-
Meldeeinrichtung
-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Meldeeinrichtung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Art.
-
Eine derartige Meldeeinrichtung ist bekannt (DT-PS 12 81 321).
-
Hierbei ist das zu überwachende Schaltungselement ein in einem Ionisations-Brandmelder
angeordneter, in Abhängigkeit von der Erfassung eines erhöhten Rauchgehalts in der
Umgebungsluft leitend steuerbarer Thyristor, dem ein Widerstand parallel geschaltet
ist.
-
Der Thyristor ist an den Rückleiter angeschlossen, während ein in
Reihe mit ihm geschalteter weiterer Widerstand am Speiseleiter liegt. Zwischen ihren
Verbindungspunkt und den Signalleiter ist ein Zwei-pol geschaltet, der aus der Reihenschaltung
einer Zenerdiode und der Parallelschaltung einer Glühlampe und eines Widerstands
besteht, wobei die Zenerdiode bezüglich desjenigen Stromes, der über sie bei gegenüber
dem Signalleiter betragsmäßig geringerer Spannung des Verbindungspunkts fließt,
in Sperrichtung geschaltet ist. Hierdurch wird es bei Vorhandensein mehrerer an
die Linie angeschlossener
Melder und bei Vorhandensein von Mitteln
zur willkürlichen Auslösung dieser Melder möglich, nach einer Auslösung festzustellen,
ob tatsächlich alle Melder ausgelöst haben, da andernfalls ein vom Wert Null abweichender
Strom im Signalleiter fließt. Es werden dabei nur Widerstandsverringerungen des
überwachten Schaltglieds, nämlich des beim Ansprechen des Melders zu zündenden Thyristors,
erfaßt und ausgevertet. Zur zusätzlichen Erfassung auch von Widerstandserhöhungen
des zu überwachenden Schaltglieds ist die Meldeeinrichtung nicht ausgebildet.
-
Es ist weiter eine Meldeeinrichtung bekannt (DT-OS 23 28 881), wobei
Melder parallel zueinander an eine zweiadrige Linie angeschlossen sind, die ihrerseits
an eine Zentrale angeschlossen ist, wobei der Melder ein hinsichtlich seines Widerstands
veränderliches, zu überwachendes Schaltungselement in Gestalt einer Vierschichtdiode
und einen in Reihe mit diesem zwischen die beiden Linienleiter geschalteten Widerstand
aufweist, eine in der Zentrale vorgesehene Auswertschaltung ein in den einen Linienleiter
eingeschaltetes Strommeßglied umfaßt, um im Falle einer Stromerhöhung gegenüber
dem Ruhezustand ein Meldesignal zu erzeugen, in der Zentrale in den einen Linienleiter
eine in Durchlaßrichtung gepolte Diode eingeschaltet ist, zwischen die Linienleiter
ständig ein Widerstand eingeschaltet ist, über den ein Ruhestrom fließt und die
Auswerteschaltung zur Erzeugung eines Meldesignals auch bei einer Stromverringerung
gegenüber dem Ruhezustand ausgebildet ist. Hierdurch kann außer einem Ansprechen
eines Melders auch eine Unterbrechung der Linie oder ein Kurzschluß auf dieser erfaßt
werden. Eine Widerstandserhöhung oder eine Unterbrechung in dem zu Uberwachenden
Schaltungselement selbst kann dabei jedoch nicht erfaßt werden.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Meldeeinrichtung der
eingangs genannten Art in schaltungstechnisch einfacher Weise dahingehend weiterzubilden,
daß auch eine Widerstandserhöhung
des zu überwachenden Schaltungselements
oder eine Strom kreisunterbrechung in diesem selbst erfaßt werden kann. Die Aufgabe
wird gemäß der Erfindung bei einer Meldeeinrichtung der eingangs genannten Art durch
die im Kennzeichenteil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
-
Bei der Meldeeinrichtung gemäß der Erfindung ist der Signalleiter
im Ruhezustand auf einer gegenüber der Spannung des Speiseleiters gegenüber dem
Rückleiter geringeren Spannung gegenüber dem Rückleiter gehalten, die an dem zwischen
Signalleiter und Rückleiter geschalteten Widerstand abfällt. Verringert sich der
