DE2754319C2 - Vorrichtung zum Abtasten von Markierungen an Flaschenhälsen - Google Patents
Vorrichtung zum Abtasten von Markierungen an FlaschenhälsenInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abtasten von auf Folien am Flaschenhals vorgesehenen
Markierungen in einer Flaschenetikettiermaschine, mit einem nach dem Autokollimationsprinzip arbeitenden
fotoelektrischen Tastkopf, welcher eine Lichtquelle und eine Optik zur Beleuchtung der Folie am Flaschenhals,
einen halbdurchiässigen Spiegel im Strahlengang, ein lichtempfindliches Element und einen hieran angeschlossenen
Verstärker enthält.
Die auf Folien am Flaschenhals beispielsweise aufgedruckten Matkierungen dienen zum Festlegen der
Flaschenstellung beim Etikettiervorgang in der Flaschenetikettiermaschine.
Beim Erfassen der Flaschenstellung wird dabei das unterschiedliche Reflexionsvermögen
von Markierung und umgebender Folie ausgenutzt.
Bei einer bekannten, oben beschriebenen Vorrichtung erfolgt das Abtasten der Markierungen durch fotoelektrische
Tastköpfe, weiche nach dem Autokollimationsprinzip arbeiten. Dabei wird das von der Lichtquelle
ausgesandte Licht durch den halbdurchlässigen Spiegel über die Optik auf die am Flaschenhals befindliche Folie
mit der Markierung geworfen. Das von der Folie reflektierte Licht kehrt durch dieselbe Optik zu dem b%
halbdurchiässigen Spiel zurück und wird von dort zu dem lichtempfindlichen Element gelenkt. Das lichtempfindliche
Element gibt eine der reflektierten Lichtmenge entsprechende Ausgangsspannung ab, weiche in dem
angeschlossenen Verstärker auf die für die Weiterverarbeitung erforderliche Ausgangsspannung des Tastkopfes
angehoben wird.
Bei dem Aufbringen der Folien auf den Flaschenhals können störende Falten auftreten. Je nach Beschaffenheit
des Materials der Folien, z. B. Farbe und Rauhigkeit der Folienoberfläche, und der Farbe der Markierung ist
mit der bekannten Vorrichtung eine sichere Unterscheidung von Markierung und Falten im Folienmaterial
nicht möglich. Die Falten können ein Wegspiegeln des auf die Folie auftreffenden Lichtstrahls bewirken und so
eine gar nicht vorhandene Markierung vortäuschen.
Durch die DE-OS 23 02 734 ist eine Vorrichtung zur Abtastung eines Farbmusters und zur Erzeugung eines
Codesignals bekannt geworden, bei welcher zwei Lichtleiter beidseils einer Optik derart unter einem
genauen Winkel angeordnet sind, daß sie sowohl direkt reflektiertes als auch diffus reflektiertes Licht von einer
in einem genauen Abstand angeordneten Ebene aufnehmen, um zwei optische Detektoren zu speisen,
welche ihrerseits auf eine logische Schaltung zur Ausbildung eines quantisierten Ausgangssignals für
einen Speicher geschallet sind. Jeder der Detektoren soll dabei möglichst genau dasselbe Signa! empfangen.
Reflexionswinkel und Abstand der Abtastvorrichtung zu der abgetasteten Fläche müssen für das einwandfreie
Arbeiten der Vorrichtung genau eingehalten werden. Für eine einwandfreie Erkennung der Markierungen auf
den Folien am Flaschenhals auch bei Auftreten von Falten im Folienmaterial und bei unterschiedlichen
Neigungen der an der Abtastvorrichtung vorbeilaufenden Flaschen bzw. bei einer Taumelbewegung der
Flaschen ist die Vorrichtung nicht vorgesehen noch geeignet.
Weiter ist durch die DE-AS 11 85 956 eine Abtastvorrichtung
bekannt geworden, Dei welcher ein lichtempfindliches Element zentral in der Optik und zur
reflektierenden Fläche vorgezogen angeordnet ist. Das lichtempfindliche Element erhält ausschließlich gerichtet
reflekliertcs Licht.
