zwischen die
Kabinenführungsbahnen 75 und die Gegengewichtsführungsbahnen 76 eingesetzt werden,
um die Schachtwände gegen den hohen Druck, der beim Einbetonieren auf dieselbe einwirkt,
abzustützen.
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Das lotrechte und ohne Ausrichtarbeiten durchgeführte Aufeinandersetzen
der Aufzugschachtbausteine ermöglichen die vier an den Scha chtsei tenwänden ortsgenau
befestigten Stahlbetonschienen 1, 1'und Je zwei Zentrierbuchsen 77, welche in der
oberen und der unteren Stoßfläche der Aufzugschachtbausteinvorderwand eingelassen
sind, die durch auf der Montage eingeschobene Zentrierstifte 78 die aufeinandergesetzten
vorderen Schachtwände zueinander Ausrichten.