Widerstandswert des überwachten Schaltungselements, so nähert sich die Spannung
an seinem Verbindungspunkt mit dem in Reihe mit ihm geschalteten Widerstand der
Spannung des Speiseleiters, bis beim Überschreiten der Zenerspannung des zumindest
annähernd das Spannungs-Strom-Verhalten einer Zenerdiode aufweisenden Zweipols ein
Strom vom Speiseleiter über das zu überwachende Schaltungselement und in Sperrichtung
über den Zweipol zum Signalleiter sowie von diesem über den zwischen ihn und den
Rückleiter geschalteten Widerstand zum Rückleiter fließt. Hierdurch nimmt der Signalleiter
eine gegenüber dem Ruhezustand erhöhte Spannung an, wodurch die in der Zentrale
in ihn eingeschaltete Diode in Sperrichtung beaufschlagt wird und der von der Auswerteschaltung
erfaßte Strom zu Null wird. Hierdurch kann ein entsprechendes Meldesignal erzeugt
werden. Erhöht sich andererseits der Widerstandswert des zu überwachenden Schaltungselements,
so nähert sich die Spannung seines Verbindungspunkts mit dem mit ihm in Reihe geschalteten
Widerstand der Spannung Null des Rückleiters, wodurch der zwischen den Signalleiter
und den genannten Verbindungspunkt geschaltete Zweipol in Vorwärtsrichtung leitend
wird. Der hierdurch zusätzlich zum Ruhestrom des Signalleiters sich ergebende Strom
führt zu einer ebenfalls mittels der Auswerteschaltung auswertbaren Stromerhöhung.
Somit können sowohl Widerstandsverringerungen als auch Widerstandserhöhungen des
zu überwachenden Schaltungselements erfaßt werden.
-
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert,
in deren Figur ein Ausführungsbeispiel einer Meldeeinrichtung dargestellt ist.
-
In der Figur sind an eine Zentrale Z die Linien L11, L2, L3 angeschlossen,
die jeweils einen Speiseleiter 12, einen Signalleiter 14 und einen Rückleiter 16
aufweisen. An die Linie L11 sind mehrere Melder M111 sowie ein Melder M112 angeschlossen.
An die Linie L2 ist ein Melder M2 angeschlossen, während an die Linie L3 ein Melder
M3 angeschlossen ist. Die Speiseleiter 12 der Linien L11, L2 sind in der Zentrale
Z von einer Spannungsquelle mit einer Spannung von 24 V gespeist; alle Spannungsangaben
beziehen sich auch im folgenden auf Masse, an die alle Rückleiter 16 in der Zentrale
angeschlossen sind. Die die Speiseleiter 12 der Linien L11, L2 speisende Spannungsquelle
besteht aus einer ungeregelten Spannungsquelle, beispielsweise einer netzgespeisten,
batteriegepufferten Spannungsquelle, die im Ausführungsbeispiel vereinfachend als
Batterie 18 dargestellt ist, sowie einer dieser nachgeschalteten Regeleinrichtung,
die aus einem Stellglied 20, z.B. einem Längstransistor, und einem dieses steuernden
Regler 22 besteht. Hierdurch wird die Spannung von 24 V auf dem Speiseleiter 12
zumindest annähernd konstant gehalten. Weiter sind in den Speiseleiter 12 der Linie
L11 in der Zentrale Z ein Strommeßglied 24 und ein im Ruhezustand geschlossener,
elektronischer Schalter 26 eingeschaltet; bei unzulässig hohen Strömen im Speiseleiter
12 der Linie L11, beispielsweise durch dessen Kurzschluß mit dem Rückleiter 16,
bewirkt das Ausgangssignal des Strommeßglieds 24 das offenen des Schalters 26 sowie
in nicht weiter dargestellter Weise die Abgabe eines Störungsmeldesignals. Der Speiseleiter
12 der Linie L3 wird von einer Spannungsquelle, die aus einer ungeregelten Spannungsquelle
- hier als Batterie 28 dargestellt - , einem Stellglied 30 und einem dieses steuerenden
Regler 32 besteht, mit einer konstanten Spannung von 6 V gespeist.
-
Zur Speisung der Signal leiter 14 mit einer konstanten Spannung von
annähernd 12 V ist eine Spannungsquelle vorgesehen, die aus einer ungeregelten Spannungsquelle
- hier als Batterie 34 dargestellt - , einem Stellglied 36 und einem Regler 38 besteht.
