Die Erfindung bezieht sich auf einen Zweidraht-Meßumformer der
im Oberbegriff des Patentanspruches 1 beschriebenen, aus der
DE 25 41 908 C2 bekannten Art.
Bisher wurden Zweidraht-Meßumformer zur Überwachung verschiedener
Zustände an entfernten Stellen verwendet. Der Zweidraht-
Meßumformer ist über zwei Übertragungsleitungen mit einer
Spannungsquelle und einer Last, die an einer anderen Stelle
angeordnet sind in Reihe geschaltet. Ändert sich der zu überwachende
Zustand am Meßumformer, so ändert sich der wirksame
Reihenwiderstand am Meßumformer und damit der vom Meßumformer
gezogene Strom, der den zu überwachenden Zustand wiedergibt.
Zweidraht-Meßumformer dieser Art sind für geringen Leistungsverbrauch
ausgelegt, da die an der entfernten Stelle zur Verfügung
stehende Leistung begrenzt sein kann. In manchen Fällen
kann es auch notwendig sein, daß der Zweidraht-Meßumformer
eigensicher ist, so daß der auch in explosionsgefährdeter Umgebung
zur Überwachung von Zuständen verwendet werden kann. Unter
diesen Umständen wird die üblicherweise mit einem niedrigen
Leistungsverbrauch einhergehende niedrige Energie wichtig,
um die Möglichkeit einer Zündung und Explosion auszuschließen.
Die bekannten Zweidraht-Meßumformer können zwar zur Überwachung
verschiedener Arten von Zuständen verwendet werden, die
herkömmliche HF-Leitwertmessung ist jedoch für Zweidraht-Meßumformer
aus folgenden Gründen nachteilig.
Wenn zwischen einer Meßelektrode und einer Bezugsfläche, beispielsweise
einem mit Masse verbundenen Behälter, der HF-Leitwert
gemessen wird, wird hinsichtlich des Leistungsverbrauchs
der zur Kapazität zwischen der Meßelektrode und dem mit Masse
verbundenen Behälter parallel liegende Widerstand sehr wichtig.
Bisher wurde allgemein angenommen, daß in einer ausreichend
großen Zahl von Anwendungsfällen der Shuntwiderstand
ausreichend gering ist, so daß die bei einem Strom von 4 mA
gelieferte Leistung bei einem 4-20 mA-Zweidraht-Meßumformersystem
nicht ausreicht, um den Meßumformer mit Leistung zu
versorgen. Mit anderen Worten, der Shuntwiderstand allein kann
mehr Leistung verbrauchen, als in dem Zustand, in dem 4 mA
fließen, zur Verfügung steht, so daß zum Betreiben der Schaltung
des Meßumformers wenig oder keine Leistung übrigbleibt.
Auch bestehen hinsichtlich der Leistung Einschränkungen, wenn
die Leitwert-Meßschaltung batteriegespeist ist.
Damit die Leitwertmessung genau ist, muß eine zuverlässige,
phasenempfindliche Messung bzw. Erfassung angewendet werden.
Um diese Zuverlässigkeit zu gewährleisten, muß eine starke
Spannungsquelle verwendet werden, die sich mit den oben beschriebenen
Forderungen eines Zweidraht-Meßumformers nach
niedriger Leistung und der zur Verfügung stehenden Leistung
nicht verträgt, und zwar wegen des Shuntwiderstandes. Diese
Faktorenkombination beschränkt die Leistung in starkem Maße,
die im allgemeinen zur Erzeugung eines zuverlässigen HF-
Signals von einem geeigneten Oszillator als notwendig betrachtet
wird, um zu gewährleisten, daß der Phasendetektor mit hoher
Zuverlässigkeit arbeitet.