Schließlich ist durch die Literalurstelle IBM Technical
Disclosure Bulletin. Vol. 6, Nr. 8, Januar 1964, Seite 63 eine Abtastvorrichtung bekannt geworden, bei welcher
mit Hilfe einer Sammellinse Licht senkrecht auf eine reflektierende Ebene gerichtet wird und von zwei
Fotoleitern unter Zwischenschaltung von genau unter einem Winkel angeordneten Sammellinsen wieder
aufgenommen wird. Es wird nur immer ein bestimmter Ausschnitt abgetastet, und die Ausgangssignale der
Fotoleiter sind von dem Winkel der zugehörigen Optik abhängig. Als Abtastvorrichtung für Flaschenhalsfolien
ist die Vorrichtung nicht geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu
schaffen, mit welcher eine einwandfreie Erkennung der Markierungen auf den Folien am Flaschenhals auch bei
Auftreten von Falten im Folienmaterial sicher möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am oberen und am unteren Rand der Optik je ein
lichtempfindliches Element auf einer Linie parallel zur Flaschenachse und diametral zur Optik angeordnet ist,
und daß die Ausgänge der lichtempfindlichen Elemente auf einen summierenden Verstärker geschaltet sind.
Das von der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Hilfe der Lichtquelle, des halbdurchlässigen Spiegels
und der Optik auf die abzutastende Folie geworfene
Licht wird diffus zu den beiden lichtempfindlichen Elementen am Rand der Optik reflektiert
Die Ausgangsspannungen der beiden lichtempfindlichen
Elemente werden in dem summierenden Verstärker addiert. Beim Auftreten von Falten wird das eine
lichtempfindliche Element stärker und das andere lichtempfindliche Element schwächer mit diffusem Licht
beaufschlagt. Die Summe der Ausgangsspannungdi der
beiden lichtempfindlichen Elemente bleibt jedoch im wesentlichen kostant, so daß einwandfreies Abtasten
durch Falten nicht mehr beeinträchtigt wird. Hingegen werden bei Erscheinen einer Markierung beide
lichtempfindlichen Elemente abgedunkelt, wobei eine wesentliche Änderung der Ausgangsspannung des
summierenden Verstärkers eintritt und dadurch eine Erkennung der Markierung erst möglich ist.
Durch die Anordnung der lichtempfindlichen Elemente auf einer Linie parallel zur Flaschenachse und
diametral zur Optik wird ein optimales Signal-Rauschverhältnis im Ausgang des Tastkopfes erzielt.
Da der fotoelektrische Tastkopf in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung diffus reflektiertes Licht erfaßt, hat auch eine ungenaue Ausrichtung der Flasche auf die
optische Achse des Tastkopfes, welche beispielsweise bei Taumelbewegungen der Flasche auftreten kann,
keinen wesentlichen Einfluß mehr auf das Abtastergebnis. Vielmehr können Markierungen auch einwandfrei
erkannt werden, wenn die Flaschenachse nicht genau in der optischen Achse des fotoelektrischen Tastkcpfes
liegt.
Die lichtempfindlichen Elemente können je nach Bedarf außerhalb der Optik oder innerhalb der Optik
angeordnet sein.
Bei der Verarbeitung unterschiedlicher Flaschen und Folienarten in einer Flaschenetikettiermaschine können
Folienarten vorkommen, bei denen der mit diffuser Reflexion arbeitende fotoelektrische Tastkopf keine für
die Weiterverarbeitung ausreichende Ausgangsspannung liefert. Für diesen Fall ist gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung eine IJmschaltmöglichkeit auf Betrieb nach dem bekannten Autokcllimalionsverfahren
vorgesehen, welches gerade in diesem Sonderfall für die Erkennung der Markierungen ausreichende Ausgangsspannungen
liefert.