Der Ausgang des Stellglieds 36 und damit der Spannungsquelle ist mit den Signalleitern
14 jeweils über eine zugeordnete Auswerteschaltung All, A2, A3 und eine bezüglich
des Ruhestromes in Durchlaßrichtung gepolte Diode 40 verbunden. Der Ruhestrom fließt
jeweils über einen zwischen den Signalleiter 14 und den Rückleiter 16 geschälteten
Widerstand 42. Im Falle der Linie L11 ist der Widerstand 42 an dem der Zentrale
Z abgewandten Ende der Linie L11 als Abschlußwiderstand vorgesehen, wodurch eine
Überwachung des Signalleiters 14 und des Rückleiters 16 der Linie L11 auf Unterbrechung
erfolgt. Wo dies nicht der Fall ist, weil aufgrund der Umstände des Anwendungsfalls
eine Unterbrechung nicht zu befürchten ist, kann der Widerstand 42 wie im Falle
der Linien L2, L3 in der Zentrale vorgesehen sein. Abweichend vom Dargestellten
könnte allerdings erforderlichenfalls der Widerstand 42 auch im Falle der Linien
L2, L3 wie in demjenigen der Linie L11 als Abschlußwiderstand geschaltet sein.
-
Zusätzlich zur Linie L11 ist eine weitere Linie L12 verlegt, die einen
gleichzeitig als Speise- und als Signalleiter dienenden zusätzlichen Leiter 44 aufweist,
während als ihr Rückleiter der Rückleiter 16 der Linie L11 verwendet ist; alle Leiter
12, 14, 16, 44 der Linien L11, L12 können in einem einzigen Kabel verlegt sein.
An die zweiadrige zusätzliche Linie L12 sind in bekannter Weise elektronische Brandmelder
D parallel zueinander angeschlossen, und die zusätzliche Linie L12 ist mittels eines
Abschlußwiderstands 46 abgeschlossen, um sie in bekannter Weise mittels einer Auswerteschaltung
A12 in der Zentrale Z auf Unterbrechung, Kurzschluß und Ansprechen eines elektronischen
Melders D zu überwachen. Der zusätzliche Leiter 44 der zusätzlichen Linie L12 ist
in der Zentrale Z ebenso wie die Signalleiter 14 der Linien L11, L2, L3 von derselben
Spannungsquelle 34, 36, 38
mit der Spannung von 12 V gespeist,
und die Auswerteschaltung A12 umfaßt ein in den zusätzlichen Leiter 44 eingeschaltetes
Strommeßglied 48, dessen Ausgangssignal eine nachgeschaltete Signalgeberschaltung
50 beaufschlagt. Die Signalgeberschaltung 50 erzeugt bei einer Verringerung des
vom Strommeßglied 48 erfaßten Linienstromes unter einen unterhalb des Ruhewertes
liegenden Schwellenwert ein Unterbrechungssignal U, beim Ansprechen eines elektronischen
Melders D aufgrund der hierdurch über einen oberhalb des Ruhestromes liegenden Schwellenwert
erhöhten Linienstroms ein Feuermeldesignal F und bei starkem Stromanstieg infolge
eines Kurzschlusses zwischen dem zusätzlichen Leiter 44 und dem Rückleiter 16 ein
Kurzschlußsignal K, wobei dann die Abgabe eines Feuermeldesignals F verhindert wird.
Die Schwellenwerte, bei denen die Meldesignale U, F und K erzeugt werden, sind vorzugsweise
zumindest in Grenzen einstellbar.
-
Auswerteschaltungen nach Art der Auswerteschaltung A12 werden in Zentralen,
insbesondere Brandmeldezentralen, zur Überwachung zweiadriger Linien vielfach verwendet.
Besonders vorteilhaft ist nun, daß auch die zur Überwachung der Linien L11, L2,
L3 vorgesehenen Auswerteschaltungen All, A2, A3 in gleicher Weise wie die Auswerteschaltung
A12 ausgebildet werden können, daß sie also von handelsüblicher Art sind. Zweckmäßig
sind die Auswerteschaltungen All, A12, A2, A3 jeweils als Schaltungsplatinen mit
an einem Rand vorgesehenen Steckkontakten, also als Steckkarten, ausgebildet. Die
Auswerteschaltungen All, A2, A3 weisen ebenso wie die Auswerteschaltung A12 jeweils
ein Strommeßglied 48 und eine Signalgeberschaltung 50 auf, wobei die von letzterer
erzeugten Meldesignale im Falle der Auswerteschaltungen All, A2, A3 mit U', F',
K' bezeichnet sind. Sie werden nämlich in gleicher Weise wie die Meldesignale U,
F bzw. K erzeugt, haben jedoch eine andere Bedeutung als jene, worauf noch einzugehen
sein wird.