Eine weitere Schwierigkeit, die insbesondere bei Leitwertmessungen
besteht, stellt die Isolation der Brücke dar, in die
der zu messende, unbekannte Leitwert geschaltet ist. Typischer
weise besteht der zu messende, unbekannte Leitwert zwischen
einer Meßelektrode und Masse, wie in den US-PSen 37 81 672
und 37 06 980 beschrieben. Jedoch kann eine Spannungsquelle
an einem von der Brücke entfernten Ort, wie im Falle
des Zweidraht-Meßumformers, nicht derart mit Masse verbunden
werden, wie es für die Brücke erforderlich ist. Die auf den
Leitwert ansprechende Schaltung oder wenigstens die Leitwert-
Meßsonde muß daher von der Spannungsquelle isoliert werden, so
daß sie unabhängig von der Spannungsquelle mit Masse bzw. Erde
verbunden werden kann. Dies gilt auch für die auf den Leitwert
ansprechenden Schaltungen mit einem Oszillator mit variabler
Frequenz, beispielsweise der in der US-PS 38 07 231 beschriebenen
Art. Wird die Spannung an dem unbekannten Leitwert bzw.
Widerstand vermindert, um den Leistungsverbrauch auf ein Minimum
zu beschränken, so muß darüber hinaus das das Ungleichgewicht
der Brücke darstellende Signal, nämlich die Diagonal
spannung, verstärkt werden. Es besteht daher das Problem der
Schaffung einer isolierten Spannungsquelle für eine derartige
Verstärkung.
Weitere Schwierigkeiten bestehen bezüglich einer linearen und
stabilen Eichung des Leitwert-Meßsystems. Es ist weiter wichtig,
ein System zu schaffen, das mit verschiedenen Arten von
Sonden und verschiedenen, hiermit verbundenen Kabeln unter
schiedlicher Länge arbeitet, ohne daß die Leitwertmessung dadurch
nachteilig beeinflußt wird. In sehr großem Maße treten
die obigen Schwierigkeiten dann auf, wenn das System zur Über
wachung des Zustandes von Materialien batteriegespeist ist.
Unter diesen Umständen ist die zur Verfügung stehende Leistung
wiederum begrenzt.
Aus der eingangs erwähnten DE 25 41 908 C2 ist ein Zweidraht-
Meßumformer zur Überwachung des Zustandes von Materialien bekannt,
der auf durch Kapazitätsänderungen des zu überwachenden
Materials verursachte Leitwertänderungen anspricht und über
zwei Übertragungsleitungen mit einer Spannungsquelle und einer
Last verbunden ist. Der Zweidraht-Meßumformer einerseits und
die Spannungsquelle und die Last andererseits sind an unter
schiedlichen Stellen angeordnet, wobei die Übertragungsleitungen
einen dem Zustand des zu überwachenden Materials entsprechenden
Strom führen. Der Zweidraht-Meßumformer umfaßt einen
Hochfrequenz-Signalgenerator, der einen Oszillator mit Reso
nanzkreis aufweist. Dieser Resonanzkreis schließt eine Brücke
ein, wobei die von der Meßsonde gemessene Impedanz einen Arm
der Brücke darstellt, so daß das Ungleichgewicht der Brücke
dem Zustand der zu überwachenden Materialien entspricht. An
diese Brücke ist eine Ausgangsschaltung angeschlossen, die den
Stromfluß durch die Übertragungsleitungen entsprechend dem Un
gleichgewicht der Brücke ändert. Mit Hilfe dieses Zweidraht-
Meßumformers können die vorstehend erläuterten Probleme beseitigt
werden.
Eine andere Schwierigkeit besteht jedoch in dem niedrigen Pegel
analoger Signale, die von einem Leitwert-Meßsystem erzeugt
werden. Analogsignale mit niedrigem Pegel sind insbesondere
dann schwierig zu verarbeiten, wenn eine hohe Genauigkeit er
reicht werden soll. In einem großen Maße treten die erwähnten
Schwierigkeiten dann auf, wenn die Schaltung zur Überwachung
des Zustands von Materialien eine batteriegespeiste Einheit
sowie einen Zweidraht-Meßumformer enthält. Unter diesen Um
ständen ist die zur Verfügung stehende Leistung wiederum
begrenzt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, den Zweidraht-Meßumformer der
eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß selbst bei Analog
signalen mit niedrigem Pegel des Leitwert-Meßsystems eine
hohe Meßgenauigkeit erzielt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen hiervon sind Gegenstand der
Unteransprüche 2 bis 9.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 den Aufbau einer Leitwert-Meßsonde;
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel einer Leitwert-Meßschaltung
anhand eines Blockschaltbildes und
Fig. 3a und 3b den Zweidraht-Meßumformer anhand eines detaillierten
Schaltbildes, wobei das Schaltbild längs der
Linie X-X geteilt ist.
