DE2750740A1 - Fluessigkeitsverpackung sowie zuschnitt zu deren herstellung - Google Patents
Fluessigkeitsverpackung sowie zuschnitt zu deren herstellungInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsverpackung, insbesondere für Erfrischungsgetränke, deren Kohlendioxidgehalt hohe Anforderungen an die Verpackung stellt. Die wesentlichste an Erfrischungsgetränke-Verpackungen zu stellende Forderung besteht selbstverständlich in der Abdichtung unter allen Bedingungen. Eine weitere, nahezu ebenso wichtige Forderung ist, daß das im Erfrischungsgetränk enthaltene Kohlendioxid nicht entwichen darf, damit das Getränk "frisch" bleibt.
- Daher muß eine derartige Erfrischungsgetränke-Verpackung dem vom Kohlendioxid verursachten durch standhalten, und das Material der Verpackung, darf nicht durchlässig für Kohlendioxid-Gas sein.
- Die zur Zeit für Erfrischungsgetränke verwendeten Glasfaschen erfüllen die vorstehend genannten Forderungen selbstverständlich vollkommen. Allerdings haben diese Flaschen den Nachteil, daß sie nach Gebrauch an die Getränkefabrik zurückgeliefert und dort vor erneuter Benutzung gereinigt werden müssen.
- Darüber hinaus haben die Glesflaschen ein verhältnismäßig hohes Gewicht, und bei ihrer Behandlung und beim Transport kommt es häufig zum Bruch.
- Wegen dieser Nachteile hat man versucht, statt des Einsatzes von Glasflaschen sogenannte Einwegverpackungen zu entwickeln, die sich nach Gebrauch leicht vernichten lassen. Bekannte Einwegverpackungen sind Blechdosen, die aus einem zylindrischen Mantel aus dünnem Blech bestehen, der an beiden Enden jeweils durch eine dem Zylinderdurchmesser entsprechende Scheibe verschlossen ist, von denen die eine den Boden und die andere den Deckel der Dose bildet. Bei der Herstellung dieser Dose wird so vorgegangen, daß man zunächst das zylindrische Mantelteil herstellt, das nur eine flüssigkeits- und druckdichte Seitennaht aufweist. Danach wird der Deckel befestigt, der eine Aufreißöffnung zum Ausgießen der Flüssigkeit hat. Dieser mit Deckel versehene Zylindermantel wird dann in der Getränkefabrik befüllt, und es wird das Bodenteil befestigt, so daß die flüssigkeits- und druckdichte Dose verkaufsfertig ist.
- Sie braucht nach der Benutzung nicht zurückgegeben zu werden.
- Der Einsatz dieser Blechdosen führt jedoch ebenfalls zu Schwierigkeiten, da ihre Beseitigung mit hohen Kosten verbunden ist. Diese Dosen werden nämlich zur Zeit nicht gesammelt und erneut als Altmaterial benutzt, sondern sie stellen unbrennbaren Abfall dar und bilden somit bei der kommunalen Abfallbeseitigung einen wesentlichen Kostenfaktor.
- Um dieses Abfallproblem zu mildern, hat man auch bereits versucht, Erfrischungsgetränke-Einwegverpackungen aus Kunststoff oder kunststoffbeschichtetem bzw. laminiertem Karton herzustellen, die nach Gebrauch verbrannt werden können. Eine dieser bereits bekannten Verpackungen besteht aus einem Kunststoffbeutel, dessen offenes Ende nach dem Befüllen zugeschweißt wird. Es ist jedoch außerordentlich schwierig, einen aus dünnem, flexiblem Kunststoff hergestellten Beutel bei von außen wirkendem Fingerdruck zu entleeren, ohne daß Teile seines Inhalts verspritzt oder verschüttet werden. Um dies zu verhindern, muß die Verpackung aus steiferem Material hergestellt werden.
- Man hat auch bereits versucht, dosenförmige Einwegverpackungen herzustellen, bei denen das Zylinderteil aus kunststoffbeschichtetem Karton besteht, während Boden und Deckel aus Metall hergestellt wird. Das Zylinderteil wird dabei aus so dickem Material aufgebaut, daß sich eine starre, mit einer Blechdose nahezu vergleichbare Verpackung ergibt. Bei dieser Verpackung verursacht jedoch die Befestigung des Metalldeckels und des Metallbodens an dem im wesentlichen aus Karton bestehenden zylindrischen Mantel große Schwierigkeiten, die bisher nicht überwunden werden konnten.
- Mittels der Erfindung soll eine flüssigkeitsdichte- und druckdichte Verpackung geschaffen werden, bei der alle Teile, d.h.
- Mantel, Boden und Deckel aus dem gleichen Material bestehen, beispielsweise Kunststoff beschichtetem Karton.