-
Die elektronischen Melder D sind, wie durch eine gemeinsame gestrichelte
Umrandung angedeutet, baulich mit jeweils einem an
die Linie L11
angeschlossenen Melder M111 vereinigt, bilden jedoch nicht das zu überwachende Schaltelement
der Melder M111.
-
Als solches ist vielmehr jeweils ein elektrischer Lüftermotor 521
vorgesehen, der ein durch eine Lüfterschaufel symbolisch angedeutetes Gebläse 54
antreibt. Die Gebläse dienen dazu, einen Luftstrom durch den elektronischen Melder
D hindurch zu erzeugen, um die Erfassung von Brandprodukten in der Umgebungsluft
unabhängig von einer ggf. auftretenden Konvektion zu gewährleisten Beim Lüftermotor
kann es sich beispielsweise um einen Permanentmagnetmotor handeln, bei dem nur der
Anker im Stromkreis des Melders M111 liegt, oder es kann auch eine Erregerwicklung
des Motors 521 zusätzlich zum Anker im Stromkreis liegen. Beim Ausführungsbeispiel
hat der Motor 521 eine Nennspannung von 12 V und bei ungestörtem Betrieb einen elektrischen
Leistungsverbrauch von 0,5 W. Der eine Anschluß des Motors 521 ist unmittelbar an
den Speiseleiter 12 der Linie L11 angeschlossen, während sein anderer Anschluß einen
Verbindungspunkt 56 bildet, an den ein in Reihe mit ihm geschalteter Widerstand
58 angeschlossen ist. Der Widerstand 58 ist mit seinem dem Verbindungspunkt 56 abgewandten
Anschluß unmittelbar an den Rückleiter 16 angeschlossen.
-
Die mit den Motoren 521 in Reihe geschalteten Widerstände 58 haben
beim Ausführungsbeispiel einen Widerstandswert von 300 Ohm und sind für eine Leistung
von 0,5 W ausgelegt. Hierdurch steht bei ungestörtem Betrieb des Motors 521 am Verbindungspunkt
56 eine Spannung von annähernd 12 V an, die mit der Spannung des Signalleiters 14
der Linie L11 genau übereinstimmt. Letztere beträgt, wie bereits erwähnt, unter
Vernachlässigung eines geringen Spannungsabfalls am Strommeßglied 48 und an der
Diode 40 ebenfalls 12 V. Zur Herstellung einer genauen Obereinstimmung zwischen
den Spannungen des Signalleiters 14 und der Verbindungspunkte 56 aller Melder M111
können in letzteren die Widerstände 58 verstellbar ausgebildet und nach der Montage
der Meldeeinrichtung einmalig in der gewünschten Weise eingestellt werden. Durch
die
Verstellbarkeit der Widerstände 58 kann auch ein sich entlang der Linie L11 ergebender,
geringer Spannungsabfall entlang des Signalleiters 14 kompensiert werden.
-
In jedem Melder M111 ist der Signalleiter 14 über eine Zenerdiode
60 mit dem Verbindungspunkt 56 des Motors 521 und des Widerstands 58 verbunden.
Die Zenerdiode 60 hat eine derartige Polung, daß in dem noch zu erläuternden Fall,
daß die Spannung des Verbindungspunkts 56 geringer als diejenige des Signalleiters
14 ist, ein Strom über die Zenerdiode 60 in deren Vorwärtsrichtung fließt. Im Ruhezustand
fließt jedoch kein Strom über die Zenerdiode 60, da aufgrund der vorstehend erläuterten
Bemessung des Widerstands 58 die Spannungen von Signalleiter 14 und Verbindungspunkt
56 untereinander gleich sind. Im Ruhezustand fließt daher durch das Strommeßglied
48 der der Linie L11 zugeordneten Auswerteschaltung All nur derjenige Linienstrom,
der vom Abschlußwiderstand 42 bestimmt wird; dieser hat beim Ausführungsbeispiel
einen Widerstandswert von 1000 Ohm, so daß der Ruhestrom annähernd 12 mA beträgt.