Diese Umschaltung kann dadurch bewirkt werden, daß entweder zwischen dem Verstärker im Tastkopf
und dem summierenden Verstärker sowie dem Ausgang des Tastkopfes ein Umschalter vorgesehen ist, oder daß
der Verstärker im Tastkopf auch als summierender Verstärker Verwendung findet und im Eingang des
Verstärkers im Tastkopf ein Umschalter zum wahlweisen Umschalten auf das lichtempfindliche Element im
Tastkopf und auf die beiden am Rand der Optik angeordneten lichtempfindlichen Elemente vorgesehen
ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher
beschrieben. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit in Abtastposition befindlicher bo
Flasche,
F i g. 2 eine Draufsicht auf eine Markierung auf einer Folie am Flaschenhals, gesehen in Richtung der
optischen Achse des Tastkopfes,
Fig.3 ein Prinzipschaltbild einer Schaltung zum es
Verstärken der Ausgangsspannungen der lichtempfindlichen Elemente in der Vorrichtung nach F i g. 1 und
Fig.4 ein PrinziDschaltbild einer weiteren Ausführungsform
der Schaltung nach F i g. 3.
F i g. 1 zeigt eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Abtasten von auf
Fo'ien am Flaschenhals vorgesehenen Markierungen. Eine Flasche 1 befindet sich derart vor einem
fotoelektrischen Abtastkopf 2, daß die Längsachse 3 der Flasche 1 und die optische Achse 4 des Abtastkopfes 2
einander schneiden. Eine Lichtquelle 5, vorzugsweise eine Glühlampe, in dem Abtastkopf 2 wirft durch eine
Optik 6 des Abtastkopfes 2 Licht auf eine Folie 7 am Hals der Flasche 1.
Am oberen und unteren Rand der Optik 6 befindet sich jeweils ein lichtempfindliches Element 8 und 9. Die
lichtempfindlichen Elemente 8 und 9 sind vorzugsweise Fotoelemente und nehmen von der Folie 7 diffus
reflektiertes Licht auf.
Der in Fig. 1 dargestellte Tastkopf enthält weiter einen halbdurchlässigen Spiegel 10, welcher zwar das
von der Lichtquelle 5 kommende Licht zur Optik 6 durchläßt, durch die Optik 6 zurückgehendes Licht
jedoch teilweise zu einem weiteren lichtempfindlichen Element 11, vorzugsweise ebenfalls ein Fotoelement,
ablenkt. Der Ausgang des lichtempfindlichen Elements
11 ist auf einen Verstärker 12 geschaltet, dessen Ausgang seinerseits auf den Ausgang 13 des Tastkopfes
geschaltet ist.
F i g. 2 zeigt die am Flaschenhals angebrachte Folie in Richtung der optischen Achse 4 des Tastkopfes 2
gesehen. Am unteren Ende der Folie ist eine Markierung 14 zu erkennen. Mit Hilfe der hier
beschriebenen Vorrichtung wird die Markierung 14 erfaßt und im Verlauf des Etikettiervorgangs dafür
gesorgt, daß weitere Etiketten genau ausgerichtet mit der Markierung 14 aufgebracht werden.
F i g. 3 zeigt die Schaltung der lichtempfindlichen Elemente 8 und 9 auf einen Verstärker. Die Ausgänge
der lichtempfindlichen Elemente 8 und 9 sind über Leitungen 16 und 17 auf Widerstände 18 und 19
geschaltet. Die Ausgänge der Widerstände 18 und 19 sind zu einem Summierungspunkt 20 zusammengeschaltet
und zu einem Verstärker 21 weitergeführt. Der Ausgang des Verstärkers 21 kann unmittelbar zum
Ausgang 13 dts Tastkopfes 2 geführt sein, oder es kann zwischen dem Ausgang 13 des Tastkopfes 2 und dem
Ausgang des Verstärkers 21 ein Umschalter 22 vorgesehen sein, welcher es ermöglicht, auf den
Ausgang 13 des Tastkopfes 2 wahlweise den Ausgang des Verstärkers 21 oder den Ausgang des Verstärkers
12 zu schalten. Hiermit wird ermöglicht, den Tastkopf wahlweise im Betrieb mit diffus reflektiertem Licht und
im Autokollimationsbetrieb zu betreiben.