Wie in Fig. 1 schematisch dargestellt, weist die im Zusammen
hang mit der nachfolgend näher beschriebenen Leitwert-
Meßschaltung verwendete Leitwert-Meßsonde 400 eine Meßelektrode
412 sowie eine Schutzelektrode 410 auf, die neben der Meßelektrode
412 angeordnet ist und diese umgibt. Eine Isolierung 414
umgibt die Meßelektrode 412, so daß die Schutzelektrode 410
gegenüber der Meßelektrode 412 und gegenüber dem mit Masse
verbundenen leitfähigen Behälter 418 isoliert ist. Zur Ver
bindung der Leitwert-Meßsonde 400 mit den Anschlußklemmen der
Leitwert-Meßschaltung dient ein Koaxialkabel 420.
Gemäß Fig. 2 ist der Zweidraht-Meßumformer 10, der im wesent
lichen aus der Leitwert-Meßsonde 400 und der Leitwert-
Meßschaltung besteht, über Übertragungsleitungen 16 und 18, die
an Klemmen 20 und 22 des Zweidraht-Meßumformers 10 angeschlossen
sind, in Reihe mit einer Spannungsquelle 12 und einer von
einem Widerstand gebildeten Last 14 geschaltet, wobei der
Zweidraht-Meßumformer 10 einerseits und die Spannungsquelle 12
und die Last 14 andererseits an unterschiedlichen Stellen an
geordnet sind. Der Zweidraht-Meßumformer 10 spricht dabei auf
durch Kapazitätsänderungen des zu überwachenden Materials 429
(vgl. Fig. 1), wie z. B. einer leitenden Flüssigkeit, verur
sachte Leitwertänderungen an.
Die Klemmen 20 und 22 des Zweidraht-Meßumformers 10 sind
an eine Graetz-Gleichrichterschaltung mit Dioden 70, 72, 74 und 76 angeschlossen.
Mit Hilfe der Dioden der Graetz-
Gleichrichterschaltung kann die Polarität der Klemmen 20 und
22 umgekehrt werden, ohne daß der Meßumformer 10 zerstört oder sein
Betrieb nachteilig beeinflußt wird. Über die Graetz-
Gleichrichterschaltung ist eine Funkenschutz-Zenerdiode 502
geschaltet, durch die die Spannung begrenzt wird, die der
Signalverarbeitungsschaltung zugeführt werden kann.
Der Ausgang der Graetz-Gleichrichterschaltung ist an einen
Spannungsregler 500 angeschlossen, der für verschiedene
Bestandteile des Meßumformers im wesentlichen konstante Spannungen
liefert. Hierdurch werden Meßungenauigkeiten infolge uner
wünschter Änderungen der Speisespannung des Meßumformers vermieden.
Bei dieser Ausführungsform enthält die auf
den Leitwert ansprechende Schaltung einen HF-Oszillator
504, dessen Ausgangsfrequenz durch den Sonden-Masse-
Leitwert der zu überwachenden Materialien bestimmt wird,
der über einen Transformator 506 auf den HF-Oszillator
504 gekoppelt ist. Die Frequenz des HF-Oszillators 504
wird an einer Detektorschaltung 507 mit der Frequenz
eines von einem Bezugs-Oszillator 508 erzeugten Signals ver
glichen, dessen Frequenz durch einen Bezugs-Leitwert be
stimmt wird. Die Einrichtung zur Vorgabe des Bezugs-Leitwerts
enthält als einen einzigen variablen Kondensator 510
gezeigte Stufenkondensatoren und einen Feineinstellkonden
sator 512, die über einen Transformator 514 auf den Bezugs-
Oszillator 508 gekoppelt sind.
Vorzugsweise ist an dem Verbindungspunkt
zwischen dem Feineinstellkondensator 512 und
dem Stufenkondensator 510 eine Ausgleichsklemme vorgesehen.