Hierbei erzeugt die Signalgeberschaltung 50 der Auswerteschaltung keines der in
der Figur angegebenen Ausgangssignale. Gewünschtenfalls kann jedoch in nicht näher
dargestellter Weise ein den ungestörten Ruhezustand anzeigendes Signal erzeugt werden.
-
Wird das Gebläse 54 eines Motors 521 beispielsweise durch eingedrungene
Fremdkörper blockiert, so verringert sich die am Motor 521 abfallende Spannung wegen
des Wegfalls der Gegen-EMK, und die Spannung des Verbindungspunkts 56 nähert sicderjenigen
des Speiseleiters 12. Dieselbe Auswirkung hat ein zumindest teilweiser Kurzschluß
innerhalb eines Motors 521 oder ein Kurzschluß zwischen Speiseleiter 12 und Signalleiter
14 der Linie L11. In allen diesen Fällen steigt die Spannung des Verbindungspunkts
56 gegenüber dem Signalleiter 14 um mehr als die Zenerspannung der Zenerdiode 60
an, so daß diese invers leitend wird.
-
Hierdurch wird auch die Spannung des Signalleiters 14 gegenüber
dem
Ruhezustand erhöht, und die in der Zentrale Z in den Signalleiter 14 eingeschaltete
Diode 40 wird in Sperrichtung beaufschlagt. Dadurch fällt der von der Auswerteschaltung
All erfaßte Strom auf Null, und das Meldesignal U' wird abgegeben. Das Meldesignal
U' zeigt also abweichend vom Unterbrechungssignal U der Auswerteschaltung A12 außer
einer Unterbrechung (im Falle der Linie L11 einer Unterbrechung des Signalleiters
14 oder des Rückleiters 16) auch weitere Störungsfälle an, insbesondere eine Widerstandsverringerung
der als zu überwachende Schaltungselemente vorgesehenen Motoren 521.
-
Im vorstehend betrachteten Fall eines Kurzschlusses in einem Motor
521 wird der in Reihe mit ihm geschaltete Widerstand 58 mit einer gegenüber dem
Ruhezustand annähernd verdoppelten Spannung beaufschlagt, wodurch die in ihm umgesetzte
Verlustleistung wesentlich größer als seine Nennleistung wird. Um eine Schädigung
zu vermeiden, ist es daher zweckmäßig, in Abhängigkeit vom Vorliegen des Meldesignals
U' der Auswerteschaltung All den Schalter 26 zu öffnen, wie dies durch eine gestrichelte
Verbindung angedeutet ist. Ebenfalls kann vorgesehen sein, daß der Schalter 26 in
Abhängigkeit vom Vorliegen des Feuermeldesignals F der Auswerteschaltung A12 geöffnet
werden kann, da nach der Erzeugung eines Feuermeldesignals F eine weitere Zufuhr
von Umgebungsluft zu dem angesprochenen elektronischen Melder D nicht mehr erforderlich
ist und im Gegenteil das Eindringen eines Feuers in den betroffenen Melder Mill
begünstigen könnte.
-
Weitere zu meldende Störungen der zu überwachenden Motoren 521 können
eine Unterbrechung des Motorstromkreises und ggf. auch eine auf einer thermischen
Oberhitzung infolge Überlastung beruhende Widerstandserhöhung sein. In diesem Fall
sinkt die Spannung am Verbindungspunkt 56 von Motor 521 und Widerstand 58 ab, die
Zenerdiode 60 des entsprechenden Melders M111 wird in Vorwärtsrichtung leitend,
und es ergibt sich ein gegenüber dem Ruhestrom des Signalleiters 14 zusätzlicher
Strom durch diesen,
der über die Zenerdiode 60 und den Widerstand
58 des betroffenen Melders M111 fließt. Der zusätzliche Strom wird von der zugeordneten
Auswerteschaltung All erfaßt, wodurch diese das Meldesignal F' erzeugt. Damit der
zum Meldesignal F' führende zusätzliche Strom leicht vom Ruhestrom unterscheidbar
ist und auch, um einen geringen Ruhestromverbrauch zu erzielen, hat der zwischen
den Signalleiter 14 und den Rückleiter 16 geschaltete Widerstand 42 zweckmäßig wie
im Ausführungsbeispiel einen gegenüber den Widerstandswerten der Widerstände 58
mehrfach größeren Widerstandswert.