- Die Erfindung betrifft somit eine Flüssigkeitsverpackung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
- Bei dieser Flüssigkeitsverpackung besteht das Deckelteil aus zwei der Mantelform folgenden "Lappen", bei deren Übereinanderlegen das Material weder gedehnt noch in Falten gelegt noch auf andere Weise verformt zu werden braucht, da sich jeder der beiden Lappen ohne weiteres in den Innenraum des Mantels biegen läßt und dabei den gesamten en Querschnitt des Zylinders abdeckt. Durch Verschweißen der beiden Lappen entsteht ein stabiler, doppelter Deckel, der darüber hinaus infolge seiner konkaven Form eine besonders gute Druckbeständigkeit aufweist.
- Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
- Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung einen an seinem oberen Ende verschlossenen Zylindermantel.
- Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch das offene Oberteil des Zylindermantels.
- Fig. 3 zeit einen Längsschnitt durch das verschlossene Oberteil des Zylindermantels.
- Fig. 4 zeigt einen Schnitt entlang der Linie IV-IV aus Fig. 3.
- Fig. 5 zeigt im Schnitt eine Flüssigkeitsverpackung, bei der der Boden und der Deckel in der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Weise ausgebildet sind.
- Fig. 6 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem der Boden von einem separaten Teil gebildet wird.
- Fig. 7 zeigt einen Zuschnitt zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Fitissigkeitsverpackung.
- Das Deckeiteii der erfindungsgemäßen Flüssigkeitsverpackung wird gemäß Fig. 1 so gebildet, daß man am Oberteil des Zylindermantels 1 in einander iiberkreuzenden Ebenen, die mit der Seitenlinie des Zylindermantels 1 einen Winkel von 450 bilden (Fig. 2), Schnitte ffillrt. Die Schnittlinien 2 der Ebenen und des Zylindermantels 1 treffen gemäß Fig. 2 unter einem Winkel von 900 aufeinander, und der von den Sciinittlinien 2 begrenzte Teil des Zylindermantels 1 wird entfernt. Außerdem werden am Zylindermantel 1 Faltlinien 3 gebildet, die in Richtung der Verlängerungen der Schnittlinien 2 verlaufen, d.h. die Faltlinien 3 sind entlang der Schnittlinien zwischen den den Zylindermantel 1 schneidenden Ebenen und dem Zylindermantel 1 geführt. Dadurch trennen die Schnittlinien 2 und die Faltlinien 3 vom Zylindermantel die Lappen 4 ab, die den Deckel für den Zylindermantel 1 bilden. Faltet man nämlich diese Lappen 4 um die Faltlinien 3 um 90° nach innen, so erhält man gemäß Fig. 3 und 4 einen die gesamte Öffnung des Zylindermantels 1 verschließenden, doppelten, konkaven Deckel sowie Ecken 5. Wenn die Lappen 4 über ihre gesamte Fläche miteinander verschweißt werden, so entsteht ein flüssigkeitsdichter Deckel, da die beiden Lappen 4 in ihrer Form identisch sind und einander völlig überdecken (In Fig. 8 haben die von den Schnittlinien 2 und den Faltlinien 3 begrenzten Bereiche 4 gleich groß Flächen, weil die Schnittlinien 2 und die Faltlinien 3 kongruente Sinuskurven bilden.), und in dem so gebildeten Deckel verbleiben keine Öffnungen, durch die der Inhalt des Zylindermantels mit der Außenluft in Verbindung treten könnte.
- Das konkave Deckelteil gemäß Fig, 1 und 4 hat darüber hinaus den großen Vorteil, daß sich die Flüssigkeitsverpackung durch Abschneiden der oberen Enden der Ecken 5 leicht öffnen und die Flüssigkeit sich dann ohne Spritzgefatlr ausgießen läßt.
- Bei der in Fig. 5 gezeigten Flüssigkeitsverpackung ist auch der Boden in der in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Weise flCissigkeitsdicht verschlossen. Um dieser Verpackung Standfestigkeit zu geben, ist im Bodenbereich an ihrer Außenseite ein ringförmiges Teil 1' vorgesehen, das eng am Zylindermantel anliegt.
- Dieses Teil 1' kann aus jedem beliebigen, geeigneten Material bestehen, wird jedoch vorzugsweise aus Karton hergestellt.
- Bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel der Flüssigkeitsverpackung ist die Bodenöffnung des Zylindermantels durch einen in seinem Durchmesser dem Zylinderdurchmesser entsprechenden, konvexen "Pfropfen" 9 verschlossen, der nahezu Halbkugelform hat und in einem zylindrischen Teil 10 endet.