Dies erlaubt die Verwendung angepaßter Kabelgruppen, die an
die Sonden- und die Ausgleichsklemme angeschlossen werden
können, um die Einflüsse von Änderungen der Kabelparameter
auf die Messungen des Zweidraht-Meßumformers auszuschalten.
Gemäß Fig. 2 bilden der in den HF-Oszillator 504 gekoppelte
Sonden-Masse-Leitwert und der in den Bezugs-Oszillator
508 gekoppelte Bezugs-Leitwert zwei Seiten oder Hälften
einer Leitwert-Brücke. Die aus Änderungen des Sonden-
Masse-Leitwerts herrührende Abweichung vom Abgleich der
Brücke wird durch Messung der Differenz der Signalfrequenzen
der Oszillatoren 504 und 508 an der Detektorschaltung
507 gemessen. Die Detektorschaltung 507
enthält einen als Multiplizierstufe ausgebildeten Frequenzdifferenzdetektor 516, der an ein Tiefpaßfilter
518 angeschlossen ist. Die Detektorschaltung 507 erzeugt somit
ein Signal, das die Differenz zwischen den Eingangsfrequenzen
des HF-Oszillators 504 und des Bezugs-Oszillators 508
wiedergibt.
Das die Frequenzdifferenz darstellende Ausgangssignal des
Tiefpaßfilters 518 wird einem Rechteckverstärker 520 zuge
führt, durch dessen Rückkopplungsschaltung 522 eine Hysterese
aufgeprägt wird, die wesentlich kleiner ist als die
Amplitude des Frequenzdifferenzsignals und wesentlich größer
als die Amplitude der Trägerfrequenzkomponenten. Das Aus
gangssignal des Verstärkers 520 ist ein Rechtecksignal, dessen
Impulsfolgefrequenz gleich ist der Differenz zwischen den Signal
frequenzen des HF-Oszillators 504 und des Bezugs-Oszillators
508.
An den Ausgang des Rechteckverstärkers 520 ist eine Differenzier
schaltung 524 angeschlossen, die Impulse erzeugt, deren
Impulsfolgefrequenz proportional ist der Frequenzdifferenz zwischen dem
Ausgangssignal des HF-Oszillators 504 und dem des Bezugs-
Oszillators 508. Die Differenzierschaltung 524 ist ihrerseits
an einen monostabilen Multivibrator 526 angeschlossen, dessen
Ausgangsimpulse eine konstante Breite haben und deren Impulsfolgefrequenz
gleich ist der Frequenzdifferenz zwischen HF-Oszillator
504 und Bezugs-Oszillator 508. Der mittlere Gleichstromwert
des Impulszuges vom Multivibrator 526 ist proportional seinem
Tastverhältnis; dieser Mittelwert wird durch ein Tief
paßfilter 528 bestimmt, das über ein Feineinstellungspoten
tiometer 531 an eine als Verstärker 530 ausgebildete Ausgangsschaltung angeschlossen
ist. Das Ausgangssignal des Verstärkers 530 steuert den über
einen Transistor 532 und einen mit einem Widerstand 536 in
Reihe liegenden Widerstand 534 fließenden Strom. Bei Änderungen
des durch den Widerstand 536 fließenden Stromes ändert
sich die im Verstärker 530 über einen Widerstand
538 zugeführte Rückkopplungsspannung, so daß der durch
den Widerstand 536 fließende Strom in geschlossener Schleife
geregelt wird. Der durch den Widerstand 536 fließende Strom
stellt seinerseits im wesentlichen den vom Instrument gezogenen
Gesamtstrom dar.
Die Fig. 3a und 3b zeigen die Einzelheiten der Schaltung der
Fig. 2. Gemäß Fig. 3a enthält der Spannungsregler 500
Transistoren 540 und 542. Der Kollektor des Transistors 540
liefert eine geregelte Spannung von +10 V. Der Kollektor
des Transistors 540 ist an den Emitter des Transistors 542
über eine Temperaturkompensationsdiode 544 angeschlossen,
die mit einer umgekehrt gepolten Diode 546 in Reihe liegt.