-
Im Falle eines Kurzschlusses zwischen dem Signalleiter 14 und dem
Rückleiter 16 der Linie L11 erzeugt die zugeordnete Auswerteschaltung All ein Kurzschlußsignal
K' in gleicher Weise, wie bei einem Kurzschluß zwischen zusätzlichem Leiter 44 und
Rückleiter 16 von der der Linie L12 zugeordneten Auswerteschaltung A12 das Kurzschlußsignal
K erzeugt wird.
-
Wie durch den zusätzlich an die Linie L11 angeschlossenen Melder M112
dargestellt, kann an die Linie L11 zusätzlich zu den Meldern M111 oder anstelle
von diesen auch mindestens ein Melder angeschlossen sein, bei dem anstelle des Motors
521 ein anderes auf Widerstandsverringerung und Widerstandserhöhung, insbesondere
auch auf Leitendwerden oder Kurzschluß sowie auf Unterbrechung überwachbares, widerstandsbehaftetes
Schaltungselement vorgesehen sein. So ist im Melder M112 ein einfacher Widerstand
521' als ein solches Schaltungselement gezeigt. Es ist ohne weiteres denkbar, anstelle
dieses Widerstands 521' andere Schaltungselemente vorzusehen, beispielsweise einen
Türhaltemagneten, der im Falle des Vorliegens eines Feuermeldesignals F abgeschaltet
wird und dadurch das SchlieBen einer Feuerschutztür bewirkt, oder eine sonstige,
durch Abschaltung des Speisestroms aktivierbare Vorrichtung zur Brandbekämpfung.
-
Bei den Meldern M111 ist durch die Kennwerte der Zenerdiode 60 jeweils
ein oberer und ein unterer Schwellenwert vorgegeben, oberhalb bzw. unterhalb von
dem eine Widerstandsverringerung bzw. eine Widerstandserhöhung des überwachten Motors
521 zu einer Meldung führen kann. Beim Ausführungsbeispiel hat die Zenerdiode 60
eine Vorwärtsspannung von 0,5 V und eine Zenerspannung von 5,6 V, so daß die Erhöhung
der Spannung des Verbindungspunkls 56 gegenüber dem Signalleiter 14 mindestens 5,6
V und die Verringerung der Spannung des Verbindungspunkts 56 mindestens 0,5 V betragen
muß, um ausgewertet werden zu können.
-
Durch andere Wahl der Vorwärts spannung und der Zenerspannung der
Zenerdiode 60 bzw. eines sich in entsprechender Weise verhaltenden Zweipols können
die beiden genannten Schwellenwerte ohne weiteres in der je nach Anwendungsfall
gewünschten Weise beeinflußt werden. Ein Beispiels hierfür zeigt wiederum der zusätzliche
Melder M112.
-
Im Melder M112 ist zwischen den Signalleiter 14 und den Verbindungspunkt
56 des zu überwachenden Widerstands 521' und des in Reihe mit ihm geschalteten Widerstands
58 ein Zweipol geschaltet, der aus der Antiparallelschaltung einer Diode 601 und
zweier in Reihe geschalteter Dioden 602 besteht. Eine Widerstandsverringerung des
Widerstands 521' wird hierdurch nur erfaßt, wenn die sich dadurch ergebende Spannungserhöhrung
am Verbindungspunkt 56 mindestens so groß ist wie die Summe der Vorwärtsspannungen
der Dioden 602, während eine Widerstandserhöhung nur erfaßt wird, wenn die sich
hierdurch ergebende Spannungsverringerung am Verbindungspunkt 56 mindestens der
Vorwärtsspannung der Diode 601 entspricht. Es ist ohne weiteres einsehbar, daß eine
weitere Abänderung dieser Schwellenwerte beispielsweise dadurch erfolgen kann, daß
mit der Diode 601 eine weitere Diode in Reihe geschaltet wird, daß eine der Dioden
602 entfällt und/oder daß anstelle der Dioden 601, 602 andere Dioden mit unterschiedlichen
Vorwärtsspannungen verwendet werden.