- Der im Inneren des Zylinders herrschende Druck wirkt auf den Pfropfen, so daß dadurch der Pfropfendurctlmesser etwas vergrößert wird, wodurch der Pfropfen dicht und stranun im Zylindermantel eingespannt wird. Der zylindrische Teil 10 des Pfropfens 9 wird im gesamten Bereich 8 mit dem unteren Randbereich des Mantels 1 verschweißt. Der Pfropfen kann aus Kunststoff beschichtetem Karton hergestellt werden. Ein sehr gut brauchbares Material für den Pfropfen ist aber auch schweißbarer Kunststoff, mit dem sich eine sehr hohe Mal3genauigkeit erreichen läßt. Ferner ist beispielsweise kunststoffbeschichtetes Metallblech geeignet, das sich sehr einfach zu einem konvexen Pfropfen formen läßt.
- Die Herstellung der erfindungsgemäßen Flüssigkeitsverpackung kann auf unterschiedliche Weisen erfolgen. In der vorstehenden Beschreibung wurde als Verpackungswandung ein vorgefertigter Zylindermantel verwendet, an dem zur Bildung des Deckels die erforderlichen Schnitte geführt und Faltlinien angebracht wurden.
- Eine weitere Möglichkeit zur herstellung der erfindungsgemäßen Fiüssigkeitsverpackung besteht in der Verwendung eines Zuschnittes gemäß Fig. 7. Dieser Zuschnitt hat in etwa Rechtcckform und weist an beiden Enden sinuskurvenförmige Schnittkanten 2 auf, die unter einem Winkel von 450 bezüglich der Länyskanten des Zuschnitts von diesen ausgehen und sich unter einem rechten Winkel schneiden. Von diesem Schnittpunkt aus setzen sich die Schnittkanten als Faltlinien 3 in entgegengesetzter Richtung weiterhin sinusförmig fort.
- An seinem unteren Ende kann der Zuschnitt auch gerade ausgebildet sein.
- Der Zuschnitt wiid um seine Längsachse zu einem Zylinder gebogen und seitlich verschweißt. Ferner kann der Zuschnitt mit einer der Linie 7 (Fig. 4) entsprecllenden Perforierung versehen werden, entlang der das eine Ende des Zylindermantels nach erstellung der seitlichen Schweißnaht als Teil 6 abgetrennt werden kann.
- Zur Ilerstellung der erfindungsgemäßen Flüssigkeitsverpackung eignen sich zahlreiche, unterschiedliche Materialien, denen allen gemeinsam ist, daß sie zum Verschließen des Boden- und des Deckelteils verschweißbar sein müssen. Zur leichten Beseitigung der verbrauc}lten Verpackung ist kunststoffbeschichteter Karton besonders zweckmäßig, der zudem verhältnismäßig preisgünstig ist. Die Flüssigkeitsverpackung kann auch aus einer schweißbaren, eine gewisse Steifigkeit aufweisenden Kunststoffolie oder aus mit schweißbarem Kunststoff beschichtetem Metall hergestellt werden.
Claims (4)
- Flüssigkeitsverpackung sowie Zuschnitt zu deren Herstellung Ansprüche 1. Flüssigkeitsverpackung, bei der zumindest der Deckel von mit dem Mantelteil zusammenhängenden, übereinander geklappten, aus verschweißbarem Material bestehenden Lappen gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Lappen (4) durch Schnitte (2) durch einen Zylindermantel (1) von dessen Ende schräg nach unten entlang Linien gebildet sind, die sich in sich kreuzenden, zu Mantelseitenlinien unter einem Winkel von 450 verlaufenden Mantelschnittebenen liegen und die einander in auf derselben Höhe auf den entgegengesetzten Seiten des Zylindermantels (1) befindlichen Punkten schneiden, von denen aus im Zylindermantel (1) schräg abwärts den Schnittlinien der Schnittebenen und des Zylindermantels (1) folgende Faltlinien (3) verlaufen, entlang derer die Lappen (4) um 900 in den Zylinderinnenraum geklappt sowie miteinander verschweißt sind.
- 2. Flüssigkeitsverpackung nach Anspruch 1, bei der der Boden in gleicher Weise wie der Deckel verschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden zur Abstützung der Verpackung von einem dicht anliegenden, ringförmigen Teil (1') umgeben ist.
- 3. Flüssigkeitsverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden von einem aus verschweißbarem Material bestehenden, konvexen, nahezu halbkugelförmigen Pfropfen (9) gebildet ist, dessen zylindrische Seitenflächen mit der Innenwand des Zylindermantels (1) verschweißt sind.
- 4. Zuschnitt zur Herstellung einer Flüssigkeitsverpackung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, der im wesentlichen die Form eines Rechtecks hat, dessen Länge gleich der Länge des Zylindermantels ist und an dessen einem oder an dessen beiden Enden zwei bogenförmige Schnitte geführt sind, die sich in einem auf der Längsmittellinie des Zuschnitts liegenden Punkt schneiden, von wo sie sich als Faltlinien in Form von mit den Schnittlinien identischen, spiegelbildlichen Bögen fortsetzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bögen (2, 3) die Form von Sinuskurven haben und auf der Längsmittelachse des zuschnitts unter einem Winkel von 900 aufeinander treffen.
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