Der Emitter des Transistors 542 ist über einen Widerstand
548 an eine eine geregelte Spannung führende Schiene ange
schlossen; die Basis des Transistors 542 ist mittels Wider
ständen 550 und 552 vorgespannt. Ein Kondensator 554 wirkt
als Filter für den Spannungsregler 500. Zusätzlich enthält der
Spannungsregler 500 einen Anlaufwiderstand 900 zwischen
einer Schiene B+ und der +10-V-Leitung.
Die +10-V-Schienen-Klemmen des Spannungsreglers 500 sind an
den HF-Oszillator 504 und den Bezugs-Oszillator 508 ange
schlossen (Fig. 3b). Der HF-Oszillator 504 und der
Bezugs-Oszillator 508 sind mit hohem Wirkungsgrad arbeitende
Geräte der Klasse C; sie sind jeweils durch Drosselspulen
556 und 556 und Kondensatoren 560 und 563 entkoppelt. Der HF-
Oszillator 504 enthält zwei Transistoren 562 und 564, deren
Basen durch eine Wicklung 566 miteinander verbunden sind.
Die Wicklung 556 ist magnetisch mit einer zwischen Sonde und
Masse geschalteten Wicklung 568 gekoppelt. Die Wicklung 568
ist ferner mit einer die Kollektoren der Transistoren 562
und 564 miteinander verbindenden Wicklung 570 magnetisch
gekoppelt. Die Mittelanzapfungen der Wicklungen 566 und 570
sind durch einen Widerstand 572 miteinander verbunden.
Wenn der HF-Oszillator 504 nicht schwingt, werden die Transistoren
durch den über den Widerstand 572 fließenden Strom in den
linearen Bereich vorgespannt. Wenn der HF-Oszillator 504 zu
schwingen beginnt, wird durch die Basisgleichrichtung in den Tran
sistoren 562 und 564 der Kondensator 574 zwischen Mittel
anzapfung der Wicklung 566 und dem Verbindungspunkt des Konden
sators 560 mit der Spule 556 aufgeladen, was zu einem
sehr wirksamen Betrieb in Klasse C führt. Die Verbindung
zwischen Spule 556 und Kondensator 560 ist über einen
Widerstand 576 mit den Emittern der Transistoren 563 und 564
verbunden, wodurch die Amplitude der sich ergebenden Strom
impulse abgesenkt und ihre Breite gespreizt wird. Hierdurch
wird die harmonische Verzerrung des Ausgangssignals vermindert.
Die Bauteile des Bezugs-Oszillators 508 sind ähnlich denen
des HF-Oszillators 504. Im einzelnen enthält der Bezugs-Oszillator 508
Transistoren 578 und 580, deren Basen durch eine Wicklung
582 miteinander verbunden sind, die mit einer zwischen Aus
gangsklemme und Masse geschalteten Wicklung 584 magnetisch
gekoppelt ist. Die Kollektoren der Transistoren 578 und 580
sind durch eine weitere Wicklung 586 miteinander verbunden.
Die Mittelanzapfungen der Wicklungen 582 und 586 sind durch
einen Widerstand 588 miteinander verbunden. Der Bezugs-
Oszillator 508 kann ebenfalls in Klasse C arbeiten, weil der
Kondensator 590 aufgeladen wird, der die Transistoren 578
und 580 während des größten Teils des Zyklus ausgeschaltet
hält. Ein zwischen die Emitter der Transistoren 578 und 580
an der Verbindung zwischen Spule 588 und Kondensator 563
geschalteter Widerstand 592 vermindert wie der Widerstand 576
des HF-Oszillators 504 die Amplitude der Stromimpulse
und spreizt ihre Breite.
In der Praxis beträgt der Spitze-Spitze-Wert der an der Wicklung
570 und der Wicklung 586 auftretenden Spannung etwa 40 V,
wobei jedes Ende auf plus und minus 10 V geht. Die Basis-
Basis-Spannungen der Transistoren 562 und 564 und der Tran
sistoren 578 und 580 betragen 4 V (Spitze-Spitze). Da
jede Basis mit 2 V (Spitze-Spitze) gespeist wird, liegt
die Mittelanzapfung der Wicklungen 566 und 582 auf etwa
+1 V gegenüber der Basis des leitenden Transistors oder
etwa +0,3 V gegenüber dem Emitter.