-
Der an die Linie L2 angeschlossene Melder M2 weist als zu überwachendes
Schaltungselement einen temperaturabhängigen Widerstand 522 auf. Dessen Überwachung
auf Widerstandserhöhung und Widerstandsverringerung erfolgt in entsprechender Weise,
wie dies für die Melder M111, M112 vorstehend beschrieben wurde; bei einer Widerstandsverringerung
des Widerstands 522 über einen vorgegebenen Schwellenwert hinaus wird das Meldesignal
U' in der zugeordneten Auswerteschaltung A2 erzeugt, während dort bei einer Widerstandserhöhung
des Widerstands 522 und eine entsprechende Verringerung der Spannung am Verbindungspunkt
56 unter einen vorgegebenen unteren Schwellenwert hinaus das Meldesignal F' erzeugt
wird. Bei einem Kurzschluß zwischen Signalleiter 14 und Rückleiter 16 der Linie
L2 wird das Kurzschlußsignal K' in der Auswerteschaltung A2 erzeugt. Hierdurch ist
insgesamt eine Temperaturmeldeeinrichtung geschaffen, die die Temperatur am Ort
des Melders M2 sowohl auf ein Ansteigen über einen vorgegebenen oberen Schwellenwert
als auch auf ein Abfallen unter einen vorgegebenen unteren Schwellenwert überwacht.
-
Bei dem an die Linie L3 angeschlossenen Melder M3 ist als zu überwachendes
Schaltungselement ein veränderlicher Widerstand 523 vorgesehen, der beispielsweise
von einer ihrerseits zu überwachenden Vorrichtung gesteuert sein kann; in der Praxis
kann der Widerstand 523 von einem steuerbaren elektronischen Schaltungselement,
beispielsweise einem Transistor, gebildet sein.
-
Auch hierbei ist eine Überwachung des Widerstands 5i3 bzw.
-
eines Betriebsparameters der ihn steuernden Vorrichtung auf das Überschreiten
eines oberen Schwellenwerts und das Unterschreiten eines unteren Schwellenwerts
in entsprechender Weise möglich, wie dies vorstehend für den Melder M2 beschrieben
wurde.
-
Anhand der Linie L3, des an sie angeschlossenen Melders M3 und der
zugehörigen Auswerteschaltung A3 ist auch dargestellt, daß zur Speisung des Signalleiters
14 eine Spannungsquelle verwendet werden kann, deren Spannung - im Ausführungsbeispiel
12 V -höher ist als die,Fprupp; zu ,ie,AusfClhrunRsbeispiel 6 V - des
Speiseleiters
12. In diesem Falle genügt es, in der Zentrale Z in den Signalleiter 14 einen Widerstand
62 einzuschalten, der mit dem zwischen den Signalleiter 14 und den Rückleiter 16
geschalteten Widerstand 42 einen Spannungsteiler bildet. Außer durch verstellbare
Ausbildung des Widerstands 58 des Melders M3 kann in diesem Fall durch verstellbare
Ausbildung eines der Widerstände 42, 62, im Ausführungsbeispiel durch Verstellbarkeit
des Widerstands 42, eine zumindest annähernde Übereinstimmung der Spannungen des
Signal leiters 14 und des Verbindungspunkts 56 im Ruhezustand hergestellt werden,
und durch geringfügige Abweichung zwischen den genannten Spannungen im Ruhezustand
können auch die vorstehend erläuterten oberen und unteren Schwellenwerte beeinflußt
werden.
-
Abänderungen gegenüber den dargestellten Linien L11, L2, L3 und den
hieran angeschlossenen Meldern M111, M112, M2, M3 sind außer in den bereits erwähnten
Fällen in vielfältiger sonstiger Weise möglich. Beispielsweise ist ohne weiteres
einsehbar, daß anstelle einer Speisung mit Gleichspannung auch eine Speisung mit
Wechselspannung erfolgen kann. In diesem Falle wird zweckmäßig für die Speisung
der Signalleiter 14 eine mit der Spannung der Speiseleiter 12 hinsichtlich ihrer
Phasenlage übereinstimmende Spannung verwendet. Weiter ist es nicht unbedingt erforderlich,
daß in der dargestellten Weise die Speiseleiter 12 an die Zentrale Z angeschlossen
und dort mit Spannung versorgt sind. Vielmehr kann der Speiseleiter 12 auch jeweils
an eine entfernt von der Zentrale Z angeordnete Spannungsquelle angeschlossen sein,
bei Speisung mit Wechselstrom beispielsweise an einen aus dem Netz gespeisten Transformator.
-
Leerseite