F i g. 4 zeigt das Schaltbild für eine andere Möglichkeit der Umschaltung zwischen Betrieb mit diffus
reflektiertem Licht und Autokollimationsbetrieb. In diesem Fall findet der erste Verstärker 12 auch als
summierender Verstärker Verwendung. Im Eingang des Verstärkers 12 ist ein Umschalter 23 vorgesehen,
welcher es ermöglicht, wahlweise den Summierungspunkt 20 oder den Ausgang eines dem lichtempfindlichen
Element 11 nachgeschalteten Widerstand 24 auf den Eingang des Verstärkers 12 zu schalten. Der
Ausgang des Verstärkers 12 ist direkt mit dem Ausgang des Tastkopfes 2 verbunden. Es versteht sich, daß die
Umschalter 22 und 23 sowohl mechanisch als auch elektronisch ausgeführt sein können.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Vorrichtung zum Abtasten von auf Folien am Flaschenhals vorgesehenen
Markierungen ist folgende. Mit Hilfe der Lichtauelle 5
»üÄSSi,.. ,...ϋ',ΐνί.,·,!...
wird durch den halbdurchlässigen Spiegel 10 und über die Optik 6 ein Lichtstrahl auf die Folie am Flaschenhals
gerichtet. Die Folie reflektiert das auftreffende Licht diffus zu den lichtempfindlichen Elementen 8 und 9,
deren Ausgangsspannungen mit Hilfe des Verstärkers 21 bzw. 12 summiert werden. Die Ausgangsspannung
des Verstärkers 21 bzw. 12 zeigt ihrerseits einen charakteristischen Anstieg bzw. eine klar erkennbare
Spitze nur für den Fall, daß sich eine Markierung 14 im Auftreffbereich des Lichtes von der Lichtquelle 5
befindet. Diese charakteristische Spannungserhöhung bzw. Spitze in der Ausgangsspannung des Verstärkers
ist selbst dann noch eindeutig zu erkennen, wenn die Achse 3 der Flasche 1 beispielsweise infolge von
Taumelbewegungen gegenüber der optischen Achse 4 des Tastkopfes 2 seitlich verschoben ist.
Für den besonderen Fall, daß bei bestimmten Folienarten keine für die einwandfreie Erkennung
ausreichende Spannung am Ausgang des summierenden Verstärkers 21 bzw. 12 auftritt, besteht die Möglichkeit,
den Tastkopf 2 auf Autokollimationsbetrieb umzuschalten, wie es im Zusammenhang mit den Fig.3 und 4
näher beschrieben worden ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Abtasten von auf Folien am Flaschenhals vorgesehenen Markierungen in einer
Flaschenetikettiermaschine, mit einem nach dem Autokollimationsprinzip arbeitenden fotoelektrischen
TastkO'pf, welcher eine Lichtquelle und eine Optik zur Befeuchtung der Folie am Flaschenhals,
einen halbdurchlässigen Spiegel im Strahlengang, ein lichtempfindliches Element und einen hieran
angeschlossenen Verstärker enthält, dadurch
gekennzeichnet, daß am oberen und am unteren Rand der Optik (6) je ein lichtempfindliches
Element (8, 9) auf einer Linie parallel zur Flaschenachse (3) und diametral znr Optik (6)
angeordnet ist, und daß die Ausgänge der lichtempfindlichen Elemente (8, 9) auf einen summierenden
Verstärker (21) geschaltet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindlichen Elemente (8, 9)
außerhalb der Optik (6) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindlichen Elemente (8, 9)
innerhalb der Optik angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Verstärker (12) im Tastkopf (2) ein Umschalter (22) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärker (12) im zo
Tastkopf (2) auch als summierender Verstärker Verwendung findet und im Eingang des Verstärkers
(12) im Tastkopf (2) ein Umschalter (23) zum wahlweisen Umschalten auf das lichtempfindliche
Element (II) im Tastkopf (2) und auf die beiden am Rand der Optik (6) angeordneten lichtempfindlichen
Elemente (8,9) vorgesehen ist.
Priority Applications (8)
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ID=6025420
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| FR (1) | FR2411445A1 (de) |
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