Die Zeitkonstante von Widerstand 572 und Kondensator 574
und die von Widerstand 588 und Kondensator 590 werden so
gewählt, daß sich die Kondensatoren um bzw. auf etwa 0,1 V je
Halbzyklus entladen. Hierdurch wird sichergestellt, daß im
folgenden Halbzyklus ein Impuls auftritt, wenn der Faktor Q
des Schwingkreises wenigstens gleich 5 ist. Jeder Halbzyklus
muß deshalb einen Stromimpuls aufweisen, um eine Pendel- oder
Hüllenmodulation der Ausgangssignale der Oszillatoren zu
verhindern.
Die Oszillatoren 504 und 508 sind also im wesentlichen iden
tisch. Der HF-Oszillator 504 enthält jedoch im Schwing
kreis den Sonden-Leitwert, während der Bezugs-Oszillator 508
den Ausgleichs-Leitwert zwischen Ausgleichsklemme und Masse,
die Feineinstellkapazität 512 und die Stufenkapazität 510
enthält. Der Leitwert des HF-Oszillators 504 und des Bezugs-
Oszillators 508 bildet eine Brücke, wobei das Verhältnis der
Induktivität der Wicklung 568 zur Induktivität der Wicklung
584 bei Brückenabgleich gleich ist dem Verhältnis der zu
sammengefaßten Feineinstellkapazität 512, Stufenkapazität
510 und kapazitivem Teil des Ausgleichs-Leitwertes zum
kapazitivem Teil des Sonden-Leitwertes bei Brückenabgleich.
Weicht die Brücke vom abgeglichenen Zustand ab, so ändert
sich die Frequenz des HF-Oszillators 504, so daß zwischen
der Frequenz des Bezugs-Oszillators 508 und der des Sonden-
Oszillators eine Differenz entsteht. Die von den Oszillatoren
erzeugten Spannungen werden dem Frequenzdifferenzdetektor
516 der Detektorschaltung 507 zugeführt. Je nach
dem Abgleich dieses Frequenzdifferenzdetektors 516 können im Ausgangs
signal Komponenten erscheinen, die proportional sind jeder der
Eingangsfrequenzen, der Summe der Eingangsfrequenzen und
der Differenz zwischen den Eingangsfrequenzen. Von diesen
hat die Differenz zwischen den Eingangsfrequenzen eine
wesentlich geringere Frequenz als jede andere. Somit kann die
Differenzfrequenz durch ein einfaches Tiefpaßfilter aus
gefiltert werden.
Fig. 3b enthält die Multiplizierstufe bzw. der Frequenzdifferenzdetektor
516 einen programmierbaren bzw. steuerbaren Verstärker 600.
Der Vorstrom für den Verstärker
wird durch Widerstände 602 und 604 und einen Kondensator
606 vorgegeben. Diese Bauteile sind so ausgebildet, daß der
Spitzenwert der aus dem HF-Oszillator 504 herrührenden
Komponente durch den Widerstand 604 und den Kondensator 606
etwa gleich ist dem Gleichstromwert von +10 V über den Wider
stand 602. Ein Kondensatoren 608 und 610 enthaltender
Kapazitätsteiler führt einen kleinen Teil der Ausgangsspannung
des Bezugs-Oszillators 508 dem positiven Eingang des
Verstärkers 600 zu, dessen negativer Eingang durch einen
Kondensator 628 auf der Wechselstrom führenden Schiene
gehalten wird. Der Gleichstrom-Arbeitspunkt des Verstärkers
600 wird durch Widerstände 616, 618, 620 und 622 bestimmt.
Die Kapazität eines über den Transformator des HF-Oszillators
504 geschalteten Kondensators 614 ist gleich der
Gesamtkapazität von über den Transformator des Bezugs-
Oszillators 508 geschalteten Kondensatoren 608 und 610.
An die gemeinsame Schiene ist ein Widerstände 624 und 626
und Kondensatoren 628 und 633 enthaltender Tiefpaßfilter
angeschlossen, so daß ein Tiefpaßfilter mit sehr niedriger
Grenzfrequenz im Gleichstrom-Arbeitspunkt des Verstärkers
600 auf die Spannung stabilisiert, die an der Verbindung
zwischen den Widerständen 616 und 618 auftritt. Widerstände
632 und 634 und Kondensatoren 636, 638 und 640 bilden
das Tiefpaßfilter 518, dessen Grenzfrequenz zwischen der
höchsten gewünschten Ausgangsfrequenz und der Arbeits
frequenz des HF-Oszillators 504 und des Bezugs-
Oszillators 508 liegt. Das Tiefpaßfilter 518 erzeugt
zusammen mit dem Rechteckverstärker 520 ein Wechselstrom
signal mit der Differenzfrequenz, das durch den Rechteck
verstärker 520 verstärkt wird, ohne daß ein wesentlicher
Betrag der Trägerfrequenz übertragen würde.
Im folgenden wird anhand Fig. 3a der Quadrier- bzw. Rechteckverstärker
520 näher beschrieben. Die Ausgangsspannung des Tiefpaßfilters
518 wird dem invertierenden oder negativen Eingang
eines Operationsverstärkers 642 des Rechteckverstärkers
520 zugeführt. Dem nichtinvertierenden oder positiven
Eingang des Operationsverstärkers 642 wird eine Bezugs
spannung zugeführt; er ist an den Verbindungspunkt zwischen
den Widerständen 616 und 618 des Frequenzdifferenzdetektors
516 über einen Widerstand 644 angeschlossen. Der über einen
Kondensator 652 mit Masse verbundene Widerstand 644 bildet
zusammen mit einem weiteren Widerstand 646 einen Teiler,
der einen kleinen Teil der Ausgangsspannung des Operations
verstärkers 642 zur Erzielung einer Hysterese auf den
Operationsverstärker 642 rückkoppelt. Die Hysterese des
Rechteckverstärkers 520 ist wesentlich kleiner als die
Amplitude des Frequenzdifferenzsignals und wesentlicher größer
als die Amplitude der Trägerfrequenzkomponenten. Das Ausgangs
signal des Verstärkers 642 hat somit Rechteckform;
seine Frequenz ist gleich der Differenz zwischen den
Frequenzen des Bezugs-Oszillators 508 und des HF-
Oszillators 504. Das Ausgangssignal des Operationsverstärkers
642 wird der Differenzierstufe 524 zugeführt, die einen
Kondensator 648 und einen Widerstand 650 enthält. Der
Ausgang der Differenzierstufe 524 ist über eine Diode 652
mit dem monostabilen Multivibrator 526 verbunden.
Gemäß Fig. 3a enthält der monostabile Multivibrator 526
Feldeffekttransistoren 654, 656 und 658. Ein über die
Diode 652 dem Gate des Transistors 654 zugeführter
positiver Impuls wird durch den Transistor 654 verstärkt
und treibt die Steueranschlüsse der Transistoren 656 und
658 negativ. Hierdurch wird das positive Signal im Transistor
656 verstärkt und ein positives Ausgangssignal erzeugt.
Gleichzeitig wird durch einen Schalter der Stufenkondensator
660 (der Einfachheit halber als variabler Kondensator
gezeigt) gewählt, so daß die Spannung am Gate des Tran
sistors 654 auf einen hohen Pegel, z. B. etwa 10 Volt
ansteigt. Da der Stufenkondensator 660 über die Wider
stände 662 und 664 aufgeladen wird, sinkt die Spannung
am Gate des Transistors 654 exponentiell ab, bis sie die
Schwellenspannung des Transistors 754 erreicht. Gleich
zeitig schaltet der Transistor 654 aus und die Transistoren
656 und 658 erhalten eine positive Steuerspannung, wodurch
das Ausgangssignal nach negativ rückkehrt. Der gewählte
Kondensator treibt das Gate des Transistors 654 stark
negativ, der den Gate-Schutzdioden zugeführte Strom wird
jedoch durch den Widerstand 662 begrenzt, damit die Gate-
Metallisation bei der Kondensatorentladung nicht zerstört
werden kann. Wenn der Wert des Widerstandes 662 wesentlich
kleiner als der des Widerstandes 664 gewählt wird, ist
der monostabile Multivibrator innerhalb eines kleinen Teils
seiner Arbeitszeit für einen weiteren Impuls bereit.
Die vom Stufenkondensator 660 und den Widerständen 662 und
664 bestimmte Zeitkonstante wird so gewählt, daß das Tast
verhältnis des monostabilen Multivibrators im Bereich von
80-90% bei vollem Ausgangssignal liegen kann. Das Aus
gangssignal des Multivibrators 626 ist ein Impulszug,
dessen Impulse eine konstante, durch den Stufenkondensator
660 bestimmte Breite haben. Die Impulsfolgefrequenz ist gleich
der Differenz zwischen den Frequenzen des HF-Oszillators
504 und des Bezugs-Oszillators 508. Der mittlere Gleichstrom
wert dieses Impulszuges ist direkt proportional seinem
Tastverhältnis, das seinerseits direkt proportional ist
der Impulsfolgefrequenz, weil die Impulse konstante Breite haben.
Damit ist der mittlere Gleichstromwert des Impulszuges auch
direkt proportional der Differenz zwischen der Frequenzen
des HF-Oszillators 504 und des Bezugs-Oszillators 508.
Das Ausgangssignal des Multivibrators 526 wird dem im
folgenden anhand Fig. 3a näher zu beschreibenden Ausgangs
verstärker 530 zugeführt. Der Gleichstromwert des Aus
gangssignals des Multivibrators 526 wird durch die Wider
stände 668 und 670 und die Kondensatoren 672 und 674 am
Eingang des Ausgangsverstärkers 530 ausgefiltert. Ein mit
den Widerständen 668 und 670 in Reihe geschalteter Wider
stand 676 hebt die Spannung am Verbindungspunkt der Wider
stände 670 und 676 auf einen Wert innerhalb des Arbeits
bereichs des Operationsverstärkers 678. Die Verbindung
der Widerstände 670 und 676 ist über das Feineinstell
potentiometer 531 (s. auch Fig. 2) und einen hiermit
in Reihe liegenden Widerstand 682 an den positiven Eingang
eines Operationsverstärkers 678 angeschlossen. Ein in Reihe
zwischen Widerstände 686 und 688 geschaltetes Ausgleich
potentiometer 684 dient zur Einstellung des negativen
Eingangs des Operationsverstärkers 678 gleich der Spannung
an der Verbindung des Widerstandes 682 und der Widerstände
690 und 538, wenn vom Multivibrator 526 kein Impulszug
kommt. Infolgedessen liegt am Feineinstellpotentiometer
531 bei Abgleich eine Spannung an, so daß der vom Instrument
gezogene Strom unabhängig von der Feineinstellung ist. Zur
Einstellung des Stroms ist mit dem Widerstand 690 ein
Potentiometer 694 in Reihe geschaltet. Dieser Strom kann
für ein 4-20-mA-Instrument auf 4 mA eingestellt werden, wenn
vom Multivibrator kein Impulszug ansteht. Alternativ kann
ein anderer Strom in einem unterschiedlichen Strombereich
eingestellt werden.
Wie erwähnt, fließt praktisch der gesamte vom Instrument
gezogene Strom über den Widerstand 536, so daß gegenüber
Masse eine dem vom Instrument gezogenen Gesamtstrom
proportionale Spannung erzeugt wird. Diese Spannung wird
über den Widerstand 538 auf den positiven Eingang des
Operationsverstärkers 678 rückgekoppelt. Dieser spricht
auf ein positives Eingangssignal an, indem er den vom
Widerstand 534 und vom Transistor 532 gezogenen Strom erhöht,
so daß der vom Instrument gezogene Gesamtstrom ansteigt,
bis der Spannungsabfall am Widerstand 636 die Spannung am
positiven Eingang des Operationsverstärkers 678 auf die
Spannung am negativen Eingang absenkt. Auf diese Weise
wird der vom Instrument gezogene Gesamtstrom in geschlossener
Schleife geregelt.
Fig. 3a und 3b zeigen den in Fig. 2 dargestellten
Zweidraht-Meßumformer. Die Erfindung läßt sich jedoch auch
bei batteriegespeister Anwendung verwirklichen, wenn die
Rechteckimpulse vom Ausgang des Rechteckverstärkers 520
gezählt oder auf andere Weise integriert und wiedergegeben
werden.